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hausgemachtes problem

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  1. hausgemachtes problem

    Autor: NaruHina 19.01.21 - 13:56

    So ist das eben wenn man nicht hier produziert sondern überall auf der Welt.

  2. Re: hausgemachtes problem

    Autor: theFiend 19.01.21 - 14:07

    Wäre halt ein reines Draufzahlgeschäft, und am Ende würden wieder diejenigen stehen mit "mimimi warum ist alles so teuer?"

  3. Re: hausgemachtes problem

    Autor: Dwalinn 19.01.21 - 14:41

    mal davon Abgesehen das es auch nichts bringt alles selbst zu machen wenn die benötigten Rohstoffe woanders herkommen.... außer natürlich wie wollen weltpolitisch ein paar Jahrhunderte zurückgehen

  4. Re: hausgemachtes problem

    Autor: Max Level 19.01.21 - 14:55

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ist das eben wenn man nicht hier produziert sondern überall auf der
    > Welt.

    Man kann nie alles "hier" produzieren, wo auch immer das ist. Das Stichwort ist "Fertigungstiefe", man produziert generell nicht alle benötigten Teile am Standort. Wäre ja auch kompletter Irrsinn, wenn jeder Elektronikhersteller ne eigene Galvanik für die PCBs hat und dann noch ne Fabrik für SMD-Widerstände. Nebst Waferfab natürlich.
    Das strukturelle Problem liegt nicht so sehr im verteilten spezialisierten Produzieren, sondern am sogenannten freien Markt, der es aus reinem ökonomischen Kalkül sinnvoll macht, dass für bestimmte Waren nur ein großer Player übrig bleibt.

  5. Re: hausgemachtes problem

    Autor: lestard 19.01.21 - 15:07

    Eine vorausschauende Politik und Wirtschaft hätte frühzeitig merken können, dass Halbleiterfertigung und digitale Souveränität eine gute Sache wären für die deutsche und europäische Wirtschaft. Man hätte daher Halbleiterfertigung in Europa forcieren können. Das heißt ja nicht, dass jeder Autohersteller seine eigene Fabrik betreibt sondern dass man dafür sorgt, dass diese im eigenen Zugriffsbereich (und da nehme ich jetzt mal die EU an) läuft.

  6. Re: hausgemachtes problem

    Autor: Max Level 19.01.21 - 15:16

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine vorausschauende Politik und Wirtschaft hätte frühzeitig merken können,
    > dass Halbleiterfertigung und digitale Souveränität eine gute Sache wären
    > für die deutsche und europäische Wirtschaft. Man hätte daher
    > Halbleiterfertigung in Europa forcieren können.

    Was die Politik angeht, stimme ich dir vollkommen zu. Das wäre sehr wünschenswert. Wobei dann natürlich wieder das Geschrei losginge, denn China macht sowas ja auch, was dem Land immer wieder als kommunistisches Fouls ausgelegt wird. Aber aus strategischer Sicht wäre das sehr sinnvoll.
    Bei der Wirtschaft geht deine Kritik am Adressaten vorbei. Denn *wäre* das bereits heute schon im Interesse "der Wirtschaft", dann könnte sie das ja glatt initiieren. Tut sie aber nicht, weil langfristige Strategien nichts mit den kurzfristigen Zielen der Aktienkurse und Quartalszahlen zu tun haben. So geht das Spiel da halt. Deine Kritik ist ein wenig, als würde man sagen "Boxen ist langweilig, der aktuelle Weltmeister hat alle besiegt und es ist niemand in Sicht, der in schlagen könnte". Das ist sachlich korrekt, trifft aber den falschen Schuldigen. Oder anders: Klar ist Fußball langweilig, wenn eh immer Bayern Meister wird, aber da können die ja nix für ;)
    Soll heißen: "Die Wirtschaft" ist aufgrund der Spielregeln, nach denen sie funktioniert, gar nicht geeignet oder in der Lage, Probleme der hier vorliegenden Klasse innerhalb ihrer Methoden zu problematisieren oder gar zu lösen.

  7. Re: hausgemachtes problem

    Autor: ThorstenMUC 19.01.21 - 15:31

    Der Unsinn an deiner Aussage fängt ja schon da an, dass viele der Automobilchips in Dresden bei Globalfoundries produziert würde, wenn man denn ausreichend Rohmaterial heranschaffen könnte...
    Übrigens mit Maschinen aus den Niederlanden, die so auch in den USA oder Asien genutzt werden...

    Aber was interessieren schon Fakten...

  8. Re: hausgemachtes problem

    Autor: Sea 19.01.21 - 17:27

    Ist aber am Ende das gleiche Problem. Man hat aufgrund der Preisthematik nur noch in China gekauft. Alle anderen Rohstofflieferanten sind den Bach runter, weil sie ein paar Cent teurer waren. Jetzt gibt es nur noch China und die können oder wollen nicht genug liefern.
    Das gilt auch für Rohstoffe die es angeblich nur in China gibt. Die gibt es sicher auch woanders, aber China scheisst auf Welt und Mensch und baut das unter billigsten Umständen trotzdem ab. Würde man nicht den Controllern jede Entscheidung überlassen, würde man selbst seltene Erden suchen und abbauen.

  9. Re: hausgemachtes problem

    Autor: lestard 19.01.21 - 18:50

    Das stimmt schon irgendwie aber ich finde, dass du da "die Wirtschaft" auch ein bisschen zu leicht davon kommen lässt. Meine Erwartung ist schon, dass in den Firmen Leute darauf schauen, welche Probleme in der Zukunft lauern könnten und wie man darauf reagieren müsste.
    Fraglich ist dann nur, wie die Reaktion aussieht. Eine Firma alleine kann sowas nicht alleine lösen aber die Firmen haben ja "Kontakte in die Politik" a.k.a. Lobbyisten und können bei der Politik auch für Probleme sensibilisieren. Das wäre dann mal sinnvoller Lobbyismus. Stattdessen wird Lobbyismus gefühlt immer nur genutzt um Sonderbehandlung zu bekommen oder eben, wenn es zu Spät ist, dass der Steuerzahler bitte einspringen soll.
    VW hätte vor 10 Jahren zur Politik sagen können "schaut her, wir sind bei Chips vollkommen abhängig von China. Aktuell passt es noch aber das könnte in Zukunft ein Problem werden. Wir können aus kostengründen nicht alleine Vorpresschen und eine eigene Fertigung aufbauen aber es wäre sinnvoll, wenn es in Europa eine solche Fertigung gäbe".

    Dass langfristige Planung (scheinbar) nicht im Interesse der Firmen ist, ist Teil der Kritik. Deshalb hab ich von "vorausschauender Wirtschaft" geschrieben. Unsere Wirtschaft ist zu oft nicht vorausschauend und muss dafür dann eben die Konsequenzen tragen.

  10. Re: hausgemachtes problem

    Autor: Roman123 20.01.21 - 00:12

    ThorstenMUC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Unsinn an deiner Aussage fängt ja schon da an, dass viele der
    > Automobilchips in Dresden bei Globalfoundries produziert würde, wenn man
    > denn ausreichend Rohmaterial heranschaffen könnte...
    > Übrigens mit Maschinen aus den Niederlanden, die so auch in den USA oder
    > Asien genutzt werden...
    >
    > Aber was interessieren schon Fakten...

    in der DDR wurde stark auf die vertikale Integration gesetzt.
    Es ist zwar ein mühsamer Weg, aber es bringt ebenso auch viele Vorteile mit sich.
    Noch heute profitiert Deutschland von den damaligen Anstrengungen, man sieht wie strategisch wichtig es für die Zukunft ist.

    Heute ist ökonomische Effizienz gefragt, der Gewinn soll mit möglichst wenig Arbeit und Risiko verbunden sein, vieles wird dadurch unterdrückt.

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