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Im PKW hat die H2 Brennstoffzelle keine Chance

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  1. Im PKW hat die H2 Brennstoffzelle keine Chance

    Autor: runlvl 12.06.20 - 01:25

    Im Schwerlastverkehr, bzw. im Schiffs- und Flugverkehr sowie bei den Energieversorgern - Stichwort Pufferspeicher - möglicherweise.

    Ein Brennstoffzellenauto (FCEV) ist ein E-Auto wie ein batterieelektrisches Auto (BEV) auch.
    Beide werden durch E-Motoren angetrieben und beide beziehen ihren Antriebsstrom aus einem Akku.
    Eine Brennstoffzelle lässt sich nicht ausreichend dynamisch hoch und runterfahren, sie ist hier recht träge.
    Das ist der Grund weshalb hier ein Pufferakku verbaut wird, dieser nimmt den von der Brennstoffzelle erzeugten Strom auf und hält ihn für die Beschleunigung durch den E-Motor bereit.
    Gewichtseinsparung wie im Artikel beschrieben ist nicht der Grund, es ist mehr eine Platz- bzw. Kostenfrage, da die verbaute Brennstoffzellentechnik inkl. Hochdrucktanks extrem viel Platz benötigt und extrem teuer ist.

    Was auch gerne "vergessen" wird zu erwähnen ist das die H2 Brennstoffzelle sehr wartungsintensiv ist. H2 als das Element mit dem kleinsten Atomkern diffundiert mit der Zeit durch nahezu alle Oberflächen. Durch diese Eigenschaft bedingt müssen sämtliche H2 führenden Komponenten regelmäßig getauscht werden da diese dadurch eine beschleunigte Materialermüdung erleiden.

    Weiters benötigt eine H2 Brennstoffzelle hochreine Luft in der Reaktionskammer, heißt es müssen massive Luftfilter verbaut werden welche in relativ kurzen Abständen ebenfalls getauscht werden müssen,

    Ein BEV im Gegenzug führt seine Antriebsenergie ausschließlich in Form von elektrischem Strom, - elektrochemisch gespeichert in einem Akku - mit sich, weshalb hier der Akku auch deutlich größer ausfällt.
    Hier wird die elektrische Energie direkt in den Akku geladen und von dort dem E-Motor bereitgestellt und dies ist wesentlich effizienter als der Umweg über Wasserstoff.

    Auch nicht gerade beruhigend ist die Tatsache das man mit einem FCEV permanent mit einigen Kilo auf 700bar komprimiertem Wasserstoff unterwegs ist. Die Hersteller beteuern zwar das die Tanks sicher wären, ich will bei einem größeren Verkehrsunfall dann aber nicht in der Nähe stehen.

    Auch ein Punkt den nahezu niemand bedenkt: FCEVS stoßen im Betrieb permanent Wasser aus. Im Winter auf stark befahrenen Straßen verwandelt dieser Umstand diese entweder in einen Eislaufplatz oder zum Ärgernis für den Streudienst.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.06.20 01:27 durch runlvl.

  2. Re: Im PKW hat die H2 Brennstoffzelle keine Chance

    Autor: CptBeefheart 24.06.20 - 11:16

    Absolut korrekt! Es ist in näherer Zukunft daher technisch auch nicht möglich einen kleinen H2 Wagen im Stile eines Renault ZOE zu bauen. Die ganzen Hilfsaggregate sind einfach zu sperrig.

    Bei Flugzeugen und Hochseeschiffen sieht die Lage anders aus. Die Akkus die man für diese Vehikel bräuchte wären zu schwer und daher ist H2 hier eine interessante Alternative. Synfuels könnten auch helfen. Mal sehen wer das Rennen macht.

    Übrigens gibt es bei H2 bei PKWs noch ein oft vergessenes Problem: während der Wasserstoff in 200 bar Tanks gelagert wird, ist der Druck in den Tanks im Auto bei 700 bar. Der zusätzliche Druck wird an der Tankstelle lokal erzeugt. Aber es kann nur eine geringe Menge an 700 bar H2 vorgehalten werden. Daher schaffen aktuelle H2 Tankstellen nur 3-4 Betankungen pro Stunde. Das Problem das viele in Zusammenhang mit der weiteren Verbreitung von BEVs sehen - nämlich dass es zu Wartezeiten bei den Schnellladesäulen kommen wird - besteht daher bei H2 noch mehr.

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