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Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

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  1. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: wasabi 09.01.17 - 14:59

    > d.h. 63A*400V*3 = 75,6kW !
    >
    > D.h. wenn der Wagen nicht ganz leer gefahren ist, kann man den an einem
    > normalen Haußanschluß in 1h auf 80% Aufladen.

    Ähm- nein :-)

    1. Nur weil das theoretisch das ist, was ein "normaler Hausanschluss" liefern könnte, heißt das noch nicht, dass das in der Praxis jeder mal eben in die Garage legen kann.

    2. Das Schnelladen funktioniert per Gleichspannung. Einen DC-Lader wird sich kaum jemand in die Garage stellen, ist teuer. Stattdessen lädt man zuhause per Wechselspannung. Da gibt dann aber das Auto vor, was möglich ist. Wo wir hier gerade bei VW sind: Die aktuellen E-Golf und den E-Up kann man nur einphasig und mit 16 Ampere laden. Also nur 3,7kW (per DC-Schnelladung geht dann mehr). Den BMW i3 dreiphasig, aber auch nur 16A, also 11kW. Andere laden mit 32A, also dann 22kW. Ich glaube das einzige Auto, was per AC schneller als 22kW lädt, ist der Renault Zoe mit 43kW - aber auch nur bestimmte (alte) Versionen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.01.17 15:00 durch wasabi.

  2. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: jkow 09.01.17 - 15:11

    egal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich vermute aufgerissene Strassen und (Park-)Plätze werden in den nächsten
    > 2 Jahrzehnten zum nervenden Normalfall werden.

    Als ob das nicht jetzt schon so wäre.

    Letztlich alles eine Frage des Willes: Will man weiter sie Ressourcen der Erde für Individualverkehr verbrennen oder nicht? Ich denke, mit dem Öl ließe sich auch Besseres anstellen.

  3. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: PiranhA 09.01.17 - 15:23

    egal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon klar. Ich frag mich dennoch ob die Leitungen das aktuell hergeben,
    > wenn in Zukunft statistisch jeder 5 Haushalt nachst gleichzeitig 10 KW oder
    > mehr aus der Leitung zieht (und das Deutschlandweit).
    > Also ohne intelligente Stromnetze und lokale Rückeinspeisung und Pufferung
    > wird das glaube ich nichts.

    Natürlich ist das eine Herausforderung, wie die gesamte Energiewende. Aber das ist keine Utopie, wie eingangs dargestellt. Pufferung und Ausgleich von Lastspitzen mit ausgedienten Akkus ist ja heute schon Realität. Die meisten Autos werden über Nacht nicht mehr als 10 kWh laden müssen (~50km). Da reichen auch 1kW Ladeleistung. In Zukunft können die Autos auch ins Smart-Grid integriert werden und laden eben dann, wenn gerade Überkapazitäten herrschen und nicht alle zeitgleich. Viele überschätzen glaube den Leistungsbedarf. Wenn Sonntags alle zur Mittagszeit den Herd anwerfen, ist das auch nicht viel anders.

    > Vor allem was sollen da die ganzen Leute machen die in Blocks oder generell
    > Mietwohnungen (ohne Garage und persönlichen Stellplatz) leben? Die
    > Parkplätze reichen ja so schon oft kaum, da muss ja dann in Zukunft bei fast
    > jeden Parkplatz so eine Ladesäule stehen, damit die Leute am nächsten Tag
    > wieder an die Arbeit können.

    Die werden sicherlich als einer der letzten Umsteigen. Zuerst kommen halt Eigenheimbesitzer und Firmenwagen (welche am Arbeitsplatz laden können). Der Rest folgt Schritt für Schritt.
    Und auch andere Mobilitäts-Konzepte werden gerade dort an Bedeutung gewinnen. Nicht nur ÖPNV und Car-Sharing, sondern auch Home-Office, Lieferdienste für Lebensmittel und letztendlich irgendwann auch autonome Fahrzeugflotten. Der Verbrenner wird uns noch viele Jahre (20-30) begleiten, aber eben Schritt für Schritt aussterben.

  4. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: w-eller 09.01.17 - 16:21

    mainframe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh Gott laß Hirn vom Himmel regnen!
    >
    > Ein normaler Hausanschluß hat 63Ampere bei 400 Volt mit 3 Phasen.
    >
    > d.h. 63A*400V*3 = 75,6kW !
    >
    > D.h. wenn der Wagen nicht ganz leer gefahren ist, kann man den an einem
    > normalen Haußanschluß in 1h auf 80% Aufladen.
    >
    > Ihr vergeßt immer, dass es nicht nur 1 Phase sondern 3 sind!

    ich wollt nur kurz bemerken: ja es sind 3 phasen man sollte aber nicht vergessen
    das sie im 120 grad winkel zueinander liegen.
    die berechnung muss also bei drehstrom heißen: P = Wurzel(3) * U * I
    und nicht immer mit regen drohen
    63A*400V*3 = 75,6kW ! falsch

  5. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: elf 09.01.17 - 16:34

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei 622 Mrd. Kilometer und einem Verbrauch von 20 kWh/100km, was mehr ist
    > als die meisten E-Autos heute verbrauchen, komme ich auf einen Bedarf von
    > 124,4 TWh was den Strombedarf um weniger als 20% ansteigen lässt. Wenn man
    > bedenkt, dass auch in 20-30 Jahren noch Verbrenner auf der Straße sein
    > werden, durchaus machbar. Sicherlich ist das eine Herausforderung, aber
    > nicht unrealistisch.
    Wenn man bedenkt, dass jeder Liter Sprit etwa 1,2kWh Strom in der Raffinerie kostet (plus Transport des Sprits nach und von dort), komme ich auf der anderen Seite zu einer Einsparung von gut 52TWh (bei angenommenen 7l/100km). Der netto-Strombedarf steigt also "nur" um etwa 11,6%.

  6. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: elf 09.01.17 - 16:48

    w-eller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mainframe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oh Gott laß Hirn vom Himmel regnen!

    Hahaha!

    > >
    > > d.h. 63A*400V*3 = 75,6kW !
    > >
    > > Ihr vergeßt immer, dass es nicht nur 1 Phase sondern 3 sind!
    >
    > 63A*400V*3 = 75,6kW ! falsch

    Da dem mainframe in der kürze der Zeit die Aufrüstung des Hauptprozessors nicht möglich ist, hier noch ein Hinweis:
    Die "400V" ist bereits die Summe des Drehstroms der 3 Phasen, also 63A*400V*1=25,2kW. Sollte zum Laden zu Hause über Nacht vollkommen ausreichend sein.

  7. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Bouncy 09.01.17 - 17:04

    Lukas.F schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vorwiegend aus dem Motor kommt. Solche Nanopartikel, die direkt in die
    > Blutbahn gehen, gibt es dann fast gar nicht mehr.
    Die gibt es mit den aktuellen und zukünftigen Verbrennern (=Neuwagen) aber auch nicht mehr, und wenn man annimmt dass ausgerechnet die unsaubersten Autos durch brandneue Elektroautos ersetzt werden, dann muß man natürlich auch so vergleichen, als würde man die durch aktuelle Verbrenner ersetzen. Ich glaube das richtige Wort hierfür ist unrealistisch...

  8. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Weltschneise 09.01.17 - 17:16

    mainframe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh Gott laß Hirn vom Himmel regnen!
    >
    > Ein normaler Hausanschluß hat 63Ampere bei 400 Volt mit 3 Phasen.
    >
    > d.h. 63A*400V*3 = 75,6kW !
    >
    > D.h. wenn der Wagen nicht ganz leer gefahren ist, kann man den an einem
    > normalen Haußanschluß in 1h auf 80% Aufladen.
    >
    > Ihr vergeßt immer, dass es nicht nur 1 Phase sondern 3 sind!

    Wenn man schon maximal provokativ anfängt, dann sollte die Antwort aber wenigstens korrekt sein, findest du nicht?

    Die Realität ist folgende: jede Phase liefert 230V gegenüber dem Nullleiter. Die 400V sind so gerechnet, dass du eine Phase gegenüber einer der anderen beiden Phasen schaltest. Wenn du das tust, dann hast du aber nur noch 1 Phase und nicht mehr 3 Phasen. Bei Starkstromsteckern benutzt man die 400V (bzw 380V bei 220V Basis) damit man bei der Leistung eben direkt U*I rechnen kann ohne die Phasen einzeln berücksichtigen zu müssen.
    Die Phasen sind gegeneinander halt um 120° verschoben.

    Die richtige Rechnung wäre daher 63A * 3 * 230V = 44kW als maximal entnehmbare Leistung.

    Damit ist die Frage allerdings noch nicht vollständig beantwortet, da noch zwei weitere Faktoren eine Rolle spielen: zum einen die Kapazität, die dir der Netzbetreiber überhaupt an deinem Anschluss zu Verfügung stellt, zum anderen die Widerstandskaskade in deinem Schaltschrank.

    Nach dem Stromzähler ist die Sicherung auf der nächstkleineren Stufe, also mit 50A abgesichert. Du kannst also tatsächlich nur 50A * 3 * 230V = 33kW vom Netzbetreiber beziehen. Das deckt sich auch mit der Versorgungszusage vom Netzbetreiber, der jedem Privathaushalt nur maximal diese 33kW liefert. Wenn der Netzbetreiber sich dachte, er hat keinen Bock auf dich, dann hat er deinen Anschluss sogar noch kleiner dimensioniert.

    Daher ist bei einem gewöhnlichen Hausanschluss nur eine Ladestation von entweder 22kW oder 11kW üblich.

    Das soll jetzt keine Wertung der Technik sein sondern nur ein Info was in der Realität daheim zur Verfügung steht. Schnellladen daheim wird nicht möglich sein.

  9. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Anonymer Nutzer 09.01.17 - 17:50

    > Das soll jetzt keine Wertung der Technik sein sondern nur ein Info was in
    > der Realität daheim zur Verfügung steht. Schnellladen daheim wird nicht
    > möglich sein.

    *nötig.

    11 oder 22 kW reichen vollkommen für den Hausgebrauch. Damit ist selbst ein leer gefahrenes Elektroauto in einer Nacht wieder voll. Und es wird auch nicht vorkommen, dass jeder in der Nachbarschaft das leere Elektroauto dran hängt. Intelligentes Lastmanagement ist natürlich trotzdem nötig, weil man verhindern muss, dass alle gleichzeitig laden möchten.

    Schnelllader werden logischerweise direkt an Mittelspannung betrieben, also keine 2km 400V-Leitung zur Ladestation. Anfangs vermutlich noch mit Trafo, aber irgendwann wird man die Leistungselektronik direkt auf der Mittelspannung platzieren und dann mit einem viel günstigeren "Schaltnetzteil-Trafo" arbeiten können. Die Kosten für so etwas dürften im niedrigen fünfstelligen Bereich liegen.

    Aber egal, wir leben ja postfaktisch. Da kann man ja schnell eine solche Milchmädchenrechnung aufstellen.

  10. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Sebbi 09.01.17 - 18:23

    egal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke für das Vorrechen, war da bis dato immer etwas faul da mal selbst was
    > zu rechnen. Allerdings war mir auch so schon klar, dass das ein riesen
    > Problem ist, was bis dato kaum angesprochen wird.
    >
    > Die Ideologen denken vermutlich die ganze Zeit: kein Problem, genau aus dem
    > Grund haben wir doch die Glühlampen verboten, wegen der Umwelt und damit
    > die E-Autos auch ihr bissl Strom bekommen können und so. Nur sind die
    > Einsparungen hier ein Mäusepups gegen den Bedarf der in Zukunft aufgrund
    > der E-Autos entstehen wird.

    Nunja, wenn man sich um Faktor 100 verrechnet sieht so ziemlich alles übel aus. Was, meine Miete kostet 100000 ¤ im Monat? Wie soll ich das je zahlen?

    >
    > Im Grunde lässt sich das Problem nur auf eine Weise lösen und zwar indem
    > sich die Menschen im Elektromobilzeitalter extrem in Ihrer Mobilität
    > einschränken. Hier müssen dann vermutlich auch neue Gesetze her,
    > Arbeitsplätze weiter weg als 30km vom Wohnort sind verboten und so. Es sei
    > denn man radelt hin (natürlich ohne E-Bike) ;-)

    Nö, wieso das denn?

  11. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Sebbi 09.01.17 - 18:24

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PiranhA schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Fehler noch und nöcher...
    > > Das Auto wird wenigstens 800V Spannung haben, eher 1kV. Darüber werden
    > > langfristig auch 350 kW Ladestrom gehen. Tesla geht übrigens den
    > gleichen
    > > Weg. Und ja, das müssen sogar die Kabel gekühlt werden. Gibt es schon
    > > alles.
    > >
    > > Bei 622 Mrd. Kilometer und einem Verbrauch von 20 kWh/100km, was mehr
    > ist
    > > als die meisten E-Autos heute verbrauchen, komme ich auf einen Bedarf
    > von
    > > 124,4 TWh was den Strombedarf um weniger als 20% ansteigen lässt. Wenn
    > man
    > > bedenkt, dass auch in 20-30 Jahren noch Verbrenner auf der Straße sein
    > > werden, durchaus machbar. Sicherlich ist das eine Herausforderung, aber
    > > nicht unrealistisch.
    >
    > Natürlich ist alles machbar keine Frage, aber so ein 1000A Anschluss kostet
    > nicht gerade wenig. Und als Firma mal eben so 10 Anschlüsse mit gesamt
    > 10.000A. Uiui

    Wieso als Firma? Die Autos der Mitarbeiter müssen doch nicht schnell laden? Raststätten haben in der Regel schon einen Anschluss an das Mittelspannungsnetz. Sollte kein größeres Problem sein.

  12. Wenn man selbst postfaktisch rechnet, kommt leider so was heraus ;-)

    Autor: Sebbi 09.01.17 - 18:48

    Cohiba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 111 KWh zu 80% in 30 Minuten laden, heisst 178 KW Dauerleistung auf einer
    > Steckdose und den Zuleitungen, bei 400 V also 444 Ampere Dauerstrom mit den
    > entsprechenden Magnetfeldern. Drehstrom 444 Ampere bei 400 V über 2 km
    > Entfernung zum nächsten Umspannwerk braucht bei typischen VDE max. 3%
    > Spannungsabfall auf der Leitung Kabel mit 2289 mm2 Querschnitt, oder über
    > 5 cm Durchmesser.

    Wie das Tesla mit den Superchargern bei 135 kW wohl macht? Mit Flüssigkühlung. Konzepte für 350 kW bei höherer Spannung existieren bereits. Desweiteren ist diese niedrige Spannung (400 V) nicht bis zum nächsten Umspannwerk auf der Leitung. Man verwendet in der Regel Anschlüsse an das Mittelspannungsnetz und hat einen Transformator (und Gleichrichter) vor Ort. Nur das kurze Kabel zum Auto wird derart belastet.

    > Pro Meter wiegt das Kabel 20 kg, also 40 Tonnen Kupfer
    > für die Kabel bis zum Umspannwerk. Beim aktuellen Preis von etwas über 5300
    > Euro pro Tonne sind das 212000 Euro Kupfer die verbuddelt werden müssen
    > (wenn denn bei solcher Nachfrage nicht der Kupferpreis durch die Decke
    > geht).

    Erübrigt sich damit.

    > Eine Ladung reicht dann für 480 km Fahrt. 2013 haben die PKW in
    > Deutschland 622 Mrd. Kilometer zurück gelegt, das wäre dann 130 Mrd. mal so
    > eine Ladung von 89 KWh, oder gesamt 11570 Terawattstunden -> nur um die PKW
    > in Deutschland auf der Strasse fahren zu lassen.

    Faktor 100 daneben. 622 Milliarden Kilometer durch 480 km sind 1296 Millionen km bzw. dann 115,3 TWh Strom.

    > Nun produziert Deutschland
    > Brutto im Jahr rund 650 Terawattstunden Strom, müsste also mal eben die
    > Stromproduktion um einen Faktor 20 erhöhen, um nur die PKWs auf Elektro um
    > zu stellen und dann wäre kein Strom mehr für irgend etwas anderes übrig.

    Siehe oben. 20% mehr Strom für das Aufladen von Autos ist für das Netz sicher verkraftbar, zumal auch der Strom für die Raffinerien dann wegfällt (ca. 50 TWh) und man eine große Menge Primärenergie (Öl) einspart.

    > Also, Jungs und Mädels von der Ideologiefront, mal offen und ehrlich,
    > eMobilität kann nur mit ganz großen gesellschaftlichen Revolutionen auch
    > nur annähernd funktionieren und die Physik wird sich durch Ideologie nicht
    > beeindrucken lassen.

    Die Physik lässt sich auch nicht von Falschrechnern beeindrucken. Ich frage mich was deine Agenda/Ideologie war als du hier losgeschrieben hast? ;-)

  13. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: thinksimple 09.01.17 - 18:51

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > thinksimple schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > PiranhA schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Fehler noch und nöcher...
    > > > Das Auto wird wenigstens 800V Spannung haben, eher 1kV. Darüber werden
    > > > langfristig auch 350 kW Ladestrom gehen. Tesla geht übrigens den
    > > gleichen
    > > > Weg. Und ja, das müssen sogar die Kabel gekühlt werden. Gibt es schon
    > > > alles.
    > > >
    > > > Bei 622 Mrd. Kilometer und einem Verbrauch von 20 kWh/100km, was mehr
    > > ist
    > > > als die meisten E-Autos heute verbrauchen, komme ich auf einen Bedarf
    > > von
    > > > 124,4 TWh was den Strombedarf um weniger als 20% ansteigen lässt. Wenn
    > > man
    > > > bedenkt, dass auch in 20-30 Jahren noch Verbrenner auf der Straße sein
    > > > werden, durchaus machbar. Sicherlich ist das eine Herausforderung,
    > aber
    > > > nicht unrealistisch.
    > >
    > >
    > > Natürlich ist alles machbar keine Frage, aber so ein 1000A Anschluss
    > kostet
    > > nicht gerade wenig. Und als Firma mal eben so 10 Anschlüsse mit gesamt
    > > 10.000A. Uiui
    >
    > Wieso als Firma? Die Autos der Mitarbeiter müssen doch nicht schnell laden?
    > Raststätten haben in der Regel schon einen Anschluss an das
    > Mittelspannungsnetz. Sollte kein größeres Problem sein.


    war ja auch auf den Post bezogen mit 350kW Ladeleistung.
    Trotzdem ist selbst bei 10 mal 30kW Ladeleistung pro Landeplatz dies ein nicht kleiner Kostenfaktor für Firmen.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  14. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Anonymer Nutzer 09.01.17 - 19:02

    > war ja auch auf den Post bezogen mit 350kW Ladeleistung.
    > Trotzdem ist selbst bei 10 mal 30kW Ladeleistung pro Landeplatz dies ein
    > nicht kleiner Kostenfaktor für Firmen.

    Die Arbeitgeber werden sicherlich keine Ladestationen aufstellen. Dafür gibt es spezialisierte Anbieter. Die Firmen müssen nur den (ohnehin vorhandenen) Stellplatz zur Verfügung stellen.

    30kW Ladeleistung braucht man nicht. Ein Pendler wird max. 100km über 8 Stunden laden müssen. Dafür reichen 3kW.

  15. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: thinksimple 09.01.17 - 19:11

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > war ja auch auf den Post bezogen mit 350kW Ladeleistung.
    > > Trotzdem ist selbst bei 10 mal 30kW Ladeleistung pro Landeplatz dies ein
    > > nicht kleiner Kostenfaktor für Firmen.
    >
    > Die Arbeitgeber werden sicherlich keine Ladestationen aufstellen. Dafür
    > gibt es spezialisierte Anbieter. Die Firmen müssen nur den (ohnehin
    > vorhandenen) Stellplatz zur Verfügung stellen.
    >
    > 30kW Ladeleistung braucht man nicht. Ein Pendler wird max. 100km über 8
    > Stunden laden müssen. Dafür reichen 3kW.


    Ich hab in meiner Firma auch Halbtagskräfte die nur 4 Stunden anwesend sind. Und es könnte auch Firmenfahrzeuge geben die ein bißchen mehr brauchen. Aber das ist individuell verschieden.
    Aber mal angenommen du hast ne Fa. Mit 1000 MA und die Hälfte fährt elektrisch. Alles ist relativ.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  16. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Anonymer Nutzer 09.01.17 - 19:23

    > Ich hab in meiner Firma auch Halbtagskräfte die nur 4 Stunden anwesend
    > sind. Und es könnte auch Firmenfahrzeuge geben die ein bißchen mehr
    > brauchen. Aber das ist individuell verschieden.
    > Aber mal angenommen du hast ne Fa. Mit 1000 MA und die Hälfte fährt
    > elektrisch. Alles ist relativ.

    Natürlich ist die durchschnittliche Ladeleistung gemeint. Die Lader selbst können ja schon mehr Leistung haben. Das macht im Preis nicht so viel aus. Alternativ könnte eine Leistungselektronik auch mehrere Ladestationen nacheinander versorgen.

    Eine Teilzeitkraft müsste dann eben in irgendeiner Form Priorität bekommen.

    Die teure Infrastruktur müsste auf jeden Fall nur auf den Durchschnitt ausgelegt sein.

    Nicht jeder Mitarbeiter wird eine Ladestation brauchen. Bei 1000 MA genügen vermutlich 100 Stück.

  17. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: thinksimple 09.01.17 - 19:35

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich hab in meiner Firma auch Halbtagskräfte die nur 4 Stunden anwesend
    > > sind. Und es könnte auch Firmenfahrzeuge geben die ein bißchen mehr
    > > brauchen. Aber das ist individuell verschieden.
    > > Aber mal angenommen du hast ne Fa. Mit 1000 MA und die Hälfte fährt
    > > elektrisch. Alles ist relativ.
    >
    > Natürlich ist die durchschnittliche Ladeleistung gemeint. Die Lader selbst
    > können ja schon mehr Leistung haben. Das macht im Preis nicht so viel aus.
    > Alternativ könnte eine Leistungselektronik auch mehrere Ladestationen
    > nacheinander versorgen.
    >
    > Eine Teilzeitkraft müsste dann eben in irgendeiner Form Priorität bekommen.
    >
    > Die teure Infrastruktur müsste auf jeden Fall nur auf den Durchschnitt
    > ausgelegt sein.
    >
    > Nicht jeder Mitarbeiter wird eine Ladestation brauchen. Bei 1000 MA genügen
    > vermutlich 100 Stück.


    Wie gesagt machbar ist alles. Der einzigste Hinderungsgrund sehe ich bei den Kosten. Jede Firma will ein betriebswirtschaftliches positiv Ergebnis haben wenn sie diese kosten ausgibt. Nur in diesem Fall sind's nur Ausgaben.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  18. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Anonymer Nutzer 09.01.17 - 19:41

    > Wie gesagt machbar ist alles. Der einzigste Hinderungsgrund sehe ich bei
    > den Kosten. Jede Firma will ein betriebswirtschaftliches positiv Ergebnis
    > haben wenn sie diese kosten ausgibt. Nur in diesem Fall sind's nur
    > Ausgaben.

    Wie gesagt - die Arbeitgeber werden selbst garantiert keine eigenen Ladestationen aufstellen. Das übernehmen darauf spezialisierte Anbieter. Und natürlich wird der Strom nicht kostenlos sein. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Somit werden Ladestationen ab einer gewissen kritischen Masse rentabel sein und damit wäre die Frage der Kosten geklärt.

  19. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Sebbi 09.01.17 - 19:46

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stefan99 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Ich hab in meiner Firma auch Halbtagskräfte die nur 4 Stunden anwesend
    > > > sind. Und es könnte auch Firmenfahrzeuge geben die ein bißchen mehr
    > > > brauchen. Aber das ist individuell verschieden.
    > > > Aber mal angenommen du hast ne Fa. Mit 1000 MA und die Hälfte fährt
    > > > elektrisch. Alles ist relativ.
    > >
    > > Natürlich ist die durchschnittliche Ladeleistung gemeint. Die Lader
    > selbst
    > > können ja schon mehr Leistung haben. Das macht im Preis nicht so viel
    > aus.
    > > Alternativ könnte eine Leistungselektronik auch mehrere Ladestationen
    > > nacheinander versorgen.
    > >
    > > Eine Teilzeitkraft müsste dann eben in irgendeiner Form Priorität
    > bekommen.
    > >
    > >
    > > Die teure Infrastruktur müsste auf jeden Fall nur auf den Durchschnitt
    > > ausgelegt sein.
    > >
    > > Nicht jeder Mitarbeiter wird eine Ladestation brauchen. Bei 1000 MA
    > genügen
    > > vermutlich 100 Stück.
    >
    > Wie gesagt machbar ist alles. Der einzigste Hinderungsgrund sehe ich bei
    > den Kosten. Jede Firma will ein betriebswirtschaftliches positiv Ergebnis
    > haben wenn sie diese kosten ausgibt. Nur in diesem Fall sind's nur
    > Ausgaben.

    Wieso ist das ein Problem? Bei einem Dienstwagen kann man das doch auch einfach kalkulieren und dann ist das halt entsprechend zu versteuern. Laut aktueller Gesetzeslage ist der in der Arbeit getankte Strom sogar steuerfrei, also wieso nicht mit dem Mitarbeiter einen Deal machen, so dass er die vollen Kosten trägt und dafür weniger Gehalt bekommt? Win-Win ...

  20. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Xstream 09.01.17 - 19:56

    > 111 KWh zu 80% in 30 Minuten laden, heisst 178 KW Dauerleistung auf einer Steckdose und den Zuleitungen, bei 400 V also 444 Ampere Dauerstrom mit den entsprechenden Magnetfeldern.

    In Zukunft wird allerdings bei 1000V bis zu 400A geladen, mit flüssig gekühlten Kabeln und Steckern, das ist mit der nächsten CCS Stufe gerade am kommen.

    > Drehstrom 444 Ampere bei 400 V über 2 km Entfernung zum nächsten Umspannwerk braucht bei typischen VDE max. 3% Spannungsabfall auf der Leitung Kabel mit 2289 mm2 Querschnitt, oder über 5 cm Durchmesser. Pro Meter wiegt das Kabel 20 kg, also 40 Tonnen Kupfer für die Kabel bis zum Umspannwerk.

    Die niedrigste Mittelspannungsstufe, also das was bei dir in der nächsten Straße im Trafohäuschen ankommt und was bei einem Schnelllader unmittelbar vor Ort ist und sein muss ist allerdings 20kV.

    > 2013 haben die PKW in Deutschland 622 Mrd. Kilometer zurück gelegt, das wäre dann 130 Mrd. mal so eine Ladung von 89 KWh, oder gesamt 11570 Terawattstunden -> nur um die PKW in Deutschland auf der Strasse fahren zu lassen. Nun produziert Deutschland Brutto im Jahr rund 650 Terawattstunden Strom, müsste also mal eben die Stromproduktion um einen Faktor 20 erhöhen, um nur die PKWs auf Elektro um zu stellen und dann wäre kein Strom mehr für irgend etwas anderes übrig.

    Das hat thinksimple unten schon widerlegt. Es geht um 10-15% mehr, nicht Faktor 20.

    Wenn man von falschen Tatsachen ausgeht und falsch rechnet dann kommen tatsächlich postfaktische Ergebnisse raus.

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