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Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

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  1. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Paul86 09.01.17 - 20:02

    Cohiba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 111 KWh zu 80% in 30 Minuten laden, heisst 178 KW Dauerleistung auf einer
    > Steckdose und den Zuleitungen, bei 400 V also 444 Ampere Dauerstrom mit den
    > entsprechenden Magnetfeldern. Drehstrom 444 Ampere bei 400 V über 2 km
    > Entfernung zum nächsten Umspannwerk braucht bei typischen VDE max. 3%
    > Spannungsabfall auf der Leitung Kabel mit 2289 mm2 Querschnitt, oder über
    > 5 cm Durchmesser. Pro Meter wiegt das Kabel 20 kg, also 40 Tonnen Kupfer
    > für die Kabel bis zum Umspannwerk. Beim aktuellen Preis von etwas über 5300
    > Euro pro Tonne sind das 212000 Euro Kupfer die verbuddelt werden müssen
    > (wenn denn bei solcher Nachfrage nicht der Kupferpreis durch die Decke
    > geht). Eine Ladung reicht dann für 480 km Fahrt. 2013 haben die PKW in
    > Deutschland 622 Mrd. Kilometer zurück gelegt, das wäre dann 130 Mrd. mal so
    > eine Ladung von 89 KWh, oder gesamt 11570 Terawattstunden -> nur um die PKW
    > in Deutschland auf der Strasse fahren zu lassen. Nun produziert Deutschland
    > Brutto im Jahr rund 650 Terawattstunden Strom, müsste also mal eben die
    > Stromproduktion um einen Faktor 20 erhöhen, um nur die PKWs auf Elektro um
    > zu stellen und dann wäre kein Strom mehr für irgend etwas anderes übrig.
    > Also, Jungs und Mädels von der Ideologiefront, mal offen und ehrlich,
    > eMobilität kann nur mit ganz großen gesellschaftlichen Revolutionen auch
    > nur annähernd funktionieren und die Physik wird sich durch Ideologie nicht
    > beeindrucken lassen.

    Zum Glück total falsch was du da rechnest.

    1. Aus einer Steckdose kommen keine 400V sondern 230V. Du mein wahrscheinlich eine CEE-Dose.

    Aber auch das wäre nicht korrekt denn sowohl Tesla als auch alle anderen Herstelle setzen auf schnellladen mit Gleichstrom bei einer viel höheren Spannung. Aber nehmen wir an der Umrichter hat eine Zuleitung von 0,4kV.

    2. Vom Umspannwerk zur Steckdose hat keine 3% Spannungsabfall. Sondern vom Hausanschlusskasten zur Steckdose darf man 3% nicht überschreiten. Auch kommt aus einem Umspannwerk keine 400V. Dort wird in der Regel 110kV auf 20kV oder 10kV transformiert und verteilt. Das ist je nach Netzbetreiber etwas anders. Bei mir in der Region sind es 20kV die in der Stadt oder Dorf im Ring zu einzielen Trafostationen verteilt werden. Von dort sind es bis zum Hausanschluss nie mehr als 300m.
    Auch kommen dort keine 400V aus der Trafostation. Die Trafos sind in mehren Stufen regelbar und werden so eingestellt das im Haus ca. 400V ankommen.

    3. Wie kommst du auf Kupfer? Das wäre viel zu teuer. Sowohl im Mittelspannungsnetz als auch im Niederspannungsnetz wird Aluminium verwendet. Auch im Hausanschlusskasten kommt in den meisten fällen Aluminium an. Erst im Haus wird Kupfer verlegt.

    Wenn ich einen Netzanschluss mit NAY2Y-J 4x150 mm² im Erdreich verlege kann ich es laut Hersteller mit 275A belasten.
    275A*400V*Wurzel3 = 190kW
    In der Praxis würde man natürlich eher zwei Kabel parallel verlegen und je mit 200A absichern. So könnte man 277kW beziehen.
    Übrigens haben die meisten Trafostationen 630kVA und im Mittelspannungsnetz sind große Reserven und man könnte locker in jedem Dorf 5 weitere Trafos aufstellen ohne das Netz voll auszulasten.

  2. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: thinksimple 09.01.17 - 20:09

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > thinksimple schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Stefan99 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > > Ich hab in meiner Firma auch Halbtagskräfte die nur 4 Stunden
    > anwesend
    > > > > sind. Und es könnte auch Firmenfahrzeuge geben die ein bißchen mehr
    > > > > brauchen. Aber das ist individuell verschieden.
    > > > > Aber mal angenommen du hast ne Fa. Mit 1000 MA und die Hälfte fährt
    > > > > elektrisch. Alles ist relativ.
    > > >
    > > > Natürlich ist die durchschnittliche Ladeleistung gemeint. Die Lader
    > > selbst
    > > > können ja schon mehr Leistung haben. Das macht im Preis nicht so viel
    > > aus.
    > > > Alternativ könnte eine Leistungselektronik auch mehrere Ladestationen
    > > > nacheinander versorgen.
    > > >
    > > > Eine Teilzeitkraft müsste dann eben in irgendeiner Form Priorität
    > > bekommen.
    > > >
    > > >
    > > > Die teure Infrastruktur müsste auf jeden Fall nur auf den Durchschnitt
    > > > ausgelegt sein.
    > > >
    > > > Nicht jeder Mitarbeiter wird eine Ladestation brauchen. Bei 1000 MA
    > > genügen
    > > > vermutlich 100 Stück.
    > >
    > >
    > > Wie gesagt machbar ist alles. Der einzigste Hinderungsgrund sehe ich bei
    > > den Kosten. Jede Firma will ein betriebswirtschaftliches positiv
    > Ergebnis
    > > haben wenn sie diese kosten ausgibt. Nur in diesem Fall sind's nur
    > > Ausgaben.
    >
    > Wieso ist das ein Problem? Bei einem Dienstwagen kann man das doch auch
    > einfach kalkulieren und dann ist das halt entsprechend zu versteuern. Laut
    > aktueller Gesetzeslage ist der in der Arbeit getankte Strom sogar
    > steuerfrei, also wieso nicht mit dem Mitarbeiter einen Deal machen, so dass
    > er die vollen Kosten trägt und dafür weniger Gehalt bekommt? Win-Win ...

    Ich dachte eher an die Infrastrukturkosten. Aber ich denke dies könnte man outsourcen und andere Anbieter übernehmen dies.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  3. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: Xstream 09.01.17 - 20:49

    Falsch. W-Eller hat es doch bereits korrekt erklärt: 63A*400V*sqrt(3) = 63*230V*3 = 43,5kW

  4. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: thinksimple 09.01.17 - 21:14

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch. W-Eller hat es doch bereits korrekt erklärt: 63A*400V*sqrt(3) =
    > 63*230V*3 = 43,5kW

    Jupp, genau richtig. Man müsste zwar noch den cos phi mit dazu nehmen aber ok
    Wobei die 43 kW nicht die Leistung ist die beim Akku ankommt.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  5. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: mainframe 10.01.17 - 08:33

    Ja da hat sich dann doch der Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen.

    Habe ich doch glatt die 3. Wurzel vergessen. Danke @Paul...

    Hätte gerne gestern noch mitgeschrieben.. aber leider musste ich arbeiten.

  6. Re: Physik? Egal, wir leben ja postfaktisch.

    Autor: elf 10.01.17 - 11:27

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch. W-Eller hat es doch bereits korrekt erklärt: 63A*400V*sqrt(3) =
    > 63*230V*3 = 43,5kW

    Herrlich, wieviele sich in diesem Thread verrechnen. Liegt wohl an der Überschrift.
    Ich habe dummerweise die Berechnung der Gesamt*spannung* für Drehstrom auf die Gesamt*leistung* des Hausanschlusses übertragen und damit auch um Faktor Wurzel(3) danebengelangt.

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