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Hat der Autor sich wirklich informiert?

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  1. Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: Brian Kernighan 10.09.21 - 08:31

    Er schreibt z.B. "Angekündigt sind der SUV iX sowie die Gran Coupé Limousine i4" - die sind nicht nur angekündigt, sondern werden bereits seit einiger Zeit produziert - beim iX ist wohl schon die ganze Produktion auf lange Zeit hinaus ausverkauft. Gesehen habe ich ein paar Exemplare schon vor ein paar Wochen - das Ding sieht trotz imposanter Größe im Vergleich z.B. zu einem X5 regelrecht niedlich aus - spricht aber wohl hauptsächlich Käufer aus China und USA an.

    Kaufen kann man aktuell nicht nur den iX3 (davon sehe ich immer mehr in privater Hand hier rumfahren) sondern auch noch den i3 und den Mini Cooper SE die in dem Absatz gar nicht erwähnt werden.

    Ob die Strategie, in Zukunft nur auf E-Autos zu setzen aufgeht oder der aktuelle Boom nur ein durch Fördergelder angeheiztes Strohfeuer ist wird man sehen. Ich persönlich glaube, dass zumindest für Deutschland und vielleicht auch der EU der Trend Richtung E-Autos gehen wird und nicht mehr zurück zum Verbrenner. Aber kein Autohersteller kann heute noch mit der EU alleine als Markt überleben. Renault ist mit der Strategie fast pleite gegangen während die Deutschen Hersteller die letzten Jahre hauptsächlich wegen des Chinesischen Marktes noch Geld verdienen.

    Und was die "neue Klasse" betrifft: das ist die neue Plattform die BMW gerade entwickelt, die für E-Autos optimiert werden soll. Wie die genau aussehen wird weiss noch niemand ausser der Entwicklungsabteilung, das wird die Öffentlichkeit wohl in ein paar Jahren sehen. Bin sicher, das hat Zipse auch gesagt bei seiner Rede. Soll eine Anlehnung an die "neue Klasse" in den 60er Jahren sein mit der BMW aus der Krise kam - nachdem sie beinahe von Mercedes übernommen worden wären.

  2. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: gakusei 10.09.21 - 09:13

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er schreibt z.B. "Angekündigt sind der SUV iX sowie die Gran Coupé
    > Limousine i4" - die sind nicht nur angekündigt, sondern werden bereits seit
    > einiger Zeit produziert - beim iX ist wohl schon die ganze Produktion auf

    Exakt - Treffender wäre gewesen "Den iX und den i4 kann man auch auf dem IAA Stand sehen."

    So hört es sich an, als ob BMW nur 2 Stromer plant, dabei sind für die nächsten 3 Jahre schon ein gutes Dutzend Modelle angekündigt, neben den bereits teilweise seit Jahren erhältlichen Modellen.

  3. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: deefens 10.09.21 - 09:18

    Da ist was dran. Der Blick geht immer nur auf die EU-Länder, China und die USA. In anderen großen Märkten spielt Elektromobilität aber überhaupt keine Rolle, z.B. in Indien, Brasilien oder Russland. Warum sollte man also die Cashcows über Nacht einstampfen, zumal man 120.000 Mitarbeiter in Lohn und Brot hat?

    Typischer Artikel aus der Kreuzberger Filterblase, wo das Lastenrad die Lösung aller Mobilitätsprobleme darstellt.

  4. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: orsg2 10.09.21 - 11:19

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In anderen großen Märkten spielt Elektromobilität aber überhaupt keine
    > Rolle, z.B. in Indien, Brasilien oder Russland.

    Russland ist nach Fläche natürlich groß, aber wieviele Autos verkauft BMW denn dort?

  5. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: Brian Kernighan 10.09.21 - 11:30

    orsg2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > deefens schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In anderen großen Märkten spielt Elektromobilität aber überhaupt keine
    > > Rolle, z.B. in Indien, Brasilien oder Russland.
    >
    > Russland ist nach Fläche natürlich groß, aber wieviele Autos verkauft BMW
    > denn dort?

    Ist ja nicht nur Russland. Selbst China als eine der größten Märkte will Verbrenner erst ab 2060 verbieten. In USA gibts auch noch keine einheitliche Strategie, das sind nur einzelne Bundesstaaten. Bei dünn besiedelten Flächenländern wird die E-Mobilität vermutlich auch noch etwas langsamer in Fahrt kommen.

  6. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: cuthbert34 10.09.21 - 11:39

    orsg2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > deefens schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In anderen großen Märkten spielt Elektromobilität aber überhaupt keine
    > > Rolle, z.B. in Indien, Brasilien oder Russland.
    >
    > Russland ist nach Fläche natürlich groß, aber wieviele Autos verkauft BMW
    > denn dort?

    Laut Statista:

    2020: 42.721 Fahrzeuge

    im Vergleich dazu hat der Marktführer Lada 343.512 Fahrzeuge abgesetzt.

    Ist jetzt kein Schlüsselmarkt für BMW würde ich mal behaupten wollen.

    Was Brasilien an geht. Habe eine Auswertung mit Basis 2018 gelesen. Brasilien verlangt nach Kleinwagen. 2018 lag der Chevrolet Onix auf Platz 1, gefolgt vom Hyundai HB20. VW hatte damals bspw. nur 321 Golf Variant verkauft. BMW hat in 6 Monaten 1.507 3er verkauft.

    Also.. die Märke sind imho irrelevant und führen nicht dazu, dass BMW hier Märkte bedienen kann, die nennenswert das Unternehmen stützen. Indien ist ein ähnlicher Markt. Es sind Kleinwagen die gefragt sind. Sicherlicht kann man sich eine Niesche schaffen, aber das ist kein Kissen auf dem man sich ausruhen kann.

    Imho ist es eben genau umgekehrt. Deutschland und die EU sind die "alten" Märkte, auf denen die Machtverhältnisse noch zu Gunsten von BMW, VW und Mercedes herrschen. Im Rest der Welt findet der Umbruch statt und dort müssen die Hersteller aktiv werden. An Deutschland kann man sich orientieren, aber damit geht man mittelfristig unter. Man hängt aus Tradition und Dank zu sehr am Verbrenner. Gilt für ganz Westeuropa. Damit sind ganze Landstriche groß geworden. Nun sind es die E-Hersteller, die die Chance haben sich zum Primus aufzuschwingen. Würde mich nicht wundern, wenn die Gewinner eher in Asien sitzen werden.

  7. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: Brian Kernighan 10.09.21 - 11:47

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Chance haben sich zum Primus aufzuschwingen. Würde mich nicht wundern, wenn
    > die Gewinner eher in Asien sitzen werden.

    Die Batteriehersteller aus Asien sind sicherlich Gewinner dieser Strategie. Autos habe ich von dort noch keine interessanten gesehen. Das sind überwiegend Protzmodelle, die bei der betuchteren Klientel in Asien und USA gut laufen werden, aber in der EU ist sowas eher nicht gefragt. Da sind die Autokäufer mittlerweile wesentlich pragmatischer und nicht mehr so statusorientiert wie in Fernost.

    Da wird den Reibach machen, wer günstige und zuverlässige Karren herstellt und das ist mit den hohen Zöllen für Ausser-EU-Hersteller nicht leicht. Newcomer haben das Problem kein Service-Netz zu haben was die Käufer hier doch sehr wichtig finden - da wird mittelfristig auch Tesla ein Problem bekommen wenn die Autos der anderen vergleichbar bleiben.

    Ich denke für Hersteller wie BMW und Porsche wird ein evtl. kommendes Tempolimit hier viel mehr Probleme bereiten als asiatische Hersteller.

  8. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: bplhkp 10.09.21 - 11:56

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Man hängt aus Tradition und Dank zu sehr am Verbrenner.

    Man hängt am Verbrenner weil hier weiterhin der größte Absatz stattfindet.
    Es wird nicht passieren dass der Verbrennerabsatz global auf Null einbricht, sondern es ist weiterhin ein wichtiges Standbein.

  9. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: Brian Kernighan 10.09.21 - 12:00

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cuthbert34 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Man hängt aus Tradition und Dank zu sehr am Verbrenner.
    >
    > Man hängt am Verbrenner weil hier weiterhin der größte Absatz stattfindet.

    Man hängt vor allem deshalb am Verbrenner, weil hier am meisten Marge drin ist. Beim E-Auto müsste man schon selbst die Batterien herstellen um einen ähnliche Wertschöpfung zu generieren, das macht aber keiner.

    Ich fände es wäre besser, wenn die künftigen E-Autos kleine Batterien und eine Brennstoffzelle als Range extender hätten. Die könnte dann gerne furchtbar ineffizient sein, denn wie würde ja eh nur eine handvoll mal im Jahr gebraucht. Dann könnte man eine günstige und leichte Batterie verwenden und hätte trotzdem für seltene Einsätze eine hohe Reichweite.

  10. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: JuBo 10.09.21 - 12:52

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bplhkp schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > cuthbert34 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >
    > > > Man hängt aus Tradition und Dank zu sehr am Verbrenner.
    > >
    > > Man hängt am Verbrenner weil hier weiterhin der größte Absatz
    > stattfindet.
    >
    > Man hängt vor allem deshalb am Verbrenner, weil hier am meisten Marge drin
    > ist. Beim E-Auto müsste man schon selbst die Batterien herstellen um einen
    > ähnliche Wertschöpfung zu generieren, das macht aber keiner.
    >
    > Ich fände es wäre besser, wenn die künftigen E-Autos kleine Batterien und
    > eine Brennstoffzelle als Range extender hätten. Die könnte dann gerne
    > furchtbar ineffizient sein, denn wie würde ja eh nur eine handvoll mal im
    > Jahr gebraucht. Dann könnte man eine günstige und leichte Batterie
    > verwenden und hätte trotzdem für seltene Einsätze eine hohe Reichweite.
    Und du willst ca 30k¤ Aufpreis für die Brennstffzelle für seltene Fälle? Da kann man sich lieber nen ID3 zb kaufen und für die paar Male einen EQS/Model S/X o.A. mieten - kommst billiger weg und musst keine Umwege fahren für H2 Tanken zumal Auslandsreisen da ohnehin weg fallen.
    Und nein die Kosten für Brennstoffzellen werden nicht signifikant sinken - selbst 50% Kosten runter in 5 Jahren würde nicht reichen. Verstehe das endlich dass H2 nur industrielle/militärische Zwecke bedienen wird. Was ich nicht verstehe ist warum man nicht bei den ganzen PlugIn Hybriden auf einen seriellen Rangeextender mit LPG oder CNG gesetzt hat. Das wäre die sinnvollste Brückentechnologie gewesen. Mal schauen ob Mazda das endlich macht mit dem Wankel-RE und ob man diesen irgendwie auf LPG umrüsten kann/darf - ist wahrscheinlich schon zu spät dafür, es gibt immer mehr BEVs mit 400km+ Reichweite



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 10.09.21 12:58 durch JuBo.

  11. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: cuthbert34 10.09.21 - 13:15

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cuthbert34 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Man hängt aus Tradition und Dank zu sehr am Verbrenner.
    >
    > Man hängt am Verbrenner weil hier weiterhin der größte Absatz stattfindet.
    >
    > Es wird nicht passieren dass der Verbrennerabsatz global auf Null
    > einbricht, sondern es ist weiterhin ein wichtiges Standbein.

    Heute und nächstes Jahr. Wenn es egal ist, ob die Kinder der derzeitigen BMW Mitarbeiter auch noch dort arbeiten können, dann stimme ich Dir zu. Und wenn es für die dt. Automobilindustrie ok ist, dass sie nicht mehr führend ist... auch ok. Ich hätte gedacht, dass der Anspruch ein anderer ist.

    Auch heute wird es einen Marktführer für Druckerpressen geben. Ist ok, wenn man der ist. Aber viele andere Druckerei werden das digitale Zeitalter nicht überlebt haben. Mal schauen, ob alle dt. Hersteller im E-Markt ankommen und vor allem gestalten können.

  12. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: Brian Kernighan 10.09.21 - 13:19

    JuBo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brian Kernighan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich fände es wäre besser, wenn die künftigen E-Autos kleine Batterien
    > und
    > > eine Brennstoffzelle als Range extender hätten. Die könnte dann gerne
    > > furchtbar ineffizient sein, denn wie würde ja eh nur eine handvoll mal
    > im
    > > Jahr gebraucht. Dann könnte man eine günstige und leichte Batterie
    > > verwenden und hätte trotzdem für seltene Einsätze eine hohe Reichweite.
    > Und du willst ca 30k¤ Aufpreis für die Brennstffzelle für seltene Fälle?

    Wieso soll die Brennstoffzelle 30k¤ kosten? Das ergibt natürlich nur dann Sinn, wenn sie güstiger ist als die zusätzlichen 50kWh an Akku die man dadurch einsparen kann. Man hätte dann zwar immer noch den Vorteil von weniger Gewicht und geringeren Kosten beim irgendwann notwendigen Akkutausch, aber wenn sich das finanziell nicht lohnt, wird es keiner kaufen.

    Ob diese Kosten darstellbar sind, kann heute wohl kaum jemand seriös beurteilen - technisch sinnvoll wäre es allerdings. Sonst wird das E-Auto in Zukunft die Probleme der Verbrennerautos noch verschlimmern, denn sie wiegen dann allesamt mindestens ne halbe Tonne mehr (der Trend ist aktuell ja deutlich erkennbar).

    > kann man sich lieber nen ID3 zb kaufen und für die paar Male einen
    > EQS/Model S/X o.A. mieten - kommst billiger weg und musst keine Umwege

    Die Theorie "Ich miete mir ein Verbrenner- oder anderes Langstreckenauto für die Urlaubsfahrt" hat einen großen Fehler, den auch Käufer von Campingautos schon festgestellt haben: Zur Ferienzeit wollen nämlich alle eins haben. Somit hat man entweder keines wenn man es braucht oder um den Bedarf zu decken müsste man für fast jedes Auto ein zweites herstellen was dann 90% des Jahres rumsteht. Das ist weder ökologische noch ökonomisch sinnvoll, das Leihen müsste dann nämlich extrem teuer werden wenn es wenigstens kostendeckend sein soll.

    > nicht verstehe ist warum man nicht bei den ganzen PlugIn Hybriden auf einen
    > seriellen Rangeextender mit LPG oder CNG gesetzt hat. Das wäre die

    Beim i3 hat man das ja gemacht. Dort war das Problem, dass man keine dafür brauchbaren Motoren verfügbar hatte und für so wenige Exemplare sich keine Neuentwicklung gelohnt hat. Im Prinzip ist es ja das was ich für vernünftig halte: einen Seriellen Hybrid, wobei der Elektroteil mehr Reichweite hat als die heute üblichen PHEVs. also auch ohne "Range extender" sinnvoll nutzbar.

    Ob die Stromerzeugung nun per Brennstoffzelle oder konventionellem Motor gemacht wird und welche Brennstoff darin verwendet wird ist eher nebensächlich. Ich halte eine Brennstoffzelle aber für günstiger bezogen auf Baugröße und Wartungsintensität.

  13. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: deefens 10.09.21 - 13:33

    Russland ist aber ein Wachstumsmarkt, im Gegensatz zu den anderen Regionen. +132% gegenüber 2008 sind ein Brett, ausser BMW wachsen dort sonst nur KIA, Geely, Daimler und VW nennenswert. Und immerhin fast die Hälfte der Stückzahlen des sehr wichtigen US-Markts in 2020.

    Und der traditionell starke Automarkt Großbritannien dürfte für e-Modelle demnächst rückläufig sein, da die Förderprämien abgeschmolzen wurden und z.B. ein Model 3 dort nicht mehr förderfähig ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.09.21 13:43 durch deefens.

  14. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: cuthbert34 10.09.21 - 14:16

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Russland ist aber ein Wachstumsmarkt, im Gegensatz zu den anderen Regionen.
    > +132% gegenüber 2008 sind ein Brett, ausser BMW wachsen dort sonst nur KIA,
    > Geely, Daimler und VW nennenswert. Und immerhin fast die Hälfte der
    > Stückzahlen des sehr wichtigen US-Markts in 2020.
    >
    > Und der traditionell starke Automarkt Großbritannien dürfte für e-Modelle
    > demnächst rückläufig sein, da die Förderprämien abgeschmolzen wurden und
    > z.B. ein Model 3 dort nicht mehr förderfähig ist.

    Mag alles sein. Aber auch Großbritannien hat das Verbrennerverbot auf 2030 vorgezogen.
    Da ist doch egal, ob das gefördert wird oder nicht. Und Biden stößt doch ins gleiche Horn... ist aber weniger ambitioniert. Dennoch fallen auch dort 2030 50% des Marktes für Verbrenner weg.
    Selbst Russland könnte ab 2022 ein Förderprogramm für E-Mobilität starten.

    Natürlich kann man sich ausruhen und den Fokus bis 2030 auf Verbrenner lassen, aber das rettet doch kein Unternehmen. Die müssen jetzt in die Offensive und wenn ich ab 2030 nur noch ein E-Fahrzeug zulassen kann, dann muss der Kunde zu BMW oder VW gehen wollen. Wenn er das nicht macht, verlieren die dt. Hersteller. Und das sehe ich aktuell kommen. Einzig VW agiert imho geschickt.

    Aber vielleicht versucht es auch BMW in einer kleinen feinen Nische. Kann sein. Ein zweites Porsche und weg von "Volumenmodellen" eines 1er, 2er und 3er. Vielleicht konzentrieren sie sich nur auf Sport- und Oberklasse und überlassen den Rest der anderen. Dann wäre es ok.

  15. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: Brian Kernighan 10.09.21 - 14:51

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Da ist doch egal, ob das gefördert wird oder nicht. Und Biden stößt doch
    > ins gleiche Horn... ist aber weniger ambitioniert. Dennoch fallen auch dort
    > 2030 50% des Marktes für Verbrenner weg.

    Dort machen doch die Bundesstaaten jeweils eigene Zeitrahmen aus und nicht der Biden

    > Natürlich kann man sich ausruhen und den Fokus bis 2030 auf Verbrenner
    > lassen, aber das rettet doch kein Unternehmen. Die müssen jetzt in die

    Wer spricht denn ausser Dir von "den Fokus auf Verbrenner lassen"? Du tust ja grade so als ob BMW keine E-Autos entwickeln und bauen würde. Der einzige Unterschied zu den anderen ist, dass BMW halt noch kein Datum genannt hat ab wann sie keine Verbrenner mehr produzieren werden. Wenn mehr Leute E-Autos bestellen werden sie halt mehr als 50% herstellen, die fahren ja auf dem selben Band wie die Verbrenner, das ist dann wohl kein Problem umzustellen.

    > Offensive und wenn ich ab 2030 nur noch ein E-Fahrzeug zulassen kann, dann
    > muss der Kunde zu BMW oder VW gehen wollen. Wenn er das nicht macht,
    > verlieren die dt. Hersteller. Und das sehe ich aktuell kommen. Einzig VW
    > agiert imho geschickt.

    Echt, VW agiert geschickt indem sie halbfertige und schlecht funktionierende Autos auf die Kunden loslassen? VW musste mit den Verbrennern aufhören, weil die keine Motoren haben die moderne Grenzwerte einhalten können - deren Motoren haben das nur mit Betrug geschafft. Das ist bei BMW halt anders.

  16. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: bplhkp 10.09.21 - 15:35

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Heute und nächstes Jahr.

    Und darum braucht man heute und nächstes Jahr (und noch ein paar Jahre) auch Verbrenner im Angebot. Die Elektroautos gewinnen sukzessive Marktanteile - aber es werden auch bei BMW immer mehr Elektroautos ins Angebot aufgenommen.

  17. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: senf.dazu 10.09.21 - 16:24

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er schreibt z.B. "Angekündigt sind der SUV iX sowie die Gran Coupé
    > Limousine i4" - die sind nicht nur angekündigt, sondern werden bereits seit
    > einiger Zeit produziert - beim iX ist wohl schon die ganze Produktion auf
    > lange Zeit hinaus ausverkauft. Gesehen habe ich ein paar Exemplare schon
    > vor ein paar Wochen - das Ding sieht trotz imposanter Größe im Vergleich
    > z.B. zu einem X5 regelrecht niedlich aus - spricht aber wohl hauptsächlich
    > Käufer aus China und USA an.
    >
    > Kaufen kann man aktuell nicht nur den iX3 (davon sehe ich immer mehr in
    > privater Hand hier rumfahren) sondern auch noch den i3 und den Mini Cooper
    > SE die in dem Absatz gar nicht erwähnt werden.
    >
    > Ob die Strategie, in Zukunft nur auf E-Autos zu setzen aufgeht oder der
    > aktuelle Boom nur ein durch Fördergelder angeheiztes Strohfeuer ist wird
    > man sehen. Ich persönlich glaube, dass zumindest für Deutschland und
    > vielleicht auch der EU der Trend Richtung E-Autos gehen wird und nicht mehr
    > zurück zum Verbrenner. Aber kein Autohersteller kann heute noch mit der EU
    > alleine als Markt überleben. Renault ist mit der Strategie fast pleite
    > gegangen während die Deutschen Hersteller die letzten Jahre hauptsächlich
    > wegen des Chinesischen Marktes noch Geld verdienen.
    >
    > Und was die "neue Klasse" betrifft: das ist die neue Plattform die BMW
    > gerade entwickelt, die für E-Autos optimiert werden soll. Wie die genau
    > aussehen wird weiss noch niemand ausser der Entwicklungsabteilung, das wird
    > die Öffentlichkeit wohl in ein paar Jahren sehen. Bin sicher, das hat Zipse
    > auch gesagt bei seiner Rede. Soll eine Anlehnung an die "neue Klasse" in
    > den 60er Jahren sein mit der BMW aus der Krise kam - nachdem sie beinahe
    > von Mercedes übernommen worden wären.

    Wikipedia sagt dazu:
    Der BMW iX ist ein Elektro-SUV von BMW. Ende November 2020 wurden die ersten drei Fahrzeuge in Dingolfing hergestellt und präsentiert, was bezogen auf den Serienstart im vierten Quartal 2021 sehr früh war.

    Und 3 BEV sind 3 BEV. Nicht mehr.

  18. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: Brian Kernighan 10.09.21 - 16:30

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wikipedia sagt dazu:
    > Der BMW iX ist ein Elektro-SUV von BMW. Ende November 2020 wurden die
    > ersten drei Fahrzeuge in Dingolfing hergestellt und präsentiert, was
    > bezogen auf den Serienstart im vierten Quartal 2021 sehr früh war.

    Wikipedia ist als Informationsplattform nur bedingt tauglich. Und der November 2020 ist nun schon 10 Monate her.

    Den BMW iX und den i4 kannst Du heute auf der Webseite von BMW konfigurieren und kaufen wie jedes andere Auto auch. "Angekündigt" sieht für mich anders aus.

    > Und 3 BEV sind 3 BEV. Nicht mehr.

    Ich hab selbst schon mehr als 3 iX in Echt gesehen. Die Bänder laufen schon seit Monaten, auch mit echten Bestellungen von Endkunden. Die Karre ist nicht "angekündigt", sondern real bestellbar mit üblichen Lieferzeiten von Neuwagen.

  19. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: bplhkp 10.09.21 - 17:02

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und 3 BEV sind 3 BEV. Nicht mehr.

    Lt. aktueller KBA-Statistik sind es alleine in Deutschland und lm August <250.

  20. Re: Hat der Autor sich wirklich informiert?

    Autor: thinksimple 10.09.21 - 17:27

    Brian Kernighan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er schreibt z.B. "Angekündigt sind der SUV iX sowie die Gran Coupé
    > Limousine i4" - die sind nicht nur angekündigt, sondern werden bereits seit
    > einiger Zeit produziert - beim iX ist wohl schon die ganze Produktion auf
    > lange Zeit hinaus ausverkauft. Gesehen habe ich ein paar Exemplare schon
    > vor ein paar Wochen - das Ding sieht trotz imposanter Größe im Vergleich
    > z.B. zu einem X5 regelrecht niedlich aus - spricht aber wohl hauptsächlich
    > Käufer aus China und USA an.
    >
    > Kaufen kann man aktuell nicht nur den iX3 (davon sehe ich immer mehr in
    > privater Hand hier rumfahren) sondern auch noch den i3 und den Mini Cooper
    > SE die in dem Absatz gar nicht erwähnt werden.
    >
    > Ob die Strategie, in Zukunft nur auf E-Autos zu setzen aufgeht oder der
    > aktuelle Boom nur ein durch Fördergelder angeheiztes Strohfeuer ist wird
    > man sehen. Ich persönlich glaube, dass zumindest für Deutschland und
    > vielleicht auch der EU der Trend Richtung E-Autos gehen wird und nicht mehr
    > zurück zum Verbrenner. Aber kein Autohersteller kann heute noch mit der EU
    > alleine als Markt überleben. Renault ist mit der Strategie fast pleite
    > gegangen während die Deutschen Hersteller die letzten Jahre hauptsächlich
    > wegen des Chinesischen Marktes noch Geld verdienen.
    >
    > Und was die "neue Klasse" betrifft: das ist die neue Plattform die BMW
    > gerade entwickelt, die für E-Autos optimiert werden soll. Wie die genau
    > aussehen wird weiss noch niemand ausser der Entwicklungsabteilung, das wird
    > die Öffentlichkeit wohl in ein paar Jahren sehen. Bin sicher, das hat Zipse
    > auch gesagt bei seiner Rede. Soll eine Anlehnung an die "neue Klasse" in
    > den 60er Jahren sein mit der BMW aus der Krise kam - nachdem sie beinahe
    > von Mercedes übernommen worden wären.


    Richtig. Denn das eine sind die welche es schon gibt und jene die demnächst kommen.
    Da wären noch der elektrische 3er und der 7er.

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

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