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Wäre eine Hausnummer

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
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  1. Wäre eine Hausnummer

    Autor: Emulex 05.04.19 - 11:36

    4fache Energiedichte, nicht brennbar, billiger - mir fällt jetzt keine Technologie der letzten Jahrzehnte ein, die einem derartigen Durchbruch (auch in der Anwendungsbreite) gleichkäme.
    Es wäre schon fast eine weltbewegende Veränderung für die Menschheit, weil es viele große und kleine Probleme löst.

    Irgendwie wäre es fahrlässig, den Erfolg oder Misserfolg nur in den Händen dieser nahezu unbekannten Firma liegen zu lassen.

    Wenn was dran ist, sollte man die Erkenntnisse eigentlich sofort öffentlich machen, damit weltweit daran weitergeforscht werden kann.

    Das wäre natürlich nicht im Sinne des Kapitalismus, aber die Bedeutung ist einfach zu groß.
    Nicht zuletzt der Umwelt wegen, denn ich höre immer nur "wir haben keine Zeit mehr".

  2. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: pumok 05.04.19 - 13:57

    Die verwendeten Materialien sind bekannt, daher würde ich jetzt mal vermuten, dass da weltweit diverse Firmen bereits dran forschen.
    Sie wollen die Akkus ja in Lizenz herstellen lassen, also werden sie auch bereit sein das KnowHow (gegen Geld) weiterzugeben.

  3. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Emulex 05.04.19 - 18:37

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die verwendeten Materialien sind bekannt, daher würde ich jetzt mal
    > vermuten, dass da weltweit diverse Firmen bereits dran forschen.
    > Sie wollen die Akkus ja in Lizenz herstellen lassen, also werden sie auch
    > bereit sein das KnowHow (gegen Geld) weiterzugeben.

    Ja aber alle müssen das Rad neu erfinden, anstatt bei den Erkenntnissen weiterzumachen die es schon gibt.
    Also das ist find ich mal ein Szenario bei dem man von "Nutzen für die Menschheit" und "Nutzen für das Klima" sprechen kann und viele Ressourcen bündeln sollte.

  4. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Ach 05.04.19 - 18:50

    Lohnt sich nicht nur für eine Ankündigung denn seit Jahrhunderten gültigen Patentschutz in den Wind zu werfen. Der Schaden der damit in einer Industrienation angerichtet wird, ist gar nicht abschätzbar. Und wenn der Akku tatsächlich so performant ist, dann bietet diese Firma ja Lizenzen an für Unternehmen, die den Akku herstellen und vertreiben wollen. Sehe da gar kein Problem mit den bestehenden Regeln.

  5. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Emulex 05.04.19 - 20:28

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lohnt sich nicht nur für eine Ankündigung denn seit Jahrhunderten gültigen
    > Patentschutz in den Wind zu werfen. Der Schaden der damit in einer
    > Industrienation angerichtet wird, ist gar nicht abschätzbar. Und wenn der
    > Akku tatsächlich so performant ist, dann bietet diese Firma ja Lizenzen an
    > für Unternehmen, die den Akku herstellen und vertreiben wollen. Sehe da gar
    > kein Problem mit den bestehenden Regeln.

    Wegen nur einer Ankündigung natürlich nicht.

    Ich habe natürlich etwas provokativ einfach die grundlegende Frage in den Raum geworfen, wie man mit derart bahnbrechendem umgehen sollte, wenn es mal passiert.
    Sei es bei Energie-Erzeugung oder Energie-Speicherung - es gibt Dinge, die sind einfach wichtiger als so eine Firma.
    Wenn eine Bahnstrecke gebaut wird, sind Enteigungen auch an der Tagesordnung.

    Ich sag ja nicht, dass man denen was wegnehmen soll, sie können ja gerne mit Geld überschüttet werden, wenn es wirklich der Durchbruch ist den sie angekündigt haben und das alles so funktioniert wie gedacht.
    Aber man riskiert hier, dass eine kleine Firma einen echten Game Changer entdeckt hat und dieser versumpft, weil die Ressourcen fehlen um es schnell zur Marktreife zu bringen.
    Wäre halt irgendwie bitter, oder? ;)

  6. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Ach 05.04.19 - 21:30

    Beim Patenrecht muss man sehr vorsichtig sein. Sonst verlieren Ingenieure und Erfinder das Vertrauen in den Staat und versuchen in einem anderen Land zu patentieren. Dann hast du auch nichts erreicht. Oder sie machen um ihr Tun ein großes Geheimnis, was dazu führt, das viel Energie an verschiedenen Stellen für die gleichen Ideen verbraucht wird, weil ja keiner weiß was der andere tut. Eventuell geraten Ideen allein deshalb in Vergessenheit, weil sie seltener unterstützt oder auch nicht mit vereinten Kräften verwirklicht werden, weil es plötzlich gefährlich sein könnte, seine Ideen zu veröffentlichen. Kurz : ohne Vertrauensbasis macht man sich erst gar nicht die Mühe etwas zu erfinden.

    Vielleicht vermischt du den Gedanken auch zu stark mit dem Gehabe von Patenttrollen. Die kaufen nämlich in aller Regel nur die Rechte an Erfindungen um mit denen strategisch zu blockieren. Es gibt da nur ganz wenige Fälle, in dehne die Erfinder selber nicht daran interessiert sind ihre Erfindungen, in die sie viel Arbeit und Mühe hineingesteckt und über deren Verwendung sie sich viele begeisternde Gedanken gemacht haben, der Gesellschaft dienen zu lassen. Der Fall den du da beschreibst, ist IMHO also ziemlich unrealistisch. Wenn jemand den Blockierer spielt, dann sind das große Konzerne, die ihre vorhandenen Produkte selbst vor Erfindungen aus den eigenen Laboren schützen wollen, dann kommt man aber auch nicht an die Erfindungen ran, dann hört man erst gar nicht davon, oder eben Trolle, oder eine Firma trollt die Konkurrenz.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.04.19 21:42 durch Ach.

  7. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: ChMu 06.04.19 - 00:34

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 4fache Energiedichte, nicht brennbar, billiger - mir fällt jetzt keine
    > Technologie der letzten Jahrzehnte ein, die einem derartigen Durchbruch
    > (auch in der Anwendungsbreite) gleichkäme.
    > Es wäre schon fast eine weltbewegende Veränderung für die Menschheit, weil
    > es viele große und kleine Probleme löst.

    Yup.
    >
    > Irgendwie wäre es fahrlässig, den Erfolg oder Misserfolg nur in den Händen
    > dieser nahezu unbekannten Firma liegen zu lassen.

    Keine Angst, das passiert schon nicht.
    >
    > Wenn was dran ist, sollte man die Erkenntnisse eigentlich sofort öffentlich
    > machen, damit weltweit daran weitergeforscht werden kann.

    Wenn was dran ist. Diese Hoffnung verfluechtig sich aber nach 10min research.
    >
    > Das wäre natürlich nicht im Sinne des Kapitalismus, aber die Bedeutung ist
    > einfach zu groß.

    Man koennte die Patente, die es ja angeblich gibt, einfach lizensieren. Alle waeren gluecklich. Da es keine Interesenten gibt, trotz, oder gerade wegen, der existierenden Batterie in Maryland (wobei auch das auf Hoerensagen zurueck geht) ist das wohl nur mit einem Boersengang zu machen, so wie bei den beiden Vorgaenger Formen mit deren Pleiten gut Geld verdient wurde.

    > Nicht zuletzt der Umwelt wegen, denn ich höre immer nur "wir haben keine
    > Zeit mehr".

    Die paar Jahre retirement fuer die Verantwortlichen duerfte kein Problem sein, soviel Zeit haben sie. Was interessiert die Zeit danach?

  8. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: B.I.G 06.04.19 - 03:35

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe natürlich etwas provokativ einfach die grundlegende Frage in den
    > Raum geworfen, wie man mit derart bahnbrechendem umgehen sollte, wenn es
    > mal passiert.

    Ganz einfach: man soll sie mit Geld überschütten indem man ihre Entwicklung kauft oder Lizensiert. So ist sichergestellt dass viele andere Forscher und Entwickler motiviert sind.
    Ansonsten sind Förderungen für Forschung und Wirtschaft nun wirklich nichts neues.

    Vieles andere würde den Forschern und Entwicklern nur die Motivation nehmen und man würde dem Fortschritt einen Bärendienst erweisen. Ich lese bei dir irgendwie heraus dass da sehr viele Ängste in dem Text sind, aber keine Sorge, wenn die Firma den Durchbruch nicht schafft kommt jemand anders irgendwann. Bei solchen Technologien ist es meist nicht die Frage wer es Entwickelt sondern wer es als erstes auf den Markt bringt.
    Das Flugzeug z.B. wurde auch in vielen Teilen der Welt zu gleichen Zeit entwickelt, die Gebrüder Wright waren halt um ein paar Tage früher dran, ohne sie hätte jemand anders ein paar Tage oder Wochen später Berühmt geworden.
    Oder Kernfusion, da steigen immer mehr private ein und Entwickeln und erzielen Fortschritte, könnte einen noch viel größeren Beitrag leisten. Also entspannt zurück lehnen und die Fortschritt genießen :)

  9. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Emulex 06.04.19 - 07:20

    B.I.G schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich habe natürlich etwas provokativ einfach die grundlegende Frage in
    > den
    > > Raum geworfen, wie man mit derart bahnbrechendem umgehen sollte, wenn es
    > > mal passiert.
    >
    > Ganz einfach: man soll sie mit Geld überschütten indem man ihre Entwicklung
    > kauft oder Lizensiert. So ist sichergestellt dass viele andere Forscher und
    > Entwickler motiviert sind.
    > Ansonsten sind Förderungen für Forschung und Wirtschaft nun wirklich nichts
    > neues.

    Werden sie ja zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zulassen, dass man bereits was kaufen kann.
    Das Problem ist: Diese Technologie ist - wenn sie so kommt - ganz sicher hundert(e) Milliarden Dollar wert.
    Es gibt eine Menge Menschen, die lieber die Taube auf dem Dach wollen als den Spatz in der Hand ;)
    Hier wäre das massiv zu Lasten der Umwelt.

    >
    > Vieles andere würde den Forschern und Entwicklern nur die Motivation nehmen
    > und man würde dem Fortschritt einen Bärendienst erweisen. Ich lese bei dir
    > irgendwie heraus dass da sehr viele Ängste in dem Text sind, aber keine
    > Sorge, wenn die Firma den Durchbruch nicht schafft kommt jemand anders
    > irgendwann. Bei solchen Technologien ist es meist nicht die Frage wer es
    > Entwickelt sondern wer es als erstes auf den Markt bringt.
    > Das Flugzeug z.B. wurde auch in vielen Teilen der Welt zu gleichen Zeit
    > entwickelt, die Gebrüder Wright waren halt um ein paar Tage früher dran,
    > ohne sie hätte jemand anders ein paar Tage oder Wochen später Berühmt
    > geworden.
    > Oder Kernfusion, da steigen immer mehr private ein und Entwickeln und
    > erzielen Fortschritte, könnte einen noch viel größeren Beitrag leisten.
    > Also entspannt zurück lehnen und die Fortschritt genießen :)

    Ich hab selbst seit langem eine Firma und ordne mich auf jeden Fall als wirtschaftsliberal ein.
    Aber ich kenn nunmal auch viele Firmenchefs und deren Ego.
    Klar wird die Technologie so oder so kommen, aber es macht nunmal einen Unterschied ob das in 2 oder in 10 Jahren der Fall ist.

  10. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Ach 06.04.19 - 09:34

    Es ist halt auch die Frage, zu welchem Zweck ein Staat sein eigenes Patentrecht unterlaufen sollte. In dem Fall hätte sich der Staat gleich zwei mal ins Knie geschossen. Zum einen, weil die Lizenz eh zum Kauf angeboten wird und zum andern, weil es höchst wahrscheinlich ein Betrug ist. Die Situation in der der Betrug an einem Individuum die Zukunft vieler rettete, erinnert mich stark an diese gestellten Szenarien, in denen die Opferung einer unschuldigen Person das Leben vieler anderer retten würde, und ob es dann moralisch vertretbar sei, die eine unschuldige Person zu opfern.

    Sowas kommt ja dann meistens nur im Film vor und kaum in der Realität. Bei den Batterien ist die Realität die, dass es eine unglaublich hohe Anzahl verschiedener Kombinationsmöglichkeiten interessanter Elemente gibt, die alle das Potenzial eines Wunderakkus bergen, welches man aber nicht im Voraus bestimmen kann, welches mit numerischen Verfahren auf Superrechnern und in endlosen Versuchsreihen in unzähligen Laboren über die ganzen Welt verstreut durchgetestet wird. Dass da eine Firma herein schneit mit der Idee: "Hey Leute, greifen wir doch mal auf anorganische Kombinationen zurück " und schwubs sei das Speicherproblem gelöst, da muss man sich nicht lange mit der Materie beschäftigt haben, um den Haken bei dieser Geschichte zu erkennen.

    Was den meisten hier wohl einleuchtet, greift aber nicht wirklich in der Welt der Finanzen. Viele aus der Finanzbranche sind schlicht nicht in der Lage, den technischen Hintergrund zu verstehen. Umso heller leuchten die Dollar(bzw. Euro-)zeichen in den Augen, und da setzt der Betrug eben an.

  11. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: notuf 06.04.19 - 09:43

    Wenn sie es patentiert haben - und das werden sie bei einer echten Erfindung machen, um sich zu schützen -, dann ist der Aufbau genau bekannt.

  12. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Ach 06.04.19 - 09:46

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn sie es patentiert haben - und das werden sie bei einer echten
    > Erfindung machen, um sich zu schützen -, dann ist der Aufbau genau bekannt.

    Tja, wenn sie es patentiert haben und nicht nur mit einem ominöses Firmengeheimnis wedeln.

    Edit: hier das Patent(bzw. ein Patent von denen) : >> US20180205045A1 <<
    Muss ich spater mal hinein schauen, gerade keine Zeit...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.19 09:52 durch Ach.

  13. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: henryanki 06.04.19 - 09:48

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Ich sag ja nicht, dass man denen was wegnehmen soll, sie können ja gerne
    > mit Geld überschüttet werden, wenn es wirklich der Durchbruch ist den sie
    > angekündigt haben und das alles so funktioniert wie gedacht.
    > Aber man riskiert hier, dass eine kleine Firma einen echten Game Changer
    > entdeckt hat und dieser versumpft, weil die Ressourcen fehlen um es schnell
    > zur Marktreife zu bringen.
    > Wäre halt irgendwie bitter, oder? ;)

    Das Schöne ist, dass der Kapitalismus der effizienteste Weg ist, genau das zu erreichen, eben OHNE den Staat einzuschalten: Wenn das Ding so bahnbrechend ist, und tatsächlich Ressourcen fehlen, dann stehen noch heute Venture-Kapitalgeber und Konzerne vor der Tür um genau diese Ressourcen bereitzustellen.

  14. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Ach 07.04.19 - 11:35

    Also Leute, sind eine ganze Reihe von Patenten, welche die Firma seit 2005 führt. Ich habe die Innolith-Patentsuche mal auf den Begriff "Electrolyte" eingegrenzt :

    => https://patents.google.com/?q=Innolith%2bElectrolyte&oq=Innolith%2bElectrolyte

    Ich finde es dabei nicht ganz einfach, ohne etwas Hintergrundwissen über Chemie und/oder ausreichend Geduld und Zeit, die Inhalte der Patente und damit die Zusammensetzung der Zellen zu entschlüsseln. Vielleicht hat ja jemand anderes den passenderen Hintergrund.

  15. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: bodzguard 07.04.19 - 14:17

    Also es gibt 8 Schutzschriften von der Firma Innolith.

    Das hier müsste das interessante sein. Beim DPMA kann man ja schön den Erfinder / Anmelder eingeben und suchen ;)

    EP000003435448A1

    "Vorgeschlagen wird eine wiederaufladbare elektrochemische Batteriezelle mit einem Gehäuse, einer positiven Elektrode (11), einer negativen Elektrode (10) und einem Elektrolyten (9), der SO 2 und ein Leitsalz des aktiven Metalls der Zelle enthält. Mindestens eine der Elektroden enthält einen Binder B, welcher Binder B aus einem Polymer besteht, das auf monomeren Styrol- und Butadien-Struktureinheiten basiert. "

    unter [0021] beim recherchierbaren Text

    "Durch die Kombination der erfindungsgemäßen Merkmale wird eine erhebliche Verbesserung der Funktion der Zellen erreicht. Insbesonderewurde im Rahmen der Erfindung festgestellt, dass die Menge an Lithiumionen, die während des ersten Ladezyklus zur Deckschichtbildung auf dernegativen Elektrode irreversibel verbraucht werden, wesentlich verringert wird. Dadurch steht der Batteriezelle mehr zykelbare Kapazität für dieFolgezyklen zur Verfügung."



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.19 14:19 durch bodzguard.

  16. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Ach 07.04.19 - 17:37

    Jep, in diesem => Patent ist alles erklärt, und aus der Erklärung geht auch ganz klar hervor, dass das keine erfundene Entwicklung ist, sondern dass die tatsächlich stattgefunden hat, das muss man schon so sagen. Andererseits ist damit aber noch lange nicht die schier unglaubliche Performance der Zelle bewiesen.

    Das Patent ist also von 2014, die Feuersicherheit ist nachvollziehbar, da das Elektrolyt in der Hauptsache aus Schwefelsäure besteht, wobei die Feuersicherheit aber nur einen der kritischen Aspekte einer Lithium Batterie ausmacht. Die Leistungsfähigkeit maßgeblich einschränkend ist ja die Kristallbildung, alias : das Dendritenwachstum an der Anode oder Kathode(weis jetzt nicht mehr so genau welche von beiden). Die Dendriten wachsen dabei irgendwann durch die Trennmembran durch, und verursachen einen Kurzschluss. Die Hauptursache, wegen der man nur einen Bruchteil der theoretisch möglichen Speicherdichte von Batterien mit flüssigem Elektrolyt erreicht. In dem man wesentlich ineffizientere Komponenten wählt, die dafür aber kein Dendritenwachstum aufweisen. Wie verhält sich also das Dendritenwachstum in dem SO2 Elektrolyt? Auch bringt Schwefelsäure natürlich ein paar neue Schwierigkeiten mit sich, einfach weil es ein so aggressiver Stoff ist. Was denkst du?

    Also mir ist die Informationslage im Verhältnis zu den Behauptungen noch viel zu dünn.

  17. Re: Wäre eine Hausnummer

    Autor: Mauw 07.04.19 - 21:39

    +1 für die Einstellung!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.19 21:40 durch Mauw.

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