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VW steht mit dem Rücken zur Wand

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  1. VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: Reitgeist 22.10.20 - 08:39

    Zuerst haben sie über 30 Milliarden für Dieselgate zahlen müssen.
    Dann haben sie 30 Milliarden in die Batterieautos investiert.

    Wenn letztere nicht abgenommen werden, hat VW ein großes Problem. Daher versuchen sie mit ihren alten Verbindungen in die Politik nachzuhelfen. Das sieht man auch an den windigen Begründungen. Solche Machenschaften dürfen nicht belohnt werden, die Politik muss sich raushalten.

  2. Re: VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: bifi 22.10.20 - 08:45

    Zum Glück finden alle, die ich kenne und den ID.3 gefahren haben, diesen ein verdammt gutes Auto. Selbst mit unfertiger SW. Und diese Personen sind nicht nur im „Nerdkreis“ unterwegs, sondern auch gerne mal >60J.

    —> das Auto wird gut laufen. Und der ID.4 erst recht. Der spricht weltweit eine viel größere Zielgruppe an.

  3. Re: VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: elidor 22.10.20 - 09:51

    Nur wenn das Ding so gut laufen wird, warum muss VW dann noch versuchen die Politik dazu zu bringen noch weiter nachzuhelfen?

  4. Re: VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: guallamalla 22.10.20 - 10:04

    elidor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur wenn das Ding so gut laufen wird, warum muss VW dann noch versuchen die
    > Politik dazu zu bringen noch weiter nachzuhelfen?

    Egal was man von den Technologien hällt, marktwirtschaftlich gesehen wird alles ausgereizt bis man kurz davor ist verklagt zu werden, oder tatsächlich verklagt wird. Stichwort Wettbewerbsvorteil, jeder will besser als die Konkurrenz sein. Wenn noch mehr drin ist, dann wird auch mehr gemacht um vorne zu bleiben. Ausser man hat keine Konkurrenz, was im Automobilsektor nicht der Fall ist.

  5. Re: VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: Dwalinn 22.10.20 - 11:48

    Weil sonst potenzielle Fördergelder in (fremden) Taschen verschwendet werden.

  6. Re: VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: Anonymer Nutzer 22.10.20 - 14:25

    bifi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum Glück finden alle, die ich kenne und den ID.3 gefahren haben, diesen
    > ein verdammt gutes Auto. Selbst mit unfertiger SW. Und diese Personen sind
    > nicht nur im „Nerdkreis“ unterwegs, sondern auch gerne mal
    > >60J.
    >
    > —> das Auto wird gut laufen. Und der ID.4 erst recht. Der spricht
    > weltweit eine viel größere Zielgruppe an.

    Das ist der typische Effekt, wenn etwas neues kommt. Und klar, wenn man das erst Mal in einem E-Auto sitzt, ist man immer erst einmal begeistert und blendet die Unzulänglichkeiten aus. Es ist leise, es gibt kein Schalten, die Leistung ist fett und liegt sofort an usw. Natürlich begeistert das.

    Wenn aber VW dann in ein paar Jahren immer noch keine brauchbare Software hat, die ersten ID.3 in alter VW Manier mit größeren Defekten aufwarten und VW, so wie üblich, keinerlei Kulanz walten lässt, werden viele ihre Meinung auch wieder ändern. Ich möchte hier an die vielen Miseren mit den TDI und TSI Motoren erinnern, oder an die vielen Probleme mit defekten DSGs – beim ID.3 ist es dann halt vielleicht der Akku oder die E-Motoren.

    Blendet man den "E-Auto-Begeisterungs-Effekt" aus, ist und bleibt der ID.3 ein Dacia zum Preis eines Mercedes. Und wenn die Leute dann merken, dass man sich die E-Mobiltät nach wie vor mit vielen Einschränkungen und entsprechend horrenden Mehrkosten erkauft, liebäugeln sie alsbald wieder mit Verbrennern und der Golf feiert sein Come Back.

    Ich lebte (vor COVID) zeitweise in Kalifornien und kenne dort mehrere Leute, die E-Autos hatten. Mehr als die Hälfte von denen fährt mittlerweile wieder Verbrenner. Der Konsens: E-Autos sind geil zu fahren, aber die Abstriche, die man im Alltag machen muss, kommen schnell an die Oberfläche und werden schnell auch wieder als überwiegend empfunden.

    Ich plane auch die Anschaffung eines E-Autos. Aber objektiv betrachtet käme ein ID.3 nicht ansatzweise in Betracht. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist trotz Förderung absurd schlecht.
    Was die derzeitige Förderung allerdings extrem interessant macht, sind kostengünstigere E-Autos mit kleineren Batterien als Zweitwagen nur für die kurzen Strecken. Da ich zuhause laden kann, ist z.B. ein E-Kona für < 100 Euro Leasing im Monat ein echtes Schnäppchen. Und bei dem Nutzungsprofil als Zweitwagen mit Lademöglichkeit zuhause sehe ich da auch kaum Einschränkungen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.20 14:31 durch Gurli1.

  7. Re: VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: mke2fs 22.10.20 - 16:02

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bifi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Zum Glück finden alle, die ich kenne und den ID.3 gefahren haben, diesen
    > > ein verdammt gutes Auto. Selbst mit unfertiger SW. Und diese Personen
    > sind
    > > nicht nur im „Nerdkreis“ unterwegs, sondern auch gerne mal
    > > >60J.
    > >
    > > —> das Auto wird gut laufen. Und der ID.4 erst recht. Der spricht
    > > weltweit eine viel größere Zielgruppe an.
    >
    > Das ist der typische Effekt, wenn etwas neues kommt. Und klar, wenn man das
    > erst Mal in einem E-Auto sitzt, ist man immer erst einmal begeistert und
    > blendet die Unzulänglichkeiten aus. Es ist leise, es gibt kein Schalten,
    > die Leistung ist fett und liegt sofort an usw. Natürlich begeistert das.

    Ich fahre E-Auto seit mehr als einem Jahr (Renault Zoe).
    Ich bin auch schon Tesla gefahren, ich bin auch die neue Zoe gefahren.
    Ich saß im ID.3 und kann sagen er reißt mich nicht vom Hocker, aber es ist ein schönes Auto und entspricht dem was ein E-Auto mit dieser Ausstattung nun mal kostet.
    Er ist weder teuer noch günstig.

    >
    > Wenn aber VW dann in ein paar Jahren immer noch keine brauchbare Software
    > hat, die ersten ID.3 in alter VW Manier mit größeren Defekten aufwarten und
    > VW, so wie üblich, keinerlei Kulanz walten lässt, werden viele ihre Meinung
    > auch wieder ändern.

    Bla, bla, bla… Wunschdenken.
    In ein paar Jahren sind E-Autos eingeführt.
    Dann ist der id.3 einer von mehreren Optionen (wie eigentlich heute schon).
    Die Leute kaufen heute VW und kaufen dann eben auch VW.
    Schlechter als die Verbrenner von VW ist das auch nicht.
    Das bei der Software noch nachgelegt wird davon ist auszugehen, schon weil VW das als ihre Basis für die nächsten Generationen von Fahrzeugen nutzt.


    > Ich möchte hier an die vielen Miseren mit den TDI und
    > TSI Motoren erinnern, oder an die vielen Probleme mit defekten DSGs –
    > beim ID.3 ist es dann halt vielleicht der Akku oder die E-Motoren.

    Das kann schon sein, eigentlich ist es sogar recht wahrscheinlich das es Probleme geben wird.
    Das ist ein sehr ambitioniertes Gefährt, sie haben ihr eigenes Betriebbsystem eingeführt, die ganze Software selbst geschrieben, hatten mächtig Druck und es ist (auch wenn sie schon umgebaute Verbrenner verkauft haben) der Start einer neuen Plattform mit einer neuen Technologie.
    Ganz bestimmt wird es da Probleme geben.
    Gab es bei anderen -> Tesla, Renault (Zoe) auch.
    Ein E-Auto hat einfach den Vorteil sind weniger Teile und damit auch etwas weniger was man falsch machen kann.

    > Blendet man den "E-Auto-Begeisterungs-Effekt" aus, ist und bleibt der ID.3
    > ein Dacia zum Preis eines Mercedes.

    Keine Ahnung, bin noch keinen Dacia gefahren.
    Ich glaube elektrische gibt es da auch noch gar nicht, oder?
    Du vergleichst ein E-Auto mit einem Verbrenner-Dacia und einem Verbrenner-Mercedes, naja irgendwie hinkt das.

    >Und wenn die Leute dann merken, dass
    > man sich die E-Mobiltät nach wie vor mit vielen Einschränkungen und
    > entsprechend horrenden Mehrkosten erkauft, liebäugeln sie alsbald wieder
    > mit Verbrennern und der Golf feiert sein Come Back.

    Klar, und es wird wieder jedes Weihnachten Schnee geben. Träum weiter.
    Welche großartigen Einschränkungen sind denn das?

    > Ich lebte (vor COVID) zeitweise in Kalifornien und kenne dort mehrere
    > Leute, die E-Autos hatten. Mehr als die Hälfte von denen fährt mittlerweile
    > wieder Verbrenner. Der Konsens: E-Autos sind geil zu fahren, aber die
    > Abstriche, die man im Alltag machen muss, kommen schnell an die Oberfläche
    > und werden schnell auch wieder als überwiegend empfunden.

    Und welche sind das?
    Seltsam, der Bestand steigt aber in den U.S.A.
    Aus meinem (genauso wenig repräsentativen) Bekanntenkreis haben mehrer Leute vor sich ein E-Auto zu kaufen.
    Und denen sind die "Einschränkungen" durchaus bewusst, wundert mich sowieso wie man so eine teure Investition machen kann ohne sich vorher ordentlich auseinander zu setzen mit dem Thema und auch die Probleme zu betrachten.
    Scheinen sehr reiche und einfältige Leute zu sein deine Freunde da übern Teich.
    Ich kenne das eigentlich auch nur so, dass Leute die ein E-Auto gekauft haben und eine Weile damit gefahren sind mit der Aussage kommen: Ich werde nie wieder einen Verbrenner kaufen, das Fahrgefühl von Verbrennern ist einfach so grauselig.
    Bei uns auf dem Gelände der Firma hat die Hausverwaltung für sich 8 Ladeplätze aufgebaut und E-Autos für ihre Mitarbeiter beschafft.
    Letzte Woche kam dann die Anfrage rein wer denn von den Mietern auch eine Ladesäule beantragen will - Strange, da macht sich die Hausverwaltung Gedanken Ladesäulen zu installieren obwohl doch überhaupt niemand welche haben will.

  8. Re: VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: Anonymer Nutzer 22.10.20 - 17:15

    Ich glaube wir sind größtenteils einer Meinung. Auch ich werde mir ein E-Auto als Zweitwagen kaufen, aber eben was aus dem Bereich, wo es ökonomisch auch Sinn macht. Der Zoe, den du fährst, macht beim Kurzstrecken-Profil sehr viel Sinn, ebenso ein E-Kona und ähnliche.

    Aber ein Hartplastik-Klapper-Gefährt mit mangelhafter Software für 40-50t Euro wie ID.3 ist ökonomisch zumindest als sehr problematisch zu betrachten. Und wer hier ernsthaft denkt, dass VW mit diesem Auto den E-Auto Durchbruch schafft, glaubt wohl auch an den Weihnachtsmann.

    Ein Bekannter arbeitet bei einem großen VW Händler. Seine Aussage ist, dass es für den ID.3 anfangs schon einige Vorbestellungen gab, insgesamt die Nachfrage aber recht bescheiden ist, weil das Klientel, das Golf und Co. kauft, einfach keine Leasingraten > 300 Euro im Monat (nach Abzug der Förderung) stemmen kann. Einen Standard Golf TSI gibt's für 150 Euro im Monat.

    Und was die Einschränkungen angeht redest du doch gegen dich selbst. Wie viele Leute haben denn einen Arbeitgeber, der selbst Ladestellen errichtet? Vielleicht die Baufirma draußen auf dem Land. Aber frag doch mal einen Arbeitgeber in einer Großstadt.... Die haben zum allergrößten Teil noch nicht mal ausreichend Parkplätze.

    Bei meinen Bekannten waren es so Kleinigkeiten, an die man anfangs oft nicht denkt: Du vergisst am Abend, das Auto anzuschließen. Morgens hat du dann einen dringenden Termin und stellst fest: "Schei*e!".
    Oder der Tagesablauf ist dann doch mal anders und nicht wie geplant. Und wieder: "Schei*e, da komme ich jetzt nicht mehr hin".

    Drei Beispiele von einen Bekannten:
    Einer fuhr eine BMW i3. Der hat jetzt einen X6 M50i.
    Der zweite hatte einen Tesla S, fährt jetzt einen X5.
    Der dritte hatte eine elektrische B-Klasse, der fährt jetzt einen Jetta.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.20 17:20 durch Gurli1.

  9. Re: VW steht mit dem Rücken zur Wand

    Autor: FreiGeistler 23.10.20 - 12:59

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und klar, wenn man das
    > erst Mal in einem E-Auto sitzt, ist man immer erst einmal begeistert und
    > blendet die Unzulänglichkeiten aus. Es ist leise, es gibt kein Schalten,
    > die Leistung ist fett und liegt sofort an usw. Natürlich begeistert das.
    >
    > Wenn aber VW dann in ein paar Jahren immer noch keine brauchbare Software hat, ...

    Software? Die E-Lastkarre (Marke vergessen) meines Vaters hat keine interaktive Software. Solche Spielereien lenken doch nur ab.

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