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Wenn man verpasst hat seine Strategie rechtzeitig anzupassen.

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  1. Wenn man verpasst hat seine Strategie rechtzeitig anzupassen.

    Autor: Anrao 22.10.20 - 08:28

    Wie VW hier, Jahre lang den Trend zu alternativen Antrieben verschlafen hat und jetzt wo sie auf den Zug aufspringen wollen, haben sie nur genug Kapazitäten sich auf einen Art zu fokussieren.
    Batterien scheinen auch die vernünftigere zu sein. Sollte sich aber doch Wasserstoff oder was anderes durchsetzen ist VW weg vom Fenster. Das ist ihnen bewusst und deswegen wollen sie, dass der Staat das verhindert.
    Normalerweise würde man sagen, der Markt regelt das, und die Firmen müssen schauen, dass sie zweigleisig fahren. Geht halt nur, wenn man den Trend nicht seit Jahren verschlafen hat.
    Ich hoffe hier geht niemand auf diese Idee ein, am Ende würde man damit allen anderen deutschen Autobauern schaden, weil wir es den ausländischen Autobauern nicht auch verbieten können!
    Sieht auch ein Toyota Berater so: https://www.businessinsider.de/wirtschaft/mobility/toyota-vw-e-auto-fataler-fehler/
    Ist ja auch klar, wenn man sich auf einen Antrieb festlegt und am Ende sich verschiedene Antriebssysteme in ihren Nischen durchsetzen, bist du halt abgemeldet in diesen Märkten.

  2. Re: Wenn man verpasst hat seine Strategie rechtzeitig anzupassen.

    Autor: bifi 22.10.20 - 08:34

    Oder wenn die restliche Branche krampfhaft an Verbrennern festhält, weil diese den Trend zu elektrischen Antrieben verschlafen hat und nun über gesetzliche Regelungen versucht diese künstlich am Leben zu erhalten.

  3. Re: Wenn man verpasst hat seine Strategie rechtzeitig anzupassen.

    Autor: Cavaron 22.10.20 - 08:49

    Anrao schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Batterien scheinen auch die vernünftigere zu sein. Sollte sich aber doch
    > Wasserstoff oder was anderes durchsetzen...
    Es gibt Bereiche, da brauchen wir Wasserstoff (z.B. in der Stahlherstellung). Aber für die Massenmobilität macht Wasserstoff nach wie vor keinen Sinn aus zwei Gründen:

    1. Wasserstoff benötigt 2 bis 3 mal mehr Energie für Herstellung+Transport bis in den Auto-Tank als Strom, den man direkt in den Akku lädt. Man stelle sich mal vor Diesel würde 40 Cent/l kosten gegenüber Benzin für einen Euro/l. Wer würde dann noch Benzin wollen? Wer will Wasserstoff, wenn es zwei bis drei mal teurer ist als Fahrstrom?
    Schönes Video dazu: https://youtu.be/f7MzFfuNOtY

    2. Die Wasserstoffinfrastruktur mit Erzeugungsanlagen, Transportwegen und Tankstellen wird exponentiell viel teurer als die schon vorhandene Strom-Infrastruktur noch etwas auszubauen.

    Wenn eine Wasserstofftankstelle 1 Million Euro kostet und wir das fossile Tankstellennetz von 15.000 Stationen in D nachbilden/umrüsten wollen, dann sind wir schon bei 15 Milliarden nur für Tankstellen - noch ganz ohne Erzeugung und Transport.

    Also ich finde es jetzt nicht unvernünftig zu fordern, dass der Staat kein Geld für eindeutig zum Scheitern verurteilte Ideen verbrennen sollte.
    > Normalerweise würde man sagen, der Markt regelt das...
    Also da bin ich bei dir. Dann aber bitte auch keine staatlichen Subventionen für den Ausbau von Wasserstofftankstellen (und natürlich auch nicht für E-Tankstellen)... und keine Diesel-Subventionen... und die Folgekosten der fossilen Kraftstoffe gehören ordentlich eingepreist.

  4. Re: Wenn man verpasst hat seine Strategie rechtzeitig anzupassen.

    Autor: elidor 22.10.20 - 09:40

    Noch viel besser für die Umwelt wäre es, wenn wir statt eines Autos einfach mit dem Fahrrad fahren würden. Denn im Vergleich zu einem Fahrrad wird bei der Produktion eines Elektroautos extrem viel CO2 ausgestoßen. Warum gibts trotzdem Elektroautos? Weil wir uns an Autos gewöhnt haben und diese oft einfach unpraktisch sind.

    Das gleiche (wenn auch in abgeschwächter Form) gilt für die Frage, warum es Verfechter von H2 Autos gibt. Natürlich sind die BEVs effizienter, das bestreitet keiner, aber sie sind nunmal unpraktischer. Wir haben uns an einen gewissen Komfort gewöhnt und den kann ein BEV mit der Infrastruktur, wie sie aktuell verfügbar ist oder auch in absehbarer Zeit verfügbar sein wird, nicht bieten.

    Ein H2 Auto kann ich auf den Hof der Tankstelle fahren, sehe schon vor dem Auffahren, wie viel ich pro kg zahlen muss, kann tanken und bin nach spätestens 10 Minuten wieder weg.

    Bei einer Ladesäule muss ich eine freie finden, dann raten oder mich durch x Apps klicken um herauszufinden, wie viel die kWh kostet. Dann kann ich bezahlen. Das geht manchmal mit Karten vom Anbieter, wobei jeder Anbieter eine eigene Karte hat, manchmal per App, manchmal per SMS und wenn man nicht da lädt, wo man es gewohnt ist, sind die 10 Minuten schnell rum, bevor auch nur das Kabel angeschlossen ist.
    Und die Unterscheidung zwischen AC und DC habe ich noch gar nicht aufgeführt.

  5. Re: Wenn man verpasst hat seine Strategie rechtzeitig anzupassen.

    Autor: lestard 22.10.20 - 11:24

    Anrao schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollte sich aber doch Wasserstoff oder was anderes durchsetzen ist VW weg vom Fenster.

    Solche Technologien setzen sich ja nicht mal eben so durch. Bei Wasserstoff gibt es zumindest ernste Zweifel, was meiner Ansicht nach nicht heißt, dass es garnicht geht aber um Batterie-E-Autos wirklich zu verdrängen, bräuchte es halt auch wirklich einleuchtende und offensichtliche Vorteile bei gleichzeitig wenig Nachteilen. Das ist aktuell einfach nicht zu sehen bei Wasserstoff.
    Und andere Technologien fallen auch nicht vom Himmel. Sollte es da in nächster Zeit etwas geben, wird das nicht in wenigen Jahren marktreif sondern geht den gleichen Weg wie E-Autos. Irgendjemand fängt an und hat vielleicht Erfolgt und ein paar Jahre später steigt auch VW ein. Die sind dann nicht vorn mit dabei aber das sind sie bei E-Autos ja auch nicht.

  6. Re: Wenn man verpasst hat seine Strategie rechtzeitig anzupassen.

    Autor: Cavaron 22.10.20 - 12:21

    elidor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das gleiche (wenn auch in abgeschwächter Form) gilt für die Frage, warum es
    > Verfechter von H2 Autos gibt. Natürlich sind die BEVs effizienter, das
    > bestreitet keiner, aber sie sind nunmal unpraktischer.
    > Ein H2 Auto kann ich auf den Hof der Tankstelle fahren, sehe schon vor dem
    > Auffahren, wie viel ich pro kg zahlen muss, kann tanken und bin nach
    > spätestens 10 Minuten wieder weg.
    Sekunde, warum tankst du nicht zu Hause dein H2, so wie viele ihren Strom? Das ist noch viel bequemer als 10 Minuten irgendwo hin zu fahren. Achso, das geht nicht, weil du keinen Elektrolyseur und keinen 700 bar Kompressor im Keller hast. Aha...

    Aber gut, dann vielleicht für die, die keinen Strom zu Hause, am Arbeitsplatz oder Park&Ride Parkplatz haben? Ok, die tanken dann schnell mal 1 kg Wasserstoff pro 100 km Reichweite, während die E-Autos 15 kWh pro 100 km laden. Was kosten 15 kWh? Am Supercharger bei Tesla z.B. a 33 Cent = 4,95 Euro. Was kostet der kg Wasserstoff? *google* Aha... 9,50 Euro...

    Naja gut, wenn einem seine Zeit wirklich wichtig ist, gibt man vielleicht schon mal das Doppelte aus um die gleiche Strecke zurück zu legen. Was kostet denn das günstigste Wasserstoffauto? Das wäre der Hyundai Nexo für 69.000 Euro... was kostet ein gutes E-Auto? Da wäre z.B. der günstigste Tesla (Model 3) für 43.000 Euro oder z.B. der e-Corsa oder der Peugeot e-208, beide für ca. 29.000 Euro.

    Das ist ganz schön viel Aufpreis um 30 Minuten pro Woche einzusparen, wenn man nicht zu Hause, am Arbeitsplatz oder P&R laden kann.

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