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Wunsch und Realität

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  1. Wunsch und Realität

    Autor: chefin 22.10.20 - 08:52

    Ich will nicht stundenlang an Ladestationen verbringen. Oder drauf hoffen, irgendwo nachts eine freie Ladesäule zu finden. Wir werden alles in allem so 100 Millionen Ladepunkte brauchen. Den pro Fahrzeug mindestens einen, dort wo er parkt. Man wird kaum drauf hoffen können, das jemand einen Parkplatz nur dann nicht benutzt, weil er nicht laden muss und stattdessen weiter nach einem ohne Ladepunkt sucht. Da wir also nie wissen wer wann nachts laden muss und wer nicht, müssen wir pro Fahrzeugstellplatz einen Ladepunkt haben. Wir haben aktuell 46 Millionen Fahrzeuge. Ziehen wir mal die ab, die in Betriebshöfen stehen, dürften ca 40 Millionen realistisch sein.

    Natürlich zählen auch Ladepunkte zuhause dann dazu. Aber wir brauchen noch mehr, unterwegs an Orten an denen viele Autos temporär parken. Freizeitparks, Zoos, Schwimmbäder, Badeseen, Urlaubsort etc. Unser Stellplatz zuhause ist dann leer, dafür müssen wir das Auto dort laden wo wir nun sind. Und das wiederum kann auch kaum der Punkt sein, an dem die Ortsansässigen laden.

    Alleine diese Überlegung zeigt, das Akkus nur einen teil des Spektrums abdecken können. Eine Technologie muss aber 100% des benötigten abdecken. Ansonsten muss eine Technologie zusätzlich her, die wiederum die Lücken auffüllt. zB Schwerverkehr, Luftfahrt, Schiffe. Aber nur für diesen Zweck etwas entwickeln trägt sich nicht. Es wird allerdings Begehrlichkeiten wecken. Wenn LKWs mit Wasserstoff und Brennstoffzellen fahren, dann will ich das im Auto haben. Und wenn es Menschen gibt die das wollen gibt es Firmen die das bauen und liefern. Das liese sich nur verhindern, wenn man es gesetzlich verbietet. Allerdings leben wir in einer Demokratie und ein solches Verbot müsste durch die Menschen mehrheitlich akzeptiert werden. Da bin ich mir sicher, das die Mehrheit NICHT die negativen Auswüchse von Akkus haben will. Die Vorteile sicher, das ökologische Gewissen beruhigen, auf jedenfall.

    Es reicht also wenn jemand ankommt und trotz der Ineffizienz Wasserstoff als genauso ökologisch hinstellt wie Akkus. Hier kann eine Solaranlage dauerhaft ohne das Stromnetz als Puffer zu nutzen, Wasserstoff generieren. Das reicht völlig als Argument. Wirkungsgrad ist egal. Man wir einfach ein paar qm mehr Fläche aufstellen und das damit kompensieren.

    Es geht hier nicht drum, was sich einige wünschen, sondern was die Konsumenten wollen.

  2. Re: Wunsch und Realität

    Autor: McTristan 22.10.20 - 09:03

    Amen:

    Ich stell mal folgende These auf: du fährst kein batterieelektrisches Elektroauto und hast keine Ahnung davon.

    Ist an sich ja auch nicht schlimm. Mit manchen Aussagen magst du auch recht haben aber deine an den Haaren herbei gezogenen Zahlen zeigen, dass du von der Materie keine Ahnung hast.

    Und das ist auch nicht schlimm, bleib halt bei deinem Verbrenner. Das tut nicht weh und du musst dir keine Gedanken über solche Themen machen. Bitte!

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will nicht stundenlang an Ladestationen verbringen. Oder drauf hoffen,
    > irgendwo nachts eine freie Ladesäule zu finden. Wir werden alles in allem
    > so 100 Millionen Ladepunkte brauchen. Den pro Fahrzeug mindestens einen,
    > dort wo er parkt. Man wird kaum drauf hoffen können, das jemand einen
    > Parkplatz nur dann nicht benutzt, weil er nicht laden muss und stattdessen
    > weiter nach einem ohne Ladepunkt sucht. Da wir also nie wissen wer wann
    > nachts laden muss und wer nicht, müssen wir pro Fahrzeugstellplatz einen
    > Ladepunkt haben. Wir haben aktuell 46 Millionen Fahrzeuge. Ziehen wir mal
    > die ab, die in Betriebshöfen stehen, dürften ca 40 Millionen realistisch
    > sein.
    >
    > Natürlich zählen auch Ladepunkte zuhause dann dazu. Aber wir brauchen noch
    > mehr, unterwegs an Orten an denen viele Autos temporär parken.
    > Freizeitparks, Zoos, Schwimmbäder, Badeseen, Urlaubsort etc. Unser
    > Stellplatz zuhause ist dann leer, dafür müssen wir das Auto dort laden wo
    > wir nun sind. Und das wiederum kann auch kaum der Punkt sein, an dem die
    > Ortsansässigen laden.
    >
    > Alleine diese Überlegung zeigt, das Akkus nur einen teil des Spektrums
    > abdecken können. Eine Technologie muss aber 100% des benötigten abdecken.
    > Ansonsten muss eine Technologie zusätzlich her, die wiederum die Lücken
    > auffüllt. zB Schwerverkehr, Luftfahrt, Schiffe. Aber nur für diesen Zweck
    > etwas entwickeln trägt sich nicht. Es wird allerdings Begehrlichkeiten
    > wecken. Wenn LKWs mit Wasserstoff und Brennstoffzellen fahren, dann will
    > ich das im Auto haben. Und wenn es Menschen gibt die das wollen gibt es
    > Firmen die das bauen und liefern. Das liese sich nur verhindern, wenn man
    > es gesetzlich verbietet. Allerdings leben wir in einer Demokratie und ein
    > solches Verbot müsste durch die Menschen mehrheitlich akzeptiert werden. Da
    > bin ich mir sicher, das die Mehrheit NICHT die negativen Auswüchse von
    > Akkus haben will. Die Vorteile sicher, das ökologische Gewissen beruhigen,
    > auf jedenfall.
    >
    > Es reicht also wenn jemand ankommt und trotz der Ineffizienz Wasserstoff
    > als genauso ökologisch hinstellt wie Akkus. Hier kann eine Solaranlage
    > dauerhaft ohne das Stromnetz als Puffer zu nutzen, Wasserstoff generieren.
    > Das reicht völlig als Argument. Wirkungsgrad ist egal. Man wir einfach ein
    > paar qm mehr Fläche aufstellen und das damit kompensieren.
    >
    > Es geht hier nicht drum, was sich einige wünschen, sondern was die
    > Konsumenten wollen.

  3. Re: Wunsch und Realität

    Autor: Eierspeise 22.10.20 - 09:19

    Haha. Außer OP zu diskreditieren nichts geliefert. Stark.

  4. Re: Wunsch und Realität

    Autor: beta 22.10.20 - 09:22

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will nicht stundenlang an Ladestationen verbringen.

    Ich will nicht stundenlang an einer Wasserstofftankstelle verbringen.
    Viele Wasserstoffbefürworter vergessen einen sehr wichtigen Punkt: Nach jedem Tankvorgang ist erst mal 15min Stillstand angesagt, bevor die Station für das nächste Fahrzeug bereit ist! In meiner Stadt und in vielen US Städten stauen sich die Autos schon an der Benzintankstelle, wie würde das wohl bei einer 15min Pausen dazwischen aussehen?
    Ich komme Zuhause an und stecke einmal pro Woche ein. Dauert 2min.

    Die Wasserstoffbefürworter kommen dann mit berechtigten Einwänden gegen Strom, die aber bei ihrem geliebten Wasserstoff um Fakter x schlimmer sind.

    Elektrostationen sind teuer -> Wasserstofftankstellen sind noch viel teurer

    Unsere Stromtrassen sind nicht dafür ausgeleget -> Lokal produzierter Wasserstoff braucht den dreifachen Strom. Darauf sind die Stromtrassen erst recht nicht ausgelegt. Einzige Alternative ist transportierter Wasserstoff aus fossilen Energien, was ja niemand ernsthaft will, mit Ausnahme der Öl-Lobby.

    Akku halten nicht ewig -> Wasserstoffautos haben auch ein Pufferakku, zudem haben sie noch eine viel anfälligere Brennstoffzelle die laut meinem aktuellen Stand für gerade mal für 100 000 km ausgelegt ist.


    > Wenn LKWs mit Wasserstoff und Brennstoffzellen fahren, dann will ich das im Auto haben. Das liese sich nur verhindern, wenn man es gesetzlich verbietet

    Dafür braucht es kein Gesetzt, das verhindert der freie Markt. Warum sollte jemand ein Fahrzeug wollen, dass teurer in der Anschaffung, mindestens dreimal so teuer beim tanken, weniger lange hält, schwieriger ist eine Tankstelle zu finden usw. wollen?

    Ausnahmen sehe ich bei LKWs = Firmen. Dort spielt Geld eine untergeordnete Rolle und andere Faktoren sind wichtiger.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.20 09:26 durch beta.

  5. Re: Wunsch und Realität

    Autor: Rocketeer 22.10.20 - 09:25

    Ja, ich denke auch, dass hier jemand sehr ausführlich schreibt über das was er gehört hat. Die Realität sieht anders aus.
    Aber in einem hat sie sicherlich nicht Unrecht: Sich nur auf eine Technologie zu stützen ist einfach ein bisschen wenig.

  6. Re: Wunsch und Realität

    Autor: McTristan 22.10.20 - 09:42

    Den letzten Satz will ich nicht in Abrede stellen. Das ist wahr.

    Rocketeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, ich denke auch, dass hier jemand sehr ausführlich schreibt über das was
    > er gehört hat. Die Realität sieht anders aus.
    > Aber in einem hat sie sicherlich nicht Unrecht: Sich nur auf eine
    > Technologie zu stützen ist einfach ein bisschen wenig.

  7. Re: Wunsch und Realität

    Autor: GajusTempus 22.10.20 - 09:44

    Chefin - ich stelle fest: Du hast absolut NULL Ahnung von Elektromobilität. Oder von Projekten. Oder von Anforderungsmanagement. Oder IT. Oder sonstwas, was hier relevant wäre.

    Gehen wir mal deine Punkte durch:
    - Lange Ladezeit
    - 100 Mio Ladepunkte für 40 Mio Fahrzeuge
    - Technologie muss SOFORT und IMMER 100% des vorhandenen ersetzen
    - "Begehrlichkeit" von Wasserstoff und Brennstoffzelle
    - Verbotspolitik
    - Ineffizienz von Wasserstoff "egal"

    Lange Ladezeit:
    - Knapp 90% der Deutschen fahren unter 100 Kilometer am Tag
    - 100 Kilometer Reichweite = 15 Kilowattstunden Strom
    - 15 Kilowattstunden Strom an 11 kW-Säule in etwas über einer Stunde "nachgetankt"
    an 2kW-Außensteckdose in 7,5 Stunden (Arbeitstag sind 8 Stunden) -> normale Steckdose raus. Kein Problem
    - Es existieren Schnellladestationen. Ladezeit am Schnelllader: Von 0 auf 80% in rund 30 Minuten

    => kein Problem

    100 Mio Ladepunkte für 40 Mio Fahrzeuge
    - 90% aller Bundesbürger fahren durchschnittlich unter 100 Kilometer pro Tag
    - typische Reichweite eines Elektrofahrzeugs: 300-400 Kilometer (praxisnah)
    Autos müssen also nicht jeden Tag an die Steckdose
    - Wenn nachgeladen - Steckdose reicht (und die kann man auch an Laternen nachrüsten)

    => kein Problem

    Technologie muss SOFORT und IMMER 100% des vorhandenen ersetzen
    - KEIN EINZIGES IT-Projekt oder IRGENDEINE Alternative ersetzt SOFORT zu 100%
    - Grund: Die bestehende Technologie wird ausgephast - Diesel und Benziner existieren noch. "Parallelbetrieb"
    - Ablösung bis 2030 bzw. 2035 ist aber realistisch
    - Kleiner Tipp: Bei Projekten ALLER Art arbeitet man sich zuerst auf das 80%-Ziel hin. Die letzten 20% folgen dann später

    => Layer 8-Problem

    "Begehrlichkeit" von Wasserstoff und Brennstoffzelle
    - Brennstoffzellen sind teuer und RELATIV ineffizient (Wirkungsgrad um die 70%. Sinkt, wenn man größere Ströme extrahieren will)
    - Wasserstoff wird derzeit STARK subventioniert (derzeitiger Preis: Rund 9 Euro je Kilo. Unsubventioniert läge der Preis bei rund 16 Euro je Kilo. PLUS STEUER!)
    - Ein Kilo Wasserstoff bringt einen Mirai oder Nexo rund 80 Kilometer weit.
    Gesamtfahrleistung Deutschland: Ca. 480 Mrd. Kilometer pro Jahr.
    Angenommener Gesamtverbrauch Wasserstoff: 6 Mio. Tonnen pro Jahr.
    Benötigte Energie für "grünen" Wasserstoff: ca. 317 TWh (~70% der Gesamtstromproduktion Deutschlands)
    Vergleich Elektromobilität: Ca. 72 TWh (~15% der Gesamtstromproduktion Deutschlands)
    - Wasserstofftankstellen sind rar und teuer (>1 Mio. je Zapfstelle)
    Vergleich: Öffentliche Ladesäule (<10.000 ¤ für ZWEI Anschlüsse) oder Schnellladestation (<50.000 für DREI Schnellladeanschlüsse)
    - Nach einem Tankvorgang an H-Tankstelle muss man 20-30 Minuten warten, damit der Druck und die Temperatur wieder stabil sind
    Ladedauer an Schnellladestation im Schnitt 20-30 Minuten

    => Brain-Fart

    Verbotspolitik

    - Gleicher Katzenjammer wie bei der Einführung der LED-Leuchtmittel und dem Ausphasen von Halogen (Frage: WER vermisst die eine 100W-Birne in der Mitte des Raums noch?)
    - Gesetze sind für die Mehrheit der Menschen - und die Mehrheit will eine intakte Umwelt

    => Polemik

    Ineffizienz von Wasserstoff "egal"

    - Es braucht 54 Kilowattstunden, um EIN Kilo Wasserstoff durch Elektrolyse herzustellen
    54 Kilowattstunden sind eine VOLLE Ladung für eine Renault Zoé. Reichweite: Rund 300 Kilometer im Winter
    1 Kilo Wasserstoff lässt ein Brennstoffzellenfahrzeug rund 80 Kilometer weit kommen
    - Derzeit wird Wasserstoff primär aus Erdgas hergestellt (Dampfreformierung)
    klimaschädlich
    teuer
    hoch subventioniert
    - Es gibt KEINEN Zeitvorteil (siehe oben)


    => Another Brain-Fart

    hab ich noch was vergessen?

  8. Re: Wunsch und Realität

    Autor: schueppi 22.10.20 - 09:50

    +1

    Hört sich nach einem typischen Hörensagen Erzähler an den die Lobby schon richtig überzeugen konnte... ^^

  9. Re: Wunsch und Realität

    Autor: N3RD 22.10.20 - 10:05

    Mal ne so doofe Idee:

    bei all den Diskussionen über Elektromobilität wird doch immer das Thema des Speicherns der Energie komplett unter den Tisch gekehrt. Wäre es nicht sinnvoll die "überschüssige" Energie in Wasserstoff zu wandeln und dann den Markt entscheiden zu lassen, welches Produkt zu welchem Preis "gewinnt"?

  10. Re: Wunsch und Realität

    Autor: FerdiGro 22.10.20 - 10:26

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will nicht stundenlang an Ladestationen verbringen. Oder drauf hoffen,
    > irgendwo nachts eine freie Ladesäule zu finden. Wir werden alles in allem
    > so 100 Millionen Ladepunkte brauchen. Den pro Fahrzeug mindestens einen,
    > dort wo er parkt. Man wird kaum drauf hoffen können, das jemand einen
    > Parkplatz nur dann nicht benutzt, weil er nicht laden muss und stattdessen
    > weiter nach einem ohne Ladepunkt sucht. Da wir also nie wissen wer wann
    > nachts laden muss und wer nicht, müssen wir pro Fahrzeugstellplatz einen
    > Ladepunkt haben. Wir haben aktuell 46 Millionen Fahrzeuge. Ziehen wir mal
    > die ab, die in Betriebshöfen stehen, dürften ca 40 Millionen realistisch
    > sein.
    >
    > Natürlich zählen auch Ladepunkte zuhause dann dazu. Aber wir brauchen noch
    > mehr, unterwegs an Orten an denen viele Autos temporär parken.
    > Freizeitparks, Zoos, Schwimmbäder, Badeseen, Urlaubsort etc. Unser
    > Stellplatz zuhause ist dann leer, dafür müssen wir das Auto dort laden wo
    > wir nun sind. Und das wiederum kann auch kaum der Punkt sein, an dem die
    > Ortsansässigen laden.
    >
    > Alleine diese Überlegung zeigt, das Akkus nur einen teil des Spektrums
    > abdecken können. Eine Technologie muss aber 100% des benötigten abdecken.
    > Ansonsten muss eine Technologie zusätzlich her, die wiederum die Lücken
    > auffüllt. zB Schwerverkehr, Luftfahrt, Schiffe. Aber nur für diesen Zweck
    > etwas entwickeln trägt sich nicht. Es wird allerdings Begehrlichkeiten
    > wecken. Wenn LKWs mit Wasserstoff und Brennstoffzellen fahren, dann will
    > ich das im Auto haben. Und wenn es Menschen gibt die das wollen gibt es
    > Firmen die das bauen und liefern. Das liese sich nur verhindern, wenn man
    > es gesetzlich verbietet. Allerdings leben wir in einer Demokratie und ein
    > solches Verbot müsste durch die Menschen mehrheitlich akzeptiert werden. Da
    > bin ich mir sicher, das die Mehrheit NICHT die negativen Auswüchse von
    > Akkus haben will. Die Vorteile sicher, das ökologische Gewissen beruhigen,
    > auf jedenfall.
    >
    > Es reicht also wenn jemand ankommt und trotz der Ineffizienz Wasserstoff
    > als genauso ökologisch hinstellt wie Akkus. Hier kann eine Solaranlage
    > dauerhaft ohne das Stromnetz als Puffer zu nutzen, Wasserstoff generieren.
    > Das reicht völlig als Argument. Wirkungsgrad ist egal. Man wir einfach ein
    > paar qm mehr Fläche aufstellen und das damit kompensieren.
    >
    > Es geht hier nicht drum, was sich einige wünschen, sondern was die
    > Konsumenten wollen.

    Nein

  11. Re: Wunsch und Realität

    Autor: Dino13 22.10.20 - 10:34

    McTristan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Amen:
    >
    > Ich stell mal folgende These auf: du fährst kein batterieelektrisches
    > Elektroauto und hast keine Ahnung davon.

    Wir reden ja immer so schön von den Schnelladern aber dann vergisst man immer zu sagen wie sehr sich der Schnelllader runterreguliert wenn man den Akku erst einmal auf 50% aufgeladen hat.

  12. Re: Wunsch und Realität

    Autor: McTristan 22.10.20 - 10:51

    Ähm ja genau. Das wird immer vergessen. Und dass das Kabel unhandlich ist und die schrecklichen Ladeverluste. Ach und überhaupt... minimi ...
    Bevor ihr hier so einen pauschalen und unreflektierten Quatsch verbreitet: informiert euch richtig oder noch besser: probiert es aus.


    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McTristan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Amen:
    > >
    > > Ich stell mal folgende These auf: du fährst kein batterieelektrisches
    > > Elektroauto und hast keine Ahnung davon.
    >
    > Wir reden ja immer so schön von den Schnelladern aber dann vergisst man
    > immer zu sagen wie sehr sich der Schnelllader runterreguliert wenn man den
    > Akku erst einmal auf 50% aufgeladen hat.

  13. Re: Wunsch und Realität

    Autor: tovi 22.10.20 - 10:56

    N3RD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal ne so doofe Idee:
    >
    > bei all den Diskussionen über Elektromobilität wird doch immer das Thema
    > des Speicherns der Energie komplett unter den Tisch gekehrt. Wäre es nicht
    > sinnvoll die "überschüssige" Energie in Wasserstoff zu wandeln und dann den
    > Markt entscheiden zu lassen, welches Produkt zu welchem Preis "gewinnt"?

    ja, das ist ne doofe Idee.

    1. kann man die "überschüssige" Energie gar nicht in Wasserstoff speichern weil die UInfrastruktur gar nicht da ist und diese Energie ja sowohl zeitlich als auch örtlich getrennt vorhanden ist.
    2. wirtschaftlich ist es völliig unmöglich, Elektrolyseure zur Wasserstoff Herstellung nur zu Zeiten von "Überschussstrom" laufen zu lassen.
    3. waäre es viel sinnvoller möglichst viele Batterien zu verteilen, um den Strom zwischenzuspeichern. billiger, effizienter und wirklich machbar.

  14. Re: Wunsch und Realität

    Autor: BlindSeer 22.10.20 - 10:57

    Wieso müssen sich Stromerfreunde eigentlich jetzt so verhalten wie Verbrennerfreunde vor ein paar Jahren, wenn es um Stromer ging? Agressiv, ad hominem, gegen neue Technik und unsachlich (nicht alle, aber leider sagen jetzt einige 1:1 das was vor ein paar Jahren über Stromer gesagt wurde über andere Technik und das in einem ähnlich agressivem Tonfall).

    PS: Würde ich liebend gerne ausprobieren. Nur... Ich kann nicht ohne große Umstände laden.

  15. Re: Wunsch und Realität

    Autor: BlindSeer 22.10.20 - 11:04

    Ja, Sachlichkeit und Umangsformen...

    Statistik ist nur die Sammlung der Ausreißer. Ist toll wenn man statistisch gesehen nur 30km Fährt und man keinen Ladepunkt für die 300km Fahrt am nächsten Tag findet an dem man in Urlaub will. Ich sage ich immer: Die Anzahl der Ladepunkte muss gegen die Anzahl der parkenden Autos kovergieren, wenn wir 100% Stromer haben. Zumindest solange Laden lange dauert.

    Wieso? Konntest du im Frühjahr am Beispiel Klopapier prima beobachten. Gehe davon aus, dass Menschen die nicht wissen ob der Ladepunkt in ihrem Viertel morgen nicht vielleicht doch besetzt ist ihn dann am Abend ggf. doch nochmal belegen, um wieder voll zu sein. Übermorgen könnte er ja schließlich auch besetzt sein. Genau nach dem Motto wurde Klopapier gekauft. Morgen gibt es vielleicht keines mehr. Selbsterfüllende Prophezeiung.
    Außerdem haben gerade Anfangs (zumindest viel bei Heise) die Early Adaptors immer proklamiert "Ein E-Auto ist jeden Morgen voll und wird immer dort geladen wo es steht". Meinten eigentlich "Ich kann zuhause und beim Arbeitgeber laden, mein Stammsupermarkt hat zum Glück auch eine Ladesäule".

  16. Re: Wunsch und Realität

    Autor: Dino13 22.10.20 - 11:25

    McTristan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ähm ja genau. Das wird immer vergessen. Und dass das Kabel unhandlich ist
    > und die schrecklichen Ladeverluste. Ach und überhaupt... minimi ...
    > Bevor ihr hier so einen pauschalen und unreflektierten Quatsch verbreitet:
    > informiert euch richtig oder noch besser: probiert es aus.

    Also liege ich mit meiner Behauptung falsch oder ich kann nicht lesen was auf der Ladesäule von Ionity steh?

  17. Re: Wunsch und Realität

    Autor: LukeFilewalker 22.10.20 - 11:41

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will nicht stundenlang an Ladestationen verbringen. Oder drauf hoffen,
    > irgendwo nachts eine freie Ladesäule zu finden.

    sorry aber das hört sich jetzt schon nach ganz großen mimimi von dir an und irgendwie so, als ob du dich noch richtig nicht mit dem thema auseinander gesetzt hast

    das währe genauso als ob man schreiben würde "ich will aber nicht stundenlang auf den zug am bahnhof warten oder darauf hoffen das irgendwann der zug fährt." - während das in der realität schon viele leute machen - bspw. weil die fahrt mit dem benzin auto schlichtweg zu teuer ist

    realbeispiel an der stelle: ich pendel von wohnort zu arbeitsplatz - für eine zugmonatskarte zahle ich etwa 200¤ - bei meinem kleinwagen zahle ich für die selbst strecke mindestens genauso viel oder mehr an spritkosten
    daher war bei mir allein der kostenfaktor ein grund auf die bahn zu setzen und das trotz des nachteils das man auf den zug warten muss oder diese ausfallen - das ist aber ähnlich wie stau auf der autobahn - klar kann ich mich hinstellen und sagen "mimimi ich will aber nicht auf den zug warten" muss dafür aber höhere kosten und stau in kauf nehmen - so hat halt jedes verkehrsmittel vor und nachteile - diese sind aber planbar/einkalkulierbar

    bei e-autos hängt die ladezeit von einigen faktoren ab: größe des akkus, art der ladesäule, art der ladetechnik und wie leer der akku ist ...
    zudem *musst* du nicht stundenlang an einer säule stehen - wie beim bezinauto, bei dem du an der zapfsäule entscheiden kannst ob du voll oder nur einen teil des tanks füllst, kannst ein e-auto nur auch nur teil laden
    wenn man bspw 1h einkaufen fährt, kann man während dessen laden - die geladen menge hängt wie gesagt von den oben genannten faktoren ab - abseits dessen gibt es die option der schnell lader die derzeit an vielen autobahn raststätten enstehen und einen in etwa 30min wieder auf 80% bringen können

    nur im extremfall ziemlich leerer akku + langsames laden hat man wartezeiten von mehreren stunden bis es wieder *komplett* voll ist - die ladestopps lassen sich jedoch wie tankstopps gut planen und es entstehen zudem immer mehr lade säulen und schnellader (auch wenn die aktuelle menge etwas wenig erscheinen könnte)

    zudem sind im Gegensatz zu tankstellen die meisten ladesäulen 24/7 nutzbar - und hier auch wieder ein real beispiel: die nächste mir bekannte tankstelle (die einen 24/7 betrieb hat) ist von meinem wohnort etwa 25km entfernt ... die beiden tankstellen im ort und eine im nächsten ort schließen bereits um 18 uhr ... wenn man also mitten in der nach irgendwo hin muss sollte man besser vorher dafür gesorgt haben das man genügend im tank hat oder man fährt hoffentlich in die richtung dieser tankstelle damit man im notfall tanken kann - die seit diesem jahr existierende e-ladesäule kann man hingegen auch nach 18uhr benutzen
    aber wie gesagt selbst beim e-auto lässt sich dafür sorgen das man nachts im notfall noch irgendwo hin und wieder zurück kommt

    daher ist Argument "ja dann muss ich mitten in der nacht ja ne säule suchen an der ich dann 4h stehen muss" für ziemlich absurd weil das an der realität vorbei argumentiert


    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man wird kaum drauf hoffen können, das jemand einen
    > Parkplatz nur dann nicht benutzt, weil er nicht laden muss und stattdessen
    > weiter nach einem ohne Ladepunkt sucht. Da wir also nie wissen wer wann
    > nachts laden muss und wer nicht, müssen wir pro Fahrzeugstellplatz einen
    > Ladepunkt haben.

    du tust so, als ob es keinerlei möglichkeit gäbe vorher zu prüfen ob eine säule frei zum laden ist bzw wo die nächste freie ist - während in vielen (bezahl) apps für säulen genau diese info zu finden ist
    ei e-parkplätzen ist zudem die beschilderung zu beachten - einige darf man nur während des ladens benutzen damit diese nicht unnötig blockiert werden



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.20 11:56 durch LukeFilewalker.

  18. Re: Wunsch und Realität

    Autor: McTristan 22.10.20 - 11:42

    Letzter Absatz funktioniert hier prima und lässt sich sicherlich auch prima multiplizieren. 100% und überall geht vielleicht nicht, Problemzonen bleiben vermutlich dicht besiedelte Gebiete. So what? Löst man dieses Problem mit Wasserstoff? Nein. Löst man dieses Problem mit e- Fuels? Jein, kurzfristig mit exorbitant großem Energieaufwand maybe. Langfristig ist es aber vermutlich trotzdem deutlich preiswerter an jeder Laterne, jedem Arbeitsplatz eine 0815 low power Steckdose zu verbauen...

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, Sachlichkeit und Umangsformen...
    >
    > Statistik ist nur die Sammlung der Ausreißer. Ist toll wenn man
    > statistisch gesehen nur 30km Fährt und man keinen Ladepunkt für die 300km
    > Fahrt am nächsten Tag findet an dem man in Urlaub will. Ich sage ich immer:
    > Die Anzahl der Ladepunkte muss gegen die Anzahl der parkenden Autos
    > kovergieren, wenn wir 100% Stromer haben. Zumindest solange Laden lange
    > dauert.
    >
    > Wieso? Konntest du im Frühjahr am Beispiel Klopapier prima beobachten.
    > Gehe davon aus, dass Menschen die nicht wissen ob der Ladepunkt in ihrem
    > Viertel morgen nicht vielleicht doch besetzt ist ihn dann am Abend ggf.
    > doch nochmal belegen, um wieder voll zu sein. Übermorgen könnte er ja
    > schließlich auch besetzt sein. Genau nach dem Motto wurde Klopapier
    > gekauft. Morgen gibt es vielleicht keines mehr. Selbsterfüllende
    > Prophezeiung.
    > Außerdem haben gerade Anfangs (zumindest viel bei Heise) die Early
    > Adaptors immer proklamiert "Ein E-Auto ist jeden Morgen voll und wird immer
    > dort geladen wo es steht". Meinten eigentlich "Ich kann zuhause und beim
    > Arbeitgeber laden, mein Stammsupermarkt hat zum Glück auch eine Ladesäule".

  19. Re: Wunsch und Realität

    Autor: FutureEnergy 22.10.20 - 11:56

    Spannendes Thema. Schade nur, dass gleich so gehated, gebashed und geflucht wird :-(.

    Ich fahre selbst noch kein eAuto. Was mich bislang abgeschreckt hat: Alles was ich bisher zu den Versuchen gehört habe (Bekannte, Medien) ist, dass Tanken einfach enorm umständlicher wird (zu Tesla kann ich nichts sagen).

    Wenn ich immer nur meine Pendelstrecke habe, kenne ich die Ladesäulen irgendwann -> easy!

    Als die Bekannten/ Medien in unbekanntem Terrain unterwegs waren, wurde es schnell hakelig: Falsche Ladesäule, Säule funktioniert nicht, es parkt jemand an der Säule.

    Nur mal so nebenbei für die Early Adopters die hier ihr "Baby" eAuto verteidigen: es hilft nicht, wenn man sich alles schön redet. Wenn man Menschen überzeugen möchte, braucht es Erwartungsmanagement. Denn so schön, wie ihr es hier darstellt/vorrechnet ist es eben noch nicht. Wenn das die Menschen erst am eigenen Leib erfahren, hat man diese und deren Bekannten und deren Bekannten für die nächsten Jahre erst einmal verloren.

    Also alle bitte etwas realistisch bleiben :-). Das Ziel ist vermutlich das gleiche: Weg vom Verbrenner!

  20. Re: Wunsch und Realität

    Autor: ad (Golem.de) 22.10.20 - 12:06

    FutureEnergy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spannendes Thema. Schade nur, dass gleich so gehated, gebashed und geflucht
    > wird :-(.
    >
    > Ich fahre selbst noch kein eAuto. Was mich bislang abgeschreckt hat: Alles
    > was ich bisher zu den Versuchen gehört habe (Bekannte, Medien) ist, dass
    > Tanken einfach enorm umständlicher wird (zu Tesla kann ich nichts sagen).
    >
    > Wenn ich immer nur meine Pendelstrecke habe, kenne ich die Ladesäulen
    > irgendwann -> easy!
    >
    > Als die Bekannten/ Medien in unbekanntem Terrain unterwegs waren, wurde es
    > schnell hakelig: Falsche Ladesäule, Säule funktioniert nicht, es parkt
    > jemand an der Säule.
    >

    Gut aber für das Suchen von Ladesäulen, inkl. Belegungsstand und Ausfall sowie Routenplanung gibts ja Apps und Webseiten.
    Du kannst ja mal hier mit einem Wunschauto planen, wie es für dich aussehen würde - https://abetterrouteplanner.com

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