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Dadurch fährt auf dem Land kein Bus mehr

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  1. Dadurch fährt auf dem Land kein Bus mehr

    Autor: johnpersil 01.04.22 - 16:55

    Es ist ja schön wenn man umgerechnet nur 1¤ für den ÖPNV zahlen muss... wenn dann auf dem Land aber maximal 2 Buse am Tag fahren hat man dadurch auch wenig gewonnen.

    Meine Freundin durfte auch über 400¤ im Monat für ein Azubiticket von Montabaur nach Frankfurt zahlen... nur um dann nicht in die Bahn einsteigen zu können, weil man sich einfach mal wieder ein Zugabteil eingespart hat und der Zug schon komplett voll war (und das kam immer wiederholt vor).

  2. Re: Dadurch fährt auf dem Land kein Bus mehr

    Autor: johnpersil 01.04.22 - 16:59

    Mich wundert es auch nicht das viele Leute den ÖPNV meiden. Schlechte Taktraten, zu geringe Transportkapazitäten, häufige Verspätungen/mangelnde Zuverlässigkeit (so dass man Anschlussverbindungen verpasst), teure Preise, Tarifdschungel wenn man über mehrere Verkehrbünde fahren muss (z.B. zwischen Bonn <-> Köln) teilweise fragwürdiges Publikum (so das man schon um seine Sicherheit fürchtet), im Winter friert man sich den Arsch ab und im Sommer geht man langsam ein.

  3. Re: Dadurch fährt auf dem Land kein Bus mehr

    Autor: forenuser 01.04.22 - 17:30

    Ich glaube nicht, dass es "den" ÖPNV gibt.

    Wie auch immer, ich fahre mit dem ÖPNV täglich ca. 75 km und 50 Minuten je Richtung und zahle dafür knapp EUR 60,- Monat. Günstiger und schneller wird es auch mit dem KFZ nicht (Innenstadt und Parkplatzsuche). Klar wenn es klemmt wird es hässlich - und es klemmte diese Woche gleich 2x. Aber das sind in jetzt über 7 Jahren ÖPNV die Ausnahmen.

    --
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    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  4. Re: Dadurch fährt auf dem Land kein Bus mehr

    Autor: windermeer 01.04.22 - 17:37

    Bei mir sind es 110 Euro pro Monat mit (Entfernung mit Auto) ~35km 65 Minuten je Richtung ohne Verspätung. Und Verspätung gibt es nahezu immer.
    Selbst bei zähem Verkehr benötigt man mit dem Auto knapp 30 Minuten. Dafür fehlt dann das tolle Gefühl im Sommer, wenn man aus der S-Bahn aussteigt und endlich die kühlen 30 Grad Außentemperatur genießen kann.

  5. Re: Dadurch fährt auf dem Land kein Bus mehr

    Autor: Xanadu 01.04.22 - 19:38

    75km in 50 Minuten? Das kann ich kaum glauben, ich wohne am Stadtrand und brauche mit dem ÖPNV (hier Bus) 45 Minuten (30 Minuten Fahrt und 15 Minuten Fußweg / Wartezeit) für knapp 10km. Da bin ich mit dem Rad bedeutend schneller, 8km in ca. 25 Minuten.

  6. Re: Dadurch fährt auf dem Land kein Bus mehr

    Autor: forenuser 01.04.22 - 21:13

    Xanadu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 75km in 50 Minuten? Das kann ich kaum glauben, ich wohne am Stadtrand und
    > brauche mit dem ÖPNV (hier Bus) 45 Minuten (30 Minuten Fahrt und 15 Minuten
    > Fußweg / Wartezeit) für knapp 10km. Da bin ich mit dem Rad bedeutend
    > schneller, 8km in ca. 25 Minuten.

    Wohnung -> Bahnhof: 10 Minuten.
    Bahnhof -> Bahnhof: 40 Minuten.
    Bahnhof -> Arbeit: 5 Minuten.

    Zurück etwas länger, da ich die Strecke Bahnhof -> Wohnung mit dem Fahrrad bergauf muss...
    Hast mich ertappt, sind gut 60 Minuten.

    --
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  7. Re: Dadurch fährt auf dem Land kein Bus mehr

    Autor: 43rtgfj5 01.04.22 - 21:19

    Xanadu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 75km in 50 Minuten? Das kann ich kaum glauben, ich wohne am Stadtrand und
    > brauche mit dem ÖPNV (hier Bus) 45 Minuten (30 Minuten Fahrt und 15 Minuten
    > Fußweg / Wartezeit) für knapp 10km. Da bin ich mit dem Rad bedeutend
    > schneller, 8km in ca. 25 Minuten.

    Halte ich leider auch für unrealistisch, außer man pendelt mit dem IC/ICE/RE auf einer günstigen Verbindung. Ich bin lange ca. 40km Regionalbahn gependelt, das war immer ziemlich genau eine Stunde, wenn nix schief ging.
    Aktuell zahle ich effektiv ca. 35¤/Monat fürs Jobticket, und fahre mit Bus/S-Bahn/Straßenbahn, je nachdem was wieder ausfällt. Variiert immer.
    Sowohl auf der alten RB Strecke, als auch jetzt direkt in Köln, verstehe ich jeden der nicht mit den Öffis fährt. Vor ein paar Wochen erst gehabt: Wollte mit dem Zug zu einem Freund fahren, Zug fällt aus. Er kam mich dann Zuhause mit dem Auto abholen (Ich hab kein Auto). Ich fahre vom Bahnhof mit dem Bus zurück nach Hause, und durch die typischen Verspätungen ist besagter Freund ins Auto und ca. 40km gefahren, und war 5 Minuten vor mir bei mir Zuhause. Meine Strecke wären mit der S-Bahn 4 Stationen gewesen, wenn denn alles klappen würde. Oder Bus ca. 20 Minuten mit 1x Umsteigen. Bahn ist ausgefallen, die danach auch, die danach auch. Also mit dem Bus. Ersten Anschluss verpasst, zweiter Anschluss kam einfach nicht.

    Und zu den Ausfällen/Verspätungen noch die generellen Kritikpunkte: Das Publikum das speziell Abends fährt ist nicht das angenehmste, im Winter finde ich es eigentlich halbwegs Ok in den Bahnen/Bussen, aber im Sommer ist immer gefühlt jede Klima kaputt, egal ob Straßenbahn (Die meist nicht mal eine hat), S-Bahn, Regionalbahn oder Bus. Da steigt man in die überfüllte Bahn ein, und landet in einer Sauna aus Schweiß, in der man mit den anderen Leuten kuscheln darf.
    Fahrrad hab ich probiert, ist aber auch reiner Selbstmord. Ich fahre oft früh morgens / spät abends, wenn es noch dunkel ist. Fußgänger haben generell nur dunkle Kleidung an, und Radfahrer zu 90% keine Lampen oder Reflektoren. Da bin ich froh um jeden E-Scooter, die leuchten wenigstens im dunklen.

    Auto ist leider auch nicht viel geiler. Parkplatz kostet ab 120¤ in der Tiefgarage bei mir im Gebäude, Parkplätze auf der Straße sind absolute Mangelware. Parkplätze am Arbeitsplatz genau das gleiche. Warteliste für Tiefgarage ist (nicht gelogen) ca. 10 Jahre warten. Danach 50¤/Monat. Und der Verkehr hier ist absoluter Müll.
    Bin froh, dass mein AG jetzt endlich durch Corona akzeptiert hat, dass viele MA bei uns von Zuhause arbeiten können, damit spare ich mir zumindest einen größeren Teil der Fahrten.

  8. Ist halt Populismus

    Autor: Extrawurst 01.04.22 - 23:15

    johnpersil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja schön wenn man umgerechnet nur 1¤ für den ÖPNV zahlen muss...
    > wenn dann auf dem Land aber maximal 2 Buse am Tag fahren hat man dadurch
    > auch wenig gewonnen.
    >
    > Meine Freundin durfte auch über 400¤ im Monat für ein Azubiticket von
    > Montabaur nach Frankfurt zahlen... nur um dann nicht in die Bahn einsteigen
    > zu können, weil man sich einfach mal wieder ein Zugabteil eingespart hat
    > und der Zug schon komplett voll war (und das kam immer wiederholt vor).

    Mach dir nix draus. Die ÖPNV-Debatte, ist (und war immer schon) eine städtische Debatte.

    Wobei selbst viele Städter die den ÖPNV aktiv meiden - und der Preis ist da nicht mal unbedingt der Hauptgrund.

    Selbst wenn der ÖPNV "kostenlos" (= vom Steuerzahler finanziert) wird, dann ändert sich immer noch nix dran, dass:
    - man wegen der Streckenplanung und regelmäßigen Haltestellen oft wesentlich länger unterwegs ist, als mit einem PKW
    - man sich seine Mitfahrer nicht aussuchen kann... (würde bei "kostenlosem" ÖPNV wohl sogar noch extremer werden)
    - sich ÖPNV auf dem Land niemals rechnen wird (hat er auch zu DDR-Zeiten nicht, als er "kostenlos" war). Teilweise rechnet er sich schon in vielen Vororten nicht mehr.

    Das heißt natürlich nicht, dass man nicht in einen guten ÖPNV investieren soll (vor allem an verbundübergreifenden Tickets und Tarifen). Nur stellen diese Ökopopulisten "kostenlosen ÖPNV" immer als die magische Wunderwaffe der Mobilität da. Und das ist er halt nicht.

    Die Mobilität der Zukunft muss eine Kombination verschiedener Modelle sein.
    Und das schließt den PKW-Individualverkehr mit ein, so sehr es die Ökopopulisten auch ächten wollen.

  9. Re: Ist halt Populismus

    Autor: johnpersil 01.04.22 - 23:27

    Ich sag es mal so zum Vergleich von Wesseling (zwischen Bonn und Köln) nach Köln rein ist man für eine einfach Strecke irgendwas um die 7¤ oder so los... als wir Urlaub in Den Haag (Niederlande) gemacht haben hat uns da ein 3 Tagesticket 9,00¤ gekostet... und dort ist sicher alle 5 Minuten eine Bahn oder Bus gefahren. Das in den Niederlanden war für mich das was man eine ÖPNV nennen darf... das in Köln/Bonn ist nur eine Vollkatastrophe!

  10. Re: Ist halt Populismus

    Autor: Zeiram 02.04.22 - 00:05

    Apropos Tickets und Preis-Leistungsverhältnis. Wir waren auch schon mehrmals in den Niederlanden. Bestes Erlebnis:

    Übersetzen mit der Fähre, als Fußgänger, nach Texel. Kostet - in eine Richtung - 2,50 EUR. Ich war ziemlich erstaunt. Für den Preis bekomme ich teilweise ja nichtmal ein Busticket bis zum nächsten Ort. Und auf der Fähre wird einiges an "Luxus" geboten.

    Weiter ging es natürlich auf Texel selber. In den Bus eingestiegen und Ticket gelöst. Keine Ahnung was es gekostet hat, aber es war auch sehr billig und wir konnten den ganzen Tag den Bus auf Texel nutzen.

  11. Re: Ist halt Populismus

    Autor: forenuser 02.04.22 - 09:08

    Wobei Fähren auch in DE z.T. kostenfrei sind, z.B. jene über den NOK-

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  12. Nicht verallgemeinern, bitte.

    Autor: Sybok 02.04.22 - 13:17

    Ich bin viele Jahre mit dem ÖPNV zur Arbeit gefahren (erst als Wochenpendler, dann jahrelang täglich mit dem Bus). Und ich wohne auf dem Land. Es fahren den ganzen Tag über Busse in beide Richtungen, nur spät abends bräuchte man ein Taxi (oder wenn es mal besonders dringend ist). War in meinem Fall kein wirkliches Problem, aber ich war fast der Einzige hier, der es genutzt hat (während mir die anderen jahrelang immer erzählt haben, dass es ja nicht geht). Wir haben uns dadurch die Anschaffung eines zweiten Autos und somit mehrere hundert Euro Kosten pro Monat gespart (ja, soviel kostet ein Auto realistisch auf den Monat gerechnet). Das Monatsticket (für 10km pro Strecke) hat hingegen gerade mal um die 60¤ gekostet - unschlagbar günstig im Vergleich. Mit dem Auto wäre ich schneller vor Ort gewesen, hätte dann aber noch ewig einen Parkplatz suchen dürfen, was hier besonders im Winter teils nahezu unmöglich ist.

    Aber mir egal, inzwischen bin ich im Home Office.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.22 13:19 durch Sybok.

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