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Verlassen der E-Monorail

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  1. Verlassen der E-Monorail

    Autor: cpt.dirk 10.10.19 - 21:21

    Es wäre sehr zu wünschen und höchste Zeit, dass sich Deutschland von der offensichtlich engstirnigen, kurzsichtigen und egozentrischen Denkweise einiger Branchenverbände emanzipiert.

    Abzuwarten bleibt, ob die überfällige Re-Animation der H2-Industrie auf diese Art und Weise funktioniert, was bezweifelt werden darf:

    Ohne feste Vorgaben z. B. für verpflichtende H2-Zapfsäulen ab einem Mindestumsatz je Tankstelle und gezielte, massive Förderung effizienterer H2-Erzeugungs- und Speichermethoden, auch durch entsprechende Pilotprojekte, wird das natürlich nichts.

  2. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: E-Mover 10.10.19 - 21:53

    cpt.dirk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wäre sehr zu wünschen und höchste Zeit, dass sich Deutschland von der
    > offensichtlich engstirnigen, kurzsichtigen und egozentrischen Denkweise
    > einiger Branchenverbände emanzipiert.
    >
    > Abzuwarten bleibt, ob die überfällige Re-Animation der H2-Industrie auf
    > diese Art und Weise funktioniert, was bezweifelt werden darf:
    >
    > Ohne feste Vorgaben z. B. für verpflichtende H2-Zapfsäulen ab einem
    > Mindestumsatz je Tankstelle und gezielte, massive Förderung effizienterer
    > H2-Erzeugungs- und Speichermethoden, auch durch entsprechende
    > Pilotprojekte, wird das natürlich nichts.

    Natürlich nicht, denn die 36 Milliarden für die H2-Förderung sind ja schon ausgegeben. Dafür können wir E-Mobilität wie gerade beschlossen für 9 Milliarden/4 Jahre bis 2035 fördern.

    “Überfällige Reanimation der H2-Industrie“? „Offensichtlich engstirnig, kurzsichtig und egozentrisch...“. „Verpflichtende H2-Zapfsäulen“ (aber bitte nicht vor Deiner Haustür).
    Sag mal: Spürst Du eigentlich noch irgend etwas?

    Lies doch einfach mal und zähl die Fahrzeuge, die für 36 Milliarden da raus gekommen sind:

    https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/wasserstoffautos-millionen-subventionen-fuer-fragwuerdige-wasserstoff-projekte-der-autobauer/25045780.html

    Und dann beschwere Dich nochmal, dass Du jetzt „gezwungen“ wirst, ein E-Auto zu kaufen. Mann oh Mann...

  3. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: Ach 10.10.19 - 22:52

    cpt.dirk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wäre sehr zu wünschen und höchste Zeit, dass sich Deutschland von der
    > offensichtlich engstirnigen, kurzsichtigen und egozentrischen Denkweise
    > einiger Branchenverbände emanzipiert.
    >
    > Abzuwarten bleibt, ob die überfällige Re-Animation der H2-Industrie auf
    > diese Art und Weise funktioniert, was bezweifelt werden darf:

    Ja, das darf bezweifelt werden, weil "sich Deutschland bereits von der offensichtlich engstirnigen, kurzsichtigen und egozentrischen Denkweise einiger Branchenverbände emanzipiert hat." Wenn sich keine Sau dafür interessiert, ein so unatraktives Produkt, dass es trotz Jahrzehnte langer Förderung nicht mal ein Promille der Autofahrer von sich überzeugen konnte, gegen den Mainstream und nur zum Wohle einiger unverbesserlicher Besserwisser mit finanzieller Rohgewalt durchsetzen zu wollen, dann hat Deutschland aus Fehlern der Vergangenheit dazu gelernt. Wenn das H2 Auto nach 30 Jahren Förderung immer noch nicht selber gelernt hat zu gehen, dann war die Technik eine offensichtlicher Rohrkrepierer Einfall.


    So wie du argumentierst, könnte man das Subjekt auch von H2 nach Holzgasantrieb oder Minireaktor verschieben, vollkommen egal. Ohne jeglichen Bezug zur Entwicklung oder zu den realen Verhältnissen, allein die eigene Überzeugung vergötternd. Stromer haben sich sogar von ganz alleine durchgesetzt, wobei die Förderung praktisch gerade erst begonnen hat. Auf diesen Zug springt die Regierung nun auf, weil diese Technik offensichtlich dankend angenommen wird, den alten Verbrenner PKW vollständiger ersetzt, dabei günstiger zu erwerben und zu betreiben ist, mehr Spaß unter die Leute bringt und obendrein viele Male besser mit den gesetzten Klimazielen Zielen harmonisiert. Ein Nobrainer par excellence.

  4. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: cpt.dirk 12.10.19 - 15:59

    Was soll ich denn Ihrer Meinung nach "spüren" - Ihre Aversion gegen H2?
    Die Voreingenommenheit des Artikels, auf den Sie verweisen?

    > "Auch bei VW wurden Wasserstoff-Fahrzeuge mit Staatsknete gebaut"

    Dieser und andere umgangssprachliche, emotionalisierdene Ausdrücke belegen eher eine versuchte Diffamierung der Technik, ohne wirkliche Argumente; es werden "nicht erreichte Ziele" genannt, ohne konkrete Zitate und Links aufzuführen.

    Es könnte sich z. B. noch um BMWs "Hydogen"-Verbrenner gehandelt haben, wovon hier die Rede ist - s. vage Andeutungen in Bezug auf "Boil-off" bei H2-Tanks (längst kein Thema mehr).

    Und wenn hier ernsthaft ein paar dutzend Mio. Fördergelder "angeprangert" werden (von 36 Mrd. ist in dem Artikel nirgends die Rede):

    Seit den 50ern wurden bis heute dreistellige Milliardenbeträge für Forschung, Bau und Entwicklung von Atomreaktoren vom Staat finanziert - ohne kommende Entsorgungskosten, wohlgemerkt, und ohne an den Einnahmen nennenswert zu profitieren. Wollen Sie vielleicht auch noch ein paar Vergleichswerte in Bezug auf die Förderung fossiler Brennstoffe und Kohlestrom?

    "Do you get the picture"?

  5. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: cpt.dirk 12.10.19 - 16:12

    Immer wieder werden hier nicht haltbare "Argumente" der E-Mobil-Lobby vorgebracht.

    Die E-Akkus haben sich nicht "allein" durchgesetzt sondern einige große Hersteller haben sie zur Agenda erklärt, z. B. VW - immerhin der größte Autohersteller der Welt - und ihren politischen Einfluss mit Wucht in die Waagschale geworfen:

    https://www.manager-magazin.de/fotostrecke/ranking-die-5-weltgroessten-autohersteller-n-absatzzahlen-fotostrecke-168883-6.html

    Nicht alle Hersteller sehen das genauso, s. "Nr. 2" Toyota.

    Schließlich darf man nicht vergessen, dass H2 auch nicht zuletzt deshalb noch so ein Nischendasein führt, weil die fossile Industrie ihren Aufstieg bislang mit aller Macht unterdrücken konnte: dort ist logischerweise niemand an einer dezentralen Alternative zu fossilen Macht- und Finanzkonzentrationen interessiert.

    Und so kann man weiterhin mit "Argumenten" wie der "Ineffizienz" der Wasserstofferzeugung aus fossilen Energieträgern punkten.

    Neue Trends, wie H2-Elektrolyse aus Abwasser zu 1/3 der Energieaufwände, Effizienzssteigerungen durch Einsatz von Eisenoxid, neue Speichertechniken usw. werden konsequent totignoriert.

    Dabei sollte selbst dem abgestumpftesten E-Enthusiasten einleuchten, dass der bei 100%-iger Umsetzung der Energiewende notwendige Speicherbedarf aus Umwelt- und Ressourcengründen niemals durch gigantische Akkus und/oder Pumpspeicherkraftwerke gedeckt sondern nur unter Einsatz von H2 realisiert werden kann.

    Kein H2-Befürworter wird die Daseinsberechtigung der Akkutechnik in Abrede stellen - wohingegen offenbar sehr viele "Akkufans" H2 geradezu verteufeln und ihre Scheuklappen einfach nicht ablegen können.

  6. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: Ach 12.10.19 - 17:24

    > Immer wieder werden hier nicht haltbare "Argumente" der E-Mobil-Lobby vorgebracht.

    Aus dem politischen Bereich kennt man das als "Projecting". Das ist, wenn man so wenig findet, was man dem Gegenüber vorwerfen könnte, dass man dem Gegenüber einfach mal so zum Spass die Eigenen Probleme andichtet in der Hoffnung dass irgendwas davon haften bleibt. Probleme findet man beim H2 Antrieb so dermaßen viele, dass es ja nur gerecht ist, ein paar davon rüber zu reichen.

    > Die E-Akkus haben sich nicht "allein" durchgesetzt sondern einige große Hersteller haben sie
    > zur Agenda erklärt, z. B. VW - immerhin der größte Autohersteller der Welt - und ihren
    > politischen Einfluss mit Wucht in die Waagschale geworfen:

    VW hat schon mal gar nix durchgesetzt, das ist allein Teslas verdienst. VW ist auf den Zug aufgesprungen, und deren großer Einstieg läuft erst gerade an. Und hast du dir das überhaupt mal aus der Perspektive der Autohersteller überlegt? Die sind dazu verpflichtet, mit ihrem Flottendurchschnitt eine gewisse CO2 Obergrenze einzuhalten. Das gelingt mit dem H2 Müll leider nicht, weil H2 nicht die versprochene Effizienz liefert, sondern ganz im Gegenteil, den CO2 Schnitt weiter erhöht! H2 ist also so schrottig, dass den Herstellern umweltseitig keine Wahl bleibt. Nennt man Marktwirtschaft. Marktwirtschaft ist nen interessantes Themas, musst du dich unbedingt mal drüber informieren!

    > Nicht alle Hersteller sehen das genauso, s. "Nr. 2" Toyota.

    Siehst du mal wie krass freundlich die Welt doch zu dir ist. Zumindest ein Land(Japan) und ein Hersteller, die deine Vision teilen. Wirst du in den kommen Jahren Logenplatz-mäßig verfolgen könne, wie die Geschichte Unfall-in-Zeitlupe-mäßig gegen die Wand fährt. Hier leider nicht mehr möglich, weil die Leute nachgedacht haben. Sobald jemand über die Technik nachdenkt, wird sie von ihm ersatzlos gestrichen. Das it aus Sicht des Verschwörungstheoretikers der größte Nachteil und die schwerste Hürde der H2 Technik. Du musst halt nen Kundenkreis aufbauen, bei dem sich jeder verpflichtet niemals den Kopf einzuschalten und immer zu träumen. Keine leichte Aufgabe!

  7. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: pointX 12.10.19 - 23:13

    E-Mover schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich nicht, denn die 36 Milliarden für die H2-Förderung sind ja schon
    > ausgegeben.
    Rein aus Interesse, von welchen 36 Milliarden redest du hier?
    Über welchen Zeitraum?

  8. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: E-Mover 13.10.19 - 09:45

    pointX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > E-Mover schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Natürlich nicht, denn die 36 Milliarden für die H2-Förderung sind ja
    > schon
    > > ausgegeben.
    > Rein aus Interesse, von welchen 36 Milliarden redest du hier?
    > Über welchen Zeitraum?

    Einfach mal die im oben von mir verlinkten Fördersummen der 6 Projekte zusammenzählen, wobei das garantiert nicht der kompletten Fördersumme für alle Wasserstoffprojekte entspricht. Es geht im Artikel ja nur um Förderung für Marktteilnehmer. Für Institutionelle Forschung (Fraunhofer etc.) habe ich mal was von 6-8 Milliarden gelesen, dazu habe ich aber keine Quelle (macht den Kohl ja dann auch nicht mehr fett).

  9. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: E-Mover 13.10.19 - 10:13

    cpt.dirk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was soll ich denn Ihrer Meinung nach "spüren" - Ihre Aversion gegen H2?
    > Die Voreingenommenheit des Artikels, auf den Sie verweisen?
    >

    Der Artikel fasst Fördergelder an Wirtschaftsunternehmen zusammen und zeigt auf, was rausgekommen ist (=nichts). Was ist daran voreingenommen?

    > > "Auch bei VW wurden Wasserstoff-Fahrzeuge mit Staatsknete gebaut"
    >

    Exakt das wurde gemacht. Eine einstellige Zahl an Versuchsfahrzeugen kam heraus.

    > Dieser und andere umgangssprachliche, emotionalisierdene Ausdrücke belegen
    > eher eine versuchte Diffamierung der Technik,

    Die Technik zu diffamieren ist albern, denn die Brennstoffzelle ist eine wirklich tolle Idee! Was zu diffamieren ist wäre eher die gebetsmühlenartige Wiederholung der zweifellos vorhandenen guten Aspekte darin und gleichzeitig die Ignoranz, mal in Summe die praktische Einsetzbarkeit zu hinterfragen. Wasserstofftechnologie dient doch heute den Verbrenner-Fetischisten und BEV-Verteuflern hauptsächlich dazu, noch eine Weile warten zu können, bis der Durchbruch des H2 endlich kommt. Die Milliardeninvestments der letzten 30 Jahre OHNE Durchbruch zeigen aber, dass wir darauf noch lange warten können.
    Übrigens: Ich will Dich gar nicht davon abhalten! Kauf‘ Dir ruhig ein FCEV, wenn Du es Dir leisten kannst!

    > ohne wirkliche Argumente; es
    > werden "nicht erreichte Ziele" genannt, ohne konkrete Zitate und Links
    > aufzuführen.
    >

    Ich dachte, wenn man so etwas fördert (anstatt den Unternehmen wie in den meisten anderen Branchen die Entwicklungskosten zu überlassen?) sollte das Ziel klar sein: Nämlich, dass am Ende diese H2-Autos vom Endverbraucher gekauft werden können!?


    > Es könnte sich z. B. noch um BMWs "Hydogen"-Verbrenner gehandelt haben,
    > wovon hier die Rede ist - s. vage Andeutungen in Bezug auf "Boil-off" bei
    > H2-Tanks (längst kein Thema mehr).
    >

    Der 7er-BMW stammte aus den 90ern, davon ist hier definitiv nicht die Rede.

    > Und wenn hier ernsthaft ein paar dutzend Mio. Fördergelder "angeprangert"
    > werden (von 36 Mrd. ist in dem Artikel nirgends die Rede):
    >

    Man muss nur die 6 Beispiele zusammenaddieren, dann kommen mehr als 36 Milliarden heraus. Ich würde also eher ein paar Dutzend Milliarden sagen anstatt Millionen (ok, Faktor 1.000 ist nich sooo viel).


    > Seit den 50ern wurden bis heute dreistellige Milliardenbeträge für
    > Forschung, Bau und Entwicklung von Atomreaktoren vom Staat finanziert -
    > ohne kommende Entsorgungskosten, wohlgemerkt, und ohne an den Einnahmen
    > nennenswert zu profitieren.

    Ja, das ist ein wahrer Steilpass für mich, den ich gerne erlaufe und bei dem ich komplett zustimme!!! Und deshalb wollen wir jetzt weiter sinnlos Milliarden in H2-Technik pumpen? Den Zusammenhang verstehe ich nicht, sollte doch eher eine Lehre sein!?

    > Wollen Sie vielleicht auch noch ein paar
    > Vergleichswerte in Bezug auf die Förderung fossiler Brennstoffe und
    > Kohlestrom?
    >

    Auch das verstehe ich nicht: Das sind ja genau die Argumente, die meine Position stützen! Viele lästern über 9 Milliarden E-Autoförderung über 4 Jahre und haben keine Ahnung, was wir so in Atom-, Kohle- und Ölindustrie hineinsubventionieren. Wenn wir das Geld der letzten 30 Jahre in Batterieforschung und Ausbau von EE gesteckt hätten, dann wäre die Messe längst gelesen.

    Übrigens: Wasserstofftechnologie massiv zu fördern war aus meiner Sicht ausdrücklich richtig! Zu gut waren die Aussichten, damit wirklich umweltneutral eine neue Quelle für Mobilität und Energieversorgung bzw. Speicherung zu erschließen. Nach 30 Jahren und minimalsten Fortschritten muss man aber irgendwann auch mal die Bremse ziehen. Denn zumindest bei der individuellen Mobilität hat sich das längst als Sackgasse erwiesen.

    > "Do you get the picture"?

    I think so! Not sure about you?

  10. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: E-Mover 13.10.19 - 10:20

    Ach so, zum Thema „E-Monorail“: Die Thematik oben zeigt, dass das nur Polemik sein kann, denn die letzten Jahre waren davon gekennzeichnet, in alles zu investieren und zu subventionieren, nur nicht in BEVs. Und jetzt, wo wenigstens mal homöopathisch begonnen wird schreien alle, dass das eine „Monorail“ ist?

    Mann Mann Mann... Bis alleine die H2-Milliarden eingeholt wären würde es Jahrzehnte dauern. Von (noch andauernder!) Kohle- und Mineralölsubventionierung haben wir da noch gar nicht gesprochen. Das einzig gute ist, dass sich BEVs auch eigenständig durchsetzen werden, weil das Gesamtkonzept einfach technisch und wirtschaftlich (und durch Effizienz und Recyclingfähigkeit auch ökologisch) überlegen ist.

  11. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: Ach 13.10.19 - 12:50

    Die Probleme der Wassermobilität sind ja nicht raketentechnich schwer zu verstehen, aber für manche nicht so einfach zusammenzufassen. Wer das ganz gut hinbekommen hat, ist Horst Lüning. Er kann halt verständlich erklären :


    => Wasserstoff - Energetische Zukunft oder teure Sackgasse - Hilft LOHC?

  12. Verlassen der sachlichen Argumentation

    Autor: cpt.dirk 14.10.19 - 08:39

    Polemik? Check you own attitude, "Mann Mann Mann"!

    > Man muss nur die 6 Beispiele zusammenaddieren, dann kommen mehr als 36 Milliarden heraus. Ich würde also eher ein paar Dutzend Milliarden sagen anstatt Millionen (ok, Faktor 1.000 ist nich sooo viel).

    Irgendwer fühlt sich hier offensichlich persönlich in seinen Pfründen bedroht - wenn aus
    36.950.000¤ (die im Artikel tatsächlich aufgeführten, knapp 40 MILLIONEN, aufgerundet!), mal eben "36 Milliarden" werden... das ist ECHT peinlich.

    Dein ganzer zerpflückter Beitrag, mit meinen aus dem Zusammenhang gerissenen Kommentarfetzen, ergibt hinten und vorne keinen Sinn; anstatt den Kontext und das Gesamtbild zu berücksichtigen, wirkt es lediglich so, als versuchtest du, durch bewusste Umdeutungen meiner Textfragmente um jeden Preis Recht zu bekommen und "Argumente" aufzustellen, die anders sofort in sich zusammenfielen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.19 08:40 durch cpt.dirk.

  13. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: cpt.dirk 14.10.19 - 08:41

    https://forum.golem.de/read.php?129921,5498956,5500715#msg-body

  14. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: cpt.dirk 14.10.19 - 08:43

    Ich empfehle, in Zukunft etwas mehr Zeit und Liebe ins Lesen (und beantworten) von Artikeln und Beiträgen zu investieren, sonst kommt am Ende nichts Gescheites heraus:

    https://forum.golem.de/read.php?129921,5498956,5500715#msg-body

  15. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: cpt.dirk 14.10.19 - 09:02

    EDIT:

    > Probleme findet man beim H2 Antrieb so dermaßen viele, dass es ja nur gerecht ist, ein paar davon rüber zu reichen.

    Wenn das in einer argumentativ einwandfreien und nachvollziehbaren Art und Weise geschieht, ja.
    Die von E-Mover funktioniert jedenfalls nicht.

    > VW hat schon mal gar nix durchgesetzt, das ist allein Teslas verdienst. VW ist auf den Zug aufgesprungen, und deren großer Einstieg läuft erst gerade an[...]

    Tesla war Vorreiter, soweit richtig, hat aber in unseren Breitengraden kein wirkliches politisches Gewicht, ganz anders VW, bei dem das Land Niedersachsen Großaktionär ist, und von dem hunderttausende, wenn nicht millionen von Arbeitsplätzen in Dtld. u. Europa abhängen.
    Davon rede ich.

    Und FYI, über H2 habe ich mich sehr wohl informiert. "Dermaßen schrottig" ist kein Argument, auch nicht in Bezug auf H2, denn auch die E-KFZ sind derzeit noch alles andere als im "Grünen Bereich" in Bezug auf ihre Gesamt-CO2-Bilanz, rechnet man (Akku-)Herstellung und Kohlestrom mit ein.

    Wie ich immer wieder sage: betrachtet endlich das Gesamtbild!

    Die Energiewende ist ohne massiven Ausbau von Speichertechniken nicht zu stemmen und da bietet sich zuallererst, mangels skalierbarer und umweltfreundlicher Alternativen, H2 an.

    Und ich finde es schon sehr ermüdend, wenn Fans einer Technik, die noch vor 10 Jahren nicht im Traum für eine "Verkehrswende" reif war, jetzt komplett die neuen Entwicklungen bei H2 krampfhaft ignorieren, z. B. 1/3 Energieaufwand bei Elektrolyse aus Abwasser, oder Spaltung mithilfe von Eisenoxid.

    > Siehst du mal wie krass freundlich die Welt doch zu dir ist. Zumindest ein Land(Japan) und ein Hersteller, die deine Vision teilen. Wirst du in den kommen Jahren Logenplatz-mäßig verfolgen könne, wie die Geschichte Unfall-in-Zeitlupe-mäßig gegen die Wand fährt.

    Hier im Forum wohl eher nicht, weil der Umgangston der Akkufanatiker kein sehr schöner ist - argumentieren ist deren Sache eher weniger. Und ja, es bleibt spannend, da z. B. Audi, Mercedes oder Hyundai auch noch was zum Thema beizutragen haben.

    Wir sind bei BSZ-H2-KFZ jetzt da, wo die E-KFZ vor 10 Jahren waren.

    https://forum.golem.de/read.php?129921,5498956,5500715#msg-body

  16. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: cpt.dirk 14.10.19 - 09:59

    Horst Lüning, ernsthaft? Ja, dieses Video kenne ich auch.

    Er redet gleich zu Anfang in seinem "UnterBlog" von seinen "Geheimnissen von Gesellschaft und Wirtschaft, die von der Politik und den Medien gerne verschwiegen werden".
    Ein Erklärbär der Extraklasse.

    Lüning ist außerdem ein enthusiastischer Tesla-Fahrer und wohl auf einer Linie mit Elon Musks H2-Aversionen - natürlich wird er da über H2 auch wenig Gutes zu berichten haben.

    Auch Horst Lüning will H2 als "Einzelphänomen" behandeln und darstellen, nicht als wichtigen Baustein einer gesamtheitlichen Energiewende.

    Folgerichtig reitet er das Pferd "Wirkungsgrad" zu tode, was schon mit Neuerungen wie H2-Elektronlyse aus Abwasser ganz anders aussehen würde, und hat als Unternehmer sicherlich kaum ein Augenmerk auf das Problem der dringend notwendigen *Wirtschaftswende* gelegt, hin zu einer Kreislaufwirtschaft.

    Nein, das ist nicht OT, wir haben nämlich nicht nur ein CO2-Problem sondern auch ein Extraktionsproblem.

    Das ist natürlich noch bei den wenigsten Akku-Enthusiasten angekommen, die gerne ein Ei nach dem anderen legen möchten, bzw. ihren Focus "E-KFZ" argumentativ in Szene setzen wollen. Ressourcenverbräuche stören da nur.

    In einer Kreislaufwirtschaft wird maximale Effizienz, i. S. höchster Wirkungsgrade, aber nicht mehr das primäre Ziel darstellen sondern die energetische und extraktive Gesamtbilanz wirtschaftlicher Prozesse, auch die CO2-Bilanz.

    Zu klären wäre also zuerst einmal: welche Technik verspricht hier die besseren Ergebnisse?
    Die ganzen "Blocker", die in dem Video in Szene gesetzt werden, fehlende Infrastruktur, Wandlungsverluste usw. relativieren sich in einem solchen Szenario.

    Und sie relativieren sich auch bei ganzheitlichem Vergleich mit der heutigen Akkutechnik, wo ebenfalls noch massiv CO2 erzeugt, Wandlungs-, Übertragungs und Ladeverluste auftreten sowie Effekte wie Alterungsprozesse u. a. ggf. die Gesamtbilanz zusätzlich trüben.

    Zu den H2-Kosten: die sind derzeit künstlich teuer gehalten und würden sicherlich auch fallen, wenn die Preise freigegeben und die Infrastruktur erst entsprechend ausgebaut wäre - mit den neueren Techniken.
    Und dann wäre da auch noch der Ladestrom bei E-KFZ, der derzeit offensichtlich nur eine Richtung kennt: nach oben - durch Oligopole bei der Ladeinfrastruktur.

    Die "nicht zu erwarteten Quantensprünge" bei Wirkungsgraden (bei H2) sind auch sehr wohl bereits in Sicht, wie ich bereits schrieb.

    Zum Abschluss Lünings triviale Erkenntnis, die er offenbar als schlagendes Argument betrachtet - "H2 ist eine Konzerntechnologie". Welche Technik wäre seiner Ansicht nach keine "Konzerntechnologie" - elektrischer Strom an sich? Der einfach so aus der Steckdose kommt?

    Oder: inwiefern wären denn Solarzellen und WKRs nicht von Industriekonzernen hergestellt?
    Wer kann sie zu Hause in seiner Garage selbst bauen, um "nicht mehr von den Konzernen abhängig" zu sein?

    Ein ziemlich müdes "Argument" also.

    Interessant ist übrigens auch, wie in Frankreich H2 in Fahrrädern so verbreitet ist, und weniger Akku-Pedelecs.

    EDIT:
    Im Übrigen weiß niemand, woher die Leistung kommen soll, wenn eine signifikante Erweiterung der Fahrzeugflotten auf E-Akkus stattgefunden hat, d. h.: das Infrastrukturproblem existiert bei den E-Autos ganz genauso.

    Ich empfehle übrigens dieses Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=TswNLBnAPjU



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.19 10:10 durch cpt.dirk.

  17. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: tco 15.10.19 - 08:49

    Ups, da argumentieren offensichtlich zwei Chefideologen gegeneinander: Lesch gegen Lüning scheint mir da genau die richtige Videoauswahl zu sein, aus beiden Lagern die extremen Antipoden!

    @cpt.dirk: Bei Prof. Lesch, der ja im „öffentlich rechtlichen“ Ansehen steht, hätte man sich schon gewünscht, dass diese Vergleichsrechnungen wenigstens irgendwo in einen Bereich hineinragen, der realistisch erwartbar ist. Deshalb ist das Video auch - völlig unabhängig davon, ob H2 ein zusätzlicher Baustein im Individualverkehr wird oder nicht - aus meiner Sicht einfach nur peinlich. Oder verwechsle ich das jetzt mit einem anderen Lesch-Video?

  18. Re: Verlassen der E-Monorail

    Autor: cpt.dirk 16.10.19 - 08:44

    Inwiefern "realistisch erwartbare Bereiche", welches andere Video denn?

    Lesch ist meiner Ansicht nach in seiner Argumentation wesentlich sachlicher und weniger selbstgefällig, unabhängig davon, ob er fachlich qualifizierter ist, um solche Einschätzungen machen zu können.

    Und solche sind es natürlich, da es bislang ja noch keinen real beschrittenen Weg zur H2-Wirtschaft gibt - es ist "Neuland", weswegen auch so viele hier Denkbarrieren haben. Diese sollten einmal 10-15 Jahre zurückdenken, wo da E-Autos entwicklungsmäßig waren.

    Und sie sollten versuchen zu begreifen, dass es primär an der (schwarzroten) politisch motivierten Blockadepolitik der letzten Jahrzehnte lag, dass H2 heute nicht den Stellenwert in der Gesellschaft hat, der ihm zusteht, sowie der massiven Lobbytätigkeit einiger wirtschaftlichen Schwergewichte hier in Dtld.

    Auch finde ich Leschs inkludierenden Ansatz wesentlich sympathischer, der sowohl H2- als auch Akkutechnologie als Baustein der Energiewende - wobei es eigentlich heißen müsste: Wirtschaftswende, denn im expansiven, extraktivistischen und die Lebensgrundlagen zerstördenen Wirtschaftsmodell liegt das eigentliche Problem - in Betracht zieht, als die Scheuklappenmentalität vieler Akku-Dogmatiker.

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