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Sozioökonomische Auswirkungen

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  1. Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: rocnathan 05.04.17 - 09:37

    Nicht, dass das ein neuer Gedanke wäre, aber: Wenn eine ganze Branche, deren Arbeitskräfte primär aus Personen ohne spezialisierte Ausbildung und mit einem großen Anteil von aus anderen Ländern zugezogenen Personen besteht, automatisiert wird, wird das nicht ohne Auswirkungen auf a) den Arbeitsmarkt und b) die entsprechenden sozialen Dienste zur Abdeckung von Arbeitslosigkeit bleiben. Die Leute werden nicht alle plötzlich zu Assistenten für die Aktenablage in einer Immofirma umgeschult werden können (und wollen). Die Auswirkungen, sozioökonomisch wie auch medial, sind wohl hoffentlich jedem klar. Von Steuerflucht etc. red ich jetzt mal gar nicht.

    Es sollte daher im Interesse aller sein, dass das, auch wenn unvermeidlich, auf eine Weise geregelt wird, die den Betroffenen Zeit gibt, um sich an die veränderte Situation anzupassen. Ev. wären Geschäftsmodelle mit einer automatisierten (Basis-) und einer persönlich betreuten (Premium-) Lösung denkbar.

  2. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: AndyMt 05.04.17 - 09:46

    rocnathan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht, dass das ein neuer Gedanke wäre, aber: Wenn eine ganze Branche,
    > deren Arbeitskräfte primär aus Personen ohne spezialisierte Ausbildung und
    > mit einem großen Anteil von aus anderen Ländern zugezogenen Personen
    > besteht, automatisiert wird, wird das nicht ohne Auswirkungen auf a) den
    > Arbeitsmarkt und b) die entsprechenden sozialen Dienste zur Abdeckung von
    > Arbeitslosigkeit bleiben. Die Leute werden nicht alle plötzlich zu
    > Assistenten für die Aktenablage in einer Immofirma umgeschult werden können
    > (und wollen). Die Auswirkungen, sozioökonomisch wie auch medial, sind wohl
    > hoffentlich jedem klar. Von Steuerflucht etc. red ich jetzt mal gar nicht.
    >
    > Es sollte daher im Interesse aller sein, dass das, auch wenn unvermeidlich,
    > auf eine Weise geregelt wird, die den Betroffenen Zeit gibt, um sich an die
    > veränderte Situation anzupassen. Ev. wären Geschäftsmodelle mit einer
    > automatisierten (Basis-) und einer persönlich betreuten (Premium-) Lösung
    > denkbar.
    Ich denke diese "Premium" Dienste wird es auf jeden Fall geben. Es gibt ja auch heute noch Limousinen-Dienste die deutlich teurer als eine herkömmliches Taxi sind. Es gibt bestimmt auch die Fälle wo man einen Fahrer buchen möchte weil man jemanden benötigt der beim Gepäck hilft etc. Oder weil man jemanden zum vollquatschen braucht... Es wird halt nur mehr kosten als bisher.
    Allerdings werden diese Fahrer eine höhere Qualifikation benötigen und sagen wir... bessere "social skills" als so mancher Taxifahrer heute.

  3. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: pythoneer 05.04.17 - 09:52

    Aktueller denn je: Humans Need Not Apply

    Man sollte sich Gesellschaftlich mal so langsam mit dem Fakt auseinandersetzen, dass es schon jetzt nicht genug Arbeit gibt um jeden so viel Arbeiten zu lassen wie er möchte. Ich bitte jeden dazu einfach mal selber zu recherchieren. Fast 25% all derjenigen die Arbeiten können finden nicht genug Arbeit, sei es durch Unterbeschäftigung oder im schlimmsten Fall völlige Arbeitslosigkeit. Die Produktivitätssteigerung hat seit jeher dazu geführt, dass wir für das Erstellen des Bruttoinlandsprodukt schon immer (seit 1960) ca 60 mrd. Stunden arbeiten mussten egal wie viele wir waren. Es macht auch keinen Sinn mehr zu Arbeiten für Dinge die gar nicht nachgefragt werden. Wenn das Bruttoinlandsprodukt erstellt ist – und damit die Nachfrage gedeckt – macht ein weiter Arbeiten keinen Sinn weil einem die Mehrarbeit niemand "abkauft". Ein Bäcker hört auch auf Brötchen zu backen wenn für heute alle satt sind. Und so wie es aussieht steigt die Effizienz mehr als auch nur annähernd neue Jobs entstehen (seit Jahrzehnten). Ein Einkommen kann gerechter Weise in naher Zukunft nicht mehr nur aus Lohnarbeit erzeugt werden.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsvolumen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Volkswirtschaftliche_Gesamtrechnung
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbspersonenpotential



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.04.17 09:59 durch pythoneer.

  4. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: pythoneer 05.04.17 - 09:55

    AndyMt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke diese "Premium" Dienste wird es auf jeden Fall geben. Es gibt ja
    > auch heute noch Limousinen-Dienste die deutlich teurer als eine
    > herkömmliches Taxi sind. Es gibt bestimmt auch die Fälle wo man einen
    > Fahrer buchen möchte weil man jemanden benötigt der beim Gepäck hilft etc.
    > Oder weil man jemanden zum vollquatschen braucht... Es wird halt nur mehr
    > kosten als bisher.
    > Allerdings werden diese Fahrer eine höhere Qualifikation benötigen und
    > sagen wir... bessere "social skills" als so mancher Taxifahrer heute.

    So etwas ist völlig irrelevant. Das ist genauso irrelevant als würde man sich Heute eine Kutsche mieten – und doch sind Pferde keine treibende Kraft mehr was Mobilität betrifft. Den abertausenden Taxifahrern (Busse, Tram, U-und S-Bahn, Speditionsfahrer ...ect. werden bald folgen) hilft das relativ wenig wenn es in einer Stadt wie Berlin noch 100 Stellen als Premium-Fahr-Service-Piloten gibt. So etwas ist völlig zu vernachlässigen bei der Problemweite.

  5. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: AndyMt 05.04.17 - 10:18

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AndyMt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich denke diese "Premium" Dienste wird es auf jeden Fall geben. Es gibt
    > ja
    > > auch heute noch Limousinen-Dienste die deutlich teurer als eine
    > > herkömmliches Taxi sind. Es gibt bestimmt auch die Fälle wo man einen
    > > Fahrer buchen möchte weil man jemanden benötigt der beim Gepäck hilft
    > etc.
    > > Oder weil man jemanden zum vollquatschen braucht... Es wird halt nur
    > mehr
    > > kosten als bisher.
    > > Allerdings werden diese Fahrer eine höhere Qualifikation benötigen und
    > > sagen wir... bessere "social skills" als so mancher Taxifahrer heute.
    >
    > So etwas ist völlig irrelevant. Das ist genauso irrelevant als würde man
    > sich Heute eine Kutsche mieten – und doch sind Pferde keine treibende
    > Kraft mehr was Mobilität betrifft. Den abertausenden Taxifahrern (Busse,
    > Tram, U-und S-Bahn, Speditionsfahrer ...ect. werden bald folgen) hilft das
    > relativ wenig wenn es in einer Stadt wie Berlin noch 100 Stellen als
    > Premium-Fahr-Service-Piloten gibt. So etwas ist völlig zu vernachlässigen
    > bei der Problemweite.
    Das wird definitiv ein Problem werden, keine Frage. Es künstlich zu verzögern ist aber auch nicht die Lösung. Das ist wie die jahrzehntelange Subvention der Kohle- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet. Das hat weit mehr gekostet als die betroffenen Arbeitnehmer gleich um zu schulen oder in Führente zu schicken. In jenem Fall spielten natürlich noch strategische und politische Überlegungen eine Rolle...
    Im Fall der Transportindustrie aber denke ich wird so etwas nicht in dem Umfang passieren. Jedoch werden sehr viele Branchen in den nächsten 10-20 Jahren eine gewaltige Veränderung erfahren und man müsste jetzt damit anfangen dafür Lösungen vor zu bereiten. Leider weiss ich auch keine dafür, geb ich zu.

  6. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: AndyMt 05.04.17 - 10:24

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aktueller denn je: Humans Need Not Apply
    >
    > ... Ein Einkommen kann gerechter Weise in naher Zukunft nicht
    > mehr nur aus Lohnarbeit erzeugt werden.

    Das seh ich auch so. Nur woraus dann? Aus dem "Nichts" macht ja auch keinen Sinn. Und was wäre dann "gerecht"? Ein bedingungsloses Grundeinkommen scheint eine gute Idee - ich weiss nur nicht wie man den Übergang dazu schaffen kann, wenn das nicht weltweit gleichzeitig eingeführt wird.

  7. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: |=H 05.04.17 - 10:26

    Genauso wie man eine Robotersteuer einführen könnte, könnte man eine Steuer auf die autonomen Fahrten legen. Aber besser eine zweckgebundene Gebühr und keine Steuer. Damit könnten dann Qualifikationsmaßnahmen bzw. Arbeitslosengeld finanziert werden.

  8. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: quineloe 05.04.17 - 10:30

    Bei vielen Taxifahrern wäre ich froh, wenn die nur noch mit Hartz IV auf der Couch sitzen.

    Werden im Rüpelverhalten nur von jungen Audifahrern übertroffen.

  9. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: |=H 05.04.17 - 10:31

    Wir haben fast schon das BGE, nennt sich Hartz IV.
    Man müsste nur die ganze Drohkulisse dahiner abbauen, dass einem das Minimum zum Überleben gestrichen wird. Gleichzeitig müsste man etwas mehr dazu verdienen dürfen.

  10. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: AndyMt 05.04.17 - 10:34

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genauso wie man eine Robotersteuer einführen könnte, könnte man eine Steuer
    > auf die autonomen Fahrten legen. Aber besser eine zweckgebundene Gebühr und
    > keine Steuer. Damit könnten dann Qualifikationsmaßnahmen bzw.
    > Arbeitslosengeld finanziert werden.
    Robotersteuer: gut - dann stellt man die Roboter eben in Polen oder gar China auf. Beim autonomen Fahren könnte das evtl. klappen. Aber wo ist da die Grenze? Wenn ich mir dann bei Sixt ein Auto miete das auch autonom fahren könnte - wäre das dann auch ein Taxi? Wenn ich mir privat ein autonomes Auto leisten möchte - müsste ich dann auch die Steuer bezahlen? Als Vertreter oder Aussendienstmitarbeiter?

  11. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: AndyMt 05.04.17 - 10:37

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir haben fast schon das BGE, nennt sich Hartz IV.
    > Man müsste nur die ganze Drohkulisse dahiner abbauen, dass einem das
    > Minimum zum Überleben gestrichen wird. Gleichzeitig müsste man etwas mehr
    > dazu verdienen dürfen.
    Da ist was dran. Man könnte sich auch den ganzen Beamtenapparat dahinter sparen... ups... noch mehr Bezüger...
    Also BGE + so viel wie man halt zusätzlich arbeiten möchte und dafür bekommt. Für dieses zusätzliche Einkommen bezahlt man Steuern, für das BGE nicht (wäre ja sinnloser Verwaltungsaufwand). Aber geht das wirklich auf?

  12. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: Palerider 05.04.17 - 10:58

    Selbstverständlich ist das keine neuer Gedanke - Automatisierung begleitet uns ja schon seit Jahrzenten. Ich habe gerade mal geschaut um wieviel Menschen es sich hier eigentlich handeln könnte - erstaunlicherweise habe ich jede Menge Statistiken zum Taxigewerbe gefunden aber keine Anzahl momentan beschäftigter Fahrer...
    Zugelassenen Taxis gibt es ~56.000. Die Karren fahren vermutlich nicht 24/7 aber immerhin auch am Wochenende also nehmen wir mal bummelig 2 hauptberufliche Fahrer/Wagen. Dann sprechen wir von ca. 110.000 Arbeitsplätzen, die im Laufe einiger Jahre wegfallen - nicht alle, einige werden den Fahrer als Unterstützung brauchen, unsere Gesellschaft wird ja auch immer älter. Womit wir bei einem Punkt wären, wo in naher Zukunft der Bedarf an 'Nichtakademikern' (gering qualifiziert sind sie sicher nicht bzw. sollten es nicht sein...) rasant ansteigen wird.

    Will sagen: das wird zu verkraften sein.

  13. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: FattyPatty 05.04.17 - 10:58

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir haben fast schon das BGE, nennt sich Hartz IV.
    > Man müsste nur die ganze Drohkulisse dahiner abbauen, dass einem das
    > Minimum zum Überleben gestrichen wird. Gleichzeitig müsste man etwas mehr
    > dazu verdienen dürfen.


    Und an Hartz 4 sieht man, dass das BGE nicht funktioniert.

    In meiner Stadtzeitung stand unlängst ein Artikel über die Wohnungsmisere. Hartz4 Empfänger kriegen im Prinzip keine Wohnung mehr, weil alle die Wohnungsnot ausnutzen und Kaltmieten deutlich über dem alg Satz anbieten.

    Hartz ist de facto ein Preistreiber. Alle nehmen das als unterste Preisschwelle.

    Würde also ein bge kommen, dann dauert es keinen Monat und alle Preise in Deutschland klettern rapide, so dass man de facto mit bge direkt pleite wäre und vermutlich nicht mal die basics finanzieren kann.

    Man müsste schon staatlich regulierte Preise in allen Bereichen haben, damit ein bge real Effekte auf Seiten der Empfänger erzielen kann.

    Oder eben analog zu Gehältern verschiedene bge Summen auszahlen, damit Wettbewerb herrscht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.04.17 10:59 durch FattyPatty.

  14. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: AndyMt 05.04.17 - 11:00

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbstverständlich ist das keine neuer Gedanke - Automatisierung begleitet
    > uns ja schon seit Jahrzenten. Ich habe gerade mal geschaut um wieviel
    > Menschen es sich hier eigentlich handeln könnte - erstaunlicherweise habe
    > ich jede Menge Statistiken zum Taxigewerbe gefunden aber keine Anzahl
    > momentan beschäftigter Fahrer...
    > Zugelassenen Taxis gibt es ~56.000. Die Karren fahren vermutlich nicht 24/7
    > aber immerhin auch am Wochenende also nehmen wir mal bummelig 2
    > hauptberufliche Fahrer/Wagen. Dann sprechen wir von ca. 110.000
    > Arbeitsplätzen, die im Laufe einiger Jahre wegfallen - nicht alle, einige
    > werden den Fahrer als Unterstützung brauchen, unsere Gesellschaft wird ja
    > auch immer älter. Womit wir bei einem Punkt wären, wo in naher Zukunft der
    > Bedarf an 'Nichtakademikern' (gering qualifiziert sind sie sicher nicht
    > bzw. sollten es nicht sein...) rasant ansteigen wird.
    >
    > Will sagen: das wird zu verkraften sein.
    Wie sieht's da eigentlich mit Brummi-Fahrern aus? Das sind glaube ich ca. 500'000 "Berufskraftfahrer". Schliesst das Taxifahrer mit ein?

  15. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: |=H 05.04.17 - 11:01

    Klar kann man die Roboter auch in China aufstellen, genauso wie man jegliche Fabrik dort aufstellen könnte. Wird ja auch gemacht, sofern die Arbeitskräfte relativ unqualifiziert sein können. Somit ist hier sowieso schon kaum noch produzierendes Gewerbe. Die recht wenigen Arbeiter in einer Roboterfabrik müssten dann aber eher doch höher qualifiziert sein. Ich weiß daher nicht ob sich das dann unbedingt lohnt und das Problem der weniger werdenden Arbeit ist ein globales Problem. Ich könnte mir daher gut vorstellen, dass andere Staaten dann nachziehen würden. Es kann sowieso nicht alles automatisiert werden und über die Höher des Gebühr wurde auch noch nicht geredet. Da muss natürlich mit Augenmaß gehandelt werden.

    Dein Privatfahrzeug "vernichtet" ja keinen Arbeitsplatz, genauso der Mietwagen nicht.

  16. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: AndyMt 05.04.17 - 11:05

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar kann man die Roboter auch in China aufstellen, genauso wie man
    > jegliche Fabrik dort aufstellen könnte. Wird ja auch gemacht, sofern die
    > Arbeitskräfte relativ unqualifiziert sein können. Somit ist hier sowieso
    > schon kaum noch produzierendes Gewerbe. Die recht wenigen Arbeiter in einer
    > Roboterfabrik müssten dann aber eher doch höher qualifiziert sein. Ich weiß
    > daher nicht ob sich das dann unbedingt lohnt und das Problem der weniger
    > werdenden Arbeit ist ein globales Problem. Ich könnte mir daher gut
    > vorstellen, dass andere Staaten dann nachziehen würden. Es kann sowieso
    > nicht alles automatisiert werden und über die Höher des Gebühr wurde auch
    > noch nicht geredet. Da muss natürlich mit Augenmaß gehandelt werden.
    >
    > Dein Privatfahrzeug "vernichtet" ja keinen Arbeitsplatz, genauso der
    > Mietwagen nicht.
    Der Mietwagen evtl. schon, nämlich dann wenn er autonom bis vor mein Haus fährt und mich autonom Ziel bringt und dann wieder in ein Depot fährt oder den nächsten Kunden bedient. Ich bezahl dann nach km und/oder Zeit etc. Womit es im Prinzip ein Taxi wäre...

  17. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: |=H 05.04.17 - 11:10

    Deswegen kein "richtiges" BGE, sondern weiterhin Hartz IV nur ohne das Schwert des Damokles. Witzig finde ich auch dann BGE Versuche mit ein paar Personen. Klar funktioniert das dort, da die Wirtschaft sich nicht durch 10 Hansel verändert.

    Ich habe letztens mal nach Wohnungen geschaut, viele die interessant und relativ günstig waren gab es nur mit WBS. Es geht also auch in die andere Richtung. Genauso habe ich schon öfter gehört, dass Vermieter relativ gerne Hartzer haben, da dort das Geld vom Amt und somit immer und pünktlich kommt.
    Ggf. müsste man dann den sozialen Wohnungsbau noch weiter voran treiben.

    Außerdem sollte der Hatz IV Satz (also der Mietzuschuss davon) sich doch den Gegebenheiten vor Ort anpassen?

    Hartz IV Leistungen sehen neben dem Regelsatz auch einen Anspruch auf Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizkosten (KdU) nach § 22 SGB II vor. Hierfür muss beim Arbeitslosengeld II Antrag zusätzlich die „Anlage KdU“ ausgefüllt werden. Diese Kosten werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen und richten sich nach den örtlichen Richtlinien der Städte und Gemeinden (es gibt keine bundeseinheitliche Regelung!).
    Vor Bewilligung wird eine Überprüfung der Angemessenheit dieser Wohnkosten vorgenommen nach Maßgabe der individuellen Verhältnisse, der Wohnfläche und des ortsüblichen Mietspiegels.
    http://www.hartziv.org/unterkunft-und-heizung.html

    Wenn zudem noch viel mehr Leute in Hartz IV rutschen werden Vermieter auch die Preise nicht mehr weiter erhöhen können, weil die sonst niemand mehr zahlen kann. Schließlich ist auch die arbeitende Bevölkerung nicht automatisch reich oder zahlt Mondpreise.

  18. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: |=H 05.04.17 - 11:17

    Da müsste man definieren ab wann es ein Mietwagen und wann es ein Taxi ist.
    Der Unterschied ist wohl die Mietdauer bzw. die zurückgelegten Km. Da müsste der Gesetzgeber entsprechende, sinnvolle Grenzen finden.
    Einen Mietwagen habe ich bisher immer selber abgeholt und wieder abgegeben. Meist auch an einem Flughafen.
    Aber wie immer ist das Thema gar nicht so einfach wie man erst denkt. ;)

  19. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: quineloe 05.04.17 - 11:52

    FattyPatty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > |=H schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wir haben fast schon das BGE, nennt sich Hartz IV.
    > > Man müsste nur die ganze Drohkulisse dahiner abbauen, dass einem das
    > > Minimum zum Überleben gestrichen wird. Gleichzeitig müsste man etwas
    > mehr
    > > dazu verdienen dürfen.
    >
    > Und an Hartz 4 sieht man, dass das BGE nicht funktioniert.
    >
    > In meiner Stadtzeitung stand unlängst ein Artikel über die Wohnungsmisere.
    > Hartz4 Empfänger kriegen im Prinzip keine Wohnung mehr, weil alle die
    > Wohnungsnot ausnutzen und Kaltmieten deutlich über dem alg Satz anbieten.
    >
    > Hartz ist de facto ein Preistreiber.

    So ein Quatsch. der Preistreiber ist der komplett privatisierte Wohnungsmarkt, Stigmatisierung von "Amt zahlt Miete" und grundgesetzwidriger Leerstand, gegen den die Kommunen mangels Willen nicht vorgehen.

  20. Re: Sozioökonomische Auswirkungen

    Autor: burzum 05.04.17 - 12:02

    rocnathan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht, dass das ein neuer Gedanke wäre, aber: Wenn eine ganze Branche,
    > deren Arbeitskräfte primär aus Personen ohne spezialisierte Ausbildung und
    > mit einem großen Anteil von aus anderen Ländern zugezogenen Personen
    > besteht, automatisiert wird, wird das nicht ohne Auswirkungen auf a) den
    > Arbeitsmarkt und b) die entsprechenden sozialen Dienste zur Abdeckung von
    > Arbeitslosigkeit bleiben. Die Leute werden nicht alle plötzlich zu
    > Assistenten für die Aktenablage in einer Immofirma umgeschult werden können
    > (und wollen). Die Auswirkungen, sozioökonomisch wie auch medial, sind wohl
    > hoffentlich jedem klar. Von Steuerflucht etc. red ich jetzt mal gar nicht.

    Als das Auto aufkam ging die Welt auch nicht in Flammen auf weil Stellmacher und Kutscher plötzlich weniger gefragt waren...

    Wer halt nix kann, kann nix und fällt hinten runter. Wer halbwegs flexibel ist wird sich umorientieren. Entgegen dem Bullshit von Verdi zahlt Amazon z.B. für Arbeiten die jeder, der nicht vollkommen gaga ist, verrichten kann gutes Geld. Es gibt Lehrberufe dort bekommen die Leute wenige.

    Und was Steuerflucht damit zu tun hat mußt du mir erst mal erklären.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

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