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Regulatorischer Unfug

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  1. Regulatorischer Unfug

    Autor: /mecki78 08.10.19 - 11:27

    Wenn Autos von Anfang an lautlos gewesen wären, wäre bis heute niemand auf die Idee gekommen denen künstlich ein Geräusch beim Fahren zu verpassen. Das Autos ein Geräusch beim Fahren gemacht haben war nie "gewollt", sondern eine leider technisch unvermeidbare Notwendigkeit. Und jetzt, wo die technische Notwendigkeit endlich weg fällt, wollen wir sie künstlich per Gesetz weiterhin erzwingen, nur weil sich ein paar Generationen der Menschheit an etwas gewöhnt haben und jetzt zu dämlich sind sich umzugewöhnen? Was für ein geistiger Dünnschiss! Wenn irgendwer noch einen Beweis gebraucht hat, dass die Menschheit an ihrer eigenen Dummheit zu Grunde gehen wird, das hier ist geradezu exemplarisch dafür.

    /Mecki

  2. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: Stereoide 08.10.19 - 11:48

    Ja und nein. Deinen polemischen Ton ignoriere ich einfach mal.

    Grundsätzlich kann ich dein Argument "wenn es nicht von Anfang an dagewesen wäre, würde es heute niemand vermissen" nachvollziehen - ABER..

    Ich als Elternteil eines Kindes habe einen Tunnelblick.
    Hier stehen an manchen Straßen die parkenden Autos mehrere 100m Stoßstange an Stoßstange und man hat schon als Erwachsener kaum eine Chance, zu erkennen ob man gefahrlos die Straße überqueren kann oder ob nicht vielleicht ein Auto angeschossen kommt. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es für ein Kind sein muß, das zum Einen nicht die Höhe hat, über die geparkten Autos blicken zu können und zum Anderen noch nicht die Erfahrung und Weitsicht hat, vorsichtig zwischen zwei Autos durchzuluschern.

    Man kann noch so vorsichtig sein und aufpassen und das Kind noch so oft ermahnen, nicht allein über die Straße zu rennen - es wird immer Situationen geben, wo man nicht die 100% Kontrolle über alle gegebenen Faktoren hat. ICH weiß, daß man nicht einfach dem abgeprallten Ball auf die Straße hinterherrennt. DU weißt vielleicht auch, daß man auch mitten in ein Gespräch vertieft nach links und rechts gucken sollte, bevor man vom Bordstein auf die Straße wechselt. Aber Kinder sind einfach noch nicht so weit. Oder alte Menschen vielleicht nicht mehr.
    Von daher bin ich dankbar, daß es ein weiteres "Alarmsignal" gibt, das die schwächeren Verkehrsteilnehmer auf ein herannahendes Objekt hinweist.

    Aber hey, vielleicht wolltest Du auch einfach nur nörgeln..

    --
    Auf bald, Stereoide

  3. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: SJ 08.10.19 - 11:50

    Stereoide schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier stehen an manchen Straßen die parkenden Autos mehrere 100m Stoßstange
    > an Stoßstange

    Wenn die Stossstange an Stossstange stehen, kommt man ja nicht dazwischen durch. Also kein Problem.

    > man hat schon als Erwachsener kaum eine Chance, zu
    > erkennen ob man gefahrlos die Straße überqueren kann oder ob nicht
    > vielleicht ein Auto angeschossen kommt.

    Augen öffnen. Blick nach links, Blick nach rechts, Blick nach links und dann gehen.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  4. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: E-Mover 08.10.19 - 13:49

    Stereoide schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Aber hey, vielleicht wolltest Du auch einfach nur nörgeln..

    Jep, aber vielleicht hat er auch einfach nur Recht und Du wolltest an ihm rumnörgeln???

    Nur mal aus meiner Erfahrung: Wenn Du mit dem E-Auto zum ersten mal durch die Spielstraße oder über den Supermarktparkplatz rollst, dann stellst Du schnell fest, dass z. B. ältere Menschen oder auch Kinder Dich weniger gut wahrnehmen. Was machst Du also? Du fährst dort automatisch extrem vorsichtig. Und nein, die 3 Sekunden warten hier und da schränken mich nicht in meiner Persönlichkeitsentfaltung ein.
    Vorsichtig fahrende Autos sind für die Sicherheit viel besser als die Hälfte der Fußgänger durch Geräusche zu warnen. Die andere Hälfte hat ohnehin Kopfhörer auf.

  5. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: Jossele 08.10.19 - 15:11

    E-Mover schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stereoide schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Vorsichtig fahrende Autos sind für die Sicherheit viel besser als die
    > Hälfte der Fußgänger durch Geräusche zu warnen. Die andere Hälfte hat
    > ohnehin Kopfhörer auf.

    Genau so is es! Ich bin definitiv defensiver als in meiner Verbrennerzeit. Aber vermutlich wird die Lautstärke der künstlichen Geräusche beim ersten überfahrenen Kopfhörerzombie gesetzlich auf 70dB angehoben...

    Privatsphäre ist normal. Überwachung ist verdächtig.

  6. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: heikom36 08.10.19 - 15:47

    Das Auto könnte krach machen ohne Ende - das Kind, welches den Ball unbedingt haben will, wird auch das ignorieren. Liegt daran, weil es Kinder sind.

  7. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: E-Mover 08.10.19 - 16:10

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Auto könnte krach machen ohne Ende - das Kind, welches den Ball
    > unbedingt haben will, wird auch das ignorieren. Liegt daran, weil es Kinder
    > sind.

    Dass wir beide noch mal der gleichen Meinung sein werden...

  8. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: dadri 08.10.19 - 16:46

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Augen öffnen. Blick nach links, Blick nach rechts, Blick nach links und
    > dann gehen.

    Was ist mit Blinden? Ohne die Geräusche wird es noch schwerer für die.

  9. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: E-Mover 08.10.19 - 16:52

    dadri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SJ schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Augen öffnen. Blick nach links, Blick nach rechts, Blick nach links und
    > > dann gehen.
    >
    > Was ist mit Blinden? Ohne die Geräusche wird es noch schwerer für die.

    Ich habe noch nie einen Blinden gesehen, der einfach auf die Straße gelaufen ist, sorry.

  10. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: /mecki78 08.10.19 - 20:27

    dadri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist mit Blinden?

    Ich finde es ja interessant, dass immer Menschen, die sehen können und gar nicht wissen was es heißt Blind zu sein, festlegen, wo man überall gesondert Rücksicht auf Blinde nehmen muss. Wie wäre es, wenn wir mal die Blinden selber fragen? Denn dass die Mehrheit der Blinden so etwas wie künstliche Geräusche für E-Autos gefordert hätten, das wäre mir neu.

    Die meisten Blinden überqueren die Straße sowieso vorzugsweise an Zebrastreifen oder Ampeln (was grundsätzlich mal alle Fußgänger in Erwägung ziehen sollten!), denn auch wenn man einen heranrasenden Benziner hören kann, ist die Frage ob ein Blinder Mensch dann in dem Moment noch überhaupt dem Auto ausweichen kann bzw. sollte, denn ggf. will der Fahrer auch ausweichen und weichen beide in die gleiche Richtung aus... Wenn du ein Auto hörst, dann ist es meistens schon ganz nahe und auch ein sehender kann einem Auto dann oft nicht mehr ausweichen.

    Außerdem hat mir mal ein Blinder gesagt, dass er problemlos Fahrräder hören kann, die ja grundsätzlich auch relativ geräuschlos unterwegs sein können, weil sonst könnte er ja nie eine Fahrradweg überqueren. Er meinte aber das Laufgeräusch der Reifen reicht vollkommen aus. Nun, das Laufgeräusch eines E-Autos übertrifft das eines Fahrrads aber bei weiten und das selbst schon im Schritttempo. Wenn also ein Blinder heute ein rollendes Auto nicht hört, dann am ehesten deswegen, weil die Motoren der anderen so viel Krach machen. Na gut, dass wir jetzt dafür sorgen, dass sich das auch ja nicht ändern wird in Zukunft. Denn auch in Zukunft wird es lautlose Fahrzeuge geben (Fahrräder, E-Roller, Inline Skater) und deren Laufgeräusch geht dann im künstlichen Krach der E-Autos unter.

    /Mecki

  11. Türen in Bahnen machen „natürlicherweise“ auch keine Geräusche

    Autor: janoP 08.10.19 - 23:43

    Dein Argument wird dadurch widerlegt, dass Geräusche auch in anderen Bereichen ein Kriterium für Barrierefreihiet sind. Sprachausgabe in Bussen und Bahnen sowie eindeutige, akustische Signale beim Öffnen und Schließen der Türen sind heute Standardkriterien für Barrierefreiheit, und das hat nichts mit Traditionalismus zu tun, denn beides gab es früher nicht.

    Beim Auto war es halt zufällig gegeben, dass die Dinger aus technischen Gründen barrierefrei waren. Dass es vorher aus technischen Gründen so war, heißt aber nicht, dass es nicht auch andere Gründe dafür geben kann.

  12. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: SJ 09.10.19 - 06:11

    Tja, heute morgen, starker Regen - Autos hört man gar nicht, ausser sie geben Gas. -- alle Blinden werden nun auf der Strasse sterben, weil sie nichts mehr hören.

    Schönes Märchen was du da erzählst, entspricht aber nicht der Tatsache.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  13. Re: Regulatorischer Unfug

    Autor: SJ 09.10.19 - 09:47

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Außerdem hat mir mal ein Blinder gesagt, dass er problemlos Fahrräder hören
    > kann, die ja grundsätzlich auch relativ geräuschlos unterwegs sein können,
    > weil sonst könnte er ja nie eine Fahrradweg überqueren. Er meinte aber das
    > Laufgeräusch der Reifen reicht vollkommen aus. Nun, das Laufgeräusch eines
    > E-Autos übertrifft das eines Fahrrads aber bei weiten und das selbst schon
    > im Schritttempo.

    Und je weniger Lärm grundsätzlich erzeugt wird (durch Motoren oder künstlichen Lärm bei BEVs), umso besser hören Blinde dann auch die Reifen.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  14. Re: Türen in Bahnen machen „natürlicherweise“ auch keine Geräusche

    Autor: /mecki78 09.10.19 - 11:36

    janoP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dein Argument wird dadurch widerlegt, dass Geräusche auch in anderen
    > Bereichen ein Kriterium für Barrierefreihiet sind.

    Nein, wird es nicht, denn das haben die ja die gleichen Leute mit der gleichen Argumentation beschlossen (EU Regelung). Du kannst nicht argumentieren, etwas ist richtig, nur weil man etwas vergleichbares schon mal vorher beschlossen hat, wenn du nicht belegen kannst, dass das was vorher beschlossen wurde auch richtig war. Ein "das gibt es schon" ist nie eine Rechtfertigung für irgend etwas.

    Und bei Türen war nie das Problem, dass blinde Menschen sie nicht hören konnten, sondern dass sie am Geräusch nicht festmachen konnten, ob die Tür gerade auf oder zu geht. Das Signal wurde hier eingeführt, um zwei sonst nicht unterscheidbare Situation unterscheidbar zu machen (Nur Türgeräusch, Tür geht auf, Türgeräusch und Piepser, Tür geht zu).

    Daher hinkt dein Vergleich auch noch, denn bei Autos geht es ja um die Anwesenheit und das wäre so als ob Türen ständig ein Geräusch von sich geben würden, damit blinde Menschen sie finden und das macht aber keine mir bekannte Tür (und trotzdem finden blinden Menschen die). Die Türenregelung korrekt auf Autos übertragen wäre das so, wie wenn alle PKWs beim Rückwärtsfahren piepsen müssen, damit man zwischen Auto fährt vorwärts (nur Laufgeräusch der Reifen) und Auto fährt rückwärts (Laufgeräusch der Reifen und Piepsen) unterscheiden kann und dagegen habe ich mich ja gar nicht ausgesprochen, von mir aus sollen alle PKWs beim Rückwärtsfahren Warntöne ausstoßen.

    /Mecki

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