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10-50MW

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  1. 10-50MW

    Autor: Crass Spektakel 20.08.17 - 10:47

    Unsere Eigentümergemeinschaft hat das Thema mal bei einer Tiefgarage mit 2x800 Stellplätzen diskutiert... Je nach Rechnung bräuchten die Stellplätze einen Hauptanschluss mit 10-50 Megawatt. Ein kurzer Rückruf beim Energieversorger ergab "das geht schlichtweg nicht, solche Leitungen führen nichteinmal entfernt in die Gegend, da müssten wir vor Ort ein Kraftwerk hinstellen".

    Ein Miteigentümer vom Fach meinte dass alleine schon das Umspannwerk halb so gross wie ein Fussbaldfeld wäre und nur mit aktiver und sehr leistungsstarker Kühlung unterirdisch betrieben weren könnte.

    Eine Integration von Elektroladeplätzen wird in diesem Haus derzeit für fast unmöglich gehalten, selbst in Einzelfällen und mit normalen Haushaltsanschlüssen kommt das teuer und geht nur für wenige Fahrzeuge.

    Was allerdings in den Unterlagen festgehalten wurde, bei der nächsten Sanierung in 5-15 Jahren wird ein Kostenvoranschlag für Kabelschächte und die kleinste mögliche Schaltzentrale eingeholt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.08.17 10:52 durch Crass Spektakel.

  2. Re: 10-50MW

    Autor: anybody 20.08.17 - 10:56

    > Unsere Eigentümergemeinschaft hat das Thema mal bei einer Tiefgarage mit
    > 2x800 Stellplätzen diskutiert... Je nach Rechnung bräuchten die Autos einen
    > Hauptanschluss mit 10-50 Megawatt. Ein kurzer Rückruf beim Energieversorger
    > ergab "das geht schlichtweg nicht, solche Leitungen führen nichteinmal
    > entfernt in die Gegend, da müssten wir vor Ort ein Kraftwerk hinstellen".

    Euer Hausanschluss ist auch nicht dafür ausgelegt dass alle Bewohner gleichzeitig Herd+Ofen+Staubsauger benutzen. Theoretische Berechnungen wie alle 2x800 Autos gleichzeitig geladen werden sind nur eine Verzögerungstaktik von Korinthenkackern und Hausverwaltungen die es auf die lange Bank schieben wollen um sich den Aufwand momentan zu sparen.

    Die Lösung ist nicht den Hausanschluss so auszulegen das ALLE gleichzeitig laden sondern eine intelligente Ladesteuerung die alle "normal" angeschlossenen Autos dann lädt wenn sowieso Stromüberschuss da ist und die Leitung nicht am Limit ist und Autos nur dann schnell und sofort lädt wenn man irgendeinen "Prioritätsbutton" drückt falls man wirklich schnell wieder los muss.
    (in 99% alle Fälle wird ein um 18:00 ankommendes Auto vor 07:00 morgends eh nicht mehr gebraucht, bzw. hat genug Restladung auch für eine kleine Fahrt am Abend)

    Leider engagieren sich die Energieversorger nicht sonderlich was das Thema "Laden bei geringer Netzlast" bzw. "Koordination zwischen verschiedenen Ladestationen" angeht :-(

  3. Re: 10-50MW

    Autor: Crass Spektakel 20.08.17 - 11:03

    Die 10MW sind schon unter der Annahme berechnet dass die Last dynamisch verteilt wird. Wenn wir diese 10MW nicht zusammenbekommen können wir gleich auf Drehstrom verzichten und Schuko-Steckdosen anbieten.

    Eine Grundlastfähigkeit von 20% ist sicher nicht zu viel verlangt.

  4. Re: 10-50MW

    Autor: anybody 20.08.17 - 11:13

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die 10MW sind schon unter der Annahme berechnet dass die Last dynamisch
    > verteilt wird. Wenn wir diese 10MW nicht zusammenbekommen können wir gleich
    > auf Drehstrom verzichten und Schuko-Steckdosen anbieten.
    >
    > Eine Grundlastfähigkeit von 20% ist sicher nicht zu viel verlangt.

    10MW bei 1600 Teilnehmern sind immernoch 6,25kW pro Auto. Damit könntest du 1600 komplett leer gefahrene Tesla Model S mit größter (100kWh) Batterie in 16 Stunden alle gleichzeitig wieder komplett aufladen. Ist das realistisch? Die allermeisten Elektroautos haben entweder wedentlich kleinere Batterien oder wenn sie große haben werden sie meist mit 80-90% voller Batterie ankommen am Abend.

    Von der Grundberechnung würde ich sagen: 2-3kW für ne Schuko Steckdose reicht völlig! Mit vernünftiger Ladesteuerung wird vermutlich selbst wenn irgendwann ALLE Parkplätze Elektroautos haben nicht mehr an durchschnittlicher Last nötig sein.

  5. Re: 10-50MW

    Autor: Oktavian 20.08.17 - 11:20

    > 10MW bei 1600 Teilnehmern sind immernoch 6,25kW pro Auto. Damit könntest du
    > 1600 komplett leer gefahrene Tesla Model S mit größter (100kWh) Batterie in
    > 16 Stunden alle gleichzeitig wieder komplett aufladen. Ist das realistisch?

    Ja, ist es. In Zukunft werden die Akkus eher größer werden müssen, damit die Autos in relevante Reichweiten kommen. Zudem sind 16 Stunden unrealistisch lang zur Ladung. Der Angestellt verlässt das Haus um 7 Uhr und kommt vielleicht um 18 Uhr wieder. Vielleicht trifft er sich noch mit Kumpels, geht was Essen, geht zum Sport. Am Ende bleiben zum Laden statt der 16 Stunden eher 10. Somit kommt man auf die Dauer mit Schuko nicht weit.

    > Die allermeisten Elektroautos haben entweder wedentlich kleinere Batterien
    > oder wenn sie große haben werden sie meist mit 80-90% voller Batterie
    > ankommen am Abend.

    Zur Zeit ja, da die Elektroautos nur sehr spezifische Einsatzwecke haben (2.-Wagen für die Frau zum Einkaufen, Pendelstrecke von 10km). Aber wenn der Stromer den Verbrenner ersetzen soll, müssen auch Firmenflotten erreicht werden, längere Strecken zum Pendeln. Natürlich fährt der Elektrowagen zur Zeit keine großen Strecken, kann er ja auch gar nicht.

  6. Re: 10-50MW

    Autor: devarni 20.08.17 - 12:35

    Das ist sicherlich eine schwierige Rechnung bzw. wenn man wirklich das Optimum an Ladestrom anbieten will kann ich mir gut vorstellen das dies eine Garage mit etlichen Parkplätzen schnell an das Limit bringt was vom Energieversorger überhaupt möglich ist.

    An einer typischen Haushaltssteckdose lädt ein Tesla ca. 2 Tage und aus heutiger Sicht ist selbst beim großen Tesla die Akkuleistung noch zu klein um für den Massenmarkt interessant zu sein. Es geht also vermutlich eher nach oben vielleicht in der Größenordnung 150 Kwh. Also eine Ladeleistung von 11Kw ist da schon das Minimum wenn man zumindest 80% in irgendwas um 10h laden will.
    Was sind das.. 17 MW für 1600 Ladeplätze also vielleicht 20% davon was man wirklich vorhalten muss... also 4 MW

    Die Rechnung hat natürlich einige Fehler weil sie davon ausgeht das wirklich alle E-Autos mit sehr grosser Akkuleistung/Reichweite haben werden. Hmm... schwer zu sagen ob das wirklich so sein wird.

    Frank Arnold, Musician & IT Freelancer
    Web: 4damind | Soundcloud: 52degree

  7. Re: 10-50MW

    Autor: senf.dazu 20.08.17 - 12:39

    > einen Hauptanschluss mit 10-50 Megawatt. Ein kurzer Rückruf beim
    > Energieversorger ergab "das geht schlichtweg nicht, solche Leitungen führen
    > nichteinmal entfernt in die Gegend, da müssten wir vor Ort ein Kraftwerk
    > hinstellen".

    Da stellt sich irgendwie die Frage mit welcher Anschlußleistung die Haushalte zu den Garagen angeschlossen sind ?

  8. Re: 10-50MW

    Autor: Oktavian 20.08.17 - 13:01

    > Da stellt sich irgendwie die Frage mit welcher Anschlußleistung die
    > Haushalte zu den Garagen angeschlossen sind ?

    In Deutschland gibt es doch nichts ohne passende Norm. Das ist geregelt in DIN 18015. Bei einer Wohnfläche von 75 bis 100 m^2 kannst Du mindestens von 160 A ausgehen (5 Stromkreise für Steckdosen und Licht, 3 für Herd, 1 für Waschmaschine, 1 für Geschirrspüler, jeder mit 16A). Es kann natürlich auch gerne mehr sein.

    Aber inwiefern ist das für die Frage hier von Relevanz?

  9. Re: 10-50MW

    Autor: anybody 20.08.17 - 14:59

    > Ja, ist es. In Zukunft werden die Akkus eher größer werden müssen, damit
    > die Autos in relevante Reichweiten kommen. Zudem sind 16 Stunden
    > unrealistisch lang zur Ladung. Der Angestellt verlässt das Haus um 7 Uhr
    > und kommt vielleicht um 18 Uhr wieder. Vielleicht trifft er sich noch mit
    > Kumpels, geht was Essen, geht zum Sport. Am Ende bleiben zum Laden statt
    > der 16 Stunden eher 10.
    Die 16 Stunden waren mit 6,25kW gerechnet, das ist circa Faktor 2-3 im Gegensatz zur Schuko Steckdose. Und SELBSTVERSTÄNDLICH reicht das. 16 Stunden ist für Volladen eines Akkus für 500-630km Reichweite bei "nur" 6.25kW. Wieviele Leute verlassen das Haus um 07:00, fahren 500+ Kilometer queer durch Deutschland, treffen danach sich noch mit Kumpels, fahren zum Sport und möchten am nächsten Tag zu einer ERNEUTEN 500+ km Tour aufbrechen?

    > Somit kommt man auf die Dauer mit Schuko nicht weit.
    Je größer der Akku desto unwichtiger ist die Ladegeschwindigkeit (für Tiefgaragenbesitzer!). Schnelladen ist nur für die aktuell erschwinglichen Autos im 150-250km Bereich sehr relevant weil man da recht schnell mal an die Reichweitengrenze kommt und den Bedarf hätte noch weiter zu fahren.

    > Zur Zeit ja, da die Elektroautos nur sehr spezifische Einsatzwecke haben
    > (2.-Wagen für die Frau zum Einkaufen, Pendelstrecke von 10km). Aber wenn
    > der Stromer den Verbrenner ersetzen soll, müssen auch Firmenflotten
    > erreicht werden, längere Strecken zum Pendeln.
    Die 0,1%-0,2% der Deutschen die täglich 500+ km fahren dürfen vorübergehend gerne weiter Benziner/Diesel fahren bis Reichweiten von 500-1000km pro Batterieladung Standard sind.

  10. Re: 10-50MW

    Autor: anybody 20.08.17 - 15:07

    > Was sind das.. 17 MW für 1600 Ladeplätze also vielleicht 20% davon was man
    > wirklich vorhalten muss... also 4 MW

    4MW scheinen mir nicht unrealistisch - Pi mal Daumen.

    Für die zu den Garagen gehörenden 1600 Haushalte sind vermutlich auch je 5kW für Herd/Ofen/etc vorgesehen an Anschlussleistung. Das wären insgesamt 8MW. Die Garage würde die Anschlussleistung also auch nur um 50% steigern oder vielleicht - sehr reichlich gerechnet - verdoppeln. Sicherlich nichts was man mal aus dem Ärmel schüttelt aber definitiv machbar. Vor allem da es ja sowieso nicht über Nacht passiert sondern nach und nach über einen Zeitraum von circa 20 Jahren.

    > Die Rechnung hat natürlich einige Fehler weil sie davon ausgeht das
    > wirklich alle E-Autos mit sehr grosser Akkuleistung/Reichweite haben
    > werden. Hmm... schwer zu sagen ob das wirklich so sein wird.
    Gegen 2050 würde ich sagen: sehr sehr wahrscheinlich. Wenn die technische Entwicklung gut läuft vielleicht 2040. Wobei in Sachen "selbstfahrende Autos" dann sich eh die Frage stellt ob viele nicht einfach auf ein eigenes Auto verzichten und sich eines der überall rumfahrenden autonomen Taxis schnappen (die natürlich auch irgendwo geladen werden müssen, aber natürlich nicht in der Tiefgarage).

  11. Re: 10-50MW

    Autor: derdiedas 20.08.17 - 17:31

    Was ist das denn für eine unsinnige Rechnung. In einer Tiefgarage werden 20% der Autos so gut wie gar nicht bewegt (Sind halt Spassautos oder Menschen die das Auto kaum nutzen). 60% der Autos werden weniger als 50km am Tag bewegt. weitere 10% etwa 200-300 km und nur 10% werden komplett leer ankommen.

    Daher ist Deine Rechnung ein Quatsch - den man eigentlich hätte unkommentiert lassen müssen.

    Nur so zum rechnen - im Durchschnitt fährt ein Automobilbesitzer in D 14500km/Jahr. Das sind weniger als 40km pro Tag pro Auto. Und diese 40km + 100% als Puffer (also 80km muss die Berechnungsgrundlage der Verkabelung sein.

    Sprich 183 wh/km * 80 = 7,3 KWh * 800 * 2 = auf 24h gerechnet 0,5 MW auf 12h gerechnet 1MW auf 6h gerechnet 2MW (Sprich alle Autos werden zur gleichen Zeit nachts geladen).

    Ich kenne zudem keine Hausgemeinschaft mit 1600 Stellplätzen (wo soll das sein, und wer ist dort so liquide das er sich einen Neuwagen leisten kann?).

    Also ganz ehrlich - mit ein wenig Nachrechnen ist Dein Beispiel im höchsten Maße unglaubwürdig.

    Gruß DDD

  12. Re: 10-50MW

    Autor: superdachs 20.08.17 - 19:24

    Die ganzen Hobbyelektrotechniker mögen mir mal eines erklären. Woher kommt die völlig unsinnige Überlegung dass Hausanschlüsse so ausgelegt würden dass gar nicht alle gleichzeitig ihren Herd benutzen könnten. Das ist völliger Quatsch. Genau das tun Menschen nämlich. Da spricht sich ja keiner ab wann jeder Mittag kocht.
    Beim Auto laden wird auch genau das gleiche passieren. Die Kisten laden alle komplett zur gleichen Zeit.
    Bei 2*800 Stellplätzen bedeutet dass bei intelligentem Laden dass die meisten Karren wahrscheinlich einmal in der Woche bisschen Strom abbekommen.

  13. Re: 10-50MW

    Autor: GenXRoad 20.08.17 - 19:42

    Das alle gleichzeitig ihren Herd anwerfen ist wohl seeehr gering, ich koche z.B. Meistens nicht vor 13:30/14:00 mein nachbar aber schon 10:30-11:30.

    Aber ich nehme einmal an das der Hausanschluss dennoch gross genug sein wird das wohl 3/4 aller Haushalte gleichzeitig kochen könnten, wird aber wohl realistisch maximal 1/4 sein die gleichzeitig kochen werden.

  14. Re: 10-50MW

    Autor: Ovaron 20.08.17 - 20:11

    Crass Spektakel schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------
    > [...] Tiefgarage mit
    > 2x800 Stellplätzen diskutiert... Je nach Rechnung bräuchten die Stellplätze
    > einen Hauptanschluss mit 10-50 Megawatt. Ein kurzer Rückruf beim
    > Energieversorger ergab "das geht schlichtweg nicht, solche Leitungen führen
    > nichteinmal entfernt in die Gegend

    Empfangt ihr also die 22 MW für die Versorgung der Haushalte mit den üblichen 14 KW aus der Luft? Dann aber mal schnell zum Patentamt, bevor noch jemand den Taschenrechner zückt.

  15. Re: 10-50MW

    Autor: anybody 20.08.17 - 20:44

    > Die ganzen Hobbyelektrotechniker mögen mir mal eines erklären. Woher kommt
    > die völlig unsinnige Überlegung dass Hausanschlüsse so ausgelegt würden
    > dass gar nicht alle gleichzeitig ihren Herd benutzen könnten. Das ist
    > völliger Quatsch. Genau das tun Menschen nämlich. Da spricht sich ja keiner
    > ab wann jeder Mittag kocht.
    So ist es halt in der Realität. Natürlich gibt es Unterschiede beim Kochen zwischen "1 Kochfeld auf mittlerer Stufe" und "4 Kochfelder auf voller Leistung und Ofen auf 250°C".

    Aber du kannst Dir z.B. hier
    https://www.ednetze.de/fileadmin/ednetze/PDF/Kunde/Netzkunden/Anschlussbedingungen/NS_Netzanschluss/Netzbetreiber_EDN/6._EDN_TAB_Ausgabe_2017_Hauptstromversorgung.pdf

    durchlesen dass sie bis zu 17 Haushalten beispielsweise eine 100A Sicherung als Netzanschluss vorsehen. Das sind 3x 230V x 100A = 69kW für 17 Haushalte.

    Pro Haushalt sind also etwa 4kW vorgesehen in dieser Rechnung. Ich konnte innerhalb von 30 Sekunden Suchen auf der Miele Webseite eine Induktionskochplatte (3 Felder) mit 11kW Gesamtleistung finden. Und da ist noch kein Ofen und kein Staubsauger und kein Fön an.

    > Beim Auto laden wird auch genau das gleiche passieren. Die Kisten laden
    > alle komplett zur gleichen Zeit.
    Logik ist nicht so deine Stärke oder? Im Gegensatz zum Herd, wo tatsächlich eine gewisse zeitgleiche Nutzung stattfinden kann - und kaum jemand bereit sein wird das Kochen zu verschieben nur weil der Nachbar früher dran war - ist es beim E-Auto Abends/Nachts wirklich völlig egal wann es geladen wird. Die Situation ist also viel entspannter!

  16. Re: 10-50MW

    Autor: ChMu 20.08.17 - 22:45

    Crass Spektakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unsere Eigentümergemeinschaft hat das Thema mal bei einer Tiefgarage mit
    > 2x800 Stellplätzen diskutiert... Je nach Rechnung bräuchten die Stellplätze
    > einen Hauptanschluss mit 10-50 Megawatt. Ein kurzer Rückruf beim
    > Energieversorger ergab "das geht schlichtweg nicht, solche Leitungen führen
    > nichteinmal entfernt in die Gegend, da müssten wir vor Ort ein Kraftwerk
    > hinstellen".
    Wie? Erstens, wie kommt ihr auf diese Werte? Wie sind die dazu gehoerigen 1600 Wohnungen angeschlossen, wenn nicht mal annaehernd in der Naehe Stromleitungen liegen? Warum sollte fuer die e-Autos ZUSAETZLICHE Kapazitaet gebraucht werden? Wenn die Wohnung versorgt ist, also Herd, Ofen, warm Wasser, Microwellen, Kaffee Maschine, Foen ect funktioniert, ist doch die Leistung bereits da? Das Auto braucht einen Bruchteil dieser Leistung, dazu auch noch zu Zeiten, in denen andere Verbraucher nicht laufen? Wozu extra Leitungen?
    >
    > Ein Miteigentümer vom Fach meinte dass alleine schon das Umspannwerk halb
    > so gross wie ein Fussbaldfeld wäre und nur mit aktiver und sehr
    > leistungsstarker Kühlung unterirdisch betrieben weren könnte.

    Was fuer ein Umspann Werk? Von welchem Fach war der? Von e-Autos hatte er zumindest Null Ahnung.
    >
    > Eine Integration von Elektroladeplätzen wird in diesem Haus derzeit für
    > fast unmöglich gehalten, selbst in Einzelfällen und mit normalen
    > Haushaltsanschlüssen kommt das teuer und geht nur für wenige Fahrzeuge.

    Braucht man bei Euch also auch ne Extra Genehmigung sich nen Kaffee Vollautomaten zu holen? Der braucht mehr als so ein Auto! Wo kommt da der Strom her?
    >
    > Was allerdings in den Unterlagen festgehalten wurde, bei der nächsten
    > Sanierung in 5-15 Jahren wird ein Kostenvoranschlag für Kabelschächte und
    > die kleinste mögliche Schaltzentrale eingeholt.

    Oh Mann. Na denn viel Glueck. Ein Haus mit 1600 Wohneinheiten, also 4000 Menschen und 1600 Autos. Hm. Eigentuemer? Wer kauft sich bitte ein Appartement in so einem Moloch? Neukoeln?

  17. Re: 10-50MW

    Autor: Seradest 20.08.17 - 23:38

    sowas gibt es auch in Neukölln nicht. Das müssen ja mehrere 10-Geschosser sein. Wir bräuchten also 10 oder mehr 10-Geschosser mit 6-8 Wohneinheiten pro Etage... Da will doch keiner Wohnen.

    die Leistung passt aber in der Theorie:
    1600 WE * 22 kW Schnelllader je Stellplatz = 35,2 MW

    Dass die Autos bei dieser Ladeleistung eine Gleichzeitigkeit unter 20% haben berücksichtigt da wohl niemand. Effektiv würde also bei gesteuertem Laden weniger als 10MW tatsächlich benötigt.

    Wenn man noch unterstellt, dass die Ladeleistung für Autos nicht besichert werden muss (kein n-1), muss dafür möglicherweise kein zusätzliches Umspannwerk errichtet werden. Ortsnetzinfrastruktur würde aber mit Sicherheit an einigen Punkten überlastet.

    Trotzdem ist das eine riesen Herausforderung, soviel Leistung bereitzustellen.

  18. Re: 10-50MW

    Autor: ChMu 20.08.17 - 23:54

    Seradest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sowas gibt es auch in Neukölln nicht. Das müssen ja mehrere 10-Geschosser
    > sein. Wir bräuchten also 10 oder mehr 10-Geschosser mit 6-8 Wohneinheiten
    > pro Etage... Da will doch keiner Wohnen.

    Eben

    > die Leistung passt aber in der Theorie:
    > 1600 WE * 22 kW Schnelllader je Stellplatz = 35,2 MW

    Wie? Wozu 22kW Schnell Lader? Es geht um eine Tiefgarage? Warum sollte man da schnell laden? Damit die Batterie schneller kaputt geht? Eine 3,5kWh Schuko reicht mehr als aus. Es wird doch nur der Tagesbedarf geladen? Aus mehr als einer Decade electro fahrens kann ich sagen, das mein Wagen im Schnitt mit 820Wh, also 0,82kWh laedt. Ja, er startet kurzfristig mit 3,2kWh aber geht dann schnell runter. Was soll ich mit 22kWh?

  19. Re: 10-50MW

    Autor: Sarkastius 21.08.17 - 02:50

    Bei den Rechnungen hier könnte man denken das jeder Fahrer eines Benziners pro Tag 25 - 30 Liter tanken müsste. Also jeden Tag einmal die Tankstelle besuchen. Ich versuche mir gerade das Chaos an den Tankstellen vorzustellen :-D

  20. Re: 10-50MW

    Autor: thinksimple 21.08.17 - 11:25

    Es ist immer schön wenn der eine dem anderen erklären will was sein muss und der andere was nicht sein kann.
    Einfach zum Elektromeisterbetrieb des Vertrauens gehen. Der erklärt schon was man braucht und was dafür notwendig ist.Es gibt Leute die das gelernt haben.

    Wenn alles andere autonom ist, ist der Mensch dann noch autonom?

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