Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Ladestationen: Regierung lehnt…

Falsche Zielrichtung

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Falsche Zielrichtung

    Autor: Fette Beute 20.08.17 - 08:57

    "Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass in neuen Wohngebäuden und in Wohngebäuden, die umfangreichen Renovierungen unterzogen werden, die jeweils über m e h r als zehn Parkplätze verfügen, Vorverkabelungen vorgenommen werden, die die Errichtung von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge für jeden Parkplatz ermöglichen."

    Ersetze mehr durch weniger (weniger ist manchmal mehr), dann macht die Sache Sinn.
    Erstens sollte man nicht die Großsiedlungen mit hemmenden Zusatzkosten belasten, die nicht nur Heizkosten sparen, sondern auch Fläche (dadurch kürzere Fahrtstrecken). Besser man wirft den Erbauern von EFHs Knüppel zwischen die Beine.
    Und zweitens kann man Großsiedlungen, wenn auch nicht kostendeckend, mit dem öffentlichen Nahverkehr anbinden. EFH-Monokulturen implizieren den Eigenwagen.

  2. Re: Falsche Zielrichtung

    Autor: Oktavian 20.08.17 - 09:33

    > Erstens sollte man nicht die Großsiedlungen mit hemmenden Zusatzkosten
    > belasten, die nicht nur Heizkosten sparen, sondern auch Fläche (dadurch
    > kürzere Fahrtstrecken). Besser man wirft den Erbauern von EFHs Knüppel
    > zwischen die Beine.

    Klassischer Zielkonflikt. Aus ökologischer Sicht kann ich eine Verdichtung der Wohnenden nachvollziehen, alles richtig. Allerdings stehen dem einige Punkte entgegen (die Liste ist nicht abschließend).

    1. Die Wohnungen in solchen Bettenburgen gehören meist Wohnungsbaugesellschaften oder Investoren. Man will aber doch gerade das persönliche Wohneigentum als Altersvorsorge stärken.

    2. Diese Wohnungen, da leicht im Paket verfügbar, werden dann häufiger zu Spekulationsobjekten, die immer weiter heruntergewirtschaftet werden.

    3. Viele Menschen (gerade mit Kindern) bevorzugen einfach eine Wohnlage in etwas ruhigerer Gegend, mit etwas Platz drum rum, bei der man die Kinder auch einfach mal unbeaufsichtigt rauslassen kann. Und das wollen wir doch nicht verbieten, wir sind doch nicht bei den Grünen.

    4. Auch in dicht gebauten Siedlungen ist die Autodichte hoch.

    5. Die Erfahrung zeigt, dass in dicht besiedelten Wohnanlagen schnell die Wohnqualität absinkt, es kommt zur Konzentration eher unterer Schichten. Schöne Beispiele wäre Berlin Marzahn und Köln Chorweiler. Auch hier im Ruhrgebiet gibt es einige solcher Wohnversuche, allsamt gruselig. Die Idee, dass in dichter Bebauung ein lebendiges Miteinander entsteht, ist irgendwann in den 70ern gescheitert.

    6. Man kann auch dicht bauen in hoher Qualität, natürlich (Düsseldorf Medienhafen, Köln am Hafen, Berlin Mitte), aber dann muss sich die Politik immer den Vorwurf gefallen lassen, nur etwas für die da oben zu tun.

  3. Re: Falsche Zielrichtung

    Autor: cyberdynesystems 20.08.17 - 10:13

    Fette Beute schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Besser man wirft den Erbauern von EFHs Knüppel
    > zwischen die Beine.

    > Und zweitens kann man Großsiedlungen, wenn auch nicht kostendeckend, mit
    > dem öffentlichen Nahverkehr anbinden. EFH-Monokulturen implizieren den
    > Eigenwagen.


    - Warum willst Du den EFH-Erbauern das Leben schwerer machen? Neidisch oder was soll so eine blöde Aussage?

    - zu eng gedacht: EFH Siedlungen können zukünftig wahrscheinlich einfacher für autonome Fahrzeuge genutzt werden als dicht gedrängte Hochhaussiedlungen. Aber das werden wir erst in ein paar Jahren sehen. Ich fänd's super wenn ich morgens nicht selber fahren muss sondern in der autonomen Kugel (oder was auch immer) lesen oder sogar noch ein paar Minuten schlafen könnte und am Ziel entspannt aussteige. Keine Bahn auf die ich warten muss, kein Bus und v.a. Ruhe statt unzumutbarem Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln.

  4. Re: Falsche Zielrichtung

    Autor: Fette Beute 20.08.17 - 11:22

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wohnungen in solchen Bettenburgen gehören meist
    > Wohnungsbaugesellschaften oder Investoren. Man will aber doch gerade das
    > persönliche Wohneigentum als Altersvorsorge stärken...
    > Die Erfahrung zeigt, dass in dicht besiedelten Wohnanlagen schnell die
    > Wohnqualität absinkt, es kommt zur Konzentration eher unterer Schichten.

    Das eine folgt aus dem anderen. Wenn dann auch noch der Investor kurzfristig
    denkt, sinkt die Qualität der Mieter ins Bodenlose.
    Es gibt aber auch Wohnungseigentümergemeinschaften, die konsequent auf
    Selbstnutzer setzen (=Altersvorsorge auch für die, denen ein EFH zu teuer ist).
    Und Großsiedlung kann für 1970er, aber auch für Gründerzeit stehen.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. ETAS GmbH, Stuttgart
  2. Gesellschaft für Reisevertriebssysteme mbH, Bochum
  3. PHOENIX CONTACT Software GmbH, Lemgo
  4. Host Europe GmbH, Hürth

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 429,00€ statt 469,00€
  2. 62,90€ statt 69,90€
  3. (heute u. a. Fire-Tablets günstiger, DC-Filme und Serien reduziert, Sigma-Objektive reduziert)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Universal Paperclips: Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
Universal Paperclips
Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
  1. Disney Marvel Heroes wird geschlossen
  2. Starcraft 2 Blizzard lästert über Pay-to-Win in Star Wars Battlefront 2
  3. Free to Play World of Tanks bringt pro Nutzer und Monat 3,30 Dollar ein

Star Wars Battlefront 2 im Test: Filmreife Sternenkrieger
Star Wars Battlefront 2 im Test
Filmreife Sternenkrieger
  1. Electronic Arts Community empört über freischaltbare Helden in Battlefront 2
  2. Star Wars Mächtiger Zusatzinhalt für Battlefront 2 angekündigt
  3. Star Wars Battlefront 2 angespielt Sammeln ihr sollt ...

Coffee Lake vs. Ryzen: Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
Coffee Lake vs. Ryzen
Was CPU-Multitasking mit Spielen macht
  1. Custom Foundry Intel will 10-nm-Smartphone-SoCs ab 2018 produzieren
  2. ARM-Prozessoren Macom verkauft Applied Micro
  3. Apple A11 Bionic KI-Hardware ist so groß wie mehrere CPU-Kerne

  1. Open Routing: Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei
    Open Routing
    Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei

    Facebook hat seine Netzwerk-Routing-Plattform Open/R unter eine freie Lizenz gestellt und auf Github veröffentlicht. Das Unternehmen nutzt Open/R selbst in seinen eigenen Backbone-Netzen und hat die Software zunächst für urbanes GBit-Wi-Fi erstellt.

  2. Übernahme: Vivendi lässt Ubisoft ein halbes Jahr in Ruhe
    Übernahme
    Vivendi lässt Ubisoft ein halbes Jahr in Ruhe

    In den nächsten Monaten will der französische Medienkonzern Vivendi die feindliche Übernahme von Ubisoft nicht weiter vorantreiben - danach sind aber wieder alle Optionen offen. Immerhin hat Vivendi durch den Anteilskauf bislang rund eine Milliarde Euro an Buchgewinnen gemacht.

  3. Boston Dynamics: Humanoider Roboter Atlas macht Salto rückwärts
    Boston Dynamics
    Humanoider Roboter Atlas macht Salto rückwärts

    Manche Robotiker nennen Boston-Dynamics-Gründer Marc Raibert wegen seiner von der Natur abgeschauten Roboter ehrfürchtig einen Künstler. Letzter Coup der Bostoner Robotiker: eine akrobatische Ausbildung für einen humanoiden Roboter.


  1. 17:08

  2. 16:30

  3. 16:17

  4. 15:49

  5. 15:20

  6. 15:00

  7. 14:40

  8. 14:20