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Euer Reichtum kotzt mich an

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  1. Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: it-fuzzy 07.03.20 - 18:45

    Wer zum Teufel hat über 2.000.000 ¤ für ein Auto über? Scheinbar zu viele.

  2. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: gianlucadm 07.03.20 - 18:50

    Und das Problem ist was? Manche haben halt Geld im Überfluss, irgendwie müssen die es ja ausgeben. Hört sich dezent so an als wärst du neidisch.

  3. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: twiro 07.03.20 - 19:08

    Definitiv Neid!

    Ich wollte mir auch einen bestellen. Die Bank wollte mir aber nicht die fehlenden 1'999'530¤ geben. Ich frage mich warum, da ich nur maximal 138 Jahre zum zurückzahlen bräuchte!

  4. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Hotohori 07.03.20 - 20:28

    Danke das du mir vorrechnest wie arm ich bin. XD

    Ja, so ein Auto wird für immer ein Traum bleiben, aber schick finden darf man es ja trotzdem. ;)

  5. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Yo 07.03.20 - 20:44

    Was glaubst Du wohin das Geld geht?!?
    Damit werden die Löhne derer bezahlt die solche Autos bauen können. Und die haben lange Ausbildung und Studium hinter sich. Ein Familie daheim die ernährt werden will.
    Am Fliessband im Osten werden die jedenfalls nicht gebaut wo Dumpinglöhne bezahlt werden.

    Das Reichen-Bashing mag ja teilweise angebracht sein - wenn zum Beispiel Magnum-Flaschen von Edelweinen einfach ins Meer gekippt werden bei Jetset-Parties - aber letztlich verdienen damit auch Menschen ihr Gehalt.

    // Yo

  6. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Untrolla 07.03.20 - 20:48

    Gibt nix besseres als einen ordentlichen t7 mit guter Ausstattung zu besitzen!

  7. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: nicoledos 07.03.20 - 21:10

    In der heutigen Zeit ist alles, was größer als ein Golf ist und schneller als 120 km/h kann böse

  8. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: demon driver 07.03.20 - 22:02

    Yo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > aber letztlich verdienen damit auch Menschen ihr Gehalt

    Und deswegen ist egal, oder sogar automatisch gut, was sie dafür produzieren?

  9. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: demon driver 07.03.20 - 22:07

    it-fuzzy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer zum Teufel hat über 2.000.000 ¤ für ein Auto über? Scheinbar zu viele.

    Definitiv. Solche Autos hätten in meinen Augen dann und nur dann eine Existenzberechtigung, wenn die Menschen sie auch dann entwerfen und bauen würden, wenn niemand zum Arbeiten gezwungen wäre, um genug Geld für ein bequemes Leben zu haben, und alle Menschen in einer Art von basisdemokratischem Prozess entscheiden könnten, was sie konsumieren wollen und wofür sie ihre Arbeitskraft hergeben wollen...

  10. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Thomas 07.03.20 - 22:11

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Yo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > aber letztlich verdienen damit auch Menschen ihr Gehalt
    >
    > Und deswegen ist egal, oder sogar automatisch gut, was sie dafür
    > produzieren?

    Schadet es irgendwem, wenn so ein Auto hergestellt wird? Wir reden hier ja nicht von Waffen oder Drogen.

    —Thomas

  11. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Umaru 07.03.20 - 22:13

    Hier standen zu negative Gedanken, die helfen auch nicht ;)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.03.20 22:22 durch Umaru.

  12. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: demon driver 07.03.20 - 22:41

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Yo schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >
    > > > aber letztlich verdienen damit auch Menschen ihr Gehalt
    > >
    > > Und deswegen ist egal, oder sogar automatisch gut, was sie dafür
    > > produzieren?
    >
    > Schadet es irgendwem, wenn so ein Auto hergestellt wird? Wir reden hier ja
    > nicht von Waffen oder Drogen.

    Ja. Allen, die hungern, zum Beispiel, schadet es, dass Ressourcen und Produktivität für solchen Scheißdreck verschwendet werden, bevor nicht wenigstens mal der allerschlimmste Hunger auf der Welt beseitigt ist. Und das ist nur eine von zahllosen katastrophalen Schieflagen auf diesem Planeten, deren Lösung allein durch falsche Ressourcenallokation verhindert wird, in einer Zeit nie zuvor gekannten Überflusses an objektiven, globalen Wohlstandsvoraussetzungen in Form von Ressourcen, Produktivität, Arbeitskraft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.03.20 22:43 durch demon driver.

  13. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: demon driver 07.03.20 - 23:07

    Umaru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier standen zu negative Gedanken, die helfen auch nicht ;)

    Waren meine nicht schon negativ genug? ;-)

  14. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: amagol 07.03.20 - 23:11

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Schadet es irgendwem, wenn so ein Auto hergestellt wird?

    > Ja. Allen, die hungern, zum Beispiel, schadet es, dass Ressourcen und
    > Produktivität für solchen Scheißdreck verschwendet werden, bevor nicht
    > wenigstens mal der allerschlimmste Hunger auf der Welt beseitigt ist.

    Hmm, wie hilft es den hungernden wenn weniger sagen wir mal Aluminium, Lithium und Glas "verschwendet" wird? Hilft es wenn dann die Mitarbeiter der Herstellers und der Zulieferer (und deren Familien) auch hungern weil sie arbeitslos sind?

    > Und
    > das ist nur eine von zahllosen katastrophalen Schieflagen auf diesem
    > Planeten, deren Lösung allein durch falsche Ressourcenallokation verhindert
    > wird, in einer Zeit nie zuvor gekannten Überflusses an objektiven, globalen
    > Wohlstandsvoraussetzungen in Form von Ressourcen, Produktivität,
    > Arbeitskraft.

    Dir ist schon klar, dass wenn wir alle Menschen auf der Welt mit hinreichend Essen versorgen die Bevoelkerung ohne einen staatlichen Eingriff (z.B. Zwei-Kind-Politik) waechst bis die Resourcen wieder nicht reichen, nur dann bei einer 100% gerechten Verteilung alle leiden?

  15. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: amagol 07.03.20 - 23:20

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Definitiv. Solche Autos hätten in meinen Augen dann und nur dann eine
    > Existenzberechtigung, wenn die Menschen sie auch dann entwerfen und bauen
    > würden, wenn niemand zum Arbeiten gezwungen wäre, um genug Geld für ein
    > bequemes Leben zu haben,

    Ich glaube grade dann wuerden die Designer/Autoschrauber/... solche Autos bauen. Niemand baut einen VW Golf weil es sein Lebenstraum ist - da ist ein Auto dass die Grenzen des Machbaren ausreizt viel interessanter.

    > und alle Menschen in einer Art von
    > basisdemokratischem Prozess entscheiden könnten, was sie konsumieren wollen
    > und wofür sie ihre Arbeitskraft hergeben wollen...

    Du meinst wenn die Menschen entscheiden was andere Menschen konsumieren sollen... Ja, dann reicht ein Fahrrad.

  16. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Huegelstaedt 07.03.20 - 23:45

    Ich finds ja interessant wie viele Leute meinen die Ablehnung solche Autos könne nur durch Neid begründet sein. Ja, ich hätte gerne 200 Mio ¤. Ja, ich bin ein bisschen neidisch wenn jemand derartigen Reichtum angehäuft hat. Wer das Gegenteil behauptet ist entweder ein Heiliger oder lügt sich selber was vor. Aber nein, ich würde so ein Auto nicht haben wollen. Nur weil man Geld hat, gibt das einem moralisch nicht das Recht unmengen von Ressourcen für sich zu beanspruchen und die Umwelt zu zerstören.
    Angenommen jemand würde mich vor die Wahl stellen, ein normales Mittelklassefahrzeug oder diesen Wagen, alle Kosten werden übernommen (Strom, Reperatur, Versicherung, etc.), aber ich dürfte es auch nicht verkaufen sondern müsste es selber nutzen, damit finanzielle Erwägungen keinerlei Bedeutung in der Entscheidungsfindung spielen. Ich würde keine Sekunde brauchen und mich für das Mittelklassefahrzeug entscheiden.
    Was will man denn mit so einem Ding. Ich würde mich in Grund und Boden schämen meine Verantwortungslosigkeit so zur Schau zu stellen. Mal ganz davon abgesehen wie peinlich es sowieso schon ist mit sowas rumzufahren. Mit den Leuten, die mit ihren extravaganten Karren Aufmerksamkeit erregen wollen (auch wenn sie nicht ökologisch unverantwortlich sind), möchte ich gar nicht assoziiert werden. Sind wir doch mal ehrlich, 90 % der Leute, die Sportwägen fahren tun das nicht weil sie auf 10 % ihrer Strecken mal ein klein bisschen schneller sind oder weil die Beschleunigung an der Ampel ein bisschen größer ist. Da geht es doch meist darum sich selbst zur Schau zu stellen.
    Es soll Leute geben, die betreiben 'ne ganze Menge aufwand weil sie sehen wie die Welt zugrunde geht. Mit dem Fahrrad oder ÖNV zur Arbeit fahren ist nicht immer spaßig. Sich umweltbewusster zu ernähren ist auch ein ganz schöner Mehraufwand und trotzdem machen es viele. Wenn sich jemand 'nen Picasso ins Wohnzimmer hängen will weil er mal eben ein paar Millionen über hat und ihm das gefällt, dann finde ich das auch nicht super, aber von mir aus soll er das ruhig machen, da hällt sich mein "Neid" (wie das viele hier nennen) in Grenzen. Ich halte auch das für dekadent, aber jedem das seine.
    Ich will gar nicht wissen was für einen Fussabdruck diese Ungetüme haben und wie viele fähige Ingenieure ihre Zeit damit zubringen so einen Bullshit zu konstruieren obwohl sie mehr als kompetent genug wären in anderen Bereichen was wirklich konstruktives zur Gesellschaft beizutragen.
    Und wenn mir die Leute immer mit den Arbeitsplätzen kommen, kommt mir sowieso mein Mittagsesssen wieder hoch. Anscheinend ist nichts schädlich genug, dass nicht irgendein Depp mit so einem Scheinargument um die Ecke kommt. Hab das Arbeitsplatzargument schon im Zusammenhang mit der Tabakindustrie, der Legalisierung von Prostitution (wo ich auch nicht grundsätzlich dagegen bin, ist trotzdem BS), Waffenproduktion, Herabsetzung von Sicherheitsvorschriften, usw. gelesen.
    Wenn wir uns wirklich so um Arbeitsplätze kümmern würden, dann würden wir versuchen Kapital wegzubesteuern und es einer produktiven Verwendung zukommen zu lassen, die dann auch wieder Arbeitsplätze schafft. Es ist sowieso viel zu viel Kapital im Umlauf, das sieht man an den niedrigen Zinssätzen, gibt anscheinend mehr Kapital als produktive Anlagemöglichkeiten. Aber dann würde man ja die oberen 10.000 gegen sich aufbringen. Also jubeln wir lieber den guten Millionären zu und bedanken uns ganz artig dafür, dass als Nebenprodukt ihrer Maßlosigkeit noch ein paar Arbeitsplätze für den Normalbürger herausspringen.

    Wenn ich mir anschaue wie viele Ressourcen für absoluten Blödsinn draufgehen (sowohl Arbeitskraft als auch Bodenschätze) dann frag ich mich schon, ob eine radikal demokratische anarchistisch-syndikalistische Wirtschaftsordnung tatsächlich unproduktiver wäre. Mal ganz davon abgesehen, dass ich zunehmend den Eindruck habe, dass mit Leuten, die den ganzen Tag in einem hierarchischen System verbringen keine vernünftige Demokratie zu machen ist.

  17. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Huegelstaedt 08.03.20 - 00:13

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Definitiv. Solche Autos hätten in meinen Augen dann und nur dann eine
    > > Existenzberechtigung, wenn die Menschen sie auch dann entwerfen und
    > bauen
    > > würden, wenn niemand zum Arbeiten gezwungen wäre, um genug Geld für ein
    > > bequemes Leben zu haben,
    >
    > Ich glaube grade dann wuerden die Designer/Autoschrauber/... solche Autos
    > bauen. Niemand baut einen VW Golf weil es sein Lebenstraum ist - da ist ein
    > Auto dass die Grenzen des Machbaren ausreizt viel interessanter.
    >
    > > und alle Menschen in einer Art von
    > > basisdemokratischem Prozess entscheiden könnten, was sie konsumieren
    > wollen
    > > und wofür sie ihre Arbeitskraft hergeben wollen...
    >
    > Du meinst wenn die Menschen entscheiden was andere Menschen konsumieren
    > sollen... Ja, dann reicht ein Fahrrad.

    Du hast dich offensichtlich nicht wirklich mit anarchistischer Selbstorganisation beschäftigt, sonst wäre dir aufgefallen was für ein grober Unsinn dein Kommentar ist. Die Arbeiterschaft bestimmt was die jeweiligen Betriebe produzieren, bzw. wählen die Leute, die diese Entscheidungen treffen demokratisch. Das Gehaltsgefälle ist üblicherweise verhältnismäßig flach, d.h. es gibt nur sehr eingeschränkt Leute, die mal eben Millionen zum Fenster raushauen können. In der Theorie könnte natürlich immer noch ein Betrieb entscheiden sowas zu produzieren, aber es gäbe gar keinen Markt für sowas. Ich vermute zumindest, dass dem User so etwas in etwa vorschwebt.

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Schadet es irgendwem, wenn so ein Auto hergestellt wird?
    >
    > > Ja. Allen, die hungern, zum Beispiel, schadet es, dass Ressourcen und
    > > Produktivität für solchen Scheißdreck verschwendet werden, bevor nicht
    > > wenigstens mal der allerschlimmste Hunger auf der Welt beseitigt ist.
    >
    > Hmm, wie hilft es den hungernden wenn weniger sagen wir mal Aluminium,
    > Lithium und Glas "verschwendet" wird? Hilft es wenn dann die Mitarbeiter
    > der Herstellers und der Zulieferer (und deren Familien) auch hungern weil
    > sie arbeitslos sind?
    >
    > > Und
    > > das ist nur eine von zahllosen katastrophalen Schieflagen auf diesem
    > > Planeten, deren Lösung allein durch falsche Ressourcenallokation
    > verhindert
    > > wird, in einer Zeit nie zuvor gekannten Überflusses an objektiven,
    > globalen
    > > Wohlstandsvoraussetzungen in Form von Ressourcen, Produktivität,
    > > Arbeitskraft.
    >
    > Dir ist schon klar, dass wenn wir alle Menschen auf der Welt mit
    > hinreichend Essen versorgen die Bevoelkerung ohne einen staatlichen
    > Eingriff (z.B. Zwei-Kind-Politik) waechst bis die Resourcen wieder nicht
    > reichen, nur dann bei einer 100% gerechten Verteilung alle leiden?

    Der User hat erstens nicht gesagt, dass er was gegen staatliche Anreizpolitik zur Geburtenstabilisierung hat und zweitens zeigt sich ja eine Abflachung des Bevölkerungswachstums in fast allen Ländern der Erde mit oder ohne Eingriffe. Wenn wir jetzt für mehr Gerechtigkeit sorgen, hat das rein statistisch gesehen nur wenig Einfluss auf die Anzahl der lebenden Menschen in sagen wir mal 50 Jahren, sehr wohl aber darauf, wie diese Menschen leben. Wenn man ihren Gedankengang zuende denkt, dann sollten wir sämtliche Maßnahmen zur Armutsbekämpfung also unterbleiben lassen, da diese ja sowieso nichts bringen (zumindest wenn man ihrer wenig stichhaltigen Argumentation folgt).
    Der Punkt mit den armen hungernden Mitarbeitern des Herstellers der Luxusautos ist vollkommener Unfug und das wissen Sie auch selber. Erstens ist der Bauxitabbau o.ä. sehr wohl Einfluss auf die Fähigkeit Nahrungsmittel herzustellen, denn dafür werden unmengen Wasser verbraucht und wenn man Pech hat vergiftet man auch noch 'nen ganzen Landstrich. Zweitens ist das ganze ja auch wieder energieintensiv wodurch CO2 ausgestoßen wird -> es wird wärmer -> desertifikation -> weniger Nahrung. Dass ich solche Zusammenhänge hier ernsthaft darlegen muss hätte ich wirlich nicht gedacht, sowas muss ich sonst vielleicht meinem 10-jährigen Neffen erklären, aber keinem Erwachsenen (wobei ich vermute Sie stellen sich absichtlich dumm, weil es Ihnen gerade in den Kram passt intellektuell unaufrichtig zu argumentieren).

    Wenn durch eine hypothetische Abnahme des Absatzes von Luxusautos tatsächlich Arbeitsplätze wegfallen würden, dann nur wenn das nicht ausgegebene Kapital nicht anderweitig investiert oder konsumiert wird, wovon ich fairerweise zu einem gewissen grad sogar ausgehen würde. Aber genau an dem Punkt wäre die Politik gefragt Nachfrage zu schaffen und das ganze durch Steuern für eben jene Leute, die offensichtlich keine rentablen Anlagemöglichkeiten finden, zu finanzieren (Zinssätze im Keller). Wir sind in einer Unterkonsumptionsperiode. Und unsere Regierungen weigern sich eine vernünftige Wirtschaftspolitik zu machen und schadet damit nicht nur Arbeitnehmern sondern richten auch gleich noch die Eurozone zugrunde.
    Aber ja, die Lösung ist natürlich hemmungslose Konsumption und Umweltzerstörung der Kapitalisten. Damit auch ja niemand verhungert weil er seinen Arbeitsplatz verliert.

    So viel Unwissenheit auf einmal ist mir selten untergekommen.

  18. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Reinheitsgebot 08.03.20 - 00:32

    Jemand schrieb hier im Kommentar, wenn man nicht neidisch ist, ist man ein Heiliger oder irgendwas.
    Ich bin nicht neidisch. Mir ist das egal, wer sich so ein Auto kauft, auch ist mir völlig egal, wer wie viel jeder besitzt. Ich konzentriere mich nur alleine für mein Leben und die meiner Familie. Natürlich gebe ich den Menschen etwas ab, die weniger haben als ich.

    Aber solche Argumente wie, das Menschen leiden, weil man sich so ein Auto kaufen, ist finde ich totaler Humbug. Bei der Produktion von Smartphone, Tablet, PC oder Fernseher die man für 250euro kauft, da leiden mit Sicherheit mehr Menschen, als bei der Produktion dieses Autos.

  19. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: Huegelstaedt 08.03.20 - 01:11

    Reinheitsgebot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jemand schrieb hier im Kommentar, wenn man nicht neidisch ist, ist man ein
    > Heiliger oder irgendwas.
    > Ich bin nicht neidisch. Mir ist das egal, wer sich so ein Auto kauft, auch
    > ist mir völlig egal, wer wie viel jeder besitzt. Ich konzentriere mich nur
    > alleine für mein Leben und die meiner Familie. Natürlich gebe ich den
    > Menschen etwas ab, die weniger haben als ich.
    >
    > Aber solche Argumente wie, das Menschen leiden, weil man sich so ein Auto
    > kaufen, ist finde ich totaler Humbug. Bei der Produktion von Smartphone,
    > Tablet, PC oder Fernseher die man für 250euro kauft, da leiden mit
    > Sicherheit mehr Menschen, als bei der Produktion dieses Autos.

    Also erstmal vorweg, ich bin auch kein Freund davon, wenn sich Leute alle paar Tage neuen Krimskrams anschaffen, den sie nicht wirklich brauchen. Die Frage ist ja auch, wie viel Lebensqualität jemand durch ein Produkt im Schnitt gewinnt. Wir sprechen hier von einem Produkt mit einer vermutlich eher marginalen Steigerung der Lebensqualität und abstrus hohem ökologischen Fussabdruck. Und ich glaube man kann 'ne gaaaaanze menge Fernseher, Tablets,... kaufen bevor man so viel Schaden anrichtet wie mit sowas.

    Und da Sie mich vmtl mit ihrem einleitenden Satz gemeint haben möchte ich Ihnen nochmal darlegegen was ich damit meine.
    1. Wohlstand ist immer relativ. Wenn jemand sagt, er achte ausschließlich auf sich selber und alles andere wäre ihm egal, dann lügt er sich was vor. Denn angenommen ihr Lebensstandard wäre exakt gleich, aber alle anderen hätten viel mehr als Sie, dann wären Sie plötzlich in der Situation, dass ihre relative "Armut" ein hindernis darstellt wenn es um soziale Teilhabe geht. Ich glaube Sie sind sich über die Effekte die das auf Sie hätte nicht im Klaren.
    2. Ich persönlich lebe verhältnismäßig spartanisch. Ich hab gar kein großes Verlangen viel Geld auszugeben. Trotzdem hab ich absolut kein Problem damit zuzugeben, dass ich zu einem gewissen grade "neidisch" (oder wie auch immer man das nennen will) auf diejenigen bin, für die Geld keine Rolle spielt. Gar nicht mal so sehr weil ich mir alles mögliche kaufen will, sondern weil es einem Sicherheit gibt. Wenn's morgen politische Unruhen überall auf der Erde gibt, dann setzen sich die feinen Herren in ihre Privatjets und sind von allen negativen Konsequenzen abgeschottet. Wenn das Gesundheitssystem von der Politik im Namen der Wettbewerbsfähigkeit ruiniert wird... kann denen egal sein. Wenn es eine riesen Wirtschaftskrise gibt.... haben die immer noch genug. Ja, das macht micht wütend, dass ausgerechnet die Leute, die massiv politischen Einfluss haben, die Konsequenzen niemals ausbaden müssen ist symptomatisch für das Totalversagen der Poltik seit den 1980ern in wirtschaftspolitischen Fragen.
    3. Ich persönlich bin ja ziemlich radikaldemokratisch eingestellt und wenn es nach mir ginge sollte niemand so viel Einfluss haben wie die Großkapitalisten. Aber wenn schon jemand Einfluss haben sollte, dann hätte den natürlich lieber ich selber (oder Leute, die denken wie ich). Ja, da bin ich auch neidisch drauf. Es ist einfach ein Skandal, dass es eine Klasse von Leuten gibt, die ihre Partikularinteressen als Gesellschaftsinteressen verkaufen können und damit durchkommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.20 01:21 durch Huegelstaedt.

  20. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: gianlucadm 08.03.20 - 01:15

    Huegelstaedt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finds ja interessant wie viele Leute meinen die Ablehnung solche Autos
    > könne nur durch Neid begründet sein. Ja, ich hätte gerne 200 Mio ¤. Ja, ich
    > bin ein bisschen neidisch wenn jemand derartigen Reichtum angehäuft hat.
    > Wer das Gegenteil behauptet ist entweder ein Heiliger oder lügt sich selber
    > was vor. Aber nein, ich würde so ein Auto nicht haben wollen. Nur weil man
    > Geld hat, gibt das einem moralisch nicht das Recht unmengen von Ressourcen
    > für sich zu beanspruchen und die Umwelt zu zerstören.
    > Angenommen jemand würde mich vor die Wahl stellen, ein normales
    > Mittelklassefahrzeug oder diesen Wagen, alle Kosten werden übernommen
    > (Strom, Reperatur, Versicherung, etc.), aber ich dürfte es auch nicht
    > verkaufen sondern müsste es selber nutzen, damit finanzielle Erwägungen
    > keinerlei Bedeutung in der Entscheidungsfindung spielen. Ich würde keine
    > Sekunde brauchen und mich für das Mittelklassefahrzeug entscheiden.
    > Was will man denn mit so einem Ding. Ich würde mich in Grund und Boden
    > schämen meine Verantwortungslosigkeit so zur Schau zu stellen. Mal ganz
    > davon abgesehen wie peinlich es sowieso schon ist mit sowas rumzufahren.
    > Mit den Leuten, die mit ihren extravaganten Karren Aufmerksamkeit erregen
    > wollen (auch wenn sie nicht ökologisch unverantwortlich sind), möchte ich
    > gar nicht assoziiert werden. Sind wir doch mal ehrlich, 90 % der Leute, die
    > Sportwägen fahren tun das nicht weil sie auf 10 % ihrer Strecken mal ein
    > klein bisschen schneller sind oder weil die Beschleunigung an der Ampel ein
    > bisschen größer ist. Da geht es doch meist darum sich selbst zur Schau zu
    > stellen.
    > Es soll Leute geben, die betreiben 'ne ganze Menge aufwand weil sie sehen
    > wie die Welt zugrunde geht. Mit dem Fahrrad oder ÖNV zur Arbeit fahren ist
    > nicht immer spaßig. Sich umweltbewusster zu ernähren ist auch ein ganz
    > schöner Mehraufwand und trotzdem machen es viele. Wenn sich jemand 'nen
    > Picasso ins Wohnzimmer hängen will weil er mal eben ein paar Millionen über
    > hat und ihm das gefällt, dann finde ich das auch nicht super, aber von mir
    > aus soll er das ruhig machen, da hällt sich mein "Neid" (wie das viele hier
    > nennen) in Grenzen. Ich halte auch das für dekadent, aber jedem das seine.
    > Ich will gar nicht wissen was für einen Fussabdruck diese Ungetüme haben
    > und wie viele fähige Ingenieure ihre Zeit damit zubringen so einen Bullshit
    > zu konstruieren obwohl sie mehr als kompetent genug wären in anderen
    > Bereichen was wirklich konstruktives zur Gesellschaft beizutragen.
    > Und wenn mir die Leute immer mit den Arbeitsplätzen kommen, kommt mir
    > sowieso mein Mittagsesssen wieder hoch. Anscheinend ist nichts schädlich
    > genug, dass nicht irgendein Depp mit so einem Scheinargument um die Ecke
    > kommt. Hab das Arbeitsplatzargument schon im Zusammenhang mit der
    > Tabakindustrie, der Legalisierung von Prostitution (wo ich auch nicht
    > grundsätzlich dagegen bin, ist trotzdem BS), Waffenproduktion, Herabsetzung
    > von Sicherheitsvorschriften, usw. gelesen.
    > Wenn wir uns wirklich so um Arbeitsplätze kümmern würden, dann würden wir
    > versuchen Kapital wegzubesteuern und es einer produktiven Verwendung
    > zukommen zu lassen, die dann auch wieder Arbeitsplätze schafft. Es ist
    > sowieso viel zu viel Kapital im Umlauf, das sieht man an den niedrigen
    > Zinssätzen, gibt anscheinend mehr Kapital als produktive
    > Anlagemöglichkeiten. Aber dann würde man ja die oberen 10.000 gegen sich
    > aufbringen. Also jubeln wir lieber den guten Millionären zu und bedanken
    > uns ganz artig dafür, dass als Nebenprodukt ihrer Maßlosigkeit noch ein
    > paar Arbeitsplätze für den Normalbürger herausspringen.
    >
    > Wenn ich mir anschaue wie viele Ressourcen für absoluten Blödsinn
    > draufgehen (sowohl Arbeitskraft als auch Bodenschätze) dann frag ich mich
    > schon, ob eine radikal demokratische anarchistisch-syndikalistische
    > Wirtschaftsordnung tatsächlich unproduktiver wäre. Mal ganz davon
    > abgesehen, dass ich zunehmend den Eindruck habe, dass mit Leuten, die den
    > ganzen Tag in einem hierarchischen System verbringen keine vernünftige
    > Demokratie zu machen ist.

    Ich würde mir auch nicht so einen Wagen leisten, selbst wenn ich könnte. Ich würde mir auch keine Villa leisten, mir reicht meine 1 Zimmer Bude, bisschen größer und schicker wäre zwar nett aber mehr als das brauche ich nicht, da würde ich mich nur einsam fühlen. Sowas muss man ja auch einrichten und auffüllen. Verstehe aber nicht die Abneigung des Threaderstellers, Geld das nur rumliegt bringt NIEMANDEM was oder irre ich mich? Da hab ich lieber Leute mit zu viel Geld die das auch ausgeben als welche, die alles horten. Fließt ja alles wieder zurück ins System. Und mal eben sowas wie den Welthunger besiegen kann man auch vergessen, denn "der Mensch will immer mehr als er hat", am Ende findet sich eh wieder ein neues Problem, zum Beispiel Behausung. Plötzlich hat man Essen, sitzt aber trotzdem auf der Straße.. Besser geht es einem dann nicht wirklich.

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