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Euer Reichtum kotzt mich an

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Re: Neid

    Autor: demon driver 08.03.20 - 15:16

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Weil "bislang alle Versuche", die im Wesentlichen nur einem einzigen, ganz
    > > spezifischen Modell folgten, das im übrigen noch sehr viel dessen
    > > beinhaltete, was es womöglich zu verändern gegolten hätte, ihre Probleme
    > > hatten, kann und darf niemand jemals die Notwendigkeit sehen und
    > > artikulieren, dass die Menschheit etwas Besseres braucht als die
    > > herrschende totale Dauerkatastrophe?
    >
    > Es mag sein, dass es es was besseres gibt. Kann sein, kann auch nicht.
    >
    > Da aber alle Versuche,

    Wie gesagt, "alle" ist in dem Zusammenhang ein irreführendes Wort, denn im Grunde war es nur ein einziger Versuch, auch wenn mehrere Länder in zum Teil geringfügiger Variation desselben Konzepts daran beteiligt waren.

    > das System in welcher Weise auch immer zu ändern, so
    > krachend gescheitert sind, wäre mit lieber, wenn erst einmal andere das
    > ausprobieren. Wenn ein neues, wie auch immer geartetes System in
    > Südamerika, Asien, Kanada oder in einer zu uns vergleichbaren Region gut
    > funktioniert, die Menschen glücklicher sind, zufriedener, ihre Bedürfnisse
    > besser gedeckt werden, usw. dann können wir so etwas gerne im Rahmen eines
    > demokratischen Prozesses bei uns einführen. Aber mir wäre echt lieber, wenn
    > sich da erst einmal andere die Finger verbrennen. Bei uns wurde mehrfach
    > mit anderen Systemen experimentiert, hat nie gut geklappt, sollen andere
    > mal Vorreiter spielen.

    Das Dumme ist, es wird nur funktionieren, wenn sich nahezu weltweit etwas ändert. Solange große Teile der Welt an einem auf Konkurrenz, Profit, maximaler Ausbeutung von Ressourcen und "Wachstum" basierenden Wirtschaftsmodell festhalten, das einen Großteil der globalen Ressourcen kontrolliert, anstatt die globalen Ressourcen einer globalen demokratischen Kontrolle zu unterstellen, und solange Länder mit alternativen Wirtschaftssystemen von außen Ressourcen oder Waren einführen müssen, solange können sie gar keine konsequent "nichtkapitalistischen" sein, denn sie brauchen dafür weiterhin eine Währung mit Wert, und den erhält die Währung nun mal erst durch das Ausmaß, in dem in sie investiertes Geld erfolgreich vermehrt werden kann. Dafür wiederum müssen diese Länder mit einem gewissen Erfolg am kapitalistischen Weltmarkt teilnehmen und dort für den Profit produzieren, anstatt ausschließlich für die Bedürfnisse.

  2. Re: Neid

    Autor: demon driver 08.03.20 - 15:29

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > Die "verdienen" das aber niemals selbst, sondern immer nur durch Ausbeutung
    > > der Arbeitskraft abhängig Beschäftigter.
    >
    > Ausbeutung oder nicht Ausbeutung definiert sich im Arbeitsrecht

    Ausbeutung ist in meiner Verwendung ein ökonomischer, nichtwertender Begriff (analog zu 'Ausbeutung von Bodenschätzen'). Im ökonomischen Sinn ist jedes Beschäftigungsverhältnis die Ausbeutung von Arbeitskraft Beschäftigter durch Unternehmen bzw. Arbeitgeber. Und der Profit des Unternehmers entsteht durch Aneignung des Mehrwerts, den die Arbeitskraft der Beschäftigten über die von ihnen produzierten Waren am Markt realisiert.

  3. Re: Neid

    Autor: demon driver 08.03.20 - 15:39

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf der Welt haben die Starken, die klügsten und die die fleißig sind,
    > schon immer mehr als die anderen Gehabt. Ob es Güter sind oder ob es Geöd
    > ist, spielt dabei keine Rolle.

    Auf der Welt erhalten Millionen und Abermillionen noch so "Starke, Kluge und Fleißige" nie Gelegenheit, gemessen am zivilisatorischen Standard der ersten Welt in nennenswertem Umfang Güter oder Geld zu erwerben. Deine Behauptungen triefen nur so von der Ideologie des Bessergestellten, der sich die Realität so zurechtschwindelt, dass er sich daraus eine Berechtigung zu seinem Bessergestelltsein zusammenzuhämmern vermag, ganz im Sinne der calivinistischen Religion, die Wohlstand und Reichtum bereits als hinreichenden Ausweis von Wohlverhalten definiert hat. Noch perverser, als das bereits ist, ist dann nur der Umkehrschluss, wer es nicht zu Reichtum geschafft habe, müsse halt schwach, dumm und faul sein...

    > Der Mensch wird sich nicht zum Höhlenbewohner zurück entwickeln. Sieh es
    > ein.

    Die in der Jetztzeit unter der Herrschaft von Vertretern deiner Ideologie totalstmöglich exekutierte Barbarei ist für einen gar nicht mal so kleinen Teil der Menschheit ein objektiver Rückschritt hinter die Zeit der Höhlenbewohner.

  4. Re: Neid

    Autor: Oktavian 08.03.20 - 16:02

    > Wie gesagt, "alle" ist in dem Zusammenhang ein irreführendes Wort, denn im
    > Grunde war es nur ein einziger Versuch, auch wenn mehrere Länder in zum
    > Teil geringfügiger Variation desselben Konzepts daran beteiligt waren.

    Ach die Unterschiede zwischen dem Versuch des Nationalsozialismus und dem Kommunismus nach Interpretation Venezuelas sehe ich schon für gegeben.

    > Das Dumme ist, es wird nur funktionieren, wenn sich nahezu weltweit etwas
    > ändert.

    Das ist gut zu wissen, dann müssen wir uns keine Sorgen machen. Warten wir auf Star Trek.

  5. Re: Neid

    Autor: Ach 08.03.20 - 16:35

    demon driver schrieb:
    ------------------------------------------------------

    > Ausbeutung ist in meiner Verwendung ein ökonomischer, nichtwertender
    > Begriff (analog zu 'Ausbeutung von Bodenschätzen'). Im ökonomischen Sinn
    > ist jedes Beschäftigungsverhältnis die Ausbeutung von Arbeitskraft
    > Beschäftigter durch Unternehmen bzw. Arbeitgeber. Und der Profit des
    > Unternehmers entsteht durch Aneignung des Mehrwerts, den die Arbeitskraft
    > der Beschäftigten über die von ihnen produzierten Waren am Markt
    > realisiert.

    Verstehe was du meinst. "Ausbeuten" hat aber doch immer etwas mit der Art und Weise zu tun, auf die man sich an dem Gegenüber bereichert. Ausbeutung verstehe ich als ein sich am Besitze oder der Arbeitskraft seines Gegenübers zu bereichern ohne dem Gegenüber eine entsprechende Gegenleistungen bzw. Bezahlung anzubieten. In deinem Sinne kann man das Wort auch so deuten, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber ausbeuten würde, weshalb IMHO das Verb "nutzen" oder auch "ausnutzen" besser passen würde.

  6. Re: Neid

    Autor: demon driver 08.03.20 - 16:51

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ------------------------------------------------------
    >
    > > Ausbeutung ist in meiner Verwendung ein ökonomischer, nichtwertender
    > > Begriff (analog zu 'Ausbeutung von Bodenschätzen'). Im ökonomischen Sinn
    > > ist jedes Beschäftigungsverhältnis die Ausbeutung von Arbeitskraft
    > > Beschäftigter durch Unternehmen bzw. Arbeitgeber. Und der Profit des
    > > Unternehmers entsteht durch Aneignung des Mehrwerts, den die Arbeitskraft
    > > der Beschäftigten über die von ihnen produzierten Waren am Markt
    > > realisiert.
    >
    > Verstehe was du meinst. "Ausbeuten" hat aber doch immer etwas mit der Art
    > und Weise zu tun, auf die man sich an dem Gegenüber bereichert. Ausbeutung
    > verstehe ich als ein sich am Besitze oder der Arbeitskraft seines
    > Gegenübers zu bereichern ohne dem Gegenüber eine entsprechende
    > Gegenleistungen bzw. Bezahlung anzubieten.

    Das ist der "moralische" Begriff, wie er auch im Arbeitsrecht Verwendung findet. Der ökonomische Begriff, wie ich ihn hier verwendet habe, ist halt ein anderer, mit einer anderen Bedeutung.

    > In deinem Sinne kann man das
    > Wort auch so deuten, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber ausbeuten würde, weshalb IMHO
    > das Verb "nutzen" oder auch "ausnutzen" besser passen würde.

    Nein... Der ökonomische Ausbeutungsbegriff (den nicht ich erfunden habe) benennt explizit die Aneignung des Mehrwerts durch den Arbeitgeber, den Beschäftigte mit ihrer Arbeitskraft erzeugen. Das ist quasi ein "technischer" Begriff für diesen Zusammenhang. Ob das gemäß gesellschaftlicher Konvention als "ok" anzusehen ist, also "Nutzung" oder ggf. "Ausnutzung", das definiert tatsächlich das jeweils gültige Arbeitsrecht (da würde dann wiederum die andere Begriffsvariante Anwendung finden).

  7. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: McAngel 08.03.20 - 16:51

    97% der Menschem arbeiten für 3% der Menschen die Träume haben. Habt ein Ziel und tut JEDEN Tag was dafüt. Dann merkt Ihr, das Geld ein Abfallprodukt ist, das dadurch entsteht um anderen Menschem einen Mehrwert zu bieten.

  8. Re: Neid

    Autor: Ach 08.03.20 - 16:56

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf der Welt haben die Starken, die klügsten und die die fleißig sind,
    > schon immer mehr als die anderen Gehabt. Ob es Güter sind oder ob es Geöd
    > ist, spielt dabei keine Rolle.
    >
    > Der Mensch wird sich nicht zum Höhlenbewohner zurück entwickeln. Sieh es
    > ein.

    Ne stimmt so nicht ganz. Vor allem die körperlich Stärksten haben mehr gehabt in der von dir zitierten Höhle. Die Höhlenbewohner kannten den Demokratiebegriff ja noch gar nicht, und das mit der Intelligenz als unabhängigen Vorteil von Dauer, das kam erst viel später. Wo wir uns tatsächlich hin entwickelt haben ist, die Schere zwischen den Machtextremen soweit zu schließen, und den Ausgangspunkte für jeden soweit zu nivellieren, dass zumindest theoretisch jeder jeden Punkt/Status aus eigener Kraft erreichen kann. Das ist das Versprechen unserer Gesellschaft, und da arbeitet man ganz bestimmt nicht darauf zu, wenn man sich dem Recht des stärkeren unterwirft. Gerade in dem Fall landet man wieder in der Höhle.

  9. Re: Neid

    Autor: Ach 08.03.20 - 17:04

    Wenn dem so ist, dann hört sich das aber wirklich alles andere als "nett" an, so wie sich in der Ökonomie über Arbeitskräfte unterhalten wird, wirklich ganz schön erschreckend. Was ist mit meiner anderen Aussage, dass man im ökonomischen Sinne das Tun des Arbeitnehmers ja auch als eine Ausbeutung seinen Arbeitgebers beschreiben könnte?

  10. Re: Neid

    Autor: demon driver 08.03.20 - 17:09

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wie gesagt, "alle" ist in dem Zusammenhang ein irreführendes Wort, denn im
    > > Grunde war es nur ein einziger Versuch, auch wenn mehrere Länder in zum
    > > Teil geringfügiger Variation desselben Konzepts daran beteiligt waren.
    >
    > Ach die Unterschiede zwischen dem Versuch des Nationalsozialismus und dem
    > Kommunismus nach Interpretation Venezuelas sehe ich schon für gegeben.

    Nationalsozialismus war kein Sozialismus, im Sinne eines Gegenentwurfs zum Kapitalismus, auch wenn er sich zur Verschleierung seines Wesens so nannte – tatsächlich war er eine Extremform des Kapitalismus, die einen beträchtlichen Teil ihrer Verbrechen in konsequenter Anwendung kapitalistischer Grundprinzipien, etwa des Verwertungsprinzips, hervorbrachte.

    > > Das Dumme ist, es wird nur funktionieren, wenn sich nahezu weltweit etwas
    > > ändert.
    >
    > Das ist gut zu wissen, dann müssen wir uns keine Sorgen machen.

    Wenn der status quo keinen Grund zur Sorge liefert, dann weiß ich nicht, worüber man sich überhaupt jemals Sorgen machen sollte.

    > Warten wir auf Star Trek.

    Star Trek beschreibt einen netten Zustand, wenn man mal von den nichtüberwundenen Hierarchien absieht, aber zeigt nicht, wie der funktioniert oder wie man dort hinkommen will. Die vollständige Überwindung jeder Knappheit durch endlose Energie und quasi kostenlose, dezentrale Produktion von allem, was sich nur denken lässt, wird es nicht geben. Wenn die Menschheit nicht noch weiter in die Barbarei abrutschen will, als sie bereits drinsteckt, wird sie sich etwas anderes einfallen lassen müssen, das mit dem immerhin relativen Überfluss an globalen Ressourcen, Produktivität und Arbeitskraft auskommt, den es heute immerhin gibt – in nie zuvor gekanntem Ausmaß. Leider findet keine Verteilung davon statt, die den Menschen gerecht würde – und es gibt seit ca. anderthalb jahrhunderten genug Hinweise darauf, dass die unter den existierenden ökonomischen Rahmenbedingungen auch nicht möglich ist.

    Ich habe nicht die Lösung. Aber es wäre doch wenigstens mal an der Zeit, dass sich die Menschen zusammensetzen und neue Ansätze erarbeiten und diskutieren. Das wäre ureigenste Aufgabe dessen, was sich die aufgeklärte Welt als "Wissenschaft" aufgebaut hat. Aber nichts dergleichen passiert – es bleibt beim "weiter so" (neuerdings allenfalls mit ein bisschen mehr Klima- und Umweltbewusstsein, aber ohne auch nur annähernd ausreichende Änderungen), obwohl jedem klar sein könnte, wo das hinführt.

  11. Re: Neid

    Autor: demon driver 08.03.20 - 17:10

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niaxa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Auf der Welt haben die Starken, die klügsten und die die fleißig sind,
    > > schon immer mehr als die anderen Gehabt. Ob es Güter sind oder ob es
    > Geöd
    > > ist, spielt dabei keine Rolle.
    > >
    > > Der Mensch wird sich nicht zum Höhlenbewohner zurück entwickeln. Sieh es
    > > ein.
    >
    > Ne stimmt so nicht ganz. Vor allem die körperlich Stärksten haben mehr
    > gehabt in der von dir zitierten Höhle. Die Höhlenbewohner kannten den
    > Demokratiebegriff ja noch gar nicht, und das mit der Intelligenz als
    > unabhängigen Vorteil von Dauer, das kam erst viel später. Wo wir uns
    > tatsächlich hin entwickelt haben ist, die Schere zwischen den Machtextremen
    > soweit zu schließen, und den Ausgangspunkte für jeden soweit zu
    > nivellieren, dass zumindest theoretisch jeder jeden Punkt/Status aus
    > eigener Kraft erreichen kann. Das ist das Versprechen unserer Gesellschaft,
    > und da arbeitet man ganz bestimmt nicht darauf zu, wenn man sich dem Recht
    > des stärkeren unterwirft. Gerade in dem Fall landet man wieder in der
    > Höhle.

    Zustimmung!

  12. Re: Neid

    Autor: demon driver 08.03.20 - 17:20

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn dem so ist, dann hört sich das aber wirklich alles andere als "nett"
    > an, so wie sich in der Ökonomie über Arbeitskräfte unterhalten wird,

    Nicht in der gesamten Ökonomie ;-) – sicher nicht in den offiziellen, aber doch in den kritischen, alternativen Gesellschaftswissenschaften. Geprägt hat den Begriff, glaube ich, der Herr Marx – und das war wohl auch nicht als "nett" gedacht. Obwohl der Marx ja auch darauf hingewiesen hat, dass nicht die Unternehmer zu bekämpfen sind, sondern die Verhältnisse.

    > wirklich ganz schön erschreckend. Was ist mit meiner anderen Aussage, dass
    > man im ökonomischen Sinne das Tun des Arbeitnehmers ja auch als eine
    > Ausbeutung seinen Arbeitgebers beschreiben könnte?

    Nicht, wenn die Definition die ist, die ich verwende, und ich wüsste auch sonst nicht, wie das Sinn machen sollte. Das Abhängigkeitsverhältnis geht immer zulasten der Arbeitnehmer. Kein Arbeitgeber muss sich von Arbeitnehmern irgendetwas wegnehmen lassen außer einen gegebenenfalls gesetzlich vorgeschriebenen Lohn, und wenn sein Unternehmen dafür nicht genug erwirtschaftet, dann kann es sich auch nicht mehr "ausbeuten" lassen, denn dann wird es recht schnell seine Existenz beenden. Ein Unternehmer, der mit seinem Unternehmen genug erwirtschaftet, um zu existieren, und im Kapitalismus bedeutet das auf lange Sicht profitabel zu existieren, muss den Beschäftigten im Schnitt weniger zahlen, als sie im Schnitt zum Unternehmensergebnis beitragen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.20 17:22 durch demon driver.

  13. Re: Neid

    Autor: Ach 08.03.20 - 17:55

    > ...Kein Arbeitgeber muss sich von Arbeitnehmern irgendetwas wegnehmen lassen außer einen gegebenenfalls gesetzlich vorgeschriebenen Lohn,...

    Wirklich alles sehr interessant, würde aber an dieser Stelle einwenden, dass das zu einem großen Teil von der Exklusivität der Arbeit abhängt. Wie ersetzbar ist der Arbeitnehmer? Und dann geht es ja auch weniger darum, das Kosten-Nutzen-Verhältnis ins Gegenteil zu verkehren, sondern eher darum, wie genau die Profite aus der "Zusammenarbeit" zwischen den Teilnehmenden aufgeteilt werden. Unter Umständen kann ein exklusiver Arbeitnehmer extrem Ansprüche stellen und die auch erfüllt bekommen. Diese fehlende Exklusivität kann der einfache Arbeitnehmer wiederum dadurch wett machen, dass er einer Gewerkschaft beitritt. Die Gewerkschaft "verbindet" viele und einfach ersetzbare Arbeitnehmer zu einem dann wieder exklusiven, bestimmte Ansprüche aushandelnden "Arbeitskörper".



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.20 18:05 durch Ach.

  14. Re: Neid

    Autor: demon driver 08.03.20 - 18:46

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > ...Kein Arbeitgeber muss sich von Arbeitnehmern irgendetwas wegnehmen
    > lassen außer einen gegebenenfalls gesetzlich vorgeschriebenen Lohn,...
    >
    > Wirklich alles sehr interessant, würde aber an dieser Stelle einwenden,
    > dass das zu einem großen Teil von der Exklusivität der Arbeit abhängt. Wie
    > ersetzbar ist der Arbeitnehmer? Und dann geht es ja auch weniger darum, das
    > Kosten-Nutzen-Verhältnis ins Gegenteil zu verkehren, sondern eher darum,
    > wie genau die Profite aus der "Zusammenarbeit" zwischen den Teilnehmenden
    > aufgeteilt werden. Unter Umständen kann ein exklusiver Arbeitnehmer extrem
    > Ansprüche stellen und die auch erfüllt bekommen. Diese fehlende
    > Exklusivität kann der einfache Arbeitnehmer wiederum dadurch wett machen,
    > dass er einer Gewerkschaft beitritt. Die Gewerkschaft "verbindet" viele und
    > einfach ersetzbare Arbeitnehmer zu einem dann wieder exklusiven, bestimmte
    > Ansprüche aushandelnden "Arbeitskörper".

    Ich würde insofern zustimmen, als dass im Einzelfall Ausnahmen möglich sind. Wenn der Arbeitgeber gezwungen ist, jemandem – etwa dem gesuchten Facharbeiter – ungewöhnlich viel zu zahlen, läuft es dann halt darauf hinaus, dass er dem Rest der Belegschaft entsprechend weniger zahlen muss, um profitabel zu bleiben. Im Kontext der Diskussion hier ist das aber nicht so sehr entscheidend – da ging mit darum, dass das potenziell hohe Einkommen von Unternehmern, angesichts dessen in Frage stand, ob das "aus ehrlicher Arbeit" sei, letztlich im Kern doch immer auf der Arbeit anderer basiert.

  15. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: ghostinthemachine 08.03.20 - 20:05

    Verdammte Kommunisten...

  16. Re: Neid

    Autor: Niaxa 08.03.20 - 20:10

    Nein aber auch ein bedingungsloses Grundeinkommen macht nichts besser. Vom wem soll das kommen?

  17. Re: Neid

    Autor: D43 08.03.20 - 20:30

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein aber auch ein bedingungsloses Grundeinkommen macht nichts besser. Vom
    > wem soll das kommen?


    Natürlich von uns allen.

    Frag dich Mal warum keiner mehr im Handwerk und in der Pflege arbeiten will. Vielleicht weil du nix verdienst und in der Öffentlichkeit auch noch wie ein Versager behandelt wirst.

    Die Schere geht einfach immer weiter auf und das muss ein Ende finden. Die Pendler müssen immer noch weiter zur Arbeit Reisen weil die Mieten unbezahlbar sind. Die Arbeit wird immer mehr ins Ausland verlegt damit der Krimskrams zum Konsum noch "günstiger" wird was uns am Ende wieder ins eigene Fleisch schneidet ( keine Arbeit kein Geld keine Wohnung ).

    Es profitieren sehr wenige und die die eh schon nix mehr haben nehmen auf die denen es noch schlechter geht absolut keine Rücksicht. Niemand denkt mehr an die Menschen an die Tiere und an die Umwelt , es werden nur die Ellenbogen ausgefahren und am liebsten noch Urlaub dort gemacht wo alles so schön günstig ist.

  18. Re: Euer Reichtum kotzt mich an

    Autor: aLpenbog 09.03.20 - 06:48

    Mit Geld kann man doch eh nix machen. Am unteren Ende kannst du dir dann sowas leisten wie Familie oder Alt werden. Dann ggf. ein Häuschen und dann finanzielle Freiheit. Alles darüber ist dann doch nur noch Luxus.

    Kannst das Geld dann horten oder du gibst es der Gesellschaft wieder und holst dir ein paar schöne Sachen.

    Klar ist das keine Karre für den Arbeitnehmer mit 9-5. Für die gibt es aber auch schon genug Autos oder? Ich gönn es den Leuten, auch wenn ich neidisch bin. Das heißt aber nicht, dass ich möchte, dass die Leute weniger haben, selbst ein wenig mehr haben wäre für mich da interessanter :)

  19. Re: Neid

    Autor: Niaxa 09.03.20 - 06:57

    Na klar doch. Gas Wasser scheise wollen die Leute nur wegen der Kohle nicht machen... oder Altenpflege etc... so ein Humbug. Und irgendwer muss mehr haben, oder willst du es der Regierung überlassen Firmen zu Gründen? Wie soll Außenhandel und all das aussehen? In De haben wir nicht die Ressourcen um nur für uns zu sein und Tauschhandel zu betreiben. Dazu kommt das alle Menschen einen unterschiedlichen Bedarf an allem haben. Jemand der teure behandlungsmittel benötigt soll die woher bekommen? Da müsste sich die ganze Welt anpassen. Bis das geregelt ist philosophieren deine Urenkel noch und es werden so oder so nicht alle mitmachen.

    Schöne Vorstellung einer heilen Welt die es nie geben wird.

  20. Re: Neid

    Autor: Citadelle 09.03.20 - 08:30

    Also da wo ich wohne kriegst Du keinen Job als Müllmann.
    Die Jobs sind längst unter der Hand gesichert.

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