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Zeit für eine Luxus steuer

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  1. Re: Zeit für eine Luxus steuer

    Autor: Nutzer-name 23.04.22 - 14:01

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nope, du zahlst Kilometer pauschal zur ersten Tätigkeitsstätte. Man tut gut
    > daran, keine solche zu haben - dann zahlt man gar nix.

    Aja.. Firmenwagen und keine erste Tätigkeitsstätte. Macht Sinn und kommt sehr oft vor. Vor allem in der Preis-, Gehaltsregion.

  2. Re: Zeit für eine Luxus steuer

    Autor: Doener 23.04.22 - 14:06

    donadi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genauso schädlich sind Menschen, die sich die sich Schwein für 99ct/kg beim
    > Aldi kaufen, ihre Klamotten bei KIK holen und sonst nur billige Nahrung in
    > Plastik kaufen. Das alles womöglich noch in einem abgeranzten Diesel ohne
    > DPF, weil der mit 200.000km durch war und raus musste, da kein Geld für ein
    > neuen.
    >
    > So, jetzt du wieder.

    Wie können wir den Leuten helfen, die kein Geld für ein neues Auto, teure Klamotten oder gutes Essen haben?
    Ich würde vorschlagen das die Leute die zu viel Geld haben und sich "Luxus" gönnen dabei helfen.
    Wenn es doch nur eine gute Möglichkeit gäbe, vielleicht sowas wie eine Luxussteuer?

    So, jetzt du wieder.

  3. Re: Zeit für eine Luxus steuer

    Autor: Nutzer-name 23.04.22 - 14:10

    Drohnald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, das reicht überhaupt nicht.
    > Reiche Eltern sind ein dermaßen massiver Einfluss auf den Bildungs- und
    > beruflichen Erfolg, da könnte man hier 10 Seiten schreiben.
    > Nur in Stichpunkten ein paar Beispiele, worüber arme Leute die nur
    > studieren wollen sich Gedanken machen MÜSSEN:
    > Studienfach? Wohnungssuche (Zeitpunkt d. Einzugs, Entfernung zur Uni, max.
    > Miete, passende Mitbewohner), Mobilität (Führerschein überhaupt vorhanden?
    > Lohnt sich der?), Nebenjobsuche (passende Arbeitszeiten, genug Einkommen,
    > flexibel bei Prüfungen etc.), Auslandssemester bezahlbar? BaFög?
    > Regelstudienzeit -> BaFög Ende? Studiengang wechseln -> BaFög? Welcher
    > Computer für dieses Studium? Welchen Internetanbieter?
    > Einkaufsmöglichkeiten? Küche in der Wohnung vorhanden?
    >
    > Das alles ist mit Geld gar keine Frage.
    > Jetzt klar, warum das mit "Arsch hochriegen" NICHTS zu tun hat, weil
    > NIEMAND diesen Vorteil von reichen Eltern auch nur Ansatzweise ausgleichen
    > kann?

    Ohhh mein Gott! Das sind alles so unmöglich komplizierte Umstände!
    Kriegt man alles gelöst, wenn man den Hintern hoch kriegt. Ansonsten ja, bin total bei dir, dass ist eine sehr beliebte Argumentation, von denen, die erwarten man bekommt alles geschenkt, oder vom Himmel gefallen.

  4. Re: Zeit für eine Luxus steuer

    Autor: Doener 23.04.22 - 14:16

    donadi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe einen Migrationshintergrund, Eltern einfache Arbeiter. Bin mit 8
    > nach Deutschland gekommen (89), Schule, Ausbildung FiSi, Beruf. Firma 1,
    > Firma 2, jetzt in der dritten angestellt, Fachlich gas gegeben und Fit.
    > Frau gleiche Karrierebahn, Migration, Schule, Studium (selbstfinanziert
    > durch Jobs, Bafög Kredit)
    >
    > Inzwischen verdienen wir 2x sechsstellig Brutto, haben Haus und Kinder.
    > Sicher, die Kids werden nicht unbedingt ein Studienkredit aufnehmen müssen
    > - aber nur, weil wir, die Eltern, den "Arsch hochgekriegt" haben und trotz
    > schwieriger Umstände als erste Generation der Familie in Deutschland selbst
    > was auf die Kette bekommen haben. Nur wer Leistung bringt, kann sich auch
    > was leisten.

    Es kann System bedingt nicht jeder Gewinne. Auf einen Gewinner kommen viele Verlierer. Die Frage ist, wie groß soll der Unterschied sein zwischen den Gewinnern und den Verlierern. Warum darf ein Verlierer sich kein gesundes Essen leisten oder die Teilnahme an einem Sportverein? Warum dürfen die Kinder des Verlierers nicht dieselben Chancen haben, wie andere Kinder?

    Eine Luxussteuer könnte hier ansetzen. Ob jetzt das Auto 140.000 oder 150.000 kostet, ist in der Preisregion kein wirkliches Entscheidungskriterium.

  5. Re: Zeit für eine Luxus steuer

    Autor: Wizzzard 25.04.22 - 07:56

    Lesenswert zum Thema "Neiddebatte vs. Leistungsgerechtigkeit":
    mem-wirtschaftsethik[Punkt]de/das-mem/publikationen/zwischen-neidargument-und-dschungeltheorie/
    ([Punkt] durch . ersetzen)

    Auszug:
    "Das Neidargument, häufig en passant geäußert, ist ein typischer Fall der
    Erschleichung einer normativen (hier: apologetischen) Behauptung durch eine
    empirisch und insofern ‚wertfrei‘ vorgetragene Aussage. Sein Sinn liegt darin, sich
    gar nicht erst auf einen Gerechtigkeitsdiskurs einzulassen. Vorausgesetzt wird dabei
    eine Art Dschungeltheorie der Einkommenserzielung. Diese nimmt an, Einkommen
    würden solitär erwirtschaftet, im einsamen Kampf des Einzelnen im Dschungel des
    anonymen Marktes. Wer leistungsfähig und fleißig ist, kommt mit einer ‚fetten
    Beute‘ (sprich: einem hohen Einkommen) aus dem Dschungel in die Gesellschaft
    zurück, wer weniger leistungsfähig oder fauler ist, bringt halt weniger mit nach
    Hause.
    In die Gesellschaft zurückgekehrt, erwartet die Erfolgreichen jedoch häufig nicht
    Anerkennung für die von ihnen geschaffenen beziehungsweise erbeuteten
    ‚Werte‘ (als würden irgendwie alle davon profitieren). Vielmehr sehen sie sich mit
    dem Neid der Leistungsschwachen oder Faulen konfrontiert, und sie werden nicht
    belobigt, sondern zuweilen ganz im Gegenteil gescholten: ”Deutschland ist das
    einzige Land, wo diejenigen, die erfolgreich sind und Werte schaffen, deswegen vor
    Gericht stehen”, beklagte Josef Ackermann, Vorstandssprecher der Deutschen
    Bank, bei seinem Auftritt im Mannesmann-Prozess, bei dem er wegen der
    Gewährung einer Abfindung an den letzten CEO der Mannesmann AG, Klaus Esser,
    in Höhe von 30 Millionen Euro der Beihilfe zur Untreue angeklagt war (und heute
    erneut angeklagt ist).
    Die Dschungeltheorie ignoriert den schlichten Umstand, dass Einkommen stets
    arbeitsteilig erwirtschaftet werden und Anteile an einem Sozialprodukt bilden –
    sowohl betrieblich als auch volkswirtschaftlich gesehen. Sie übersieht, dass wir, um
    im Bild zu bleiben, im Dschungel nicht etwa nur auf wilde Tiere oder Früchte stoßen,
    sondern unsere Beute mit und gegen eben dieselben Personen erwirtschaften, die
    wir auch in der Gesellschaft sonst antreffen, also Mitarbeitende, Kapitalgeber,
    Kunden und auch Konkurrenten, die wir möglicherweise aus dem Rennen geworfen
    haben. Sie alle zusammen ermöglichen dem Einzelnen die Erzielung eines
    Einkommens – auch dem Vorstandschef.
    Aus ethischer Perspektive behauptet die Dschungeltheorie, dass die Kritiker
    lediglich Solidarität einforderten, so als sagten sie: ‚Gebt uns auch etwas von eurer
    Beute, eurem Reichtum ab.‘ Und sie weist diesen Anspruch sogleich als
    unberechtigt und übergebührlich zurück: ‚Schafft doch selber! Zeigt
    Eigenverantwortung!‘ Ihr kommt gar nicht in den Sinn, dass es sich hier um eine
    Frage der Verteilungsgerechtigkeit beziehungsweise Fairness handeln könnte.
    Reine Solidarität ist der Anspruch zur Unterstützung Schwächerer, ohne für deren
    Los kausal (mit-)verantwortlich zu sein. Sie manifestiert sich paradigmatisch in der
    Spende an eine fremde Person, zu der mit der Spende erstmals (und häufig
    letztmalig) eine Interaktionsbeziehung aufgenommen wurde. Fairness bezieht sich
    hingegen auf Verpflichtungen innerhalb bereits bestehender
    Interaktionsbeziehungen, insbesondere auf Austauschbeziehungen. Ihre Kernfrage
    lautet: Wie ist die gemeinsame Wertschöpfung auf all diejenigen, die zu ihr
    beigetragen haben, in fairer Weise zu verteilen? Ebenso lässt sich nach der
    Fairness der Verteilung der Lasten für eine gemeinsame Sache fragen.

    Bei reiner Solidarität steht die Bedürftigkeit der anderen Person im Zentrum, bei der
    Fairness oder Verteilungsgerechtigkeit ihr Leistungsbeitrag. Insofern ist
    Verteilungsgerechtigkeit stets als Leistungsgerechtigkeit zu begreifen. Es dürfte klar
    sein, dass sich Leistungsgerechtigkeit nicht am Schreibtisch des Ethikers
    ausrechnen oder dekretieren lässt – und es ist äußerst unredlich, die Frage der
    Verteilungsgerechtigkeit für irrelevant zu erklären, weil dies offenbar nicht möglich
    ist. Es lassen sich immerhin Eckpunkte angeben, die zur begrifflichen Klarheit
    beitragen und dabei helfen sollten, Verteilungsfragen und insbesondere die Frage
    der Legitimität der Managervergütungen systematischer anzugehen und die
    üblichen Verkürzungen zurückzuweisen. "

  6. Re: Zeit für eine Luxus steuer

    Autor: Nutzer-name 25.04.22 - 12:55

    Wizzzard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lesenswert zum Thema "Neiddebatte vs. Leistungsgerechtigkeit":
    > mem-wirtschaftsethikde/das-mem/publikationen/zwischen-neidargument-und-dsch
    > ungeltheorie/
    > ( durch . ersetzen)

    Naja... viel Text viel Schwurbelei bei der man merkt es geht weniger um den Inhalt und Argumentation, sondern um viel Text zu erzeugen.

    Es wird übrigens kein Stück darauf eingegangen, warum die Neiddebatte ein weitestgehend deutsches Fänomen ist.

  7. Re: Zeit für eine Luxus steuer

    Autor: GourmetZocker 25.04.22 - 15:37

    Überall auf der Welt ist man schon für eine faire Vermögensverteilung:
    https://youtu.be/H32z45o0WxA

  8. Re: Zeit für eine Luxus steuer

    Autor: Wizzzard 26.04.22 - 07:36

    LordNelson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wizzzard schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > LordNelson schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Du zahlst ja auch weniger Steuern. Von daher ist doch alles gut.
    > >
    > > Diese pauschale Aussage stimmt nicht unbedingt, da die real gezahlten
    > > Steuern oft nicht dem theoretischen Steuersatz entsprechen.
    > > Illustratives Beispiel:
    > >
    > handelsblattcom/politik/international/rede-zur-lage-der-nation-buffetts-sek
    >
    > > retaerin-zahlt-prozentual-mehr-steuern-als-ihr-chef/6109240-2html
    > >
    > > durch . ersetzen - Golem lässt mich keine Links posten.
    >
    > Prozentual und absolut? Zudem ist die Frage, wie oft kommt es vor, dass
    > dieser Fall tatsächlich eintritt.
    > Eine Vereinfachung des Steuerrechts würde hierbei sicherlich helfen. Nur
    > das wird aus den unterschiedlichsten Gründen ja nicht gewollt.

    Hierzu eine nicht erschöpfende Aufstellung (inkl. Quellenangaben), wieviel Geld durch Steuerprivilegien hierzulande (DE) von unten nach oben umverteilt wird:
    finanzwende[Punkt]de/kampagnen/steuerprivilegien-kippen/die-zehn-wichtigsten-steuerprivilegien-und-die-80-milliarden-euro/

    [Punkt] durch . ersetzen

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