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Fehler, ungenaue Annahmen und warum VW != VW ist

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  1. Fehler, ungenaue Annahmen und warum VW != VW ist

    Autor: Pingu 26.09.15 - 16:16

    Als erstes, es gibt nicht nur 1 ECU im Fahrzeug. In einem aktuellen Golf sind es je nach Ausstattung um die 40 ECU. Jede hat ihre Aufgaben und alle arbeiten im Verbund.

    Als nächstes geht der Artikel davon aus, dass VW extra eine Teststanderkennung eingebaut hat, um manipulieren zu können. Dabei müsste jedem Ingenieur mit einem gesunden Menschenverstand sofort klar sein: "Ich musss einen Teststand erkennen können, genauso wie ich Matsch erkennen muss, Eisglätte und anderes."

    Das Fahrzeug, wie alle anderen aktuellen Fahrzeuge auch, hat aktive Sicherheitssysteme wie ABS, Traction Control, Crash Detection und einiges mehr. Dafür sind verschiedenste Sensoren verbaut, um die jeweiligen Situationen erkennen zu können, um darauf reagieren zu können. Wenn ich also die Situation habe, dass 2 Räder auf einer Achse durchdrehen, aber sonst keine Beschleunigung entsteht, dann muss ich mir Gedanken machen was dafür der Grund ist. Ist der Grund, dass ich durchdrehende Räder im Matsch oder auf Eis habe oder ist es eben eine Situation auf einem Teststand. Entsprechend muss das Traction System darauf reagieren. Noch interessanter wird es im Zusammenhang mit der Abstandserkennung. Auch darauf muss das System reagieren. Deshalb müssen natürlich verschiedene Szenarien, eigentlich alle Szenarien die vorkommen können, klassifiziert werden und entsprechende Reaktionen des Gesamtsystems definiert werden. Selbst die Motorsteuerung muss darauf unterschiedlich reagieren.
    Was natürlich nicht passieren darf, ist, die Emissionssensoren zu ignorieren.

    Außerdem: wer ist VW? VW - genauer VAG - ist ein riesiger Konzern, der das Modulprinzip voran gebracht hat. Alles was innerhalb eines Konzernteils entwickelt wird, muss als Modul entwickelt werden, um von anderen Teilen nutzbar zu sein. So hat ein Teil im Konzern, aus dem Bereich Motorenentwicklung ganz dämlich ganz großen Mist gebaut. Alle die diesen Motor genutzt haben, haben nun dieses Problem: VW, Audi, Seat, Skoda, und eben VW Nutzfahrzeuge. Deshalb bin auch ich der Meinung, dass dies eine Entscheidung irgendwo im mittleren Management war (in 2005), die nicht weiter getragen wurde.

    Also etwas mehr Inhalt und Hintergrundwissen erwarte ich von einer News für "Profis".

  2. Re: Fehler, ungenaue Annahmen und warum VW != VW ist

    Autor: HalliGalli123 27.09.15 - 19:23

    Wenn schon Erbsenzählerei, dann bitte richtig. Auslöser des Skandals war von Anfang nicht, dass die Software von VW auf die Prüfstandsfahrten reagiert, sondern wie sie das tut. Auch Golem behauptet da nichts anderes.
    Unter dem Namen „VAG“ firmiert der Laden schon seit den 80ern nicht mehr. Korrekt wäre die Bezeichnung „VW AG“.
    Wann und vom wem die Entscheidung getroffen wurde, weiß außer den betreffenden Personen momentan wohl niemand. Alle Äußerungen dazu wären derzeit reine Spekulation. Auch da verstehe ich nicht, was genau sie der Berichterstattung hier vorwerfen.

  3. Re: Fehler, ungenaue Annahmen und warum VW != VW ist

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 28.09.15 - 07:25

    Pingu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als erstes, es gibt nicht nur 1 ECU im Fahrzeug. In einem aktuellen Golf
    > sind es je nach Ausstattung um die 40 ECU. Jede hat ihre Aufgaben und alle
    > arbeiten im Verbund.

    Korrektur, bei Mittel und Oberklasse Autos sind es - je nach Ausstattung - oft >80 ECUs.

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)

  4. Re: Fehler, ungenaue Annahmen und warum VW != VW ist

    Autor: AllDayPiano 29.09.15 - 09:39

    Eigentlich sind es ja DCU und keine ECU. Es wäre schon arg komisch wenn ein simpler Motor 80 Steuergeräte brauchen würde. Soooo weltbewegend ist die Technik jetzt auch nicht.

  5. Re: Fehler, ungenaue Annahmen und warum VW != VW ist

    Autor: mfeldt 01.10.15 - 14:21

    Pingu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Als nächstes geht der Artikel davon aus, dass VW extra eine
    > Teststanderkennung eingebaut hat, um manipulieren zu können. Dabei müsste
    > jedem Ingenieur mit einem gesunden Menschenverstand sofort klar sein: "Ich
    > musss einen Teststand erkennen können, genauso wie ich Matsch erkennen
    > muss, Eisglätte und anderes."
    >
    > Das Fahrzeug, wie alle anderen aktuellen Fahrzeuge auch, hat aktive
    > Sicherheitssysteme wie ABS, Traction Control, Crash Detection und einiges
    > mehr. Dafür sind verschiedenste Sensoren verbaut, um die jeweiligen
    > Situationen erkennen zu können, um darauf reagieren zu können. Wenn ich
    > also die Situation habe, dass 2 Räder auf einer Achse durchdrehen, aber
    > sonst keine Beschleunigung entsteht, dann muss ich mir Gedanken machen was
    > dafür der Grund ist. Ist der Grund, dass ich durchdrehende Räder im Matsch
    > oder auf Eis habe oder ist es eben eine Situation auf einem Teststand.


    Technisch eine interessante Frage. Ist eigentlich bekannt, wie das gelöst wurde? Je nachdem, wie es gemacht wurde, kann man ja auch die kriminelle Energie abschätzen, die dahintersteckt... Eine weitere Möglichkeit zur Teststanderkennung in modernen Fahrzeugen dürfte doch sicher GPS bieten...

    Außerdem wird es dann womöglich tatsächlich kriminell Sicherheitskritisch ... wenn das Auto auf Eisglätte in's Schleudern kommt, die Software aber nicht beim Stabilisieren hilft sondern nur die Kat-Leistung hochfährt ist Schluß mit lustig!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.15 14:22 durch mfeldt.

  6. Re: Fehler, ungenaue Annahmen und warum VW != VW ist

    Autor: Mastercontrol 01.10.15 - 16:29

    mfeldt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pingu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    >
    > > Als nächstes geht der Artikel davon aus, dass VW extra eine
    > > Teststanderkennung eingebaut hat, um manipulieren zu können. Dabei
    > müsste
    > > jedem Ingenieur mit einem gesunden Menschenverstand sofort klar sein:
    > "Ich
    > > musss einen Teststand erkennen können, genauso wie ich Matsch erkennen
    > > muss, Eisglätte und anderes."
    > >
    > > Das Fahrzeug, wie alle anderen aktuellen Fahrzeuge auch, hat aktive
    > > Sicherheitssysteme wie ABS, Traction Control, Crash Detection und
    > einiges
    > > mehr. Dafür sind verschiedenste Sensoren verbaut, um die jeweiligen
    > > Situationen erkennen zu können, um darauf reagieren zu können. Wenn ich
    > > also die Situation habe, dass 2 Räder auf einer Achse durchdrehen, aber
    > > sonst keine Beschleunigung entsteht, dann muss ich mir Gedanken machen
    > was
    > > dafür der Grund ist. Ist der Grund, dass ich durchdrehende Räder im
    > Matsch
    > > oder auf Eis habe oder ist es eben eine Situation auf einem Teststand.
    >
    > Technisch eine interessante Frage. Ist eigentlich bekannt, wie das gelöst
    > wurde? Je nachdem, wie es gemacht wurde, kann man ja auch die kriminelle
    > Energie abschätzen, die dahintersteckt... Eine weitere Möglichkeit zur
    > Teststanderkennung in modernen Fahrzeugen dürfte doch sicher GPS bieten...
    >
    > Außerdem wird es dann womöglich tatsächlich kriminell Sicherheitskritisch
    > ... wenn das Auto auf Eisglätte in's Schleudern kommt, die Software aber
    > nicht beim Stabilisieren hilft sondern nur die Kat-Leistung hochfährt ist
    > Schluß mit lustig!

    Wieso wenn du GPS zu Grunde legst auf Glatteis bewegst du dich doch nur die Räder drehen sich evtl nicht. Also wäre es ja wieder ein eindeutiger zustand. Aber mir Fallen so auf Anhieb 10 Möglichkeiten ein wie das Auto merkt das es auf dem Prüfstand ist. In Deutschland ist es aber ja egal unsere Toleranzwerte liegen für Stickoxide viel höher als in den USA. Auch ohne Manipulation sind die Wagen noch im grünen bereich.

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