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Es ist halt doch eine US-Firma

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  1. Es ist halt doch eine US-Firma

    Autor: wasabi 21.07.16 - 12:53

    Schon beim Model S sagen ja manche, dass es eben die "Viel-hilft-Viel-"Amilösung ist: Man packt halt einen riesigen schweren Akku ins Auto, dadurch hat man eine hohe Reichweite. Während man hierzulande z.B. bei BMW eher auf HiTec und "zukünftige urbane Mobilität" setzt.

    Ok, letztlich ist nur die Reihenfolge anders herum: Tesla fängt oben an, die anderen unten. Macht ja durchaus sinn, aber irgendwie wird der Plan meiner Meinung nach etwas verwässert. Ursprünglich war die Idee, mit dem teuren Roadster anzufangen, dann was erschwinglicheres, dann später noch mal günstiger usw. Mit Model S und Model 3 passt das auch. Aber ich dachte, es würde dann noch weiter runter gehen. Satttdessen wurde das Model X dazwischen geschobenen (ein großer, SUV/Van-Verschnitt, auch recht amerikanisch), und jetzt soll tatsächlich ein PickUp kommen. Ja, die sind in den USA eben beliebt. Tesla versucht offenbar massiv das Elektroauto von diesm Image zu befreien:
    https://www.youtube.com/watch?v=scRMzdfBQWg

    Wobei sie ja auch durchaus erfolgeich sind. Ich frage mich nur, ob sie - wenn sie auch am Weltmarkt erfolgereich sein möchten - die dortigen Wünsche berücksichtigen müssen.

    Ein noch bestehendes "Problem" für Tesla ist aber ja auch, dass sie einerseits den Anspruch auf eine hohe Reichweite haben, aber gleichzeitg Batterin eben noch groß, schwer und teuer sind. Viele denken ja immer noch "Ein Tesla schafft über 400km, die deutschen E-Autos kommen nur 150km weit, Tesla ist weit überlegen". Das ist natürlich quatsch. Auch Tesla ist (noch) nicht in der Lage, einen Elektro-Kleinwagen mit 400km Reichweite anzubieten. Auch das Model 3 wird einen kleineren Akku haben als das Model S. Wenn Tesla schon jetzt eine Smart-artiges Auto auf den Markt bringen würde, dann hätte das auch eine eher geringe Reichweite. Da würde dann vielleicht auffalen, dass die auch nur mit Wasser kochen :-)

    Allerdings sind so kleine Autos in den USA ja eh weniger beliebt als hier. Dass man dort eher auf große schwere Autos steht kommt Tesla sehr entgegen.

  2. Re: Es ist halt doch eine US-Firma

    Autor: NotAlive 21.07.16 - 13:40

    Was bringt einem denn ein Kleinwagen mit 150Km Reichweite außer man lebt in der Stadt? Auch finde ich nicht das das Model X "Amerikanisch" aussieht. Eigtl ist genau solches Design überall. Im Vergleich sind die anderen Elektroautos, abgesehen vom E-Golf (ist ja letztendlich auch nur ein Gold..) extrem hässlich. Bestes Beispiel ist der i3.

    Ich weiß jetzt nicht ob die 150 wirklicher Nutzwert sind, oder Idealfall. Wenn das nur Idealfall ist, wirds für viele schon schwer nur zur Arbeit und zurück zu kommen. Geschweige denn wenn man mal wohin weiter fahren möchte. Ich meine damit nicht in den Urlaub. Eher so nächste Großstadt, Verwandte, whatever.

    #ProduktivbeiderArbeit

  3. Re: Es ist halt doch eine US-Firma

    Autor: PiranhA 21.07.16 - 13:57

    Der aktuelle i3 hat eine NEFZ Reichweite von 300km, realistisch sind das immer noch 200km. Das gleiche gilt auch für den kommenden E-Golf ([www.electrive.net]). 2018, also wenn der Model 3 etwa erhältlich sein wird, sollen es auch real über 300km werden.

    Aktuell ist die Reichweite eines Model S (fast 80.000 Euro für > 400km NEFZ) einfach nicht zum Preis eines i3 oder e-Golf drin. Das Model 3 wird in etwa so viel wie ein i3 oder e-Golf kosten und bei Erscheinen auch ähnliche Reichweiten haben.

  4. Re: Es ist halt doch eine US-Firma

    Autor: oxybenzol 21.07.16 - 14:12

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon beim Model S sagen ja manche, dass es eben die
    > "Viel-hilft-Viel-"Amilösung ist: Man packt halt einen riesigen schweren
    > Akku ins Auto, dadurch hat man eine hohe Reichweite. Während man
    > hierzulande z.B. bei BMW eher auf HiTec und "zukünftige urbane Mobilität"
    > setzt.
    >

    Die Verkaufszahlen sprechen eindeutig für viel hilft viel. Du weisst doch, ein teures Auto verkauft sich seltener als ein billiges. Nur selbst im Anti-E-Autoland Deutschland läuft das Model S besser als der i3.

    > Wobei sie ja auch durchaus erfolgeich sind. Ich frage mich nur, ob sie -
    > wenn sie auch am Weltmarkt erfolgereich sein möchten - die dortigen Wünsche
    > berücksichtigen müssen.
    >
    Wird man sehen, wenn die Produktionszahlen hoch genug sind. Zur Zeit geht alles weg was produziert wird und das ohne den bei anderen Herstellern üblichen Rabatt.

  5. Re: Es ist halt doch eine US-Firma

    Autor: wasabi 21.07.16 - 14:31

    > Was bringt einem denn ein Kleinwagen mit 150Km Reichweite außer man lebt in
    > der Stadt?
    Es gibt ja durchaus Menschen, die sich eben Autos mit solcher Reichweite kaufen.

    > Auch finde ich nicht das das Model X "Amerikanisch" aussieht.
    Das bezog sich mehr aufs Konzept. SUVs sind zwar auch hier im Trend, aber urspünglich doch eher amerikanisch. Es ist auch noch nicht mal ein richtigter SUV, mehr eine Art hoher Minivin oder sowas. Kennst du die Mercedes R-Klasse? Das ist auch so ein wuchtiges Teil, wo man die ganze viele reinpacken kann, und die auf einer SUV-Plattform steht. Die ist auch primär für den amerikanmischen Markt entwickelt worden (wird dort gebaut, gab es dort eher zu kaufen als hier, wird hier kaum verkauft).

    > Eigtl ist genau solches Design überall.
    ich mag das Tesla Design an sich, das Model S finde ich richtig schick. Aber den X eher häßlich... vor allem das Heck.

    >... extrem hässlich. Bestes Beispiel ist der i3.
    Tja, ich bin wohl einer der wenigen, die dem Design des i3 was abgewinnen können :-) Obwohl ich sonst eher "konseratvi" bin was Auto Design angeht (ich mag das VW Design, viele andere finden es langweilig). Aber der i3 ist recht konsequent und auf interessante Art modern und in sich stimmig.

    > Ich weiß jetzt nicht ob die 150 wirklicher Nutzwert sind, oder Idealfall.
    > Wenn das nur Idealfall ist, wirds für viele schon schwer nur zur Arbeit und
    > zurück zu kommen. Geschweige denn wenn man mal wohin weiter fahren möchte.
    > Ich meine damit nicht in den Urlaub. Eher so nächste Großstadt, Verwandte,
    > whatever.
    Es gibt einige Haushalte die eh zwei Autos haben. Da kann der zweite oft problemlos ein E-Auto mit relativ geringer reichweite sein, wenn sie zuhause laden können. Es gibt auch viele Leute in Vororten/Metropolspeckgürteln/kleineren Stdädten/ etc., die selbst mit einem PlugInhybrid, der nur 40km elektrisch schafft, ein Großteil ihrer fahren komplett elektrisch zurückzulegen.

  6. Re: Es ist halt doch eine US-Firma

    Autor: NotAlive 21.07.16 - 14:49

    Ich gehe mal in dem Fall von mir selbst aus, ich muss täglich gut 70Km zur Arbeit/Zurück fahren. Wenn dann noch Klima, Boardcoumputer und was weiß ich an ist und man etwas sportlicher fährt, bin ich mir nicht sicher ob man mit diesen 150Km weit kommt. Ich finde irgendwie das man mit 150-200Km nicht so wirklich flexibel ist, aber naja.

    Ich finde das Design von VW gut, auch das von Tesla. Aber der i3, ne da hörts bei mir auf :D

    Aber klar kommt auf die Situation an, meine Eltern arbeiten in der selben Stadt, wenn die Täglich mehr als 10Km haben, ists schon viel - da würde natürlich ein E-Auto sinn machen.

    Aber ist ja alles geschmackssache. Ich fahre lieber ein etwas größeres Auto, anstelle eines etwas größeren Smarts.

    #ProduktivbeiderArbeit

  7. Re: Es ist halt doch eine US-Firma

    Autor: wasabi 21.07.16 - 15:15

    > Ich gehe mal in dem Fall von mir selbst aus, ich muss täglich gut 70Km zur
    > Arbeit/Zurück fahren. Wenn dann noch Klima, Boardcoumputer und was weiß ich
    > an ist und man etwas sportlicher fährt, bin ich mir nicht sicher ob man mit
    > diesen 150Km weit kommt. Ich finde irgendwie das man mit 150-200Km nicht so
    > wirklich flexibel ist, aber naja.

    Ich habe mich immer gefragt: Wo ist denn nun eigentlich die Grenze, ab wann ein E-Auto praxistauglich ist? Letztlich ist das individuell. Ich würde sagen, du bist eher die Ausnahme mit einem so weiten Weg zu Arbeit. Stattdessen finden aber wohl die meisten Menschen schon ab 5 Kilometern den Arbeitsweg (oder auch andere Ziele) zu weit, um das Fahrrad zu nehmen (oder sie sind Memmen, was das Wetter angeht, müssen Sachen transportieren, finde Fahrrad fahren eh doof...). Und je nachdem wo man wohnt und wo die Arbeitsstelle ist, ist auch ÖPNV keine Alternative - oder er wird eh aus Prinzip abgelehnt.

    Eine Freundin von mir wohnt wie ich auch mitten in Düsseldorf. Hier im Ort in der Freizeit macht sie vieles zu Fuß, mit dem Fahrrad, oder auch mit der Bahn. Aber zur Arbeit fährt sie immer mit dem Auto - obwohl das eben auch nur 5km sind, die super mit dem Rad zu fahren sind, manchmal sogar schneller (sie beklagt sich oft über den Stau).

    Und sie ist eben sogar ein Stadtmensch die privat das meiste ohne Auto macht. Es gibt aber viele Menschen, die eben nicht mitten in der Großstadt wohnen, und die nehmen für alles mögliche das Auto: Arbeit, Sportverein, Musikschule, Berufschule, Einkaufen, Kino, Theater, Restaurants, Freunde besuchen,... Auch wenn das dann oft nicht mehr als 10km sind (oder gar deutlich weniger).




    >
    > Ich finde das Design von VW gut, auch das von Tesla. Aber der i3, ne da
    > hörts bei mir auf :D
    >
    > Aber klar kommt auf die Situation an, meine Eltern arbeiten in der selben
    > Stadt, wenn die Täglich mehr als 10Km haben, ists schon viel - da würde
    > natürlich ein E-Auto sinn machen.
    >
    > Aber ist ja alles geschmackssache. Ich fahre lieber ein etwas größeres
    > Auto, anstelle eines etwas größeren Smarts.

  8. Re: Es ist halt doch eine US-Firma

    Autor: masel99 21.07.16 - 20:58

    oxybenzol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Verkaufszahlen sprechen eindeutig für viel hilft viel. Du weisst doch,
    > ein teures Auto verkauft sich seltener als ein billiges. Nur selbst im
    > Anti-E-Autoland Deutschland läuft das Model S besser als der i3.

    Vielleicht weil der BMW i3 in seinem Marktsegment Konkurrenz hat (z.B. vom Renault Zoe) und der Tesla S nicht.

    Oder vielleicht auch weil der ein oder andere die Anschaffung wegen der 4000 Euro Kaufprämie verschoben hat, für die der Tesla S zu teuer ist.

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