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Noch zu unausgereift

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  1. Noch zu unausgereift

    Autor: Yo 13.12.18 - 11:05

    Angesichts der vielen Artikel über Schnellladestationen, neue Standards und jetzt das mit dem Crashtest (da folgen nun auch sicher von anderen Herstellern entsprechende Videos) zeigt sich doch nur eines: Das ganze Thema "e-Auto" ist noch nichtmal Ansatzweise ausgereift. Im Prinzip verfolgen wir öffentlich die Entwicklung von Bananaware die bereits an Kunden verkauft wurde.

    Für mich steht an oberster Stelle das Problemthema "Akku". Die bisherig eingesetzte Akkutechnik verwendet Chemische Elemente/seltene Erden die nur begrenzt vorkommen. Abbau zumeist in 3. Welt Ländern mit all den Konsequenzen die das auf Umwelt und Bevölkerung hat. Ich mag mir gar nicht vorstellen wollen wie das aussehen würde wenn die gesamte Erde nur noch e-Autos verwenden würde. Das sich Daimler für 10mrd die Akkus für das nächste Jahrzent reserviert hat zeigt doch auch auf das die schon erkannt haben das hier eines der Hauptprobleme liegt.
    Und dann natürlich die Frage was geschieht mit "Alt-Akkus"? Ist das dann Sondermüll oder wird das unter dem Deckmantel der Weiterverwendung als Solarspeicher einfach aus dem Fokus der kritischen Bevölkerung gerückt? Weg sind die Akkus ja dann nicht und ewig können sie auch nicht als Speicherzelle verwendet werden. Am Ende stellt sich die gleiche Frage wie beim Plastik auf der Welt - kann man es überhaupt Recyclen und ist die Sortenreinheit gewährleistet?
    Schon bei der Atom-Energie hat man doch gesehen wie das politisch gewollt durchgedrückt wird. Den Atom-Müll hat man in Fässern in die Nordsee gekippt - da fragt heute keiner mehr nach. Jaja, Fukushima war ein Riesen Geschrei - was aber in den 70er Jahren so alles mit Atom-Müll angestellt wurde interessiert heute niemanden mehr. Wieviel Tonnen Nuklearer Abfall wird auf Eisenbahnwagons in Europa hin- und her kutschiert weil kein Endlager existiert? Na? Wer weiss es?
    Und bei den Akkus sieht es ganz so aus als ob man wieder den selben Fehler begeht.

    Als nächstes das Problem der Ladestationen. Auch hier hat praktisch jeder Hersteller ein eigenes System. Adapter oder sonst was hat man zwar dabei aber schon bei der Ladekapazität scheint es ja erhebliche Unterschiede zu geben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.12.18 11:05 durch Yo.

  2. Der Verbrenner ist noch zu unausgereift

    Autor: amie 13.12.18 - 11:18

    Man ist nicht mal in der Lage die Abgasvorgaben einzuhalten. Bis zu eine Marktdurchdringung der Verbrenner ist deshalb noch viel Forschungsarbeit notwendig

  3. Re: Noch zu unausgereift

    Autor: SparkyGLL 13.12.18 - 11:39

    Als Henry Ford das erste Model A hinstellte war es natürlich auch schon perfekt.
    Oder Renault brachte damals das perfekte Auto mit dem 19 raus.
    Und es ist auch nie eine A-Klasse von Benz beim Elchtest umgekippt.
    Auch der Trabi war perfekt.
    Und es ist auch nie ein Benzintank eines Ford Pinto (?) bei einem Heckaufprall in Flammen aufgegangen.

    Du hast recht, die Dinger reifen beim Kunden.
    Man muss noch Erfahrungen sammeln.
    Genauso reifen aber auch Benziner beim Kunden. Facelift nennt sich dies meistens. Oder Phasen bei manchen.

  4. Re: Noch zu unausgereift

    Autor: gr3if 13.12.18 - 12:15

    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann hat Panasonic als Akkupartner von Tesla den Aufwand von seltenen Erden sehr weit reduziert und benutzt viel Graphit.

    Da gab's einen Artikel nachdem ein Modell 3 komplett auseinander genommen wurde von einer Firma.

  5. Re: Noch zu unausgereift

    Autor: Quantium40 13.12.18 - 12:35

    Yo schrieb:
    > Für mich steht an oberster Stelle das Problemthema "Akku". Die bisherig
    > eingesetzte Akkutechnik verwendet Chemische Elemente/seltene Erden die nur
    > begrenzt vorkommen.

    Das ist ein Trugschluss. Für die eingesetzten Materialien gibt es mehr als genug Vorkommen und Reserven. Insbesondere die seltenen Erden sind gar nicht so selten. Aufgrund des begrenzten Bedarfs wurden nur die meisten Minen für diese Elemente dichtgemacht, weil man die Umweltverschmutzung für den Abbau damit anderen überlassen konnte.
    Wirklich problematisch ist im Moment nur Cobalt, welches nicht zu den seltenen Erden zählt, wobei die Akkuhersteller daran arbeiten, den Anteil dieses Metalles drastisch zu reduzieren.

  6. Re: Noch zu unausgereift

    Autor: Quantium40 13.12.18 - 12:39

    Seltene Erden sind nicht wirklich ein Problem. Bestimmte Elemente werden zwar aktuell größtenteils nur in China in nennenswerten Mengen abgebaut, aber diese liegt nicht an mangelnden Vorkommen in der Welt, sondern relativ niedrigem, wenn auch zunehmendem Bedarf und einer relativ dreckigen Produktion, wenn man sie als Hauptprodukt abbaut. Allerdings fallen viele Selten-Erd-Metalle auch als Nebenprodukt bei der Aufbereitung von anderen Metallen bzw. Erzen an.

    siehe auch
    https://www.vdi-nachrichten.com/Technik/Deutschland-seltenen-Erden

  7. Re: Der Verbrenner ist noch zu unausgereift

    Autor: Yo 13.12.18 - 14:01

    amie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man ist nicht mal in der Lage die Abgasvorgaben einzuhalten. Bis zu eine
    > Marktdurchdringung der Verbrenner ist deshalb noch viel Forschungsarbeit
    > notwendig

    Das stimmt so nicht. Technisch gesehen wäre man in der Lage gewesen die Abgasvorschriften einzuhalten, aber da die Gier das Hirn ausgeschaltet hat, hat man einfach die nötigen (teuren) Technologien nicht verbaut sondern betrogen. Wie man sieht mit Erfolg, denn die Politik deckt ja die Betrüger bis heute und wälzt die Umrüstungskosten auf den Verbraucher ab.
    Das z.B. die Tests zu Verbrauch und Abgas jenseits des Alltags eines Endkunden sind ist zwar so - hat aber nichts mit der Ausgereiftheit der Verbrennungstechnik an sich zu tun.
    Es gab ja schon ein 2l Auto - das hat nur keiner gekauft weil ja jeder einen SUV haben muss.

  8. Re: Der Verbrenner ist noch zu unausgereift

    Autor: amie 13.12.18 - 14:11

    Richtig, technisch sind wir auch in der Lage E-Autos zu bauen, die Deine Erwartungen erfuellen. Wie bei der Abgasnachbehandlung ist es aber ein Problem von Kosten und echten oder eigebildeten Komforteinschraenkungen des Nutzers (AdBlue nachtanken)

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