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Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

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  1. Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: Iugh787 23.06.22 - 22:21

    Was die meisten derzeitigen E-Autos an Strom verbrauchen, ist leider beängstigend. Ein von mir gefahrener Volvo XC40 Recharge war kaum unter 30 kWh/100 km zu bringen - und das bei rund 18 Grad Außentemperatur. Im Stadtverkehr hatte ich damit sogar 36 kWh/100 km auf der Uhr. Und das bei sehr sanfter Fahrweise. Das entspricht rund 4 Litern Benzin und ist damit in einem Effizienzbereich, den durchaus auch sparsame Verbrenner fast schon schaffen können.
    Ja, die Volvo EVs sind sicherlich ein Extrembeispiel, aber recht weniger als 25 kWh/100 km schaffen die meisten E-Autos im Jahresmittel und unter Berücksichtigung der Ladeverluste nicht.

    Man versucht bis jetzt, die schlechte Effizienz durch übergroße Akkus und schnelles Laden zu kaschieren. Aber dem Öko-Footprint hilft das sicher nichts. Ein E-Auto, dass fast so viel Energie verbraucht wie ein Verbrenner, tut der Umwelt nichts Gutes. Die im Vergleich zu Verbrennern bei der Herstellung schlechtere CO2 Bilanz lässt sich damit nicht ausgleichen. Vor allem, weil es bis zu 100% Ökostrom noch ein sehr, sehr weiter Weg ist.

    Die Politik ermöglicht das, weil man alle E-Autos gleichermaßen mit 0 Euro besteuert. Es wird langfristig kein Weg drum herum führen, dass man auch E-Autos nach Verbrauch besteuert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.06.22 22:23 durch Iugh787.

  2. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: DX12forWin311 24.06.22 - 08:43

    Der ADAC hat die Ladeverluste bei den Tests der Elektroautos betrachtet und die kommen beim ioniq Elektro auf 16kWh/100km mit Verlusten.
    Andere verbrauchen mehr, aber unter 20kwh kann man ein aktuelles Elektroauto schon bewegen, wenn man unter 130 bleibt.

  3. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: oldmcdonald 24.06.22 - 09:50

    Solche Hersteller gibt es seit Jahrzehnten, sie werden von der Politik aber konsequent ignoriert und von Förderungen ausgeschlossen. Stattdessen belohnen sie Autofahrer mit einer Kilometerpauschale, selbst, wenn die Distanz zur Arbeit locker, flockig mit dem Fahrrad zurückgelegt werden könnte.

  4. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: xSureface 24.06.22 - 10:06

    selbst mit dem Fahrrad bekommst du eine Kilometerpauschale. Muss man nur wissen.
    Den Gesetzgeber interessiert nicht wie du den Weg beschreitest, sondern nur ob.

  5. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: .02 Cents 24.06.22 - 10:42

    > langfristig kein Weg drum herum führen, dass man auch E-Autos nach Verbrauch besteuert.

    Nur so als Beobachtung am Rande: So lange Strom nicht steuerfrei zu haben, so lange ist das erfüllt ... schon die Mehrwertsteuer erreicht das: für 20 Euro Strom vs 10 Euro Strom - doppelter MWST Betrag, so lange der MWST Satz > 0 liegt ...

    Das ist so ein wenig wie bei irgendwelchen CO2 Steuern ... CO2 wird im Verbrenner proportional zum verbrannten Treibstoff produziert, und dieser Treibstoff wird nach Menge = Verbrauch besteuert ...

  6. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: xSureface 24.06.22 - 10:52

    KFZ Steuer wird auch indirekt nach Verbrauch besteuert. Zusätzlich zum Sprit.

  7. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: Iugh787 24.06.22 - 11:56

    DX12forWin311 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der ADAC hat die Ladeverluste bei den Tests der Elektroautos betrachtet und
    > die kommen beim ioniq Elektro auf 16kWh/100km mit Verlusten.
    > Andere verbrauchen mehr, aber unter 20kwh kann man ein aktuelles
    > Elektroauto schon bewegen, wenn man unter 130 bleibt.


    Ich fahre selbst einen Hyundai Kona EV, der nur marginal mehr braucht als der Ioniq. Ja, die sind sehr sparsam, allerdings liegt das wohl daran, dass der Akku bei dieser Plattform nur sehr grob temperiert wird. Zum einen erlaubt das kein so schnelles Laden (vor allem im Winter), und zum anderen muss man erst sehen, wie lange die Akkus unter diesen Bedingungen halten. Die werden z.B. im Winter nur bei sehr niedrigen Temperaturen beheizt. Und auch beim Laden nur schwach. Die Spreu wird sich hier vom Weizen erst nach Ablauf der 8-jährigen Garantie trennen.

    Die neue Hyundai/Kia E-Plattform im Ioniq 5 bzw. Kia EV6 ist deutlich weniger effizient. Vor allem die Allradler kommen inkl. Ladeverluste im Jahresmix niemals unter 25 kWh/100 km.

    Am Ende wird sich zeigen, was aus den wirklich sparsamen EVs wird. Ich meine, man kann auch schon seit langer Zeit sehr effiziente Verbrenner bauen: Die Vollhybridtechnik mit Benziner im Atkinson-Zyklus ist wahrscheinlich nach wie vor die insgesamt umweltfreundlichste Lösung - in der Gesamtbetrachtung über die Lebenszeit des Autos. Leider konnte sich diese Technik nie in der Masse durchsetzen, denn nur wenige wollen die Kröte mit den lauten, durchzugsschwachen und drehzahlhungrigen Atkinson-Motoren und den unsäglichen CVT Getrieben schlucken. Es muss sich daher erst zeigen, ob etwaige Einschränkungen hinsichtlich Design und Komfort bei sparsamen EVs wie diesem hier massentauglich werden.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.22 12:09 durch Iugh787.

  8. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: Iugh787 24.06.22 - 12:15

    xSureface schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > selbst mit dem Fahrrad bekommst du eine Kilometerpauschale. Muss man nur
    > wissen.
    > Den Gesetzgeber interessiert nicht wie du den Weg beschreitest, sondern nur
    > ob.

    Das stimmt. Aber hinsichtlich Kaufpreisförderung wäre ich – als E-Auto Fahrer – auch dafür, dass man lieber (E-)Bikes und meinetwegen auch E-Scooter fördert anstatt E-Autos. E-Scooter mögen aufgrund des fahrlässigen Umgangs in den Verleihmodellen vielleicht etwas verrufen sein. Bei Eigenbesitz sähe das aber anders aus, und E-Scooter haben vor allem den Vorteil, dass man sie, im Gegensatz zu Fahrrädern, etwa bei schlechtem Wetter problemlos und kostenlos in Bus und Bahn transportieren kann und auch darf.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.22 12:16 durch Iugh787.

  9. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: schnedan 24.06.22 - 13:05

    "selbst, wenn die Distanz zur Arbeit locker, flockig mit dem Fahrrad zurückgelegt werden könnte."

    Klar, Luftlinie sinds grad ~15km, gefahrene Strecke mit dem Rad dann ~20km
    geht wenn man täglich 2h mehr einplant

    Außerdem hats bei mir in jede Richtung schön knackige 200m Anstiege... Die machen so richtig Spaß

  10. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: MarcusK 24.06.22 - 13:11

    schnedan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "selbst, wenn die Distanz zur Arbeit locker, flockig mit dem Fahrrad
    > zurückgelegt werden könnte."
    >
    > Klar, Luftlinie sinds grad ~15km, gefahrene Strecke mit dem Rad dann ~20km
    > geht wenn man täglich 2h mehr einplant
    >
    > Außerdem hats bei mir in jede Richtung schön knackige 200m Anstiege... Die
    > machen so richtig Spaß

    aber sicher doch, andere fahre sogar extra hin um solchen Spaß zu haben.

    20km über 2 stunden? Da müssen es schon 1200m Anstieg sein, sonst ist das nicht erklärbar.

    200m bei 10% Steigung sind 2km wenn man sie mit 5km/h fährt sind das rund 30min. Die Restlichen 18km fährt man dann mit einer 25 sind also 1h und 15min. Was macht man in der restlichen Zeit?

  11. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: MrAndersenson 24.06.22 - 13:37

    Hätts ja auch nie gedacht..

    ..Physik sagt EVs sind es halt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Well_to_Wheels_(kWh).svg

    https://www.eon.de/frag-eon/themen/e-mobilitaet/fragen/kohlestrom-im-elektroauto-klimakatastrophe/

    ..eon, jetzt nicht mein favorite.. ..beim anlesen - cool, liest sich reflektiert..
    ..tja, well to wheel.. ..mal ALLES durchrechnen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.06.22 13:39 durch MrAndersenson.

  12. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: BlindSeer 24.06.22 - 13:38

    Das ist dann aber eine Aussage in Richtung "Ist mein Hobby, also muss jeder daran Spaß haben!". Für Andere ist es eine Qual und Zeitverlust (das wertvollste Gut was wir haben). Hier in der Region hätte ich neben Steigungen noch Strecken die mit dem Rad suizidal sind. Schön Landstraße ohne Radweg und schlecht einsehbaren Serpentinen.

  13. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: Iugh787 24.06.22 - 15:48

    MrAndersenson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hätts ja auch nie gedacht..
    >
    > ..Physik sagt EVs sind es halt:
    >
    > de.wikipedia.org
    >
    > www.eon.de
    >
    > ..eon, jetzt nicht mein favorite.. ..beim anlesen - cool, liest sich
    > reflektiert..
    > ..tja, well to wheel.. ..mal ALLES durchrechnen.

    Ich verstehe nicht, worauf du hinaus willst. Es wird hier erstens eines der wenigen, effizienten E-Autos genommen (e-Golf, der ID.3 ist auch nicht mehr so effizient, vermutlich aus den gleichen Gründen wie bei Hyundai Ioniq 5 vs Ioniq). Zudem wird komplett vernachlässigt, dass das E-Auto in der Produktion sehr viel mehr CO2 verbraucht, welches man nachher erst wieder herein sparen muss. Wenn ich ein E-Auto wie den XC40 oder C40 (Verbrauch rund 30 kWh / 100 km in der Realität) mit 100% Kohlestrom betreibe, kann ich gleich einen Diesel-LKW fahren. Das ist umwelttechnisch wahrscheinlich immer noch besser.

    Aber darum geht es gar nicht. Fakt ist natürlich, dass E-Autos schon heute die bessere Klimabilanz haben, denn sie werden ja auch nicht mit 100% Kohlestrom betrieben wie in dem Artikel plakativ angenommen.

    ABER: Wenn immer mehr E-Autos mit sehr hohen Verbräuchen auf den Markt kommen, und die Gesamtzahl der E-Autos stark nach oben geht, ist nicht anzunehmen, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz linear mitwachsen kann bzw. prozentual sogar noch zulegen wird. Dann wird die Klimabilanz eben eher schlechter als besser. Und Ökostrom zu Verschenken werden wir nie haben. Demnach macht es auch bei E-Autos Sinn, auf den Verbrauch zu achten und nicht den Strom zugunsten maximaler Ladegeschwindigkeit und maximaler Leistung zu verschleudern.

  14. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: berritorre 24.06.22 - 23:14

    Also einen 25er Schnitt schaffe ich hier z.B. in der Stadt auch nicht. Zum einen gibt es Ampeln usw. und zum anderen fährt man nicht immer flott gerade aus.

  15. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: Iugh787 25.06.22 - 13:05

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also einen 25er Schnitt schaffe ich hier z.B. in der Stadt auch nicht. Zum
    > einen gibt es Ampeln usw. und zum anderen fährt man nicht immer flott
    > gerade aus.


    Ioniq bzw. Kona im Stadtverkehr: 12-14 kWh. Trotz vieler Ampeln und Stop&Go (was beim E-Auto ohnehin nicht viel ausmacht).

  16. Re: Endlich macht sich mal ein Hersteller Gedanken um den Verbrauch bei EVs

    Autor: berritorre 27.06.22 - 19:03

    Baumansicht? Das bezog sich auf die Aussage, dass man mit dem Fahrrad ja ganz locker einen 25er Schnitt schafft.

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