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Falsche Richtung der Entwicklung?

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  1. Falsche Richtung der Entwicklung?

    Autor: Coernel 06.05.22 - 09:41

    Die Idee des autonomen Fahrwege finde ich an sich genial.
    Aber lassen wir mal dieses Gedankenspiel zu:

    Die Summen der Entwicklungsgelder wären in schnellen, hochtacktigen Petsonennah- und Fernverkehr gesteckt worden.

    Mein Beispiel: Overath-Köln (Haus zur Arbeitsstelle): 55 Minuten Bahn. 25 Minuten Auto.

    Wäre hier eine bessere Anbindung vorhanden, so wäre mir sehr viel Zeit geschenkt worden. Letztendlich ist es mir ja egal, ob der Zug oder nein Auto mit dir Zeit schenkt.

    Letztendlich ist auf einer exakt definierten Strecke (Schienen) der Weg zur Autonomie erheblich günstiger und einfacher.

  2. Re: Falsche Richtung der Entwicklung?

    Autor: venivero 06.05.22 - 10:06

    Für neue Mobilitätskonzepte ist die Schiene leider nicht wirklich geeignet, bzw da wir schon straßen habe, warum nicht auf ÖPNV setzen der die Straße nutzt. Überholen, Wartezeiten hinter Bahnhöfen etc. Die Bahn oder S-Bahn soll natürlich weitergenutzt werden, aber was grade in Metropolregionen fehlt ist die Verbindung vom Bahnhof zum Endziel. Die Bahnstrecke meines Arbeitswegs ist mit 30 min okay. Aber in Summe mit 2 mal Bus und einmal Umstieg würde ich 85 min. zur Arbeit benötigen mit dem Auto sind es 30-35min.

    Ich vermute daher, der richtige Weg wäre dezentralisierte Großraum"taxis" hin bis zur Busgröße, abends buchen morgens fahren. Aber damit sich das für Betreiber lohnt braucht es wahrscheinlich ne Nutzungsquote von 50% oder höher.

  3. ÖPNV ist keine Lösung

    Autor: splash42 06.05.22 - 10:22

    Coernel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Idee des autonomen Fahrwege finde ich an sich genial.
    > Aber lassen wir mal dieses Gedankenspiel zu:
    >
    > Die Summen der Entwicklungsgelder wären in schnellen, hochtacktigen
    > Petsonennah- und Fernverkehr gesteckt worden.
    >
    > Mein Beispiel: Overath-Köln (Haus zur Arbeitsstelle): 55 Minuten Bahn. 25
    > Minuten Auto.

    Was bringt dir ÖPNV? In NRW beträgt die durchschnittliche Auslastung <25% und wenn du den Takt verdoppelst, wirst du nicht doppelt so viele Leute zum Umsteigen bewegen, d.h. sie sinkt weiter. So ein Stadtbus schluckt so 60L/100km und wenn man bedenkt, dass man (fast) immer nur auf Umwegen zum Ziel kommt, kannst du im Schnitt mit 3-4L pro 100pkm rechnen, auf Nebenstrecken und Nebenzeiten auch mit mehr.

    Nimmt dagegen kleine, leichte autonome 2-Sitzer-RoboCars, kannst du den Verbrauch wahrscheinlich auf <1L senken, da vor allem die Auslastung massiv steigt und trotzdem jederzeit ein Fahrzeug verfügbar ist. Für Gruppenfahrten oder die Fahrt zum Baumarkt gibt es dann Shuttles oder Transporter. Perfekte Kombi aus Effizienz und Komfort und etwas, was die Leute nutzen würden.

    Natürlich lohnt sich das nicht für Privatautos, sondern es müssten wirklich RoboTaxen sein, am besten ohne Schnickschnack wie Lenksäule oder Kofferraum, aber das ist die Zukunft. Dauert noch was, aber neue Bahnlinien brauchen z.B. auch Jahre. Und selbst wenn du den Takt erhöhst, bleibt das Problem mit dem Umsteigen, für viele (Autofahrer) ein NoGo.

  4. Re: Falsche Richtung der Entwicklung?

    Autor: giro 06.05.22 - 10:26

    Das sieht bei mir ganz ähnlich aus.
    Ich fahre mit dem Auto rund 30 min wogegen ich mit Bahn + Bus bis zu 90 min bräuchte.
    Grundsätzlich fände ich es auch gut, wenn mehr Schienenverkehr ermöglich würde, aber die letzte Meile kann kein Zug abdecken und nicht jeder arbeitet in einer größeren Stadt mit ÖPNV Anbindung bis zur Arbeitsstelle.

    Insofern ist die Entwicklung zum autonomen Fahren dafür bestens geeignet. Auch wenn es noch einige Jahre braucht so wären autonome Busse dafür ideal. Die könnten in einem kurzen Takt oder auf Bestellung fahren und die Anfahrzeit zur Arbeitsstätte könnte sich halbieren und wäre somit für viele eine willkommene Alternative.

  5. Re: ÖPNV ist keine Lösung

    Autor: xSureface 06.05.22 - 10:29

    Robotaxis sind trotzdem ineffizienter als das Private Auto. Das Robotaxi fährt nämlich je nach Standort des Kunden ohne Beladung die Stecke zum Kunden 2 mal.
    Einzig weniger Autos wären auf der Straße. Ressourcenverbrauch für die Menge an Autos bleibt aber die gleiche. Wenn du 2 Autos hast die je 30.000km im Jahr fahren müssen, das ganze aber mit einem Ersetzt, fährt das eine dann eben 60.000km im Jahr. Heißt, doppelter Verschleiß. Geht man aber von einer Durchschnittlichen Lebenserwartung eines Autos von 200.000km aus, hab ich in der gleichen Zeit bei beiden Varianten 2 Autos gebraucht.

  6. Re: Falsche Richtung der Entwicklung?

    Autor: fanreisender 06.05.22 - 10:43

    Die Frage ist halt die, das nicht jeder direkt an einer Haltestelle/einem Bahnhof wohnt und ohne Umsteigen sein Ziel an einer Haltestelle oder einem Bahnhof erreicht.

    Das ist wie mit den Transportkosten einer Ananas. Auf 5000 km Gesamtweg kosten die letzten 1000 Meter vom Supermarkt nach Hause am meisten.

    Busse sind fast genauso schnell wie ein Privatfahrzeug auf der gleichen Straße, Bahnen meist schneller. Aber eben von Haltestelle zu Haltestelle, nicht von Haus zu Haus.

    Eine wirklich nette Teillösung durfte ich einmal in der Schweiz nutzen. Mit dem Auto kann man wahlweise den Furkapass nutzen oder den gleichnamigen Tunnel. Zur Nutzung des Tunnels fährt man auf einen Autozug und bleibt im Fahrzeug sitzen. Die Züge fahren in einem sehr dichten Takt - es waren wohl 15 Minuten - und man ist deutlich schneller durch den Berg als über den Berg.

    https://booking.mgbahn.ch/de/pages/online-ticket-autoverlad-furka

  7. Re: Falsche Richtung der Entwicklung?

    Autor: Doener 06.05.22 - 11:05

    Coernel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Idee des autonomen Fahrwege finde ich an sich genial.
    > Aber lassen wir mal dieses Gedankenspiel zu:
    >
    > Die Summen der Entwicklungsgelder wären in schnellen, hochtacktigen
    > Petsonennah- und Fernverkehr gesteckt worden.
    >
    > Mein Beispiel: Overath-Köln (Haus zur Arbeitsstelle): 55 Minuten Bahn. 25
    > Minuten Auto.
    >
    > Wäre hier eine bessere Anbindung vorhanden, so wäre mir sehr viel Zeit
    > geschenkt worden. Letztendlich ist es mir ja egal, ob der Zug oder nein
    > Auto mit dir Zeit schenkt.
    >
    > Letztendlich ist auf einer exakt definierten Strecke (Schienen) der Weg zur
    > Autonomie erheblich günstiger und einfacher.

    Erstmal würde ich behaupten, dass alles Geld, was in autonomes Fahren gesteckt wird, generell auch dem ÖPNV zugutekommt. Keiner sagt, dass der ÖPNV in Zukunft nicht autonom fahren kann. Im Gegenteil, das ist für viele das Ziel.

    Indem diese Technologie in hochpreisigen Fahrzeugen Einzug hält, steht mehr Geld zur weiteren Forschung zur Verfügung.

    Züge dürfen auch gerne autonom fahren. Aber wie du in deinem eigenen Beispiel siehst, ist nicht der Zug das Problem, sondern der Weg: Zuhause <--> Bahnhof <--> Arbeit. Da hilft dir kein autonomer Zug. Aber genau an den Stellen helfen autonome Fahrzeuge, welche dir automatisiert individuelle direkte Verbindungen anbieten. Ob es jetzt Haustür -> Haustür oder Bahnhof -> Haustür ist, spielt aus technischer Sicht, keine so große Rolle.

    Wenn MB als Nächstes einen "City Piloten" anbietet, gibt es auf einen Schlag sehr viel mehr Flexibilität in den Städten. Die frage für mich ist jetzt, was kommt nach dem "Stau Pilot", ein "City Pilot" oder ein "Autobahn Pilot".

  8. Re: ÖPNV ist keine Lösung

    Autor: bplhkp 06.05.22 - 13:56

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > So ein Stadtbus schluckt so
    > 60L/100km und wenn man bedenkt, dass man (fast) immer nur auf Umwegen zum
    > Ziel kommt, kannst du im Schnitt mit 3-4L pro 100pkm rechnen, auf
    > Nebenstrecken und Nebenzeiten auch mit mehr.
    >
    Welcher Bus braucht 60l/100km?

    Vielleicht ein King Long, Temsa oder anderer Schrott.
    Ein moderner Stadtbus (mit Mild-Hybrid) braucht je nach Einsatz die Hälfte.

  9. Re: Falsche Richtung der Entwicklung?

    Autor: Emulex 06.05.22 - 19:21

    ÖPNV und Bahn takten ihre Verbindungen ja nicht aus Spaß an der Freude so weit auseinander, sondern passen diese Taktung der Auslastung an.
    Es bringt weder ökonomisch noch ökologisch irgendjemandem was, wenn ein ganzer Bus oder gar Zug für ein paar Hansel fährt.

    Autonome E-Mobilität bietet für die Zukunft das Potential, dass sich Fahrzeuge vollkommen automatisch energieeffizient zu engen Kolonnen verknüpfen (Sicherheitsabstand bei Synchronisierung der Informationen nichtmehr nötig - alle könnten zeitgleich bremsen).
    Dieser "verkettete Individualverkehr" in Kombination mit der Möglichkeit sich ein Auto (oder auch nur eine Art Kabine) vor die Tür zu bestellen, ist jeglichem ÖPNV in jeder Hinsicht überlegen.

  10. Re: ÖPNV ist keine Lösung

    Autor: xSureface 06.05.22 - 22:56

    Und das ist dann für 2 Personen die er im Worst Case transportiert besser als ein einzelnes Auto pro Person?

  11. Re: Falsche Richtung der Entwicklung?

    Autor: FreiGeistler 08.05.22 - 15:46

    venivero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da wir schon straßen habe, warum nicht auf ÖPNV setzen der die Straße nutzt.

    Du meinst den Bus/Postauto?

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