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Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

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  1. Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: mrgenie 02.06.16 - 16:48

    Z.b. Dort ist ein "Drempel" auf der Strasse.

    Ist aber kein Drempel, sondern dort liegt ein Kind das vor 40 Sekunden mit dem Rad gefallen ist. Das Rad ist teilweise weitergerollt und das Auto sieht vielleicht das Rad und stuft es als "umgefallenes Fahrrad" ein denkt zu der anderen Hindernis "Drempel" und wuerde man die programmierung komplett machen koennte das PKW aus 1+1 macht 2 entscheiden, der Radfahrer ist ueber den Drempel gestolpert und liegt irgendwo aber nicht auf der Fahrbahn.

    Tatsaechlich ist genau der Drempel der radfahrer!

    Nur um mal ganz idiote Ideen zu zeigen was man sich alles an Szenarien ausdenken kann wo ein Mensch sogar bei Regen, Schnee oder Nebel noch korrekt observiert und reagiert.

    Das "Erlernen" und "Erkennen" was ein Mensch in 20 Lebensjahren macht muss in den PKW einprogrammiert werden.
    Millionen Jahren Evolution an Sensorik eines Koerpers muss maschinell ausgeglichen werden.
    Millionen Jahren von Synapsenbildung um die Daten miteinander zu verknuepfen und erlernen muss richtig nachgebildet werden.

    Autobahn Autonom fahren geht vielleicht noch, obwohl ich auch dort nicht sicher bin ob ein PKW erkennen kann:"Umgefallener Verkehrsschild der Baustelle oder kleines Kind was aus egal welchen "dummen Gruenden" auch immer dort liegt.

    Aber das wird man sicherlich einfacher hinkriegen. Auf der Autobahn sollte eigentlich nichts herumliegen.

    Aber in der Stadt? Landesstrasse? Da bin ich skeptisch fuer die naechsten 5 Jahren. Da muss noch viel investiert werden!

  2. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: SUP ERIA 02.06.16 - 17:00

    > Millionen Jahren Evolution an Sensorik eines Koerpers muss maschinell
    > ausgeglichen werden.
    > Millionen Jahren von Synapsenbildung um die Daten miteinander zu
    > verknuepfen und erlernen muss richtig nachgebildet werden.

    Naja, nur das Auge, was wir ja schon recht gut können :-)

    Außerdem muss man nur etwa 18 Jahre Synapsenbildung nachbilden, und da auch nur ein Teil. Fahranfänger können auch noch nicht so gut fahren wir vertrauen denen ja auch.

    Des Weiteren werden wir für Level 3 auch nicht so viel können müssen.
    Bei Level 4 brauchten wir dann andere Straßen.

  3. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: ClausWARE 02.06.16 - 17:21

    Was soll denn bitte ein "Drempel" sein ?

    Also das was http://www.duden.de/rechtschreibung/Drempel so liefert findet man üblicherweise nicht auf Straßen oder Wegen.

  4. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: knabba 02.06.16 - 17:28

    mrgenie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur um mal ganz idiote Ideen zu zeigen was man sich alles an Szenarien
    > ausdenken kann wo ein Mensch sogar bei Regen, Schnee oder Nebel noch
    > korrekt observiert und reagiert.
    >
    > Das "Erlernen" und "Erkennen" was ein Mensch in 20 Lebensjahren macht muss
    Das ist ja das tolle an einem PC. Wofür wir 20 Jahre benötigen benötigt er mit genug Rechenleistung nur ein paar Tage. Nicht nur das, nein das gelernte wird für alle Autos nutzbar. Beim Menschen lernt immer nur einer für sich.

    > Millionen Jahren Evolution an Sensorik eines Koerpers muss maschinell
    > ausgeglichen werden.
    Da muss gar nix ausgeglichen werden. Die Sensorik ist schon jetzt längen besser. Unsere Sensorik ist ein Kompromiss. Relativ gutes nahes sehen und vernünftiges Weitsehen. Wir haben ein gutes "allround" Paket.
    Dagegen der PC: Radar, Infrarot, Nachtsicht, Kamaras die weit besser sind als das Menschliche Auge (360° Blickwinkel, keine Fokusierung nötig)
    > Millionen Jahren von Synapsenbildung um die Daten miteinander zu
    > verknuepfen und erlernen muss richtig nachgebildet werden.
    Können Computer eh schon besser.

    Schau dir mal das an ab 25:11
    https://www.youtube.com/watch?v=Uj-rK8V-rik

    Die Programmierung ist natürlich noch nicht so weit aber das ist eine Frage der Zeit. Und da so viele wichtige Firmen um die Wette entwickeln und alle Angst haben den Anschluss zu verlieren wird das schneller Realität als wir denken.

  5. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: thesmann 02.06.16 - 18:26

    mrgenie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Z.b. Dort ist ein "Drempel" auf der Strasse.
    >
    > Ist aber kein Drempel, sondern dort liegt ein Kind das vor 40 Sekunden mit
    > dem Rad gefallen ist. Das Rad ist teilweise weitergerollt und das Auto
    > sieht vielleicht das Rad und stuft es als "umgefallenes Fahrrad" ein denkt
    > zu der anderen Hindernis "Drempel" und wuerde man die programmierung
    > komplett machen koennte das PKW aus 1+1 macht 2 entscheiden, der Radfahrer
    > ist ueber den Drempel gestolpert und liegt irgendwo aber nicht auf der
    > Fahrbahn.

    Jetzt erklaer mir mal warum das autonome Auto ueber/gegen den 'Drempel' fahren soll wenn der schon 40s dort ist? Das Auto haette die Geschwindigkeit schon laengst so weit reduziert, dass es sicher zwischen oder um die Hindernisse herumfahren koennte oder es wuerde einfach warten (im Gegensatz zu Menschen ist eine Maschine unglaublich geduldig). Die Situationen in denen ein Auto 'spontan' abwaegen muss, willst und kannst du als menschlicher Fahrer wahrscheinlich gar nicht oder nur mit Glueck (im Sinne von zufaellig das richtige gemacht) meistern.

  6. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: bongj 02.06.16 - 23:10

    Einfaches Gegenbeispiel bei welchem die Sensorik den menschlichen Sinnen bereits jetzt überlegen ist: Nachtfahrten! Sei es auf der Autobahn oder auf Landstrassen - die Gefahr, dass Fussgänger oder Tiere umgefahren werden, ist bei menschlichen Fahrern sicher grösser.

    Auch Millionen von Jahren hat uns bisher keine Sehfähigkeit im Dunkeln beschert :-)

  7. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: mrgenie 03.06.16 - 00:35

    Viele Antworten hier ganz eindeutig mit:
    Technisch koennen wir schon jetzt viel mehr als mit dem menschlichen Auge. Nachtsicht wird angefuehrt.

    Oder PC's koennen schneller lernen.

    Oder Pc's koennen schneller rechnen.

    Liebe Mitmenschen, ich programmiere selber. Wie der Mensch schaltet, das programmiert man nicht mal eben. Wie die Synapsen Signale uebertragen und Daten speichern und dies auswerten, oder Daten aus "Speicheradressen" im Hirn verknuefpen, das kann auf dem ganzen Planeten exakt 0 Computer.

    Ein PC, kann die Daten der Sensorik nur nach einer Logik erfassen:"praesize und eindeutige Angaben"

    Ein Mensch, braucht keine praesize und eindeutige Angaben. Er kann mittels "ich vermute" oder "ich ahne" oder "ich meine" schon sehr gut beurteilen ob er eingreifen soll fuer den Fall der Faelle.

    Sowas programmiert man nicht. Unmoeglich. Wir koennen es nur annaehern, indem wir versuchen das woraus der Mensch Informationen bezieht und schon eine Meinung bildet, so genau wie moeglich zu erfassen.

    Auch wenn Sie meinen mit Nachtsicht haette ein PKW einen Vorteil, ja welche denn?

    Und was wenn ein Spassvogel mitten in der nacht vom Karnaval im kalten Wasser gesprungen ist exakt der Umgebungstemperatur. Ein Mensch hat damit keine Probleme sowas zu erkennen. Da versuchs mal mit Infrarot, viel Spass.

    Radar? Es gibt soviele Stoerquellen auf Erden. Im Himmel kann man Radar einfach auswerten, hoechstens einige Voegel koennen das Bild stoeren, und die haben alle eine Objektgroesse deutlich kleiner als Hubschrauber oder Flugzeuge. Das laesst sich einfach programmieren. Auf Erden haben wie Milliarden Gegenstaenden aller moeglichen Groessen. Viel spass, dass zu programmieren!

    Genau darauf zielt auch der Mercedes Entwickler der genau wie ich die Problemen sieht.

    Ich kann hier Millionen Beispiele nennen wofuer man alles ausnahmen programmieren muesste, weil die Sensorik eben NICHT die "unlogik" des menschlichen Wahrnehmens ersetzen kann.

    Wir muessten die Sensorik die nur exakte praesize Daten liefern kann so programmieren, dass die Datenverarbeitung mit unpraesize und nicht exakte Daten klarkommt.

    Das ist die Herausforderung um den Mensch durch Maschine zu ersetzen.

    Und wer meint die Dipl.-Ing von Mercedes, BMW, Tesla, Google haben nicht alle Tassen im Schrank, dass sie der Meinung sind soweit sind wir Menschen noch lange nicht und daher MUSS immer noch ein Fahrer die Kontrolle behalten.

    Gerade wenn das Wetter nicht schoen ist, im Regen, Schnee, Wind, Herbst, Winter, Innenstadtbereich, Kindergarten, usw. sagen alle Dipl.-Ing muss der Fahrer die Kontrolle behalten weil wir einfach nicht in der Lage sind diese Daten alle exakt und praesize zu erfassen und zu verarbeiten.

    Ich habe selber mit Sensorik gearbeitet im Institut. Ich habe selber programmiert an KI. Wir werden das bestimmt schaffen, vielleicht in 5 oder 10 Jahren um die Umwelt zu exakt und praesize zu observieren und zu verarbeiten, dass ein PKW 100% autonom fahren kann. Aber ich kann nicht in die Zukunft schauen. Aktuell kann das eben niemand herstellen. Alle Dipl.-Ing von Mercedes, Tesla, und Co bestaetigen dies.

    Das wird auch noch einige Jahren so bleiben.

    Vielleicht auch 20 Jahren. Denn es gibt wirklich soviele "unvorhersehbare" Wahrnehmungen wo ein Mensch durch unlogisches Denken richtige Entscheidungen trifft aber ein PC kann das nun mal nicht. Der Sensor nimmt exakt und praesize wahr. Wir koennen nur exakt und praesize die Daten verarbeiten.
    Wir muessen unlogik in Exakt und Praesize programmieren.

    Das wird noch dauern!

    altmittelhochdt.: drempel Türschwelle

    In den Niederlanden wird dieses Wort benutzt um auch Schwellen auf der Strasse zu benennen. Wie 99,9% der niederlaendischen Sprache besteht es aus altmittelhochdeutsch.

    Einfach deutsch Buecher aus alten Zeiten lesen, da lernt man automatisch niederlaendisch da niederlaendisch defacto altmittelhochdeutsch ist :)

  8. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: ElTentakel 03.06.16 - 07:06

    Du zählst viele schöne Möglichkeiten auf, und kommst nicht auf die Idee diese zu kombinieren. Das ist ja gerade der Vorteil von Maschinen, dass sie mehr Sinne kombinieren können. Kamera, Radar und Wärme-IR Kamera ... reicht es nicht wenn ein Sensor es erkennen kann um die Geschwindigkeit vorsorglich zu reduzieren?

    Des weiteren muss ein Autonomes Fahrzeug nicht in allen Umweltsituationen fahren können, es muss nur Wissen, wann es dazu nicht in der Lage ist. Der Mensch ist dazu häufig aufgrund seiner subjektiven Fehleinschätzungen oft nicht in der Lage und überschätzt sich.

    Ich behaupte, dass wir schon heute mit Vollautonomen Fahrzeugen deutlich sicherer auf der Straße wären, als mit dem Gerfährdungsfaktor Mensch, mit seiner Unfähigkeit gefährlliche Situationen zu überblicken und einzuschätzen.

  9. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: Tigtor 03.06.16 - 07:26

    mrgenie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele Antworten hier ganz eindeutig mit:
    > Technisch koennen wir schon jetzt viel mehr als mit dem menschlichen Auge.
    > Nachtsicht wird angefuehrt.
    >
    Was auch richtig ist, denn das Auge ist nur für die Wahrnehmung zuständig, verarbeitet wird im Gehirn. Und da ist die Sensorik nunmal dem menschlichem Auge überlegen. Was mit den Daten passiert ist eine andere Baustelle

    > Oder PC's koennen schneller lernen.

    Wie bereits erwähnt wurde muss man das relativ betrachten: ein Mensch lernt für sich, aber was die Software des Autos kann können alle anderen Autos auch ( update vorausgesetzt )

    > Oder Pc's koennen schneller rechnen.

    Kann ich leider nicht beurteilen, aber PC's konzentrieren sich aufs wesentliche und denken dabei nicht an den Streit von vorhin oder was es mittags zum essen gibt. Imho ein Vorteil

    > Liebe Mitmenschen, ich programmiere selber. Wie der Mensch schaltet, das
    > programmiert man nicht mal eben. Wie die Synapsen Signale uebertragen und
    > Daten speichern und dies auswerten, oder Daten aus "Speicheradressen" im
    > Hirn verknuefpen, das kann auf dem ganzen Planeten exakt 0 Computer.

    Das ganze ist ja zum Glück kein Prozess von "mal eben" sondern es wird schon eine Weile daran gearbeitet und immer noch weiterentwickelt.
    Es ist auch nicht nötig ein komplettes Gehirn abzubilden, die KI muss sich nur mit den Dingen beschäftigen die fürs Autofahren relevant sind.

    > Ein PC, kann die Daten der Sensorik nur nach einer Logik erfassen:"praesize
    > und eindeutige Angaben"
    >
    > Ein Mensch, braucht keine praesize und eindeutige Angaben. Er kann mittels
    > "ich vermute" oder "ich ahne" oder "ich meine" schon sehr gut beurteilen ob
    > er eingreifen soll fuer den Fall der Faelle.

    Diese individuelle Reaktion und Einschätzung führt aber mindestens genauso oft zu Fehlern wie sie hilft.

    > Sowas programmiert man nicht. Unmoeglich. Wir koennen es nur annaehern,
    > indem wir versuchen das woraus der Mensch Informationen bezieht und schon
    > eine Meinung bildet, so genau wie moeglich zu erfassen.

    "Unmöglich" ist fast nichts, wurde oft genug bewiesen

    > Auch wenn Sie meinen mit Nachtsicht haette ein PKW einen Vorteil, ja welche
    > denn?

    Bewgungserkennung zum Abgleich mit den Radarwerten zum Beispiel

    > Und was wenn ein Spassvogel mitten in der nacht vom Karnaval im kalten
    > Wasser gesprungen ist exakt der Umgebungstemperatur. Ein Mensch hat damit
    > keine Probleme sowas zu erkennen. Da versuchs mal mit Infrarot, viel
    > Spass.

    Du bringst hier sehr abstruse Beispiele. Natürlich lässt sich das System immer irgendwie austricksen. Aber auch Menschen reagieren nur anhand der Erfahrungen. Wenn einer 2m vor dir aus dem Gebüsch auf die Strasse springt fährst der Mensch genau so drauf wie die KI

    > Radar? Es gibt soviele Stoerquellen auf Erden. Im Himmel kann man Radar
    > einfach auswerten, hoechstens einige Voegel koennen das Bild stoeren, und
    > die haben alle eine Objektgroesse deutlich kleiner als Hubschrauber oder
    > Flugzeuge. Das laesst sich einfach programmieren. Auf Erden haben wie
    > Milliarden Gegenstaenden aller moeglichen Groessen. Viel spass, dass zu
    > programmieren!

    Das system muss nicht wissen was da ist sondern nur DASS da was ist, egal ob Ball oder Katze, Hindernis ist Hindernis.
    Es gibt auch für den Mensch Hindernisse Diener nicht durchblicken kann: Dunkelheit, Nebel, Starker Regen

    So dawn goes down to day.
    Nothing gold can stay.

  10. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: Muhaha 03.06.16 - 09:50

    ElTentakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du zählst viele schöne Möglichkeiten auf, und kommst nicht auf die Idee
    > diese zu kombinieren.

    Und auf welcher Grundlage werden Entscheidung getroffen, wie dieses kombinierte Sensorbild zu interpretieren ist?

    Du verstehst immer noch nicht, was der OP sagen will. Denn er sagt ja nicht, dass Autonome Fahrzeuge scheisse sind, dass Technik scheisse ist, sondern dass noch UNMASSEN von Arbeit in die Algorithmen gesteckt werden müssen, die aus der Vielzahl von Sensorinput das Relevante (!) erkennen (!) und dann die richtige (!) Entscheidung treffen müssen. Das ist alles andere als einfach und hier wird noch viel, verdammt passieren müssen.

    Schau Dir einfach die Geheimdienste dieser Welt an. haben Zugriff auf mehr Information als jemals zuvor. Können fast alles überwachen. Haben aber EXTREMSTE Mühe aus diesem Wust an Information das wirklich Relevante herauszufiltern und dann auch daraus noch die richtigen Schlüsse zu ziehen. Deswegen greift man zur Bekämpfung von Terroristen und Anschlagsabwehr mittlerweile wieder verstärkt auf Informanten vor Ort zu, während all der Überwachungskram stillschweigend in die Abteilung für Industriespionage gestellt wird.

  11. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: flat_eric 03.06.16 - 10:02

    +1

    Sehr viele Argumente die ich hier gelesen habe wiedersprechen dem Threatersteller. Wäre schön wenns alles stimmen würde aber trotzdem gibt es Googlecar Unfälle und Teslas die munter auf Lkws fahren usw.

    Gebt dem ganzen noch etwas Zeit.

  12. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: jidmah 03.06.16 - 10:47

    flat_eric schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > +1
    >
    > Sehr viele Argumente die ich hier gelesen habe wiedersprechen dem
    > Threatersteller. Wäre schön wenns alles stimmen würde aber trotzdem gibt es
    > Googlecar Unfälle und Teslas die munter auf Lkws fahren usw.
    >
    > Gebt dem ganzen noch etwas Zeit.

    Ein Unfall bei Google und einer bei Tesla, beides Blechschäden ohne Verletzungen. In der Zwischenzeit sind hunderte Menschen im Straßenverkehr durch Menschen tot gefahren worden.

  13. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: blockchainman 03.06.16 - 11:17

    Es stimmt schon, dass 100% richtige Entscheidungen im Strassenverkehr extreem schwierig wären dafür ein System zu bauen. Aber ich glaube, der OP unterschätzt, wie schlecht menschliche Autofahrer sind darin, und wie wenig von diesen Terrabytes an Daten das Gehirn wirklich für die Entscheidung verwendet.
    Ich glaube, die Technologie ist jetzt schon auf einem Level, wo es sicherer ist, es muss nur diese 3 Fache Redundanz klappen, so dass man davon ausgehen kann, dass man in 95% der Situationen min. 3 Fache Redundanz hat, 99% min. 2-fache, 99.99% min. 1-fache und in 99.999% min. 0-fache aber Glück dass gerade nichts passiert. Dann im 0.001% Fall kommt hoffentlich keiner um wegen Airbag.

  14. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: mnementh 03.06.16 - 11:45

    mrgenie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Z.b. Dort ist ein "Drempel" auf der Strasse.
    >
    > Ist aber kein Drempel, sondern dort liegt ein Kind das vor 40 Sekunden mit
    > dem Rad gefallen ist. Das Rad ist teilweise weitergerollt und das Auto
    > sieht vielleicht das Rad und stuft es als "umgefallenes Fahrrad" ein denkt
    > zu der anderen Hindernis "Drempel" und wuerde man die programmierung
    > komplett machen koennte das PKW aus 1+1 macht 2 entscheiden, der Radfahrer
    > ist ueber den Drempel gestolpert und liegt irgendwo aber nicht auf der
    > Fahrbahn.
    >
    > Tatsaechlich ist genau der Drempel der radfahrer!
    >
    > Nur um mal ganz idiote Ideen zu zeigen was man sich alles an Szenarien
    > ausdenken kann wo ein Mensch sogar bei Regen, Schnee oder Nebel noch
    > korrekt observiert und reagiert.
    >
    Ich habe Zweifel dass jeder Mensch das bei Nebel, Schnee usw. korrekt erkennt. Davon ganz ab, meinst Du das Auto reagiert anders, wenn es den Radfahrer als Drempel erkennt und meint es kann da nun voll draufhalten? Ich sehe nicht die praktische Relevanz der Situation, denn das autonome Auto wird auch da anhalten.

    Abgesehen davon, wenn es eine Situation gibt in der das autonome Auto schlechter reagiert als ein menschlicher Fahrer, aber 100 in denen es umgekehrt ist, dann präferiere ich immer noch das autonome Auto. Um genau zu sein: auch wenn autonome Autos nur marginal geringere Unfallraten als menschliche Fahrer hätten, dann wäre das für mich der Durchbruch.

    > Aber in der Stadt? Landesstrasse? Da bin ich skeptisch fuer die naechsten 5
    > Jahren. Da muss noch viel investiert werden!
    5 Jahre ist das Minimum was derzeit von den Entwicklern geschätzt wird.

  15. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: Muhaha 03.06.16 - 12:03

    Tigtor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das system muss nicht wissen was da ist sondern nur DASS da was ist, egal
    > ob Ball oder Katze, Hindernis ist Hindernis.

    Das System sollte idealerweise auch die Art des Hindernisses erkennen, denn je nach Art des Hindernisses können verschiedene Reaktionen erforderlich sein.

    Denn das ist ja das große Problem beim Autonomen Fahren. Nicht das eigentliche Erkennen von Hindernissen und/oder anderen Verkehrsteilnehmern, sondern die Einschätzung der aktuellen Lage und die sich daraus ergebenden Handlungsmöglichkeiten. Deswegen funktioniert das Autonome Fahren auf gleichförmigen Strassen mit gleichförmigem Verkehr auch so gut. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Variablen.

    Landstrasse? Strassenverkehr? Wohngebiete? Gewerbegebiete? Baustellen? Da wird es schon deutlich aufwendiger mit der Evaluierung von Situationen, hier verlässt man den Bereich der trivialen Lösungen vom Schlage "Tue X, wenn Y". Und HIER liegen noch die großen Herausforderungen für Autonome Fahrzeuge.

  16. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: flat_eric 03.06.16 - 12:33

    Antwort auf: jidmah 03.06.16 - 10:47

    Durchaus richtig. Menschen werden müde, haben Stimmungen, lassen sich ablenken...
    Software ist in der Beziehung zuverlässiger.
    Bei 100% autonomen Fahrzeugen auf der Straße ließen sich viele Tode vermeiden. Schwieriger ist es wenn Menschen und Maschinen zusammen auskommen müssen. Und so wird es wohl erst einmal auf der Straße aussehen.
    Mensch macht etwas womit Software nicht rechnet bzw. nicht umgehen kann. Da wird es kritisch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.06.16 12:37 durch flat_eric.

  17. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: Tom01 03.06.16 - 20:15

    bongj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auch Millionen von Jahren hat uns bisher keine Sehfähigkeit im Dunkeln
    > beschert :-)

    Doch, nennt sich Stäbchen.

  18. Dein Denkfehler...

    Autor: Emulex 05.06.16 - 23:36

    ...ist ein sehr einfacher: Du erwartest von der Maschine eine Perfektion, die der Mensch nie hatte und nie haben wird.

    Autonome Fahrzeuge werden Unfälle bauen, sie werden Menschen töten, sie werden Fehler machen.
    Aber weniger als der menschliche Fahrer. Und darauf kommt es letztlich an, wenn man den Verkehr sicherer machen will. Nicht perfekt sicher, aber sicherer.
    Und obendrein wird sich die Art verändern wie wir Fahrzeit erleben.
    Sie wird auf einmal Freizeit, die Hektik lässt nach, das "verbissene" vieler Verkehrsteilnehmer verschwindet, usw. usf.
    Das allein wird Unfälle reduzieren und die Lebensqualität erhöhen.

  19. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: x-beliebig 06.06.16 - 08:50

    ich antworte mal mit einer Situation, die ich vor wenigen Tagen miterleben musste:

    ein Auto kommt von dem Gelände (Kundenparkplatz) von einer Gärtnerei. Es herrscht Sonnenschein. Die Straße, an der die Gärtnerei liegt, ist mit großen Bäumen bewachsen, das Gelände der Gärtnerei absolut frei und im hellen Sonnenlicht.
    Der Autofahrer, der von dem Geländer herunter fährt unterhält sich womöglich gerade noch mit seinem Mitfahrer über die Gartengestaltung und sieht, bei der sich schnell verändernden Sicht (vom Hellen ins Dunkel mit vielen Lichtreflexen) den herannahenden Motorradfahrer nicht. Die Idylle von Gartengestaltung in den Köpfen der Autofahrer wird wahrscheinlich jäh vom Aufprallgeräusch des Motorradfahrers auf der Fahrseite unterbrochen. Ich sah dann nur die Ersthelfer und das zerdepperte Auto mit den Spuren des Aufschlages des Motorradfahrers. Aber ich kenne die Ausfahrt der Gärtnerei und weiß selbst, dass es sehr schwer ist sich da den Sichtverhältnissen bei bestimmten Wetterverhältnissen anzupassen. So etwas wird bei der Programmierung von IT gestützten Systemen bestimmt berücksichtigt werden. 100% Aufmerksamkeit wird so ein System aber auf dem Verkehr haben und dann womöglich nicht unbedingt mehr übersehen oder fehlinterpretieren, als ein Mensch.

    Ich bin mir sehr unschlüssig, ob menschliche Autofahrer wirklich weniger Unfälle mit ihrer Wahrnehmung erzeugen, als das Informationsverarbeitende Systeme machen würden. Ich halte es für ein sehr schwieriges Problem das zu Automatisieren. Aber so viele Unfälle (mir ist vor etwa zwei Jahren auch eine ältere Dame mit einem SUV vom Parkplatz eines Senorenheims in die Seite meines Autos gebrettert). Die auf Aufmerksamkeitsdefizite zurück zu führen sind, kann womöglich ein automatisches System verhindern... Aber vielleicht ist die Technik noch viel zu jung. Vielleicht sollte man nicht alles schon verurteilen, bevor es überhaupt fertig ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.16 08:54 durch x-beliebig.

  20. Re: Die meist dumme Ideen muss man beim 100% Autonomfahren betrachten.

    Autor: PiranhA 06.06.16 - 10:44

    Das grundsätzliche Problem ist doch, dass Computer sich mit Unsicherheiten schwer tun. Der Mensch schätzt das in etwa nach Erfahrung ab, nach dem Motto "wird schon gut gehen". Wenn was schief geht, ist halt blöd gelaufen. Aber die Anforderungen, die wir an eine Maschine stellen, sind da deutlich höher. Schon alleine wegen der Haftung.
    Wenn ein autonomes Auto aufgrund der Sichtverhältnisse nicht klar entscheiden kann und einfach auf gut Glück weiterfährt, ist das Geschrei aber groß. Dass ein Mensch da nicht besser gehandelt hätte, spielt dabei keine Rolle. Erst wenn der Computer in fast allen Situationen deutlich besser ist, ist auch die Akzeptanz der Gesellschaft da.

    Stellt euch vor die Mehrheit der Unfälle heute wären nicht auf menschliches Versagen zurückzuführen, sondern auf Produktionsfehler der Hersteller. Das wäre nichts anderes. Wenn der Mensch zu spät bremst oder zu schnell fährt, ist das eine Sache. Wenn aber die Bremsen nicht funktionieren oder die Lenkung zufällig mal blockiert, ist das was ganz anderes. Menschen machen Fehler, daher ist das auch akzeptiert. Bei Maschinen ist die Toleranz eine ganze andere.

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