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Elektrifizierung?

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  1. Elektrifizierung?

    Autor: JE 27.06.22 - 07:47

    Ich verstehe nicht, warum es günstiger sein soll, eine neue Technologie zu entwickeln und zusätzlich noch die Infrastruktur für die Erstellung, den Transport und die Lagerung von Wasserstoff aufzubauen, als einfach die Strecke zu elektrifizieren.

    Kann mir das jemand erklären?

  2. Re: Elektrifizierung?

    Autor: friespeace 27.06.22 - 08:06

    Einfach ist da halt wenig...

    Es geht insbesondere damit los, dass die Trasse üblicherweise gar nicht dem Betreiber der Züge gehört, sonder DB Netz. Die also müssten ausbauen und nicht der brandenburgische Verkehrsbetrieb.
    Und die DB Netz kann dutzende Gründe haben, das nicht zu planen. Fehlende Ressourcen durch hunderte andere Projekte könnte ein Grund sein.

    In diesem Fall sehe ich allerdings, dass die Trasse tatsächlich der NEB selbst gehört. Aber es gibt noch weitere Probleme.


    Dazu kommt nämlich dass der Bau einer neuen Netztrasse jahrelange Planungen und Genehmigungsprozesse mit sich bringt. Eventuell gehören nicht mal alle betroffenen Grundstücke überhaupt der Bahn (wobei das eher unwahrscheinlich ist).

    Und zu guter letzt sind es eben die Kosten. Elektrifizierung kostet richtig Geld, siehe Link. Wir würden bei diesen 60km als mal kurz von 180 Millionen Euro reden. Da sind neue Züge einfach günstiger.

    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/E/schiene-aktuell/kostenvergleich-streckenelektrifizierungen-versus-einsatz-alternative-antriebe.html#:~:text=Je%20nach%20Topografie%20(Flachland%20bis,EUR%2Fkm%20.

  3. Re: Elektrifizierung?

    Autor: Netzweltler 27.06.22 - 10:19

    Dazu kommt imho auch, daß die Bahn ständig Sabotageversuchen und Leitungsdiebstahl ausgesetzt ist.

  4. Re: Elektrifizierung?

    Autor: Dwalinn 27.06.22 - 11:19

    Wobei die NEB verschiedene Strecken abfährt die nicht im Besitz sind, da will man womöglich schlicht die Möglichkeit haben die Züge langfristig Flexibel zu nutzen.

  5. Re: Elektrifizierung?

    Autor: malmi 27.06.22 - 16:01

    Elektrifizierung braucht es hier gar nicht. Der batterieelektrische Ansatz würde reichen, wäre günstiger und eigentlich ideal für die kurze Strecke. Einige sind ja schon vom Wasserstoffzug abgekommen, weil auch hier der Akku seine Vorteile aufweist. Das sind halt keine hunderte kilometerlangen Strecken, bei denen er an grenzen stößt. Die NEB hat ja auch gerade erst 31 Mireo-Züge mit Batterie für die anderen Strecken bestellt.

    Das ist aber ein Pilotprojekt und kann man der lokalen Enertrag etwas Gutes tun. Der Elektrolyseur ergäbe sonst an der Stelle recht wenig Sinn. Förder- und Lokalpolitik halt.

  6. Re: Elektrifizierung?

    Autor: MarcusK 27.06.22 - 18:04

    malmi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Elektrifizierung braucht es hier gar nicht. Der batterieelektrische Ansatz
    > würde reichen, wäre günstiger und eigentlich ideal für die kurze Strecke.
    > Einige sind ja schon vom Wasserstoffzug abgekommen, weil auch hier der Akku
    > seine Vorteile aufweist. Das sind halt keine hunderte kilometerlangen
    > Strecken, bei denen er an grenzen stößt. Die NEB hat ja auch gerade erst 31
    > Mireo-Züge mit Batterie für die anderen Strecken bestellt.
    >
    > Das ist aber ein Pilotprojekt und kann man der lokalen Enertrag etwas Gutes
    > tun. Der Elektrolyseur ergäbe sonst an der Stelle recht wenig Sinn. Förder-
    > und Lokalpolitik halt.

    Das laden geht schneller und Wasserstoff kann man "preisgünstig" lagern. Damit kann man tagsüber wenn viel PV vorhanden ist den Wasserstoff erzeugen und dann nachts in den Zug tanken.
    Akkus muss man laden wenn sie leer sind, also auch wenn der Strom gerade teuer ist, weil kein wind oder PV vorhanden ist.

    Es gibt es also schon ein paar Vorteile dieser Lösung, ob es sich insgesamt lohnt wird sich halt erst zeigen. Die Frage ist ob es aktuell genug Akkus zu kaufen gibt, so das man mehr oder weniger gezwungen ist alternative zu testen.

  7. Re: Elektrifizierung?

    Autor: Steffo 27.06.22 - 19:53

    MarcusK schrieb:
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    > malmi schrieb:
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    > -----
    > > Elektrifizierung braucht es hier gar nicht. Der batterieelektrische
    > Ansatz
    > > würde reichen, wäre günstiger und eigentlich ideal für die kurze
    > Strecke.
    > > Einige sind ja schon vom Wasserstoffzug abgekommen, weil auch hier der
    > Akku
    > > seine Vorteile aufweist. Das sind halt keine hunderte kilometerlangen
    > > Strecken, bei denen er an grenzen stößt. Die NEB hat ja auch gerade erst
    > 31
    > > Mireo-Züge mit Batterie für die anderen Strecken bestellt.
    > >
    > > Das ist aber ein Pilotprojekt und kann man der lokalen Enertrag etwas
    > Gutes
    > > tun. Der Elektrolyseur ergäbe sonst an der Stelle recht wenig Sinn.
    > Förder-
    > > und Lokalpolitik halt.
    >
    > Das laden geht schneller und Wasserstoff kann man "preisgünstig" lagern.
    > Damit kann man tagsüber wenn viel PV vorhanden ist den Wasserstoff erzeugen
    > und dann nachts in den Zug tanken.
    > Akkus muss man laden wenn sie leer sind, also auch wenn der Strom gerade
    > teuer ist, weil kein wind oder PV vorhanden ist.
    >
    > Es gibt es also schon ein paar Vorteile dieser Lösung, ob es sich insgesamt
    > lohnt wird sich halt erst zeigen. Die Frage ist ob es aktuell genug Akkus
    > zu kaufen gibt, so das man mehr oder weniger gezwungen ist alternative zu
    > testen.

    Dazu gab es schon Studien und die kamen zu dem Ergebnis, das Wasserstoffzüge in so ziemlich allen Szenarien gegenüber Akku-Zügen keinen Sinn machen.

  8. Re: Elektrifizierung?

    Autor: MarcusK 28.06.22 - 08:54

    Steffo schrieb:
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    > MarcusK schrieb:
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    > > malmi schrieb:
    > >
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    > > > Elektrifizierung braucht es hier gar nicht. Der batterieelektrische
    > > Ansatz
    > > > würde reichen, wäre günstiger und eigentlich ideal für die kurze
    > > Strecke.
    > > > Einige sind ja schon vom Wasserstoffzug abgekommen, weil auch hier der
    > > Akku
    > > > seine Vorteile aufweist. Das sind halt keine hunderte kilometerlangen
    > > > Strecken, bei denen er an grenzen stößt. Die NEB hat ja auch gerade
    > erst
    > > 31
    > > > Mireo-Züge mit Batterie für die anderen Strecken bestellt.
    > > >
    > > > Das ist aber ein Pilotprojekt und kann man der lokalen Enertrag etwas
    > > Gutes
    > > > tun. Der Elektrolyseur ergäbe sonst an der Stelle recht wenig Sinn.
    > > Förder-
    > > > und Lokalpolitik halt.
    > >
    > > Das laden geht schneller und Wasserstoff kann man "preisgünstig" lagern.
    > > Damit kann man tagsüber wenn viel PV vorhanden ist den Wasserstoff
    > erzeugen
    > > und dann nachts in den Zug tanken.
    > > Akkus muss man laden wenn sie leer sind, also auch wenn der Strom gerade
    > > teuer ist, weil kein wind oder PV vorhanden ist.
    > >
    > > Es gibt es also schon ein paar Vorteile dieser Lösung, ob es sich
    > insgesamt
    > > lohnt wird sich halt erst zeigen. Die Frage ist ob es aktuell genug
    > Akkus
    > > zu kaufen gibt, so das man mehr oder weniger gezwungen ist alternative
    > zu
    > > testen.
    >
    > Dazu gab es schon Studien und die kamen zu dem Ergebnis, das
    > Wasserstoffzüge in so ziemlich allen Szenarien gegenüber Akku-Zügen keinen
    > Sinn machen.

    wobei ich sagen muss, das man Studien nicht wirklich trauen kann. Es kommt immer darauf was die Studie zeigen soll.

    Und eine Studie die 2 Jahre alt ist, muss auch nicht mehr gültig sein. Akkus sind Mangelware und steigen im Preis. Und wenn Wasserstoff aus Überstrom erzeugt wird ist er auch billiger.

  9. Re: Elektrifizierung?

    Autor: taschenorakel 28.06.22 - 11:47

    Die Strecke ist mit gerade einmal 31 km kurz; per Verlängerung nach Oranienburg kämen 13 km hinzu. Welchen Vorteil teurer Wasserstoff auf solch einer Kurzstrecke ausspielen soll, ist zumindest mir vollkommen unklar. Ohne Scheuers Subventionen hätte die objektive kaufmännische Betrachtung wahrscheinlich ergeben, dass der Akku klar im Vorteil ist. Hoffe nur, dass die Subventionen lang genug laufen, denn es wäre nicht gut für die Region, verlören die NEB plötzlich Ausschreibungen, weil ihr Wasserstoffexperiment absehbar unwirtschaftlich ist.

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