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Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

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  1. Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: emdotjay 26.06.20 - 14:10

    Sie wollen CO2 aus der Umgebungsluft entnehmen und installieren die Anlage nicht bei einem Kohlekraftwerk....

    Man finde den Fehler...

    Würden sie das beim Kohlekraftwerk machen, dann könnte Überschüssiger strom aus erneuerbaren Energien die Anlage dazu bringen CO" direkt aus dem Schornstein zu entfernen....

    und man müsste nicht so aufwändig die Luft filtern...

    Nur dann führt es das ganze ad absurdum, weil ich erzeuge Strom um CO2 aus der Luft zu filtern, welche zuvor für die Strom Erzeugung verwendet worden ist...

  2. Re: Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: Netzweltler 26.06.20 - 14:23

    emdotjay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie wollen CO2 aus der Umgebungsluft entnehmen und installieren die Anlage
    > nicht bei einem Kohlekraftwerk....
    >
    > Man finde den Fehler...
    >
    > Würden sie das beim Kohlekraftwerk machen, dann könnte Überschüssiger strom
    > aus erneuerbaren Energien die Anlage dazu bringen CO" direkt aus dem
    > Schornstein zu entfernen....
    >
    > und man müsste nicht so aufwändig die Luft filtern...
    >
    > Nur dann führt es das ganze ad absurdum, weil ich erzeuge Strom um CO2 aus
    > der Luft zu filtern, welche zuvor für die Strom Erzeugung verwendet worden
    > ist...
    Kohlekraftwerke gehören abgeschafft. Da soll dann auch nichts mehr installiert werden.
    Und es imho eine gute Idee, CO2 aus der Luft auch wieder zu entfernen. Vorrangig durch weltweite Wiederaufforstung, aber auch technisch.

  3. Re: Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: emdotjay 26.06.20 - 14:38

    technisch sehe ich es mehr als fragwürdig CO2 aus der Luftzug entfernen.

    Vl. mit Strom den man sonst nirgends einspeisen könnte, aber falls es mal soweit kommt das Wasserstoff aus Wasser mit überschüssigen Storm hergestellt wird. Dann werden solche Luftfilter anlagen noch unwirtschaftlicher.

    Der beste Weg ist und bleibt immer noch CO2 zu vermeiden, aber erkärens das mal jemanden der auf sein Fahrzeug mit 1000km Riechweite fordert... weil er vl. einmal im jahr nach Italien fährt...

  4. Re: Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: Netzweltler 26.06.20 - 14:53

    emdotjay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > technisch sehe ich es mehr als fragwürdig CO2 aus der Luftzug entfernen.
    >
    > Vl. mit Strom den man sonst nirgends einspeisen könnte, aber falls es mal
    > soweit kommt das Wasserstoff aus Wasser mit überschüssigen Storm
    > hergestellt wird. Dann werden solche Luftfilter anlagen noch
    > unwirtschaftlicher.
    Damit entfernt man kein einziges CO2-Molkeül aus der Amtosphäre.
    > Der beste Weg ist und bleibt immer noch CO2 zu vermeiden, aber erkärens das
    > mal jemanden der auf sein Fahrzeug mit 1000km Riechweite fordert... weil er
    > vl. einmal im jahr nach Italien fährt...
    Vermeidung? Auf jeden Fall! Aber CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen wird immer notwendiger.
    Nur zur Erinnerung: Wir spüren JETZT die Auswirkungen des CO2-Ausstoßes VOR 50 Jahren!

  5. Re: Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: Ach 27.06.20 - 18:28

    Sinn machen solche Anlagen überall dort, wo CO2 besonders konzentriert in der Luft vorhanden ist, da man sich dadurch das Aufkonzentrieren einspart. Da sind einmal die Kohlekraftwerke, ja das ist richtig. Aber die haben den "Nachteil" einer nur begrenzten Betriebsdauer und eines sehr schlechten Rufs. Es gibt außer künstlichen aber auch natürliche Quellen, sowie "halbnatürliche" Quellen, und ich verstehe überhaupt nicht, warum man sich sein CO2 nicht dort abholt.

    Zu den natürlichen Quellen zähle ich vor allem einmal Vulkane. In vulkanische Gegenden wie z.B. Island oder Süditalien rund um den Etna, oder Südamerika oder auf vielen der vulkanischen Südseeinseln. Da erhält man stetige und quasi unerschöpfliche Ströme hoch konzentrierten CO2s. Dieses natürlich ausströmende Gas lässt sich ja ohnehin nicht aufhalten, denn es stellt nicht weniger als den natürlichen Übergangspunkt von CO2 aus dem Erinnern in die Atmosphäre als Teil des CO2 Kreislaufs unserer Erde dar. Warum also nicht hier ansetzen? schließlich ist CO2 aus dem Vulkan vollkommen identisch zum CO2 aus dem Kraftwerk oder Auspuff.

    Als "halbnatürlich" verstehe ich dagegen alles künstliche, bei dem biologisches Methan entsteht. Müllhalde, Biogasanlage, Klärwerk. Statt das eingesammelte Methan zu verbrennen, aus dem Methan das CO2 heraus filtern, und als Resultat nicht nur saubere Luft, sondern gleichzeitig Wasserstoff gewinnen.

  6. Re: Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: Bonarewitz 27.06.20 - 20:17

    Dann musst du aber den Strom, den wir hier "übrig" haben, erstmal dahin bekommen.
    Die Ressourcen zum Bau der Strecken (Rohstoffe inkl. Abbau und Verarbeitung, Transport, Maschinen zum Bau,...) musst du der Wirkungsgradsteigerung entgegen rechnen.

    Das wird ganz schlecht für deine Idee ausgehen.
    Die Anlagen dort zusätzlich zu bauen, wäre eine Idee, wenn auch dort Ökostrom "übrig" ist, aber das ist ein ganz anderes Thema.

  7. Re: Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: Ach 27.06.20 - 20:47

    Tja, Leitungen wird man kaum bis in die Südsee legen :], aber je nach Breitengrad gibt es dort ganz hervorragende Sonnenenergie, und der gewonnene Kohlenstoff wird sich recht einfach per Schiff transportieren lassen. Ist ja dann nicht viel anders als Kohle. In Island und Italien ist die Anbindung fast ideal, in Südamerika kommt es wohl drauf an, wo genau. Methanquellen (Mülldeponie/Biogasanlage/Klärwerk/Moore/tauender Permafrostboden) findet man dagegen gleich hier sowie in jedem anderen Industrie- oder Agrarland normaler Weise zu genüge.

    Das mit der Finanzierung ist ohnehin so eine Sache. Wie will man das bezahlen, CO2 aus der Luft zu entfernen? Mit einem damit erzeugten Sprit? Und will man das sondierte CO2 dann wirklich gleich wieder mit dem Sprit in die Luft pusten oder doch lieber vergraben?

  8. Re: Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: Bonarewitz 28.06.20 - 03:58

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, Leitungen wird man kaum bis in die Südsee legen :], aber je nach
    > Breitengrad gibt es dort ganz hervorragende Sonnenenergie, und der
    > gewonnene Kohlenstoff wird sich recht einfach per Schiff transportieren
    > lassen. Ist ja dann nicht viel anders als Kohle. In Island und Italien ist
    > die Anbindung fast ideal, in Südamerika kommt es wohl drauf an, wo genau.
    > Methanquellen (Mülldeponie/Biogasanlage/Klärwerk/Moore/tauender
    > Permafrostboden) findet man dagegen gleich hier sowie in jedem anderen
    > Industrie- oder Agrarland normaler Weise zu genüge.
    Das passt also gut zu meinem letzten Absatz.
    Und was machen wir lokal?
    Windräder und PV weiterhin temporär abschalten?
    Oder die Anlagen doch besser zusätzlich bauen.

    > Das mit der Finanzierung ist ohnehin so eine Sache. Wie will man das
    > bezahlen, CO2 aus der Luft zu entfernen? Mit einem damit erzeugten Sprit?
    > Und will man das sondierte CO2 dann wirklich gleich wieder mit dem Sprit in
    > die Luft pusten oder doch lieber vergraben?

    Da wir allein durch die Produktionskapazitäten (andere Faktoren mal bewusst ignorieren) von Neuwagen (antriebsneutral) noch viele Jahre Verbrenner auf der Straße sehen werden, sollten wir besser CO2 aus der Luft wieder in die Luft pusten, statt zusätzlich fossil gespeichertes CO2 dazuzupacken.

    Langfristig ist ein "Ablegen"/vergraben gerne anzustreben.

  9. Re: Das Unternehmen Climeworks handelt Irrational...

    Autor: Ach 28.06.20 - 11:15

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das passt also gut zu meinem letzten Absatz.
    > Und was machen wir lokal?
    > Windräder und PV weiterhin temporär abschalten?
    > Oder die Anlagen doch besser zusätzlich bauen.

    Na die fluktuierende EE Produktion mit Batteriespeicher zugänglich machen, um auf diese Weise den Bedarf an konventioneller Energieerzeugung immer weiter drücken, im Idealfall mit einem V2G Netz, also mit PKW die in den 23h in denen sie durchschnittlich still stehen, als Netzpuffer dienen, zuhause wie auf der Arbeit. Die Klimawende ist ein riesiges vorhaben das nur mit großen und mutigen Schritten umgesetzt werden kann. Das Schaffen eines V2G Netzes ist so ein fetter und mutiger Schritt, getrieben vor allem dadurch, dass wir erstens eh nicht umhin kommen und dadurch, dass man jeden Protagonisten an dem V2G Netz daran wirtschaftlich profitieren lassen kann.

    > Da wir allein durch die Produktionskapazitäten (andere Faktoren mal bewusst ignorieren)
    > von Neuwagen (antriebsneutral) noch viele Jahre Verbrenner auf der Straße sehen werden,
    > sollten wir besser CO2 aus der Luft wieder in die Luft pusten, statt zusätzlich fossil
    > gespeichertes CO2 dazuzupacken.

    Ja, gute Idee! Nur drückt man mit dem Kohleanteil an der Produktion des Strom für den synthetischen Treibstoff, unter Umständen mehr CO2 in die Atmosphäre hinein, als wenn man auf den schlimmsten CO2 Erzeuger, der Kohle, zu Gunsten des weniger schlimmen CO2 Erzeugers, dem Erdöl, verzichtet. Es geht also um Kohle-CO2 vs. Erdöl-CO2, und das muss man im Einzelnen genau ausrechnen, was da von beiden unterm Strich mehr Klimagas erzeugt. Jetzt sagen die Protagonisten zwar, wir benutzen doch nur Ökostrom, aber das ist eine Milchmädchenrechnung, da der damit dem System abgezweigte Ökostrom an anderer Stelle fehlt, an der dann wieder die Kohle zum Zuge kommt. Jetzt sagen die Protagonisten, wir benutzen nur "Überschussstrom" der sonstwie nicht gebraucht wird, worauf wieder mein Argument zum tragen kommt, dass sowas wie "Überschusstrom" tatsächlich überhaupt nicht existiert, solange noch irgendwo eine CO2 Schleuder in Betrieb ist. Für die H2 Herstellung braucht man den selben Stromspeicher wie den zum Puffern der anderen Abnehmer nötigen. Sobald der Strom gepuffert ist, kann man sich ergo aussuchen, damit entweder H2 zu erzeugen, oder Kraftwerke herunter zu fahren. Kraftwerke herunter fahren spart immer mehr CO2 ein, als mit diesen CO2 freisetzenden Kraftwerken unter hohen Verlusten zu versuchen, den CO2 Gehalt eines weiteren Kraftstoffs zu neutralisieren. Schildbürgerlogik die eigentlich jeder durchschauen können muss.

    > Langfristig ist ein "Ablegen"/vergraben gerne anzustreben.

    "Anzustreben" klingt recht diplomatisch. Man könnte auch sagen, dass wir langfristig keine andere Wahl haben.

    Zu Methan, hier erst mal das Verfahren, mit dem sich CO2 aus Methan als Pulver abscheiden lässt :

    => Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

    Bei dem biogenen Methan liegt die Sache etwas anders, weil da die Natur ja bereits für die Bindung des CO gesorgt hat, und zwar mit freundlicher Unterstützung der Sonne und ohne dass wir dafür kostbare Stromkapazitäten opfern mussten. Mit oben genannten Verfahren könnte man aber gleich zwei fliegen mit einer Klappe schlagen, und den H2 im Methan von seinem CO-Umhang befreien. Ich hab da jetzt keine konkreten Ideen, aber ich sehe solche wertvollen Optionen als attraktive Bausteine des "Lego-Kastens" unserer zukünftigen Energieversorgung.

    Von den Aussagen des Autors deines verlinkten TP Artikels zum Verbrennungsmotor halte ich übrigens nicht allzuviel. Da hat jemand ganz deutlich bei seine Mathehausaufgaben geschludert, und erst recht der Autor aus dem Artikel im Manager Magazin, auf welche sich der TP Autor als Quelle beruft. Da wird im Manager Magazin erzählt, dass der Strom für BEVs, falls der aus Kohlekraftwerken stammte, schon mal mehr CO2 verursachen würde als Öl. Das ist schon mal grundsätzlich falsch. Selbst in diesem Szenario rettet die viel bessere Effizienz des Elektromotors den BEVs trotz der CO2 lastigeren Kohleverbrennung über die Ziellinie. Jetzt stellt der Autor im Weiteren fest, dass sich das Verhältnis dank der EE zwar zu Gunsten der BEVs verbessert hätte, und bei den angestrebten 100% zwar wirklich klimaneutral würde, dann aber wieder die hochenergietische Produktion der Akkus die Klimabilanz weiterhin vernichte. Tja, wenn der Strom mit denen die BEV bewegt werden, seiner Ansicht nach einmal 100% erneuerbar wird, wieso sollte dann der selbe Strom bei der Produktion der Batterien plötzlich unsere Atmosphäre mit CO2 überschütten?????

    Hier der Link. Auf so etwas bezieht sich der TP Autor also, was sehr schade ist, wegen einiger sehr interessanter Passagen in seinem Artikel :

    => Warum das Elektroauto ein Feind der Energiewende ist

    Kommt mir eher vor wie ein Manger, der sich seinen Porsche heilig schwätzen will, oder wie ein Artikel, der diesen Job für die Manager-Leserschaft erledigt. BEVs sind die effizenteste Möglichkeit, und die Produktion synthetischer Kraftstoff für PKWs, die mit riesigem Abstand CO2 lastigste. Da muss der Autor nochmal auf die Schulbank, mit Wünsch-dir-was- oder mit Cumbaja-Denken zwischen den Elektro-Verbrenner-Fronten funktioniert da nichts. Die Physik ist ne Sau, die nicht mit sich verhandeln lässt und super gnadenlos ihre Gewinner und Verlierer erzeugt. Ich geb auch offen zu, dass ich ein ganz jämmerlicher Schleimer bin in meiner persönliche Beziehung zur Physik. Füße küssend und bei Schlägen lachend die andere Wange hinhaltend...

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