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Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: Workoft 26.06.20 - 21:32

    Die Frage sollte nicht sein "Wie können wir so weiter machen wie bisher?" sondern "wie müssen wir weitermachen, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen?"
    Und da passen die meisten aktuellen Mobilitätskonzepte nicht.

    Autos verschlingen Unmengen Ressourcen bei der Herstellung, stehen die meisten Zeit nur herum und verbrauchen Platz. Bei der Fahrt wird viel mehr Energie verbraucht als nötig. Für das Land mag es keine vernünftigen Alternativen geben. Aber in allen größeren Ortschaften sollte sich ein brauchbarer öffentlicher Verkehr realisieren lassen - der kann bei höherer Auslastung auch deutlich höher getaktet werden. Viele kürzere Strecken lassen sich mit (elektrischen) Fahrrädern problemlos zurücklegen, dafür muss eine benutzbar Radfahrinfrastruktur her. Unsere ist irgendwo zwischen marode und nichtexistent. Dazu Autofahrer die meinen, sie müssten mit 50cm Seitenabstand überholen, um zu signalisieren, dass man in der Türzone der parkenden Autos zu fahren hat.

    Dafür müssen wir aber nicht nur die öffentlichen und die Radfahrinfrastruktur ausbauen, sondern auch den Menschen das Autofahren leid machen. Mit Tempolimit, Durchfahrverboten, Maut, Einbahnstraßen, kräftig Steuern usw. Gerne Ausnahmeregelungen/Sonderrechte/Vergünstigungen bei nachgewiesenen Bedarf (z. B. Handwerker, Schwerbehinderte)

    Mittlere Entfernungen könnte man bequem mit Hochgeschwindigkeits-Nachtzügen zurücklegen. Hamburg bis Südspanien, Abends einsteigen, schlafen, vormittags ankommen. Ein Großteil des europäischen Flugverkehr könnte so abgeschafft werden. Dafür fehlt es leider an Angeboten. Die Bahn hat ihre Nachtzüge eingestampft, der einzige Anbieter sind die ÖBB, aber Verbindungen gibt's nur wenige.

    Viele Wege könnte man auch ganz vermeiden. Ein Großteil der Geschäftsreisenden könnte sich digital treffen. Internationale Schifffahrt könnte sich auf Rohstoff- und Personentransporte beschränken, viele Produkte lassen sich auch näher am Verbraucher produzieren - das kostet dann eben etwas mehr.

    Forschung an neuen Lösungen ist toll, aber wir brauchen jetzt Lösungen die funktionieren. Und die haben wir, reichlich. Kraftstoffe, mit denen man alte Motoren tanken kann, gehören nicht dazu.

  2. Re: Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: BlindSeer 26.06.20 - 22:09

    Workoft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür müssen wir aber nicht nur die öffentlichen und die
    > Radfahrinfrastruktur ausbauen, sondern auch den Menschen das Autofahren
    > leid machen. Mit Tempolimit, Durchfahrverboten, Maut, Einbahnstraßen,
    > kräftig Steuern usw. Gerne Ausnahmeregelungen/Sonderrechte/Vergünstigungen
    > bei nachgewiesenen Bedarf (z. B. Handwerker, Schwerbehinderte)

    Ah, du bist also auch jemand, der einen deutschen Trump züchten möchte? Das typisch deutsche. Wir müssen alles teuer machen was mir nicht passt. Der Haken? Die Alternativen werden weder besser noch günstiger.
    Nur weil ich das Glück habe mit dem ÖPNV in 40 Min, statt 10 Min zur Arbeit zu kommen (4fache Zeit bezeichne ich hier als Glück, weil die Basis niedrig ist) weiß ich trotzdem, das es nicht für alle so ist. Familieneinkauf? Früh- oder Nachtschicht? Einfach ist meist "zu einfach" und bedenkt nicht alles. Deine Maßnahmen ohne Alternativen führt zur Wahl von Parteien die Umweltschutz nicht im Programm haben. ERST Alternativen und Konzepte, DANN die Verbote.

    > Mittlere Entfernungen könnte man bequem mit Hochgeschwindigkeits-Nachtzügen
    > zurücklegen. Hamburg bis Südspanien, Abends einsteigen, schlafen,
    > vormittags ankommen. Ein Großteil des europäischen Flugverkehr könnte so
    > abgeschafft werden. Dafür fehlt es leider an Angeboten. Die Bahn hat ihre
    > Nachtzüge eingestampft, der einzige Anbieter sind die ÖBB, aber
    > Verbindungen gibt's nur wenige.

    Okay, wie kommst du dann von der Großstadt aus weiter? Frankfurt Barcelona mag ja gehen. Dann sitzt du in ES und willst aber eigentlich nach Villa Hormes. Wie geht es weiter? Nachtzug DE - AT von X nach Wien kein Problem. habe ich gemacht. Aber wenn du in die Toskana willst und zwar nicht nach Florenz? Zeit ist auch ein Faktor, das ist das Problem der Bahn gegend as Auto. Teurer, unzuverlässiger und länger... :-/ Da muss sich viel tun.

    > Viele Wege könnte man auch ganz vermeiden. Ein Großteil der
    > Geschäftsreisenden könnte sich digital treffen. Internationale Schifffahrt
    > könnte sich auf Rohstoff- und Personentransporte beschränken, viele
    > Produkte lassen sich auch näher am Verbraucher produzieren - das kostet
    > dann eben etwas mehr.

    Kosten sind in einem Land das seinen Fokus auf Export und nicht auf den Binnenmarkt und damit auf den lokalen Konsumenten hat aber ein wesentlicher Faktor. Wir leben im Land mit "dem besten Neidriglohnsektor Europas", dafür aber mit den höchsten Abgaben der Welt. Gehst du bei 1 Mio Aufstockern vorbei und sagst ihnen, dass sie auf das bischen was sie sich leisten können gefälligst zu verzichten haben? Effekt wird meine Einleitung sein. Das ist eines der Grundübel.

    > Forschung an neuen Lösungen ist toll, aber wir brauchen jetzt Lösungen die
    > funktionieren. Und die haben wir, reichlich. Kraftstoffe, mit denen man
    > alte Motoren tanken kann, gehören nicht dazu.

    Sie sind ein Anfang und ggf. eine Alternative. Brauchen wir Alternativen? Ja! Aber die schaffen wir nicht damit das vorhandene teuer und schlechter zu machen. Damit wird nichts besser, nur derjenige der darauf angewiesen ist, weil er keine Alternativen hat... Für den wird es teurer und den hast du damit vergrätzt! Erst Alternativen schaffen und diese besser und günstiger machen! Das bessere ist des Guten Feind. Leider eine Denke die in DE nicht vorhanden ist. Da wird nur auf das Unerwünschte geschaut und wie man es schlecht macht... Das schafft nur nix besseres, dafür aber Widerstand. :-/

  3. Re: Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: Workoft 27.06.20 - 08:35

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Workoft schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dafür müssen wir aber nicht nur die öffentlichen und die
    > > Radfahrinfrastruktur ausbauen, sondern auch den Menschen das Autofahren
    > > leid machen. Mit Tempolimit, Durchfahrverboten, Maut, Einbahnstraßen,
    > > kräftig Steuern usw. Gerne
    > Ausnahmeregelungen/Sonderrechte/Vergünstigungen
    > > bei nachgewiesenen Bedarf (z. B. Handwerker, Schwerbehinderte)
    >
    > Ah, du bist also auch jemand, der einen deutschen Trump züchten möchte? Das
    > typisch deutsche. Wir müssen alles teuer machen was mir nicht passt. Der
    Ich will einen deutschen Trump züchten, wenn ich etwas fordere, dass viele Länder bereits haben? Kaum irgendwo in Europa ist das Autofahren so billig wie bei uns. Externe Kosten internalisieren ist doch jetzt nichts revolutionäres. Z. B. 30,70¤/Jahr für einen Anwohnerparkausweis, wenn eine günstige Miete bei 10¤ pro m² und Monat liegt?
    > Haken? Die Alternativen werden weder besser noch günstiger.
    > Nur weil ich das Glück habe mit dem ÖPNV in 40 Min, statt 10 Min zur
    > Arbeit zu kommen (4fache Zeit bezeichne ich hier als Glück, weil die Basis
    > niedrig ist) weiß ich trotzdem, das es nicht für alle so ist.
    > Familieneinkauf? Früh- oder Nachtschicht? Einfach ist meist "zu einfach"
    > und bedenkt nicht alles. Deine Maßnahmen ohne Alternativen führt zur Wahl
    > von Parteien die Umweltschutz nicht im Programm haben. ERST Alternativen
    > und Konzepte, DANN die Verbote.
    Habe ich doch ganz klar gefordert.
    > > Mittlere Entfernungen könnte man bequem mit
    > Hochgeschwindigkeits-Nachtzügen
    > > zurücklegen. Hamburg bis Südspanien, Abends einsteigen, schlafen,
    > > vormittags ankommen. Ein Großteil des europäischen Flugverkehr könnte so
    > > abgeschafft werden. Dafür fehlt es leider an Angeboten. Die Bahn hat
    > ihre
    > > Nachtzüge eingestampft, der einzige Anbieter sind die ÖBB, aber
    > > Verbindungen gibt's nur wenige.
    >
    > Okay, wie kommst du dann von der Großstadt aus weiter? Frankfurt Barcelona
    > mag ja gehen. Dann sitzt du in ES und willst aber eigentlich nach Villa
    > Hormes. Wie geht es weiter? Nachtzug DE - AT von X nach Wien kein Problem.
    > habe ich gemacht. Aber wenn du in die Toskana willst und zwar nicht nach
    > Florenz? Zeit ist auch ein Faktor, das ist das Problem der Bahn gegend as
    > Auto. Teurer, unzuverlässiger und länger... :-/ Da muss sich viel tun.
    Und mit dem Flugzeug fliegst direkt an den Strand?
    > > Viele Wege könnte man auch ganz vermeiden. Ein Großteil der
    > > Geschäftsreisenden könnte sich digital treffen. Internationale
    > Schifffahrt
    > > könnte sich auf Rohstoff- und Personentransporte beschränken, viele
    > > Produkte lassen sich auch näher am Verbraucher produzieren - das kostet
    > > dann eben etwas mehr.
    >
    > Kosten sind in einem Land das seinen Fokus auf Export und nicht auf den
    > Binnenmarkt und damit auf den lokalen Konsumenten hat aber ein wesentlicher
    > Faktor. Wir leben im Land mit "dem besten Neidriglohnsektor Europas", dafür
    > aber mit den höchsten Abgaben der Welt. Gehst du bei 1 Mio Aufstockern
    > vorbei und sagst ihnen, dass sie auf das bischen was sie sich leisten
    > können gefälligst zu verzichten haben? Effekt wird meine Einleitung sein.
    > Das ist eines der Grundübel.
    Wovon sprichst du?
    > > Forschung an neuen Lösungen ist toll, aber wir brauchen jetzt Lösungen
    > die
    > > funktionieren. Und die haben wir, reichlich. Kraftstoffe, mit denen man
    > > alte Motoren tanken kann, gehören nicht dazu.
    >
    > Sie sind ein Anfang und ggf. eine Alternative. Brauchen wir Alternativen?
    > Ja! Aber die schaffen wir nicht damit das vorhandene teuer und schlechter
    > zu machen. Damit wird nichts besser, nur derjenige der darauf angewiesen
    > ist, weil er keine Alternativen hat... Für den wird es teurer und den hast
    > du damit vergrätzt! Erst Alternativen schaffen und diese besser und
    > günstiger machen! Das bessere ist des Guten Feind. Leider eine Denke die in
    > DE nicht vorhanden ist. Da wird nur auf das Unerwünschte geschaut und wie
    > man es schlecht macht... Das schafft nur nix besseres, dafür aber
    > Widerstand. :-/

    Wo genau widerspricht du mir jetzt?

  4. Re: Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: DerYupp 27.06.20 - 09:10

    Hallo Herr Habeck,

    schon aus Nordkorea zurück? Dachte die Flüge wären alle gestrichen.

  5. Re: Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: tomatentee 27.06.20 - 10:01

    Ihr seid nicht weit auseinander, verfolgt nur unterschiedliche Konzepte bei der Einführung.

    Ich schlage vor, die externalisierten Kosten langsam, stetig und vorhersagbar anzuheben. CO2 Steuer jedes Jahr 2¤ mehr, Parkpreise jedes Jahr 10% anziehen (auch Anwohnerparken), Wegfall kostenloser Parkmöglichkeiten im öffentlichen Raum und ersetzen dieser durch Radinfrastruktur.

    Begleitet durch Förderung und Ausbau von ÖPNV und Bahn.

  6. Re: Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: Bonarewitz 27.06.20 - 10:29

    Ich finde 2¤ zu wenig (das weniger als 0,5ct/l), aber das Konzept für absolut korrekt.
    Zusätzlich noch PKW-Freie Ringe in Innenstädten, die langsam wachsen. Die Bewohner von Oslo finden das (mit persönlicher Erfahrung) sehr gut.

  7. Re: Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: MoGas 28.06.20 - 17:24

    Geil. Ich verfolge das Thema schon ewig, die Lösungen liegen schon ewig auf dem Tisch. Sie werden nur nicht umgesetzt, weil jeder lieber seine eigene Vorstellung von Utopie reindrücken will.

    Dabei ist es so trivial. Europäischer sektorübergreifender Handel mit CO2 Zertifikaten, und die CO2 Menge jedes Jahr runterfahren. Drops gelutscht. Nächstes Thema,

    Leider kann damit aber keiner mehr anderen seine Vorstellungen der Welt aufdrücken. Also wird es nicht gemacht. Wie immer halt. Lieber profiliere ich mich vor der Bevölkerung als Super Öko Politiker.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.20 17:28 durch MoGas.

  8. Re: Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: BlindSeer 30.06.20 - 08:10

    Man züchtet sich einen deutschen Trump, wenn man jemandem bei dem zwei mal am Tag ein Bus vorbei fährt und der zur Frühsschicht muss und am Rande der Aufstockung verdient sagt "Tja, du musst aber 50 Cent mehr pro Liter Sprit zahlen", denn der hat keine Alternative. Andere Länder sind immer ein toller Vergleich, haben aber andere Umstände. Zum Beipsiel haben sie nicht die hächsten Abgaben aufs Gehalt weltweit, den besten Niedriglohnsektor Europas, sind nicht total auf den Export fokussiert und vernachlässigen die Binnennachfrage und kein Amt das meint 70km sind auch bei niedrigrem Verdienst ein aktzeptabler Arbeitsweg.
    Was wird denn so jemand machen, der nach der Erhöhung immer noch keine Alternative hat, oder nun zwei Stunden statt 30 Minuten braucht und viel Zeit mit der Familie verliert? Er wird zusehen dass wer an die Regierung kommt, der das Rückgängig macht und Umweltschutz streicht. Das er jemanden sucht, der ihm seine Alternativen ausbaut halte ich für unwahrscheinlich.
    Die Radinfrastruktur sollte völlig getrennt werden von der Straße und von den Fußgängern. Im Moment sind Radfahrer die Jugendlichen des Straßenverkehrs. Für die einen sind sie zu groß und sie wollen sie nicht um sich haben (Fußgänger) und für die anderen zu klein und zu nervig (Autos). Klar, die muss auch ausgebaut werden. Aber mit Sinn und Verstand. "Einfach" ist da nix. Du musst Leute die 50km Arbeitsweg haben auch Möglichkeiten bieten zur Arbeit zu kommen. Das ist im Moment noch echt umständlich und teuer und in gewissen Konstellationen unmöglich. Da ist es innerstädtisch schon zum Teil albern langsam mit derm ÖPNV. da knnst du 50 Minuten Straßenbahn fahren (ohne umsteigen zu müssen, also Direktverbindung), oder 10 - 15 Minuten Auto. Das sind zum Teil keine Relationen zu einander.

    Meine Ausführung zum "besten Niedriglohnsektor Europas" uns Co galt dem verfügbarem Budget der Menschen in DE. Die Reallöhne sind gesunken und die Abgaben steigen. Die Leute haben halt leider nicht unbedingt das Geld sich ökologisch sinnvolle Transportvarianten zu kaufen, oder eben wie von dir gefordert die teureren "nahe am Konsumenten" produzierten Güter. Ist ja sowieso eher traurig, dass diese Dinge teurer sind als etwas, das um die halbe Welt gereist ist. :-/

    Ich widerspreche dir in der Radikalität der Forderungen und der Reihenfolge, in der Tatsache dass du forderst "den Leuten das Autofahren leid zu machen". Das führt zu Antipathie. Die Meisten fahren nicht "zum Spaß", sondern weil die Alternativen nicht vorhanden oder zu teuer sind. Ich mag das typisch Deutsche "Was ich nicht will muss teurer sein!" nicht. Dadurch wird nicht das gewünschte besser, dafür hat derjenige der auf das Ungewünschte angewiesen ist weniger Geld und mag das Thema nicht mehr. Autofahren ist nicht zu villig. ÖPNV, Bahn und Co sind zu teuer und unattraktiv. Wenn ich 200¤ bei 2h längerer Fahrtzeit für zwei Personen bei der Bahn zahlen soll, dann gewinnt das Auto. Weil die Bahn zu teuer und unattraktiv ist.
    Fordert doch lieber den Ausbau von Alternativen (wobei ich noch immer auf die Antwort warte wie das bei einer Kreisstadt mit 50km Einzugsradius klappen soll in ländlichen Gebieten warte), dann steigen die Leute auch gerne mal von alleine um und mögen es auch, denn es ist besser und attraktiver.

  9. Re: Individualverkehr und Flugverkehr auf ein Minimum reduzieren

    Autor: chefin 30.06.20 - 11:42

    @ Workoft

    Nun musst du nur noch das Motivationsproblem lösen.

    Wieso soll man so viel Arbeiten um dann nichts mit dem Geld anzufangen? Wenn ich nicht in urlaub kann, muss ich auch kein Geld für Urlaub sparen. Wenn ich am Wochenende keine Ausflüge machen kann, muss ich kein geld für Ausflüge und anderes zusammen sparen. Früher oder später sind wir also beim Punkt, an dem mir 20 Std in der Woche locker reichen um sogar noch was über zu haben zum vererben. Aber der Konsum ist weggebrochen. Die Menge an Menschen die diesen Konsum "produziert" wird keine Arbeit mehr haben. Und folglich auch nicht mehr viel selbst konsumieren an den Dingen die ich arbeite.

    Wozu brauchen wir dann zb Mobilfunk? Oder GPS? Wenn wir nicht mehr rumfahren sollen, brauchen wir natürlich keine Autos. Aber wenn keine Autos mehr gebraucht werden, werden auch keine mehr gebaut. Wenn ich dann irgendwo hin MUSS, gibt es nichts mehr, das mich da hin bringt. Den die Infrastruktur zb Strassen ist nur dann bezahlbar wenn die breite Masse es finanziert. Aber ohne Auto brauche ich keine Strasse, also soll die Krankenkasse das bezahlen, wenn du das benötigen um mich ins Krankenhaus zu bringen.

    Allerdings, mit dem geringen Bruttosozialprodukt das wir dann noch haben, dürfte Krankenversorgung zum Luxus werden. Wir können schlicht nicht mehr finanzieren, was wir als Bedürfnisse haben. Und nur mit Ersatzarbeiten das ganze ausfüllen? Was soll das für Ersatzarbeit sein? Internet? Menschen die für mich wandern gehen und es mir per 360° Cam auf die VR-Brille schicken gegen Bezahlung? Oder die für mich Bungee Jumpen, durch Vergnügungsparks rollern oder ich darf gegen Geld Motorrad fahren auf dem Simulator?

    Mag dem einen oder anderen ja als Zukunftsmodell reichen. Aber das ändert sich in dem Moment, wo man das erstmal selbst auf dem Motorrad fährt und den Wind in der Nase spürt. Dein Körper lässt sich nicht mit einer VR-Brille austricksen.

    Und weil wir diese Bedürfnisse haben, dafür bereit sind, hohe Arbeitsleistung zu bringen, deswegen sind wir in der Situation. Und müssen nicht unsere Bedürfnisse reduzieren, sondern die Ausführung "sozialverträglich" machen. Wobei ich das Wort nicht mag. Rücksichtsvoll und Respektvoll der Gemeinschaft gegenüber wäre ein besserer Begriff.

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