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Ineffizient und teuer...

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  1. Re: Ineffizient und teuer...

    Autor: David64Bit 27.06.20 - 20:44

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir grad nicht sicher, ob du mich nicht verstanden hast oder ich
    > dich nicht.
    >
    > Ich meine:
    > Wenn wir zu 100% Ökostrom selbst produzieren wollen, müssen wir das so
    > ausbauen, dass wir in Flautezeiten genügend Kapazität haben, was in den
    > "guten Zeiten" automatisch zu einer massiven Überproduktion führt.

    Kann ich dir nich genau sagen, ob wir uns richtig verstanden haben - was ich meinte war, dass wir es in Deutschland nicht schaffen werden 100% Ökostrom zu haben, dazu haben wir zu wenig "Rohstoffkapazität" (Wind, Wasser, Solar, Geothermie...)
    So viel Pufferkapazität gibts nicht, weil Nachts ein Teil ja davon wieder fehlt.

    > Keine Frage. Ganz wichtiger Punkt! Das ist in fast allen mir bekannten
    > Fällen aber heute schon so.
    > Und denk dran: Die Alternative fossiler Treibstoff lässt die Umwelt massiv
    > leiden. Die Arbeiter haben auch kein gesundes Arbeitsumfeld.

    Nein - aber die können sich dazu entscheiden das zu tun oder was anderes. Und ich würde fast behaupten, dass beim normalen Rohölabbau weit weniger Umwelt in Mitleidenschaft (solange nix Schief geht) gezogen wird, als beim Lithium Auswaschen, wo teilweise unglaubliche Mengen Trinkwasser verunreinigt werden.

    > Und eine Frage sei mir noch erlaubt:
    > Ist dir das Thema mit leidenden Kindern *Wirklich* ein Thema, das dir am
    > Herzen liegt?
    > So wirklich?

    Ja. Bzw. um ganz ehrlich zu sein - nein, nicht unbedingt die Kinder, sondern das Prinzip der Menschenrechte und alles was dazu gehört. Und "gute" Arbeitsbedingungen für jeden, nicht nur für Kinder.

    > Dann isst du hoffentlich ausschließlich Schokolade von "Tony's
    > Chocolonely"? Das ist die einzige mir bekannte garantiert Sklavenfreie
    > Schokolade auf dem Weltmarkt (Fair Trade reicht da nicht) - ich tue das.
    > Verzichtest Du auf Kaffee? Den gibt es maximal Fairtrade. - Ich tue das.
    > Kaufst du ausschließlich Kleidung, die nicht in Bangladesch und Co
    > produziert wird? - oder soweit bin ich noch nicht, plane aber den Umstieg.

    Schokolade Esse ich tatsächlich so gut wie gar keine.
    Kaffee kaufe ich nur da, wo die Kette wirklich nachvollziehbar ist und die Kaffeebauern ordentlich entlohnt werden.

    Kleidung achte ich tatsächlich genau so drauf.
    Fleisch auch.
    Sogar bei Elektronikprodukten oder gerade Hardware - da ich dafür auch in der Firma verantwortlich bin, achte ich da auch drauf, dass so wenig wie möglich Made in China ist. Daher gibt's bei uns z.B. eher Gigabyte, ASUS und ASROCK.
    Seit dem ich in der Firma bin, gibt's tatsächlich kein Dell, HP und Co mehr - damit unterstützt man zum Teil nämlich auch noch Foxxconn.

    >
    > Soll heißen:
    > Beim BEV ist die Sorge der "Kobalt-Kinder" schnell ausgesprochen.
    > Wirklich ernst meinen es die meisten mit dem Thema aber nicht.
    > Muss halt in die Argumentation passen, nicht wahr?

    Das gilt für alles - und nicht nur die Argumentation muss passen, sondern auch das Produkt.

  2. Re: Ineffizient und teuer...

    Autor: Bonarewitz 28.06.20 - 03:51

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    Ich merke, wir sind grundsätzlich sehr nah beieinander. =)

    > Bonarewitz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich bin mir grad nicht sicher, ob du mich nicht verstanden hast oder ich
    > > dich nicht.
    > >
    > > Ich meine:
    > > Wenn wir zu 100% Ökostrom selbst produzieren wollen, müssen wir das so
    > > ausbauen, dass wir in Flautezeiten genügend Kapazität haben, was in den
    > > "guten Zeiten" automatisch zu einer massiven Überproduktion führt.
    >
    > Kann ich dir nich genau sagen, ob wir uns richtig verstanden haben - was
    > ich meinte war, dass wir es in Deutschland nicht schaffen werden 100%
    > Ökostrom zu haben, dazu haben wir zu wenig "Rohstoffkapazität" (Wind,
    > Wasser, Solar, Geothermie...)
    Jein.
    Um 100% Ökostrom (mathematisch) herzustellen, benötigen wir 2,5% der deutschen Landmasse.
    Zum Vergleich: allein die Lebensmittel, die jährlich in Deutschland weggeworfen werden, benötigen ein Flächenäquuvalent von 7,5% unserer Landfläche.
    Platz ist also da. Und genug Sonne und Wind haben wir auch (im Schnitt!)

    Wie gesagt: Mit planerischer Überproduktion könnte es klappen.

    > So viel Pufferkapazität gibts nicht, weil Nachts ein Teil ja davon wieder
    > fehlt.
    Hier liegt ein Knackpunkt.
    Die Forschung geht aber weiter.
    Und wenn wir mit einer Produktion von 200-300% planen, reicht das Weniger nachts auch aus.

    > > Keine Frage. Ganz wichtiger Punkt! Das ist in fast allen mir bekannten
    > > Fällen aber heute schon so.
    > > Und denk dran: Die Alternative fossiler Treibstoff lässt die Umwelt
    > massiv
    > > leiden. Die Arbeiter haben auch kein gesundes Arbeitsumfeld.
    >
    > Nein - aber die können sich dazu entscheiden das zu tun oder was anderes.
    Pauschal gesagt ja.
    Aber die Lebensrealität sieht teilweise (auch hier in D) leider anders aus.

    > Und ich würde fast behaupten, dass beim normalen Rohölabbau weit weniger
    > Umwelt in Mitleidenschaft (solange nix Schief geht) gezogen wird, als beim
    > Lithium Auswaschen, wo teilweise unglaubliche Mengen Trinkwasser
    > verunreinigt werden.
    Vertue dich nicht.
    Google mal nach Ölfracking oder - noch schlimmer - Ölsand in Kanada.
    Da wird dir schlecht.
    Katastrophen wie Tankerhavarien und Deepwater Horizon noch nicht mal berücksichtigt.

    Bei den Batterien geht die Forschung stark in Richtung Alternativen. Das geht beim Öl nur in der im Artikel beschriebenen Art.

    Aber keine Frage: Die Umweltschäden der Batterieproduktion sind weder gut oder schön zu reden, noch möchte ich sie ignorieren.
    In Summe halte ich sie aktuell für das geringere Übel.

    > > Und eine Frage sei mir noch erlaubt:
    > > Ist dir das Thema mit leidenden Kindern *Wirklich* ein Thema, das dir am
    > > Herzen liegt?
    > > So wirklich?
    >
    > Ja. Bzw. um ganz ehrlich zu sein - nein, nicht unbedingt die Kinder,
    > sondern das Prinzip der Menschenrechte und alles was dazu gehört. Und
    > "gute" Arbeitsbedingungen für jeden, nicht nur für Kinder.
    Kann ich nur so unterschreiben.

    > > Dann isst du hoffentlich ausschließlich Schokolade von "Tony's
    > > Chocolonely"? Das ist die einzige mir bekannte garantiert Sklavenfreie
    > > Schokolade auf dem Weltmarkt (Fair Trade reicht da nicht) - ich tue das.
    >
    > > Verzichtest Du auf Kaffee? Den gibt es maximal Fairtrade. - Ich tue das.
    >
    > > Kaufst du ausschließlich Kleidung, die nicht in Bangladesch und Co
    > > produziert wird? - oder soweit bin ich noch nicht, plane aber den
    > Umstieg.
    >
    > Schokolade Esse ich tatsächlich so gut wie gar keine.
    > Kaffee kaufe ich nur da, wo die Kette wirklich nachvollziehbar ist und die
    > Kaffeebauern ordentlich entlohnt werden.
    >
    > Kleidung achte ich tatsächlich genau so drauf.
    > Fleisch auch.
    > Sogar bei Elektronikprodukten oder gerade Hardware - da ich dafür auch in
    > der Firma verantwortlich bin, achte ich da auch drauf, dass so wenig wie
    > möglich Made in China ist. Daher gibt's bei uns z.B. eher Gigabyte, ASUS
    > und ASROCK.
    > Seit dem ich in der Firma bin, gibt's tatsächlich kein Dell, HP und Co mehr
    > - damit unterstützt man zum Teil nämlich auch noch Foxxconn.
    Dir gebührt mein großer Respekt (ehrlich; nicht sarkastisch oder polemisch gemeint).
    Du bist beim Thema wohl schon sehr weit.
    Das finde ich großartig!

    > > Soll heißen:
    > > Beim BEV ist die Sorge der "Kobalt-Kinder" schnell ausgesprochen.
    > > Wirklich ernst meinen es die meisten mit dem Thema aber nicht.
    > > Muss halt in die Argumentation passen, nicht wahr?
    >
    > Das gilt für alles - und nicht nur die Argumentation muss passen, sondern
    > auch das Produkt.

    Auch hier stimme ich zu.

  3. Re: Ineffizient und teuer...

    Autor: David64Bit 28.06.20 - 19:37

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > David64Bit schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > Ich merke, wir sind grundsätzlich sehr nah beieinander. =)

    Ich glaube auch :)

    > Jein.
    > Um 100% Ökostrom (mathematisch) herzustellen, benötigen wir 2,5% der
    > deutschen Landmasse.
    > Zum Vergleich: allein die Lebensmittel, die jährlich in Deutschland
    > weggeworfen werden, benötigen ein Flächenäquuvalent von 7,5% unserer
    > Landfläche.
    > Platz ist also da. Und genug Sonne und Wind haben wir auch (im Schnitt!)
    >
    > Wie gesagt: Mit planerischer Überproduktion könnte es klappen.

    Ja gut - das könnte es, aber nicht wenn der Widerstand gegen Windparks so bleibt, und die ganzen Solaranlagen aus China kommen und erst mal 5 Jahre brauchen, bis sie Produktion und Transport wieder "drin" haben...

    Und so ganz nebenbei bin ich für ganz gewaltige Aufforstungen...

    > Hier liegt ein Knackpunkt.
    > Die Forschung geht aber weiter.
    > Und wenn wir mit einer Produktion von 200-300% planen, reicht das Weniger
    > nachts auch aus.

    Das Ding ist aber: Wer soll das Zahlen? Die meisten von uns Stöhnen ja jetzt schon bei 30-35 Cent die Kilowattstunde und wenn man dann überlegt, dass ein E-Auto bei solchen Preisen dann deutlich mehr kostet, als ein vergleichbarer Verbrenner wird dadraus ein Schuh. Zumindest für diejenigen, die BEV als einzige Möglichkeit sehen...

    > Pauschal gesagt ja.
    > Aber die Lebensrealität sieht teilweise (auch hier in D) leider anders aus.

    Das musst du mir erklären, die Aussage versteh ich ehrlich gesagt nicht ganz.

    > Vertue dich nicht.
    > Google mal nach Ölfracking oder - noch schlimmer - Ölsand in Kanada.
    > Da wird dir schlecht.
    > Katastrophen wie Tankerhavarien und Deepwater Horizon noch nicht mal
    > berücksichtigt.

    Na klar - aber deswegen ja auch mein Hinweis auf den Normalfall. Bei Lithium ausschwemmungen und Co kann auch sehr viel schief gehen, aber allein das Ausschwemmen von Lithium ist schon starker Tobak - vor allem in ärmeren Regionen der Welt, oder denen wo auf Umweltschutz nicht viel wert gelegt wird.

    Ölfracking und Ölsand zählen ich nicht dazu - noch dazu kann man das mit eben Techniken die Nordic Blue Crude einsetzt völlig vermeiden bzw. drauf verzichten.

    > Bei den Batterien geht die Forschung stark in Richtung Alternativen. Das
    > geht beim Öl nur in der im Artikel beschriebenen Art.

    Das geht auch in andere Richtungen, es gibt da einige Möglichkeiten einen Verbrenner bzw. einen PHEV zu "versorgen".

    > Aber keine Frage: Die Umweltschäden der Batterieproduktion sind weder gut
    > oder schön zu reden, noch möchte ich sie ignorieren.
    > In Summe halte ich sie aktuell für das geringere Übel.

    Ich nicht - zumindest im Vergleich mit eben Synthetischem Treibstoff.

    > Dir gebührt mein großer Respekt (ehrlich; nicht sarkastisch oder polemisch
    > gemeint).
    > Du bist beim Thema wohl schon sehr weit.
    > Das finde ich großartig!

    Für mich ist das tatsächlich "normal" geworden und meine Firma schreibt sich das ganze inzwischen sogar tatsächlich auf die Fahne und wirbt damit.
    Klar - machen wir uns nix vor, 100% Vermeiden kann man das nicht immer, besonders im Business bzw. B2B Umfeld. Aber es ist besser "alles" vertretbare/was möglich ist zu tun, als einfach gar nix zu tun und Status Quo so zu akzeptieren.


    > Auch hier stimme ich zu.

    Freut mich :) (ohne Sarkasmus oder sonstiges - vernünftige Diskurse sind gefühlt schwer zu haben heutzutage)

    Das Ding ist ja auch - ich bin großer Freund von der Individualmobilität. Ich gebe auch offen und ehrlich zu, dass ich großer Freund des Verbrennungsmotors bin. Ein schöner, sonor, trompetender 6-Zylinder der mich auf der Landstraße beim durch wunderschöne Landschaften (z.B. Italien oder Wälder im Alpenvorland) gleitend begleitet - das ist ein unglaubliches Lebensgefühl und Freude pur für mich persönlich. Ich spiele selbst auch Posaune, möglicherweise ist das einer der Gründe, warum mir bei einem wohlig klingenden und "trompetenden" Motor das Herz auf geht.
    Vom Motorsport, den ich auch gerne Betreibe, mal ganz abgesehen.

    Nichts wäre mir lieber, als all das "Grün" zu haben bzw. Co2 Neutral! Ich bin dann auch sehr gerne Bereit 2 Euro für den Liter Treibstoff (wie auch immer er dann aussieht) auszugeben.

    Aber anderererseits, als "Landbewohner" bin ich sogar drauf angewiesen - und die Erfahrungen, gerade jetzt in Corona Zeiten, die ich mit Öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht habe sind absolut unterirdisch.

    Und als Linksliberaler gibt es einen Spruch, der mir sehr am Herzen liegt und der auch sehr, zu den vielen Verbotsfanatikern passt: “I disapprove of what you say and think, but I will defend to the death your right to say and think it.” von Evelyn Beatrice Hall.

    Noch dazu: Wenn wir keine Wahlmöglichkeiten mehr haben - was für einen Sinn hat das Leben dann überhaupt noch?

  4. Re: Ineffizient und teuer...

    Autor: Ach 29.06.20 - 08:05

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und als Linksliberaler gibt es einen Spruch, der mir sehr am Herzen liegt und der auch sehr,
    > zu den vielen Verbotsfanatikern passt: “I disapprove of what you say and think, but I will
    > defend to the death your right to say and think it.” von Evelyn Beatrice Hall.

    Solange jemand keine Gewalt auf andere ausübt, mit welcher wiederum er die Freiheit seiner Mitmenschen einschränken würde. So darf man z.B. keine Rasierklingen an der Außenhaut seines im Straßenverkehr bewegten PKW befestigen, und genau in dieser Kategorie verortet man auch den CO2 Ausstoß von Fahrzeugen. Mit dem übermäßigen Ausstoß von CO2 gefährde man die Zukunft und das Überleben der Menschheit, weshalb die Produktion von CO2 noch nicht mal verboten, aber zumindest mit hohen Abgaben belegt wird.

    Wer schützt die Freiheit von wem und was ist von beiden Perverser? Mit dem Wohl der Menschheit Russisch Roulette zu spielen, durch das kurzsichtige Verbrennen von Erdöl zur Befriedigung eigener Freiheits- und Lustempfindungen via dem Bewegen seines PKW, oder das Belegen solch Klima gefährdender Freiheitsausübung mit einer erhöhten Gebührenabgabe?

  5. Re: Ineffizient und teuer...

    Autor: David64Bit 29.06.20 - 11:22

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange jemand keine Gewalt auf andere ausübt, mit welcher wiederum er die
    > Freiheit seiner Mitmenschen einschränken würde. So darf man z.B. keine
    > Rasierklingen an der Außenhaut seines im Straßenverkehr bewegten PKW
    > befestigen, und genau in dieser Kategorie verortet man auch den CO2 Ausstoß
    > von Fahrzeugen. Mit dem übermäßigen Ausstoß von CO2 gefährde man die
    > Zukunft und das Überleben der Menschheit, weshalb die Produktion von CO2
    > noch nicht mal verboten, aber zumindest mit hohen Abgaben belegt wird.

    Warum "dürfen" dann pro Jahr 70.000 Tote am Alkohol einfach Sterben? Oder warum müssen Menschen für unseren Wohlstand mit Überschwemmungen, für uns völlig unglaublichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung zurecht kommen?

    Mit was für einem Recht spuken wir diesen Menschen so süffisant ins Gesicht in dem wir das "nur" aufs Auto beschränken? Mit welcher Arroganz maßen sich meine deutschen Mitbürger an, mir etwas vorzuschreiben, wo ich in anderen Themen EXTREM darauf achte?

    > Wer schützt die Freiheit von wem und was ist von beiden Perverser? Mit dem
    > Wohl der Menschheit Russisch Roulette zu spielen, durch das kurzsichtige
    > Verbrennen von Erdöl zur Befriedigung eigener Freiheits- und
    > Lustempfindungen via dem Bewegen seines PKW, oder das Belegen solch Klima
    > gefährdender Freiheitsausübung mit einer erhöhten Gebührenabgabe?

    Was hat das jetzt mit dem zu tun, dass ich versuche meinen Co2 Fußabdruck so gering wie möglich zu halten (der wahrscheinlich Geringer ist, als von so manchem Neu-Öko) UND TROTZDEM diese Freiheiten aufrecht zu erhalten?
    Noch dazu: Was hat das ganze jetzt mit Erdöl zu tun?

    Mal davon abgesehen, dass so gut wie jede Freiheitsausübung eine Belastung fürs Klima (und die Menschheit) ist - seien es Zugreisen, der Kauf von elektronischen Produkten (bzw. teilweise sogar der Kauf von irgendwelchen Produkten, selbst IKEA Produziert inzwischen überwiegend in China, die oft mit dem Flugzeug transportiert werden) oder der Verzehr von Erdbeeren im Winter.

    Die Tatsache, dass das allgegenwertige Verlangen nach Konsum erheblich "schlimmer" fürs Klima und die Menschheit ist, will aber niemand hören.

  6. Re: Ineffizient und teuer...

    Autor: Ach 29.06.20 - 12:32

    > Warum "dürfen" dann pro Jahr 70.000 Tote am Alkohol einfach Sterben?
    Das machen die Leute mit sich selber. Die Kippen das Gift in sich selber rein und nicht in andere.

    > Oder warum müssen Menschen für unseren Wohlstand mit Überschwemmungen, für uns völlig unglaublichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung zurecht kommen?
    Von wem redest du? Ausland, untergehende Südseeinseln, im Meer versinkende Künstengegenden? Ja dann stellt man sich doch erst recht gegen die Klimaerwärmung und ihre größten Antreiber!

    > Mit was für einem Recht spuken wir diesen Menschen so süffisant ins Gesicht in dem wir das "nur" aufs Auto beschränken?
    Wieso um Himmels willen "nur Auto"? Die Bekämpfung der Klimaerwärmung steht auf deutlich breiteren Füßen. Natürlich gibt es diese verdammte Lobby, mit der es einige Unternehmen schaffen, sich temporär um ihre Pflichten zu drücken. Das bedeutet aber kein Freibier für alle anderen! Und irgendwann sind auch die an der Reihe, wie etwa die Chemieindustrie, die sich !!!abgabefrei!!! mit eigenen Gas- bzw. sogar eigenen Kohlekleinkraftwerken auf dem Betriebsgelände ihren eignen Strom und ihre eigene Wärme erzeugt. Die ober Frechheit : auf Basis einer Gesetzesnovelle, die erst in 2018 beschlossen wurde!

    > Mit welcher Arroganz maßen sich meine deutschen Mitbürger an, mir etwas
    > vorzuschreiben, wo ich in anderen Themen EXTREM darauf achte?
    Mit welche Arroganz willst du deinen persönlich vollzogenen "Verbrauchsausgleich" auf die Besteuerung deines PKW angerechnet wissen? "Ich esse meine selbst angepflanzten Erdbeeren, also machen sie mir das hier mit meinem Wagen mal etwas billiger sofort!"? Oder soll man wegen deinem Sonderverhalten die Ahndung der Verschmutzung des gesamten PKW Verkehr um Jahrzehnte verschieben und dabei das Risiko eines unumkehrbaren Umkippens unseres Klimas weiter vergrößern? Für mich ist da genau eine Position die Arrogante. Dabei wird dir ja nicht mal was verboten, du sollst nur mehr bezahlen!

    > Noch dazu: Was hat das ganze jetzt mit Erdöl zu tun?
    Anstatt deinen Wagen weiter mit Erdöl zu betreiben, kannst du natürlich auch auf den deutschen Strommix zur P2L Erzeugung zurückgreifen, mit dem damit verbundenen Effekt, mehr CO2 via dem Kohleanteil im Strommix zu generieren, als wenn du gleich beim Erdöl bleibst. Und wenn du jetzt etwas von "Nur Überschussstrom" erzählst, dann hast du das Prinzip nicht verstanden. Deine Elektrolyseure gehören zu den anspruchsvollsten Verbrauchern schlecht hin, weshalb ihre Stromversorgung einwandfrei abgepuffert werden muss. Nicht nur ein bisschenabgepuffert, denn das ist massiv viel Energie, welche diese Elekrolyseure fressen. Diese dann nivellierte Erneuerbare Stromspitze benutzt du arroganter Weise exklusiv für deinen künstlichen Sprit, obwohl dieser aufwendig nivellierte Strom viel sinnvoller dafür sorgen könnte, weitere Kohlekraftwerke abzuschalten, was eine unvergleichbar höheren Klimaeffekt hätte. Sprich : Sobald jemand mit dem Überschussstrom-Wasserstoff-Märchen anfängt, sollte man sofort und intensiv hinterfragen.

    > Mal davon abgesehen, dass so gut wie jede Freiheitsausübung eine Belastung fürs Klima
    > (und die Menschheit) ist - seien es Zugreisen, der Kauf von elektronischen Produkten
    > (bzw. teilweise sogar der Kauf von irgendwelchen Produkten, selbst IKEA Produziert
    > inzwischen überwiegend in China, die oft mit dem Flugzeug transportiert werden)
    > oder der Verzehr von Erdbeeren im Winter.

    Alles nicht so dramatisch wie der Individualverkehr auf Mineralölbasis.

    > Die Tatsache, dass das allgegenwertige Verlangen nach Konsum erheblich "schlimmer"
    > fürs Klima und die Menschheit ist, will aber niemand hören.

    Weil die Liste von den schlimmsten bis zu den schwächsten Klimagasemitenten bereits wissenschaftlich gemessen, geprüft, wieder gemessen, dingfest gemacht und aufgeschrieben wurde, und man sich deshalb nicht länger auf die Hoffnungen und Vermutungen von ein paar Petrolnerds, sondern eben auf die wissenschaftlich erstellten Listen beruft,

    Wie gesagt, die Physik verhandelt nicht, aber immerhin lässt sie ein Fenster offen. Dieser Fenster ist in dem Fall so beschaffen, dass sich eine Perspektive für den künstlichen Treibstoff ab der echten, sprich : Kohle-Freien EE Produktion öffnet, und wenn die Regierung mal damit aufhört, sich so unglaublich gegen die Teilhabe und Partizipation der Bürger an der Stromproduktion zu wehren, ginge das sogar relativ flott.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.06.20 12:46 durch Ach.

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