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Vorteile synthetischer Kraftstoffe

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  1. Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: Netzweltler 26.06.20 - 13:39

    - die schon verfügbare Infrastruktur kann weiterverwendet werden. Die Strominfrastruktur müßte massiv ausgebaut werden. Und schon Kupfer als Leitermaterial ist nicht beliebig verfügbar.
    - wesentlich schnelleres Tanken als das Laden von Akkus
    - Verwendung überschüssiger EE.
    - CO2 kann aus der Luft entfernt werden. Neben der Verwendung als Kraftstoff ist auch die Verwendung für andere Produkte (z.B. Kunststoffe, Arzeimittel) möglich. Das kann Akku nicht.
    - Neben der Strominfrastruktur weiterhin eine zweite Energieinfrastruktur verfügbar.
    Dazu eine Geschichte: Als 1979 ein massiver Kälteeinbruch das Stromsystem der DDR in die Knie zwang, fiel auch bei uns in Süddeutschland für 2-3 Tage der Strom aus. Da Strom damals noch nicht so wichtig war, war das kein so großes Problem. Wichtiger war, daß wir noch Treibstoff für unser Auto hatten. Und den bekamen wir trotzdem an der Zapfsäule (mit Hilfe einer Handkurbel als Notsystem).
    Wir verlassen uns mittlerweile viel zu sehr auf das Stromnetz. Ein Carrington-Ereignis wie 1859 würde die heutige Strominfrastruktur massiv schädigen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnensturm_von_1859
    Aber der Fall muß wohl erst eintreten, damit die Akku-Jünger es einsehen. Vor Corona glaubte auch keiner an Pandemien. Jetzt weiß man es besser.

  2. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: Rocketeer 26.06.20 - 13:56

    Wow, dieser Beitrag ist so... so... mir fehlen ein bisschen die Worte... :)

    Allem voran: "Vor Corona glaubte auch keiner an Pandemien. Jetzt weiß man es besser."
    Echt jetzt? Sagen dir Begriffe wie "Spanische Grippe", "Pocken" und "Pest" etwas?
    Und ganz blöd kann man doch sogar HIV dazu zählen. Weltweite Infektionen mit Millionen von

    Und der Rest des Beitrags liest sich ähnlich. "Lass mal so weiter machen wie bisher" ist einfach nicht richtig. Und immer dieses "Wenn das Ziel aus der Zukunft heute schon umgesetzt werden müsste, würde es nicht klappen." Wow... 1+ mit Sternchen.

    Dir ist schon bewusst, dass für die Produktion von synthetischem Brennstoff Strom benötigt wird? Nur damit du das verstehst, hier die Abfolge:

    Rohstoffe (zB CO2) werden mittels Energie (Elektrizität) zu Brennstoffen verarbeitet (zB SynthFuel). Bei einem BEV spart man sich letztlich die Zwischenschritte und kann (wie es vielerorts gemacht wird) den (zB) Solarstrom direkt in die Karre pumpen. Das bietet eine ungleich höhere Effizienz und Resilienz.

    Fazit: Da SythFuel genauso abhängig vom Stromnetz ist, bleibt letztlich nur fossiler Brennstoff. Deine These ist also: "Bitte weiter Kohle und Öl verbrennen." Und das kann ich so nicht als guten Plan bezeichnen.

    Ich würde da eher hingehen und alle Neubauten und Restaurationen zwingend mit Solarenergie-Gewinnung (Thermal oder elektrisch) ausstatten um das Stromnetz zu dezentralisieren.

    Das mögen die Stromriesen zwar nicht, aber das Stromnetz und die Umwelt sicher auch.

    Edit: Mal ganz davon: Versuch mal ein Auto ohne elektronisches Bordnetz zu bewegen. ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.20 14:01 durch Rocketeer.

  3. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: AllDayPiano 26.06.20 - 14:11

    Nö.

    Ich entschuldige mich schon jetzt dafür: Falls ein Beitrag beim falschen Adressat landet, oder gar beim ganz falschen Thema landet, dann liegt es

    AN DER VERDAMMTEN SPRINGEREI VON GOLEM.DE!

  4. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: Dino13 26.06.20 - 14:37

    Wenn du dir die Leute anschaust wie sie ohne Maske durch die Gegend laufen dann weißt du dass das in der Tat den meisten Läuten nichts sagt. Schau dir die Situation in den USA an. Über 120000 Tote und die Leute haben immer noch nichts daraus gelernt.

  5. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: emdotjay 26.06.20 - 14:43

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - die schon verfügbare Infrastruktur kann weiterverwendet werden. Die
    > Strominfrastruktur müßte massiv ausgebaut werden. Und schon Kupfer als
    > Leitermaterial ist nicht beliebig verfügbar.
    > - wesentlich schnelleres Tanken als das Laden von Akkus
    > - Verwendung überschüssiger EE.
    > - CO2 kann aus der Luft entfernt werden. Neben der Verwendung als
    > Kraftstoff ist auch die Verwendung für andere Produkte (z.B. Kunststoffe,
    > Arzeimittel) möglich. Das kann Akku nicht.
    > - Neben der Strominfrastruktur weiterhin eine zweite Energieinfrastruktur
    > verfügbar.
    > Dazu eine Geschichte: Als 1979 ein massiver Kälteeinbruch das Stromsystem
    > der DDR in die Knie zwang, fiel auch bei uns in Süddeutschland für 2-3 Tage
    > der Strom aus. Da Strom damals noch nicht so wichtig war, war das kein so
    > großes Problem. Wichtiger war, daß wir noch Treibstoff für unser Auto
    > hatten. Und den bekamen wir trotzdem an der Zapfsäule (mit Hilfe einer
    > Handkurbel als Notsystem).
    > Wir verlassen uns mittlerweile viel zu sehr auf das Stromnetz. Ein
    > Carrington-Ereignis wie 1859 würde die heutige Strominfrastruktur massiv
    > schädigen.
    > de.wikipedia.org
    > Aber der Fall muß wohl erst eintreten, damit die Akku-Jünger es einsehen.
    > Vor Corona glaubte auch keiner an Pandemien. Jetzt weiß man es besser.

    FYI, falls wieder mal so ein Sonnensturm auf die Erde prasselt, ist nicht nur Infrastruktur des "Stromes" defekt, sondern auch die des Treibstoffes, oder glauben sie heute noch eine Tankstelle mit Handkurbel zu finden....

    ohne strom läuft nichtmal ihr auto, im Grunde ist ihr auto auch schon hybrid, denn ohne den Bleiakku könnten sie ihn nicht starten, außer sie besitzen ein Model mit einer Handkurbel...

  6. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: Netzweltler 26.06.20 - 14:47

    Rocketeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wow, dieser Beitrag ist so... so... mir fehlen ein bisschen die Worte...
    > :)
    >
    > Allem voran: "Vor Corona glaubte auch keiner an Pandemien. Jetzt weiß man
    > es besser."
    > Echt jetzt? Sagen dir Begriffe wie "Spanische Grippe", "Pocken" und "Pest"
    > etwas?
    > Und ganz blöd kann man doch sogar HIV dazu zählen. Weltweite Infektionen
    > mit Millionen von
    Ja, kenne ich. Hat nur niemand so wirklich ernst genommen, daß schon damals so banale Medizinausrüstung wie Mundschutz, Handschuhe, etc. für die ganze Bevölkerung ausreichend für mehrere Wochen nicht vorhanden waren. Das ist uns jetzt mit Corona auf die Füße gefallen. Mit genügend Ausrüstung hätte man Corona in Deutschland gleich zu Beginn wirksam eindämmen können und der Lockdown wäre gar nicht nötig gewesen.
    > Und der Rest des Beitrags liest sich ähnlich. "Lass mal so weiter machen
    > wie bisher" ist einfach nicht richtig. Und immer dieses "Wenn das Ziel aus
    > der Zukunft heute schon umgesetzt werden müsste, würde es nicht klappen."
    > Wow... 1+ mit Sternchen.
    >
    > Dir ist schon bewusst, dass für die Produktion von synthetischem Brennstoff
    > Strom benötigt wird? Nur damit du das verstehst, hier die Abfolge:
    Die Energie für die bisherige Strominfrastruktur hätten wir rein in Inland gewinnen können. Kommt da auch die notwendige Energie für den KFZ-Betrieb dazu, dann geht das nicht mehr. Und der Umstieg auf Akkus wird allein schon daran scheitern, daß in diesem Falle der Kupferpreis durch die Decke geht. Viele schöne Technologien scheitern an schlichtem Mangel an Rohstoffen. Vermutlich wird das sogar weitere Umweltschäden nach sich ziehen, weil z.B. Kupfer dann auch in der Tiefsee abgebaut werden wird/muß.
    > Rohstoffe (zB CO2) werden mittels Energie (Elektrizität) zu Brennstoffen
    > verarbeitet (zB SynthFuel). Bei einem BEV spart man sich letztlich die
    > Zwischenschritte und kann (wie es vielerorts gemacht wird) den (zB)
    > Solarstrom direkt in die Karre pumpen. Das bietet eine ungleich höhere
    > Effizienz und Resilienz.
    Nicht wirklich.
    > Fazit: Da SythFuel genauso abhängig vom Stromnetz ist, bleibt letztlich nur
    > fossiler Brennstoff. Deine These ist also: "Bitte weiter Kohle und Öl
    > verbrennen." Und das kann ich so nicht als guten Plan bezeichnen.
    Nein, ist nicht meine These. Das ist nur Ihre böswillige Unterstellung.
    Wir haben innerhalb von 200 Jahren Resourcen durch den Auspuff gejagt, die Mio. Jahre zur Entstehung brauchten.
    > Ich würde da eher hingehen und alle Neubauten und Restaurationen zwingend
    > mit Solarenergie-Gewinnung (Thermal oder elektrisch) ausstatten um das
    > Stromnetz zu dezentralisieren.
    Reicht nur leider nicht, wenn auch noch der Verkehr mitversorgt werden soll.
    > Das mögen die Stromriesen zwar nicht, aber das Stromnetz und die Umwelt
    > sicher auch.
    Die Stromriesen mag ich auch nicht. Für Eautos mit Akku muß das Stromnetz trotzdem massiv ausgebaut werden. Scheitert an den Rohstoffen (Kupfer).
    > Edit: Mal ganz davon: Versuch mal ein Auto ohne elektronisches Bordnetz zu
    > bewegen. ;)
    Früher ging das noch ganz gut. Mittlerweile ist Software/Elektronik/Elektrik die häufigste Ursache für Werkstattbesuche.

  7. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: Netzweltler 26.06.20 - 14:49

    emdotjay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Netzweltler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > - die schon verfügbare Infrastruktur kann weiterverwendet werden. Die
    > > Strominfrastruktur müßte massiv ausgebaut werden. Und schon Kupfer als
    > > Leitermaterial ist nicht beliebig verfügbar.
    > > - wesentlich schnelleres Tanken als das Laden von Akkus
    > > - Verwendung überschüssiger EE.
    > > - CO2 kann aus der Luft entfernt werden. Neben der Verwendung als
    > > Kraftstoff ist auch die Verwendung für andere Produkte (z.B.
    > Kunststoffe,
    > > Arzeimittel) möglich. Das kann Akku nicht.
    > > - Neben der Strominfrastruktur weiterhin eine zweite
    > Energieinfrastruktur
    > > verfügbar.
    > > Dazu eine Geschichte: Als 1979 ein massiver Kälteeinbruch das
    > Stromsystem
    > > der DDR in die Knie zwang, fiel auch bei uns in Süddeutschland für 2-3
    > Tage
    > > der Strom aus. Da Strom damals noch nicht so wichtig war, war das kein
    > so
    > > großes Problem. Wichtiger war, daß wir noch Treibstoff für unser Auto
    > > hatten. Und den bekamen wir trotzdem an der Zapfsäule (mit Hilfe einer
    > > Handkurbel als Notsystem).
    > > Wir verlassen uns mittlerweile viel zu sehr auf das Stromnetz. Ein
    > > Carrington-Ereignis wie 1859 würde die heutige Strominfrastruktur massiv
    > > schädigen.
    > > de.wikipedia.org
    > > Aber der Fall muß wohl erst eintreten, damit die Akku-Jünger es
    > einsehen.
    > > Vor Corona glaubte auch keiner an Pandemien. Jetzt weiß man es besser.
    >
    > FYI, falls wieder mal so ein Sonnensturm auf die Erde prasselt, ist nicht
    > nur Infrastruktur des "Stromes" defekt, sondern auch die des Treibstoffes,
    > oder glauben sie heute noch eine Tankstelle mit Handkurbel zu finden....
    >
    > ohne strom läuft nichtmal ihr auto, im Grunde ist ihr auto auch schon
    > hybrid, denn ohne den Bleiakku könnten sie ihn nicht starten, außer sie
    > besitzen ein Model mit einer Handkurbel...
    Tja, dann warten wir halt mal wieder auf das nächste große Schadensereignis (Sonnensturm). So lernt es die Menschheit eben nur auf die harte Tour.

  8. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: derLaie 26.06.20 - 15:01

    Das mit der Strominfrastruktur ist totaler Humbug. Elektroautos lädt man Nachts, genau dann wenn sonst nichts anderes läuft. Mit 3 kW Steckdosenstrom (Wasserkocher) lädt man in 8 Stunden 24 kWh. Damit kommt man locker 150-200 km weit. Reicht für 95% der Berufspendler.

    Es werden zudem ja nicht gleich alle auf einmal auf Elektro umsteigen. Das ist nen Prozess der sicher ein paar Jahre dauern wird. Bis dahin kann man langsam die Ladeinfrastruktur ausbauen so dass jeder irgendwann daheim laden kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.20 15:04 durch derLaie.

  9. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: BlindSeer 26.06.20 - 15:08

    Wer aber nur ein Auto hat will sich ja nicht ein zweites anschaffen nur zum Pendeln. Derzeit ist ein Auto ein Allrounder, das heißt man braucht nur eines für alle alltäglichen Bedarfe und die zwei bis drei jährlichen Sonderfälle.

  10. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: mke2fs 26.06.20 - 15:23

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - die schon verfügbare Infrastruktur kann weiterverwendet werden. Die
    > Strominfrastruktur müßte massiv ausgebaut werden. Und schon Kupfer als
    > Leitermaterial ist nicht beliebig verfügbar.

    - ersteres stimmt so halb. Wobei alle Einfamilienhäuser in Deutschland vermutlich Stromanschlüsse haben und man selbige auch mit etwas Aufwand in Garagen und Tiefgaragen bekommt. Aber natürlich stimmt schon, ist immer noch bisschen Aufwand und bei einem Teil (40-50% wird es noch um einiges aufwendiger Strom an den Stellplatz zu bekommen).
    - Kupfer ist in deinem ganz normalen PKW auch in ziemlich großen Mengen vorhanden, dürfte nicht viel Unterschied machen

    > - wesentlich schnelleres Tanken als das Laden von Akkus

    - das mag so sein, wobei die Akkus heute voll durchaus 400 Kilometer runterschrubben. Dann musst du (je nach Fahrzeug) eventuell mal 30 Minuten Pause machen, kein Beinbruch

    > - Verwendung überschüssiger EE.

    - so viel Überschuss haben wir nicht und wenn wir ihn haben dann gibts ja auch kein Problem damit BEV zu laden -> das wäre mit weniger Energieverlust verbunden

    > - CO2 kann aus der Luft entfernt werden. Neben der Verwendung als
    > Kraftstoff ist auch die Verwendung für andere Produkte (z.B. Kunststoffe,
    > Arzeimittel) möglich. Das kann Akku nicht.

    - Das CO2 wird nicht wirklich entfernt, also jedenfalls nicht dauerhaft. All die Dinge werden auch wieder zu CO2. Man hat etwas mehr CO2 gebunden, aber das ist ein einmal-Effekt. Richtig, man könnte das für all diese Dinge nutzen und es wäre wahrscheinlich auch sinnvoll. Für Kraftstoff gibt es die effizientere Alternative einen Akku zu nutzen - und wenn es was effizienteres gibt sollte man es auch nutzen, Verschwendung können wir uns nicht leisten.

    > - Neben der Strominfrastruktur weiterhin eine zweite Energieinfrastruktur
    > verfügbar.
    > Dazu eine Geschichte: Als 1979 ein massiver Kälteeinbruch das Stromsystem
    > der DDR in die Knie zwang, fiel auch bei uns in Süddeutschland für 2-3 Tage
    > der Strom aus. Da Strom damals noch nicht so wichtig war, war das kein so
    > großes Problem. Wichtiger war, daß wir noch Treibstoff für unser Auto
    > hatten. Und den bekamen wir trotzdem an der Zapfsäule (mit Hilfe einer
    > Handkurbel als Notsystem).
    > Wir verlassen uns mittlerweile viel zu sehr auf das Stromnetz. Ein
    > Carrington-Ereignis wie 1859 würde die heutige Strominfrastruktur massiv
    > schädigen.
    > de.wikipedia.org
    > Aber der Fall muß wohl erst eintreten, damit die Akku-Jünger es einsehen.
    > Vor Corona glaubte auch keiner an Pandemien. Jetzt weiß man es besser.

    - das wäre sinnvoll. Geh aber mal davon aus das keine Tankstelle heute noch dafür ausgelegt ist irgendetwas per Hand zu pumpen, aka. das wars dann.
    Selbst wenn geht das auch nur so lange bis die Tankstelle leer ist, danach kommt kein Nachschub mehr.

  11. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: robinx999 26.06.20 - 15:58

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das mit der Strominfrastruktur ist totaler Humbug. Elektroautos lädt man
    > Nachts, genau dann wenn sonst nichts anderes läuft. Mit 3 kW
    > Steckdosenstrom (Wasserkocher) lädt man in 8 Stunden 24 kWh. Damit kommt
    > man locker 150-200 km weit. Reicht für 95% der Berufspendler.
    >
    Die Zahlen sind etwas hoch gegriffen zumindest wenn man von normalen Steckdosen redet.
    Die meisten Autos
    3kW sind 13A das dürfte die große Ausnahme sein bei Ladeziegeln, auch wenn es dies gibt.
    Die meisten Ladegeräte sind eher für 10A bzw. 2,3kW ausgelegt, die für die Steckdose gedacht sind. Klar Wallboxen wären noch mal eine andere Nummer. Die Reichweite halte ich ebenfalls für etwas optimistisch angesetzt. Persönlich würde ich auch bei schlechten Wetterverehältnissen von weniger ausgehen. Ich würde eher sagen so grob lädt man bei den erwähnten 2,3kW Ladeleistung ca. 10km pro Stunde nach, wenn man ein halbwegs durchschnitts Fahrverhalten an den Tag legt und im Winter nicht frieren will.

  12. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: -Jake- 26.06.20 - 16:04

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, dann warten wir halt mal wieder auf das nächste große Schadensereignis
    > (Sonnensturm). So lernt es die Menschheit eben nur auf die harte Tour.

    Woher kommt diese Technikfeindlichkeit? Und das dann auch noch in einem IT Forum posten...
    Bei einem starken Sonnensturm würde alles stehen. Auch Öl und Gas Pipelines brauchen Pumpen und Heizungen. Sollen wir das Alles auf anfällige Verbrennungsmotoren umstellen? Natürlich auch mit manuellem Anlasser und komplett ohne Steuerungselektronik, so das immer extra ein Mitarbeiter zur Kontrolle hinfahren muss... Fahrzeuge würden sowieso komplett stehen. Ampelanlagen auf Öl- oder Gaslampen umstellen? Steuerung übers Netzwerk mit Briefen und Boten ersetzen?
    Die einzige wirksame "Lösung" wieder wäre so wie im Mittelalter zu leben. Oder was ist der Vorschlag, wenn das die Menschheit "gelernt" hat?

    Um uns gegen diese Gefahr abzusichern wäre es sinnvoller Umspannwerke und Elektronik redundant auszulegen, damit nicht direkt Alles zusammenbricht und Milliarden sterben. Irgendwelche PKW sind in dem Fall das geringste Problem, wenn es man nicht mal mehr Trinkwasser hat...
    Nur um diese antiken Motoren weiter verkaufen zu können mit extremen Aufwand synthetische Kraftstoffe zu produzieren ergibt keinen Sinn.

  13. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: Renegade3349 26.06.20 - 16:59

    mke2fs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - das wäre sinnvoll. Geh aber mal davon aus das keine Tankstelle heute noch
    > dafür ausgelegt ist irgendetwas per Hand zu pumpen, aka. das wars dann.
    > Selbst wenn geht das auch nur so lange bis die Tankstelle leer ist, danach
    > kommt kein Nachschub mehr.
    Dafür kann man die Pumpen mit relativ wenig Mühe mit einem mobilen Stromerzeuger versorgen, was im Notfall auch so geplant ist.
    Nur wird dann der Treibstoff mit Sicherheit auch für solche Zwecke aufgekauft. Versorgung von Krankenhäusern, Wasserpumpen, Rettungsmitteln und anderer kritsicher Infrastruktur hat dann erst einmal Vorrang.
    Als Privatperson steht man dann weit hinten in der Nahrungskette. Inzwischen kann man ja nicht einmal mehr das Festnetz für Notrufe zentral mit Strom versorgen.

  14. Re: Vorteile synthetischer Kraftstoffe

    Autor: Bonarewitz 26.06.20 - 17:13

    mke2fs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - das wäre sinnvoll. Geh aber mal davon aus das keine Tankstelle heute noch
    > dafür ausgelegt ist irgendetwas per Hand zu pumpen, aka. das wars dann.
    > Selbst wenn geht das auch nur so lange bis die Tankstelle leer ist, danach
    > kommt kein Nachschub mehr.

    Wenn du die Kette weiter denkst, wird es noch klarer:
    Selbst wenn du den Sprit ins Auto gekurbelt hast und der Tankstellenmitarbeiter die mechanische Waage abgelesen hat (oder denkst du, die Zapfsäule hat noch stromlos funktionierende Zähler?) und anschließend seine Kassenbox (das Backup, das in jeder Tankstelle unter der Theke steht, falls das Kassensystem ausfällt ;-) ) musst du dir noch Bargeld (vergiss EC, Visa, kontaktlos,... ) am Schalter holen (Geldautomaten haben definitiv keine Kurbeln), wo der Mitarbeiter deine Abhebung zur späteren Buchung in sein Ringbuch einträgt...

    Ich denke die Aussage wird deutlich.

  15. "überschüssiger EE"

    Autor: Ach 27.06.20 - 10:24

    > - Verwendung überschüssiger EE.

    Da wird so getan, als wenn es da eine unergründbare Energiequelle gäbe, mit der man Wasserstoff, Treibstoff, was auch immer erzeugen könnte wie man lustig ist. Das ist so unglaublich nerrrrrvendddd!

    Es gibt keine "überschüssige" EE!

    Was es derzeit gibt, das ist ein Zuviel unserer gesamten Energieerzeugung, und damit auf das Klima bezogen : ein Zuviel an Kohle- und Atomstrom! Was man nämlich mit dieser wirklich dummen Idee versucht, das ist, mit Treibstoff(chemisch in der Kohle gebundener Energie) unter hohen Verlusten Treibstoff(chemisch im Wasserstoff gebundener Energie) zu erzeugen. Zum Haare raufen, weil es in jeden Fall und unter allen Umständen klimatechnisch günstiger ist, die Kohle abzuschalten anstatt aus ihr H2 erzeugen zu wollen.

    Das alles ändert sich erst, wenn wir tatsächliche einmal mehr puren/reinen/ausschließlichen erneuerbaren Strom erzeugen, als unser System tatsächlich verbrauchen kann. E§rst dann hat man einen Überschuss, mit dem man spielen kann, ohne dabei mit irgendwelchen Konventionellen im Hintergrund das Klima zu vergiften. Aber soweit ist es noch nicht, und solange bleibt dieser überschüssiger-EE-Talk ein einziger Schwachsinn.

  16. Re: "überschüssiger EE"

    Autor: robinx999 27.06.20 - 10:56

    Bei erneuerbarer Energie hat man immer einen gewissen Überschuss, zu bestimmten Zeiten. Wobei hier Überschuss evtl anders definiert ist. Wobei es meistens heißt man hat zu einem Zeitpunkt eine Stromproduktion die Größe ist wie der Strombedarf. Dies kann bei starkem Wind bzw. viel sonne der Fall sein. Letztendlich kann man versuchen den Strom irgendwie zu speichern. Akku, Pumpkraftwerk, in Wasserstoff umwandeln etc
    Un diesen dann so gespeicherten Strom dann einzusetzen wenn Mangel in der Produktion besteht, aber es ist naturbedingt ein Problem der erneuer5 Energie, dass die Produktion schwankt.

  17. Re: "überschüssiger EE"

    Autor: gorsch 27.06.20 - 11:02

    Das ist allenfalls die halbe Wahrheit. Windkraft, unser Hauptenergielieferant bei EE, erzeugt riesige Spitzen und ebenso tiefe Täler in der Produktion. Dafür haben wir keine Pufferung, weil es dafür (noch) keine bezahlbare Technologie gibt.

    Irgendwas muss also die Grundlast unterstützen, das ist entweder Kohle, Atomstrom, oder Gas. Natürlich kann man mit Kohle und Atomstrom nicht so flexibel auf fehlende Windkraft reagieren, wie mit Gas. Insofern hast du auch nicht ganz Unrecht. Wir haben aber nunmal vor Ort jede Menge billige Kohle und wenig teures Gas.

    Man könnte aber zum Beispiel auch diesen Prozess nutzen, um Gas zu erzeugen. Ist halt eine Frage, wie viel Geld man ausgeben will.

    Tatsächlich ist es so, das wir mit dem Windkraft so langsam an die Grenze geraten, wo wir die Produktion sinnvoll verwenden können. Und trotzdem müssten wir sie ja ausbauen, wenn wir auch nur einen Teil der Klimaziele umsetzen wollen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.06.20 11:03 durch gorsch.

  18. Re: "überschüssiger EE"

    Autor: Bonarewitz 27.06.20 - 11:13

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > - Verwendung überschüssiger EE.
    >
    > Da wird so getan, als wenn es da eine unergründbare Energiequelle gäbe, mit
    > der man Wasserstoff, Treibstoff, was auch immer erzeugen könnte wie man
    > lustig ist. Das ist so unglaublich nerrrrrvendddd!
    >
    > Es gibt keine "überschüssige" EE!
    >
    > Was es derzeit gibt, das ist ein Zuviel unserer gesamten Energieerzeugung,
    > und damit auf das Klima bezogen : ein Zuviel an Kohle- und Atomstrom! Was
    > man nämlich mit dieser wirklich dummen Idee versucht, das ist, mit
    > Treibstoff(chemisch in der Kohle gebundener Energie) unter hohen Verlusten
    > Treibstoff(chemisch im Wasserstoff gebundener Energie) zu erzeugen. Zum
    > Haare raufen, weil es in jeden Fall und unter allen Umständen
    > klimatechnisch günstiger ist, die Kohle abzuschalten anstatt aus ihr H2
    > erzeugen zu wollen.
    >
    > Das alles ändert sich erst, wenn wir tatsächliche einmal mehr
    > puren/reinen/ausschließlichen erneuerbaren Strom erzeugen, als unser System
    > tatsächlich verbrauchen kann. E§rst dann hat man einen Überschuss, mit dem
    > man spielen kann, ohne dabei mit irgendwelchen Konventionellen im
    > Hintergrund das Klima zu vergiften. Aber soweit ist es noch nicht, und
    > solange bleibt dieser überschüssiger-EE-Talk ein einziger Schwachsinn.

    In der Theorie gebe ich dir zu 100% Recht!
    Die Lebenswirklichkeit ist aber eine ganz andere.

    Was aktuell passiert, hat Telepolis in einem sehr langen aber unglaublich interessanten Artikel zusammengefasst: https://www.heise.de/amp/tp/features/Wie-die-Energiewende-sabotiert-wird-4596123.html

    Ich stimme mit dem Autor in seiner Meinung nicht vollständig überein, aber die Gelieferten Infos sind unglaublich wertvoll.

    Solange wir also (politisch gesteuert) EE-Erzeugung abschalten, gibt es sehr wohl "überschüssige EE".
    Dass das auch so bleibt, zeigt auch der aktuelle Gesetzentwurf zum Ausstieg aus der Kohleenergie (welche eine künstliche Verlängerung mit Zuschlägen ist).

    Wenn sich also das Wahlergebnis im nächsten Jahr zur Bundestagswahl nicht grundlegend ändert (und ich befürchte, dass es das nicht tut), ist es sinnvoller, die Anlagen für Zwecke der (absolut ineffizienten) Energiespeicherung jeglicher Art zu verwenden, als sie abzuschalten.
    Dass wir zuviel Fossil erzeugen ist genauso richtig, wie traurig.

    Also: Aufgepasst beim Kreuzchen machen und solche Anlagen überflüssig werden lassen. =)

  19. Re: "überschüssiger EE"

    Autor: Ach 27.06.20 - 12:26

    > Das ist allenfalls die halbe Wahrheit. Windkraft, unser Hauptenergielieferant bei EE, erzeugt riesige Spitzen und ebenso tiefe Täler in der Produktion. Dafür haben wir keine Pufferung, weil es dafür (noch) keine bezahlbare Technologie gibt.

    Natürlich gibt es dafür eine Technologie! Kurz- bis Mittelfristige Spitzen und Täler gleicht man mit Batterien aus, vorzugshalber in einem V2G Netz.

    > Irgendwas muss also die Grundlast unterstützen, das ist entweder Kohle, Atomstrom, oder Gas. Natürlich kann man mit Kohle und Atomstrom nicht so flexibel auf fehlende Windkraft reagieren, wie mit Gas. Insofern hast du auch nicht ganz Unrecht. Wir haben aber nunmal vor Ort jede Menge billige Kohle und wenig teures Gas.

    Wirklich sry, aber das ist alles riesengroßer Schwachsinn und ich habe sogar zu 100% recht. Dein Dilemma ist folgendes : Du argumentierst damit, dass der EE Strom zu stark fluktuiert, als dass man sich auf den alleine und ohne ein das System stabilisierende konventionelle Energieerzeugung stützen könnte. Wenn du aber die Spitze mit den Erneuerbaren weiterhin fluktuiert lässt, dann sind die anspruchsvollen Elektolyseure das letzte was man mit dieser unsteten Energie betreiben kann!. Ergo muss du diese sogenannte "Erneuerbare Energiespitze" erst einmal soweit puffern und verstetigen, dass man mit der überhaupt eine elektrolyse betreiben kann. Hat man das vollzogen, was derzeit und in Zukunft ausschließlich mit Batterien gelingen wird, macht es wiederum viel mehr Sinn, statt die Elektrolyse abzupuffern, die im Hintergrund arbeitende konventionelle Stromerzeugung weiter zu minimieren, was ich mir ja dann auf Grund der guten Pufferung leisten kann und was ungleich mehr CO2 einspart als die Elektrolyse mit Kohlestrom, oder mit Gas.

    Wie man die Situation auch dreht und wendet, kommt man in keinem Szenario, um dem riesigen Batteriepuffer herum! Der Batteriepuffer stellt in jedem Szenario den Anfang! Wirtschaftlich sinnvollen H2 gibt es erst ab über 100% Erneuerbare und niemals vorher!

    Das sinnvollste was du machen kannst, ist dich dafür einzusetzen, dass man endlich die 100% Erneuerbare erreicht, oder die 150% oder 200%. Dann steht deinen H2 Träumen nichts mehr im Weg.

  20. Re: "überschüssiger EE"

    Autor: Ach 27.06.20 - 12:58

    > Bei erneuerbarer Energie hat man immer einen gewissen Überschuss, zu bestimmten Zeiten. Wobei hier Überschuss evtl anders definiert ist. Wobei es meistens heißt man hat zu einem Zeitpunkt eine Stromproduktion die Größe ist wie der Strombedarf. Dies kann bei starkem Wind bzw. viel sonne der Fall sein. Letztendlich kann man versuchen den Strom irgendwie zu speichern. Akku, Pumpkraftwerk, in Wasserstoff umwandeln etc.

    Nein hat man nicht. Solange unten drunter noch ein Kraftwerk mit fossiler Energie die Atmosphäre vergiftet, reicht der Erneuerbar erzeugte Strom ganz offensichtlich noch nicht aus! Und wenn einem 45% noch zu unsicher sind, bleiben zwei Möglichkeiten :

    1. Noch mehr erneuerbaren Strom zu erzeugen, vielleicht 200%, so dass man 100% Erneuerbar als Erzeugungspuffer bereit hält, oder

    2. Batterien, mit denen man durch Pufferung den Verbrauchsanteil der vorhandenen EE ganz signifikant steigern kann, so wie beim Eigenheim, bei dem der Eigenstromanteil durch die Batterie von 30% auf ü 80% springt(!), oder

    3. Beides. Mit Batterien einen angemessenen Produktionsüberschuss managen.

    4. Und nach oder besser mit Drittens hält endliche die effiziente H2 Produktion Einzug. Alles andere ist reinstes Schildbürgertum/Selbstverarsche. Und wenn man sich das einmal klar gemacht hat, wandelt sich dieser immer wieder kehrende, albernen und physikalisch lächerliche Versuche, einen angeblichen EE-Überschuss als unerschöpflichen Energie-Heilsbrunnen entdeckt haben zu wollen, zu einem quälenden geistigen Alptraum.

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