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Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

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  1. Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: Tr1umph 28.05.16 - 23:52

    Wenn ich so ein System nutze, dann gehe ich ersteinmal davon aus, dass es funktioniert. Anderenfalls würde ich es nicht einschalten.

    Also angenommen ich schalte es ein. Sollte jetzt eine Situation eintreten, in der das System versagt, erkenne ich das doch erst, wenn es zu spät ist sinnvoll zu reagieren. Ich bemerke das Fehlverhalten des Systems ja erst dadurch, dass es garnicht oder schädlich reagiert. Und das realisieren der Fehlfunktion ist nicht so einfach. Für IT-ler mag das einfacher sein, da man es gewohnt ist in Programmen zu denken. Man erkennt Bugs wenn man sie sieht, oder eben nicht. Und Leute die sich mit sowas nicht auskennen sind wohl die überwiegende Mehrheit.

    Also entweder man kann dem System vertrauen und der Hersteller übernimmt die Verantwortung oder man lässt es deaktiviert. Aber Bananensoftware auf die Autobahn zu schicken und sich dann damit rauszureden, dass der Fahrer ja hätte eingreifen können, dass darf man meiner Ansicht nach nicht gelten lassen.
    Andere Hersteller testen ihre Autos auch. Aber eben nicht am Kunden.

  2. Früher™ ist man mit dem rechten Fuß vom Gas auf die Bremse

    Autor: lear 29.05.16 - 00:22

    ... gegangen wenn man unverzögert in Richtung eines Hindernisses gefahren ist.

    Da Du offensichtlich noch keinen Führerschein hast: man fährt nicht volle Pulle auf das Hindernis zu um dann eine Vollbremsung hinzulegen - sowas provoziert Auffahrunfälle auf beiden Seiten.
    Der Autopilot sollte das aus dem Grund auch nicht tun.

    Wenn es so aussieht, als würde er es doch tun, ist es für den Verkersteilnehmer mit überlegener Assoziationsfähigkeit (iA. der Mensch, es sei denn, er ist zufällig eine Frau, Rentner oder Niederländer ... scrnr) an der Zeit das Ruder zu übernehmen und einen möglichst normalen Verzögerungsvorgang einzuleiten.
    Ob er damit einen Unfall oder ein Schleudertrauma verhindert hat, ist nachrangig und hoffentlich auf ewig ein Geheimnis.

    tl;dr: ein erfahrener Fahrer sollte wirklich merken, wenn's brenzlig wird.
    Mein Fuß hat jedenfalls reagiert, während ich das Video gesehen habe.
    Das Problem ist eher, daß man sich auf das System verläßt und dem Verkehr keine Beachtung schenkt, währen man offensichtlich wichtige Telefonate führen muß.

  3. Re: Früher™ ist man mit dem rechten Fuß vom Gas auf die Bremse

    Autor: seizethecheesl 29.05.16 - 02:40

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... gegangen wenn man unverzögert in Richtung eines Hindernisses gefahren
    > ist.
    >
    > Da Du offensichtlich noch keinen Führerschein hast: man fährt nicht volle
    > Pulle auf das Hindernis zu um dann eine Vollbremsung hinzulegen - sowas
    > provoziert Auffahrunfälle auf beiden Seiten.
    > Der Autopilot sollte das aus dem Grund auch nicht tun.
    >
    > Wenn es so aussieht, als würde er es doch tun, ist es für den
    > Verkersteilnehmer mit überlegener Assoziationsfähigkeit (iA. der Mensch, es
    > sei denn, er ist zufällig eine Frau, Rentner oder Niederländer ... scrnr)
    > an der Zeit das Ruder zu übernehmen und einen möglichst normalen
    > Verzögerungsvorgang einzuleiten.
    > Ob er damit einen Unfall oder ein Schleudertrauma verhindert hat, ist
    > nachrangig und hoffentlich auf ewig ein Geheimnis.
    >
    > tl;dr: ein erfahrener Fahrer sollte wirklich merken, wenn's brenzlig wird.
    > Mein Fuß hat jedenfalls reagiert, während ich das Video gesehen habe.
    > Das Problem ist eher, daß man sich auf das System verläßt und dem Verkehr
    > keine Beachtung schenkt, währen man offensichtlich wichtige Telefonate
    > führen muß.

    Ganz genau.

    Ich weiß nicht was den Leuen da so schwer fehlt.
    Ich bin den Autopiloten gefahren.
    Und wenn man nicht gerade ein idiot ist, erkennt man genau wie das auto auf verschiedene situationen reagiert und kann genau abschätzen wann ein eingreifen nötig wird.
    So zum beispiel geschehen bei einer autobahnspur die durch Pylonen angesperrt war, diese standen jedoch recht weit in die nicht abgesperrte fahrbahn hinein, der tesla hat sie zwar laug bildschirm als hinderniss erkannt, jedoch nicht seinen fahrkurs korrigiert, da er sich trotzdem innerhalb der gekennzeichneten linien bewegen wollte. Guter fahrer sieht das, reagiert, und greift ein.
    Nach der baustelle den Autopiloten wieder ein und alles klappt wunderbar.
    Zweite situation fußgänger die über den übergang läuft, habe eingegriffen da ich die person nicht mit einer vollbremsung seitens des autos erschrecken wollte.

  4. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: aasgard77 29.05.16 - 06:27

    Tr1umph schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich so ein System nutze, dann gehe ich ersteinmal davon aus, dass es
    > funktioniert. Anderenfalls würde ich es nicht einschalten.
    Nein. Ich weiß sogar ohne einen Tesla zu besitzen, dass das RECHTZEITIGE Erkennen von Stauenden nicht Stand der Technik ist. Genau diese Konstellation, die auf dem Video zu sehen ist, hebelt fast jedes auf dem Markt erhältliche Fahrassistenzsystem aus. Das lässt sich z.B. bei Motor-Talk leicht recherchieren. Es gibt genug Leute die Erfahrung damit haben.
    Weiter sagen dir das auch die Händler sowie der Hersteller und das Handbuch des Autos. Ich halte diese Frage daher für nachhaltig beantwortet. Das System funktioniert, ist hinreichend dokumentiert. Das hat mit Bananensoftware nichts zu tun.
    Leute die "glauben", dass es so und so geht, haben sich einfach mit der Materie nicht beschäftig. Ein Handbuch MUSS man lesen, weil man sowieso haftet. Das war keine Falle. Das war des Fahrers Dummheit oder milde ausgedrückt Blauäugigkeit dem Assistenzsystems gegenüber.
    Man hat ja einen "fetzigen" Tesla und der fährt auch noch allein. Nein tut er nicht. Steht auch nirgendwo, dass er das tut.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.16 06:30 durch aasgard77.

  5. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: Emulex 29.05.16 - 09:14

    Also ich hab so ein System auch - bis auf das Spurwechseln und das ist meines Erachtens der Knackpunkt.
    Wenn man kein Spurwechselsystem hat, ist der Fall im Video nicht schwer zu erkennen - das Auto bremst nicht langsam auf das Hindernis zu, sondern beschleunigt sogar noch leicht.
    Das passiert bei vielen Abstandsassistenten, ist aber problemlos zu erkennen für den Fahrer - ich hatte solche Situationen jetzt 2mal und es lange vor einer wirklichen Gefahr bemerkt und eingegriffen.

    In diesem Fall hätte man als Fahrer aber eventuell denken können, der Tesla fädelt nach rechts in den fließenden Verkehr ein, weil er ja einen Spurwechselassi hat.
    Ich weiß grad garnicht ob er das in diesem Fall überhaupt zu leisten imstande ist, aber es macht die Gefahrenerkennung deutlich schwerer.

  6. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: \pub\bash0r 29.05.16 - 10:10

    Persönlich finde ich ein System, das FAST einwandfrei funktioniert deutlich gefährlicher als eins, das generell bescheiden bzw. gar nicht funktioniert. Wenn ich mich dran gewöhne (durch vieles Fahren), dass das Auto sich um alles kümmert, lässt doch automatisch meine Aufmerksamkeit nach. Das Gehirn macht nunmal alles, um "zu optimieren". Fährst du eine Strecke jeden Tag vier mal, und plötzlich steht da statt dem bisherigen "50" Schild ein "30" Schild, stehen die Chancen gut, dass du aus vollkommener Gewohnheit einfach wie gehabt fährst ... bis es dann nach paar Tagen irgendwann auffällt. Oder noch toller: plötzlich ist das Hauptstraßenschild weg. Fällt regelmäßig nicht sofort auf.

    Der Punkt ist: ja, wenn ich aktiv fahre, mich also voll auf den Verkehr konzentriere, gehe ich in so einer Situation (wie auf dem Bild) natürlich sofort auf die Klötzer. Wenn ich aber die letzten x Wochen (an dem einen Tag vlt. schon y Stunden am Stück) bequem durch den Verkehr geschlängelt wurde, wird meine Aufmerksamkeit wohl eher nicht mehr 100% auf dem Verkehr liegen.

  7. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: ciVicBenedict 29.05.16 - 10:12

    Sehe ich auch so, wofür brauche ich es, wenn ich doch genau so selbst fahren muss wie vorher. Und für alle, die meinen, sie bräuchten es nicht, stellt es eine große Gefahr dar. Definitiv gefährlicher als Handy am Steuer.

  8. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: Anonymer Nutzer 29.05.16 - 10:34

    Tr1umph schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich so ein System nutze, dann gehe ich ersteinmal davon aus, dass es
    > funktioniert. Anderenfalls würde ich es nicht einschalten.
    >
    > Also angenommen ich schalte es ein. Sollte jetzt eine Situation eintreten,
    > in der das System versagt, erkenne ich das doch erst, wenn es zu spät ist
    > sinnvoll zu reagieren. Ich bemerke das Fehlverhalten des Systems ja erst
    > dadurch, dass es garnicht oder schädlich reagiert. Und das realisieren der
    > Fehlfunktion ist nicht so einfach. Für IT-ler mag das einfacher sein, da
    > man es gewohnt ist in Programmen zu denken. Man erkennt Bugs wenn man sie
    > sieht, oder eben nicht. Und Leute die sich mit sowas nicht auskennen sind
    > wohl die überwiegende Mehrheit.

    Im Video sieht man doch, dass er es weit vor dem Crash hätte erkennen müssen. Wenn das System vor dem Hindernis noch beschleunigt, dann sollte ich merken das etwas nicht stimmt. Dazu müsste man halt wie gefordert jederzeit Aufmerksam sein.

    > Also entweder man kann dem System vertrauen und der Hersteller übernimmt
    > die Verantwortung oder man lässt es deaktiviert. Aber Bananensoftware auf
    > die Autobahn zu schicken und sich dann damit rauszureden, dass der Fahrer
    > ja hätte eingreifen können, dass darf man meiner Ansicht nach nicht gelten
    > lassen.
    > Andere Hersteller testen ihre Autos auch. Aber eben nicht am Kunden.

    Die Teslas wurde doch getestet und es steht doch exakt im Handbuch was das System leisten kann. Und exakt dieser Fall steht doch drin.

  9. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: \pub\bash0r 29.05.16 - 11:01

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Video sieht man doch, dass er es weit vor dem Crash hätte erkennen
    > müssen. Wenn das System vor dem Hindernis noch beschleunigt, dann sollte
    > ich merken das etwas nicht stimmt. Dazu müsste man halt wie gefordert
    > jederzeit Aufmerksam sein.

    Sehe ich nicht so. Ich beschleunige bei Auffahrten oder einer Spurverengung auch hin und wieder, um eben noch schnell in eine Lücke einzuscheren. Ich entscheide mich quasi zwischen "Abbremsen und schlecht wieder wegkommen" und "Gasgeben und noch vor dem anderen einscheren". Darf ich sowas der Automatik nicht zutrauen?

  10. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: Sammie 29.05.16 - 11:44

    Tr1umph schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich so ein System nutze, dann gehe ich ersteinmal davon aus, dass es
    > funktioniert. Anderenfalls würde ich es nicht einschalten.
    >
    > Also angenommen ich schalte es ein. Sollte jetzt eine Situation eintreten,
    > in der das System versagt, erkenne ich das doch erst, wenn es zu spät ist
    > sinnvoll zu reagieren.

    Nein, man sitzt wachsam daneben und passt vorausschauend auf. Also im Grunde das gleiche wie es täglich tausende Fahrlehrer machen, die notfalls auch auf die Bremse drücken oder ins Lenkrad eingreifen müssen, wenn der unerfahrene Fahranfänger potentiell Mist baut. ^^

    Leider macht das für mich den Sinn eines Autopiloten aber auch zunichte.. denn in den ersten Werbespots gings immer darum, den Stress vom Fahrer zu nehmen, dass er Zeit für andere Dinge im Auto hat (Bürokram, Zeitung lesen, Quickie auf der Rückbank). Wenn man aber eh die ganze Zeit aufpassen und mit einem Fuß immer bereit auf der Bremse stehen muss, brauch ich auch keinen selbstfahrendes Auto. Zumindest keins was stehende Autos übersieht.. sowas wie Unfälle und Staus sollen ja mal vorkommen - wär blöd, wenn man da ständig reinfährt. ^^

  11. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: Colorado 29.05.16 - 12:26

    Sammie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider macht das für mich den Sinn eines Autopiloten aber auch zunichte..
    > denn in den ersten Werbespots gings immer darum, den Stress vom Fahrer zu
    > nehmen, dass er Zeit für andere Dinge im Auto hat (Bürokram, Zeitung lesen,
    > Quickie auf der Rückbank). Wenn man aber eh die ganze Zeit aufpassen und
    > mit einem Fuß immer bereit auf der Bremse stehen muss, brauch ich auch
    > keinen selbstfahrendes Auto. Zumindest keins was stehende Autos übersieht..
    > sowas wie Unfälle und Staus sollen ja mal vorkommen - wär blöd, wenn man da
    > ständig reinfährt. ^^

    Ich kenne die Werbung dazu jetzt nicht, wenn das aber wirklich so wie von dir beschrieben beworben wird, kann sich Tesla da nicht vollkommen aus der Verantwortung ziehen.

  12. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: simpletech 29.05.16 - 13:01

    Colorado schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sammie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Leider macht das für mich den Sinn eines Autopiloten aber auch
    > zunichte..
    > > denn in den ersten Werbespots gings immer darum, den Stress vom Fahrer
    > zu
    > > nehmen, dass er Zeit für andere Dinge im Auto hat (Bürokram, Zeitung
    > lesen,
    > > Quickie auf der Rückbank). Wenn man aber eh die ganze Zeit aufpassen und
    > > mit einem Fuß immer bereit auf der Bremse stehen muss, brauch ich auch
    > > keinen selbstfahrendes Auto. Zumindest keins was stehende Autos
    > übersieht..
    > > sowas wie Unfälle und Staus sollen ja mal vorkommen - wär blöd, wenn man
    > da
    > > ständig reinfährt. ^^
    >
    > Ich kenne die Werbung dazu jetzt nicht, wenn das aber wirklich so wie von
    > dir beschrieben beworben wird, kann sich Tesla da nicht vollkommen aus der
    > Verantwortung ziehen.

    "Aktive Sensoren in Kombination mit GPS und hochauflösenden Digitalkarten bilden ein Aggregat sich gegenseitig überwachender Systeme. Dank ihnen kann das Model S Autobahnen auch bei Kolonnenverkehr vollkommen autonom befahren - ohne von der Spur abzuweichen. Die kontinuierlichen Echtzeit-Rückmeldungen von der gesamten Tesla-Flotte gewährleisten, dass das System permanent lernt und sich verbessert"


    "Die digitale Verbundsteuerung von Motor, Bremsen und Lenkung hält das Fahrzeug in der vorgesehenen Spur und hilft gleichzeitig, Front- und Seitenkollisionen zu vermeiden"

    ...seltsam, aber so steht es geschrieben

    Gesendet mit der Forumapp via Hitricks-Phone



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.16 13:03 durch simpletech.

  13. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: picaschaf 29.05.16 - 13:42

    \pub\bash0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nixidee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Im Video sieht man doch, dass er es weit vor dem Crash hätte erkennen
    > > müssen. Wenn das System vor dem Hindernis noch beschleunigt, dann sollte
    > > ich merken das etwas nicht stimmt. Dazu müsste man halt wie gefordert
    > > jederzeit Aufmerksam sein.
    >
    > Sehe ich nicht so. Ich beschleunige bei Auffahrten oder einer Spurverengung
    > auch hin und wieder, um eben noch schnell in eine Lücke einzuscheren. Ich
    > entscheide mich quasi zwischen "Abbremsen und schlecht wieder wegkommen"
    > und "Gasgeben und noch vor dem anderen einscheren". Darf ich sowas der
    > Automatik nicht zutrauen?

    Ja, aber wenn das Auto nicht einschert, bzw. auf der anderen Spur kein Platz ist, dann muss einem das komisch vorkommen und man hat einzugreifen. Der Typ in dem Video war ja quasi hirntot.

  14. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: Berner Rösti 29.05.16 - 13:51

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > \pub\bash0r schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > nixidee schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Im Video sieht man doch, dass er es weit vor dem Crash hätte erkennen
    > > > müssen. Wenn das System vor dem Hindernis noch beschleunigt, dann
    > sollte
    > > > ich merken das etwas nicht stimmt. Dazu müsste man halt wie gefordert
    > > > jederzeit Aufmerksam sein.
    > >
    > > Sehe ich nicht so. Ich beschleunige bei Auffahrten oder einer
    > Spurverengung
    > > auch hin und wieder, um eben noch schnell in eine Lücke einzuscheren.
    > Ich
    > > entscheide mich quasi zwischen "Abbremsen und schlecht wieder wegkommen"
    > > und "Gasgeben und noch vor dem anderen einscheren". Darf ich sowas der
    > > Automatik nicht zutrauen?
    >
    > Ja, aber wenn das Auto nicht einschert, bzw. auf der anderen Spur kein
    > Platz ist, dann muss einem das komisch vorkommen und man hat einzugreifen.
    > Der Typ in dem Video war ja quasi hirntot.

    Die Frage ist hier doch gerade: Wann greifst du ein?

    Der Wagen hätte auch genauso gut wie der Vordermann rechts einfädeln können. Dann hätte es mit der Geschwindigkeit auch gepasst. Der Fahrer hat hier nicht erkannt, was der Wagen vor hatte, um ihn dann gegebenenfalls von seinem Plan abzubringen. Und genau da liegt die Gefahr.

  15. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: \pub\bash0r 29.05.16 - 14:23

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist hier doch gerade: Wann greifst du ein?
    >
    > Der Wagen hätte auch genauso gut wie der Vordermann rechts einfädeln
    > können. Dann hätte es mit der Geschwindigkeit auch gepasst. Der Fahrer hat
    > hier nicht erkannt, was der Wagen vor hatte, um ihn dann gegebenenfalls von
    > seinem Plan abzubringen. Und genau da liegt die Gefahr.

    Eben. Greift man nämlich "zu zeitig" ein, wird man sich wohl vorhalten lassen müssen, dass man die Automatik ja nicht hat ihren Job machen lassen.
    Wenn man der Automatik nicht vertrauen kann, braucht man sie gar nicht erst. Denn dann mindert sie nicht den eigenen Stress und verringert auch nicht das Unfallrisiko. Im Gegenteil wird dann die gesamte Situation, die aufgrund vieler Variablen sowieso schon schwierig ist, nur noch undurchsichtiger.

    Ziel war/ist doch eigentlich, die Fehlerquelle Mensch möglichst zu minimieren. Zumindest bei Tesla scheint man die Fehlerquelle Mensch durch die Fehlerquelle Technik zu ergänzen.

  16. Re: Früher™ ist man mit dem rechten Fuß vom Gas auf die Bremse

    Autor: Tr1umph 29.05.16 - 14:30

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... gegangen wenn man unverzögert in Richtung eines Hindernisses gefahren
    > ist.

    Oder man umkurvt es einfach.

    > Da Du offensichtlich noch keinen Führerschein hast:

    Was für dich offensichtlich ist, dass ist nur faktisch leider falsch.


    man fährt nicht volle
    > Pulle auf das Hindernis zu um dann eine Vollbremsung hinzulegen - sowas
    > provoziert Auffahrunfälle auf beiden Seiten.

    Das System hätte immer noch die Spur wechseln können. Dafür kann es durchaus nötig sein vorher zu beschleunigen. Wenn so ein System in 99,99% der Fälle richtig reagiert ist es schwierig die nötige Aufmerksamkeit zu behalten um die Fehler rechtzeitig zu erkennen. Zumal die Fahrer keine geschulten Tester sind, sondern irgendwelche Leute. So eine Bananensoftware darf man auch mit Handbuch nicht auf den DAU loslassen.

  17. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: Colorado 29.05.16 - 17:55

    Vollkommen autonom würde mir schon sagen, dass ich auf der Autobahn nichts machen muss. Ergo muss ich auch nicht aufpassen. Wer Sachen so bewirbt darf sich am Ende imho nicht wundern, wenn die Leute das ernst nehmen.

  18. Re: Früher™ ist man mit dem rechten Fuß vom Gas auf die Bremse

    Autor: lear 29.05.16 - 18:23

    Tr1umph schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das System hätte immer noch die Spur wechseln können.

    Wofür es den Blinker einwerfen sollte, aber das ist ja vermutlich auch aus der Mode gekommen ...

    Auf ein Hindernis zubeschleunigen um überholend *vor* der anderen Spur einzuscheren ist eher halsbrecherisch.
    Wenn die andere Spur ebenfalls beschleunigt, hast Du ganz schnell ein Problem.
    => Man blinkt und verzögert um hinter der anderen Spur einzuscheren (zumal dann der dort folgende Verkehr Deine Absichten kennt)

    Softwarefähigkeiten hin oder her, der Typ hat hier gepennt, sonst gar nichts.
    Man ist als Fahrzeugführer im Ergebnis verantwortlich, wenn man nicht mal erkennen kann, daß die Situation außer Kontrolle gerät, sollte man lieber den Bus nehmen.

  19. Re: Früher™ ist man mit dem rechten Fuß vom Gas auf die Bremse

    Autor: \pub\bash0r 29.05.16 - 19:15

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Softwarefähigkeiten hin oder her, der Typ hat hier gepennt, sonst gar
    > nichts.
    > Man ist als Fahrzeugführer im Ergebnis verantwortlich, wenn man nicht mal
    > erkennen kann, daß die Situation außer Kontrolle gerät, sollte man lieber
    > den Bus nehmen.

    WTF? Er hat doch gebremst, sonst wäre das Ganze anders ausgegangen. Es ist ja nicht so, dass er ne halbe Minute Zeit hat, zu analysieren, was sein Auto (das seiner Meinung und bisheriger Erfahrung nach) beim autonomen Autobahnfahren alles gerade nicht macht, um dann vlt. zu bemerken, dass der fehlende Blinker doch irgendwie komisch ist.

    Wäre er selbst gefahren, hätte er vermutlich die Spur gewechselt oder gebremst. Er hat sich aber auf die Automatik seines Autos verlassen und ist folglich nicht vorausschauend gefahren - das sollte ja das Auto selbständig tun. Zwischen "so sollte es sein" und "da stimmt was nicht" sind in dem Moment eben nur ein paar Augenblicke. Ausreichend, um noch zu bremsen, nicht ausreichend um damit vor dem Hindernis zum Stehen zu kommen.

    So oder so: ich bin bei dir, dass der Fahrer zumindest teil-verantwortlich ist. Allerdings würde ich an seiner Stelle mal wegen Schadenersatz Richtung Tesla überlegen. Und die Zulassungsbehörde (wie auch immer die in der Schweiz heißt) sollte auch mal überdenken, ob das, was Tesla _aktuell_ anbietet, zugelassen werden sollte. Eben weil es zuviel selbst macht, um als Fahrer aufmerksam zu bleiben, aber offenbar zu wenig, um wirklich selbständig zu fahren.

  20. Re: Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss? Oder besser: Wann?

    Autor: Weltschneise 29.05.16 - 21:28

    Tr1umph schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also angenommen ich schalte es ein. Sollte jetzt eine Situation eintreten,
    > in der das System versagt, erkenne ich das doch erst, wenn es zu spät ist
    > sinnvoll zu reagieren. Ich bemerke das Fehlverhalten des Systems ja erst
    > dadurch, dass es garnicht oder schädlich reagiert. Und das realisieren der
    > Fehlfunktion ist nicht so einfach.

    Solange die "autonomen" Funktionen noch Grenzen haben und keine alltägliche Erfahrung sind, ist es Pflicht der Autohersteller die Benutzer dahingehend zu schulen. Wenn der Gesetzgeber hart wäre, würde er sogar eine Lernkontrolle verlangen damit nachweisbar ist, dass der Benutzer das zumindest überwiegend verstanden hat.

    Aber einfach ein gedrucktes Handbuch hinzulegen würde in Deutschland in aller Regel nicht ausreichen um der Fahrlässigkeit zu entkommen.

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