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Tropfen auf den heissen Stein

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  1. Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: pumok 26.09.17 - 11:45

    Wenn man vergleicht, wieviel Kerosin tagtäglich verbrannt wird, finde ich es sehr heuchlerisch da von ökologischen Motiven zu reden.

    Nichts desto trotz finde ich das eine gute Sache. Elektrofahrzeuge haben aus dem Stand das maximale Drehmoment und brauchen keine Kupplung, was bei dieser Anwendung optimal ist. Der grosse Nachteil der Elektrofahrzeuge ist die Abhängigkeit von der Steckdose. Bei stationärer Nutzung fällt das aber flach.

  2. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: gadthrawn 26.09.17 - 12:00

    Eh noch weniger als ein Tropfen, die meisten Fluggesellschaften mieten mittlerweile einen Großteil an Ausrüstung...

  3. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: Faraaday 26.09.17 - 12:16

    Es geht hier um die lokalen Emissionen in der Nähe von Innenstädten.
    Diese sind bei Dieselfahrzeugen im kurzfristigen Schwerlastbetrieb beträchtlich. Das hier CO2-Neutralität großgeschrieben wird ist nicht besonders sinnvoll.
    Vor allem werden aber lokale Lärm, NOx, Feinstaub, Staub und Wärmeemissionen reduziert.

  4. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: chewbacca0815 26.09.17 - 12:19

    Faraaday schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht hier um die lokalen Emissionen in der Nähe von Innenstädten.
    > Diese sind bei Dieselfahrzeugen im kurzfristigen Schwerlastbetrieb
    > beträchtlich. Das hier CO2-Neutralität großgeschrieben wird ist nicht
    > besonders sinnvoll.
    > Vor allem werden aber lokale Lärm, NOx, Feinstaub, Staub und
    > Wärmeemissionen reduziert.

    Was wird denn da bitte reduziert, wenn 10 Meter hinter dem Ding die Turbinen laufen. Man kann sich echt alles schönreden...

  5. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: Desertdelphin 26.09.17 - 12:50

    Du kennst genauen Emissionen und bringst deswegen die Aussage oder denkst du nur "Flugzeug groß also böse"?

    Ich weiß es nicht, aber konnte es sein das beim verbrennen von Kerosin in einer Turbine weniger feinstaub anfällt?


    Zur Metapher noch: viele Tropfen kühlen den Stein auch...

  6. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: amie 26.09.17 - 12:57

    Statt zu raten kann man auch einfach mal googeln: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/dokumente/radig.pdf

    Flugzeuge sind, gerade im direkten Umfeld der Flughäfen sehr stake Faktoren in NOx und Ruß.
    Kerosin ist als Brennstoff eher dem Diesel als dem Benzin gleichzusetzen und die Verbrennung in offenen Jetantrieben _kann_ keine Abgasnachbehandlung haben. Prinzipiell.

  7. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: JOKe1980 26.09.17 - 13:04

    "Im Taxischub entspricht eine Sekunde Laufzeit etwa 60 Kilometer Autofahrt von einem Euro-6-Dieselfahrzeug mit Filter."

    http://www.deutschlandfunk.de/abgase-im-flugverkehr-feinstaub-kommt-auch-von-oben.676.de.html?dram:article_id=355766

    Der Flugverkehr ist also eine massive Belastung. Wer da noch ruhigen gewissens seinen Pauschalurlaub All-In für irrwitzige Dumpingpreise wünscht, der hat Sie nicht mehr alle, wenn er den Diesel verteufelt (nicht, dass der auch schädlich ist, keine Frage).

    Emssisionsberechnung von Flügen mit der Möglichkeit den angerichteten Schaden mit einer qualifizierten Spende zu egalisieren:
    https://www.atmosfair.de/de

    http://www.jenskahl.net/

  8. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: chefin 26.09.17 - 13:34

    Faraaday schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht hier um die lokalen Emissionen in der Nähe von Innenstädten.
    > Diese sind bei Dieselfahrzeugen im kurzfristigen Schwerlastbetrieb
    > beträchtlich. Das hier CO2-Neutralität großgeschrieben wird ist nicht
    > besonders sinnvoll.
    > Vor allem werden aber lokale Lärm, NOx, Feinstaub, Staub und
    > Wärmeemissionen reduziert.

    So ein Schubfahrzeug ist ca 1 minuten in Betrieb. Selbst bei 100l/Std sind das 1,6L ungefähr. Gleichzeitig startet das APU, die Hilfsturbine für die interne Energieversorgeung mit ca 2-4kg/minute. Nur eine Minute Wartezeit hauen zusammen mit den warmlaufenden Haupttriebwerken also 10Kg Treibstoff raus. Für das Geld doch lieber Den Flughafen aufrüsten, das weniger Wartezeit stattfindet.

    Die Emmissionen der Dieseltrucks vor Ort muss man in Relation zu den 100Kg Treibstoff sehen, die nur für den Start benötigt werden bis zum Liftoff. Kerosin ist ein viel stärkere CO2 und NOx Lieferant. Und Turbinen sind keine besonderen Effizienzwunder. Vorallem beim Start sind sie zwar auf Höchstleistung aber nicht am maximalen Effizienzpunkt. Heist, da hauen die mehr raus als später auf reisegeschwindigkeit.

  9. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: Faraaday 26.09.17 - 13:40

    JOKe1980 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Im Taxischub entspricht eine Sekunde Laufzeit etwa 60 Kilometer Autofahrt
    > von einem Euro-6-Dieselfahrzeug mit Filter."
    >
    und das ist jetzt der Grund dies nicht Einzusparen und stattdessen einen lokal emmisionsfreien Antrieb an dieser Stelle so weit es geht zu nutzen?
    Sollte demnach auch, da Stuttgart sowiso immer schlechtere Luft hat, nicht der Anteil eines einzelnen schlechten Dieselfahrzeugs egal sein? Energie/CO2 Einsparung bei Elektrogeräten unsinn...Wo doch sowiso...

  10. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: Icestorm 26.09.17 - 13:52

    Hat noch niemand daran gedacht, Flugzeuge ähnlich auf Flugzeugtägern mit einer Schubhilfe (Katapult?) auf eine Mindestgeschwindigkeit von vll. 100 km/h zu beschleunigen?

  11. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: norinofu 26.09.17 - 13:57

    Faraaday schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollte demnach auch, da Stuttgart sowiso immer schlechtere Luft hat, nicht
    > der Anteil eines einzelnen schlechten Dieselfahrzeugs egal sein?

    Naja, der Flughafen Stuttgart liegt ja außerhalb auf der Filder und nicht im Talkessel von Stuttgart. Daher dürften die eingesparten Abgase der Vorfeldfahrzeuge für die Stadt nicht relevant sein.

  12. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: chewbacca0815 26.09.17 - 17:46

    norinofu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, der Flughafen Stuttgart liegt ja außerhalb auf der Filder und nicht im Talkessel von Stuttgart. Daher dürften die eingesparten Abgase der Vorfeldfahrzeuge für die Stadt nicht relevant sein.

    Stuttgart hat hauptsächlich ein Feinstaubproblem. Die sollte zu allererst ihre maroden Strassendecken sanieren und alle Uralt-Heizungen austauschen. Dann bräuchten die auch kein Einfahrverbot für Diesel, die überhaupt nicht die Ursache für ihre Probleme sind. Aber die Schwaben sparen halt lieber das Geld und machen andere verantwortlich...

  13. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: Jogibaer 26.09.17 - 17:54

    Icestorm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat noch niemand daran gedacht, Flugzeuge ähnlich auf Flugzeugtägern mit
    > einer Schubhilfe (Katapult?) auf eine Mindestgeschwindigkeit von vll. 100
    > km/h zu beschleunigen?

    Doch, Airbus hatte dazu auch schon Konzepte vorgestellt gehabt.

    Bzgl. Tropfen auf den heissen Stein: Irgendwo und irgendwann muss man anfangen wenn es um umweltfreundlicherere Standards geht. Jeder Anfang ist schwer und startet in kleinen Schritten. Irgendwann kommen dann Elektroturbinen + Katapult für den Start und Kerosinbetriebene für die großen Flughöhen. Solange das aber noch auf sich warten lässt, kann man doch wohl die Emissionen des ground traffic reduzieren. Besser als nichts zu tun und Diesel zu verbrennen.

  14. Re: Tropfen auf den heissen Stein

    Autor: TrumpBacke 27.09.17 - 07:53

    Exakt. Es gibt noch keine Alternative zur Kerosinturbine für längere Flüge. Aber denken wir doch mal daran, wie viele Kurzstreckenflüge man mit alternativen Antriebstechnologien betreiben könnte. Stuttgart-München könnten man glaube ich jetzt schon mit Elektro-Props realisieren. Ich fliege die Strecke öfters. Die gehen immer kurz auf Höhe und nach 15 min schon wieder in den Sinkflug. Wenn man das dann noch mit einem Katapult kombiniert, kann das schon klappen. Oder JATOs aus erneuerbaren Rohstoffen, dürften auch nich lauter sein als herkömmliche Turbofans.

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