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Kommt in meinem Fall in etwa hin

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  1. Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Cavaron 25.06.20 - 08:36

    Mein Model 3 von Juni 2019 hatte bisher vier Probleme:
    - Antriebsakku zeigte bei Auslieferung Fehlermeldung -> getauscht
    - Spannungsriss in der Heckscheibe nach drei Monaten -> getauscht
    - 12V schwach nach 5 Monaten -> getauscht
    - Radiotuner defekt nach 8 Monaten (Radio über 4G war noch möglich) -> getauscht

    Reperaturkosten für mich = 0. Die 12V wurde vom mobilen Ranger getauscht, während ich auf Arbeit war. Für die Scheibe und den Tuner musste ich zum Servicecenter, leider für mich eine längere Anfahrt. Konnte ich aber immer so legen, dass ich nebenbei noch was erledigen konnte, was ohnehin anstand. Beide Reperaturen waren mit Termin innerhalb von 4 Stunden erledigt.

    Abgesehen davon ist es das Beste Auto, dass ich je gefahren bin. Man müsste mir schon sehr viel Geld bieten um wieder mal Verbrenner zu fahren. Verarbeitungsqualität hin oder her - ich fahre doch auch keine Pferdekutsche, nur weil da die Spaltmaße und die Ledernähte viel besser sind, als in einem Auto. Ich kaufe doch auch kein Nokia-Tastentelefon anstatt einem Smartphone, nur weil da der Akku ne Woche hält anstatt beim Smartphone zwei Tage.

    Das Model 3 ist spritzig, laufruhig, Treibstoff gibt es günstig bis kostenlos (danke @Kaufland, Aldi und Ikea), die Reichweite langt dicke für meine Bedürfnisse, keine lokalen Emissionen (Ökostromtarif hab ich noch dazu) und es ist so ziemlich das sicherste Auto seiner Klasse.

  2. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Thunderbird1400 25.06.20 - 12:07

    Wow, soviele Probleme schon in den ersten 8 Monaten? Ist das ein Montagsmodell oder normal? Wie lange hat man denn Garantie?

  3. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: GajusTempus 25.06.20 - 12:20

    ich meine 3 oder 4 Jahre auf das gesamte Fahrzeug, 8 Jahre bzw. 160.000 Kilometer auf Akku und Antriebsstrang (je nachdem, was zuerst eintritt).

    Und tjo - Massenprodukt halt. Vieles davon von externen Zulieferern. Steckste halt nicht drin.

  4. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Cavaron 25.06.20 - 18:23

    Thunderbird1400 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wow, soviele Probleme schon in den ersten 8 Monaten? Ist das ein
    > Montagsmodell oder normal?
    Naja, ich denke die Probleme haben teilweise aufeinander aufgebaut. Bei Heckscheibe und Antriebsakku ist wohl bei der Produktion/Montage (dürfte Jahreswechsel 18/19 oder Frühjahr 19 gewesen sein, eines der frühen SR+ Modelle mit kleinem Akku) was schief gelaufen. 12V und Tuner schiebe ich auf die längere Standzeit des Autos ohne Antriebsakku (während der Wartezeit hatte ich ein Model S Performance als kostenfreien Leihwagen bekommen).
    Gefahren ist es allerdings immer super, ich hatte auch nie ein unsicheres Gefühl wenn ich im Auto sitze, eher im Gegenteil. Ich denke inzwischen sind diese Kinderkrankheiten aus dem Produktionshochlauf weitestgehend beseitigt. Das Model Y aus Deutschland dürfte noch mal ne Ecke besser sein.

    Beim Renault Zoe den ich vorher hatte, traten übrigens folgende Defekte auf:
    - Tausch der Chrome-Teile (blauer Lack platzte ab)
    - Deckel der Ladeklappe gebrochen
    - Motor-Tausch nach 60.000 km
    - Tausch des Spannungswandlers
    Soweit auf Garantie, dann
    - Tausch der Sommerreifen nach 45.000 km (560 Euro)
    - Bruch des Airbag-Kabels (320 Euro)
    - Bruch des Querlenkers (380 Euro)
    - Wartung der Klimaanlage bei 90.000 km (260 Euro)
    - Dabei auch erster Tausch der Bremsbeläge (175 Euro)
    - 3x Tausch der 12V (je 80 Euro, selbst gemacht)

  5. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Damsi 25.06.20 - 20:58

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abgesehen davon ist es das Beste Auto, dass ich je gefahren bin. Man müsste
    > mir schon sehr viel Geld bieten um wieder mal Verbrenner zu fahren.
    > Verarbeitungsqualität hin oder her - ich fahre doch auch keine
    > Pferdekutsche, nur weil da die Spaltmaße und die Ledernähte viel besser
    > sind, als in einem Auto. Ich kaufe doch auch kein Nokia-Tastentelefon
    > anstatt einem Smartphone, nur weil da der Akku ne Woche hält anstatt beim
    > Smartphone zwei Tage.
    >

    Ich denke, da ist die Einstellung auch bei jedem anders. Ich will beispielsweise keine 50k ausgeben, wenn es z.B. in den Kofferraum regnet. Spaltmaße sind ja nur ein Symptom für die Verarbeitungsqualität. Sieht halt jeder anders..

  6. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: jfolz 25.06.20 - 21:01

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Renault Zoe den ich vorher hatte, traten übrigens folgende Defekte
    > auf:
    > ...

    Darf ich fragen wie lange du den Zoe gefahren bist? Elektro fahren reizt mich extrem, aber mein Auto ist jetzt grade mal 3,5 Jahre alt und das zu ersetzen ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. In der Zeit hat es 2x neues Öl bekommen, ein Paar Filter und eine Schraube wurde aus irgendeinem Grund getauscht. Achso, und eine neue Heckstoßstange, weil der Hintermann nicht richtig aufgepasst hat ;)
    Dagegen klingen deine Listen für beide Autos ganz schön abschreckend.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 25.06.20 21:09 durch jfolz.

  7. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Cavaron 26.06.20 - 06:06

    jfolz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cavaron schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Darf ich fragen wie lange du den Zoe gefahren bist? Elektro fahren reizt
    > mich extrem, aber mein Auto ist jetzt grade mal 3,5 Jahre alt und das zu
    > ersetzen ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. In der Zeit hat es
    > 2x neues Öl bekommen, ein Paar Filter und eine Schraube wurde aus
    > irgendeinem Grund getauscht. Achso, und eine neue Heckstoßstange, weil der
    > Hintermann nicht richtig aufgepasst hat ;)
    > Dagegen klingen deine Listen für beide Autos ganz schön abschreckend.
    Ich war bei beiden Autos früh dabei. Habe einen Zoe von 2013 als Jahreswagen gekauft (11.500 Euro in 2014) und erst letztes Jahr durch das Model 3 ersetzt (noch 8000 Euro im Verkauf bekommen). In der Zeit kamen halt noch die Akkumiete von 950 Euro/Jahr dazu, dafür hatte ich praktisch keine Stromkosten, weil ich zu 90% kostenlos laden konnte.
    Unter 2000 Euro Reperaturkosten bei einem 6 Jahren alte Auto mit am Ende 95.000km finde ich jetzt aber auch nicht so wild. Davor hatte ich einen Peugeot 106 Benziner. Da ist 4x der Auspuff abgefallen, Kühlwasserschlauch abgerissen, Querlenker, 3x Bremsbeläge, Scheibenwischwasserpumpe usw., bei 125.000km war dann der Motor hinüber. Meine Schwester hatte einen Opel Corsa, da war der Motor nach 45.000km bzw. 5 Jahren Haltedauer im Eimer. Neu gekauft und dann nach 5 Jahren noch 800 Euro vom Teileverwerter für das Auto bekommen...

    Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit meinen E-Auto-Erfahrungen. Dazu kommt, dass ich durch die Begeisterung für die Technik schon 2015 Aktionär bei Tesla und Samsung SDI (machen die Akkus für z.B. BMW) wurde. Hätte ich wohl mit einer "der neue Kram muss sich erst beweisen, mit günstigen Verbrennern fahre ich verlässlicher"-Einstellung nicht gemacht.

  8. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Cavaron 26.06.20 - 06:14

    Damsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke, da ist die Einstellung auch bei jedem anders. Ich will
    > beispielsweise keine 50k ausgeben, wenn es z.B. in den Kofferraum regnet.
    > Spaltmaße sind ja nur ein Symptom für die Verarbeitungsqualität. Sieht halt
    > jeder anders..
    Naja, da ist auch viel Aufbauschen dabei. Keine Ahnung wie viele von dem feuchten Kofferraum betroffen sind, ich kenne keinen, habe im TTF-Forum vielleicht von drei/vier gelesen. Mein Kofferraum ist trocken. Das war vielleicht mal eine Schicht, in der die Dichtungsgummis falsch eingesetzt wurden oder sowas und jetzt hat in der öffentlichen Meinung angeblich jeder Tesla den Fehler.
    Bei den Schummel-Dieseln war dafür ausnahmslos jedes Fahrzeug mit den entsprechenden Motoren betroffen. Da sehe ich die Abschiedsschmerzen der alten Technik und entscheide mich lieber für die Kinderkrankheiten der neuen Technik. Aber ja - jeder wie er es mag und für richtig hält.

  9. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Damsi 26.06.20 - 08:36

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damsi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich denke, da ist die Einstellung auch bei jedem anders. Ich will
    > > beispielsweise keine 50k ausgeben, wenn es z.B. in den Kofferraum
    > regnet.
    > > Spaltmaße sind ja nur ein Symptom für die Verarbeitungsqualität. Sieht
    > halt
    > > jeder anders..
    > Naja, da ist auch viel Aufbauschen dabei. Keine Ahnung wie viele von dem
    > feuchten Kofferraum betroffen sind, ich kenne keinen, habe im TTF-Forum
    > vielleicht von drei/vier gelesen. Mein Kofferraum ist trocken. Das war
    > vielleicht mal eine Schicht, in der die Dichtungsgummis falsch eingesetzt
    > wurden oder sowas und jetzt hat in der öffentlichen Meinung angeblich jeder
    > Tesla den Fehler.
    > Bei den Schummel-Dieseln war dafür ausnahmslos jedes Fahrzeug mit den
    > entsprechenden Motoren betroffen. Da sehe ich die Abschiedsschmerzen der
    > alten Technik und entscheide mich lieber für die Kinderkrankheiten der
    > neuen Technik. Aber ja - jeder wie er es mag und für richtig hält.

    Naja, Aufbauschein..Regen im Kofferraum finde ich extrem, steht für mich aber auch nur symbolisch für die Qualität. Wenn ich einen Premium-Preis zahle, will ich auch eine entsprechendes Produkt. Ein iPhone nur aus Plastik oder mit scharfen Kanten würde ja auch nicht so gut abschneiden.

    Schummel-Diesel ist wieder ein eigenes Thema und geht eher in strafrechtliche Richtung (außer bei VW noch zu klären). Jedoch ist auch Tesla nicht frei von unredlichem Verhalten. Sie verkaufen schon seit Jahren ihr FSD-Modul, ohne die Ankündigung bisher eingelöst zu haben. Oder sie haben 2012 im Model S trotz bekannter Brandgefahr in Fahrzeuge eingebaut. Da schleicht sich der Verdacht ein, dass Tesla nicht zurückrufen würde, selbst wenn so etwas intern rauskommt. Alles keine Heilige ;)

  10. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: jfolz 26.06.20 - 09:10

    Das stimmt natürlich. Ein Wertverlust von gerade mal 700¤ pro Jahr ist ziemlich gut und ich habe in den 3,5 Jahren (geschätzt) etwa 3500-4000¤ für Sprit ausgegeben. Das relativiert dann die Reparaturkosten, wobei die kostenlosen Ladeangebote mit weiterer Verbreitung auch verschwinden werden. Die Fehler bei einem frühen Model 3 kann ich auch eher verstehen, aber warum gehen an einem Renault Airbag-Kabel und Querlenker kaputt? Ausgeschlagene Kugelköpfe oder Buchsen wären normaler Verschleiß, aber kein Bruch...

  11. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Cavaron 26.06.20 - 12:01

    Damsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, Aufbauschein..Regen im Kofferraum finde ich extrem, steht für mich
    > aber auch nur symbolisch für die Qualität. Wenn ich einen Premium-Preis
    > zahle, will ich auch eine entsprechendes Produkt.
    Beim ersten Baujahr des Opel Corsa B ist standardmäßig nach 20tkm die B-Säule (wie passend) gerissen. Sowas würde mir Angst machen. Model 3 ist für mich eher gehobene Mittelklasse als Premium. Aber ist halt auch eine Frage wie man was gewichtet.

    > Tesla nicht frei von unredlichem Verhalten. Sie verkaufen schon seit Jahren
    > ihr FSD-Modul, ohne die Ankündigung bisher eingelöst zu haben.
    Ich habe das FSD gekauft und die Funktionen werden regelmäßig erweitert. Das es noch nicht voll funktionstüchtig ist, wird dir beim Kauf mehrmals um die Ohren gehauen. Das sollte und muss jeder wissen.

    > Oder sie haben 2012 im Model S trotz bekannter Brandgefahr in Fahrzeuge eingebaut.
    > Da schleicht sich der Verdacht ein, dass Tesla nicht zurückrufen würde,
    > selbst wenn so etwas intern rauskommt. Alles keine Heilige ;)
    Das ist aber jetzt böswillig. Zunächst mal solltest du noch klarstellen, was da brandgefährliches verbaut wurde. In den USA würde die NHTSA dir einen Rückruf vorschreiben, wenn etwas extrem gefährlich wäre. Brandgefahr ist jetzt auch schlecht definiert, bei einem Benzintank besteht imho auch Brandgefahr - eben keine Akkute im Regelbetrieb. Ich erinnere mich, das mal ein Tesla über einen abgerissenen Abschlepphaken gefahren ist, der den Unterboden durchschlagen und den Akkupack penetriert hat. Der hat dann nach ca. 2 Minuten angefangen zu brennen. Die Insassen wurden gewarnt, konnten rechts ran fahren und das Fahrzeug verlassen. Später hat Tesla eine Titan-Unterbodenverkleidung nachgerüstet. Meinst du das? Wenn so ein spitzes Teil den Benzintank eines Verbrenners penetriert und dann Benzin an den Auspuffstrang spritzt, dann brennt das auch.

  12. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: BeatYa 26.06.20 - 12:22

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Thunderbird1400 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wow, soviele Probleme schon in den ersten 8 Monaten? Ist das ein
    > > Montagsmodell oder normal?
    > Naja, ich denke die Probleme haben teilweise aufeinander aufgebaut. Bei
    > Heckscheibe und Antriebsakku ist wohl bei der Produktion/Montage (dürfte
    > Jahreswechsel 18/19 oder Frühjahr 19 gewesen sein, eines der frühen SR+
    > Modelle mit kleinem Akku) was schief gelaufen. 12V und Tuner schiebe ich
    > auf die längere Standzeit des Autos ohne Antriebsakku (während der
    > Wartezeit hatte ich ein Model S Performance als kostenfreien Leihwagen
    > bekommen).
    > Gefahren ist es allerdings immer super, ich hatte auch nie ein unsicheres
    > Gefühl wenn ich im Auto sitze, eher im Gegenteil. Ich denke inzwischen sind
    > diese Kinderkrankheiten aus dem Produktionshochlauf weitestgehend
    > beseitigt. Das Model Y aus Deutschland dürfte noch mal ne Ecke besser
    > sein.
    >
    > Beim Renault Zoe den ich vorher hatte, traten übrigens folgende Defekte
    > auf:
    > - Tausch der Chrome-Teile (blauer Lack platzte ab)
    > - Deckel der Ladeklappe gebrochen
    > - Motor-Tausch nach 60.000 km
    > - Tausch des Spannungswandlers
    > Soweit auf Garantie, dann
    > - Tausch der Sommerreifen nach 45.000 km (560 Euro)
    > - Bruch des Airbag-Kabels (320 Euro)
    > - Bruch des Querlenkers (380 Euro)
    > - Wartung der Klimaanlage bei 90.000 km (260 Euro)
    > - Dabei auch erster Tausch der Bremsbeläge (175 Euro)
    > - 3x Tausch der 12V (je 80 Euro, selbst gemacht)


    Reifen, Bremsen, Klimaanlagen in einer Mängelliste aufzuführen zeugt nicht von all zu viel Sachverstand...

  13. Re: Kommt in meinem Fall in etwa hin

    Autor: Damsi 26.06.20 - 12:38

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim ersten Baujahr des Opel Corsa B ist standardmäßig nach 20tkm die
    > B-Säule (wie passend) gerissen. Sowas würde mir Angst machen. Model 3 ist
    > für mich eher gehobene Mittelklasse als Premium. Aber ist halt auch eine
    > Frage wie man was gewichtet.

    Der Opel Corsa B war ein Kleinwagen, der noch dazu ziemlich günstig war. Trotzdem finde ich es gravierend, wenn die B-Säule sich verabschiedet. Massiver Qualitätsmangel. Aber dennoch, man bezahlte keinen Premium-Preis. Wie gesagt, wenn ich 50k Euro für ein "Premium-Fahrzeug" ausgeben dann erwarte ich auch Premium-Qualiät. Das heißt, gute Verarbeitung, kein schief sitzendes Dach usw. Ja, das mag eine Frage sein, wie man das gewichtet. Für MICH ist das aber ein Beleg dafür, dass sich Tesla-Fahrer viel gefallen lassen. Es ist eben hip - muss aber jeder selber wissen.

    > Ich habe das FSD gekauft und die Funktionen werden regelmäßig erweitert.
    > Das es noch nicht voll funktionstüchtig ist, wird dir beim Kauf mehrmals um
    > die Ohren gehauen. Das sollte und muss jeder wissen.

    Dennoch wird Musk nicht müde zu betonen, dass man damit bald seinen Tesla vermieten kann. Schon 2017 (!) stellte er eine komplett autonome Fahrt in Aussicht und verkaufte das FSD munter weiter. Heute ist 2020 und über Level 2,5 ist der FSD noch nicht hinaus. Die Leute kauften in dem Glauben, dass es eben bald soweit sein wird. Und vermutlich warten viele auch heute noch, dass Tesla einfach ein Update einspielt und schon kann der Tesla als Robotaxi Geld verdienen. Nicht völlig ausgeschlossen, aber mit einem Blick für die Realität doch höchst unwahrscheinlich. Level 3 auf Autobahnen? Kein Problem! Aber als Robotaxi (Level 5) in jeder Situation? Dazu muss es noch zugelassen werden und noch immer ist unklar, ob man sich mit dem Verzicht auf Lidar (aus Kostengründen!) kein Ei gelegt hat.

    Sprich, es ist nicht voll funktionsfähig, das wird auch kommuniziert. Es wird aber das Bild suggeriert, Level 4/5 wäre um die Ecke. Ich wäre sehr überrascht, wenn das bis 2025 außerhalb von vordefinierten Strecken (z.B. Autobahn, Landstraße) überhaupt kommt.

    > Das ist aber jetzt böswillig. Zunächst mal solltest du noch klarstellen,
    > was da brandgefährliches verbaut wurde. In den USA würde die NHTSA dir
    > einen Rückruf vorschreiben, wenn etwas extrem gefährlich wäre.

    Ich finde gerade keine bessere Quelle, aber das wurde erst kürzlich veröffentlicht:
    Business Insider - "Geleakte E-Mails zeigen: Tesla entdeckte bereits 2012 einen schwerwiegenden Design-Fehler bei seinem Model S"
    (kann leider nicht verlinken)

    Damit es zu einem Rückruf kommt, muss das Thema ja erst einmal offiziell werden.

    > ist jetzt auch schlecht definiert, bei einem Benzintank besteht imho auch
    > Brandgefahr - eben keine Akkute im Regelbetrieb. Ich erinnere mich, das mal
    > ein Tesla über einen abgerissenen Abschlepphaken gefahren ist, der den
    > Unterboden durchschlagen und den Akkupack penetriert hat. Der hat dann nach
    > ca. 2 Minuten angefangen zu brennen. Die Insassen wurden gewarnt, konnten
    > rechts ran fahren und das Fahrzeug verlassen. Später hat Tesla eine
    > Titan-Unterbodenverkleidung nachgerüstet. Meinst du das? Wenn so ein
    > spitzes Teil den Benzintank eines Verbrenners penetriert und dann Benzin an
    > den Auspuffstrang spritzt, dann brennt das auch.

    Ich bezog mich nur das Thema oben. Natürlich kann es bei Verbrennern zu Problemen kommen und womöglich brennen Verbrenner unterm Strich häufiger (weiß ich nicht). Wenn jedoch eine Firma ein potentiell lebensgefährliches Problem feststellt, dann erwarte ich einen Rückruf. Wenn man darauf aus Kostengründen verzichtet, ist das sogar noch eine Ecke schlimmer als der "Schummeldiesel".

    Was mich durchaus wundert. Man hört immer wieder von Rückrufen anderer Hersteller, wegen allem Möglichen. Von Tesla aber so gut wie nie. Ich kann nicht glauben, dass die nie solche Fehler machen - daher sieht es für mich eher so aus, als würden viele Probleme in Kauf genommen und erst nach und nach korrigiert werden, um Geld zu sparen. Die Qualitätsmängel und das Thema oben würde das ja stützen. Das kann ich aber nicht belegen und es ist erstmal reine Spekulation.

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