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Völlig am Sinn vorbei

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  1. Völlig am Sinn vorbei

    Autor: David64Bit 18.02.19 - 13:20

    Sorry, aber der "Sinn" eines Oldtimers bzw. des H-Kennzeichen ist die Technik. Die Optik ist Nebensächlich, denn auch wenn die Kriterien des H-Kennzeichens die Optik mit ein beziehen, ist das Hauptkriterium der technische Zustand.
    Geht nach Schulnoten und ein Oldtimer nach Zustand 3 trägt seine Patina mit Stolz, hat also auch möglicherweise diverse Nachlackierungen, Beulen, Dellen, Kratzer und so weiter - ist aber vom technischen Zustand einwandfrei.

    Damit einhergehend ist auch die Originalität. D.h. man bekommt schon kein H-Kennzeichen mehr, wenn man andere Felgen montiert, die es zu der Zeit nicht gab. (Fuchsfelgen z.B. auf einem /8 sind was anderes - die waren "Zeitgemäß")
    Eine Umrüstung auf Elektro schließt ein H-Kennzeichen aus, damit einhergehend muss das Fahrzeug also als Sonderumbau und man selbst als Fahrzeughersteller eintreten und so weiter.

    Sorry - aber Elektroautos haben in Oldtimern nichts zu suchen. Gerade dafür wäre es Sinnvoller, Treibstoffalternativen zu suchen. Benzin aus Algen z.B. welches nicht nur Co2 Neutral verbrennt, sondern auch noch weniger Schadstoffe an sich "produziert".
    Mit einem Oldtimer fährt man sowieso nicht in die Stadt (und wer das doch tut, gehört geohrfeigt. Ein unersetzlicher 300SL im Wert von weit über 2 Mio Euro wurde vor ein paar Jahren in einer Stadt kaputt gecrasht. Die Stadt ist der Unfallschwerpunkt schlechthin)

    Und was das jetzt wirklich mit IT zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    Oh und:

    "Sportlicher ist ein Elektromotor allemal. Die Beschleunigungswerte schlagen jeden Verbrenner. Offene Oldtimer mit Elektroantrieb bieten ein neues Naturerlebnis: Man kann das Zwitschern der Vögel in den Bäumen hören."

    DAS ist ja wohl das dämlichste Argument, was ich überhaupt je gehört hab. Wer sich zum Vogelzwitschern-Hören in seinen Oldtimer hockt, hat doch wirklich jeden Bezug zur Realität verloren. Und um die Beschleunigungswerte in einem Oldtimer geht es nicht. Wenn man Oldtimer fährt, geht es darum die alte Technik zu erleben, wie weit wir gekommen sind, wie miserabel die Autos damals wirklich waren und die Faszination der absolut puren Fahrfreude ohne jegliche Elektronik, TROTZ der möglicherweisen Steinzeittechnik.
    Wer das nicht will, hat in einem Oldtimer nichts zu suchen, Fertig.

    Das ist in etwa das gleiche, wie wenn ich Retro-Games versuche auf einem nagelneuen Rechner mit 144 Hz 43" Monitor in 4k zu spielen - das ist völlig am Sinn des ganzen vorbei. Oder dieser komische USB-Stick der das Summen und Klickern einer HDD (womöglich noch der Quantum Fireball) "simuliert".

    Neben allem ist es eine absolute Schande, gerade den E-Type umzurüsten...der Reihensechszylinder war ein Meisterwerk britischer Motorenkunst. Wohl vergleichbar damit, wenn man eine Gallet Flight Officer auf ein Quarz Uhrwerk umrüstet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.19 13:24 durch David64Bit.

  2. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: derdiedas 18.02.19 - 13:30

    Deine Meinung, ich finde ja es gibt Autos da ist das Design & der Motor Kult. Es gibt aber auch etliche Autos da taugt ausschließlich das Design, der Motor war eine Katastrophe (Und die will man auch nach 30 Jahren nicht erleben).

    Beipiele:
    Jenson Interceptor - schönes Auto wenn es denn fahren würde
    DeLorean DMC-12 - Design aus der Zukunft, Motor eine Katastrophe
    Maserati - in der Regel absolut unzuverlässiger Müll, aber schön sind sie!
    So gut wie alles aus den USA - Design teilweise supercool, Motor da eh überall der gleiche hat keinen historischen Wert usw...

    Ich würde etwa den Interceptor ausschließlich als Elektroauto fahren, mit dem originalem Kernschrott der da verbaut ist macht das keinen Spaß.

    Die Frage ist also was soll mit dem H-Kennzeichen bewahrt werden. Das Gesamtkonzept weil es so einmalig ist, oder nicht auch manchmal nur das Design (weil der Motor auch in hunderten anderer Karren verbaut wurde).

    Gruß DDD



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.19 13:31 durch derdiedas.

  3. Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: spambox 18.02.19 - 13:32

    Denk dran, es ist nur deine persönliche Meinung, dass es ausschließlich um Technik geht und das Design unwichtig sei.
    Andere Menschen sehen das komplett anders. Mir geht es um das Design. Die Autos waren früher einfach schöner. Die Zielgruppe der genannten Firma sind also Leute, wie ich, die gerne moderne Technik in einem schicken Gewand hätten.

    #sb

  4. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: mainframe 18.02.19 - 13:37

    Ein E-DMC wäre mein Traumauto!

  5. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: Megusta 18.02.19 - 13:50

    ich verstehe diese Sinnlosigkeit auch nicht, wäre das Gleiche wenn man bei historischen Gemäldern oder Skulpturen jetzt einfach was neues hinzufügt. Bei nackten Skulpturen die Genetalien zensieren usw...

  6. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: ConstantinPrime 18.02.19 - 13:53

    Im Grunde ist es doch ganz einfach.

    Wer sein Oldtimer derart umbaut, verliert seine H-Zulassung.

    Ob er noch Anspruch auf den Titel Oldtimer hat, merkt der Besitzer ja spätestens auf dem nächsten Oldtimertreffen, wenn er dort statt - sagen wireinem nostalgisch blubbernden V6 - mit ner elektifizierten Spulenpfeife aufkreuzt.

    Die Reaktionen würden mich tatsächlich sehr interessieren. Es sollen ja schon Fahrzeuge bei solchen Veranstaltungen aufs Dach gelegt worden sein... aus dem Stand! XD

  7. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: Keridalspidialose 18.02.19 - 13:55

    Es geht um den Erhalt der Fahrzeuge im Originalzustand (mit original Ersatzteilen, Ersatzteilen die den Originalen entsprechen).

    Auch wenn mich selbst das Design am meisten interessiert, für das Classic Car Dasein ist der Erhalt des Fahrzeugs, so wie es ursprünglich konzepiert wurde, entscheidend.

    Alles andere ist eine Bastelarbeit auf Basis eines klassischen Fahrzeugs. Das kann man mit seinem Fahrzeug machen, es ist aber als Classic Car/Oldtimer weitgehend disqualifiziert. Bzw. eine eigene Kategorie.

    Da wir hier auf einer IT-Seite sind:

    Wenn du eine Apple Lisa hast und alles rausreisst um es durch einen Raspberry Pi zu ersetzen, dann hast du auch keine original Apple Lisa mehr.

    ___________________________________________________________



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.19 14:01 durch Keridalspidialose.

  8. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: sepp_augstein 18.02.19 - 13:57

    Geschmackssache. Ich finde die Optik einiger Oldtimer gut, würde mir die aber wegen der antiquierten Antriebstechnik und dem Gestank nie antun

  9. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: David64Bit 18.02.19 - 14:00

    spambox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denk dran, es ist nur deine persönliche Meinung, dass es ausschließlich um
    > Technik geht und das Design unwichtig sei.
    > Andere Menschen sehen das komplett anders. Mir geht es um das Design. Die
    > Autos waren früher einfach schöner. Die Zielgruppe der genannten Firma sind
    > also Leute, wie ich, die gerne moderne Technik in einem schicken Gewand
    > hätten.
    >
    > #sb

    Nicht ganz - die Klassifizierung zum Oldtimer ist zumindest rechtlich in Deutschland sehr genau festgelegt. Alles was also so umgebaut ist, ist rechtlich kein Oldtimer mehr.

    Beim Rest ist hoffentlich klar, dass das meine Sichtweise ist...

  10. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: David64Bit 18.02.19 - 14:06

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine Meinung, ich finde ja es gibt Autos da ist das Design & der Motor
    > Kult. Es gibt aber auch etliche Autos da taugt ausschließlich das Design,
    > der Motor war eine Katastrophe (Und die will man auch nach 30 Jahren nicht
    > erleben).
    >
    > Beipiele:
    > Jenson Interceptor - schönes Auto wenn es denn fahren würde
    > DeLorean DMC-12 - Design aus der Zukunft, Motor eine Katastrophe
    > Maserati - in der Regel absolut unzuverlässiger Müll, aber schön sind sie!
    > So gut wie alles aus den USA - Design teilweise supercool, Motor da eh
    > überall der gleiche hat keinen historischen Wert usw...

    Das bestreite ich gar nicht - und von mir aus darf jemand die Autos auch umbauen wie er Lustig ist. Dann ist es aber kein Oldtimer mehr, sondern einfach nur noch ein Auto mit Blechkleid.

    > Ich würde etwa den Interceptor ausschließlich als Elektroauto fahren, mit
    > dem originalem Kernschrott der da verbaut ist macht das keinen Spaß.

    Der Motor vom Interceptor ist eine Wucht, der Chrysler Bigblock ist zuverlässig wie sonstwas. Der Interceptor krankt an ganz anderen Dingen, die auch ein Elektromotor nicht verringern. Im gegenteil, ich würde sogar behaupten, dass die gesamte Elektrik dann noch schlimmer ist - die Hochvolkabel produzieren selbst mit guter Abschirmung so viel Induktive Energie, dass die Elektrik da durchdreht...

    > Die Frage ist also was soll mit dem H-Kennzeichen bewahrt werden. Das
    > Gesamtkonzept weil es so einmalig ist, oder nicht auch manchmal nur das
    > Design (weil der Motor auch in hunderten anderer Karren verbaut wurde).
    >
    > Gruß DDD

    Ich persönlich bin da der Meinung, dass das H-Kennzeichen sogar noch deutlicher Formuliert werden muss und wirklich nur für Autos im absoluten Originalzustand gelten sollte. Alles andere bekommt eben kein H-Kennzeichen und hat auch keinen Anspruch darauf als historisches Kulturgut zu gelten.

  11. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: ChMu 18.02.19 - 14:06

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, aber der "Sinn" eines Oldtimers bzw. des H-Kennzeichen ist die
    > Technik. Die Optik ist Nebensächlich, denn auch wenn die Kriterien des
    > H-Kennzeichens die Optik mit ein beziehen, ist das Hauptkriterium der
    > technische Zustand.

    Es geht doch gar nicht um das H Kennzeichen? Ausser eben darum, das diese in Zukunft ebenfalls nicht mehr in Verbotszonen fahren sollen. Natuerlich bekommt so ein Umbau ein E Kennzeichen.

    > Eine Umrüstung auf Elektro schließt ein H-Kennzeichen aus, damit
    > einhergehend muss das Fahrzeug also als Sonderumbau und man selbst als
    > Fahrzeughersteller eintreten und so weiter.

    Wie kommst Du denn darauf? Ja, es schliesst ein H Kennzeichen aus, wie gesagt, darum geht es nicht, aber wenn eine Firma einen zugelassenen Umbau anbietet und man das Fahrzeug von dieser Firma kauft, muss man doch nicht als Fahrzeughersteller auftreten? Wo hast Du denn das her? Ich habe vor etwa 15 Jahren in England einen Renault Twingo umruesten lassen, faehrt heute noch das Ding, mit Europaeischer Zulassung, ganz normal. Ich habe das Ding ja nicht selbst verkabelt.
    In England stehen sie tatsaechlich Schlange die alten Schaetze umruesten zu lassen, in den USA auch. Da werden Mustangs, Firebirds, selbst GTOs gnadenlos umgeruestet und geben dem Namen “Muscle car” eine ganz andere Bedeutung.
    Die Schrauber welche wochenlang an 40 Jahre alten V8 rumschrauben gibts natuerlich, aber es fahren immer mehr Leute im Alltag electrisch und wenn Du das mal gewohnt bist, kommt natuerlich der Gedanke den Konfort auch in schoen zu haben. Huebsche Autos werden ja nicht mehr gebaut, da bleibt einem nichts anderes uebrig, 40-60 Jahre zurueck zu gehen. Ich wollte mich dabei aber nicht mit der 40-60 Jahre alten Technik auseinandersetzen. Ich moechte fahren.
    Und wenn selbst Authorities wie der concourse d’elegance zB den Jaguar zero auszeichnet (classic) dann kann man wohl davon ausgehen, das auch die Oldtimer community das akzeptiert.
    Es geht ja hier nicht um Massenartikel, auch wenn aeltere Massen cars (VW Kaefer, VW Bully) extreem beliebt sind, fuer den Kaefer gibts ein zugelassenes do it yourself kit welches den Wagen an einem Wochenende umruestet ($12000 mit Batterien) sondern um eine Klientel welche als Jugendliche von diesen Wagen getraeumt hat und welche sie sich jetzt kaufen koennen. Bei so einem “Hobby” muss der Wagen schoen sein (Jaguar trifft da einen Nerv) Aston faellt fuer mich leider raus, da die Doner Fahrzeuge schon mehr kosten als der komplette Jaguar, aber sonst kann man fuer “Hobby” Geld einiges machen.
    Ein Freund macht seit Jahren rum um eine 1961 1,9 DS Pallas umbauen zu lassen, da gibts heftige Probleme mit der Hydraulik, Citroen ist da nicht sehr cooperativ, aber er bleibt dran. Das waere electrisch eine Super schoene Badewanne. Es IST eine super schoene Badewanne, sie faehrt ja electrisch, aber eben nicht korrekt zugelassen.
    >

  12. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: jake 18.02.19 - 14:10

    +1

  13. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: David64Bit 18.02.19 - 14:11

    Keridalspidialose schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht um den Erhalt der Fahrzeuge im Originalzustand (mit original
    > Ersatzteilen, Ersatzteilen die den Originalen entsprechen).
    >
    > Auch wenn mich selbst das Design am meisten interessiert, für das Classic
    > Car Dasein ist der Erhalt des Fahrzeugs, so wie es ursprünglich konzepiert
    > wurde, entscheidend.
    >
    > Alles andere ist eine Bastelarbeit auf Basis eines klassischen Fahrzeugs.
    > Das kann man mit seinem Fahrzeug machen, es ist aber als Classic
    > Car/Oldtimer weitgehend disqualifiziert. Bzw. eine eigene Kategorie.
    >
    > Da wir hier auf einer IT-Seite sind:
    >
    > Wenn du eine Apple Lisa hast und alles rausreisst um es durch einen
    > Raspberry Pi zu ersetzen, dann hast du auch keine original Apple Lisa mehr.

    Und das ist ja genau das worum es geht. Wenn an der originalen Lisa alles kaputt ist - dann sage sogar ich, dass man sich das überlegen kann. Dann ist es aber - wie auch schon in meinem OT gesagt - nur noch ein Lookalike, bzw. eine Nachmache. Kann auch ganz nett sein und macht im Alltag möglicherweise sogar mehr Spaß, ist aber kein Original.

    Es gibt in diversen Museen z.B. auch alte Band-Laufwerke die mit Mainframes und Lochkarten zusammenarbeiten. Da würde niemand auf die Idee kommen, so etwas im Alltag laufen zu lassen, da ist jedes Smartphone leistungsfähiger, Effizenter und weiß der Geier was noch alles

  14. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: BRB 18.02.19 - 14:14

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich bin da der Meinung, dass das H-Kennzeichen sogar noch
    > deutlicher Formuliert werden muss und wirklich nur für Autos im absoluten
    > Originalzustand gelten sollte. Alles andere bekommt eben kein H-Kennzeichen
    > und hat auch keinen Anspruch darauf als historisches Kulturgut zu gelten.

    Nur was zählt als Umbau und was nicht? Streng genommen müsste man auch den zeitgenössischen Fahrzeugen die umgebaut wurden, das H-Kennzeichen entziehen. Cabrio-Umbauten (Gläser, Karmann usw...), sämtliche Motorsport/Sportvarianten (Irmscher, Shelby, Alpine) oder auch die ganzen US-Kleinserien, Hot-Rods usw... würden rausfallen. Sind ja schließlich alles nur Umbauten, bei denen Fahrzeuge im Orginalzustand nachträglich verändert wurden....

  15. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: jake 18.02.19 - 14:17

    kann ich mir sogar so vorstellen - und wäre ein typisches beispiel deutscher weltoffenheit und toleranz. was nicht in ein deutsches kategoriensystem und die eigene vorstellungswelt passt, wird eben ausgegrenzt und angegriffen. aber ist ja mittlerweile ein etabliertes prinzip geworden - leider.

  16. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: David64Bit 18.02.19 - 14:31

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht doch gar nicht um das H Kennzeichen? Ausser eben darum, das diese
    > in Zukunft ebenfalls nicht mehr in Verbotszonen fahren sollen. Natuerlich
    > bekommt so ein Umbau ein E Kennzeichen.

    Bei Oldtimern geht es immer ums H-Kennzeichen, sonst ist es kein Oldtimer.

    > Wie kommst Du denn darauf? Ja, es schliesst ein H Kennzeichen aus, wie
    > gesagt, darum geht es nicht, aber wenn eine Firma einen zugelassenen Umbau
    > anbietet und man das Fahrzeug von dieser Firma kauft, muss man doch nicht
    > als Fahrzeughersteller auftreten? Wo hast Du denn das her? Ich habe vor
    > etwa 15 Jahren in England einen Renault Twingo umruesten lassen, faehrt
    > heute noch das Ding, mit Europaeischer Zulassung, ganz normal. Ich habe das
    > Ding ja nicht selbst verkabelt.

    Zum ersten ist das in England auch völlig anders geregelt. Es gibt in diesem Sinne auch keine Europäische Oldtimer Regelung. Da wir aber hier in einem deutschen Forum sind, muss das eben bedacht werden und wenn jemand so ein Ding selbst umbaut (es gibt genügend Bausätze), dann muss dieser Jemand sehr wohl selbst als Autobauer auftreten.

    Wenn man von einer solchen Firma kauft, tritt die Firma natürlich als Fahrzeughersteller auf - das stand und steht auch gar nicht zur Debatte. Es ging einzig und allein um die Identität, die das Auto umbaut - völlig Egal ob Firma oder man selbst.

    > In England stehen sie tatsaechlich Schlange die alten Schaetze umruesten zu
    > lassen, in den USA auch. Da werden Mustangs, Firebirds, selbst GTOs
    > gnadenlos umgeruestet und geben dem Namen “Muscle car” eine
    > ganz andere Bedeutung.

    Das ist schön, die gelten dort aber auch nicht als Oldtimer.

    > Die Schrauber welche wochenlang an 40 Jahre alten V8 rumschrauben gibts
    > natuerlich, aber es fahren immer mehr Leute im Alltag electrisch und wenn
    > Du das mal gewohnt bist, kommt natuerlich der Gedanke den Konfort auch in
    > schoen zu haben. Huebsche Autos werden ja nicht mehr gebaut, da bleibt
    > einem nichts anderes uebrig, 40-60 Jahre zurueck zu gehen. Ich wollte mich
    > dabei aber nicht mit der 40-60 Jahre alten Technik auseinandersetzen. Ich
    > moechte fahren.

    Das ist Ansichtssache. Ein Oldtimer hat für meine Begriffe sowieso keinen Komfort. Ein Mustang, Firebird und Co genau so wenig. Selbst ein 600SEL nicht. Heutzutage verstehe ich unter Komfort zumindest Teilautonomes fahren und ein Fahrwerk, was mich von den miserablen Straßen abkoppelt. All das kann ein solches Auto nicht ansatzweise. Und wenn ich fahren möchte, dann möchte ich auch genau das tun - mit Schaltgetriebe, ohne ABS und allerlei anderen Helferlein und das dann sowieso drei mal nicht im Alltag.

    > Und wenn selbst Authorities wie der concourse d’elegance zB den
    > Jaguar zero auszeichnet (classic) dann kann man wohl davon ausgehen, das
    > auch die Oldtimer community das akzeptiert.

    Das liegt aber daran, dass der Jaguar Zero ein "neues" Auto mit klassischer Karrosse ist. Da wird nichts umgebaut, sondern der Wagen wird nach dem Vorbild gebaut - das ist auch etwas völlig anderes.

    Denn ansonsten wurden gerade beim Concours d'Elegance auf Elektrisch umgebaute Oldtimer meistens gar nicht beachtet und bekommen schon gar nicht die "Trophy" Medallie.

    > Es geht ja hier nicht um Massenartikel, auch wenn aeltere Massen cars (VW
    > Kaefer, VW Bully) extreem beliebt sind, fuer den Kaefer gibts ein
    > zugelassenes do it yourself kit welches den Wagen an einem Wochenende
    > umruestet ($12000 mit Batterien) sondern um eine Klientel welche als
    > Jugendliche von diesen Wagen getraeumt hat und welche sie sich jetzt kaufen
    > koennen. Bei so einem “Hobby” muss der Wagen schoen sein
    > (Jaguar trifft da einen Nerv) Aston faellt fuer mich leider raus, da die
    > Doner Fahrzeuge schon mehr kosten als der komplette Jaguar, aber sonst kann
    > man fuer “Hobby” Geld einiges machen.

    Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Ich würde niemals auf den Gedanken kommen einen /8 Mercedes auf Elektro umzubauen, obwohl ich auch schon sehr lange von dem Wagen träume.

    Und eben genau ein solches Do-It Yourself Kit ist genau das, wovon ich oben gesprochen habe. Um damit in Deutschland eine Zulassung zu bekommen, muss man als Fahrzeughersteller selbst im Fahrzeugschein bzw. Brief eingetragen werden und muss dann auch alle rechtlichen Konsequenzen tragen. Wie gesagt - wir sprechen über Deutschland. Mag in anderen Ländern anders sein.

    > Ein Freund macht seit Jahren rum um eine 1961 1,9 DS Pallas umbauen zu
    > lassen, da gibts heftige Probleme mit der Hydraulik, Citroen ist da nicht
    > sehr cooperativ, aber er bleibt dran. Das waere electrisch eine Super
    > schoene Badewanne. Es IST eine super schoene Badewanne, sie faehrt ja
    > electrisch, aber eben nicht korrekt zugelassen.
    > >

    Das ist für mich völlig unverständlich. Gerade an der DS ist das zuverlässigste wohl der Motor. Und die Hydraulik auf Elektrisch umzubauen...schön, dann kann ich auch einfach die Karrosse auf irgend ein anderes Fahrwerk setzen. Verliert für mich dann völlig den Reiz und ist für mich absolut Uninteressant. Ich sehe solche Fahrzeuge auf Oldtimertreffen immer mal wieder, seit jahren schon und gehe da auch einfach uninteressiert vorbei.

  17. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: David64Bit 18.02.19 - 14:33

    Originalzustand = so wie damals und erstmals zugelassen.

    Die Diskussion erübrigt sich also bzw. rutscht dann sehr schnell ins kleinkarierte ab.

  18. Re: Das ist deine persönliche Ansicht

    Autor: David64Bit 18.02.19 - 14:34

    Nur das der genannte Vorfall sich nicht in Deutschland abgespielt hatte, sondern in Amerika.

    Immer wieder schön, diese Vorurteile...

  19. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: Michael Graetz2 18.02.19 - 14:38

    Nun, was ein Oldtimer ist und was nicht kann auch in Zukunft umgeändert werden, solange sich eine gewisse Mehrheit eben für eine entsprechende "Oldtimer"-Beschreibung einsetzt. Ob der Wert durch eine E-Umrüstung sinkt oder steigt hast auch nicht du oder dein Sichtweise die auf Gefühlen aus der Vergangenheit beruht zu entscheiden, sondern die Menschen in der Zukunft und dann hauptsächlich die, die viel Geld in diesen Autozweig investieren. Wir restlichen Menschen passen uns dann an die neue Bezeichnung und den neuen Wert an. Wenn die Leute, die das umrüsten, viel Geld und Zeit reinstecken, sowas umrüsten zu lassen, dann wird sich wieder ein gewisser hoher Wert einpendeln, der den Fahrzeugen zugesprochen wird. Und das wird die Besitzer reichlich wenig interessieren, was Menschen außerhalb ihres Gesichtsfeldes, die nichts mit Oldtimer zu tun haben, über ihre Oldtimerkreation aussagen.

  20. Re: Völlig am Sinn vorbei

    Autor: derdiedas 18.02.19 - 15:08

    >Alles andere bekommt eben kein H-Kennzeichen und hat auch keinen Anspruch darauf als >historisches Kulturgut zu gelten.

    Das sehe ich jetzt überhaupt nicht so, denn auch die Kultur des Tuning, der Customcars/Bikes und der Dragster ist eine Kultur. Ob man das Tuning eines Opel Manta nun toll findet ist das eine, aber es gehörte nun einmal zur Kultur der 80er.

    Viele Autos wurden erst durch das Tuning und Ihre Rennversionen überhaupt zum Kultauto. Die Serienversion war da keines.

    Gruß DDD

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