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Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: Mike067 26.06.18 - 10:19
Oje, die nächsten Verkehrshindernisse sind im Anmarsch. Wie soll man denn auf der Autobahn bei so engen Abständen eine Abfahrt - von links kommend - nehmen, wenn die Mindestabstände der LKW auf der rechten Spur so gering sind. Hier wird wieder mal nur einseitig gedacht.
Sind bei den LKWs Notbremsassistenten verbaut, die mögliche Hindernisse in kurzem Abstand erkennen können? -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: kayozz 26.06.18 - 10:28
Mike067 schrieb:
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> Sind bei den LKWs Notbremsassistenten verbaut, die mögliche Hindernisse in
> kurzem Abstand erkennen können?
Ich kenne das Projekt nicht, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass Notbremsassistenten eine Grundvoraussetzung für vernetzte LKWs sind.
Mehr noch: Innerhalb der Kolonne müssen die LKWs entweder von der leichtesten bis zur schwersten Ladung sortiert fahren, oder aber durch einen Algroithmus in Abhängigkeit des Bremswegs des vorausfahrenden LKW (Ladung, Bereifung, Modell etc.) dynamisch den passenden Abstand ermittelt.
Sprich: Der Erste LKW macht eine Vollbremsung und in Echtzeit bremst die ganze Kolonne. Dabei muss gewährleistet sein, dass man den Vordermann nicht hinten auffährt. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: redrat 26.06.18 - 10:38
Was spricht dagegen sich kurz hinter die Kolonne ein zu ordnen und dann auf die gewünschte Abfahrt zu warten und dann ab zu biegen? Jetzt komm mir nicht mit dem Zeitargument.
Prinzipiell kann man aber auch einen Algorithmus einbauen welche auf dein Blinken reagiert und dir dann Platz zum einscheren verschafft. Jetzt scheitert's halt nur noch daran dass der Großteil der Autofahrer beim Blinken überfordert zu sein scheint - diese Fahrer müssen dann wohl dazulernen.
Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: Solarix 26.06.18 - 10:45
Mike067 schrieb:
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> Oje, die nächsten Verkehrshindernisse sind im Anmarsch. Wie soll man denn
> auf der Autobahn bei so engen Abständen eine Abfahrt - von links kommend -
> nehmen, wenn die Mindestabstände der LKW auf der rechten Spur so gering
> sind. Hier wird wieder mal nur einseitig gedacht.
> Sind bei den LKWs Notbremsassistenten verbaut, die mögliche Hindernisse in
> kurzem Abstand erkennen können?
Man sollte ja auch schon vor der Abfahrt auf der rechten Spur fahren. Ich fahre ja auch gerne schnell, aber die Vollidioten die dann 2-3 Spuren kreuzen nur weil sie unbedingt noch 1 anderes Fahrzeug überholen "mussten" und damit dann zig andere Fahrzeuge in Gefahr bringen sollten mal gehörig abgestraft werden. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: SmilingStar 26.06.18 - 11:44
kayozz schrieb:
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> Mike067 schrieb:
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> > Sind bei den LKWs Notbremsassistenten verbaut, die mögliche Hindernisse
> in
> > kurzem Abstand erkennen können?
>
> Ich kenne das Projekt nicht, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir,
> dass Notbremsassistenten eine Grundvoraussetzung für vernetzte LKWs sind.
>
> Mehr noch: Innerhalb der Kolonne müssen die LKWs entweder von der
> leichtesten bis zur schwersten Ladung sortiert fahren, oder aber durch
> einen Algroithmus in Abhängigkeit des Bremswegs des vorausfahrenden LKW
> (Ladung, Bereifung, Modell etc.) dynamisch den passenden Abstand
> ermittelt.
>
> Sprich: Der Erste LKW macht eine Vollbremsung und in Echtzeit bremst die
> ganze Kolonne. Dabei muss gewährleistet sein, dass man den Vordermann nicht
> hinten auffährt.
So kann doch nur ein ITler denken. Ich vermute, dass im Alltagsgeschäft niemand die LKW in der Kolonne nach ihrer Bereifung, Laufleistung oder anderen technischen Details sortiert.
Da wird es eher darum gehen, dass du bspw. von Berlin mit einer Kolonne Richtung Dortmund fahren willst und ob die LKWs von der ersten oder letzten Position die Kolonne verlassen sollen.
Sprich, die LKWs werden in der Reihenfolge sortiert, in der die Kolonne an ihren Zielen entlang der Autobahn vorbei kommt. Entweder fährt dann der erste ab und der nächste übernimmt die Kolonne oder der letzte setzt sich jeweils ab.
Würdest du stattdessen einen LKW aus der Mitte der Kolonne ausscheren lassen, müsste der Rest wieder beschleunigen/bremsen, um die Kolone aufrecht zu halten. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: redrat 26.06.18 - 11:48
SmilingStar schrieb:
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> kayozz schrieb:
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> > Mike067 schrieb:
> >
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> > > Sind bei den LKWs Notbremsassistenten verbaut, die mögliche
> Hindernisse
> > in
> > > kurzem Abstand erkennen können?
> >
> > Ich kenne das Projekt nicht, aber mein gesunder Menschenverstand sagt
> mir,
> > dass Notbremsassistenten eine Grundvoraussetzung für vernetzte LKWs
> sind.
> >
> > Mehr noch: Innerhalb der Kolonne müssen die LKWs entweder von der
> > leichtesten bis zur schwersten Ladung sortiert fahren, oder aber durch
> > einen Algroithmus in Abhängigkeit des Bremswegs des vorausfahrenden LKW
> > (Ladung, Bereifung, Modell etc.) dynamisch den passenden Abstand
> > ermittelt.
> >
> > Sprich: Der Erste LKW macht eine Vollbremsung und in Echtzeit bremst die
> > ganze Kolonne. Dabei muss gewährleistet sein, dass man den Vordermann
> nicht
> > hinten auffährt.
>
> So kann doch nur ein ITler denken. Ich vermute, dass im Alltagsgeschäft
> niemand die LKW in der Kolonne nach ihrer Bereifung, Laufleistung oder
> anderen technischen Details sortiert.
> Da wird es eher darum gehen, dass du bspw. von Berlin mit einer Kolonne
> Richtung Dortmund fahren willst und ob die LKWs von der ersten oder letzten
> Position die Kolonne verlassen sollen.
> Sprich, die LKWs werden in der Reihenfolge sortiert, in der die Kolonne an
> ihren Zielen entlang der Autobahn vorbei kommt. Entweder fährt dann der
> erste ab und der nächste übernimmt die Kolonne oder der letzte setzt sich
> jeweils ab.
> Würdest du stattdessen einen LKW aus der Mitte der Kolonne ausscheren
> lassen, müsste der Rest wieder beschleunigen/bremsen, um die Kolone
> aufrecht zu halten.
Und so wiederum kann wohl nur ein nicht Ingenieur denken. Auch bei ABS oder ASR weiß das System nicht wie stark die Reifen und Bremsen abgefahren sind und ob die Abnutzung Symmetrisch (was nie der Fall sein kann) passiert ist - deswegen wird auch hier in der Kolonne nicht gesteuert sondern geregelt und dann passt das alles wieder.
Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: synapse' 26.06.18 - 12:02
Solarix schrieb:
> Man sollte ja auch schon vor der Abfahrt auf der rechten Spur fahren. Ich
> fahre ja auch gerne schnell, aber die Vollidioten die dann 2-3 Spuren
> kreuzen nur weil sie unbedingt noch 1 anderes Fahrzeug überholen "mussten"
> und damit dann zig andere Fahrzeuge in Gefahr bringen sollten mal gehörig
> abgestraft werden.
Wenn ich aber die Schilder am rechten Fahrbahnrand nicht lesen kann, weil eine sehr lange Kolonne an LKWs auf geringstem Abstand fährt?
Soll ich dann den Verkehr auf der mittleren Spur behindern und die Kolonne vorbeifahren lassen? Oder die Kolonne überholen und dann riskieren, was du hier beschrieben hast? Bzw. die Ausfahrt verpassen? -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: Solarix 26.06.18 - 12:31
keine Ahnung auf was für abgewrackten Autobahnen Sie unterwegs sind, aber auf denen die ich befahre sind spätestens 3-5 km vor der Abfahrt beretis Schilder ÜBER der Autobahn. Die, die dann 500-1000m vor der Abfahrt kommen ... da sollte man dann schon auf der rechten Spur sein.
Ich empfehle noch mal eine Auffrischungsstunde bei der Fahrschule Ihrer Wahl. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: chewbacca0815 26.06.18 - 12:44
Solarix schrieb:
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> keine Ahnung auf was für abgewrackten Autobahnen Sie unterwegs sind, aber
> auf denen die ich befahre sind spätestens 3-5 km vor der Abfahrt beretis
> Schilder ÜBER der Autobahn. Die, die dann 500-1000m vor der Abfahrt kommen
> ... da sollte man dann schon auf der rechten Spur sein.
>
> Ich empfehle noch mal eine Auffrischungsstunde bei der Fahrschule Ihrer
> Wahl.
Danke, so wollte ich auch gerade antworten!
Immer wieder daselbe Mimimi. Autofahren kann wohl keiner der Trolle, wenn man die Postings dieser Reichsbedenkenträger so liest. *kopfschüttel* -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: redrat 26.06.18 - 12:55
Und als alternative für die Fahrer welche die Schilder nicht erkennen und eine unbekannte Gegend befahren wo sie nicht wissen wann die nächste Ausfahrt auf sie wartet gibt es noch Navigationssysteme.
Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: format 26.06.18 - 13:11
"...spätestens 3-5 km vor der Abfahrt beretis Schilder ÜBER der Autobahn"
Das ist, mit Verlaub gesagt, Blödsinn. Ich sprechen hier jetzt von Österreich und Ungarn, wo ich teilweise auch im letzten Winkel auf Autobahnen fahre. Da hast du oft keine Überkopf-Schilder, diese sind nämlich nicht vorgeschrieben, sondern nur rechts am Straßenrand. Und da kannste voll Pech haben wenn du dich nicht auskennst und ohne Navi fahrst. Ist mir auch schon passiert, dass ich wegen der LKWs eine Ausfahrt verpasst habe.
Überkopf verwendet man oft nur auf Autobahnen mit vielen Spuren, weil die Schilder rechts nicht praktikabel wären. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: SmilingStar 26.06.18 - 15:55
redrat schrieb:
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> SmilingStar schrieb:
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> > kayozz schrieb:
> >[...Schnipp..]
> > So kann doch nur ein ITler denken. Ich vermute, dass im Alltagsgeschäft
> > niemand die LKW in der Kolonne nach ihrer Bereifung, Laufleistung oder
> > anderen technischen Details sortiert.
> > Da wird es eher darum gehen, dass du bspw. von Berlin mit einer Kolonne
> > Richtung Dortmund fahren willst und ob die LKWs von der ersten oder
> letzten
> > Position die Kolonne verlassen sollen.
> > Sprich, die LKWs werden in der Reihenfolge sortiert, in der die Kolonne
> an
> > ihren Zielen entlang der Autobahn vorbei kommt. Entweder fährt dann der
> > erste ab und der nächste übernimmt die Kolonne oder der letzte setzt
> sich
> > jeweils ab.
> > Würdest du stattdessen einen LKW aus der Mitte der Kolonne ausscheren
> > lassen, müsste der Rest wieder beschleunigen/bremsen, um die Kolone
> > aufrecht zu halten.
>
> Und so wiederum kann wohl nur ein nicht Ingenieur denken. Auch bei ABS oder
> ASR weiß das System nicht wie stark die Reifen und Bremsen abgefahren sind
> und ob die Abnutzung Symmetrisch (was nie der Fall sein kann) passiert ist
> - deswegen wird auch hier in der Kolonne nicht gesteuert sondern geregelt
> und dann passt das alles wieder.
Richtig, unsere heut üblichen Systeme ABS und ASR reagieren auf das was geschieht, wenn wir Bremsen und Beschleunigen.
Das hat aber wenig mit dem Gedanken von Mike067 zu tun, auf den ich mich bezog.
Denn sein Gedanke war:
>Mike067 schrieb:
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>Mehr noch: Innerhalb der Kolonne müssen die LKWs entweder von der leichtesten bis zur >schwersten Ladung sortiert fahren, oder aber durch einen Algroithmus in Abhängigkeit des >Bremswegs des vorausfahrenden LKW (Ladung, Bereifung, Modell etc.) dynamisch den >passenden Abstand ermittelt.
Er geht hier von der Notwendigkeit aus, die im Konvoi äh.. der Kolone vorhandenen Ladungen nach der schwere zu sortieren und dies am besten noch mit einem Algorithmus basierend auf den technischen Daten der LKWs zu tun.
Und das mag zwar als ITler eine absolut logische Idee sein aber die Speditionsunternehmen interessieren sich eher für Fahrzeit und Kosten pro Kilometer und LKW.
Jedes gemeinsame Brems- und Beschleunigungsmanöver bedeutet nun mal Verschleiß (wenigstens der Bremsen) und kurzfristig mehr Kraftstoffverbrauch. Was hier im Einzelfall noch kleinlich wirken mag, ist aufs Jahr gerechnet und bei mehreren LKWs dann doch ein Thema.
Also wird das ausscheren eines LKWs aus einer Kolonne vermutlich so geplant, dass die restliche Kolonne möglichst ohne Änderung der Geschwindigkeit weiter "schwimmt".
Aber dein Ingenieur kann bestimmt irgendwo in der Kolonne mit fahren. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: cuthbert34 26.06.18 - 16:10
Mike067 schrieb:
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> Oje, die nächsten Verkehrshindernisse sind im Anmarsch. Wie soll man denn
> auf der Autobahn bei so engen Abständen eine Abfahrt - von links kommend -
> nehmen, wenn die Mindestabstände der LKW auf der rechten Spur so gering
> sind. Hier wird wieder mal nur einseitig gedacht.
> Sind bei den LKWs Notbremsassistenten verbaut, die mögliche Hindernisse in
> kurzem Abstand erkennen können?
Also nichts für ungut. Die Lösung nennt sich Vorausschauendes Fahren. Wenn ich weiss, ich muss in 2 km abfahren. Bin ich schon in der Lage von 200 km/h auf der linken Spur mich entsprechend rechts einzuordnen. Dabei beobachtet man die Fahrzeuge und schätzt ab, ob sich noch ein Überholen lohnt oder nicht.
Auch heute schon sind die Popogeigen kacke, die meinen mit 200 km/h bis 500m vor der Abfahrt anzubrettern und einfach mal über alle Spuren rechts rauszuziehen. Auch heute werden dabei LKWs und PKWs geschnitten. Auch ohne Kolonne. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: MüllerWilly 27.06.18 - 08:09
> Oje, die nächsten Verkehrshindernisse sind im Anmarsch. Wie soll man denn
> auf der Autobahn bei so engen Abständen eine Abfahrt - von links kommend -
> nehmen, wenn die Mindestabstände der LKW auf der rechten Spur so gering
> sind. Hier wird wieder mal nur einseitig gedacht.
Raser haben halt Pech. Selber Schuld, wer mit 250 km/h am LKW vorbei fährt nur um dann vor dem LKW ne Vollbremsung zu machen und mit qualmenden reifen die Abfahrt zu erwischen.
Wer mit alter Technik vorausschauend fährt, der sieht die LKWs von weitem. Die sind ja nicht unsichtbar. Man kann sich somit schon Kilometer vorher rechts einsortieren. Gut, man verliert 5 bis 8 Sekunden an Zeit. Geht halt nicht für Raser.
Fall das "Coloning" auch als "Kolonne nach deutschem Recht" angesehen wird, werden die LKWs sich ja auch gemäßt StVo deutlich kennzeichnen, z.B. mit einer Flagge an jedem Fahrzeug. Was Flaggen an Fahrzeugen bedeuten weiß der Autofahrer ja wenn er einen Führerschein gemacht hat, wurde ihm das beigebracht. Also sehe ich auch hier keine Probleme.
Wer mit neuer Technik fährt, dessen Auto weiß ja schon vorher wo welche Kolonne wann sein wird und dessen Auto wird das "Problemchen" schon lösen. Dafür sind Computer ja da. -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: chefin 27.06.18 - 09:43
redrat schrieb:
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> Was spricht dagegen sich kurz hinter die Kolonne ein zu ordnen und dann auf
> die gewünschte Abfahrt zu warten und dann ab zu biegen? Jetzt komm mir
> nicht mit dem Zeitargument.
>
> Prinzipiell kann man aber auch einen Algorithmus einbauen welche auf dein
> Blinken reagiert und dir dann Platz zum einscheren verschafft. Jetzt
> scheitert's halt nur noch daran dass der Großteil der Autofahrer beim
> Blinken überfordert zu sein scheint - diese Fahrer müssen dann wohl
> dazulernen.
Grundsätzlich gebe ich dir recht. Aber wir werden keine 2 LKW Kolonnen haben, wenn das System mal funktioniert. Sondern eher 5-10 LKWs. Mit 18m Zuglänge und 15m Abstand ergibt das 315m Konvoilänge. Ausscheren und einscheren mit halbwegs Sicherheitsabstand (rausfahren ca 70-80m vorher, einscheren ca 20m danach um nicht zu lange die linke Spur zu belegen) erhöht den Überholweg auf 405m
Fahre ich alleine auf der Autobahn mit sagen wir 130-140, also eher Richtgeschwindigkeit statt Höchstgeschwindigkeit benötige ich bei 85Kmh Konvoispeed 26sec um 405m zu fahren. In 26sec fahre ich bei 140kmh also 1030m. Die Ausfahrtspur ist ca 150m lang, die Ausfahrt wird 1km vorher angezeigt. Ich bin also bereits mitten im Überholen, bevor ich sehe das die Ausfahrt kommt. Und das bei 140kmh. Fahre ich nur die gwünschten 130 brauche ich noch länger für alles, ca 1170m reinen Überholweg. Da bin ich noch ca 300-400m weg vom Schild wenn ich ausschere.
Ja, wenn eine Fahrbahnschilderbrücke angebracht ist, sehe ich das trotzdem rechtzeitig. Aber das sind ca 25% der Ausfahrten. Der rest hat nur rechts ein Schild. Und ja, es muss dann auch ein Konvoi genau da fahren. Dazu lade ich dich mal herzlich auf die A6 ein, die ich täglich befahre. Aus dem 10LKW Konvoi werden da aktuell 20-40LKW am Stück bis eine Lücke kommt. Im Konvoi fahren also 10, dann etwas Luft, sagen wir 100m, dann der nächste Konvoi. Weil eben aktuell schon die Autobahnen überfüllt sind mit LKWs. Das wird nicht viel besser, wenn sie mal im Konvoi fahren. Lediglich die paar Meter die der Sicherheitsabstand einspart beim Vernetzen, werden frei auf der Autobahn. Also pro 10LKWs ca (=(50-15)*10 ergibt) 350m Platz zwischen den Konvois zusätzlich. Da die Abstandshalter des Führungslkws aufschliesst entsteht die Lücke irgendwo nach X Konvois und dann ist sie mal 1-2km lang. Dazwischen hast du alle km mal eine 100m Lücke zum einscheren.
Ja, oftmals findet man ein Plätzchen um hinter dem Konvoi zu bleiben. Aber die Wahrscheinlichkeit mal blöd neben dem Konvoi zu hängen dürfte locker bei 1:1000 oder weniger liegen. Bei 45 Millionen PKWs wovon morgens ca 20% auf der Autobahn unterwegs sind, hat man jeden Morgen tausende oder gar zehntausende solcher Situationen. Und die einzige Möglichkeit, wenn man nicht sich dazwischen quetschen will ist auf der Linken Spur dann so abzubremsen, das man wieder hinter den Konvoi kommt. Also so auf 70 oder 60 runter bremsen. Einfach mal dir vorstellen, was das alles auslösen wird. Und hinter dir sind dann 5 Fahrzeuge die auch dort rauswollen und diese 100m Lücke zwischen 2 Konvois anfahren wollen. Incl ihrer mindestabstände von sagen wir mal 20m benötigen die also 125m Platz + 100m Konvoi-sicherheitsabstand, dier Konvoi wird also ebenfalls stark bremsen und alle nachfolgenden Konvois auch
An jeder Ausfahrt also dieses Spiel? Und das soll ungefährlicher sein? -
Re: Verkehrsbehinderungen als Folge
Autor: Prypjat 28.06.18 - 12:31
Mike067 schrieb:
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> Oje, die nächsten Verkehrshindernisse sind im Anmarsch. Wie soll man denn
> auf der Autobahn bei so engen Abständen eine Abfahrt - von links kommend -
> nehmen, wenn die Mindestabstände der LKW auf der rechten Spur so gering
> sind. Hier wird wieder mal nur einseitig gedacht.
> Sind bei den LKWs Notbremsassistenten verbaut, die mögliche Hindernisse in
> kurzem Abstand erkennen können?
Üblicherweise fährt man die Strecken regelmäßig und weiß, wann die zu nehmende Abfahrt kommt.
Selbst wenn man eine neue Strecke befahren sollte, sieht man im Navi, wie weit die nächste Abfahrt entfernt ist. Aber die meisten Autofahrer verfallen in Raserei, wenn sie sehen das die Ausfahrt kommt und müssen dann unbedingt noch den LKW überholen, um mit überhöhter Geschwindigkeit in die Ausfahrt zu brettern.
Man hat genügend Zeit, um sich rechtzeitig einzuordnen. Entweder man weiß schon vorher das die Abfahrt kommt oder es wird durchs Navi angezeigt oder (und jetzt wirds verrückt) es stehen an der Autobahn blaue Schilder mit weißer Schrift, die Abfahrten in ca. 2 Kilometern ankündigen.



