-
Nicht schlecht, aber..
Autor: Auric 10.04.18 - 14:47
gebt den F1 Konstrukteuren nur die Freiheit ein einziges freiwählbares reglementbedingtes und per Software Update zu ändernde Beschränkung weg zu lassen....
Und der Rekord von Porsche ist Geschichte. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: pumok 10.04.18 - 15:20
Dachte ich auch, gleiches Recht für alle ;-)
Trotzdem sehr beeindruckend. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: iSkelzor 10.04.18 - 15:23
Das denke ich auch - die F1 Autos fahren ja mit ähnlichen Beschränkungen (maximale zusätzliche Energie pro Runde, maximale Benzindurchflussmenge etc.). Sie müssten ohne die Einschränkungen auf ähnliche PS-Werte kommen bei weniger Gewicht und wesentlich besserer Aerodynamik.
-
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: pumok 10.04.18 - 15:32
Was denkt Ihr, wenn die F1 keinerlei technische Limitierungen mehr hätte, wäre so ein Fahrzeug überhaupt noch von einem Menschen kontrollierbar? Das muss ja jetzt schon unvorstellbar heftig sein...
-
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: kendon 10.04.18 - 15:39
So ein Fahrzeug ist bei diesen Geschwindigkeiten und Leistungen schon lange nicht mehr vom Menschen kontrollierbar. Schalt mal die ganzen Helferlein aus, da wird kaum einer um die erste Kurve kommen...
-
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: DeathMD 10.04.18 - 15:40
Das war früher viel schlimmer. Du musst nur einmal an die 80er zurückdenken, dort fuhren sie Turbomotoren mit bis zu 1300 PS und das ohne irgendwelche Helferlein.
BRAWNDO: The Thirst Mutilator
It's got Electrolytes -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: DeathMD 10.04.18 - 15:53
Klar sind die "kontrollierbar" ansonsten hätte die Formel 1 nie so früh entstehen können. Wie unten bereits geschrieben, sind sie in der Turboära über 1000 PS gefahren ohne Helferlein. Zu den Anfangszeiten gab es noch nicht einmal irgendwelche aerodynamischen Anpassungen um den Abtrieb zu erhöhen. Die "Silberpfeile" hatten max. 500 PS bei ca. 300 km/h Spitzengeschwindigkeit und das in den 30er Jahren. Da brauchte es eben noch leidenschaftliche Rennfahrer und todesmutige Draufgänger, die wirklich etwas drauf hatten, da kommst du mit den "Bubis" von heute eben nicht weit. F1 hat sich von einem Motorsportevent eben zu einem Show and Shine Event entwickelt, weshalb sie mMn. recht langweilig wurde.
BRAWNDO: The Thirst Mutilator
It's got Electrolytes
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.04.18 15:55 durch DeathMD. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: ChriDDel 10.04.18 - 15:59
DeathMD schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Das war früher viel schlimmer. Du musst nur einmal an die 80er
> zurückdenken, dort fuhren sie Turbomotoren mit bis zu 1300 PS und das ohne
> irgendwelche Helferlein.
Und ohne die Aero von heute. Die Geschwindigkeiten in den Kurven sind heute viel höher. Und damit auch der Speed auf der Geraden. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: DeathMD 10.04.18 - 16:11
Heute sind die Autos auf jeden Fall effizienter und auch schneller. Es ging aber um die Frage der Kontrollierbarkeit und ich glaube die Autos von früher waren schon um eine Ecke zickiger. Stell dir mal vor, beim Lotus 98T steigst du ein wenig zu früh ins Gas und die 5,5 Bar Ladedruck setzen ein, dann kannst du vermutlich von Glück reden, wenn es bei einer Pirouette bleibt. Trotzdem war es für die Fahrer "kontrollierbar", obwohl diese Ära eindeutig zu weit ging und auch diverse Fahrerproteste auslöste.
BRAWNDO: The Thirst Mutilator
It's got Electrolytes -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: kendon 10.04.18 - 16:30
Jetzt können wir uns hervorragend um die Definition von kontrollierbar streiten, oder wieviele Unfälle mit wievielen Toten es gibt, oder wie hoch die tatsächlich gefahren Geschwindigkeiten sind, oder ob die reine Motorleistung etwas mit der Kraft zu tun hat die aus der Kombination Fahrer und Fahrzeug auf die Strasse gebracht werden kann... aber das müssen wir nicht.
-
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: foobarJim 10.04.18 - 16:40
DeathMD schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Spitzengeschwindigkeit und das in den 30er Jahren. Da brauchte es eben noch
> leidenschaftliche Rennfahrer und todesmutige Draufgänger, die wirklich
> etwas drauf hatten, da kommst du mit den "Bubis" von heute eben nicht weit.
> F1 hat sich von einem Motorsportevent eben zu einem Show and Shine Event
> entwickelt, weshalb sie mMn. recht langweilig wurde.
Vielleicht ist das auch Ironie von dir und ich verstehe sie nicht. Aber ich bin durchaus der Meinung, dass Sport nicht lebensgefährlich sein muss. Dass die Zuschauerzahlen in die Höhe getrieben werden indem das Leben und die Gesundheit der Akteure aufs Spiel gesetzt wird finde ich absolut verwerflich. Sieht man aber auch bei anderen Sportarten wie Skifahren oder Radfahren, dass das um des Profits Willen ganz gerne gemacht wird. Es gäbe bestimmt auch genug Zuschauer wenn es die Gladiatorenkämpfe vom alten Rom wieder gäbe. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: DeathMD 10.04.18 - 16:43
Tote gab es früher natürlich auch mehr, allerdings waren auch die Sicherheitsvorkehrungen ganz andere. Wenn du mit einem F1 Wagen von heute bei über 300 nach 10 Metern "Schutzzone" direkt in eine Leitplanke oder Betonwand rauscht, sieht es auch schlecht aus. Die Autos hatten auch viel zu viel Leistung, die sowieso nicht wirklich auf den Boden gebracht werden konnte, das wäre heute, dank elektronischer Regelungen viel einfacher. Kontrollierbar waren sie aber trotzdem irgendwie, heißt eben nicht, das es einfach war und Fehler wurden mitunter sehr schwer bestraft.
Mir fehlt einfach irgendwie das fahrerische Können in der F1. Heute wird ein Rennen eher über das vorhandene Budget und die Strategie gewonnen als auf der Rennstrecke und das ist recht langweilig für (mich) den Zuschauer. Ich bin kein Sensationslustiger, der sich nach mehr Toten im Motorsport zurücksehnt, aber es wurde einfach irgendwie langweilig. DTM ist da schon spannender oder auch Moto GP.
BRAWNDO: The Thirst Mutilator
It's got Electrolytes -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: DeathMD 10.04.18 - 16:49
Darum geht es mir nicht und die Sicherheitsvorkehrungen, vor allem wenn man betrachtet welche Boliden dort gesteuert wurden, waren für Zuschauer und Fahrer unter aller Sau. Mir geht es um den fahrerischen Anspruch und welches Können jemand mitbringen muss. Es geht um Motorsport, dass Ding kann ruhig ein wenig zickig und nicht einfach zu fahren sein und da stehe ich einfach eher auf Purismus ohne zu viel elektronische Unterstützung. Deshalb muss man noch lange nicht auf die heutigen Sicherheitsstandards verzichten. Das macht ein solches Rennen spannend und nicht, dass der mit dem dickeren Budget und der besseren Strategie (evtl. auch auf Kosten des Teamkollegen) gewinnt.
Und ja ein Rennfahrer muss bis zu einem gewissen Grad ein todesmutiger Draufgänger sein. Das ist eine Extremsportart und da muss man sich einfach darüber im Klaren sein, dass es auch die letzte Fahrt sein kann. Das Risiko sollte natürlich so minimal wie möglich gehalten werden. Doch jeder der sich darauf einlässt kennt dieses Risiko und muss sich darüber im Klaren sein. Das ist nunmal kein Kindergeburtstag mit Plantschparty und Schwimmflügel und was das mit Gladiatorenkämpfen zu tun haben soll, erschließt sich mir auch nicht. Seit wann wird im Rennsport auf "Leben und Tod" gefahren?...
BRAWNDO: The Thirst Mutilator
It's got Electrolytes
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.04.18 16:56 durch DeathMD. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: Poison Nuke 10.04.18 - 19:10
kendon schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> So ein Fahrzeug ist bei diesen Geschwindigkeiten und Leistungen schon lange
> nicht mehr vom Menschen kontrollierbar. Schalt mal die ganzen Helferlein
> aus, da wird kaum einer um die erste Kurve kommen...
welche Helferlein? Es gibt keine, sonst würden sich die Fahrer auch nicht regelmäßig drehen oder qualmende Vorderreifen beim Bremsen haben.
Auch wenn Kupplung und Hinterrad-Bremse elektrisch gesteuert sind, so ist dennoch der Fahrer das einzige regelnde Element. Und bei den Vorderrädern muss er die Kraft auch komplett selbst aufbringen (die stemmen halt eben auch mal 200kg und mehr in die Pedale)
Lenkung ist ebenfalls sehr viel weniger assistierend als eine normale Servo-Lenkung, denn auch wenn sie hydraulisch unterstützt ist, so funktioniert sie dennoch rein mechanisch. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: DeathMD 10.04.18 - 19:29
Tatsächlich... die Helferlein wurden alle wieder verboten. Sollte mir mal wieder ein Rennen ansehen, vl. sind sie ja doch wieder spannend geworden.
BRAWNDO: The Thirst Mutilator
It's got Electrolytes -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: Eheran 10.04.18 - 19:31
>Es gäbe bestimmt auch genug Zuschauer wenn es die Gladiatorenkämpfe vom alten Rom wieder gäbe.
OT, um mit dem Irrtum aufzuräumen: Die meisten Gladiatoren haben das beruflich, also freiwillig, gemacht. Die wurden natürlich auch nicht abgeschlachtet oder sonstwas, wie es im Film dargestellt wird. Dann wäre die ganze Ausbildung usw. ja für die Katz, selbst wenn es Sklaven wären. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: ArcherV 10.04.18 - 19:45
Eheran schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> OT, um mit dem Irrtum aufzuräumen: Die meisten Gladiatoren haben das
> beruflich, also freiwillig, gemacht. Die wurden natürlich auch nicht
> abgeschlachtet oder sonstwas, wie es im Film dargestellt wird. Dann wäre
> die ganze Ausbildung usw. ja für die Katz, selbst wenn es Sklaven wären.
+1 ... würde trotzdem dafür bezahlen. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: ArcherV 10.04.18 - 19:45
DeathMD schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Tatsächlich... die Helferlein wurden alle wieder verboten. Sollte mir mal
> wieder ein Rennen ansehen, vl. sind sie ja doch wieder spannend geworden.
Ach was, die KI Rennen find ich viel spannender :) -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: Azzuro 10.04.18 - 22:21
> Die Geschwindigkeiten in den Kurven sind heute
> viel höher. Und damit auch der Speed auf der Geraden.
Das verstehe ich nicht ganz, das ist eher ein widerspruch. Für hohe Geschwindigkeiten in den Kurven braucht es viel Abtrieb. Den haben F1 Autos, aber dadurch haben sie auch einen sehr schlechten cw Wert. Wenn man ein F1 Auto abstimmt (also die Flügel entsprechend einstellt) macht man das ja auch abhängig vom Kurs, also ob das eher ein Kurviger Kurs oder eher ein HiSpeed Kurs ist. Denn man muss da eben den passenden Kompromiss finden: Entweder hohe Kurvengeschwindigkeit, oder hohe Maximalgeschwindigkeit. -
Re: Nicht schlecht, aber..
Autor: kendon 10.04.18 - 22:49
Jetzt könnte man unterstellen auch Profisportler würden die Karriere freiwillig wählen, und seien sich von vornerein der Risiken bewusst...
Frei nach dem Motto: stell' dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.



