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Der unnötige Aufpasser

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  1. Der unnötige Aufpasser

    Autor: AllDayPiano 27.09.16 - 11:15

    Dieser Unfall zeigt zwei klare Dinge:

    1) Das System bewertet nicht. Die Heckklappe war vermutlich so klein, dass die Auswertung das Hindernis nur als statistisches Rauschen wahrgenommen, und damit ignoriert hat. Als Mensch jedoch weiß man, dass selbst ein Besenstiel schon gefährlich werden kann. Es ist ein inhärentes Problem aktueller Sensoren, dass zu kleine, dünne oder schmale Gegenstände nicht als solche wahrgenommen werden können.

    Vermutlich ist der einzige Weg, dass solche Systeme funktionieren, die stereoskopische Umgebungsaufzeichnung, die daraus ein komplettes 3D-Modell errechnet, die Bewegungsvektoren extrapoliert und dann Kolissionen prognostiziert.

    Mit weniger Aufwand ist so ein System gar nicht möglich, denn der Mensch macht es genauso - hatte aber ein paar Millionen Jahre Zeit, um diese Fähigkeit zu entwickeln.

    2) Der Aufpasser hatte hier das gleiche Problem, wie der Teslafahrer beim LKW: Unaufmerksamkeit. Als Mensch ist man sehr wohl in der Lage, eine Heckklappe zu erkennen. Dafür muss der Blick aber auch auf der Straße sein - und das wäre er auch gewesen, wenn der Mensch selbst gefahren wäre. Als stiller Beobachter allerdings ist der Mensch schlichtweg nicht in der Lage, die Aufmerksamkeit uneingeschränkt auf den Fahrprozess zu richten.

    Der Unfall ist also nur menschlich, denn der Mensch ist einfach kein guter Beobachter. Vielleicht gilt das für ein paar ganz wenige Ausnahmen (Scharfschützen, die 3 Tage ausharren können müssen oder Wildtierfilmer/photographen), aber das Gros kann das nicht!

    Und daher könnte man den Menschen auch ganz weglassen, denn scheinbar macht es keinen Unterschied, ob jemand "aufpasst" oder nicht.

  2. Re: Der unnötige Aufpasser

    Autor: Beazy 27.09.16 - 12:27

    > ...denn scheinbar macht es keinen Unterschied, ob jemand "aufpasst" oder nicht.

    Diese Schlussfolgerung kann nicht stimmen, denn über Fälle in denen der Aufpasser erfolgreich eingreift wird ja wohl kaum in den Medien berichtet werden.

  3. Re: Der unnötige Aufpasser

    Autor: AllDayPiano 27.09.16 - 13:59

    Beazy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > ...denn scheinbar macht es keinen Unterschied, ob jemand "aufpasst" oder
    > nicht.
    >
    > Diese Schlussfolgerung kann nicht stimmen, denn über Fälle in denen der
    > Aufpasser erfolgreich eingreift wird ja wohl kaum in den Medien berichtet
    > werden.

    Das ist ja auch uninteressant. Einem Piloten wird auch nicht gratuliert, weil er 99,99% seines Berufsleben keinen Absturz verursacht.

  4. Re: Der unnötige Aufpasser

    Autor: Trollversteher 27.09.16 - 15:18

    >Und daher könnte man den Menschen auch ganz weglassen, denn scheinbar macht es keinen Unterschied, ob jemand "aufpasst" oder nicht.

    Dem steht aber entgegen, dass bei sämtlichen "autonomen" Systemen derzeit noch regelmässig stark eingegriffen werden muss, um Unfälle in solchen Situationen zu vermeiden. Darüber wird Statistik geführt (siehe zB hier). Ohne diese tausende Eingriffe hätte es wohl einige tausend Unfälle mit autonomen Fahrzeugen mehr gegeben, also selbst mit seiner kurzen Aufmerksamkeitsspanne scheint der Mensch in vielen Situationen noch besser als die KI zu sein, daher ist die Aussage (mal abgesehen davon, dass Du sie nur auf Basis eines Einzelfalls machst) "es macht keinen Unterschied" definitiv falsch.

  5. Re: Der unnötige Aufpasser

    Autor: AllDayPiano 27.09.16 - 15:42

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Und daher könnte man den Menschen auch ganz weglassen, denn scheinbar
    > macht es keinen Unterschied, ob jemand "aufpasst" oder nicht.
    >
    > Dem steht aber entgegen, dass bei sämtlichen "autonomen" Systemen derzeit
    > noch regelmässig stark eingegriffen werden muss, um Unfälle in solchen
    > Situationen zu vermeiden. Darüber wird Statistik geführt (siehe zB hier).
    > Ohne diese tausende Eingriffe hätte es wohl einige tausend Unfälle mit
    > autonomen Fahrzeugen mehr gegeben, also selbst mit seiner kurzen
    > Aufmerksamkeitsspanne scheint der Mensch in vielen Situationen noch besser
    > als die KI zu sein, daher ist die Aussage (mal abgesehen davon, dass Du sie
    > nur auf Basis eines Einzelfalls machst) "es macht keinen Unterschied"
    > definitiv falsch.

    Wenn man allerdings von vielen tausend Unfällen ohne Eingriff redet, dann sollte man das Wort "autonom" ohnehin komplett aus dem Vokabular solcher Systeme streichen.

  6. Re: Der unnötige Aufpasser

    Autor: Trollversteher 27.09.16 - 15:56

    >Wenn man allerdings von vielen tausend Unfällen ohne Eingriff redet, dann sollte man das Wort "autonom" ohnehin komplett aus dem Vokabular solcher Systeme streichen.

    Da hast Du natürlich vollkommen Recht. Egal wie großspurig sie auch benannt werden, es bleiben immer noch Assistenzsysteme oder bestenfalls "teilautonome" Systeme.

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