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Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

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  1. Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: Inova 15.04.16 - 20:30

    Tesla ist in meinem Augen nur so präsent, weil die Person Elon Musk für viele Menschen der Held unserer Zeit ist. Unterm Strich gehen seine Unternehmungen die Probleme zügig und pragmatisch an, aber ob das Ergebnis auch entsprechen gut ist, wage ich zu bezweifeln. Gerade die Tesla-Fahrzeuge sind in meinen Augen viel zu gehypt.

    Ich hatte kurze Zeit das Vergnügen mit einem S P85D, und mich hat die Verarbeitung enttäuscht. Das (Glas-)Display ist ganz hübsch, aber die Kunststoffteile für einen Neuwagen akustisch fürchterlich. Wenn solch ein Auto 100.000 km gelaufen hat, wird es wohl recht ungemütlich im inneren. Die deutschen Automobilbauer mit ihren Dienstleistern haben einfach wesentlich mehr Erfahrung, gerade die Innenraumakustik ist eine enorme Herausforderung. Da müsste Tesla noch weiter zulegen. Stick Slip, noise vibration harshness, FEM Analysen, alles nicht so einfach.

    Außerdem finde ich die Lösung mit Asynchronmotoren nicht ganz gelungen. Die marketingtechnischen Maximalleistungen sind beeindruckend, in der Praxis jedoch nur sehr kurz abrufbar. Das solch ein 500kW "Monster" statte 69 kW im Fahrzeugschein stehen hat, wird so nicht genannt. Weitere Vorteile sehe ich im Einsatz von Asynchronmotoren nicht, außer das diese recht einfach sind. Wo ist die Innovation? BMW bzw Brusa ist bereit einen Schritt weiter mit dem Einsatz von Reluktanzmotoren.

    Das Gleich bei den Akkuzellen. Quick'n dirty! Standard Rundzellen waren am Anfang sicherlich eine gute Wahl, und thermisch nicht das schlechteste. Aber ein neu entwickeltes Auto mit dieser Energiedichte? Innovation in meinen Augen nicht vorhanden.

    Letztlich ist ein Auto welches nur mit Internetanbindung funktioniert, für mich keine Alternative. Auch im Jahr 2016 ist ein Auto für mich ein Stück weit Freiheit. Mein Auto soll nicht mit meiner Person in Verbindung gebracht werden, keine Daten sammeln, und in jedem Land zu jeder Zeit funktionieren. Aber ich bin da eventuell auch was altbacken, ich fahre ein Auto auch noch lieber selber, ohne "drive by wire".

  2. Re: Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: NobodZ 15.04.16 - 21:16

    Inova schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tesla ist in meinem Augen nur so präsent, weil die Person Elon Musk für
    > viele Menschen der Held unserer Zeit ist. Unterm Strich gehen seine
    > Unternehmungen die Probleme zügig und pragmatisch an, aber ob das Ergebnis
    > auch entsprechen gut ist, wage ich zu bezweifeln. Gerade die
    > Tesla-Fahrzeuge sind in meinen Augen viel zu gehypt.
    >
    > Ich hatte kurze Zeit das Vergnügen mit einem S P85D, und mich hat die
    > Verarbeitung enttäuscht. Das (Glas-)Display ist ganz hübsch, aber die
    > Kunststoffteile für einen Neuwagen akustisch fürchterlich. Wenn solch ein
    > Auto 100.000 km gelaufen hat, wird es wohl recht ungemütlich im inneren.
    > Die deutschen Automobilbauer mit ihren Dienstleistern haben einfach
    > wesentlich mehr Erfahrung, gerade die Innenraumakustik ist eine enorme
    > Herausforderung. Da müsste Tesla noch weiter zulegen. Stick Slip, noise
    > vibration harshness, FEM Analysen, alles nicht so einfach.
    >
    > Außerdem finde ich die Lösung mit Asynchronmotoren nicht ganz gelungen. Die
    > marketingtechnischen Maximalleistungen sind beeindruckend, in der Praxis
    > jedoch nur sehr kurz abrufbar. Das solch ein 500kW "Monster" statte 69 kW
    > im Fahrzeugschein stehen hat, wird so nicht genannt. Weitere Vorteile sehe
    > ich im Einsatz von Asynchronmotoren nicht, außer das diese recht einfach
    > sind. Wo ist die Innovation? BMW bzw Brusa ist bereit einen Schritt weiter
    > mit dem Einsatz von Reluktanzmotoren.
    >
    > Das Gleich bei den Akkuzellen. Quick'n dirty! Standard Rundzellen waren am
    > Anfang sicherlich eine gute Wahl, und thermisch nicht das schlechteste.
    > Aber ein neu entwickeltes Auto mit dieser Energiedichte? Innovation in
    > meinen Augen nicht vorhanden.
    >
    > Letztlich ist ein Auto welches nur mit Internetanbindung funktioniert, für
    > mich keine Alternative. Auch im Jahr 2016 ist ein Auto für mich ein Stück
    > weit Freiheit. Mein Auto soll nicht mit meiner Person in Verbindung
    > gebracht werden, keine Daten sammeln, und in jedem Land zu jeder Zeit
    > funktionieren. Aber ich bin da eventuell auch was altbacken, ich fahre ein
    > Auto auch noch lieber selber, ohne "drive by wire".

    Was ein langes Geschwafel.

    Mit immer den Gleichen " Argumenten".

    Der VW Vorstand würde es nicht anders machen...

  3. Re: Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: Der Supporter 15.04.16 - 22:21

    Du bist nicht besonders gut informiert.

    1. Die Akkus von Telsa haben die zur Zeit höchste Energiedichte. Und es sind keine Standardrundzellen, Standard ist nur die Grösse der Zellen.

    2. Der Asyncronmotor des Tesla benötigt keine seltenen Erden und die Akkus übrigens auch nicht.

    3. Die Verarbeitung und Geräuschdämmung ist im Laufe der Zeit deutlich besser geworden. Das Model X ist da schon deutlich besser.

    Ja, du bist etwas altbacken. Aber keine Angst, dass darfst du ja auch sein und weiter die Luft verpesten.

    Hier kann man nachlesen, wie dreckig Diesel in Wirklichkeit sind:

    http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/23231/PKW_Euro6_Abschlussbericht_23-03-2015.pdf?command=downloadContent&filename=PKW_Euro6_Abschlussbericht_23-03-2015.pdf

  4. Re: Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: oxybenzol 15.04.16 - 22:27

    Inova schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte kurze Zeit das Vergnügen mit einem S P85D, und mich hat die
    > Verarbeitung enttäuscht. Das (Glas-)Display ist ganz hübsch, aber die
    > Kunststoffteile für einen Neuwagen akustisch fürchterlich. Wenn solch ein
    > Auto 100.000 km gelaufen hat, wird es wohl recht ungemütlich im inneren.
    > Die deutschen Automobilbauer mit ihren Dienstleistern haben einfach
    > wesentlich mehr Erfahrung, gerade die Innenraumakustik ist eine enorme
    > Herausforderung. Da müsste Tesla noch weiter zulegen. Stick Slip, noise
    > vibration harshness, FEM Analysen, alles nicht so einfach.

    Zum Thema Akkustik hätte ich da folgenden Artikel:
    http://www.welt.de/motor/article135581103/Tesla-wollte-nur-das-Beste.html

    Kurz zusammengefasst. Das Soundsystem stammt von der Firma Sinn aus Deutschland. Tesla machte keine Vorgaben, was Anzahl, Platz und Größe der Lautsprecher betraf. Abgenommen wurde das System vom Musikproduzenten Rick Rubin. Habe den Namen vorher selbst noch nicht gehört, aber in seiner Diskographie finden sich viele bekannte Interpreten. System of a Down, Adele, Mick Jagger, AC/DC, Eminem, um nur einige zu nennen.

    > Außerdem finde ich die Lösung mit Asynchronmotoren nicht ganz gelungen. Die
    > marketingtechnischen Maximalleistungen sind beeindruckend, in der Praxis
    > jedoch nur sehr kurz abrufbar. Das solch ein 500kW "Monster" statte 69 kW
    > im Fahrzeugschein stehen hat, wird so nicht genannt. Weitere Vorteile sehe
    > ich im Einsatz von Asynchronmotoren nicht, außer das diese recht einfach
    > sind. Wo ist die Innovation? BMW bzw Brusa ist bereit einen Schritt weiter
    > mit dem Einsatz von Reluktanzmotoren.
    >
    > Das Gleich bei den Akkuzellen. Quick'n dirty! Standard Rundzellen waren am
    > Anfang sicherlich eine gute Wahl, und thermisch nicht das schlechteste.
    > Aber ein neu entwickeltes Auto mit dieser Energiedichte? Innovation in
    > meinen Augen nicht vorhanden.

    Was sie sagen mag alles richtig sein, sie übersehen aber ein kleines Problem. Im Kapitalismus ist das Ziel Geld verdienen. Im E-Auto sind aber wesentlich weniger Verschleißteile vorhanden. Dazu kommt, dass all die Erfindungen im Bereich Verbrennungsmotor, Getriebe oder Einspritzanlage nichts mehr Wert wären. Da kein Verbrennerhersteller offensichtlich Lust das alles aufzugeben, konnte nur ein Startup den Pionier spielen. Alternativ hätte das auch die Politik machen können. In Kalifornien wurde das entsprechende Gesetz aber 3 Jahre später wieder gekippt. Die 1500 EV-1 von GM sind in der Schrottpresse gelandet und das Patent des verbauten Akkus wurde an den Ölkonzern Texaco verkauft.

    Was den Motor betrifft, hab ich zwar nicht wirklich Ahnung, aber ich gehe davon aus dass der Akku das limitierende Element ist. Ich gehe mal davon aus, das in den Fahrzeugpapieren eine Leistung angegeben werden muss, die immer erreichbar ist so lange Energie vorhanden ist. Da ein Akku aber bei niedrigem Ladestand nicht mehr die volle Leistung abgeben kann, kommt es zu dieser niedrigen Zahl. Beim Verbrenner dagegen ist es egal ob im Tank 500 ml oder 50 l vorhanden sind.

    Noch was zum Motor. Die elektrische B-Klasse wurde bis Anfang oder Mitte 2015 mit dem Antriebstrang vom Model S ausgeliefert, also kann dieser auch nicht so schlecht sein. Das bedeutet dann auch, dass die B-Klasse 400 PS hat und nicht nur 178, vorausgesetzt der Akku kann genug Energie liefern.

    Hier noch ein Video vom Teslaantriebsstrang:
    http://ecomento.tv/2015/07/17/wie-ein-tesla-elektromotor-funktioniert-video/

  5. Re: Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: Inova 15.04.16 - 23:03

    Die Rundzelle als solche hat eine hohe Energiedichte, das stimmt. Wenn ich aber mehrere (tausende) Rundzellen in ein quderförmiges Gehäuse stecke, schaffe ich keine ideale Ausnutzung des Volumens. Sonst würde BMW wohl auch damit fahren.

    Der Reluktanzmotor kommt auch ohne Neodym aus, hat dabei aber einen höheren Wirkungsgrad als klassische Asynchronmotoren!

    Die Umweltbilanz eines Elektroautos fällt zudem nicht gerade positiv aus (CO2). Feinstaub ist ein Argument, wobei Dieselmotoren im Vergleich zu direkteinspritzenden Benzinen gesundheitlich nicht so gefährlich sind. Glaubt man Studien von Auftraggebern, die der Automobilindustrie recht nahe stehen, dann wird der meiste Feinstaub nicht durch die Motoren erzeugt. Der DPF reinigt sich sowieso nicht im Stadtverkehr.

    btw. ein Professor hat mir mal eine Studie gezeigt, welche zeigt, dass die Palmölproduktion, und die damit verbundene Brandrodung, mehr CO2 emittieren als der weltweite Autoverkehr. Eine Quelle habe allerdings ich nicht. Der Wahrheitsgehalt würde mich aber interessieren.

    Ist es für deinen Wohlstand nicht auch für dich von Interesse, dass die deutsche Automobilindustrie stark bleibt? Wenn 20 % des BIP den Bach runter gehen, wird es nicht angenehmer hier.



    @ oxybenzol es ging mir ehr um Geräusche aufgrund von in Schwingung geratender Bauteile.

    und das Daimler die Tesla Motoren genommen hat, ist wohl kein Argument für die Qualität oder Ingenieurskunst. Daimler hatte Anteile an Tesla, inzwischen wurden alle Kooperationen aufgegeben (glaube ich jedenfalls). Wobei Qualität und Dieter Zetsche sowieso so eine Sache ist...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.04.16 23:18 durch Inova.

  6. Re: Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: Anonymer Nutzer 15.04.16 - 23:33

    > Die Umweltbilanz eines Elektroautos fällt zudem nicht gerade positiv aus (CO2).

    zumindest besser als beim Verbrenner, berücksichtigt man die komplette Erdöl-Kette. Das wird nämlich gerne verschwiegen. Man nimmt für die CO2-Billanz gerne Kohlekraftwerke her - die in Zukunft sicher abnehmen werden - vergisst aber allzu gerne, dass Benzin erstmal aus Öl gewonnen werden muss. Vorher muss es aus der Erde gebuddelt und tausende Kilometer durchs Land/Meer transportiert werden. Berücksichtigt man all das, kann man das CO2-Gegenargument in Bezug auf E-Autos schnell wieder einpacken.

  7. Re: Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: oxybenzol 16.04.16 - 10:08

    Inova schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Rundzelle als solche hat eine hohe Energiedichte, das stimmt. Wenn ich
    > aber mehrere (tausende) Rundzellen in ein quderförmiges Gehäuse stecke,
    > schaffe ich keine ideale Ausnutzung des Volumens. Sonst würde BMW wohl auch
    > damit fahren.

    Ein kleines Volumen ist nur dann sinnvoll, wenn auch der Preis entsprechend klein ist. Die Akkus sind klein genug, so dass ein kleineres Volumen nur bei von Vorteil Ist. Dort ist aber zur Zeit der Preis das limitierende Element, so dass der Vorteil des kleineren Volumens nicht zum Tragen kommen kann. Telsa hat sich für 18650, da die entsprechenden Produktionstraßen und -methoden schon vorhanden waren. Man hat nur eine etwas andere Zellchemie genommen. Einem Roboter ist es nun mal egal aus welchem Materiel die Komponenten des Akkus sind, so lange diese die gleiche Große haben.

    > Der Reluktanzmotor kommt auch ohne Neodym aus, hat dabei aber einen höheren
    > Wirkungsgrad als klassische Asynchronmotoren!

    Der Motor vom Telsa ist fremderregt, also kein Neodym. Zum Reluktanzmotor hab ich mal noch ne Frage. Hat die etwas andere Kraftübertragung Einfluss auf Drehmomentverlauf, max. Drehmoment oder max. Drehzahl?

    > Die Umweltbilanz eines Elektroautos fällt zudem nicht gerade positiv aus
    > (CO2). Feinstaub ist ein Argument, wobei Dieselmotoren im Vergleich zu
    > direkteinspritzenden Benzinen gesundheitlich nicht so gefährlich sind.
    > Glaubt man Studien von Auftraggebern, die der Automobilindustrie recht nahe
    > stehen, dann wird der meiste Feinstaub nicht durch die Motoren erzeugt. Der
    > DPF reinigt sich sowieso nicht im Stadtverkehr.
    >
    > btw. ein Professor hat mir mal eine Studie gezeigt, welche zeigt, dass die
    > Palmölproduktion, und die damit verbundene Brandrodung, mehr CO2 emittieren
    > als der weltweite Autoverkehr. Eine Quelle habe allerdings ich nicht. Der
    > Wahrheitsgehalt würde mich aber interessieren.
    >

    CO2 ist nur ein Scheinargument. Der Mensch, speziell in Deutschland ist nun mal konservativ. Um sich abzugrenzen, macht man das E-Auto mit allem schlecht was zur Verfügung steht. Das ist nicht ehrlich sondern nur heuchlerisch. Der CO2-Ausstoß hängt nun mal vom Wohlstandslevel ab. Nur gibt der Mensch ein einmal ereichtes Level freiwillig nicht wieder ab.

    > Ist es für deinen Wohlstand nicht auch für dich von Interesse, dass die
    > deutsche Automobilindustrie stark bleibt? Wenn 20 % des BIP den Bach runter
    > gehen, wird es nicht angenehmer hier.
    >

    Was sie an der Stelle geschrieben haben, ist das wirkich entscheidende Argument. Die deutsche Autoindustrie verkauft nun mal wesentlich mehr Autos ins Ausland als nach Deutschland. Es spielt also keine Rolle, ob für den einzelnen oder die meisten Deutschen das E-Auto keine Alternative ist. Die wichtigsten Märkte sind China und USA. In beiden Ländern wird das E-Auto gefördert. China hat zudem mit Luftverschmutzung ein Problem, so dass man in großen Ballungsgebieten die Zulassung für ein E-Auto sofort bekommt, für die eines Verbrenners aber 1 oder 2 Jahre warten muss.

  8. Re: Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: acl 16.04.16 - 16:14

    Reluktanzmotoren sind momentan recht trendy, neben den synchron Motoren mit Dauermagneten, sind die recht effizient (aber eben schlechter als die synchron Motoren). Allerdings erkauft man sich die Effizienz der Reluktanzmotoren mit einen schlechteren Wirkungsgrad der Leistungselektronik und einen unsanften Drehmoment-Verlauf über eine Umdrehung. Dafür sind die Reluktanzmotoren sehr robust, günstig in der Herstellung und bauen kleiner als vergleichbare Asynchronmotoren.

    Der Punkt mit den unsanften Drehmomentverlauf macht den Motor aber irgendwie uninteressant für die Anwendung im Pkw Bereich. Wobei man da auch mit intelligenten Regelungsfunktionen entgegen wirken kann.

    Tendenziell finde ich die Wahl einer Asynchronmaschine jetzt nicht so verkehrt. Man darf nicht nur die Einzelkomponente betrachten sondern muss bei der Wahl der Antriebsmachine immer das Gesamtsystem im Hinterkopf haben.

  9. Re: Datenschutz, Asynchronmotoren, Lithium-Rundzellen, Verarbeitung, nein danke!

    Autor: plaGGy 18.04.16 - 08:15

    Lange Rede, wenig Sinn:

    Bin am Wochenende den eGolf gefahren und bin begeistert, die Kiste wurde nur als Probeauto getreten und hat schon einige Kilometer runter, nur Stadtverkehr und viele wechselnde Fahrer. Dennoch ist die Verarbeitung immer noch absolut top, im Innenraum knarzt nichts und poltert nichts.

    Das Ansprechverhalten für einen 115 PS Golf ist schon ziemlich gut, wir haben an der Ampel öfters mal gesprintet.

    Was mich noch mehr überzeugte, war die geniale Rekuperation, die im Auto war: Mit dem Schalthebel konnte man quasi per TipTronic die ElektroBremse einschalten und über 3 oder 4 Stufen regeln, obwohl wir eine Strecke von rund 15 Kilometern gefahren sind, und das nicht gerade gesittet (wir haben den öfters mal getreten), Heizung anhatten und es draußen nur 13° waren, hatten wir am Ende einen "Verbrauch" nur 12 Kilometern zurück am Startpunkt.
    Es wurde auch quasi von VW direkt bestätigt, dass der einzige Grund warum die E-Autos nicht beworden warden die fehlenden Wartungskosten sind.

    Dabei gibt z.B. VW auch 8 Jahre Garantie auf die Batterie und stellt jedem E-Auto-Besitzer im Jahr an 30 Tagen einen Leih-Diesel für Langstrecke zur Verfügung und diese hochgelobte App von Tesla (Klimatisierung, Autolokalisierung, Ladezustand) gibts auch für den E-Golf schon.

    Es ist mitnichten so, dass Tesla meilenweit voraus ist, sind einfach nur diejenigen, die sich als StartUp leisten können, auch in den nächsten 10 Jahren noch Verluste zu machen. Ich bin aber ziemlich fest devon überzeugt, dass auch die deutschen Hersteller keine allzu großen Probleme haben vernünftige E-Autos zusammenzuschrauben.

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