Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie…

Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: leMatin 11.10.18 - 14:26

    Bei uns um die Ecke steht ein Car-Sharing Auto unserer Stadtwerke. Es ist ein BMW i3, über dessen Design man sicher streiten kann. Bisher hat mir jedoch kein anderes getestetes Elektroauto _dieses_ Fahrgefühl vermitteln können. Ich würde mir den wirklich gerne kaufen, allerdings passiert in Punkto Reichweite einfach nichts. Es gab letztes Jahr ein kleineres Update (hauptsächlich Ausstattungs-Schnickschnack), aber wenn man dann den Artikel gelesen hat, findet man die 220km Reichweite im Vergleich zum Tesla (ähnliche Neuwagen-Preisklasse) doch etwas mager. Klar, es gibt die Variante mit Range-Extender, aber in meinen Augen untergräbt das das Konzept, wenn ich die ganze Zeit auch noch einen Motor mitschleppen muss.
    Egal welchen deutschen Hersteller man anguckt: Was sollen diese Vergleichsweise mickrigen Reichweiten? Warum bekommt das Tesla gebacken, und hierzulande krebst man mit 200 km rum, die sich mal kurzerhand bei laufender Klima/Heizung um ein Drittel reduzieren? Selbst die Post baut ihre eigenen Transporter, weil es die Dinos nicht gebacken bekommen.

  2. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: Niaxa 11.10.18 - 14:34

    Auch Teslas Reichweitenangst ist Schall und Rauch. Autos mit entsprechender Reichweite wirst du bekommen, wenn der Markt für alle in 5-10 Jahren Mal wichtig wird und nicht nur ne Nische ist. Nachfrage regelt den Markt und die ist bei E eben kein Anreiz da mehr als nötig reinzubuttern. Tesla hat nur das und muss natürlich dann auch alles darauf setzen. Der Rest reitet auf einer Cashcow noch locker 10-20 Jahre weiter, weil es einfach das lukrativere Geschäft ist.

  3. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: stiGGG 11.10.18 - 14:34

    Für den i3 kommt jetzt (oder evtl. gibt es das schon, ka) noch mal ein Batterieupdate, aber das ist auch lange von dem entfernt was Tesla schon bietet. Das Problem ist halt, dass die deutschen Hersteller (bzw alle außer Tesla) verschlafen haben, dass sie sich selbst um die Zellproduktion kümmern müssen. Jetzt müssen sie teuer bei den chinesischen Anbietern kaufen, die auf Grund der hohen Nachfrage entsprechend dran verdienen können. BMW um beim Beispiel zu bleiben muss aktuell fast das doppelte für eine Batterie bezahlen wie Tesla sie in der eigenen Herstellung kostet.

  4. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: nightmar17 11.10.18 - 14:45

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch Teslas Reichweitenangst ist Schall und Rauch. Autos mit entsprechender
    > Reichweite wirst du bekommen, wenn der Markt für alle in 5-10 Jahren Mal
    > wichtig wird und nicht nur ne Nische ist. Nachfrage regelt den Markt und
    > die ist bei E eben kein Anreiz da mehr als nötig reinzubuttern. Tesla hat
    > nur das und muss natürlich dann auch alles darauf setzen. Der Rest reitet
    > auf einer Cashcow noch locker 10-20 Jahre weiter, weil es einfach das
    > lukrativere Geschäft ist.

    Und sowas könnte einem Unternehmen das Genick brechen.
    In Deutschland kann man sicherlich viele Elektroautos verkaufen. Allein wie viele Eigenheimbesitzer es gibt, mit der Möglichkeit einer Ladestation.

    Es gibt doch bisher nur eine Handvoll Probleme auf dem E-Auto Markt.
    -Ladegeschwindigkeit für diejenigen die zuhause nicht aufladen können.
    -Ladestationen für die zuhause nicht aufladen können.
    -Kaufpreis deutlich höher als bei Verbrennern (Siehe Golf)
    -Verfügbarkeit der Autos. Tesla3 ist nicht auf dem deutschen Markt, Hyundai Ioniq ist erst nach 6-9 Monaten lieferbar.

    Die Reichweite ist doch für die meisten sowas von egal. Es sind immer die selben die sich darüber aufregen.
    Wenn du den Kunden sagen könntest, dass du 200km innerhalb von 10 Minuten aufladen könntest, dann würde sich auch keiner aufregen. Es gibt genug Studien, die eben zeigen, dass die meisten Pendler nur 50-100km am Tag fahren.
    Das wäre schon ein riesen Markt. Alle die über 150km am Tag/Woche fahren müssen, die kaufen sich solange einen Verbrenner, bis es E-Autos mit 500-600km Reichweite gibt.

  5. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: Niaxa 11.10.18 - 15:06

    Die Reichweite ist eben nicht egal. Für die meisten ist ein Auto luxus. Ich kenne fast keinen, der Lust hat, nach Ladeplan zu fahren. Komme ich von einer weiten Strecke zurück und will noch spontan wo hin fahren, dann habe ich keine Lust ewig zu warten oder auf diese Fahrt zu verzichten, weil ich dann mein Auto bis zur nächsten geplanten Fahrt nicht zu 100% voll bekomme. Die Ladezeit ist gerade für Unternehmen ein NoGo, da Zeit nun mal Geld bedeutet und Geschäftswagen in der Regel unterwegs sind und nicht rum stehen, sonst bräuchte man ja keine Verteilen. Niemand braucht sein Auto nur für die Fahrt zur Arbeit.

    Dazu kommt der Luxus, beim Verbrenner z.B. alle 1-2 Wochen nur an das Auto denken zu müssen. Da hier bei 50KM pendeln, der Sprit zwischen 10 und 16 Tage reicht. Bei meinem E muss ich 2 mal täglich dran denken wenn es dumm läuft. Das ist einfach Grüze. Das ist auch genau das was Teslafahrer die ich bisher zur Unterhaltung angestrengt hatte, mir auch bestätigt haben. Nicht nur die... klar aktuell ist es viel schlimmer bei BMW und co. Jedenfalls ist die gefahrene Strecke keine Entschuldigung für die lausige Reichweite aller heute verfügbaren Elektro Autos.

  6. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: Luke321 11.10.18 - 15:10

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > können. BMW um beim Beispiel zu bleiben muss aktuell fast das doppelte für
    > eine Batterie bezahlen wie Tesla sie in der eigenen Herstellung kostet.

    Halte ich für ein Gerücht. Das muss man sich schon ordentlich Schön-Rechnen um auf solche Zahlen zu kommen. Mit steigenden Stückzahlen wird eine eigene Zellfertigung sowieso illusorisch. Autohersteller betreiben heute schon fast nur noch Montagewerke und die Fertigungstiefe sinkt eher als, dass sie zunehmen würde.

  7. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: |=H 11.10.18 - 15:16

    Dein E hat nur eine Reichweite von 30 km? Sonst müsstest du ja nicht 2x täglich tanken wenn damit sowieso nur 50km am Tag gefahren werden.

  8. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: firstwastheblub 11.10.18 - 15:21

    Der Audi E-Tron kommt doch jetzt auf den Markt und hat eine Reichweite von 400-500 KM je wie man fährt.

    Auch soll nächstes Jahr der Mercedes EQC auf den Markt kommen.

    Volkswagen bietet auch schon seit Jahren den E-Golf an und BMW will nächstes Jahr auch ein Elektro-SUV rausbringen.

  9. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: nightmar17 11.10.18 - 15:27

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Reichweite ist eben nicht egal. Für die meisten ist ein Auto luxus. Ich
    > kenne fast keinen, der Lust hat, nach Ladeplan zu fahren. Komme ich von
    > einer weiten Strecke zurück und will noch spontan wo hin fahren, dann habe
    > ich keine Lust ewig zu warten oder auf diese Fahrt zu verzichten, weil ich
    > dann mein Auto bis zur nächsten geplanten Fahrt nicht zu 100% voll bekomme.
    > Die Ladezeit ist gerade für Unternehmen ein NoGo, da Zeit nun mal Geld
    > bedeutet und Geschäftswagen in der Regel unterwegs sind und nicht rum
    > stehen, sonst bräuchte man ja keine Verteilen. Niemand braucht sein Auto
    > nur für die Fahrt zur Arbeit.
    >
    > Dazu kommt der Luxus, beim Verbrenner z.B. alle 1-2 Wochen nur an das Auto
    > denken zu müssen. Da hier bei 50KM pendeln, der Sprit zwischen 10 und 16
    > Tage reicht. Bei meinem E muss ich 2 mal täglich dran denken wenn es dumm
    > läuft. Das ist einfach Grüze. Das ist auch genau das was Teslafahrer die
    > ich bisher zur Unterhaltung angestrengt hatte, mir auch bestätigt haben.
    > Nicht nur die... klar aktuell ist es viel schlimmer bei BMW und co.
    > Jedenfalls ist die gefahrene Strecke keine Entschuldigung für die lausige
    > Reichweite aller heute verfügbaren Elektro Autos.

    Vielleicht liest du nochmal das was ich geschrieben habe. Die Firmen können doch gerne weiterhin Diesel fahren, bis es eben Akkus mit hoher Reichweite gibt.

    Beim E-Auto musst du auch nur einmal die Woche dran denken. Stell dich mal an eine Tankstelle und beobachte für wie viel Geld die Leute Tanken.
    Ich habe ca. 10-20km am Tag die ich fahre. Volltanken tue ich nicht immer, meist so 20-30¤.
    Meine Freundin tankt NIE voll.
    Die Tankt maximal für 30¤ und das hält mindestens eine Woche, eher zwei. Bis vor kurzem hatte ich ein Auto, welches ich zu 99% nur für die Arbeit genutzt habe.
    Arbeitsweg waren insgesamt 70-80km am Tag (je nach Strecke die ich gefahren bin).
    Dafür hatte ich einen sparsamen Diesel, der nur für die Arbeit da war.
    Als zweitwagen habe ich eher etwas sportlicheres, der verbraucht aber auch 12-16 Liter Super auf 100km.
    Seit ich die Arbeitsstelle gewechselt habe, habe ich auch keinen Diesel mehr.
    Ich würde gern ein Elektroauto haben um kleinere unnötige Fahrten zu erledigen.
    Arbeit, Einkaufen, zu Freunden, im Winter.
    Im Sommer würde ich mir dann einen Mustang zulegen und damit aus Spaß durch die Gegend fahren.

  10. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: stiGGG 11.10.18 - 15:39

    Luke321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Halte ich für ein Gerücht. Das muss man sich schon ordentlich Schön-Rechnen
    > um auf solche Zahlen zu kommen.

    Quelle ist mehr oder weniger BMW selbst bzw ihr Manager Klaus Fröhlich:
    "In EVs with 90 to 100kWh battery packs, the cell cost alone will be $17,000 to $25,000"
    [www.news.com.au]

    Sagen wir die Zellen für ein 90kWh Pack kosten sie 17000$, das sind dann ca 189$ pro kWh. Tesla wird wohl noch dieses Jahr die 100$ Grenze unterbieten: [cleantechnica.com]

    > Autohersteller betreiben heute schon
    > fast nur noch Montagewerke und die Fertigungstiefe sinkt eher als, dass sie
    > zunehmen würde.

    Gibt auch Experten, die das langfristig für einen großen Fehler halten. Man kann zwar kurz- bis mittelfristig durch outsourcen von Forschung und Entwicklung die Gewinne erhöhen, ist aber auf lange Sicht austauschbar. Tesla erhöht die vertikale Integration ja immer mehr, andere Hersteller im Premiumsegment anderer Branchen machen das ebenfalls, bestes Beispiel Apple.

  11. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: KloinerBlaier 11.10.18 - 15:40

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niaxa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > In Deutschland kann man sicherlich viele Elektroautos verkaufen. Allein wie
    > viele Eigenheimbesitzer es gibt, mit der Möglichkeit einer Ladestation.

    Äh was? Viele Eigenheimbesitzer? Lebst du in einem anderen Deutschland als ich? Deutschland ist und bleibt ein Mietermarkt mit erschreckend niedrigen Eigentumsquoten (und ein in dem Zusammenhang noch erschreckender erscheinendem Rentenniveau).

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/155734/umfrage/wohneigentumsquoten-in-europa/

  12. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: Luke321 11.10.18 - 16:05

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sagen wir die Zellen für ein 90kWh Pack kosten sie 17000$, das sind dann ca
    > 189$ pro kWh. Tesla wird wohl noch dieses Jahr die 100$ Grenze unterbieten:
    > cleantechnica.com

    Nach der Logik dürfte man nichts outsourcen. Wenn man die Fabriken, Planung, Entwicklung und das von Panasonic eingebrachte Know How als gratis betrachtet ist klar, dass man für sich selber "billiger" produziert.

    > Gibt auch Experten, die das langfristig für einen großen Fehler halten. Man
    > kann zwar kurz- bis mittelfristig durch outsourcen von Forschung und
    > Entwicklung die Gewinne erhöhen, ist aber auf lange Sicht austauschbar.

    Das wird bereits langfristig gemacht und der Trend verstärkt sich weiter. Im Bezug auf die Akkuzellen widerspricht sich das ja aber ohnehin. Da hat Tesla mit F&E rein gar nichts am Hut. Die aktuellen Zellen basieren auf BASF Patenten und werden von Panasonic produziert. Austauschbar sind primär die Zulieferer, was bei Standardteilen wie Akkuzellen der große Vorteil der Sache ist.

    > Tesla erhöht die vertikale Integration ja immer mehr, andere Hersteller im
    > Premiumsegment anderer Branchen machen das ebenfalls, bestes Beispiel
    > Apple.

    Mit 100.000 Autos im Jahr kann man das auch machen, aber nicht mit Millionen. Die großen Mischkonzerne stoßen reihenweise Sparten ab oder gehen direkt den Bach runter. Das Konzept versagt wenn der Aufwand der Produktion den der Entwicklung übersteigt.
    Apple produziert seit jeher ausschließlich bei Auftragsfertigern in Asien, was einer der Kernaspekte ihres Erfolgs ist. Apple wechselt ständig die Lieferanten von Bildschirmen und Chips, je nachdem wer die beste Preis/Leistung bietet. Ein paar Alibiprojekte ändern daran nichts.

  13. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: SanderK 11.10.18 - 16:07

    leMatin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns um die Ecke steht ein Car-Sharing Auto unserer Stadtwerke. Es ist
    > ein BMW i3, über dessen Design man sicher streiten kann. Bisher hat mir
    > jedoch kein anderes getestetes Elektroauto _dieses_ Fahrgefühl vermitteln
    > können. Ich würde mir den wirklich gerne kaufen, allerdings passiert in
    > Punkto Reichweite einfach nichts. Es gab letztes Jahr ein kleineres Update
    > (hauptsächlich Ausstattungs-Schnickschnack), aber wenn man dann den Artikel
    > gelesen hat, findet man die 220km Reichweite im Vergleich zum Tesla
    > (ähnliche Neuwagen-Preisklasse) doch etwas mager. Klar, es gibt die
    > Variante mit Range-Extender, aber in meinen Augen untergräbt das das
    > Konzept, wenn ich die ganze Zeit auch noch einen Motor mitschleppen muss.
    > Egal welchen deutschen Hersteller man anguckt: Was sollen diese
    > Vergleichsweise mickrigen Reichweiten? Warum bekommt das Tesla gebacken,
    > und hierzulande krebst man mit 200 km rum, die sich mal kurzerhand bei
    > laufender Klima/Heizung um ein Drittel reduzieren? Selbst die Post baut
    > ihre eigenen Transporter, weil es die Dinos nicht gebacken bekommen.
    Zitat von August diesen Jahres:
    Der BMW i3 erhält neue 120-Ah-Hochvoltbatterien und kommt mit ihnen 30 Prozent weiter.
    Quelle: Autobild

  14. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: stiGGG 11.10.18 - 16:28

    Luke321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach der Logik dürfte man nichts outsourcen. Wenn man die Fabriken,
    > Planung, Entwicklung und das von Panasonic eingebrachte Know How als gratis
    > betrachtet ist klar, dass man für sich selber "billiger" produziert.

    Wenn man alles komplett outsourced, bezahlt man halt das KnowHow der Zulieferer PLUS Gewinnmarge mit.

    > Das wird bereits langfristig gemacht und der Trend verstärkt sich weiter.
    > Im Bezug auf die Akkuzellen widerspricht sich das ja aber ohnehin. Da hat
    > Tesla mit F&E rein gar nichts am Hut. Die aktuellen Zellen basieren auf
    > BASF Patenten und werden von Panasonic produziert.

    Das stimmt so nicht, niemand hat aktuell Zellen, die auf dem Level von Tesla sind (Stichwort: Kobalt-Anteil).

    > Austauschbar sind primär
    > die Zulieferer, was bei Standardteilen wie Akkuzellen der große Vorteil der
    > Sache ist.

    Nur wenn es einen großen Markt mit vielen Zulieferern gibt, welche hän­de­rin­gend nach Kunden suchen. Das ist bei den Zellen aktuell definitiv nicht der Fall und es nicht absehbar, dass das Thema Batterie in den nächsten Jahren zu Ende entwickelt ist. Wer hier technologisch führend ist, wird einen großen Marktvorteil haben und ich bezweifle dass man dies ohne Eigenleistung schaffen kann.

    > Mit 100.000 Autos im Jahr kann man das auch machen, aber nicht mit
    > Millionen.

    Doch gerade dann macht es Sinn. Umso mehr man am Ende davon absetzt umso kleiner wird F&E Anteil sein.

    > Die großen Mischkonzerne stoßen reihenweise Sparten ab oder
    > gehen direkt den Bach runter.

    Weil sie nicht innovativ sind, aber das liegt am schlechten Management und nicht am Prinzip der Sache.

    > Das Konzept versagt wenn der Aufwand der
    > Produktion den der Entwicklung übersteigt.

    Der Aufwand der Produktion wird in Zukunft wenn man dafür keine Menschen mehr braucht immer kleiner werden.

    > Apple produziert seit jeher ausschließlich bei Auftragsfertigern in Asien,
    > was einer der Kernaspekte ihres Erfolgs ist. Apple wechselt ständig die
    > Lieferanten von Bildschirmen und Chips, je nachdem wer die beste
    > Preis/Leistung bietet. Ein paar Alibiprojekte ändern daran nichts.

    Apple outsourced die Produktion, aber nicht F&E. Der Anteil der Komponenten, welche sie selbst entwickeln steigt Jahr für Jahr. Aktuellen Gerüchten nach werden zB Displays bald folgen.

  15. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: SanderK 11.10.18 - 16:32

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Luke321 schrieb:

    > > Tesla mit F&E rein gar nichts am Hut. Die aktuellen Zellen basieren auf
    > > BASF Patenten und werden von Panasonic produziert.
    >
    > Das stimmt so nicht, niemand hat aktuell Zellen, die auf dem Level von
    > Tesla sind (Stichwort: Kobalt-Anteil).
    Was es wie der Vorposter schon geschrieben hat, nicht zu Tesla Patenten (Ja ich weiß, allgemein mit ein paar Auflagen für jeden zu Nutzen) und eigenen Innovation macht, oder?

  16. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: nightmar17 11.10.18 - 16:36

    KloinerBlaier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nightmar17 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Niaxa schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > In Deutschland kann man sicherlich viele Elektroautos verkaufen. Allein
    > wie
    > > viele Eigenheimbesitzer es gibt, mit der Möglichkeit einer Ladestation.
    >
    > Äh was? Viele Eigenheimbesitzer? Lebst du in einem anderen Deutschland als
    > ich? Deutschland ist und bleibt ein Mietermarkt mit erschreckend niedrigen
    > Eigentumsquoten (und ein in dem Zusammenhang noch erschreckender
    > erscheinendem Rentenniveau).
    >
    > de.statista.com
    In meiner Nachbarschaft gibt es 100 Häuser und somit 100 mögliche Kunden.
    Wir wohnen eher ländlich und da haben viele ein Haus oder eben ein Wohnung mit einer Garage inklusive Steckdose.
    Diese Kunden kann man ja alle bedienen.

  17. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: Luke321 11.10.18 - 16:40

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man alles komplett outsourced, bezahlt man halt das KnowHow der
    > Zulieferer PLUS Gewinnmarge mit.

    Und die Gewinnmarge finanziert im Wesentlichen die zukünftigen Investitionen und das Risiko.
    Wer die nicht in die eigenen Kosten rechnet lügt sich selbst in die Tasche.

    > Das stimmt so nicht, niemand hat aktuell Zellen, die auf dem Level von
    > Tesla sind (Stichwort: Kobalt-Anteil).

    Doch. Panasonic. Und die bezahlen dabei für an BASF für die Patente dafür.

    > den nächsten Jahren zu Ende entwickelt ist. Wer hier technologisch führend
    > ist, wird einen großen Marktvorteil haben und ich bezweifle dass man dies
    > ohne Eigenleistung schaffen kann.

    Worum geht es jetzt, um die Batterien oder die einzelnen Zellen? Die Batterien entwickelt Tesla so wie die meisten anderen Hersteller selbst. Die Zellen bezieht Tesla wie jeder andere von einem Zulieferer, allerdings mit dem Unterschied, dass man sich fest an Panasonic gebunden hat und das Risiko und Investitionen mitträgt. Dafür aber eben billiger produziert.

    > Der Aufwand der Produktion wird in Zukunft wenn man dafür keine Menschen
    > mehr braucht immer kleiner werden.

    Wie das? Eher im Gegenteil. Das macht die Sache noch komplexer und es ist noch mehr Fachwissen erforderlich.
    Vllt. etwas schlecht formuliert. Ich meine damit das Know How das zur Produktion notwendig ist.

    > Apple outsourced die Produktion, aber nicht F&E. Der Anteil der
    > Komponenten, welche sie selbst entwickeln steigt Jahr für Jahr. Aktuellen
    > Gerüchten nach werden zB Displays bald folgen.

    Bei dir scheint F&E beim Bauplan fürs Produkt aufzuhören. Gerade in der Automobilindustrie ist aber eben die Produktion wesentlich. Die bahnbrechenden Revolutionen in der Autoindustrie waren keine Autotechnischen. Das waren die Fließbandproduktion von Ford, Lean Production von Toyota, die Schweißautomatisierung durch Roboter oder das Baukastensystem von VW.
    Tolle Autos entwickeln können alle. Entscheidend ist wie gut man die gebaut kriegt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.18 16:42 durch Luke321.

  18. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: HeroFeat 12.10.18 - 01:01

    LKW Fahrer in Deutschland müssen Pausen machen und diese auch nachweisen. Wenn man ehrlich ist würde eigentlich auch jeder zugeben das er sich nicht immer 100% auf die Autofahrt konzentrieren kann, da er einfach eine Pause bräuchte. Daher ist es sogar eine gute Entwicklung wenn man halt mal ein paar Minuten sein Auto am Schnellader lassen muss und zu Pausen gezwungen wird. Klar die es muss verhältnismäßig sein (Reichweite und notwendige Ladezeit) und bei einem in Zukunft ggf. vollkommenen automatisierten Level 5 System mögen die Pausen nervig sein, aber mit den aktuellen Menschlichen Fahrern ist es durchaus vernünftig denke ich.

  19. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: smarty79 12.10.18 - 09:50

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu kommt der Luxus, beim Verbrenner z.B. alle 1-2 Wochen nur an das Auto
    > denken zu müssen. Da hier bei 50KM pendeln, der Sprit zwischen 10 und 16
    > Tage reicht. Bei meinem E muss ich 2 mal täglich dran denken wenn es dumm
    > läuft. Das ist einfach Grüze. Das ist auch genau das was Teslafahrer die
    > ich bisher zur Unterhaltung angestrengt hatte, mir auch bestätigt haben.

    Bei einem E, der nicht laufend am Strom hängt, hast Du aber ein Problem, wenn Du das wöchentliche Laden vergisst. Das merke ich schon bei meinem Pedelec, das meine Pendelstrecke 3x schafft. Daher kommt es immer ans Kabel.

    Es kommt halt auf den Einsatzzweck an. Als Erstwagen in einer Familie sehe ich Bahn und Flieger nicht als Option, genauso wenig wie regelmäßiges rumstehen an Autobahntankstellen. Und nur für die paar Urlaubsfahrten wäre die Riesenbatterie eine totale Ressourcenverschwendung, sie muss ja erstmal hergestellt und bei 90% der Fahrten unnötig rumgeschleppt werden. Hier ist der Verbrenner baw schwer zu ersetzen.

    Als Zweitwagen jedoch oder bei Singles, die nicht viel unterwegs sind, halte ich eine jederzeit verfügbare Reichweite von 200km für durchaus ausreichend. Die 45kWh von i3, ID, Zoe etc. dürften da ein guter Kompromiss sein.

  20. Re: Wo bleiben endlich die Updates der deutschen Hersteller?

    Autor: thinksimple 13.10.18 - 15:49

    firstwastheblub schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Audi E-Tron kommt doch jetzt auf den Markt und hat eine Reichweite von
    > 400-500 KM je wie man fährt.
    >
    > Auch soll nächstes Jahr der Mercedes EQC auf den Markt kommen.
    >
    > Volkswagen bietet auch schon seit Jahren den E-Golf an und BMW will
    > nächstes Jahr auch ein Elektro-SUV rausbringen.

    Skoda nicht vergessen

    Wenn ein Mensch immer online ist spricht man dann von einer KI?

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Leonberg
  2. PSI Software AG Geschäftsbereich PSI Energie EE, Aschaffenburg
  3. MCQ TECH GmbH, Blumberg
  4. STABILA Messgeräte Gustav Ullrich GmbH, Annweiler am Trifels

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 05.10.)
  2. 15,49€
  3. 0,90€
  4. 53,99€ statt 69,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on: Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on
Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen

Google hat das Pixel 3 und das Pixel 3 XL vorgestellt. Bei beiden neuen Smartphones legt das Unternehmen besonders hohen Wert auf die Kamerafunktionen. Mit viel Software-Raffinessen sollen gute Bilder auch unter widrigen Umständen entstehen. Die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. BQ Aquaris X2 Pro im Hands on Ein gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Funktionen

Lichtverschmutzung: Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht
Lichtverschmutzung
Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht

LEDs für den Garten sind energiesparend und praktisch - für Menschen und manche Fledermäuse. Für viele Tiere haben sie jedoch fatale Auswirkungen. Aber mit einigen Änderungen lässt sich die Gartenbeleuchtung so gestalten, dass sich auch Tiere wohlfühlen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Play und Signe Neue farbige Philips-Hue-Leuchten für indirektes Licht
  2. Smart Home Weitere Hue-Leuchten fürs Badezimmer vorgestellt
  3. Badezimmerspiegel Philips Hue kommt ins Bad

  1. 100 MBit/s: Netcologne beginnt mit Vectoring im Nahbereich
    100 MBit/s
    Netcologne beginnt mit Vectoring im Nahbereich

    Nicht nur die Telekom hat beim Vectoring-Ausbau der Kabelverzweiger am Straßenrand den Zuschlag erhalten. Netcologne aus Köln beginnt nun auch und verlegt dabei 25 Kilometer Glasfaserleitungen, erklärt Geschäftsführer Timo von Lepel.

  2. 5G: Vodafone für gleiche Regeln bei Frequenzvergabe in der EU
    5G
    Vodafone für gleiche Regeln bei Frequenzvergabe in der EU

    Die Finnen haben es laut Hannes Ametsreiter bei der 5G-Auktion richtig gemacht, weil nur 77,6 Millionen Euro Erlös erzielt wurden. Der Vodafone-Deutschland-Chef tritt für einheitliche Vergaberegeln in der EU ein.

  3. Tele-Kompass: Ländliche Internetversorgung kaum verbessert
    Tele-Kompass
    Ländliche Internetversorgung kaum verbessert

    Laut einer neuen VATM-Studie hat der Vectoringausbau die Versorgung auf dem Lande kaum verbessert. Auch das neue Gigabit-Ziel der Bundesregierung konnte nicht erreicht werden.


  1. 19:33

  2. 18:44

  3. 17:30

  4. 17:05

  5. 15:18

  6. 15:02

  7. 14:43

  8. 13:25