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Finde ich richtig so, aber was repariert man da groß?

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  1. Re: Finde ich richtig so, aber was repariert man da groß?

    Autor: chefin 07.12.20 - 14:44

    jpk1337 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Elektroauto besteht ja aus wesentlich weniger Bauteil, vor allem sind
    > das kaum welche die man zerlegen oder mal eben mit Werkzeug flicken kann.
    > Im Prinzip sind das ja bloß überdimensionale Spielzeugautos.. Batterie,
    > Elektromotor, n Computer und n Tablet. Kein Schaltgetriebe, keine
    > Abgasanlage, kein Ölwechsel, keine Benzinpumpe, kein kompliziertes Gewirr
    > aus Schläuchen, Leitungen etc.

    Natürlich gibt es ein Getriebe. Auch dann wenn es nur aus einem Gang besteht. Den mit einem Motor 2 Räder auf einer Achse antreiben erfordert ein Differenzial, das sind mehrere Zahnräder in einem Block. Davor sitzt das Vorgelege, weil man Elektromotoren idealerweise mit relativ hohen Drehzahlen betreibt, zb 3000U/min. Würde ich 3000 direkt auf die Räder geben wären das 6km/minute oder 360kmh. Man untersetzt das daher auf ca 1:2 um einerseits die hohe Drehzahl nutzen zu können und andererseits bei Langsamfahrt zumindest noch halbwegs Drehzahl zu haben.

    Als weiteres braucht man Druckschläuche für die Bremshydraulik, mehrere Kühlersysteme um zum einen Wärmepumpe zu betreiben und den Innenraum zu erwärmen, zum anderen Kühlsysteme für Motor und Kühlsysteme für Akku. Diese haben völlig unterschiedliche Ansprüche, können also nicht zusammen agieren.

    Am Verbrenner braucht man nur für den Motor selbst garnicht so viel an Schläuche und Rohre. 50% davon dient dem Umfeld aussen rum im PKW selbst. Ölkreislauf ist zb komplett im Motor, den sieht man aussen garnicht. Ausser dem Ölfilter und einer Ablasschraube gibts da nix.

    Dafür ist eine große Menge an Leistungselektronik verbaut. zB muss man für die Beleuchtung auf niedrige Spannung runter setzen. Akku und Motor arbeiten mit 400V roundabout. Würde man überall diese 400V hinführen, müsste man viel mehr dicke Kabel legen und höheren Isolationsaufwand. Und es würde nicht ein Bauteil aus dem normalen KFZ passen, nicht mal ne popelige Sicherung würde man bekommen.

    Und wo beim Verbrenner daumendicke Rohre liegen, liegt beim Tesla daumendickes Kabel um die 1000A zu transportieren. Den bei 400V und 400KW Leistung fliesen eben 1000A aus dem Akku raus zur Motorelektronik, erst dort wird es auf 3 Phasen umgesetzt. 1000A Kabel kannst benutzen um Dinos zu erschlagen.

    Und überall an den Kabelverbindungen kann es zu Wacklern kommen. Elektroautos haben andere Service-Bedürfnisse, aber nicht weniger als beim Verbrenner.

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