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Für Reichweitenfetischisten wäre eventuell eine Idee

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  1. Für Reichweitenfetischisten wäre eventuell eine Idee

    Autor: amigo99 22.07.19 - 09:40

    ein Zusatzakkupack in form eines PWK-Anhängers der gemietet werden kann und einfach an vorgesehenen Tauschstationen gewechselt wird. Schätze da gingen locker 50kw rauf und Ladefläche sollte auch übrigbleiben...

  2. Re: Für Reichweitenfetischisten wäre eventuell eine Idee

    Autor: JackIsBlack 22.07.19 - 09:42

    Ein Anhänger mit zusätzlicher Leistung?

  3. Re: Für Reichweitenfetischisten wäre eventuell eine Idee

    Autor: Cavaron 22.07.19 - 09:57

    amigo99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ein Zusatzakkupack in form eines PWK-Anhängers der gemietet werden kann und
    > einfach an vorgesehenen Tauschstationen gewechselt wird. Schätze da gingen
    > locker 50kw rauf und Ladefläche sollte auch übrigbleiben...
    Die Idee gab es noch nie...
    https://www.torquenews.com/397/boosting-ev-range-ebuggy-mobile-battery-packs
    https://fortune.com/2016/02/23/nomadic-power-mobile-battery/
    https://www.carscoops.com/2016/03/ep-tenders-mini-trailer-is-portable/
    https://www.wired.com/2010/11/range-extending-trailer-charges-your-ev-carries-your-gear/
    https://newatlas.com/rinspeed-dockgo/21517/

  4. Re: Für Reichweitenfetischisten wäre eventuell eine Idee

    Autor: chefin 22.07.19 - 10:46

    amigo99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ein Zusatzakkupack in form eines PWK-Anhängers der gemietet werden kann und
    > einfach an vorgesehenen Tauschstationen gewechselt wird. Schätze da gingen
    > locker 50kw rauf und Ladefläche sollte auch übrigbleiben...

    Ladefläche mag über sein, aber keine Zuladung mehr, da die Gewichtsgrenze erreicht wird. Dazu kommt, das du dann eine LKW-Führerschein brauchst, da du die 3,5t Grenze sprengst. Und Sonntags Fahrverbot hast mit dieser Kombi.

    Des weiteren wirst du auf 100kmh begrenzt sein, kaum einen Parkplatz finden und genau dann wenn du eigentlich diesen Anhänger brauchst, bist du gleichzeitig auch Randvoll geladen. Im normalen Alltag braucht man das ja nicht, sondern in Urlaubsscenarien. Allerdings ist man dann einer von Vielen. Den peak abzufangen bedeutet sehr viele Anhänger, die dann im Norden geholt und im Süden leer abgestellt werden. Den wir fahren zu 80% in den Süden bei Urlaubsbeginn. Da sind ganz schnell die Anhänger weg und man muss wieder konventionell laden.

    Also reines Notfallkonzept für ganz wenige Regionen mag das eine Option sein. Die Frage ist dann allerdings, wer sind die Menschen die in eine stromlose Region fahren. Wenn es dort keinen Strom gibt, gibt es auch keine Menschen dort. Und wohl auch weder Wasser noch Lebensmittel. Und schon wird ein großes Transportfahrzeug benötigt, mit einer Familienkutsche kommt man da sowieso nicht hin.

  5. Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: demon driver 22.07.19 - 10:58

    ..., wenn ich mir bei einem Elektroauto nur in etwa die Reichweite meines 25 Jahre alten Benziners wünsche, dazu ein Ladesäulennetz nur in etwa so eng wie das Tankstellennetz und mit nur in etwa so langen Lade- wie Tankzeiten?

  6. Re: Für Reichweitenfetischisten wäre eventuell eine Idee

    Autor: ChMu 22.07.19 - 11:41

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > amigo99 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ein Zusatzakkupack in form eines PWK-Anhängers der gemietet werden kann
    > und
    > > einfach an vorgesehenen Tauschstationen gewechselt wird. Schätze da
    > gingen
    > > locker 50kw rauf und Ladefläche sollte auch übrigbleiben...
    >
    > Ladefläche mag über sein, aber keine Zuladung mehr, da die Gewichtsgrenze
    > erreicht wird. Dazu kommt, das du dann eine LKW-Führerschein brauchst, da
    > du die 3,5t Grenze sprengst. Und Sonntags Fahrverbot hast mit dieser
    > Kombi.

    Und Du meinst, das trifft auf das chinesische Fahrerteam zu? Deine 3,5t Grenze ist eine locale administrative Vorgabe, relativ unwichtig fuer den Rest der Welt, selbst ich darf in Deutschland bis zu 7,5t bewegen, fuer diese Fahrer absolut vergessenswert.
    >
    > Des weiteren wirst du auf 100kmh begrenzt sein, kaum einen Parkplatz finden
    > und genau dann wenn du eigentlich diesen Anhänger brauchst, bist du
    > gleichzeitig auch Randvoll geladen.

    Aha. Auf 100km/h bist Du eh begrenzt, du darfst und kannst gar nicht schneller, eher erheblich langsamer.

    > Im normalen Alltag braucht man das ja
    > nicht, sondern in Urlaubsscenarien.

    Es geht ja auch nicht um den normalen Alltag, sondern ein extreem Szenario. Unimog maessiges Szenario.

    > Allerdings ist man dann einer von
    > Vielen. Den peak abzufangen bedeutet sehr viele Anhänger, die dann im
    > Norden geholt und im Süden leer abgestellt werden. Den wir fahren zu 80% in
    > den Süden bei Urlaubsbeginn. Da sind ganz schnell die Anhänger weg und man
    > muss wieder konventionell laden.

    Ach, und zurueck faehrt niemand? Was glaubst Du, wie viele Autos electrisch, auch in Zukunft, vom hohen Norden in den Sueden fahren? Wie viele fahren jetzt, mit Verbrennern? Es werden immer weniger welche 2000 und 3000km Trips mit dem Auto, Gepaeck und Kindern machen, kann ich hier in Spanien schoen sehen, wo in den 80ern und 90ern jedes zweite Nummernschild aus Deutschland kam, ist das heute eine Seltenheit. Und die, welche man sieht, sind oft sogar electrisch! So viele, das Tesla die Supercharger hier massiv aufgeruestet hat und selbst unser Dorf Ladestationen aufgebaut hat.
    >
    > Also reines Notfallkonzept für ganz wenige Regionen mag das eine Option
    > sein.

    Genau darum geht es doch hier? Ich wuerde die Wueste Gobi durchaus zu so einer Region zaehlen.

    > Die Frage ist dann allerdings, wer sind die Menschen die in eine
    > stromlose Region fahren.

    Wer sagt etwas von Stromlos?

    > Wenn es dort keinen Strom gibt, gibt es auch keine
    > Menschen dort. Und wohl auch weder Wasser noch Lebensmittel. Und schon wird
    > ein großes Transportfahrzeug benötigt, mit einer Familienkutsche kommt man
    > da sowieso nicht hin.

    Erstaunlich dann, wie viele da eben doch hinkommen.

  7. Re: Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: Cavaron 22.07.19 - 13:42

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ..., wenn ich mir bei einem Elektroauto nur in etwa die Reichweite meines
    > 25 Jahre alten Benziners wünsche, dazu ein Ladesäulennetz nur in etwa so
    > eng wie das Tankstellennetz und mit nur in etwa so langen Lade- wie
    > Tankzeiten?
    Kommt darauf an, wie man Fetisch definiert. Mit der Definition nach Marx = Zuschreibung von Eigenschaften oder Kräften zu Sachen, die diese von Natur aus nicht besitzen. Da könnte was dran sein. Manche glauben ja, dass nur große Reichweite und schnelles Tanken mit den Freiheitsidealen zu vereinbaren sind, die man dem Autobesitz zuschreibt (fahren wohin man will, wann man will).

    Eigentlich ist an diesem Freiheitsideal wenig dran. Ich könnte jetzt z.B. nicht spontan nach China fahren - egal mit welchem Verkehrsmittel. Da würden mir sonst mein Chef und meine Familie auf's Dach steigen.

    Oder noch banaler: wenn ich mir die Freiheit geschaffen habe mal eine weite Strecke mit dem Verbrenner fahren zu können (Urlaub), dann bin ich trotzdem wieder an den Spritpreis gebunden. Ich muss irgendwann tanken, über Preis und Herkunft des Kraftstoffes habe ich wenig bis keine Kontrolle.

    Ich sage ja nicht, dass man beim Elektroauto keine Kompromisse machen müsste, aber beim Verbrenner ist es eben genau so. Man erkauft sich die Reichweite und das schnelle Tanken mit einigen Nachteilen. Und dann muss jeder entscheiden, mit welchen Nachteilen er besser leben kann.

    Wenn ich jeden morgen 350 km Reichweite zur Verfügung habe mit dem Aufwand 5 Sekunden einen Stecker zu stecken und mit einem Preis von 4 Euro auf 100 km, dann erscheint mir persönlich die Fahrt zur Tanke wie ein verhasster Frondienst, nicht wie Freiheit.

  8. Re: Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: JackIsBlack 22.07.19 - 14:51

    Wenn du jeden Morgen ein volles Auto hast, dann hast du Glück. Nicht jeder kann will oder wird sich extra einen Wohnsitz besorgen, damit ein Auto geladen werden kann.
    Ein Verbrenner kommt mit keinen Nachteilen. Der ist immer dann, wenn ich es will voll, innerhalb von ein paar Minuten.

  9. Re: Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: demon driver 22.07.19 - 15:50

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > ..., wenn ich mir bei einem Elektroauto nur in etwa die Reichweite meines
    > > 25 Jahre alten Benziners wünsche, dazu ein Ladesäulennetz nur in etwa so
    > > eng wie das Tankstellennetz und mit nur in etwa so langen Lade- wie
    > > Tankzeiten?

    > Kommt darauf an, wie man Fetisch definiert. Mit der Definition nach Marx =
    > Zuschreibung von Eigenschaften oder Kräften zu Sachen, die diese von Natur
    > aus nicht besitzen.

    :-)

    > Da könnte was dran sein. Manche glauben ja, dass nur
    > große Reichweite und schnelles Tanken mit den Freiheitsidealen zu
    > vereinbaren sind, die man dem Autobesitz zuschreibt (fahren wohin man will,
    > wann man will).

    Nein, mit "Freiheitsidealen" hat das bei mir wenig zu tun, wie vielleicht auch aus dem Zusatz in diesem Posting ersichtlich wird. Es muss nicht jeder immer überall hinfahren können, auch ich nicht.

    > Eigentlich ist an diesem Freiheitsideal wenig dran. Ich könnte jetzt z.B.
    > nicht spontan nach China fahren - egal mit welchem Verkehrsmittel. Da
    > würden mir sonst mein Chef und meine Familie auf's Dach steigen.
    >
    > Oder noch banaler: wenn ich mir die Freiheit geschaffen habe mal eine weite
    > Strecke mit dem Verbrenner fahren zu können (Urlaub), dann bin ich trotzdem
    > wieder an den Spritpreis gebunden. Ich muss irgendwann tanken, über Preis
    > und Herkunft des Kraftstoffes habe ich wenig bis keine Kontrolle.

    So ist es. Und nach Adorno gibt es ohnehin kein richtiges Leben im Falschen. Was aber auch wieder nicht heißt, dass es völlig sinnlos wäre, trotzdem zu versuchen, sich im Rahmen des Möglichen irgendwie vernünftig zu verhalten.

    > Ich sage ja nicht, dass man beim Elektroauto keine Kompromisse machen
    > müsste, aber beim Verbrenner ist es eben genau so. Man erkauft sich die
    > Reichweite und das schnelle Tanken mit einigen Nachteilen. Und dann muss
    > jeder entscheiden, mit welchen Nachteilen er besser leben kann.
    >
    > Wenn ich jeden morgen 350 km Reichweite zur Verfügung habe mit dem Aufwand
    > 5 Sekunden einen Stecker zu stecken und mit einem Preis von 4 Euro auf 100
    > km, dann erscheint mir persönlich die Fahrt zur Tanke wie ein verhasster
    > Frondienst, nicht wie Freiheit.

    Der Haken dabei ist, selbst wenn ich mir ein aktuelles Elektroauto leisten könnte und wollte (mein bisher teuerstes Auto kostete Ende der Achtzigerjahre keine 6000 DM), hätte ich zum einen zuhause womöglich nicht mal die Möglichkeit, ausreichende Ladeströme aus dem Stromnetz zu ziehen (ganz sicher nicht mehr, wenn in der Straße plötzlich noch drei, vier andere auf die Idee kommen), und zum anderen hätte ich nichts davon – ich brauche morgens überhaupt keine 350 km Reichweite, denn in den seltenen Fällen, in denen ich das Auto nehme, weil ich neben dem Besuch der fußläufig erreichbaren Arbeitsstätte noch andere Dinge erledigen will, dann würden dafür max. 15 km Reichweite genügen. Und bei den paar Kilometern, die da so zusammenkommen, müsste ich schon sehr, sehr lange Elektroauto fahren, damit sich da eine positive Wirkung ergibt... (Ich überlege allerdings gerade halbwegs ernsthaft, mir für den Zweck zusätzlich zum alten Benziner einen gebrauchten Twizy zu besorgen; für die meisten dieser Fahrten wäre der völlig ausreichend. Jedenfalls solange, wie es nicht zur Kollision mit was Größerem kommt...)

    Auf der anderen Seite fahre ich halt ein paarmal im Jahr etwas längere Strecken, auch spontan – und da fällt es mir schwer, mir ein teures, aufwändig mit massivem Ressourcenverbrauch und nicht unerheblicher Umweltbelastung hergestelltes Elektroauto schönzureden, nur damit ich bei diesen Fahrten am Ende außer vielleicht ein paar gesparten Euros im Verbrauch hauptsächlich Nachteile habe. So gern ich an sich eins fahren würde.

    Ich denke ja immer noch, dass der Akku-Elektroantrieb eine Sackgasse ist. Weder ein ausreichend feinmaschiges europäisches Ladesäulennetz, noch angemessene Ladezeiten, noch praxistaugliche Reichweiten sind da für mich in absehbarer Zukunft sichtbar. Bei der Brennstoffzelle dagegen ist im Grunde "nur" das Netz das Problem – und der Umstand, dass die Wasserstoffherstellung nicht umweltfreundlich stattfindet, obwohl sie es könnte...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.19 15:56 durch demon driver.

  10. Re: Für Reichweitenfetischisten wäre eventuell eine Idee

    Autor: berritorre 22.07.19 - 16:08

    Zum Sonntagtagsfahrverbot:
    "Sonn- und Feiertagsfahrverbot. In der Bundesrepublik Deutschland gilt seit dem 1. Mai 1956 an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr ein Fahrverbot für Lastkraftwagen (LKW) über 7,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse sowie für alle Lkw ungeachtet ihrer zulässigen Gesamtmasse, die einen Anhänger mit sich führen."

    Ein SUV fällt sicher nicht unter dieses Fahrverbot, ob mit oder ohne Anhänger.

  11. Re: Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: berritorre 22.07.19 - 16:13

    Ohhhh, da täuscht du dich. Was habe ich oft bei Fahrten mit meinem VW-Bus (Diesel) nach Frankreich gezittert, ob ich auf der Strecke (Landstrasse) auch noch nachts eine offene Tankstelle finde. Denn man konnte zwar häufig auch mit Karte zahlen, aber nur mit der französischen Card Bleu und die hatte ich nicht. Da hatte ich also auch schon "Reichweitenangst" mit meinem Diesel. Ich musste also auch schon damals grob planen, wo denn auch nach 18h noch Tankstellen zu finden sind, damit ich quasi durchfahren konnte. Oft musste ich dann halt mal nachts stehen bleiben um dann am nächsten Morgen die Tankstelle anzufahren.

  12. Re: Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: berritorre 22.07.19 - 16:21

    Dein Fall ist aber auch nicht sonderlich representativ. Genaus wie meiner. Auf die Arbeit gehe ich zu Fuss (5-10min) und dazwischen, mit kleinen Umweg habe ich 2 Supermärkte (und einen dritten ohne jeglichen Umweg, aber der ist nicht so mein Ding).

    Trotzdem habe ich ein Auto in der Garage stehen. Und stehen ist das richtige Wort. Unter der Woche nutze ich dieses Auto eventuell 1-2x, wenn ich vielleicht mal was besonderes kaufen will/muss, das ich in den beiden (mittelgrossen) Supermärkten nicht bekomme. Kommt aber eher selten vor. Das Auto ist vornehmlich für's Wochenende, um mal aus der 20 Millioen-Stadt raus zu kommen. Und da will ich Reichweite. Leider gehen hier Ladestationen gegen null.

    Eigentlich käme ich vermutlich billiger weg, wenn ich kein Auto hätte und alles mit Taxi/Uber mache und hin und wieder mal ein Auto miete. Aber da kommt die Psychologie ins Spiel, das gebe ich ganz offen zu. In meinen Kopf ist ein Auto immer noch ein Stück "Freiheit". Man muss dazu sagen, dass ich als Student einen VW-Campingbus hatte und den aufzugeben hat auch sehr viel Überwindung gekostet. Vor allem der Freiheit wegen. Freitag abend mit den Kumpels auf die Idee gekommen in die Alpen zum Snowboarden zu fahren? Kein Problem, Jungs. Ich hole euch um 4h morgens ab und es geht los... Danach wird es schwer, auf diese Freiheit zu verzichten. Ich habe es damals geliebt.

  13. Re: Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: Cavaron 22.07.19 - 20:49

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Haken dabei ist ... hätte ich zum einen zuhause womöglich nicht
    > mal die Möglichkeit, ausreichende Ladeströme aus dem Stromnetz zu ziehen
    An einer Schuko-Steckdose ziehst du 15 km pro Stunde, mit sparsamen E-Autos sogar etwas mehr.

    > (Ich überlege allerdings gerade halbwegs ernsthaft, mir für den Zweck zusätzlich zum
    > alten Benziner einen gebrauchten Twizy zu besorgen; für die meisten dieser
    > Fahrten wäre der völlig ausreichend. Jedenfalls solange, wie es nicht zur
    > Kollision mit was Größerem kommt...)
    Vergiss den Twizy, kauf dir einen gebrauchten Mitsubishi Electric, Peugeot iOn oder Citroen C-Zero. Die kosten ähnlich viel wie ein Twizy ohne Akku-Miete, mit 4 Sitzplätzen respektive zwei Sitzplätzen und größerem Stauraum UND du hast eine Heizung für den Winter.

    > Auf der anderen Seite fahre ich halt ein paarmal im Jahr etwas längere
    > Strecken, auch spontan – und da fällt es mir schwer, mir ein teures,
    > aufwändig mit massivem Ressourcenverbrauch und nicht unerheblicher
    > Umweltbelastung hergestelltes Elektroauto schönzureden, nur damit ich bei
    > diesen Fahrten am Ende außer vielleicht ein paar gesparten Euros im
    > Verbrauch hauptsächlich Nachteile habe. So gern ich an sich eins fahren
    > würde.
    Mit diesem Fahrprofil würde ich mir eher ein Auto mieten oder sharen, wenn ich mal so eine seltene, längere Fahrt machen wollte. Wenn das wirklich so selten ist, dann dürfte der Mietpreis die Kosten für KFZ-Versicherung, Steuer und Wartung/TÜV von einem alten Verbrenner evtl. sogar unterbieten?

    > Ich denke ja immer noch, dass der Akku-Elektroantrieb eine Sackgasse ist...Wasserstoff.
    Das höre ich oft. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Man wird sehen.

  14. Re: Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: demon driver 22.07.19 - 22:27

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohhhh, da täuscht du dich. Was habe ich oft bei Fahrten mit meinem VW-Bus
    > (Diesel) nach Frankreich gezittert, ob ich auf der Strecke (Landstrasse)
    > auch noch nachts eine offene Tankstelle finde. Denn man konnte zwar häufig
    > auch mit Karte zahlen, aber nur mit der französischen Card Bleu und die
    > hatte ich nicht. Da hatte ich also auch schon "Reichweitenangst" mit meinem
    > Diesel. Ich musste also auch schon damals grob planen, wo denn auch nach
    > 18h noch Tankstellen zu finden sind, damit ich quasi durchfahren konnte.
    > Oft musste ich dann halt mal nachts stehen bleiben um dann am nächsten
    > Morgen die Tankstelle anzufahren.

    Haha, das erinnert mich an einen Fall in den Achtzigern, als mir auf dem Weg zu zweit nach UK in Frankreich abends zu früh vor Calais der Sprit ausging. Ich fand nur noch eine unbemannte Tankstelle, für die ich keine Zahlungsmittel besaß. Wir hatten uns schon darauf eingestellt, die Nacht in der Nähe im Auto zu verbringen, als ein Franzose vorbeikam und ich es ohne nennenswerte Französischkenntnisse irgendwie schaffte, ihn zu überreden, mir – gegen einen perversen Wechselkurs DM in Franc – zu Sprit zu verhelfen...

    Ok, aber heute sieht das in Europa ja doch überwiegend anders aus.

  15. Re: Bin ich ein "Reichweitenfetischist"...

    Autor: berritorre 23.07.19 - 00:04

    Ja, ist schon etwas her, dürfte so zwischen 1997 und 2000 gewesen sein. Aber auch da: Reichweitenangst. Vorallem, weil ich als Student natürlich zu knausrig war die Maut auf den Autobahnen in Frankreich zu zahlen und die Strecke quer durchs Land auch etwas direkter (jedenfalls auf der Karte) war als über die Autobahn (wollte auf der Höhe von Bourdeaux an die Atlantikküste). Mein Ziel war es immer, es bis so ca. 22 Uhr nach Troyes zu schaffen, weil ich da wusste, dass es eine offene Tankstelle irgendwo auf der Strecke gibt (man will ja auch nicht nachts noch stundenlang durch die Stadt fahren, um eine offene Tankstelle zu finden. Aber zwischen den grösseren Städten, auf dem Land, da sah es finster aus. Und ich wollte immer auf jeden Fall noch bis 1-2 Uhr morgens weiter fahren und die leeren Landstrassen nutzen, da kam man dann super voran, weil keiner auf der Strecke war. Tagsüber hatte man gerne mal Traktoren vor einem, die dann schon ziemlich Zeit und Nerven kosten können. Auch wenn man im Urlaub ist, und selbst mit dem Camper. Man hat ja ein Ziel. Zum Surfen an die Atlantikküste.

    Heute würde ich das vermutlich gemütlicher machen. Für die 1.400km würde ich jetzt vermutlich 2 oder sogar 3 Tage einplanen und einfach auf dem Weg noch spannende Ziele einbauen, die man besichtigen kann. Ich stress mich einfach nicht mehr so. Allerdings jetzt die Zeit knapper. Damals hatte man dann 3-4 Wochen Zeit um die Atlantikküste entlang zu schippern. Heute wären es vermutlich maximal 2, wenn man viel Glück hat 3 Wochen.

    Keine Ahnung ob es diese komische Card Bleu noch gibt oder ob man da jetzt flächendeckender mit Kredit- und Debitkarte an den unbemannten Tankstellen zahlen kann.

  16. Re: Für Reichweitenfetischisten wäre eventuell eine Idee

    Autor: dummzeuch 23.07.19 - 17:11

    Oder ein Anhänger mit Dieselgenerator. ;-)

    Wobei: So blöd ist das gar nicht: Range Extender als Anhänger für Notfälle oder lange Strecken mit unzuverlässiger Stromtank-Möglichkeit. Warum nicht.

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