Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Reichweitenangst: Mit dem E-Auto von…

Realitätsfremd

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Realitätsfremd

    Autor: chefin 22.07.19 - 11:27

    Hier fährt ein Testfahrer mit abgestimmtem Equipment, Notfallplänen und Unterstützung von verbrennungsmotorgetriebenen Servicefahrzeugen über einen Strecke die anspruchsvoll ist.

    Wenn er liegen bleibt, steigen die Servicemitarbeiter aus, öffnen den LKW und reparieren das Fahrzeug. Würde der selbe Testfahrer das auch noch machen, wenn er ein 100Euro Handy dabei hätte, eine Kreditkarte und mit Google Maps navigiert? Ohne Netz und doppeltem Boden? Vermutlich würde er mir den Mittelfinger geben und das Büro verlassen.

    Was also soll ich mit einem solchen test anfangen? Soll er mir zeigen, wenn ich genug Menschen als Helfer habe, schaffe ich alles? Ok..Test bestanden. Aber in der realität bleibe ich 10km vor der Ladesäule liegen, der Abschlepper (E-Autos kann man nicht an die Abschleppstange hängen) muss dann erstmal beikommen, Stunden später wird der Bock aufgeladen und zu Ladestation gebracht...Diesel sei dank. So ein Diesel-Abschlepper muss nämlich keine 8std in der Ladebucht stehen. Und nein, wirtschaftlich wird keiner schnellladen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Schnellladen ruiniert die Akkus schneller, da wird richtig Geld verbraten. Also macht man es nur, wenn es unabdingbar ist.

    Die Reichweitenangst kann es mir jedenfalls nicht nehmen. Den dabei gehts nicht drum, OB ich ankomme, sondern was es mich kostet. Angst vor den Kosten, nicht Angst vor dem Tot durch Erfrieren oder verdursten. Dort wo Elektroautos verkauft werden, ist ausreichend Bevölkerung und Mobilfunknetz. Trotzdem wird einem der Tag versaut, die Termine über den Haufen geworfen, zusätzliche Kosten bis hin zu einer Übernachtung und das ganze mit einem doppelt so teurem Fahrzeug als man Aktuell hat.

  2. Re: Realitätsfremd

    Autor: Kadjus 22.07.19 - 12:54

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber in der realität bleibe ich 10km vor der Ladesäule liegen

    Wer mit einem E-Fzg 10km vor der Ladestation liegen bleibt, bleibt auch mit einem Verbrenner 10km vor einer Tankstelle liegen. Alles nur eine Frage der Planung.

    > der Abschlepper (E-Autos kann man nicht an die Abschleppstange hängen)

    Es wird zwar nicht empfohlen eine E-Auto abzuschleppen, aber das funktioniert problemos. Und damit kann man erwiesenermaßen sogar wunderbar die Batterie aufladen.
    Insidertipp: Wird auf Prüfgeländen oft gemacht, weil da üblicherweise keine Schnellader verfügbar sind ;)

    > So ein Diesel-Abschlepper muss nämlich keine 8std in der Ladebucht stehen. Und nein,
    > wirtschaftlich wird keiner schnellladen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Schnellladen
    > ruiniert die Akkus schneller, da wird richtig Geld verbraten. Also macht
    > man es nur, wenn es unabdingbar ist.

    Bitte einfach mal in die Praxis schauen. Bisher konnten keine starken negetiven Effekte durch Schnellladen festgestellt werden. Warum sich dieser Mythos noch hält ist mir schleierhaft.
    Es gibt durchaus Taxidienste, die ausschließlich schnelladen und deren Akkus durchweg mehrere 100kkm halten.

  3. Re: Realitätsfremd

    Autor: Cavaron 22.07.19 - 13:23

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber in der realität bleibe ich 10km vor der Ladesäule liegen..
    Ist mir in 7 Jahren E-Mobilität noch nicht einmal passiert. Mit dem ersten E-Auto hatte ich so ca. 80 km Reichweite, inzwischen sind es 350 km. Wie müsste ich mich anstellen, um mit 350 km Reichweite 10 km vor der Säule liegen zu bleiben?

  4. Re: Realitätsfremd

    Autor: Huanglong 22.07.19 - 14:00

    Ohne die Unterstützung würde das auch kein vernüftiger Mensch mit einem Verbrenner machen.

  5. Re: Realitätsfremd

    Autor: Ely 22.07.19 - 14:33

    Doch. Ich habe sowas in der Art schon gemacht (Panamerikana komplett durchgefahren) und es war kein Problem. Mit einer Reichweite von 1400 km, was unser Wohnmobil hat, und einer ordentlichen technischen Ausstattung, geht das recht entspannt.

    Der Motor wurde etwas angepaßt, sodaß er auch schlechten Diesel mit bis zu 30 % beigemengtem Benzin oder Petroleum nimmt (kostet halt Leistung). Mit sowas sollte man in abgelegenen Gegenden in diversen Ländern immer rechnen.

    Fahrzeug, Material und Menschen überstanden das ohne Probleme. Gute Vorbereitung, hochwertige Ausstattung und viel Zeit (besonders an Grenzen Mittel- und Südamerikas) ist das Gebot. Und viel Papierkram vorab erledigen erleichtert enorm.

  6. Re: Realitätsfremd

    Autor: berritorre 22.07.19 - 16:37

    Cool! Würde ich auch mal gerne machen.

    Worüber ich noch keine vernünftigen Infos gefunden habe ist die Strecke zwischen Kolumbien und Panama, die nicht befahrbar ist. Wie hast du die umschifft? Von wo nach wo und wieviel (ungefähr) hat das gekostet und wie lange hat es gedauert?

    Habe erst gestern eine Dokumentarserie über die Panamericana vom NDR auf Youtube gesehen, die haben ihr Auto aber schon in Honduras oder so auf ein Schiff gebracht und nach Panama verschifft, weil ihnen die Einreise nach Nicaragua verweigert wurde. War also nicht was ich suchte.

    Ich würde vermutlich von Südamerika aus starten, da ich hier schon bin, dann erstmal von Brasilien runter nach Feuerland und dann nach oben. Aber die Schiffsverbindung dürfte ja die gleiche sein.

  7. Re: Realitätsfremd

    Autor: Ely 22.07.19 - 18:07

    Das war vor etwa sieben Jahren, wir sind alles gefahren, von Alaska bis Feuerland und hatten keine nennenswerten Probleme. Das Wohnmobil kam per Schiff nach Kanada, dort mit der Eisenbahn ein großes Stück weiter in Richtung Alaska und das letzte Stück zur Panamerikana sind wir gefahren und dann immer nach Süden.

    Damals war die Welt allerdings noch nicht so durchgeknallt wie jetzt. Das hat die Sache wohl stark vereinfacht. Heute würde ich das eher nicht mehr machen, weil es eben fraglich ist, ob das mit den Grenzen und dem Papiermist noch hinhaut und ob es heute überhaupt noch so durchführbar ist.

  8. Re: Realitätsfremd

    Autor: berritorre 22.07.19 - 23:19

    hmmm, ich hatte eben bisher immer gehört, dass es von Kolumbien nach Panama keine befahrbare Strasse gibt. Das habe ich sowohl im Internet gelesen, als auch in diesem Bericht gehört und von einer Person gehört, die das persönlich schon gefahren ist.

    Es handelt sich hier um den Darian Gap, angeblich 90km Regenwald ohne Strassen (https://www.panamericana.de/die-panamericana/).

    Da muss ich dann wohl doch nochmal genauer recherchieren.

    Ich glaube, dass es gerade in Kolumbien heute eher ruhiger ist als es das vor 7 Jahren war. Denn der Waffenstillstand mit den Farc kam ja erst 2016 und auch Nicaragua sollte eigentlich auch eher ruhiger als schlimmer sein. Argentinien, Chile, Pero, Ecuador, Bolivien, etc. sollten auch eher ruhig sein. Guatemala, Honduras auch. Costa Rica und Panama sowieso. Ich sehe hier in Lateinamerika, bis auf die Ausnahme Venezuela eher Besserung als Verschlechterung in den letzten 10 Jahren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.19 23:21 durch berritorre.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. GISA GmbH, Halle (Saale), Leipzig oder Berlin
  2. Hammer Sport AG, Neu-Ulm
  3. Wacker Neuson SE, München
  4. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. 21,95€
  3. 5,95€
  4. 16,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


IT-Arbeit: Was fürs Auge
IT-Arbeit
Was fürs Auge

Notebook, Display und Smartphone sind für alle, die in der IT arbeiten, wichtige Werkzeuge. Damit man etwas mit ihnen anfangen kann, ist ein anderes Werkzeug mindestens genauso wichtig: die Augen. Wir geben Tipps, wie man auch als Freiberufler augenschonend arbeiten kann.
Von Björn König

  1. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt
  2. IT-Standorte Wie kann Leipzig Hypezig bleiben?
  3. IT-Fachkräftemangel Arbeit ohne Ende

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

Schienenverkehr: Die Bahn hat wieder eine Vision
Schienenverkehr
Die Bahn hat wieder eine Vision

Alle halbe Stunde von einer Stadt in die andere, keine langen Umsteigezeiten zur Regionalbahn mehr: Das verspricht der Deutschlandtakt der Deutschen Bahn. Zu schön, um wahr zu werden?
Eine Analyse von Caspar Schwietering

  1. DB Navigator Deutsche Bahn lädt iOS-Nutzer in Betaphase ein
  2. One Fiber EWE will Bahn mit bundesweitem Glasfasernetz ausstatten
  3. VVS S-Bahn-Netz der Region Stuttgart bietet vollständig WLAN

  1. Routerfreiheit: Vodafone will noch keine eigenen Glasfasermodems zulassen
    Routerfreiheit
    Vodafone will noch keine eigenen Glasfasermodems zulassen

    Vodafone streitet sich mit der Bundesnetzagentur, ob die Routerfreiheit in Glasfasernetzen auch für das Glasfasermodem (ONT) gilt. Ein Nutzer argumentiert dagegen, das öffentliche Glasfasernetz ende an der Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose, wo man als Endkunde sein ONT verbinden kann.

  2. Mercedes EQV: Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine
    Mercedes EQV
    Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine

    Stilvoll elektrisch shuttlen: Daimler hat für die IAA die serienreife Version des Mercedes EQC angekündigt. In dem Elektro-Van haben sechs bis acht Insassen Platz.

  3. Fogcam: Älteste bestehende Webcam wird nach 25 Jahren abgeschaltet
    Fogcam
    Älteste bestehende Webcam wird nach 25 Jahren abgeschaltet

    Die Webcam Fogcam nimmt seit 1994 Bilder vom Gelände der San Francisco State University aus auf. Nach 25 Jahren wird die Kamera nun abgeschaltet, laut den Machern unter anderem wegen fehlender guter Aussicht.


  1. 18:01

  2. 17:40

  3. 17:03

  4. 16:41

  5. 16:04

  6. 15:01

  7. 15:00

  8. 14:42