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Skeptisch

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  1. Re: Skeptisch

    Autor: treysis 05.10.19 - 17:13

    Kleiber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Elektromobilität und
    > Solarenergie sind definitiv nicht die Lösunge für 7 Milliarden Menschen.

    1. Wieso nicht?
    2. Der Konsens ist auch nicht, dass das die Lösung für ALLE ist, aber ein Teil im Mobilitätskonzept.

  2. Re: Skeptisch

    Autor: tco 06.10.19 - 11:20

    treysis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleiber schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Elektromobilität und
    > > Solarenergie sind definitiv nicht die Lösunge für 7 Milliarden Menschen.
    >
    > 1. Wieso nicht?
    > 2. Der Konsens ist auch nicht, dass das die Lösung für ALLE ist, aber ein
    > Teil im Mobilitätskonzept.

    Elektromobilität adressiert einen kleinen Teil des Problems und kann folglich auch nur ein kleiner Teil der Lösung sein. Solarenergie ist alleine für sich genommen sicher auch keine Lösung für alles, aber dennoch ein sehr sehr wesentlicher Baustein, u.A. in Kombination mit E-Mobilität, Wärmepumpen etc.

  3. Re: Skeptisch

    Autor: fesc2000 06.10.19 - 13:04

    Ist das so schwierig danach mal zu googeln? z.B. auf den ersten Blick:
    deutschlandfunk.de lithium-abbau-in-suedamerika-kehrseite-der-energiewende

    Da leben (demnächst lebten) durchaus Menschen!
    Neulich kam erst eine Reportage (glaube ARTE) über die Auswirkungen auf Tier (Lamas, Missbildungen) und Mensch (Wassermangel, Kontamination).

  4. Re: Skeptisch

    Autor: Kleiber 06.10.19 - 13:14

    1. Das Problem einer umweltfreundlichen Stromerzeugung wird mit E-Autos nur verlagert. In Deutschland hieße das dann "ich lade mein Auto mit Braunkohle". Außerfem würde dadurch der Strombedarf noch einmal extrem steigen. Stromnetze sind dafür nicht ausgelegt.
    2. Solarenergie ist derzeit nicht effizient genug und das die nötige Speichertechnologie fehlt ist ein weiterer Punkt um unseren weiterhin massiv ansteigenden Strombedarf zu decken. Akkus sind NICHT umweltfreundlicher als Öl.

    Einzige Alternative die ich sehe sind Projekte wie Desertec. Doch das wurde ja leider noch nichts.

  5. Re: Skeptisch

    Autor: E-Mover 06.10.19 - 14:23

    Kleiber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Das Problem einer umweltfreundlichen Stromerzeugung wird mit E-Autos nur
    > verlagert. In Deutschland hieße das dann "ich lade mein Auto mit
    > Braunkohle". Außerfem würde dadurch der Strombedarf noch einmal extrem
    > steigen. Stromnetze sind dafür nicht ausgelegt.

    Sorry, aber das kann ich nicht so stehen lassen, das sind Stammtischparolen:
    - E-Autofahrer haben zum überwiegenden Teil entweder eine eigene PV-Anlage oder zumindest Grünstromverträge, weil das nicht oder kaum teurer ist und sie da vielleicht auch sensibler sind.
    - Alle großen Energiedienstleister in Deutschland sowie unabhängige Untersuchungen zeigen, dass wir selbst bei 100% E-Autos nir ca. 120-125% des heutigen Strombedarfes hätten.
    - Die Stromnetze sind zum überwiegenden Teil völlig ausreichend, es fehlt hier und da nur an einem entsprechenden load balancing, das man mit der zunehmenden Elektrifizierung Stück für Stück nachrüsten kann.

    > 2. Solarenergie ist derzeit nicht effizient genug und das die nötige
    > Speichertechnologie fehlt ist ein weiterer Punkt um unseren weiterhin
    > massiv ansteigenden Strombedarf zu decken.

    Der Strombedarf steigt gar nicht massiv, woher nimmst Du solche Behauptungen?

    Bei 10 Mio. E-Autos hättest Du übrigens automatisch ca. 500GWh Speicher, also Pufferkapazität für Wind und Solar, die Du mit Vehicle-to-Grid nutzen könntest.

    > Akkus sind NICHT
    > umweltfreundlicher als Öl.
    >

    Natürlich sind sie das, und zwar um Längen! Was für eine unsinnige Aussage!? Aber solange pro Minute Autos für 2 Mio. Dollar Sprit verbrennen (also für ca. 3 Milliarden Dollar pro Tag!) ist es halt schwer, gegen die Mineralölindustrie eine Gegenlobby aufzubauen.

    Sie sind natürlich NICHT umweltneutral, was eigentlich für alle Industrieprodukte gilt. Aber durch die 98%ige Recyclierungsfähigkeit kommen sie da wesentlich näher ran als alles, was wir stumpf verbrennen.

    > Einzige Alternative die ich sehe sind Projekte wie Desertec. Doch das wurde
    > ja leider noch nichts.

    Tja, bezahlbar muss halt auch alles noch sein...

  6. Re: Skeptisch

    Autor: Sharra 06.10.19 - 14:59

    Wohin ziehst du die denn um? Wenn sich das Ganze rechnet, stehen überall gleichzeitig welche. Und jede Anlage, die nicht mehr wirtschaftlich fördert, ist demzufolge Schrott, weil nutzlos.

  7. Re: Skeptisch

    Autor: Kess36 06.10.19 - 15:15

    Na da werde ich tatsächlich falsch verstanden, ich bin kein Anhänger des Kommunismus oder für selektive sterben der Menschen noch für Anti-Natalismus.

    Ich will nur daraufhin weisen, das diese Art von Elektromobilität nicht umweltschonender ist als das was wir jetzt haben. Man kann das Klima nicht ohne Umweltschutz beeinflussen.

    Und es ist schlimm, das manche Menschen deren Daseinsberechtigung abgelehnt wird, nur weil die im Nirgendwo unter Lithium leben.

    Das haben die Spanier und Portugiesen bei Südamerika sich damals auch gedacht oder als man Nordamerika entdeckt hat.

    Es ist scheinheilig. Ebenso das Brasilien seine Wälder nicht runter roden darf, wir aber selbst das bei uns schon vor Jahrhunderten gemacht haben und bis heute kaum aufgeforstet haben.

    Da sollte man Die Zeit mit Synthetischen Kraftstoffen überbrücken bis es evtl. die Wasserstoff Technologie soweit ist oder eine bessere Art der Akkus gibt.
    Synthetischer Kraftstoff wäre die günstigste Alternative für alle bis man die Herausforderungen bei der E-Mobilität gelöst hat.

  8. Re: Skeptisch

    Autor: E-Mover 06.10.19 - 15:46

    Kess36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Da sollte man Die Zeit mit Synthetischen Kraftstoffen überbrücken bis es
    > evtl. die Wasserstoff Technologie soweit ist oder eine bessere Art der
    > Akkus gibt.
    > Synthetischer Kraftstoff wäre die günstigste Alternative für alle bis man
    > die Herausforderungen bei der E-Mobilität gelöst hat.

    Das scheint genau Dein Problem zu sein, dass Du mit verschiedenen Maßeinheiten misst! Wasserstoff und SynFuels sind genau die beiden alternativen Antriebstechnologien, die am wenigsten effizient sind! Wasserstoff mit Faktor 3-4 mal schlechter als Baterieantriebe, SynFuels sogar noch schlechter.

    Und morgen demonstrierst Du gegen Windräder, von denen man für FCEVs 3-4 und für SynFuels sogar 5 mal so viele bräuchte? Mann mann mann, was ist so schwer daran, die Dinge mal ganzheitlich zu beurteilen??? Ressourcen werden für jede Art des modernen Lebens gebraucht. Kommt halt darauf an welche und wie viel davon bzw. wie deren Gesamtbilanz ist. Warten ist jedenfalls keine gute Alternative.

  9. Re: Skeptisch

    Autor: probeo 06.10.19 - 18:35

    "Bei 10 Mio. E-Autos hättest Du übrigens automatisch ca. 500GWh Speicher, also Pufferkapazität für Wind und Solar, die Du mit Vehicle-to-Grid nutzen könntest."

    Und wer ist so dumm, und läßt den Akkus seines E-Autos ständig laden und entladen ?

    Das sind zusätzliche Ladezyklen und das läßt den Akku vorzeitig altern, und er verliert früher seine volle Kapazität (die sowieso knapp ist.)

    Nix mit Vecicle-to-Grid, das werden die Leute nicht mitmachen, weil sich diese Info rumspricht...

  10. Re: Skeptisch

    Autor: E-Mover 06.10.19 - 19:09

    probeo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Bei 10 Mio. E-Autos hättest Du übrigens automatisch ca. 500GWh Speicher,
    > also Pufferkapazität für Wind und Solar, die Du mit Vehicle-to-Grid nutzen
    > könntest."
    >
    > Und wer ist so dumm, und läßt den Akkus seines E-Autos ständig laden und
    > entladen ?
    >
    > Das sind zusätzliche Ladezyklen und das läßt den Akku vorzeitig altern, und
    > er verliert früher seine volle Kapazität (die sowieso knapp ist.)
    >
    > Nix mit Vecicle-to-Grid, das werden die Leute nicht mitmachen, weil sich
    > diese Info rumspricht...

    Ich glaube, da bist Du schlecht informiert (also hoffentlich spricht sich diese Falschmeldung nicht herum)! Moderne Zellen haben bei niedrigen c-Werten im Bereich zwischen 20 und 80% nahezu keine zyklische Degradation mehr. Probiers mal mit Deinem Smartphone aus (wenn es ein halbwegs neues Modell ist ;-)).

    Und natürlich muss man da finanzielle Anreize schaffen: Laden muss logischerweise etwas günstiger sein als entladen. Aber eben nur etwas, lässt sich leicht über peak load pricing realisieren, die Technik für die Steuerung ist auch keine Herausforderung.

  11. Re: Skeptisch

    Autor: mfeldt 07.10.19 - 09:46

    Kess36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und wenn das so egal wäre, würden wir auch nicht seit Jahrzehnten versuchen
    > so wenig Wasser zu verbrauchen wie möglich und sehr aufwendig aufbereiten
    > und das Wasser ZURÜCK ins Ökosystem einzuschleusen.
    >

    Das hab' ich sowieso noch nie verstanden. Wasser wird nicht *ver*braucht, höchstens gebraucht. Es ist ja nach Benutzung nicht weg. Die ewige Wassersparerei bringt hierzulande nichts (ein Blick aus dem Fenster genügt - es ist genug da) bzw ist sogar negativ - Infrastruktur trocknet aus, Schlamm und Nebenabfälle sammeln sich in Abwasserleitungen und verstopfen diese. Es ist total blödsinnig, eine Toilette mit möglichst wenig Wasser zu spülen. Davon wird das Wasser in der Sahara nicht mehr und der Kläranlage wird auch nicht geholfen.

  12. Re: Skeptisch

    Autor: MrAndersenson 07.10.19 - 09:48

    Markt wirds schon regeln. </ironie>

    https://www.elektroauto-news.net/2019/elektrotransporter-streetscooter-bidirektional-ccs-ladefaehig/

    https://www.electrive.net/2019/01/24/charin-bidirektionales-laden-mit-ccs-standard-ab-2025/

    Hoffentlich brauchts da nur ein Softwareupdate.

    https://de.wikipedia.org/wiki/VW_Golf#Antrieb_durch_Elektromotor

  13. Re: Skeptisch

    Autor: mfeldt 07.10.19 - 09:52

    E-Mover schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > - Alle großen Energiedienstleister in Deutschland sowie unabhängige
    > Untersuchungen zeigen, dass wir selbst bei 100% E-Autos nir ca. 120-125%
    > des heutigen Strombedarfes hätten.
    > - Die Stromnetze sind zum überwiegenden Teil völlig ausreichend, es fehlt
    > hier und da nur an einem entsprechenden load balancing, das man mit der
    > zunehmenden Elektrifizierung Stück für Stück nachrüsten kann.
    >
    > Der Strombedarf steigt gar nicht massiv, woher nimmst Du solche
    > Behauptungen?

    Das ist doch ganz einfach: Gesamtstromproduktion in D 2017 (Wpedia): 650 TWh.
    Energieverbrauch Straßenverkehr 2017 (Umweltbundesamt): 765TWh.

    Der Stromverbrauch würde also *um* 120% steigen, nicht auf 120%. Man muß die Stromerzeugungskapazität mehr als verdoppeln! Das ist eine Menge Holz, so viel Strom zu erzeugen ist auf jeden Fall "Industrie"! ganz egal ob mit KKW, Kohle, Wind oder Sonne - sowas hat auf jeden Fall Nebenwirkungen (und gibt - hierzulande sowieso - Proteste, Bürgerintiativen und ewige Verzögerungen)!

  14. Re: Skeptisch

    Autor: Raphael_ 07.10.19 - 11:17

    Der Energieverbrauch im Straßenverkehr ist derzeit nur so hoch, weil Verbrenner so unglaublich ineffizient sind:

    Gesamtstromproduktion in D 2017 (Wpedia): 650 TWh.
    630 Milliarden gefahrenen Kilometer in 2018 (Kfraftfahrtbundesamt)
    15-20 KWh/100km benötigen Elektroautos (inkl. Ladeverluste)

    -> 15-20% mehr Stromproduktion

  15. Re: Skeptisch

    Autor: E-Mover 07.10.19 - 11:17

    mfeldt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > E-Mover schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > - Alle großen Energiedienstleister in Deutschland sowie unabhängige
    > > Untersuchungen zeigen, dass wir selbst bei 100% E-Autos nir ca. 120-125%
    > > des heutigen Strombedarfes hätten.
    > > - Die Stromnetze sind zum überwiegenden Teil völlig ausreichend, es
    > fehlt
    > > hier und da nur an einem entsprechenden load balancing, das man mit der
    > > zunehmenden Elektrifizierung Stück für Stück nachrüsten kann.
    > >
    > >
    > > Der Strombedarf steigt gar nicht massiv, woher nimmst Du solche
    > > Behauptungen?
    >
    > Das ist doch ganz einfach: Gesamtstromproduktion in D 2017 (Wpedia): 650
    > TWh.
    > Energieverbrauch Straßenverkehr 2017 (Umweltbundesamt): 765TWh.
    >
    > Der Stromverbrauch würde also *um* 120% steigen, nicht auf 120%. Man muß
    > die Stromerzeugungskapazität mehr als verdoppeln! Das ist eine Menge Holz,
    > so viel Strom zu erzeugen ist auf jeden Fall "Industrie"! ganz egal ob mit
    > KKW, Kohle, Wind oder Sonne - sowas hat auf jeden Fall Nebenwirkungen (und
    > gibt - hierzulande sowieso - Proteste, Bürgerintiativen und ewige
    > Verzögerungen)!

    Das ist genau der Unterschied: Die Energiemenge, die man mit fossilen Brennstoffen benötigt ist wesentlich höher, als die für E-Mobilität benötigte. Deshalb sind es in der Tat nicht *um*, sondern *auf* 120-125%!

    Zum Stromnetz hier auch noch eine Quelle:
    https://www.google.de/amp/s/www.zeit.de/amp/mobilitaet/2019-06/verkehrswende-elektromobilitaet-ladeinfrastruktur-elektroautos

  16. Re: Skeptisch

    Autor: mfeldt 08.10.19 - 09:55

    Raphael_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Energieverbrauch im Straßenverkehr ist derzeit nur so hoch, weil
    > Verbrenner so unglaublich ineffizient sind:
    >
    > Gesamtstromproduktion in D 2017 (Wpedia): 650 TWh.
    > 630 Milliarden gefahrenen Kilometer in 2018 (Kfraftfahrtbundesamt)
    > 15-20 KWh/100km benötigen Elektroautos (inkl. Ladeverluste)
    >
    > -> 15-20% mehr Stromproduktion

    OK. So ganz wird das aber nicht hinkommen, weil ein guter Teil Lastverkehr ist und erheblich mehr braucht.

  17. Re: Skeptisch

    Autor: E-Mover 08.10.19 - 14:22

    mfeldt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Raphael_ schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Energieverbrauch im Straßenverkehr ist derzeit nur so hoch, weil
    > > Verbrenner so unglaublich ineffizient sind:
    > >
    > > Gesamtstromproduktion in D 2017 (Wpedia): 650 TWh.
    > > 630 Milliarden gefahrenen Kilometer in 2018 (Kfraftfahrtbundesamt)
    > > 15-20 KWh/100km benötigen Elektroautos (inkl. Ladeverluste)
    > >
    > > -> 15-20% mehr Stromproduktion
    >
    > OK. So ganz wird das aber nicht hinkommen, weil ein guter Teil Lastverkehr
    > ist und erheblich mehr braucht.

    Häh?

    Die Relation des Energieverbrauchs von Verbrennern ggü. E-Autos ist immer ungefähr gleich, völlig egal ob Lastverkehr, PKW, Cabrio oder was auch immer!

    Oder hattest Du jetzt tatsächlich die 15-20kWh aus dem Beispiel in 15-20% des Verbrauchs umgerechnet??? :0

    Da fällt mit ein Witz ein:
    Lehrer:“58% aller Schüler sind durch die Klassenarbeit gefallen!“
    Schüler:“So viele haben doch gar nicht mitgeschrieben!“

  18. Re: Skeptisch

    Autor: Jorgo34 11.10.19 - 14:50

    E-Mover schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleiber schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 1. Das Problem einer umweltfreundlichen Stromerzeugung wird mit E-Autos
    > nur
    > > verlagert. In Deutschland hieße das dann "ich lade mein Auto mit
    > > Braunkohle". Außerfem würde dadurch der Strombedarf noch einmal extrem
    > > steigen. Stromnetze sind dafür nicht ausgelegt.
    >
    > Sorry, aber das kann ich nicht so stehen lassen, das sind
    > Stammtischparolen:
    > - E-Autofahrer haben zum überwiegenden Teil entweder eine eigene PV-Anlage
    > oder zumindest Grünstromverträge, weil das nicht oder kaum teurer ist und
    > sie da vielleicht auch sensibler sind.
    > - Alle großen Energiedienstleister in Deutschland sowie unabhängige
    > Untersuchungen zeigen, dass wir selbst bei 100% E-Autos nir ca. 120-125%
    > des heutigen Strombedarfes hätten.
    > - Die Stromnetze sind zum überwiegenden Teil völlig ausreichend, es fehlt
    > hier und da nur an einem entsprechenden load balancing, das man mit der
    > zunehmenden Elektrifizierung Stück für Stück nachrüsten kann.
    >
    > > 2. Solarenergie ist derzeit nicht effizient genug und das die nötige
    > > Speichertechnologie fehlt ist ein weiterer Punkt um unseren weiterhin
    > > massiv ansteigenden Strombedarf zu decken.
    >
    > Der Strombedarf steigt gar nicht massiv, woher nimmst Du solche
    > Behauptungen?
    >
    > Bei 10 Mio. E-Autos hättest Du übrigens automatisch ca. 500GWh Speicher,
    > also Pufferkapazität für Wind und Solar, die Du mit Vehicle-to-Grid nutzen
    > könntest.
    >
    > > Akkus sind NICHT
    > > umweltfreundlicher als Öl.
    > >
    >
    > Natürlich sind sie das, und zwar um Längen! Was für eine unsinnige
    > Aussage!? Aber solange pro Minute Autos für 2 Mio. Dollar Sprit verbrennen
    > (also für ca. 3 Milliarden Dollar pro Tag!) ist es halt schwer, gegen die
    > Mineralölindustrie eine Gegenlobby aufzubauen.
    >
    > Sie sind natürlich NICHT umweltneutral, was eigentlich für alle
    > Industrieprodukte gilt. Aber durch die 98%ige Recyclierungsfähigkeit kommen
    > sie da wesentlich näher ran als alles, was wir stumpf verbrennen.
    >
    > > Einzige Alternative die ich sehe sind Projekte wie Desertec. Doch das
    > wurde
    > > ja leider noch nichts.
    >
    > Tja, bezahlbar muss halt auch alles noch sein...

    Sehr gut! +1
    Endlich mal jemand mit paar Fakten, statt nur dem gleichen Geschwafel..
    Plötzlich arbeitet jeder zweite in Deutschland bei Stromnetzbetreibern, denn anders kann ich mir nicht erklären, woher jeder nun von der maximalen Belastbarkeits unseres Netzes weiß und die fachmännisch einschätzen kann.
    So ein Witz, ehrlich. Wenn einem einfach nichts einfällt, irgendetwas in den Raum werfen.

    Zumindest danke für die Infos!

  19. variableren Preisen

    Autor: voerden7 17.10.19 - 13:31

    Ich frage mich, ob wir mit unseren Strommix, der nach mein Verständnis immer unvorhersehbarer und Variabler werden müsste, wir eigentlich nicht zu ein System mit variableren Preisen für die Verbraucher wechseln müssten. Durch einen Preis kann man viel wirtschaftlichen Unsinn ausbügeln.

    1. Momentan hat niemand einen Anreiz dafür, den Strom dann zu verbrauchen, wenn er im Überfluss da ist, bzw. bei Knappheit weniger Strom zu verbrauchen. (Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler usw. mit Nachtschaltung.)

    2. Die Wirtschaftlichkeit von Haus-Stromspeicher ist nicht mit der tatsächlichen Situation gekoppelt.
    (egal in welcher Richtung die Veränderung ausschlägt.)

    3. Damit alle ihre Elektro-Autos nicht einfach dann laden, wenn sie von der Arbeit kommen, sondern in der Nacht. Und wer setzt sein Auto ohne Gegenleistung als Puffer-Akku zu Verfügung?

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