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Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

    Autor: ulink 04.10.19 - 19:16

    Das Salzwasser aus diesen Seen ist so konzentriert, dass es völlig tot ist. Von daher könnte man die Seen auch komplett verdunsten lassen, die sind sonst eh zu nichts nutze.

    Es könnte aber ein Problem sein, dass dadurch Grundwasser nachströmt, sich deswegen der Grundwasserspiegel absenkt und dann die 5 dort lebenden Hanseln ihre 10 Ziegen nicht mehr tränken können. Das müssten Geologen beantworten.

    Aber wer bitte will schon in so einer Mondlandschaft leben? Mit einem kleinen Häuschen nebst etwas Grund in grüneren Gegenden können man die paar Leute sicher überzeugen, die blöde Geröllhalde hinter sich zu lassen.

  2. Re: Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

    Autor: treysis 04.10.19 - 21:05

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Salzwasser aus diesen Seen ist so konzentriert, dass es völlig tot ist.
    > Von daher könnte man die Seen auch komplett verdunsten lassen, die sind
    > sonst eh zu nichts nutze.
    >
    > Es könnte aber ein Problem sein, dass dadurch Grundwasser nachströmt, sich
    > deswegen der Grundwasserspiegel absenkt und dann die 5 dort lebenden
    > Hanseln ihre 10 Ziegen nicht mehr tränken können. Das müssten Geologen
    > beantworten.
    >
    > Aber wer bitte will schon in so einer Mondlandschaft leben? Mit einem
    > kleinen Häuschen nebst etwas Grund in grüneren Gegenden können man die paar
    > Leute sicher überzeugen, die blöde Geröllhalde hinter sich zu lassen.

    Die Gewinnung in der Atacama-Salzwüste stellt aber tatsächlich ein großes Problem dar. Und da geht es nicht um 5 Hanseln mit ein paar Ziegen. Ja, natürlich könnte man die umsiedeln und so, aber die haben da genauso wenig Bock drauf, wie die Leute, die wegen der Braunkohle wegziehen müssen. Quelle: Ich bin Geologe.

  3. Re: Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

    Autor: E-Mover 04.10.19 - 21:23

    treysis schrieb:
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    > ulink schrieb:
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    > > Das Salzwasser aus diesen Seen ist so konzentriert, dass es völlig tot
    > ist.
    > > Von daher könnte man die Seen auch komplett verdunsten lassen, die sind
    > > sonst eh zu nichts nutze.
    > >
    > > Es könnte aber ein Problem sein, dass dadurch Grundwasser nachströmt,
    > sich
    > > deswegen der Grundwasserspiegel absenkt und dann die 5 dort lebenden
    > > Hanseln ihre 10 Ziegen nicht mehr tränken können. Das müssten Geologen
    > > beantworten.
    > >
    > > Aber wer bitte will schon in so einer Mondlandschaft leben? Mit einem
    > > kleinen Häuschen nebst etwas Grund in grüneren Gegenden können man die
    > paar
    > > Leute sicher überzeugen, die blöde Geröllhalde hinter sich zu lassen.
    >
    > Die Gewinnung in der Atacama-Salzwüste stellt aber tatsächlich ein großes
    > Problem dar. Und da geht es nicht um 5 Hanseln mit ein paar Ziegen. Ja,
    > natürlich könnte man die umsiedeln und so, aber die haben da genauso wenig
    > Bock drauf, wie die Leute, die wegen der Braunkohle wegziehen müssen.
    > Quelle: Ich bin Geologe.

    Echt? Und Du hast die paar Leute da alle gefragt, ob sie mit ihren Ziegen nicht lieber in ein fruchtbareres Gebiet umgesiedelt werden wollen?

    Was hilft es, dass Du Geologe bist und was soll das für eine „Quellenangabe“ sein?

  4. Re: Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

    Autor: ulink 04.10.19 - 22:09

    E-Mover schrieb:
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    > Was hilft es, dass Du Geologe bist
    Er meint vielleicht meine Frage, ob das Grundwasser da wirklich nachströmt und sich der Spiegel dann senkt.
    Könnte man vielleicht das Salzwasser unter grossen, transparenten Plastikplanen (naja) verdunsten lassen und damit das "destilliertes" Wasser einsammeln? Oder ist das zu einfach gedacht?

    Zu den Leuten: ich hatte unlängst so einen Beitrag im Staatsfernsehen gesehen und hatte wirklich den Eindruck, dass dort in der Steinwüste nur mehr ein paar ältere und ein paar Kinder plus ein paar Ziegen (oder Schafe, weiss nicht mehr so genau) da waren und alle anderen (die Jugendlichen und die jungen Erwachsenen) längst abgehauen waren. Und zwar noch vor dem Lithiumabbau. Und dass die paar die noch da waren, nicht wirklich Lust auf die Mondlandschaft hatten.

    Vielleicht irre ich mich ja.

  5. Re: Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

    Autor: tco 05.10.19 - 08:43

    ulink schrieb:
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    > E-Mover schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was hilft es, dass Du Geologe bist
    > Er meint vielleicht meine Frage, ob das Grundwasser da wirklich nachströmt
    > und sich der Spiegel dann senkt.
    > Könnte man vielleicht das Salzwasser unter grossen, transparenten
    > Plastikplanen (naja) verdunsten lassen und damit das "destilliertes" Wasser
    > einsammeln? Oder ist das zu einfach gedacht?
    >

    Es gibt in Chile wohl schon ein neues Projekt, bei dem mit Hilfe einer Meerwasserpipeline die entnommene Salzwassermenge den unterirdischen Kavernen wieder zugeführt wird, um das Nachsickern von Süßwasser zu verhindern.

    Deine Idee mit den Plastikplanen scheint mir aufgrund der riesigen Flächen, die da zur Verdunstung genutzt werden, keine so gut umsetzbare Idee zu sein.

  6. Re: Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

    Autor: DeathMD 06.10.19 - 21:07

    Lustig ist auch, dass der Kupferabbau in der Gegend weit mehr Grundwasser verbraucht und einschlägige "Berichte" und "Dokus" es nicht schaffen, dieses kleine Detail zu erwähnen, aber dann schimpft es sich nicht mehr so gut.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  7. Lithium aus Lateinamerika: Umweltfreundlicher als gedacht

    Autor: Marvin-42 07.10.19 - 17:25

    https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/lithium-aus-lateinamerika-umweltfreundlicher-als-gedacht/24022826.html

  8. Re: Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

    Autor: Jorgo34 11.10.19 - 16:37

    treysis schrieb:
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    > ulink schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Salzwasser aus diesen Seen ist so konzentriert, dass es völlig tot
    > ist.
    > > Von daher könnte man die Seen auch komplett verdunsten lassen, die sind
    > > sonst eh zu nichts nutze.
    > >
    > > Es könnte aber ein Problem sein, dass dadurch Grundwasser nachströmt,
    > sich
    > > deswegen der Grundwasserspiegel absenkt und dann die 5 dort lebenden
    > > Hanseln ihre 10 Ziegen nicht mehr tränken können. Das müssten Geologen
    > > beantworten.
    > >
    > > Aber wer bitte will schon in so einer Mondlandschaft leben? Mit einem
    > > kleinen Häuschen nebst etwas Grund in grüneren Gegenden können man die
    > paar
    > > Leute sicher überzeugen, die blöde Geröllhalde hinter sich zu lassen.
    >
    > Die Gewinnung in der Atacama-Salzwüste stellt aber tatsächlich ein großes
    > Problem dar. Und da geht es nicht um 5 Hanseln mit ein paar Ziegen. Ja,
    > natürlich könnte man die umsiedeln und so, aber die haben da genauso wenig
    > Bock drauf, wie die Leute, die wegen der Braunkohle wegziehen müssen.
    > Quelle: Ich bin Geologe.


    Und? Verhindern die Leute die Zwangsumsiedlung, weil sie darauf kein Bock haben?

    Nö. Sie werden hier trotzdem Zwangsumgesiedelt und nich nut 5 Hanseln, sondern ganze Dörfer mit teilweise denkmalgeschützten Gebäuden.

    Hört sich so an als ob du denkst, dass hier niemand seiner Heimat für Braunkohle enteignet wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.19 16:37 durch Jorgo34.

  9. Re: Zur Lithiumgewinnung aus Wüstensalzseen

    Autor: m4mpf 16.10.19 - 17:21

    DeathMD schrieb:
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    > Lustig ist auch, dass der Kupferabbau in der Gegend weit mehr Grundwasser
    > verbraucht und einschlägige "Berichte" und "Dokus" es nicht schaffen,
    > dieses kleine Detail zu erwähnen, aber dann schimpft es sich nicht mehr so
    > gut.

    Blöd, dass man für den E-Motor und die Kabel das Kupfer halt auch noch braucht. :)

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