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Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

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  1. Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

    Autor: MrTridac 26.04.22 - 13:14

    Bei derzeitigen Fördermengen von rund 100.000 Tonnen pro Jahr (2021, weltweit), hab ich Zweifel, dass man da mit rund 600 Tonnen pro Jahr viel reißen kann.
    Bzw. dass sich dann der Aufwand lohnt.

  2. Re: Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

    Autor: FrozenPie 26.04.22 - 13:20

    Mal rumrechnen: Der Akku für ein Tesla Model S beinhaltet rund 10-15 kg Lithium (je nach größe), womit die 600 Tonnen Lithium für ca. 40.000-60.000 Akkus pro Jahr reichen, also die gleiche Menge an E-Autos mit Akkus dieser Größenordnung. Das finde ich persönlich jetzt nicht so wenig, auch wenn die Fabrik in Grünheide in etwa das Zehnfache dieser Anzahl an E-Autos herstellen soll.
    Wenn man natürlich auch noch alle möglichen Stationärspeicher und sonstigen Akkumulatoren auf Lithium-Basis, die weltweit hergestellt werden, in die Betrachtung mit einbezieht ist es schon wieder sehr wenig.

  3. Re: Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

    Autor: M.P. 26.04.22 - 13:54

    Es sind ja vorerst fünf Anlagen geplant.
    Eine einzelne Steinkohlenzeche trägt sicherlich deutlich weniger zur Welt-Steinkohleförderung bei, als 0,6% ....

  4. Re: Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

    Autor: Dwalinn 26.04.22 - 14:51

    Ja 5 Anlagen an einem Standort der aber so ziemlich der einzige ist der auch in Frage kommt

  5. Re: Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

    Autor: M.P. 26.04.22 - 15:25

    Kommt darauf an, wie weit die Konzentration von Lithium im Wasser absinken darf, bis das Verfahren unwirtschaftlich wird.

    Gibt ja durchaus auch Ansätze, das aus Meerwasser zu gewinnen (oder aus dem Filter-Rückstand von Meerwasser-Entsalzungzsanlagen)

    https://efahrer.chip.de/news/sie-fischen-lithium-aus-dem-meer-neue-methode-koennte-rohstoffbedarf-stillen_105102

    Muss man sehen, was die Forscherteams da an Fortschritten machen ...

  6. Re: Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

    Autor: honk 26.04.22 - 15:52

    MrTridac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei derzeitigen Fördermengen von rund 100.000 Tonnen pro Jahr (2021,
    > weltweit), hab ich Zweifel, dass man da mit rund 600 Tonnen pro Jahr viel
    > reißen kann.
    > Bzw. dass sich dann der Aufwand lohnt.
    Kaper die Frage nicht. Obs reicht, um den weltweiten Lithium Bedarf zu decken? Nein ganz sicher nicht. Aber, wie im Artikel steht, soll es immerhin für ca. 1 Millionen PKW Akkus reichen. Das ist doch schon mal eine Hausnummer. Ob sich der der Aufwand lohnt? Ist die Frage nach lesen des Artikel wirklich ernst gemeint? Scheint ein Nobrainer zu sein, einen der derzeit gefragtesten Rohstoffe ohne aufwändigen Bergbau mit einer simplen Bohrung zu fördern und dabei auch noch eine Energieüberschuss zu gewinnen. Das die Produktion der nächsten 5 Jahre schon verkauft ist, bevor die Anlage überhaupt gebaut ist, spricht doch Bände.

    Und wenn lösbare Lithium abgebaut ist, lässt sich die Anlage sicher noch lange zur Wärmegewinnung weiterbetreiben.

  7. Re: Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

    Autor: Chevarez 26.04.22 - 22:37

    honk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nein ganz sicher nicht. Aber, wie im Artikel steht, soll es
    > immerhin für ca. 1 Millionen PKW Akkus reichen. Das ist doch schon mal eine
    > Hausnummer.

    Da bin ich tatsächlich drüber gestolpert. Worauf sind diese 1 Mio bezogen. Auf die ersten Prototypen-Anlagen? Oder auf den später geplanten Vollausbau? Ich finde das tatsächlich sehr wenig, da ich gelesen habe, wie groß dieses Reservoir sein soll.

    Nur mal als Vergleich: Wir haben aktuell ca. 50 Mio Autos allein in Deutschland. Und zusätzlich wird ja auch abseits von Fahrzeugen Lithium benötigt. Soll aber weder heißen, dass es sich dann nicht lohnt, auch nur Lithium für 1 Mio Fahrzeuge anzubauen, noch dass ich denke, Verkehrswende würde darin bestehen, 1:1 ICEVs durch BEVs zu tauschen. Aber ich wollte die Dimensionen mal verdeutlichen. Und da bin ich eher etwas enttäuscht/verwirrt.

    > Und wenn lösbare Lithium abgebaut ist, lässt sich die Anlage sicher noch
    > lange zur Wärmegewinnung weiterbetreiben.

    Quasi endlos, was das Ganze ja so schick macht. Auch bezüglich der Kälteerzeugung durch Fernwärme.

  8. Re: Klingt ja interessant, aber ob's reicht?

    Autor: MrTridac 27.04.22 - 15:04

    FrozenPie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... beinhaltet rund 10-15 kg Lithium (je nach größe),
    > womit die 600 Tonnen Lithium für ca. 40.000-60.000
    > Akkus pro Jahr reichen

    So gerechnet stimme ich zu. Ich hab die Zahl halt eher im Bezug zur Gesamtfördermenge gesehen.
    Im Hinterkopf habe ich aber die Hoffnung, dass Deutschland evtl. irgendwie unabhängig von Lithium-Importen werden könnte. Vor dem Hintergrund klingen 600 Tonnen aber recht wenig.

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