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Wenn's mal wieder länger dauert...

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  1. Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: WasntMe 02.04.19 - 15:35

    ...kann es doch trotzdem sinnvoll sein, jetzt den Ausbau jetzt zu fördern. Die Kaufprämie ist versumpft, weil die eher für private Käufer konzipiert war. In Deutschland ist sind aber die meisten Neuzulassungen nun mal Dienstwagen. Und Firmen interessiert so eine Prämie weniger, weil die sowieso die Fahrzeuge leasen oder abschreiben. Deswegen glaube ich, dass die Förderung beim geldwerten Vorteil erfolgreicher sein wird. Sollte dann auch das Angebot da sein (sprich: sollten Audi, VW, Mercedes, BMW es endlich schaffen mit passenden Modellen in passender Stückzahl um die Kurve zu kommen), könnte das tatsächlich für nennenswerten Absatz sorgen. Und damit kann in 3 bis 4 Jahren ein Markt für gebrauchte e-Fahrzeuge entstehen, die sich auch eine Privatperson der Mittelschicht leisten kann und bei denen die niedrigeren Unterhaltskosten zum Tragen kommen. Und dann brauchen die Leute dringend Ladesäulen zu Hause...

  2. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: Taurec42 02.04.19 - 15:39

    Die Prämie hilft wieder nur den Besserverdienern.

    Deutlich Sinnvoller wäre es öffentliche Ladestationen weiter zu fördern (oder auch beim Arbeitgeber).

    Ich lade lieber am Ziel als zuhause!

  3. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: WasntMe 02.04.19 - 15:42

    Taurec42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Prämie hilft wieder nur den Besserverdienern.
    Warum?
    > Deutlich Sinnvoller wäre es öffentliche Ladestationen weiter zu fördern
    klar
    > (oder auch beim Arbeitgeber).
    siehe Artikel: ist doch so angedacht
    > Ich lade lieber am Ziel als zuhause!
    Zustimmung

  4. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: Knarz 02.04.19 - 15:45

    Warum? Weil E-Autos eh schon zu teuer sind und die Ladesäule nochmal.
    Bringt also nur jemandem was, der eh schon die Kohle hat, sich beides zu leisten.

  5. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: Taurec42 02.04.19 - 15:46

    WasntMe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Taurec42 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Prämie hilft wieder nur den Besserverdienern.
    > Warum?
    Weil die in den meisten Fällen eine Garage haben. Ohne die braucht es halt mehr öffentliche Lademöglichkeiten da eine Private nicht möglich ist.

  6. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: chefin 02.04.19 - 15:53

    Welche niedrigen Unterhaltskosten? KFZ-Steuer ist nur temporär weggefallen. Strom kostet ein Mehrfaches gegenüber Diesel. 5l Diesel reichen heute um 100km weit zu kommen. dem stehen ca 20kwh Strom gegenüber bei ähnlichem Komfort und Geschwindigkeit. Natürlich nur statistisch, da in der Stadt ein E-Auto Vorteile mit Rückgewinnung hat. Im Langstreckenbetrieb fallen die viel zu klein aus.

    Ich kann mit Verbrenner zwar nicht rückgewinnen, aber so früh vom Gas gehen, das ich es kaum wegbremsen muss. Geht der E auch vom Gas rollt er genauso weit, ohne Rückgewinnung. Mit muss er länger auf dem Gas bleiben.

    Also stehen 20KWh 5L entgegen. 20KWh laden kostet aber ca 22-30KWh, je nach dem ob man langsam oder schnell lädt. Selbst 22KWh kosten mich schon 6 Euro. 5l Diesel kosten mich zwar aktuell 6,50. Aber bei nur 50ct Differenz darf man nicht einmal an die Ladestation gehen, weil da zahlt man 0,40-1,00 Euro, je nach dem. Damit muss man zig mal zuhause laden das wieder aufzuholen.

    Öl haben die auch, das muss ebenfalls gewechselt werden. Kühlflüssigkeit, Klimaanlage, Bremsanlage, Beleuchtung...alles da, muss alles gepflegt werden. Nur die reinen motorbedingten Verschleissmittel (Lüftfilter, Ölfilter, Motoröl) fallen weg.

    Wirklich viel billiger ist die Karre nicht. 10 Jahre später ist auch beim Elektroauto alles ausgenudelt, Akku geht langsam in die Knie. Nur im langsamen Laden hält so ein Akku seine 1000 Zyklen. Schnellladen dagegen kann ihm auch mal 5 Zyklen kosten. Und Firmenwagen werden oft schnell geladen, also dürfte nach 3 Jahren der Akku schon die Hälfte seiner Zyklen verbraucht haben.

    Das wird auch dann kein billiges Vergnügen, weil keiner ein 70.000 Euro Auto nach 3 Jahren für 30.000 weggibt. Gerade wenn es noch wenig gebrauchte gibt, bleiben die Preise noch oben. In 15-20 Jahren vieleicht mal.

  7. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: WasntMe 02.04.19 - 17:04

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche niedrigen Unterhaltskosten? KFZ-Steuer ist nur temporär weggefallen.

    Bis 2020 für 10 Jahre ab Erstzulassung steuerbefreit. Danach fällt auch nur Steuer abhängig vom zulässigen Gesamtgewicht an. Also nix Schadstoffklasse, nix Hubraum.

    > Strom kostet ein Mehrfaches gegenüber Diesel. 5l Diesel reichen heute um
    > 100km weit zu kommen. dem stehen ca 20kwh Strom gegenüber bei ähnlichem
    > Komfort und Geschwindigkeit. Natürlich nur statistisch, da in der Stadt ein
    > E-Auto Vorteile mit Rückgewinnung hat. Im Langstreckenbetrieb fallen die
    > viel zu klein aus.
    >
    > Ich kann mit Verbrenner zwar nicht rückgewinnen, aber so früh vom Gas
    > gehen, das ich es kaum wegbremsen muss. Geht der E auch vom Gas rollt er
    > genauso weit, ohne Rückgewinnung. Mit muss er länger auf dem Gas bleiben.
    >
    > Also stehen 20KWh 5L entgegen. 20KWh laden kostet aber ca 22-30KWh, je nach
    > dem ob man langsam oder schnell lädt. Selbst 22KWh kosten mich schon 6
    > Euro. 5l Diesel kosten mich zwar aktuell 6,50. Aber bei nur 50ct Differenz
    > darf man nicht einmal an die Ladestation gehen, weil da zahlt man 0,40-1,00
    > Euro, je nach dem. Damit muss man zig mal zuhause laden das wieder
    > aufzuholen.

    Klar, an der 8A-Dose laden ist sehr ineffizient. Deswegen Wallbox. Die gefördert werden soll...

    > Öl haben die auch, das muss ebenfalls gewechselt werden. Kühlflüssigkeit,
    > Klimaanlage, Bremsanlage, Beleuchtung...alles da, muss alles gepflegt
    > werden. Nur die reinen motorbedingten Verschleissmittel (Lüftfilter,
    > Ölfilter, Motoröl) fallen weg.

    Ähm du meintest sicher allgemeine Schmierstoffe, denn Motoröl hast du ja auch (richtigerweise) ausgeschlossen. Ein Elektromotor braucht kein Motoröl. Das Getriebe kann beim reinen e-Antrieb um einiges einfacher gestaltet werden als beim Verbrenner. Abschmieren steht auch beim Verbrenner nie auf der Rechung, weil Zeit- und Materialeinsatz dafür vernachlässigbar sind. Wird wenn nötig bei der Inspektion mitgemacht. Kühlflüssigkeit braucht ein Elektromotor auch nicht. Der Motor produziert nicht so viel Abwärme, dass man eine Flüssigkeitskühlung einsetzen müsste. Bremsanlage verschleißt wegen Rekuperation auch weniger. Und das Licht... kein e-Auto hat Glühlampen. Und LEDs mit einer Lebensdauer von 20.000 Betriebsstunden musst du erst einmal kaputt bekommen, bevor der Rost das Auto zerfrisst.

    > Wirklich viel billiger ist die Karre nicht. 10 Jahre später ist auch beim
    > Elektroauto alles ausgenudelt, Akku geht langsam in die Knie. Nur im
    > langsamen Laden hält so ein Akku seine 1000 Zyklen. Schnellladen dagegen
    > kann ihm auch mal 5 Zyklen kosten. Und Firmenwagen werden oft schnell
    > geladen, also dürfte nach 3 Jahren der Akku schon die Hälfte seiner Zyklen
    > verbraucht haben.

    Wo hast du den Unsinn her? Nissan garantiert 70% Kapazität nach 5 Jahren oder 100.000 Kilometern, Opel und VW 8 Jahre bzw. 160.000 Kilometer. Praxisdaten von Tesla zeigen, dass im deren Akkus sogar noch besser sind als erwartet: im Schnitt 90% Kapazität nach 200.000 Kilometern: https://teslamag.de/news/datenerhebung-zeigt-ueber-90-akkukapazitaet-auch-nach-200-000-zurueckgelegten-kilometern-10212. Und da kann man noch mit Verbesserungen in der Haltbarkeit rechnen...

    > Das wird auch dann kein billiges Vergnügen, weil keiner ein 70.000 Euro
    > Auto nach 3 Jahren für 30.000 weggibt. Gerade wenn es noch wenig gebrauchte
    > gibt, bleiben die Preise noch oben. In 15-20 Jahren vieleicht mal.

    Deswegen schrieb ich auch was von Dienstwagen. Die Leasingverträge laufen i.d.R. nach 3 Jahren aus, dann sind sie als Gebrauchtwagen auf dem Markt. Übrigens: für Leute mit Dienstwagen zur privaten Nutzung ist steuerlich jedes Elektrofahrzeug günstiger, das weniger als das doppelte eines vergleichbaren Verbrenners kostet...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.19 17:09 durch WasntMe.

  8. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: waldschote 02.04.19 - 17:27

    Welche Oberklasse verbraucht denn 5l Diesel auf 100km? Ich kenne kein einziges Modell. Die meisten liegen eher bei 7l bis 9l.

    Ein Diesel der nur 5l/100km verbraucht ist definitiv Kompaktklasse oder max. Mittelklasse. Und da liegt der Verbrauch nicht bei 20kWh sondern im Bereich von 15kWh bis 18kWh. Hohe Ladeverluste hat man auch nur bei sehr hohen Ladeströmen. Also im Bereich von >=50kWh. Das lädt aber niemand zu hausen. Hier liegen die Ladeströme bei <10kWh.

    Bei 15% Verlust (was bei den geringen Ladeleistungen ein sehr hoher Verlustwert ist) hat man bei 18kWh Ladekapazität ca. 5,18¤ (inkl. Verlust) für 100km ausgegeben.

  9. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: waldschote 02.04.19 - 17:31

    > Ich lade lieber am Ziel als zuhause!
    >
    Und das Ziel ist?

    Schwer zu definieren. Denn das Ziel kann alles mögliche sein. Angefangen vom eigenen Zuhause über den Arbeitsplatz bis hin zu Freunden/Familie, Urlaubsgebiete, Erholungsgebiete, irgendwelche Parkplätze, etc. ^^

  10. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: laolamia 03.04.19 - 08:08

    Knarz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum? Weil E-Autos eh schon zu teuer sind und die Ladesäule nochmal.
    > Bringt also nur jemandem was, der eh schon die Kohle hat, sich beides zu
    > leisten.

    die die du ausschliessen willst, finanzieren (oft) handys, fernseher und was weiss ich alles.
    ich zähle mich zur "mittelschicht" und finanziere mein PKW immer über 4 Jahre um ihn dann zu wechseln- momentan entscheide ich bei der marke immer nach preis leistung- wenn durch förderung elektro in den fokus rueckt dann steig ich auch um.

    ich würde also profitieren...zähle mich aber nicht zu einem wie du ihn nennst "der eh schon kohle hat"



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.19 08:13 durch laolamia.

  11. Re: Wenn's mal wieder länger dauert...

    Autor: MarHus 03.04.19 - 12:45

    Man müsste sowieso umdenken, wenn man umsteigt auf e-Auto. Gerade wenn man auf das Auto angewiesen ist. Ich denke da beispielsweise an Vertriebler. Wenn die den ganzen Tag unterwegs sind, kommen da schon ein paar Kilometer zusammen. Es könnte sogar passieren, dass dann die Akkuleistung am Ende ist und man selber aber noch nicht zu Hause. Also sollte man auch die Möglichkeit haben, beispielsweise beim Kunden, wenn ich dort ca. 2 Stunden im Termin bin, mein Auto zu laden.

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