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Schwacher Artikel

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  1. Schwacher Artikel

    Autor: Urbautz 16.01.19 - 12:32

    Meine Erfahrungen (viele unserer Kunden sind Logistikdienstleister):
    Sendungen müssen in kurzer Zeit von A nach B. Das ist mit einem zentral organisiertem Transportsystem mit Umladestationen kaum machbar.
    Sehen wir uns das mal für ne 140km lange Strecke an:
    - LKW/Container wird beladen. Hier geht es schon los, ein LKW mit Seitenbeladung ist um vieles schneller beladen als ein Standard-Seecontainer von hinten, für die man meist Rampen braucht.
    - Die Container sind für europäische Maße (Euro, 1200x800x800) unglaublich schlecht geeignet, da für Amerikanische Maße ausgelegt (830x830xirgendwas). Es bleibt also immer Luft, und es ist zusätzliche Ladungssicherung notwendig. Die Container haben 2 größen: 20Fuss und 40Fuss. LKWs gibts in 5tonnen-Staffelungen vom 7,5t bis 40t. Somit bestellt man den passenden LKW.
    - So ein Container wiegt auch ein bisschen was mehr als der LKW-Auflieger, auf der Fahrt zum Bahnhof braucht der LKW also pro km mehr Sprit. Wenn man Glück hat, ist der nächste Güterbahnhof im Schnitt 15km entfernt, also muss man da auch schonmal 30km fahren.
    - Dann muss Umgeladen werden. Hier gehen selbst bei perfekten Timing schonmal 2h drauf. Bis die Ladung auf dem Zug steht, ist der Direkt-LKW schon am Ziel.
    - Zug fährt, wenn man glück hat mit einer Direktverbindung und wird wieder abgeladen. Aber hier dann meinen Text umgedreht nochmal lesen.

    Der Zug ist auf Strecken unter 500km einfach nicht konkurrenzfähig, da LKWs hier einfach flexibler sind (und immer günstiger).

  2. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Netzweltler 16.01.19 - 12:48

    Die Bahn hat sich in den letzten Jahrzehnten aus der Fläche zurückgezogen.

    Für den schwerfälligen Koloß Deutsche Bahn sind die einzelnen Strecken (und insbesondere Nebenstrecken) nicht wirklich wichtig.

    Besser wären hier regionale Organisationen gewesen, die sich um die Infrastruktur vor Ort kümmern und sie wesentlich besser auslasten hätten können.

    Aber im Autoland Deutschland wäre so die Konkurrenz zum PKW/LKW wesentlich lästiger geworden.

  3. Re: Schwacher Artikel

    Autor: deefens 16.01.19 - 12:51

    Urbautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sendungen müssen in kurzer Zeit von A nach B

    Aber doch nicht alle. Ob eine Lieferung TV-Geräte, Möbel oder Autos am selben Tag um 12 Uhr oder um 15 Uhr ihr Ziel erreicht sollte in der Praxis irrelevant sein. Sicher gibt es Ausnahmen wie Lebensmittel, Medikamente und Zulieferteile für die Produktion. Und was an Zeit verloren geht muss halt über den Preis wieder reingeholt werden, d.h. der Güterverkehr muss günstiger werden, was wiederum nur über steigende Volumen funktionieren wird.

    Wenn man die Massen an osteuropäischen LKWs selbst hier in Süddeutschland täglich auf der Autobahn sieht, wage ich auch zu bezweifeln dass die meisten Waren einen Transportweg von unter 500 km haben.

  4. Re: Schwacher Artikel

    Autor: DJMetzger 16.01.19 - 12:54

    Früher waren Logistiker halt auch genau deswegen in Bahnnähe. Viele hatten ja sogar Gleis bis direkt aufs Gelände zum direkten verladen.

    Heute sind die Lagerstandorte halt in Autobahnnähe in irgendeiner geschaffenen Industrie Zone ausserhalb kleiner Ortschaften.

    Das ist so gewachsen und kann auch wieder zurück wachsen.

  5. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Urbautz 16.01.19 - 13:04

    Das problem ist halt dass ein kilometer straße (auch dann besserer "kurvenfähigkeit") flexibler zu legen ist als ein Gleis, das ja recht grade verlaufen muss.

  6. Re: Schwacher Artikel

    Autor: theFiend 16.01.19 - 13:31

    Urbautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das problem ist halt dass ein kilometer straße (auch dann besserer
    > "kurvenfähigkeit") flexibler zu legen ist als ein Gleis, das ja recht grade
    > verlaufen muss.

    Beim Güterverkehr nicht ganz so entscheidend, da eh keine höheren Geschwindigkeiten.
    Das der Güterverkehr übrigens relativ problemlos auf die Schiene bewegt werden kann, zeigen mal wieder unsere direkten Nachbarn (Schweiz, Österreich) bei denen die KM Schiene auch noch deutlich teurer sein dürfte als bei uns, weil viel mehr Tunnel erforderlich.

    Das größte Problem sind aber heute garnicht die Logistikstrecken für 150km, auf denen der TO seine Argumentation aufbaut, sondern allgemein die Just in Time Produktion, und die damit zusammenhängende Verlagerung der Warenbestände auf den Transportweg. Da ist auch die pure Geschwindigkeit des Transportweges garnicht so entscheidend, sondern viel mehr die Zuverlässigkeit der Lieferung.

    Bei entsprechendem Willen und Investitionen wäre es sicher problemlos möglich die Hälfte (wenn nicht mehr) des derzeitigen Warenverkehrs wieder auf die Schiene zu verlegen.

  7. Re: Schwacher Artikel

    Autor: chefin 16.01.19 - 13:33

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Urbautz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sendungen müssen in kurzer Zeit von A nach B
    >
    > Aber doch nicht alle. Ob eine Lieferung TV-Geräte, Möbel oder Autos am
    > selben Tag um 12 Uhr oder um 15 Uhr ihr Ziel erreicht sollte in der Praxis
    > irrelevant sein. Sicher gibt es Ausnahmen wie Lebensmittel, Medikamente und
    > Zulieferteile für die Produktion. Und was an Zeit verloren geht muss halt
    > über den Preis wieder reingeholt werden, d.h. der Güterverkehr muss
    > günstiger werden, was wiederum nur über steigende Volumen funktionieren
    > wird.
    >
    > Wenn man die Massen an osteuropäischen LKWs selbst hier in Süddeutschland
    > täglich auf der Autobahn sieht, wage ich auch zu bezweifeln dass die
    > meisten Waren einen Transportweg von unter 500 km haben.


    Aber absoluter Blödsinn

    Du kannst nicht einfach den ganzen Tag 2 Hansel rumstehen lassen die auf die Lieferung warten. Und dann kommt die Bahn und damit die gesamte Tageslieferung endlich an und dir fehlen 3 Leute und 2 Stapler das auch nur halbwegs in der Zeit zu schaffen die der Pendel Transporter dir zugesteht.

    Das MUSS sich einfach verteilen. Und das tut es auch, weil es mehrere Speditionen sind, die jeweils die Waren bringen. Mal morgens schon der erste mal etwas später. Das ergibt eine gewisse Zufälligkeit. Und kollidieren mal 2 Entladungen weil beide Fahrer aufgrund ihres Tagesrythmus halt hier zur selben Zeit sind, wird nach der zweiten Kollision einer der Fahrer ausweichen. Ich zieh einen anderen Kunden vor, das bringt mir 2std die ich später hier bin. Das reicht dann schon.

    Und im Artikel völlig aussen vor gelassen: zu den 51.000km BAB und Bundesstrasse kommen noch 500.000km andere Strassen die dem LKW zur Verfügung stehen und ermöglichen das alles als Punkt zu Punkt Transport ohne Umladen gemanaged werden kann.

    Bahn muss sammeln, muss Züge zusammenstellen. Du kannst schlecht 1.000.000 Lokomotiven mit 3 Anhänger rumjagen. Und die können sich nicht überholen, es gibt keine Überholspuren. Wo es zweigleisig läuft kommt dir halt auch was entgegen und die Spurwechsel sind fixiert über die Weichen.

    Züge eigenen sich nicht für regionalen Stückgut. Ja, die Unternehmen könnten es machen, aber es würde mehr Geld kosten und viel größere Lager benötigen. Und dann werden Leute dort kaufen, wo diese Kosten nicht sind. Der welcher auf de Bahn setzt geht Pleite. Oder man regelt es gesetzlich und verbietet LKW im Überlandverkehr um durch solche Gesetze die Bahn zu stärken und Gleichheit für alle zu schaffen. Dann aber kommt dein Amazonpaket halt auch erst in 1 Woche an. Frühestens.

  8. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Faraaday 16.01.19 - 13:40

    Zu behaupten das geht nicht oder eignet sich nicht ist nicht korrekt.
    Früher gab es Stückgut. Es kam zu einer bestimmten Zeit ein Wagon, und der wurde dann zu einer anderen Zeit mit mehreren Stunden dazwischen wieder abgeholt.
    Der wahre Nachteil liegt in der hohen Sicherheit der Bahn.

    Beim LKW läd irgendwer und irgendwer fährt und wenn was passiert war es keiner son Pech aber auch.
    Bei der Bahn kommt ein Zugelassener Prüfer und prüft ob die Ladungssicherung korrekt durchgeführt wurde. Ist das nicht der Fall bleibt der Wagon stehen. Son Pech aber auch.

    Also solange Billig, billig gefordert wird und neu, neu geht da gar nix.

    Ein abgeranzter, geg. nicht Verkehrstüchtiger LKW mit ungeprüfter, unzureichender Ladungssicherung mit möglichem Stau. Gegen eine garantierte Sicherheit und ein Zeitfenster.

    Wer ist wohl billiger, wenn man die Probleme auf SubSubSub abschieben kann?

  9. Re: Schwacher Artikel

    Autor: topas08 16.01.19 - 13:45

    Aber auch Oberleitung ist auf Mittelstrecke "interessant". Doppeltes Vorhalten von O-LKW und Diesel-LKW (für die Kunden, die keine Leitung vor der Haustür haben). Mal 5 Kunden angenommen, und Kunde 3 hat im Umkreis von 5km keine Leitung. Wird der dann per Diesel einzeln angefahren, oder macht der Diesel dann alle Kunden?
    Zum Nahverkehr: Es ist halt dieselbe Problematik wie beim ÖPNV... quasi ÖWNV (für Waren), nur dass das Bus/Straßenbahn/U-Bahn-Netz das Oberleitungsnetz ist: Sobald es hinlänglich stark ausgebaut ist es nutzbar (die letzte Meile wird zu Fuß / per Batterie gemacht). In Berlin ist man super ohne Auto unterwegs... Sobald die Dichte nachlässt (es nur ein Gewerbegebiet im 10km-Radius gibt) wird es unrentabel, für die 10LKW in der Woche zig Kilometer Oberleitung zu legen. Für gewisse Szenarien (Pendeln zwischen Standorten oder Zulieferern) ist eine O-Leitung sicher praktikabel... aber als generische Lösung zu kompliziert.
    Zum Fernverkehr: Was spricht denn gegen eine gut konzipierte Planung für Fern-Warenverkehr (ok, ich weiß, die Deutsche Bahn spricht dagegen): Lok, Aufenthalts-/Schlafwagen, dahinter plane Waggons, auf die die LKW über eine Rampe fahren können. Einmal Aaachen-Görlitz gebucht, dauert mit Be- und Entladen halt 12 Stunden - aber der Fahrer kann sich ausbuchen, hat seine lange Pause und kann in Görlitz gleich weiter fahren. Mehr Zeitökonomie und Effizienz geht doch gar nicht...

  10. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Faraaday 16.01.19 - 13:54

    Vorallem ist die Bahn schneller (120 vs 80)
    Bei dichtem Takt, nutzungszwang für strecken über XY km oder Strecken von nach wäre es sinnvoll.

  11. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Urbautz 16.01.19 - 14:19

    Faraaday schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorallem ist die Bahn schneller (120 vs 80)
    > Bei dichtem Takt, nutzungszwang für strecken über XY km oder Strecken von
    > nach wäre es sinnvoll.

    Das kommt aber erst ab 500km zu tragen - ansonsten sind die Verladezeiten und Umladezeiten + Standzeiten am Bahnhof mehr als man mit 40kmh rausholen könnte.

    Die 500km gelten dabei als Faustregel in der Logistik bei FTL (FullTruckLoad) - habe ich mir nicht ausgedacht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.19 14:24 durch Urbautz.

  12. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Spaghetticode 16.01.19 - 14:31

    topas08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal 5 Kunden angenommen, und Kunde 3 hat im Umkreis von
    > 5km keine Leitung. Wird der dann per Diesel einzeln angefahren, oder macht
    > der Diesel dann alle Kunden?

    Die Oberleitungs-LKW bekommen Batterien, da die Oberleitung ja nur an der Autobahn errichtet werden soll.

  13. Re: Schwacher Artikel

    Autor: sinner89 16.01.19 - 15:57

    Ich stimme dir zu und würde weiter gegen den Autor argumentieren:

    Warum muss man diese Oberleitung überall hin verlegene? Das hat der Autor richtig erkannt aber falsch interpretiert.

    Anstatt dass wir in jedes Dorf eine Oberleitung legen, gibt es die Oberleitung nur bei Autobahnen und bei wichtigen "Schnellstraßen". Für die Abfahrt und Auffahrt auf die Strecken mit Oberleitung wird der O-LKW mit einem Akku ausgestattet mit einer Reichweite von 30-50km.

    - Strom statt Diesel (umweltfreundlicher und leiser).
    - Flexibel, da man Hindernissen ausweichen kann (Unfall unter der Oberleitung legt nicht alles lahm)
    - Leichter, weil ein kleinerer Akku reicht.

    Und beim Verladen, Entladen und Fahren kann der kleine Akku aufgeladen werden.

  14. Re: Schwacher Artikel

    Autor: lestard 16.01.19 - 16:18

    Im Prinzip sollte der Preis sowas regeln. Der Preis für die Dienstleistung "Transport" muss dann aber auch alle "Kosten" enthalten, d.h. nicht nur das, was jetzt schon eingerechnet wird, sondern auch volkswirtschaftliche Kosten und die Unannehmlichkeiten z.B. der Anwohner.
    Ich wohne beispielsweise in der Nähe der im Artikel erwähnten A4 und hier in der Gegend gibts vermutlich keinen einzigen Autofahrer, der sich nicht über die unzähligen LKW aufregt, die in den letzten Jahren nochmal stark vermehrt die Autobahn verstopfen. Dazu kommen erhöhte Verkehrsunfälle die durch LKW-Fahrer verursacht wurden und natürlich so Sachen wie die Kosten für die Instandsetzung der Straßen.

    Diese ganzen "Kosten" kommen aber nicht von alleine in einem "Freien Markt" in den Preis für die Transportdienstleistung. Der Staat könnte das aber machen. Er könnte diese Kosten und auch z.B. Umwelt-Kosten über verschiedene Wege (z.B. Steuern) einpreisen.

    Eine wichtige Aufgabe von Steuergesetzgebung ist es, das Verhalten der Bürger und Unternehmen im Land zu beeinflussen. Wenn "schlechtes Verhalten" zu billig ist, muss es eben verteuert werden, wie z.B. bei der Tabaksteuer. Wenn der Staat (d.h. die Gesellschaft) sich dafür entscheidet, dass LKW-Transport auf der Straße "schlecht" ist, dann kann man das auch verteuern.

    Und dann werden Unternehmen, die die Dienstleistung "Transport" in Anspruch nehmen wollen, eine neue Rechnung aufmachen. Und die können dann Abwägen, ob ihnen die höhere Flexibilität die höheren Preise wert sind oder ob sie auf die dann günstigere Bahn setzen.

  15. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Kay_Ahnung 16.01.19 - 16:35

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Prinzip sollte der Preis sowas regeln. Der Preis für die Dienstleistung
    > "Transport" muss dann aber auch alle "Kosten" enthalten, d.h. nicht nur
    > das, was jetzt schon eingerechnet wird, sondern auch volkswirtschaftliche
    > Kosten und die Unannehmlichkeiten z.B. der Anwohner.
    > Ich wohne beispielsweise in der Nähe der im Artikel erwähnten A4 und hier
    > in der Gegend gibts vermutlich keinen einzigen Autofahrer, der sich nicht
    > über die unzähligen LKW aufregt, die in den letzten Jahren nochmal stark
    > vermehrt die Autobahn verstopfen. Dazu kommen erhöhte Verkehrsunfälle die
    > durch LKW-Fahrer verursacht wurden und natürlich so Sachen wie die Kosten
    > für die Instandsetzung der Straßen.

    Das Problem ist doch genau andersrum. Der Schienenverkehr wird oft durch die Anwohner verteuert. Wenn bei jedem Bau von schienen oder Bahnhöfen erstmal geklagt wird und somit das Projekt verzögert/teuerer wird dann kostet das eben und macht die Schiene unpopulär.
    Außerdem zahlen die LKW Fahrer schon über die Maut für die Infrastruktur zumindest auf den Autobahnen und co.

    > Diese ganzen "Kosten" kommen aber nicht von alleine in einem "Freien Markt"
    > in den Preis für die Transportdienstleistung. Der Staat könnte das aber
    > machen. Er könnte diese Kosten und auch z.B. Umwelt-Kosten über
    > verschiedene Wege (z.B. Steuern) einpreisen.
    >
    > Eine wichtige Aufgabe von Steuergesetzgebung ist es, das Verhalten der
    > Bürger und Unternehmen im Land zu beeinflussen. Wenn "schlechtes Verhalten"
    > zu billig ist, muss es eben verteuert werden, wie z.B. bei der Tabaksteuer.
    > Wenn der Staat (d.h. die Gesellschaft) sich dafür entscheidet, dass
    > LKW-Transport auf der Straße "schlecht" ist, dann kann man das auch
    > verteuern.

    Wie gut es klappt wenn die "Gesellschaft" sich für etwas entscheidet sieht man ja bei der Windkraft, diese ist super und gewollt aber wehe das Windrad steht in der nähe des eigenen Hauses.

    > Und dann werden Unternehmen, die die Dienstleistung "Transport" in Anspruch
    > nehmen wollen, eine neue Rechnung aufmachen. Und die können dann Abwägen,
    > ob ihnen die höhere Flexibilität die höheren Preise wert sind oder ob sie
    > auf die dann günstigere Bahn setzen.

    Auch hier ist es andersrum, dadurch das die Bahn unflexibel und langsam ist, ist sie am Ende auch teurer.

    Außerdem ist der Transport per Schiene im großen Maßstab einfach nicht möglich da das Schienennetz das nicht hergibt. Man merkt ja heute schon die Probleme und wie sehr es sich verzögert wenn mal ein Unfall passiert oder jemand auf den Schienen liegt oder es gerade gestürmt hat oder wenn es zu heiß/kalt ist.

  16. Re: Schwacher Artikel

    Autor: schnedan 16.01.19 - 16:53

    da seit Jahren und Jahrzehnten - den Schwarzen sei dank - der staatliche Ausbau primär in die Straße geflossen ist, wurde die Bahn im Verhältnis immer teurer und weniger Leistungsfähig. Jetzt noch mit billigen Osteuropäern auf dem Bock kann man von der Straße weg nur noch mit politischem Willen. Solange wir alle die Schäden der LKW zahlen sind die konkurrenzlos günstig für die Wirtschaft.

  17. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Tekkie112 16.01.19 - 20:45

    Wir haben 2 Weltkriege auf dem Rücken der Bahn geführt aber unser Konsum soll nicht möglich sein?

  18. Re: Schwacher Artikel

    Autor: BambooWang 16.01.19 - 23:37

    Ich bin auch grundsätzlich für die Bahn, denke auch dass schlichtweg der politische Wille fehlt, die entsprechenden Anreize und Voraussetzungen zu schaffen bzw. Fehlanreize zu verhindern. Im Gegensatz zu Bussen gibt's für LKW's immerhin Maut, "natürlich" nicht auf allen Straßen. Würde mich aber wundern, wenn die kostendeckend wäre. Bei der Bahn zahlt man die Infrastruktur eben mit.

    Trotzalledem, manche Nachteile kann man nicht von der Hand weisen, man kann sie höchstens versuchen bestmöglicht zu kompensieren.
    Aber gäbe es dafür nicht auch technische Möglichkeiten? Alles einfacher als auf die Deutsche Bahn zu warten könnte man doch meinen! Wäre ein Güterwaggon denkbar, der die letzten paar Kilometer als LKW weiter fahren könnte. Meinetwegen auch ganz hipp und autonom. Klar, ist nen ganz anderes Fahrwerk, schon alleine, weil der Waggon keine Lenkung hat, aber unmöglich wäre es sicher nicht. Normalspur sind 1435mm zwischen den Innenkanten der Schienenköpfe. Für breite, doppelte LKW-Räder sicherlich nicht mehr genug Platz beidseitig, aber man könnte die Räder ja vlt davor oder dahinter hydraulisch platzieren, während der Waggon-LKW-Hybrid auf eingelassenen Schienen (wie bei Bahnübergang, Straßenbahn) stünde.
    Gab doch bestimmt schon einmal solche Überlegungen!?

  19. Re: Schwacher Artikel

    Autor: lestard 17.01.19 - 10:46

    Dass die Bahn heute noch nicht günstiger und flexibler ist und die Bahninfrastruktur heute nicht ausreichend ist, das bezweifelt ja sicherlich niemand. Aber das sollte (meiner Meinung nach) das Ziel sein. Ich würde mir eine Weltklasse-Bahn in Deutschland wünschen. Und man kann sowas ja auch machen, wenn die Gesellschaft/Politik das wirklich will.

    Der Hinweis auf Windkraft ist in dem Zuge ganz interessant: Bei mir gibt es direkt vor der Stadt zahlreiche Windräder aber ich hab hier noch nie jemanden darüber meckern gehört. Ich persönlich finde die Windräder toll und freue mich jedesmal, wenn ich dran vorbei komme weil ich auch die Alternative kenne: Etwas weiter gibts große Braunkohle-Tagebaue und wenn man so einen mal live und persönlich gesehen hat, dann kann man über "Umwelt-Verschandlung durch Windräder" nur noch müde lächeln.
    Man muss halt die Alternativen abwägen. Ich hab 10x lieber ein Windkraftrad in der Nähe stehen als ein riesiges, kilometergroßes Loch in der Landschaft.
    Ähnlich sehe ichs auch bei der Bahn und dem LKW-Verkehr.

    Aber du hast natürlich recht: Das sehen andere wohl anders und das finde ich traurig aber muss es hinnehmen. Ich hoffe, dass diese Leute auch noch irgendwann bei ihrer Abwägung zu einem anderen Ergebnis kommen.

  20. Re: Schwacher Artikel

    Autor: Kay_Ahnung 17.01.19 - 12:56

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass die Bahn heute noch nicht günstiger und flexibler ist und die
    > Bahninfrastruktur heute nicht ausreichend ist, das bezweifelt ja sicherlich
    > niemand. Aber das sollte (meiner Meinung nach) das Ziel sein. Ich würde mir
    > eine Weltklasse-Bahn in Deutschland wünschen. Und man kann sowas ja auch
    > machen, wenn die Gesellschaft/Politik das wirklich will.
    >
    > Der Hinweis auf Windkraft ist in dem Zuge ganz interessant: Bei mir gibt es
    > direkt vor der Stadt zahlreiche Windräder aber ich hab hier noch nie
    > jemanden darüber meckern gehört. Ich persönlich finde die Windräder toll
    > und freue mich jedesmal, wenn ich dran vorbei komme weil ich auch die
    > Alternative kenne: Etwas weiter gibts große Braunkohle-Tagebaue und wenn
    > man so einen mal live und persönlich gesehen hat, dann kann man über
    > "Umwelt-Verschandlung durch Windräder" nur noch müde lächeln.
    > Man muss halt die Alternativen abwägen. Ich hab 10x lieber ein Windkraftrad
    > in der Nähe stehen als ein riesiges, kilometergroßes Loch in der
    > Landschaft.
    > Ähnlich sehe ichs auch bei der Bahn und dem LKW-Verkehr.
    >
    > Aber du hast natürlich recht: Das sehen andere wohl anders und das finde
    > ich traurig aber muss es hinnehmen. Ich hoffe, dass diese Leute auch noch
    > irgendwann bei ihrer Abwägung zu einem anderen Ergebnis kommen.

    Mir wären Windkraftwerke auch lieber leider Protestieren da wirklich viele:

    "Deutschlandweit protestieren Bürger gegen Windkraft. Das Umweltministerium will vermitteln."
    https://www.zeit.de/2017/08/windkraft-proteste-erneuerbare-energien

    "Protest gegen Windkraft weitet sich aus"
    "Immer mehr Bürgermeister und Ortsvorsteher in Brandenburg fordern ein Verbot von Windrädern in Wäldern."
    https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/brandenburg-protest-gegen-windkraft-weitet-sich-aus_aid-31032235

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