-
Niedriglohnland Deutschland
Autor: Gast-Redner 26.02.16 - 10:08
Auf Deutsch: wir haben die Löhne so gedrückt, dass die Kollegen billiger als Roboter sind. Was wird nun passieren: Die Qualität wird sinken, die Fehlerquote steigen.
Wenn die gescheite Löhne zahlen würden (20¤+ die Stunde), dann würden sie auch gute Fachkräfte bekommen, aber wenn man mit Bananen zahl, kommen nur.... naja, weniger gute Fachkräfte. -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Quando 26.02.16 - 10:37
Das glaube ich nicht. Die Autoindustrie zahlt sehr hohe Gehälter, die weit über IG-Metall Tarife gehen. Für 20,-/h steht da keiner vom Sofa auf...
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: marcel. 26.02.16 - 10:41
Hier in BW sind z.B. Studenten sehr froh, wenn sie mal 2 Monate bei Mercedes in der Produktion arbeiten dürfen. Ungelernt für einen Ferienjob bereits über 2000¤ im Monat bezahlt sonst kaum jemand.
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Pulsar 26.02.16 - 10:51
marcel. schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Hier in BW sind z.B. Studenten sehr froh, wenn sie mal 2 Monate bei
> Mercedes in der Produktion arbeiten dürfen. Ungelernt für einen Ferienjob
> bereits über 2000¤ im Monat bezahlt sonst kaum jemand.
Da muss ich Ihnen teilweise widersprechen.
Ich kenne hier in Bayern viele StudentInnen (vormals SchülerInnen), die sich regelmäßig 2000¤/Monat in den Ferien dazuverdient haben und so auch heute teilweise ihren Semesterunterhalt bestreiten. Firmen gibt es in der Hinsicht viele; Ist halt branchenabhängig. Gerade in BaWü mit der Auto- und Luft-und Raumfahrt-Industrie sehe ich diesbezüglich also noch wesentlich mehr Potenzial.
Soylent Green für die Welt! -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: derdiedas 26.02.16 - 10:57
https://www.youtube.com/watch?v=vtKajGGJnyU
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: gelöscht 26.02.16 - 11:03
20¤ die Stunde brutto oder netto?
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Niaxa 26.02.16 - 11:11
Du solltest dir mal wirklich die Löhne gerade bei BMW, Daimler, Audi etc. ansehen. Da wirst du sehen, das 20+ Brutto, doch eher die Regel, anstatt die Ausnahme sind.
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Balion 26.02.16 - 11:14
Natürlich ist es billiger einen Menschen dafür zu bezahlen, wenn dieser verschiedene Bestückungen machen muss. Ansonsten bräuchte man einen Menschen der den Roboter immer wieder neu konfiguriert, kalibriert, etc.
Das ist doch wesentlich teurer. -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: gelöscht 26.02.16 - 11:33
Der Witz ist doch aber das es nichts bringt sich über die Firmen aufzuregen. In dem von uns gemachten System MUSS der Hersteller die Produktion billig halten sonst ist er 2 Jahre der Samariter und dann Pleite. Firmen sind gezwungen böse zu sein. Das System das ja jetzt viele wollen (von der ADF zu einer Straffen Fühhhhhrerorganisation) ist noch schlimmer. Menschen mit absoluter Macht sind auch absolut korrupt. -> Noch schlechter.
Solange kein besseres System gefunden wird, und alles was in Richtung Marxismus geht geht durch seine Natur auch in Richtung Parteiendiktatur sollte man damit leben. Aber bitte hört auf nach Idioten wie der ADF zu schreien. -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Gast-Redner 26.02.16 - 11:43
Tun sie nicht und wenn, dann nur für die sehr dünne "Stammbelegschaft". Die anderen kleinen Zeitarbeiter müssen sich gerade so über Wasser halten!
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Balion 26.02.16 - 11:45
Ja, ich rege mich auch gar nicht auf. Ich sehe auch ehrlich gesagt kein Problem darin wenn der einfache Bandarbeiter irgendwann vom Roboter ersetzt wird. Schließlich bedarf es dann Facharbeiter die die Maschinen reparieren können. Es gibt für Menschen solange Jobs, bis die Roboter uns nicht mehr benötigen, erst dann wird das ganze spannend.
Aber was mein Beitrag mit AFD (sofern ich das richtig deute) zu tun hat, ist mir schleierhaft. -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: derdiedas 26.02.16 - 11:59
Kommt drauf an ob man Angestellter oder Leiharbeiter ist!
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Niaxa 26.02.16 - 12:02
Leiharbeiterlöhne werden von der Leiharbeitsfirma gezahlt nicht von den Firmen selbst. Diese zahlen weitaus höhere Stundenlöhne für einen Leiharbeiter um sich gewisse Vorteile dadurch zu erkaufen. Was die Leihfirmen weitergeben, ist wieder was anderes.
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Volle 26.02.16 - 12:11
Also ganz ehrlich aber komm mal hier nach Böblingen/Sindelfingen und such dir ne Wohnung.
Die Preise bei uns sind sehr hoch und das kann man nicht nur mit der Nähe zu Stuttgart sondern eher mit der sehr guten Bezahlung der ganzen Leute die
a) beim Daimler
oder
b) bei Zulieferern vom Daimler
arbeiten erklären.
Natürlich gibt es hier viele andere Industriekonzerne die alle gut bezahlen aber die Leute die beim Daimler am Band arbeiten haben definitiv keine Geldprobleme. -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Nethlem 26.02.16 - 13:38
Balion schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Natürlich ist es billiger einen Menschen dafür zu bezahlen, wenn dieser
> verschiedene Bestückungen machen muss. Ansonsten bräuchte man einen
> Menschen der den Roboter immer wieder neu konfiguriert, kalibriert, etc.
> Das ist doch wesentlich teurer.
Ist ja nicht so als ob man Konfigurationen abspeichern könnte oder die Kombinationsmöglichkeiten dermaßen Unendlich sind.
Der springende Punkt ist hier einfach Kostenersparnis durch Lohndumping. Einen Leiharbeiter ans Band stellen und für 30 Minuten Einweisen ist halt doch irgendwie "einfacher" als jemanden fest anzustellen der sich mit dem Programmieren der Roboter auskennt, und natürlich auch dementsprechend bezahlt werden will.
So sehen halt die Folgen von Lohndumping aus, wo das langfristig hinführt kann man sich in China anschauen: Da wird auch kaum was automatisiert, weil es menschliche Arbeitskraft, zu Dumpingpreisen, im Überfluss gibt.
Wieso komplizierte Technik bauen und warten, wenn vor der Türe tausende Leute stehen welche sich gegenseitig unterbieten, um bloß nicht als "faule Sozialschmarotzer" abgestempelt zu werden? -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Niaxa 26.02.16 - 13:40
So sieht es aus. Und die Arbeitszeiten sind auch weit besser als bei einigen anderen.
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: Nethlem 26.02.16 - 14:03
Niaxa schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> So sieht es aus. Und die Arbeitszeiten sind auch weit besser als bei
> einigen anderen.
Genau, alles super dort: http://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/daimler-wechselt-von-werkvertraegen-auf-leiharbeit-114.html
Bei den Zulieferern sieht das Teils noch dramatischer aus: http://www.zeit.de/2012/14/Zeitarbeit
"Bei SteloTec beträgt die »Leiharbeitsquote« nach Angaben der IG Metall 66,7 Prozent."
"Bei SteloTec etwa erklärt der Betriebsrat auf Anfrage, der Leiharbeitsanteil liege nicht bei 67, sondern bei circa 40 Prozent"
Ach sind also doch nur 40 Prozent.. na dann ist ja alles in Ordnung.
Das wir hier nur von der Automobilindustrie reden, ist ja auch nur nebensächlich.
Das sich um dieses Lohnsklaventum inzwischen schon eine eigene Wirtschaft gebildet hat, auch total Nebensächlich: http://de.statista.com/themen/723/zeitarbeit/
"Anzahl der Zeitarbeitsunternehmen (Hauptsitze) in Deutschland: 6.671"
Fast 7000 Unternehmen deren einziges Geschäftsfeld man eigentlich nur als "modernen Sklavenhandel" bezeichnen kann. -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: specialsymbol 26.02.16 - 14:20
Ja, die 20¤ die Stunde kriegt der Teil, der fest angestellt ist.
-
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: IchBIN 26.02.16 - 17:35
Niaxa schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Leiharbeiterlöhne werden von der Leiharbeitsfirma gezahlt nicht von den
> Firmen selbst. Diese zahlen weitaus höhere Stundenlöhne für einen
> Leiharbeiter um sich gewisse Vorteile dadurch zu erkaufen. Was die
> Leihfirmen weitergeben, ist wieder was anderes.
Und genau deshalb gehört dieser parasitäre Zwischenstufe der Leiharbeitsfirmen eliminiert werden, denn die schaffen keinen Mehrwert, sondern ziehen nur weitestgehend leistungsloses Einkommen von denjenigen ab, die die eigentliche Produktivität schaffen. -
Re: Niedriglohnland Deutschland
Autor: GaliMali 27.02.16 - 14:41
Quando schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Das glaube ich nicht. Die Autoindustrie zahlt sehr hohe Gehälter, die weit
> über IG-Metall Tarife gehen. Für 20,-/h steht da keiner vom Sofa auf...
Dann nehmen die einfach Leiharbeiter. So ist das halt in diesen komischen Deutschland. In allen anderen Ländern sind sie meist teurer, so dass sie bald möglichst übernommen werden sollte. Doch in D. sind sie zur dauerhaften Billigarbeitskraft mutiert.