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  5. › Spitzenglättung: Zwangsabschaltung…

Das kommt irgendwann,

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  1. Das kommt irgendwann,

    Autor: der Unzensierte 17.01.21 - 17:08

    da muss es nur 1x richtig dunkel werden. Dann denkt auch so ein Minister um. Fahren mit Strom aus einem Akku ist eine Sackgasse - es ist einfach nicht genug da. Wer es nicht glaubt - einfach mal Golem und Stromnetz gemeinsam in eine Suchmaschine eingeben. Kann hier nicht verlinken da noch keine 50 posts. Der Beitrag war am 09.01.2021 online.

  2. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: melaw 18.01.21 - 07:47

    Jein. Elektroautos sind kein Problem. Das Problem heißt Energiewende. Irgendwann wird es nichtmehr reichen nur der Industrie regelmäßig den Strom abzustellen, der erste große Blackout wird hart aber lehrreich.

  3. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: ubuntu_user 18.01.21 - 08:18

    melaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jein. Elektroautos sind kein Problem. Das Problem heißt Energiewende.
    > Irgendwann wird es nichtmehr reichen nur der Industrie regelmäßig den Strom
    > abzustellen, der erste große Blackout wird hart aber lehrreich.

    gearde Elektroautos sind ja eher eine Bereicherung für die Energiewende

  4. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 09:02

    Du meinst weil sie meisten Nutzer sie sofort vom Netz trennen werden, wenn der Akku voll ist und sie gehört haben, dass ein volles E-Auto "ihren Strom für den sie bezahlt haben" wieder ins Netz geben sollen und dann "unter Umständen nicht die volle Reichweite bei Bedarf" haben? Ja, so schätze ich die Mehrheit wirklich ein, insbesondere solange Stromer so lange zum laden brauchen.

  5. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: Legendenkiller 18.01.21 - 09:18

    Das hat nicht mit "muss erst mal richtig dunkel werden" oder Energiewende zu tun.

    Es ist heute ganz normal das starke Stromverbraucher bis zu 1h / Tag abgeschaltet werden "dürfen".

    Eine modere Strom / Wärempumpenheizung z.b. bekommt man nur wenn man sich bereit erklärt das diese bis zu 1h pro Tag "fernabgeschaltet" werden darf.

    Das selbe kommt natürlichbei E-Autos / Walletboxen.
    UND!
    Es wird nix passieren. Die meisten werden es nichtmal bemerken und alle haben früh beim losfahren volle Akkus.

    Und wer unbedingt 16 Uhr mit 50KW zu Hause laden muss und auf garkein Fall mit 1h Stundeabschaltung leben kann, der kann entsprechende Tarife wählen.

    Das betrifft nicht "gewerbliche" Ladesäulen... sondern nur die privante Hausanschlüsse und nur nach einer klaren vertraglichen Regelung. Also nicht willkürlich oder zwangsweise.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.01.21 09:21 durch Legendenkiller.

  6. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: Max Level 18.01.21 - 09:23

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du meinst weil sie meisten Nutzer sie sofort vom Netz trennen werden, wenn
    > der Akku voll ist und sie gehört haben, dass ein volles E-Auto "ihren Strom
    > für den sie bezahlt haben" wieder ins Netz geben sollen und dann "unter
    > Umständen nicht die volle Reichweite bei Bedarf" haben?

    Das wäre auch kein Wunder, bzw. ich finde kein greifendes Argument, den Leuten das übel zu nehmen.

  7. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 09:30

    Ich auch nicht, aber wenn man sich halt ein Ideal anschaut (Rückspeisung bei Bedarf durch E-Autos ist ein Ideal und wäre schön) blendet man leider auch menschliches Verahlten aus. Darüber sind schon viele gestolpert.

  8. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: Mailerdeamon 18.01.21 - 10:07

    Wie lange braucht denn ein Stromer zum Laden?
    Also unsere Zoe bräuchte bei 22 kWh 3 Stunden bis voll (von komplett leer).
    Bei 11 kWh bräuchte sie 5 Stunden von leer bis voll.

    Aber die meisten Menschen fahren ihr Fahrzeug an einem Tag nicht leer, denn dazu müssten sie mit der Zoe (und die hat nur 40 kWh Akku in unserem Fall) es schaffen 300 Kilometer pro Tag zu fahren.
    Ich bezweifel das das die übliche Strecke ist.

    Darüber hinaus können die meisten Fahrzeuge überhaupt keine Rückspeisung ins Netz.
    Und darüber hinaus müsstest du 3-4 Stunden nach Ladebeginn noch mal rauslaufen und abziehen, wird wohl keiner machen.

  9. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 10:11

    Hier sind wohl die Farhverhalten und Ladeverhalten total unterschiedlich. Die Aussagen von E-Auto-Fahrern gehen von "Ein E-Auto ist jeden Morgen voll" (wird also jeden Abend geladen" bis hin zu "Ich lade wenn der Akku auf 20% steht". Wie weit es einen trifft hängt also von der jeweiligen Gewohnheit ab. Und länger als fünf Minuten ist lang. Man muss ja auch mal spontane Fahrten machen können, es muss nichtmal ein Notfall sein, kann auch eine Einladung sein.

  10. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: Mailerdeamon 18.01.21 - 10:20

    der Unzensierte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Fahren mit Strom aus einem Akku ist eine Sackgasse - es ist einfach
    > nicht genug da.

    ? Strom ist nur eine Form der Energieübertragung.
    Es ist keine Primärenergiequelle, also wie Gas, Kohle, Uran, indirekt Sonne und Wind.
    Wenn du bisher genug Energie hast um Fahrzeuge zu betreiben, dann kannst du auch die gleiche Menge Fahrzeuge mit Strom betreiben, zumal BEV mit der gleichen Menge Energie (Verluste für Umwandlung, Übertragung und Speicherung bereits eingerechnet) wesentlich effizienter umgehen, also weniger Primärenergie für die gleiche gewünschte Arbeit (die Abgabe von Hitze ist nicht erwünscht) verbrauchen.
    Die einzigen beiden Probleme die es geben könnte wären die Leitungskapazität und ggf. nicht genügend Kraftwerke die Primärenergie in Strom umwandeln.
    Aber da könnte man ja Abhilfe schaffen, ist ja keine natürliche Grenze.

    >Wer es nicht glaubt - einfach mal Golem und Stromnetz
    > gemeinsam in eine Suchmaschine eingeben. Kann hier nicht verlinken da noch
    > keine 50 posts. Der Beitrag war am 09.01.2021 online.

    Du weißt aber schon wie das zu Stande gekommen ist?
    Es sind 3 Kraftwerke in Rumänien vom Netz gegangen. Das hat nichts damit zu tun das nicht genügend Strom da ist, sondern das in dem Moment nicht genügend Strom da war, weil irgendwer sich aus irgendwelchen Gründen plötzlich abgeschaltet hat.
    Das ist kein Problem wenn man das vorher weiß, es ist nämlich ein Unterschied zwischen

    - Derzeit ins Netz eingespeister Energie
    - Theoretisch Verfügbarer Kapazität

    Wie viele E-Autos wann laden werden kann man prognostizieren, so wie man prognostizieren kann ob Wind wehen wird oder die Sonne scheinen und wie viel Energie darüber zu erwarten ist.
    Entsprechend kann man die entsprechende Kraftwerksleistung zur Verfügung stellen zu dem Zeitpunkt.
    Der Ausfall mehrerer großer Kraftwerke hingegen ist nicht prognostizierbar. Das kann man ausgleichen, aber dazu muss man erstmal die entsprechende Menge Leistung anlaufen lassen.
    Kraftwerke kann man nicht einfach ein und ausschalten, die haben (bis auf Wind und Sonne und im Prinzip bestimmte Gasturbinen) eine gewisse Trägheit.
    Und das war das Problem in diesem Fall, ein Ausfall einer größerer Menge Kapazität und zwar unangemeldet.
    Das Stromnetz hat daraufhin richtig reagiert und alles ist (bis auf einige Regionen) sauber weitergelaufen und nach einer Stunde haben sich die Netze wieder vereint.

    Es ist ein Unterschied ob die Kapazität gar nicht vorhanden ist, oder ob sie nur von jetzt auf sofort nicht vorhanden ist.
    Wir haben kein Problem damit das die Kapazität gar nicht vorhanden ist, sondern hatten eins damit das sie nicht von jetzt auf sofort vorhanden war um 3 Kraftwerke abzudecken.

  11. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: chefin 18.01.21 - 11:56

    Der letze Post ist in den Fakten zwar richtig, in den Schlussfolgerungen aber falsch.

    Das ungeplante Kraftwerksabschaltungen ziemlich heftige Probleme machen weis man. Deswegen hat man 3 GW Regelenergie zur Verfügung. Ungeplante Kraftwerksabschaltungen passieren nicht so oft. Sagen wir mal einmal alle 5 Jahre das so ein Kraftwerk unplanmässig abschaltet. Im europäischen Netzverbund haben wir ungefähr 1000-1500 Kraftwerke. Schwer zu definieren, weil Windparks mit 2-3 Windräder noch nicht als Kraftwerk gezählt werden. Sind nämlich nur 5MW Peak wenn überhaupt.

    Bei 1500 Kraftwerken und im Schnitt alle 5 Jahre bedeutet das täglich eine unplanmässige Abschaltung irgendwo. Selbst wenn die alle 10 Jahre nur einmal abschalten, kommen wir auf alle 2 Tage eine Abschaltung. oder 6 tage nix, dann klappen 3 auf einmal weg.

    Das passiert also oft, praktisch täglich. Kritisch wird es, wenn das nicht die kleinen 100MW Kraftwerke sind sondern die großen mit 750-1000MW. Aktuell würden alle Autos zusammen den Stromverbrauch nur um 15% anheben. Das wäre verkraftbar in der Summe. Aber leider sind es Peakladungen. Die Energiemenge muss nicht in 24 Std bereit gestellt werden sondern roundabout in 12 Std am Tag. Das ist durch unser Fahrverhalten bedingt. Morgens beim Losfahren wollen wir alle möglichst genug Reserve haben, also vollen Akku. Dann Abends entscheiden wir obs nächsten Tag noch reicht oder geladen werden muss. Dann aber wird nicht mit 11KW geladen, der E-Autofahrer benötigt mindestens 50KW, besser 100KW Ladebox. Aus genau den selben Gründen weswegen viele Zweitwagen obwohl sie nur Stadtverkehr machen müssen, mindestens 120KW benötigen. Autos unter 100KW sind sozial unwürdig. Und so sind Ladestationen mit 11KW quasi die Alditüte im R8.

    Also laden wir mit 50KW für 1,5std, dann ist voll. So ab 20.00Uhr bis 7 Uhr morgens nix. Danach die Vertreter und Berufsfahrer, abends dann die Berufspendler.Der Peak am Abend wird demnach so mehr bei 50% des aktuelle Stromverbrauches als zusätzliche Leistung zu buche schlagen.

    Mit Fernschalten können die Netzbetreiber das viel besser managen.

  12. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: NukeOperator 18.01.21 - 12:41

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss ja auch mal spontane Fahrten machen können,
    > es muss nichtmal ein Notfall sein, kann auch eine Einladung sein.

    Yepp, learned the hard way.
    Das Verhalten "reicht noch für morgen zur Arbeit" erwischt einem kalt wenn man am Abend "schnell" mal 50km zu Freunden fährt. zack! -100km.

    Auch das hin und her fahren: ist nicht dabei. Bsp krankes Tantchen 50km entfernt abholen, 45km in die Stadt zum Spezialisten bringen, auf dem Heimweg vllt noch eine Besorgung "wenn der Bub schon mit dem Auto da ist" und dann wieder nach Hause.
    da gehen locker 200-250km drauf.

    Das ist völlig ein anderer UseCase als 2x tägl. die 35km zur Arbeit pendeln, aber nicht zwingend ein seltener Ausnahmefall.

  13. Re: Das kommt irgendwann,

    Autor: Copper 18.01.21 - 13:47

    Das Problem "schnell mal irgendwo hin" ist aber nicht unbedingt spezifisch BEV, sondern kann einem auch bei einem Verbrenner blühen.
    Wenig Sprit im Tank und dann ein Notfall? Wer eher stadtnah lebt, der sagt jetzt, wo ist das Problem. Tanken haben doch offen und stehen überall rum.
    Schön für denjenigen. Auf dem Land sieht das gerne mal ganz anders aus. Bei meiner Mutter hat die eine Tanke ab 20:00 Uhr dicht, Sonntag sowieso, die andere macht ab 22:00 dicht.

    Das Problem mit den Extratouren ist aber letztlich nur ein Problem der verfügbaren Akkukapazität und der eigenen Ladestrategie. Und zur Not kann man auch mal an einen Schnelllader fahren. Bei 100kW Ladeleisung pumpt der 100km in ca. 10min rein. Wer wenig Sprit im Tank hat, muss auch erstmal zur Tanke und braucht ähnlich viel Zeit.

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