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schlechtes Marketing

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  1. schlechtes Marketing

    Autor: ubuntu_user 18.01.21 - 07:40

    ich versteh das irgendwie nicht.
    - man hat ja teilweise negative Strompreise, weil man ja EEG-Strom abnehmen muss. Teilweise werden da ja sogar Firmen für bezahlt zur Not Strom abzunehmen, die dass dann verheizen oder so
    - Leute fahren teilweise wegen 2 ct/liter zu ner anderen Tankstelle oder tanken dann lieber abends.
    - E-Auto Infrastruktur existiert quasi bisher noch nicht

    jetzt hat man die Möglichkeit mit neuen Großverbrauchern den Stromverbrauch zu regeln. Und was macht man? Man will den Leuten die Geräte Zwangsabschalten. Und wer verhindert das? Politiker? nein! Die Autolobby, weil die denken, das kauft ja niemand ...

    Warum keine Tarife? du kannst zu bestimmten Zeiten günstiger laden.... Der Stromanbieter spart sich Reservekraftwerke und der Kunde spart. Dann macht man noch nen Knopf Sofortladen oder ab 2h vor Fahrt zur Arbeit Laden starten und der Kunde hat immer vollen Akku.

    Und was plant man? man stellt dem Kunden ne box hin, über die nicht mal er entscheiden kann. Er bezahlt die aber. Hat sonst keinerlei Vorteile und trägt dann das Netzrisiko.

  2. Re: schlechtes Marketing

    Autor: blooddragon 18.01.21 - 08:53

    endlich mal jemand, der meine meinung teilt. Ich versteh auch nicht, warum man hier nicht über den preis regelt. Der autofahrer sollte die möglichkeit haben zu sagen "laden nur bis X ct pro kw" und fertig. Die sparfüchse tragen halt einen besonders niedrigen betrag ein und wers dringend braucht zahlt halt mal doppelt so viel pro KW als "normal". Dann kann man falls ein stromausfall droht einfach den preis pro KW anheben und das laden wird dann automatisch beendet, weil der fahrer nicht bereit ist so viel zu bezahlen ...

  3. Re: schlechtes Marketing

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 09:06

    Weil gerade das Auto eben großteilig zu bestimmten Zeiten laden muss, ebenso wie die Waschmaschine zu bestimmten Zeiten laufen muss (zumindest wenn man in einer MIetwohnung wohnt, oder keinen Ärger mit der Versicherung will). Es nutzt nix, wenn der Strom Mittags um 12 am günstigsten ist, wenn dein Auto auf der Arbeit steht. Noch dazu würden die Energieversorger solche Gesetze zu 95% Wahrscheinlichkeit nutzen, um ihrer Preise zu "optimieren" und vor allem es für niemanden günstiger, aber für alle teurer zu machen (Was O2 beim DSL auch versucht hat. Der Drosseltarif war der alte Preis, der ungedrosselte hieß dann "Fair Use Vorteil" und wird teurer.

    Wie der Glaube an die ungezügelte Marktwirtschaft noch immer so fest sein kann ist mir ein Rätsel...

  4. Re: schlechtes Marketing

    Autor: mimimi 18.01.21 - 09:17

    geht doch jetzt auch mit 2 Tarifen und 2 Zählern. Der Tarif wird dann einfach bei höheren Lasten umgeschaltet. Wie sollten die Versorger das ausnutzen?

  5. Re: schlechtes Marketing

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 09:26

    Lastgrenzen verschieben, Tageszeiten umdefinieren, sich auf jeden Fall über schlechter vergleichbare Tarife freuen. Vor allem war der Vorschlag das ganze einfach Zeitbasierend zu machen und Zeitgrenzen anzupassen ist nun wirklich einfach.

  6. Re: schlechtes Marketing

    Autor: rubberduck09 18.01.21 - 09:49

    Es wäre durchaus sinnvoll wenn die Wallboxen mit den E-Werken 'sprechen' würden und z.B. in Zeiten von Stromüberangeboten die Ladeleistung hochzuschrauben (für einen geringeren kWh Preis!!!) und im Gegensatz zu Mangelzeiten die Ladeleistung zu drosseln aber nicht ganz abzuschalten.
    Die eingestellte Lade-Fertig-Zeit muss trotzdem eingehalten werden, hilft mir ja nix wenn ich um 7:00 los muss aber da die Karre nur halb voll ist.

  7. Re: schlechtes Marketing

    Autor: Mailerdeamon 18.01.21 - 10:31

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil gerade das Auto eben großteilig zu bestimmten Zeiten laden muss,

    Ja? In der Regel muss man zwischen 18 und 7 Uhr morgens laden. Also in einem Zeitraum von 13 Stunden. Das macht selbst bei einem leeren 100 kWh-Akku, den praktisch fast keine Fahzeuge haben und der wenn in der Regel nicht leer sein wird eine Durchschnittsleistung von 8 kWh beim Ladevorgang. 8 kWh entspricht der Leistung von 2 Warmwasserboilern, ggf. auch weniger, je nach Stärke des Boilers.
    Da haben wir aber das Extrem, der Großteil der Fahrzeuge würde wesentlich weniger Verbrauchen da der Akku kleiner und nicht leer ist.

    > ebenso wie die Waschmaschine zu bestimmten Zeiten laufen muss (zumindest
    > wenn man in einer MIetwohnung wohnt, oder keinen Ärger mit der Versicherung
    > will).

    Das Zeitfenster dabei ist nur weit kleiner, da sie nicht um 1 Uhr Nachts Wäsche waschen können, das Auto kann da aber laden, da musst du nämlich nichts weiter machen als anstecken wenn du nach Hause kommst und abstecken wenn du fahren willst, das wars.
    Wäsche kann man hingegen nicht stundenlang in der Maschine liegen lassen.

    >Es nutzt nix, wenn der Strom Mittags um 12 am günstigsten ist, wenn
    > dein Auto auf der Arbeit steht.

    ? Der Strom ist vor allem Nachts spottbillig, also dann wenn du zu Hause im Bett liegst.
    Weil dann nur kleine Teile der Industrie arbeiten und die Haushalte praktisch nichts verbrauchen.
    So ab 22 Uhr bis 6 Uhr morgens - also 8 Stunden lang.


    >Noch dazu würden die Energieversorger
    > solche Gesetze zu 95% Wahrscheinlichkeit nutzen, um ihrer Preise zu
    > "optimieren" und vor allem es für niemanden günstiger, aber für alle teurer
    > zu machen (Was O2 beim DSL auch versucht hat. Der Drosseltarif war der alte
    > Preis, der ungedrosselte hieß dann "Fair Use Vorteil" und wird teurer.

    Wird so oder so passieren.
    Im übrigen solche Tarife gibt es schon, nennt sich Tarife für abwerfbare Lasten/abschaltbare Lasten oder auch Wärmpepumpentarif.
    Die sind derzeit wesentlich günstiger (wir zahlen 22 Cent/kWh glaube ich).
    Und da darf man heute schon sein E-Auto dran laden.
    Natürlich kann man da für bis zu 3 Stunden in 24 Stunden abgeschaltet werden

  8. Re: schlechtes Marketing

    Autor: Mailerdeamon 18.01.21 - 10:37

    Ja, das wäre sinnvoll.
    Aber ich bin mir ziemlich sicher das bekommen die Netzbetreiber ganz alleine hin.
    Eventuell bekommen es auch 3-Anbieter hin, die den Strom dann einfach abhängig vom Preis an der Strombörse billiger anbieten.
    Habe gehört Avattar soll so einer sein, die machen das auch schon ne Weile und es soll gerüchteweise sogar Wallboxen geben die genau das können, ich habe gehört zum Beispiel go-echarger soll das können.

  9. Re: schlechtes Marketing

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 10:45

    Das Auto sollte aber eben auch für spontane Fahrten zur Verfügung stehen. Wie ich schon geschrieben habe: Wenn ein Freund anruft, ob ich spontan vorbei komme, dann will ich auch fahren können und nicht gerade Pech haben, dass just in der letzten Stunde mein Auto nicht geladen hat.

    Bezieht doch mal die menschliche Psyche mit ein. Gerade die Hamsterkäufe letztes Jahr haben die Irrationalität gezeigt. Wer zum Geier braucht 20 Packungen Klopapier? Dennoch haben die Leute gehamstert, obwohl sie reale Erfahrungen zum Verbrauch von Klopapier haben. Daher ist "jemand kann mir das Laden meines Autos von extern abschalten" real schlechtes Marketing, insbesondere da wirklich Vorbehalte gegenüber E-Autos im Bezug auf Reichweite und Ladedauer bestehen.

    Das was du zu deinem Tarif sagst ist das Gegenteil von dem wa sich gesagt habe. Das ist nicht das "O2-Mogelpackungmodel". ;) Schließlich wurde nicht der normale Tarif verteuert, sondern ein günstigerer Tarif eingeführt. Aber das kann auch als Sprungbrett genutzt werden. Ich vertraue den EVUs nicht weiter, als ich sie ohne Hilfsmittel werfen kann.

  10. Re: schlechtes Marketing

    Autor: ubuntu_user 18.01.21 - 11:26

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Auto sollte aber eben auch für spontane Fahrten zur Verfügung stehen.
    > Wie ich schon geschrieben habe: Wenn ein Freund anruft, ob ich spontan
    > vorbei komme, dann will ich auch fahren können und nicht gerade Pech haben,
    > dass just in der letzten Stunde mein Auto nicht geladen hat.

    genau. ich fahr mal spontan 451 km

  11. Re: schlechtes Marketing

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 11:34

    Und wieso muss man mit albernen Extremen kommen? Auch wenn mein Freundeskreis sich auf einen 300km Radius verteilt kann man auch einfach versuchen sachlich zu bleiben, anstelle bei jeder Gelegenheit zu versuchen die Diskussion ins Lächerliche zu ziehen.

  12. Re: schlechtes Marketing

    Autor: greyarea 18.01.21 - 11:35

    So ist es hier (Nordnorwegen) eigentlich Standard: meine Wallbox kennt den Strompreis im Laufe des Tages (und ab frühem Nachmittag vom nächsten) und ich hab ihr gesagt, wann ich das Auto geladen haben möchte. Im Notfall kann ich übersteuern, klar. Dann ist es halt teurer. Das einzige, was nicht geht, ist das Zurückspeisen von Strom ins Haus. Was aber bei einer 30kWh-Batterie auch nicht so richtig sinnvoll ist....

  13. Re: schlechtes Marketing

    Autor: bofhl 18.01.21 - 11:41

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BlindSeer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Auto sollte aber eben auch für spontane Fahrten zur Verfügung
    > stehen.
    > > Wie ich schon geschrieben habe: Wenn ein Freund anruft, ob ich spontan
    > > vorbei komme, dann will ich auch fahren können und nicht gerade Pech
    > haben,
    > > dass just in der letzten Stunde mein Auto nicht geladen hat.
    >
    > genau. ich fahr mal spontan 451 km

    Bis auf einige (wenige) Teslas fährt diese Entfernung kein eAuto. Normal wäre eine Entfernung kleiner 200km und blöderweise sind die meisten eAutos derzeit nicht Privatfahrzeuge, sondern Fahrzeuge des Gewerbe (also Kastenwagen/Kleintransporter etc.) und deren Reichweite ist ~100km.

  14. Re: schlechtes Marketing

    Autor: blooddragon 18.01.21 - 13:07

    wieso gehen immer alle davon aus, dass jedes eauto jeden tag leer gefahren wird und dringend jeden tag neu geladen werden muss? 90% werden einmal pro woche leer gefahren oder seltener. Weil kaum jemand einen 300km arbeitsweg hat.

    also täglich anstecken und wenn der strom irgendwann in der woche mal billig ist, lädt das auto. Wenns nicht dazu kommt, muss man eben mehr geld ausgeben.

  15. Re: schlechtes Marketing

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 13:15

    Wer hat denn was von 90% der Woche gesagt? :) Es geht ja um die Fälle wo man es braucht und dann eben nicht kann, weil ungünstig abgeschaltet wurde und dann insbesondere noch was spontanes dazu kommt. Der planbare Anteil ist egal, beim Arbeitsweg weiß man in der Regel wann man an der Arbeit sein soll, wie weit der Weg ist und wie hoch der Verbrauch in etwa. Das ist kalkulierbar und planbar, daher haben auch in meinem Kollegenkreis einige einen Stromer als Zweitwagen (Pendelauto).
    Nur wenn das Ziel ist Benziner voll zu ersetzen muss man die ungeplanten Fahrten mit betrachten und vor allem, was einige wirklich tun, aufhöhren zu versuchen die Nachteile als Vorteile verkaufen zu wollen. Jede neue Technik hat zunächst Nachteile, nur habe ich gerade das Gefühl, dass diese beim Stromer derzeit zum Wohler der Wirtschaft potentiert werden sollen, bzw. man das in Kauf nimmt, um die Goldgräberstimmung nicht abflachen zu lassen.

    Folgt Strom eigentlich einer ungefähren Preislogik wie die Tankstellen? Wo man weiß, dass an gewissen Wochentagen und zu gewissen Uhrzeiten tanken einfach günstiger ist? Ernst gemeinte Frage. Weil ansonsten heißt es nämlich Strompreise täglich mehrfach prüfen. Auch nicht so schön (im Gegensatz zum Sprit, wo man halt weiß ob man besser Montag oder Samstag abend tankt).

  16. Re: schlechtes Marketing

    Autor: greyarea 18.01.21 - 13:58

    BlindSeer schrieb:
    > Folgt Strom eigentlich einer ungefähren Preislogik wie die Tankstellen? Wo
    > man weiß, dass an gewissen Wochentagen und zu gewissen Uhrzeiten tanken
    > einfach günstiger ist? Ernst gemeinte Frage. Weil ansonsten heißt es
    > nämlich Strompreise täglich mehrfach prüfen. Auch nicht so schön (im
    > Gegensatz zum Sprit, wo man halt weiß ob man besser Montag oder Samstag
    > abend tankt).

    Nee, hier (Norwegen) folgt das nur mäßig einer Logik. Nachts ist es meist günstiger (so ab 23:00 Uhr) und ab 6/7 Uhr morgens wird es wieder teurer. Aber eigentlich ist das auch nicht unbedingt Aufgabe für den Menschen: meine Wallbox macht das automatisch, da die mit dem Stromlieferanten gekoppelt ist und daher "weiß" wann es günstig ist. Übersteuern geht aber natürlich auch... Aus Sport mache ich es gelegentlich manuell mit der Spülmaschine, dass die 2:00 nachts anfängt.

    Die Unterschiede sind teilweise gravierend: 47 Øre/kWh zwischen 1:00 und 2:00 nachts, 68 Øre zwischen 8 und 9 (Werte von heute). Absolut ist das bei einem Auto mit einem Verbrauch unter 18kWh/100km im Winter aber trotzdem wenig.

  17. Re: schlechtes Marketing

    Autor: Mailerdeamon 18.01.21 - 14:17

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wieso muss man mit albernen Extremen kommen? Auch wenn mein
    > Freundeskreis sich auf einen 300km Radius verteilt kann man auch einfach
    > versuchen sachlich zu bleiben, anstelle bei jeder Gelegenheit zu versuchen
    > die Diskussion ins Lächerliche zu ziehen.

    O.K. dann nehmen wir deinen Wert.
    Also dein Kumpel wohnt 300 Kilometer entfernt und ruft dich an ob du mal auf nen Bier rüber kommen willst.
    Klar da springe ich auch ins Auto, sind ja nur 5 Minuten mit meinem Hochgeschwindigkeits-Auto, das fährt die 300 Kilometer in 5 Minuten.
    Man braucht es nicht lächerlich zu machen, du machst dich selbst lächerlich.
    300 Kilometer sind 3-4 Stunden Fahrzeit.
    Das fährt man nicht mal ganz spontan, zumal das eine Richtung ist.
    Das heißt realistisch sind es eher 7-8 Stunden die man da nur im Auto unterwegs ist, ganz spontan so mal nach der Arbeit.

    Werden wir also mal wieder realistisch, realistisch fährst du im schlimmsten Fall nach der Arbeit noch mal spontan 100 Kilometer, das ist etwas über eine Stunde Fahrzeit.
    Und das ganze wieder zurück. In Summe also 2 1/2 Stunden, weiter wirst du nicht kommen so ganz spontan nach der Arbeit.
    Also 200 Kilometer, sagen wir die gleiche Strecke bist du an dem Tag schon zur Arbeit gefahren, das heißt du hast 5 Stunden deines Tages im Auto verbracht, weil du so ein harter Kerl bist.
    Dann bist du effektiv 400 Kilometer gefahren.
    Ja, da wirst du Zwischenladen müssen, bei einem 40 kWh-Akku ca. 100 Kilometer, das dauert bei 50 kWh-Ladeleistung ca. eine halbe Stunde an nem Schnellader, das wirste wohl überleben wenn du an nem Tag 5 Stunden im Auto sitzen konntest.
    Wenn dein Arbeitsweg oder dein Privatweg kürzer sind dann kommst du ganz ohne nachladen den ganzen Tag hin.
    Ein 40 kWh-Akku reicht für ca. 300 Kilometer am Tag, aka. etwa 4 Stunden autofaheren.
    Üblich sind heute 50 kWh-Akkus, also etwas mehr, ca. 350 Kilometer.

    Wenn du am We tatsächlich (aber eher nicht spontan) deinen 300 Kilometer entfernten Freund besuchen willst hast du kein Problem, denn dann ist dein Auto vollgeladen, es hatte nämlich die ganze Nacht nichts anderes zu tun.

  18. Re: schlechtes Marketing

    Autor: BlindSeer 18.01.21 - 14:28

    Auch du wirst wieder bissig und herablassend, übertreibst maßlos, anstatt sachlich zu bleiben. Eine Art, die leider E-Auto-Freunden einen arroganten Ruf anhaften lässt, der zum Glück durch sachlichere Diskutanten wieder abgebaut wird.

    Wer sagt denn was von "spontan auf ein Bier"? und die 300km habe ich vorher extra nicht erwähnt, eben um diese unsinnige "Ich will eigentlich gar nicht diskutieren und mich mit der Sache auseinandersetzen" Reaktion zu vermeiden.
    Und JA, nach der Arbeit fahre ich (dann geplant und verabredet) so ca 250km zu Freunden um dort das Wochenende zu verbringen. Ist das etwas ungewöhnliches? Nur das man eben geplant anders vorbereitet ist. Würde der selbe Freund allerdings während der Arbeitszeit anrufen ob ich Freitagnachmittag vorbei komme, weil es ihm mies geht und er Gesellschaft braucht, oder irgendwas grandioses passiert und es was zu feiern gibt und ich habe Zeit... Why not? Den Rückweg hast du mit dazu postuliert, der war nirgendwo erwähnt. und wie ich schon erwähnt habe fahre ich nicht zum Spaß von A nach B um zu fahren, ich möchte irgendwo sein und dabei möglichst wenig Zeit verlieren. Leider kann ich vor Ort nicht laden, also heißt das eine Stunde weniger Zeit mit Leuten die ich seltener sehe. Mehr, wenn es die weiter entfernten sind.

    ich bin mit einem Kona bei goingelectric alle üblichen Langstrecken von mir durchgegangen. Bei der längsten Strecke die ich so normalerweise am Stück fahre +1h Zeit und Ionity Säulen (müsste schauen ob und wie man Ionity abschalten kann und was dabei raus kommt). Das waren IIRC 440km. Das fahre ich auch so ziemlich max am Stück bei 120km/h.

    Und 300km netto hat mir der Planer da nirgendwo angezeigt, habe aber auch nicht nochmal geschaut, weil die Infrastruktur hier so grottig ist (wie ich leider feststellen musste), dass ein Stromer leider nicht in Frage kommt (bin auf öffentliches Laden angewiesen).

  19. Re: schlechtes Marketing

    Autor: Mailerdeamon 18.01.21 - 14:33

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer hat denn was von 90% der Woche gesagt? :) Es geht ja um die Fälle wo
    > man es braucht und dann eben nicht kann, weil ungünstig abgeschaltet wurde
    > und dann insbesondere noch was spontanes dazu kommt.

    Und diese Fälle sollen was genau sein?
    Du hast pro Tag 300 Kilometer mindestens mit heutigen Fahrzeugen.
    Da du Nachts lädst hast du das jeden Tag von neuem, egal wie leer dein Akku war, egal ob sie dich Nachts 3 Stunden abgeschaltet haben oder nicht.
    Du bekommst einen 50 kWh-Akku in 12 Stunden die das Auto bei dir aufm Hof steht immer voll, immer!!
    Wenn du mehr als die 300 Kilometer brauchst musst du irgendwo zwischenladen, aber das liegt dann nicht daran das du abgeschaltet wurdest, sondern das der Akku nicht größer ist.


    > Nur wenn das Ziel ist Benziner voll zu ersetzen muss man die ungeplanten
    > Fahrten mit betrachten und vor allem, was einige wirklich tun, aufhöhren zu
    > versuchen die Nachteile als Vorteile verkaufen zu wollen.

    Was sollen das für ungeplante Fahrten sein?
    Also wir gehen von einem normalen Menschen aus, der 8 Stunden arbeitet und sagen wir 1 Stunde in Summe pendelt.
    Das bedeutet das du bereits 9 Stunden von deiner Ladesäule entfernt warst.
    Weiterhin sagen wir das du in der 1 Stunde Pendeln es tatsächlich geschafft hast 100 Kilometer Reichweite zu verbrauchen.
    Weiter gehen wir davon aus das du einen kleinen Akku von 40 kWh hast und damit etwa. 300 Kilometer Reichweite in Summe.
    Das heißt du kommst zu Hause an und hast noch 200 Kilometer.
    Jetzt gehen wir davon aus das du für Schlafen und grundlegende Bedürfnisse 9 Stunden pro Tag mindestens brauchst.
    Da du schon 9 Stunden des Tages verbraucht hast und 9 Stunden für Schlaf usw. brauchst sind 18 Stunden des Tages bereits verbraucht.
    Es bleiben also noch 6 Stunden die frei verfügbar wären.
    Du hast noch 200 Kilometer im Tank, das sind mind. 2 Stunden Fahrzeit die du noch hast.
    Das heißt es verbleiben noch 4 Stunden zum Laden und fahren an dem Tag.
    Nehmen wir an deine Ladesäule zu Hause hat 22 kW und dein Auto kann das auch, dann kannst du in einer Stunde deinen Akku (der noch über halb voll ist) voll laden. Es verbleiben noch 3 Stunden zu fahren, in diesen 3 Stunden kannst du jetzt also ganz spontan 300 Kilometer fahren.
    Natürlich ohne anzuhalten und irgendetwas zu erledigen.
    Wenn dir der Stromversorger genau in der 1 Stunde den Strom klaut kannst du leider nur 200 Kilometer fahren und knapp 1 Stunde irgendetwas erledigen - wobei du halt 2 Stunden aufewendet hast um spontan 1 Stunde was zu machen.

    Wie du siehst gibt es kein wirklich realistisches/wirklich in relevanter Häufigkeit vorkommendes Ereignis das es nach einem 8 Stunden-Arbeitstag + 1 Stunde pendeln auftreten würde wo du noch mal die volle Akkuladung verbrauchen könntest.
    Sollte so ein Ereignis wirklich auftreten kannst du auch an nen Schnelllader fahren und mindestens der doppelten Geschwindigkeit wie zu Hause laden, wenn nicht sogar ein vielflaches davon - denn wenn so ein Ereignis auftritt wirst du jede Minute sparen müssen um noch genügend Schlaf zu bekommen.

    Jede neue Technik
    > hat zunächst Nachteile, nur habe ich gerade das Gefühl, dass diese beim
    > Stromer derzeit zum Wohler der Wirtschaft potentiert werden sollen, bzw.
    > man das in Kauf nimmt, um die Goldgräberstimmung nicht abflachen zu
    > lassen.
    >
    > Folgt Strom eigentlich einer ungefähren Preislogik wie die Tankstellen? Wo
    > man weiß, dass an gewissen Wochentagen und zu gewissen Uhrzeiten tanken
    > einfach günstiger ist? Ernst gemeinte Frage. Weil ansonsten heißt es
    > nämlich Strompreise täglich mehrfach prüfen. Auch nicht so schön (im
    > Gegensatz zum Sprit, wo man halt weiß ob man besser Montag oder Samstag
    > abend tankt).

  20. Re: schlechtes Marketing

    Autor: Mailerdeamon 18.01.21 - 14:37

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > BlindSeer schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Das Auto sollte aber eben auch für spontane Fahrten zur Verfügung
    > > stehen.
    > > > Wie ich schon geschrieben habe: Wenn ein Freund anruft, ob ich spontan
    > > > vorbei komme, dann will ich auch fahren können und nicht gerade Pech
    > > haben,
    > > > dass just in der letzten Stunde mein Auto nicht geladen hat.
    > >
    > > genau. ich fahr mal spontan 451 km
    >
    > Bis auf einige (wenige) Teslas fährt diese Entfernung kein eAuto. Normal
    > wäre eine Entfernung kleiner 200km und blöderweise sind die meisten eAutos
    > derzeit nicht Privatfahrzeuge, sondern Fahrzeuge des Gewerbe (also
    > Kastenwagen/Kleintransporter etc.) und deren Reichweite ist ~100km.

    Also die meisten Fahrzeuge sind mit Sicherheit keine Kastenwagen oder Kleintransporter, wo hast du denn das her?
    Und 200 Kilometer sind realistisch? Seltsam, meine Zoe (und das ist die mit 40 kWh) fährt 300 Kilometer, die neue Zoe fast 380 Kilometer mit einer Akkuladung.
    Bitte überprüfe deine Angaben.

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