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Es wird schwierig

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  1. Es wird schwierig

    Autor: tovi 08.07.20 - 12:21

    Evtl. ist der Ansatz der deutschen Autobauer falsch.

    Mal sehen, wer das Rennen macht, aber ich glaube es wird kein deutsches Unternehmen sein.

  2. Re: Es wird schwierig

    Autor: schnedan 08.07.20 - 12:23

    "Evtl. ist der Ansatz der deutschen Autobauer falsch. "

    Äh wieso? Soll man etwas machen das den gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht und/oder in der Praxis nicht zuverlässig funktioniert?

  3. Re: Es wird schwierig

    Autor: captain_spaulding 08.07.20 - 12:27

    Nein. Man kann sowas auch anbieten wenn man sich an Gesetze hält. Aber wenn das Auto einen Fehler macht, dann muss man eben zahlen. Ich bin mir eigentlich recht sicher dass Tesla das Risiko eingehen wird. Was soll im Stau bei niedriger Geschwindigkeit schon groß passieren?

  4. Re: Es wird schwierig

    Autor: sogos 08.07.20 - 12:30

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    [...]
    > eigentlich recht sicher dass Tesla das Risiko eingehen wird. Was soll im
    > Stau bei niedriger Geschwindigkeit schon groß passieren?

    Man kann zB über einen auf den Boden liegenden (ungesicherte Unfallstelle) fahren...
    Theoretische Szenarien gibt es genug

  5. Re: Es wird schwierig

    Autor: derLaie 08.07.20 - 12:40

    Der Ansatz der deutschen Autobauer ist es zu sehr auf LIDAR zu pochen. Die Hard- und Software sind überhaupt nicht darauf ausgelegt um müssen praktisch von Grund auf neu entwickelt werden. Reine Bilderkennung hingegen ist heute so normal und alltäglich wie Smartphones. Dazu existieren 1001 ML Anwendungen. Easy!

    Man kann fremde Gesichter zB. auf jede beliebige Perspektive des eigenen Gesichts projizieren. Im Umkehrschluss bedeutet das die Maschine kann in 2D die Orientierung und Distanz des Objektes im Raum erkennen - in dem Fall das Gesicht. Genau das braucht man für autonomes Fahren auch. Nur erkennt man keine unterschiedlichen Gesichter sondern unterschiedliche Typen von Fahrzeug.

    Schwubb hat man die echte Welt digital abgebildet ohne selbst Millionen zu investieren. Aber nein, die Deutschen wollen unbedingt mit dem Lichtschwert hantieren und beschneiden sich beim Versuch nur selbst. Scheinbar ist man zu stolz um einen Schritt zurück zu gehen. Anders kann ich mir das nicht erklären.

    Die Maschine kann alles lernen besser und schneller zu erkennen als der Mensch. Es gibt keine Ausnahmen. Es ist alles nur eine Frage des Trainings. Das heißt die Dinger müssen en masse auf die Straße so schnell es geht und Daten sammeln. So wie das bekanntlich bei Tesla schon lange der Fall ist. Während bei VW und Co. Ingenieure die Stellschrauben drehen tut das bei Tesla eine künstliche Intelligenz. Wer am Ende siegreich sein wird spiegelt heute schon der Aktienkurs recht gut wieder. Ich könnte mir sehr gut vorstellen dass die irgendwann das Handtuch werfen und Tesla's Autopiloten lizenzieren. Das wäre die größte Niederlage in der Geschichte des deutschen Automobils. Das wäre vergleichbar mit einem Motor bei Verbrennern aus anderem Hause. Dann kann man den Laden auch direkt zu machen.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.20 12:46 durch derLaie.

  6. Re: Es wird schwierig

    Autor: GeStörti 08.07.20 - 12:59

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das wäre vergleichbar mit einem Motor bei Verbrennern aus
    > anderem Hause. Dann kann man den Laden auch direkt zu machen.

    Na dann google mal, wer bei den Motoren alles so zusammenarbeitet. Klar, das sind "kooperationen". Aber dann kooperiert man eben mit Tesla - geht alles, ist nur die Frage, wie man es schönt und verkauft

  7. Re: Es wird schwierig

    Autor: Fighter125 08.07.20 - 12:59

    Du glaubst zu sehr an KI. Wenn man sich Mal mit der Funktionsweise beschäftigt hat, will man nicht von einem neuronalen Netz, egal wie gut es trainiert wurde, gefahren werden.

    Selbst Forscher bei Google wie Francois Chollet sagen das:
    >>„Wir können zwar Systeme entwickeln, die extrem gute Leistungen bei bestimmten Aufgaben zeigen, aber sie haben immer noch massive Einschränkungen. Sie sind instabil, datenhungrig, nicht in der Lage, Situationen zu verstehen, die leicht von ihren Trainingsdaten oder den Annahmen ihrer Entwickler abweichen, und nicht in der Lage, sich auf die Handhabung von neuartigen Aufgaben umzustellen“, fasst Chollet in der Einleitung die aktuelle Lage zusammen."

  8. Re: Es wird schwierig

    Autor: NemesisTN 08.07.20 - 13:01

    Regen, Schnee, Nebel, dem Sonnenuntergang entgegen fahren (DER [ungelöste] Klassiker für optische Informationsverarbeitung).
    Jetzt kommst du.
    Der ganze Kram funktioniert super im Labor, aber in echt sagt mir der Wagen auch mal ganz schnell: "Adaptiver Abstandsassistent / Verkehrszeichenerkennung aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen nicht verfügbar." *BÄM*
    Und nicht jeder fährt freiwillig mit einem Supercomputer herum, bei den deutschen Spritpreisen und Kofferraumgrößen. =)
    Wenn es so einfach wäre, hätte man das bereits umgesetzt.

  9. Re: Es wird schwierig

    Autor: hansblafoo 08.07.20 - 13:18

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Ansatz der deutschen Autobauer ist es zu sehr auf LIDAR zu pochen. Die
    > Hard- und Software sind überhaupt nicht darauf ausgelegt um müssen
    > praktisch von Grund auf neu entwickelt werden. Reine Bilderkennung hingegen
    > ist heute so normal und alltäglich wie Smartphones. Dazu existieren 1001 ML
    > Anwendungen. Easy!
    >
    > Man kann fremde Gesichter zB. auf jede beliebige Perspektive des eigenen
    > Gesichts projizieren. Im Umkehrschluss bedeutet das die Maschine kann in 2D
    > die Orientierung und Distanz des Objektes im Raum erkennen - in dem Fall
    > das Gesicht. Genau das braucht man für autonomes Fahren auch. Nur erkennt
    > man keine unterschiedlichen Gesichter sondern unterschiedliche Typen von
    > Fahrzeug.
    >
    > Schwubb hat man die echte Welt digital abgebildet ohne selbst Millionen zu
    > investieren. Aber nein, die Deutschen wollen unbedingt mit dem Lichtschwert
    > hantieren und beschneiden sich beim Versuch nur selbst. Scheinbar ist man
    > zu stolz um einen Schritt zurück zu gehen. Anders kann ich mir das nicht
    > erklären.
    >
    > Die Maschine kann alles lernen besser und schneller zu erkennen als der
    > Mensch. Es gibt keine Ausnahmen. Es ist alles nur eine Frage des Trainings.
    > Das heißt die Dinger müssen en masse auf die Straße so schnell es geht und
    > Daten sammeln. So wie das bekanntlich bei Tesla schon lange der Fall ist.
    > Während bei VW und Co. Ingenieure die Stellschrauben drehen tut das bei
    > Tesla eine künstliche Intelligenz. Wer am Ende siegreich sein wird spiegelt
    > heute schon der Aktienkurs recht gut wieder. Ich könnte mir sehr gut
    > vorstellen dass die irgendwann das Handtuch werfen und Tesla's Autopiloten
    > lizenzieren. Das wäre die größte Niederlage in der Geschichte des deutschen
    > Automobils. Das wäre vergleichbar mit einem Motor bei Verbrennern aus
    > anderem Hause. Dann kann man den Laden auch direkt zu machen.

    Wieder mal viel zu einfach gedacht. ;-) LIDAR hat schon unbestreitbare Vorteile im Vergleich zur reinen Kamera + Radar + Ultraschall. Es wird sich noch zeigen, ob die Teslas wirklich das "volle Potential für autonomes Fahren" besitzen. Ich behaupte mal nein. Im übrigen setzt auch Waymo auf LIDAR und die sind glaube ich vom aktuellen Stand her am weitesten.

    Übrigens arbeiten die deutschen Hersteller auch mit anderen Firmen zusammen, der Volkswagen-Konzern zum Beispiel mit Argo AI. Da kommt also schon auch externes Know-How mit rein.

  10. Re: Es wird schwierig

    Autor: nuclear 08.07.20 - 14:13

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Ansatz der deutschen Autobauer ist es zu sehr auf LIDAR zu pochen. Die
    > Hard- und Software sind überhaupt nicht darauf ausgelegt um müssen
    > praktisch von Grund auf neu entwickelt werden. Reine Bilderkennung hingegen
    > ist heute so normal und alltäglich wie Smartphones. Dazu existieren 1001 ML
    > Anwendungen. Easy!

    Stimmt Bilderkennung funktioniert mittlerweile schon sehr gut. Nur selbst bei der Erkennung von handgeschriebenen Buchstaben kann man um die 97% erreichen. Hoch, aber doch noch nicht so gut wie ein Mensch.

    > Man kann fremde Gesichter zB. auf jede beliebige Perspektive des eigenen
    > Gesichts projizieren. Im Umkehrschluss bedeutet das die Maschine kann in 2D
    > die Orientierung und Distanz des Objektes im Raum erkennen - in dem Fall
    > das Gesicht.

    Nein, das heißt das nicht. Das heißt nur, dass das Netzwerk gelernt hat, dass diese Anordnung von Mustern der Rand des Gesichtes ist. Von einer Erkennung im Raum ist das jedoch weit entfernt und auch absolut nicht notwendig.

    >Genau das braucht man für autonomes Fahren auch. Nur erkennt
    > man keine unterschiedlichen Gesichter sondern unterschiedliche Typen von
    > Fahrzeug.

    Tja schön wäre es. Es gibt aus gutem Grund die Captchas bei Google. Eben die genaue Klassifizierung ist das Problem. Das unterscheiden zwischen zwei verschiedenen Fahrzeugen und ggf. einem Schild mit einem Fahrzeug. Wenn ein LKW dann mal wieder als Straßenschild klassifiziert wird, ist das Geschrei wieder groß.

    > Schwubb hat man die echte Welt digital abgebildet ohne selbst Millionen zu
    > investieren.

    Wenn es nur so einfach wäre. Im übrigen investiert Tesla ebenfalls schon Millionen. Eher auch in die Richtung Milliarden. Es ist nicht so, als wäre es sehr einfach, denn dann würde es jeder machen.

    > Aber nein, die Deutschen wollen unbedingt mit dem Lichtschwert
    > hantieren und beschneiden sich beim Versuch nur selbst. Scheinbar ist man
    > zu stolz um einen Schritt zurück zu gehen. Anders kann ich mir das nicht
    > erklären.

    Ich weiß warum du dir das nicht erklären kannst, weil du dich in dem Thema einfach nicht auskennst. LIDAR hat ganz klare Vorteile gegenüber der Bestimmung der Position im Raum mittels Kameras.
    Und je mehr Sensoren, desto besser kann in der Theorie die Umgebung erfasst werden, desto weniger wirkt sich die Beeinträchtigung eines Sensorsystems (z.B. Kamera die durch die Sonne geblendet wird ) auf die Performance und Sicherheit des gesamten Systems aus.

    > Die Maschine kann alles lernen besser und schneller zu erkennen als der
    > Mensch. Es gibt keine Ausnahmen. Es ist alles nur eine Frage des Trainings.

    Falsch. Die Maschine gibt es nicht. Es gibt verschiedenen Ansätze des ML. Deep neural networks ist davon der Verbreiteste, jedoch gibt es auch da endlos viele verschiedene Ansätze. Und vor allem bei der Bilderklassifizierung läuft noch viel falsch.
    Einfach mal YOLO V3 anschauen. Die Performance ist da immer noch deutlich schlechter, als die eines Menschen. Und YOLO V3 ist eines der aktuell besten Systeme bei der Klassifizierung von Objekten.

    > Das heißt die Dinger müssen en masse auf die Straße so schnell es geht und
    > Daten sammeln. So wie das bekanntlich bei Tesla schon lange der Fall ist.

    Wenn der Ansatz stimmt, dann stimmt das. Jedoch ist es nicht gegeben, dass es bei Tesla der Fall ist. Die Chancen sind nicht so gering das die Daten nachher nicht mehr genutzt werden können.
    Im übrigen ist die Simulation der Systeme auch eine sehr gute Möglichkeit zu trainieren. Da brauche ich dann nur einen Supercomputer und kann Milliarden von Kilometern pro Tag simulieren.
    Wie gesagt, wenn der Ansatz aufgeht, dann klappt es, kann aber auch einfach für die Tonne sein. Aktuell kann das keiner sagen.

    > Während bei VW und Co. Ingenieure die Stellschrauben drehen tut das bei
    > Tesla eine künstliche Intelligenz.

    VW und Co. nutzen selbstverständlich auch ML. Das ist totaler Quatsch, dass da die Ingenieure versuchen irgendwelche Verknüpfungen zu erstellen.
    Im übrigen ist häufig ein besseres Model 100x mehr wert als alle Arbeit für das sammeln und erstellen von Trainingsdaten. Wenn deine Hyperparameter nicht passen, dann wird das ML Model immer schlechte Ergebnisse liefen.

    > Wer am Ende siegreich sein wird spiegelt
    > heute schon der Aktienkurs recht gut wieder.

    Nein. Der Aktienkurs spiegelt einen total überhitzten Markt wieder und die Hoffnung von irgendwelchen Analysten. Nach dem was Tesla so aktuell präsentiert sind die Werte rational nicht zu begründen.
    Es ist eine riesige Wette, dass alles so klappt, läuft es anders, dann kann der Kurs von Tesla binnen kürzester Zeit massiv einbrechen.

    > Ich könnte mir sehr gut
    > vorstellen dass die irgendwann das Handtuch werfen und Tesla's Autopiloten
    > lizenzieren. Das wäre die größte Niederlage in der Geschichte des deutschen
    > Automobils. Das wäre vergleichbar mit einem Motor bei Verbrennern aus
    > anderem Hause. Dann kann man den Laden auch direkt zu machen.

    Wird nicht passieren. Eher wird die Lizenz von Google o.ä. kommen, sollte es klappen. Aber das dauert noch. Vielleicht finden wir bis dahin eh ein besseres ML Model und die ganze Arbeit an den neuronalen Netzen ist für die Katz.

  11. Re: Es wird schwierig

    Autor: schnedan 09.07.20 - 00:29

    Nach den geltenden Normen (functional safety), die übrigens auch in USA gelten, ist es nicht möglich so zu handeln. Macht man es dennoch wäre das ja Vorsatz. Musk mag das scheiß egal sein. Scheinbar haben da europäische Ingenieure und Manager mehr Verantwortungsbewusstsein.

  12. Re: Es wird schwierig

    Autor: captain_spaulding 09.07.20 - 01:17

    FuSi ist eher eine Frage der Argumentation. Präzise Vorschriften für autonome Autos gibt es da nicht.
    Tesla hat es ja auch geschafft den Autopilot auf die Straße zu bringen. Nachdem was passiert ist ein bisschen dran rumgepatcht.
    Besondere Nachteile entstanden Tesla dadurch nicht. Wieso sollte es nächstes mal anders sein?

  13. Re: Es wird schwierig

    Autor: schnedan 10.07.20 - 00:14

    Also zum einen wird man bei er Risikoanalyse bei einem der höheren Level landen und zumindest in Europa würdest du einen Autopilot so sicher nicht zertifiziert bekommen. Genau so wenig wirst du mal eben ein OTA Update raushauen. Ich kenne das im Bereich Safety eher so mit 1-1,5 Jahre von der neuen Version bis zu Freigabe.

    Schätze in den USA haben die nicht nur in der Luftfahrt ein Kontrollproblem. Das heißt aber nicht das es eine gute Idee ist es genau so zu machen.
    Ich würde mich eher nicht in einen Tesla setzen.

  14. Re: Es wird schwierig

    Autor: captain_spaulding 10.07.20 - 00:52

    Ich hab auch mit FuSi zu tun und ich weiß auch dass das in der deutschen Automobilindustrie alles ewig dauert. Für eine kleine Fummelfunktion können da Monate ins Land gehen.
    Dann bekommt man die Fahrfreigabe für eine uralte Software, in der man seit Release haufenweise Bugs gefixt hat und die bekanntermaßen Fehlfunktionen hat. Ist aber egal, Stempel ist drauf, Testfahrer darf Spaß haben.

    Im Notfall wird Tesla einfach Testfahrer 1000000km autonom fahren lassen um mit "proven in use" zu argumentieren.
    Und falls die USA durch niedrigere Hürden die Autos früher im Verkehr haben, ist Deutschland sowieso gezwungen nachzuziehen. Völlig egal ob das mit irgendwelchen FuSi-Regeln kollidiert.

  15. Re: Es wird schwierig

    Autor: Stepinsky 10.07.20 - 08:06

    Wow, dieser Mensch ist sehr meinungsstark, hat sich aber (zu) wenig mit den Themen beschäftigt...

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Ansatz der deutschen Autobauer ist es zu sehr auf LIDAR zu pochen. Die
    > Hard- und Software sind überhaupt nicht darauf ausgelegt um müssen
    > praktisch von Grund auf neu entwickelt werden.
    Welche Hardware ist nicht auf LIDAR ausgelegt? Ein Sensor (egal welcher) liefert einen Datenstrom, der vom System verarbeitet wird. Mir fällt gerade nichts ein, wie eine Hardware gestaltet sein müsste, die nur Bilddaten verarbeiten kann, aber keine LIDAR-Daten.
    LIDAR ist teuer und zur Zeit noch ziemlich groß und schwer aerodynamisch zu integrieren.

    > Reine Bilderkennung hingegen
    > ist heute so normal und alltäglich wie Smartphones. Dazu existieren 1001 ML
    > Anwendungen. Easy!
    Wow. Du hast dich offensichtlich noch nie gedanklich mit den Möglichkeiten und Grenzen beschäftigt. Aber eine starke Meinung hast du...

    > Man kann fremde Gesichter zB. auf jede beliebige Perspektive des eigenen
    > Gesichts projizieren. Im Umkehrschluss bedeutet das die Maschine kann in 2D
    > die Orientierung und Distanz des Objektes im Raum erkennen - in dem Fall
    > das Gesicht. Genau das braucht man für autonomes Fahren auch. Nur erkennt
    > man keine unterschiedlichen Gesichter sondern unterschiedliche Typen von
    > Fahrzeug.
    Schon wieder wow. Was für eine bizzare Beweiskette. Du hast wohl noch nie was von den unsäglichen Südkreuz-Experimenten in Berlin gelesen? Und mit den Möglichkeiten und Grenzen der Bilderkennung hast du dich scheinbar auch noch nicht beschäftigt. Bei allen Fortschritten ist die Datengrundlage eine zwei-dimensionale Farbtonabbildung. Diese zuverlässig zu interpretieren braucht auch Szenerieverständnis. Leider fehlt das noch auf Jahrzehnte.

    > Schwubb hat man die echte Welt digital abgebildet ohne selbst Millionen zu
    > investieren. Aber nein, die Deutschen wollen unbedingt mit dem Lichtschwert
    > hantieren und beschneiden sich beim Versuch nur selbst. Scheinbar ist man
    > zu stolz um einen Schritt zurück zu gehen. Anders kann ich mir das nicht
    > erklären.
    Es gäbe noch eine andere Erklärung: Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass deine Weltabbildung vielleicht nicht funktioniert? Dei Welt da draußen ist komplexer als es deine Foto-Filter- und Effekt-Apps dich glauben lassen.

    > Die Maschine kann alles lernen besser und schneller zu erkennen als der
    > Mensch. Es gibt keine Ausnahmen. Es ist alles nur eine Frage des Trainings.
    Schon beim Training hapert es. Und ob eine Maschine jemals eine komplexe Echtzeit Situation schneller erfassen kann, als ein Mensch muss noch bewiesen werden. Das menschliche Hirn ist extrem leistungsfähig und derzeit noch extrem viel leistungsfähiger als die Maschine. Während du eine Maschine mit Millionen Bildern trainieren musst, damit sie einigermaßen sicher eine Katze erkennt, lernt selbst ein sehr kleines Kind nach wenigen Begegnungen, was eine Katze ist. Und nimmt dabei nicht nur die visuelle Darstellung auf, sondern bezieht auch gleich andere Faktoren wie z.B. das Verhalten oder den Lebensraum ein. Intuitiv. Beim maschinellen Lernen kommt es so stark auf das Lernmaterial an, dass es hier noch extrem viele versteckte Fehler gibt. Wen du anfängst dazu zu recherchieren, findest du viele eindrücklich Beispiele dafür.


    > Das heißt die Dinger müssen en masse auf die Straße so schnell es geht und
    > Daten sammeln. So wie das bekanntlich bei Tesla schon lange der Fall ist.
    Aha. Also man muss nur Daten sammeln und dann entwickelt sich schon alles von alleine weiter?

    > Während bei VW und Co. Ingenieure die Stellschrauben drehen tut das bei
    > Tesla eine künstliche Intelligenz.
    Künstliche Intelligenz wird es für mindestens weitere 20 Jahre nicht geben. Viele seriöse Forscher gehen davon aus, dass es noch weitaus länger dauern wird. Was du meinst sind Expertensystem und die sind einfach nur Experten für einen winzig kleinen Ausschnitt der Welt. Und damit nicht wirklich gut eine hoch komplexe Szenerie im Straßenverkehr zu erkennen. Tesla hat Vorteile, weil sie agiler arbeiten können, als die jahrzehntelang gewachsenen Strukturen in Großkonzernen. Ihnen fehlt aber die Erfahrung bei der Produktion. Du kannst ja mal ein bisschen recherchieren, was Käufer der teuren Tesla Luxuswagen zur Bauqualität sagen.
    Und ja: Vergiss nicht die Toten durch Teslas "Autopilot". Man hat ein Fahrassistenzsystem mit deutlichen Einschränkungen, tauft es hochtrabend "Autopilot". Und wenn die Leute es genau so nutzen, kommt es eben immer wieder zu tödlichen Unfällen. Nimm jetzt Teslas Marktanteil in der Automobilbranche und skaliere die tödlichen Unfälle hoch. Dann kommst du sofort auf nicht akzeptable Todeszahlen deiner angeblich so überlegenen "künstlichen Intelligenz". Der Weg zum SICHEREN (voll-) autonomen Fahren ist noch sehr lang.

    > Wer am Ende siegreich sein wird spiegelt
    > heute schon der Aktienkurs recht gut wieder.
    Dein nächster grundlegender Fehler: Aktienmärkte spiegeln nie das echte Potential einer Firma, sondern die Gewinnerwartungen und Gewinnphantasien.

    > Ich könnte mir sehr gut
    > vorstellen dass die irgendwann das Handtuch werfen und Tesla's Autopiloten
    > lizenzieren.
    Totaler Quatsch. Teslas "Autopilot" hat noch so viele Probleme. Schon mal die Videos zur "Auto komm zu mir" Funktion angesehen? Schon mal die Details zu den tödlichen Unfällen gelesen?
    Es könnte dahin kommen, dass man sich Technologien bei Waymo lizensiert. Tesla wird es wohl eher nicht werden.

    > Das wäre die größte Niederlage in der Geschichte des deutschen
    > Automobils.
    Die größte Niederlage der deutschen Automobilbranche war der Motorenskandal. Man hat es einfach nicht geschafft sich rechtzeitig auf absehbare Verschärfungen beim Umweltschutz einzustellen. Das war ein industrieweites peinliches Totalversagen. Die Fixierung auf maximale Gewinne führte zu einem "weiter so". Sie haben zu wenig in ganz neue Technologien investiert. Zum Teil auch, weil die deutsche Politik sie immer vor Veränderungsdruck geschützt hat. Nur kamen dann Akteure von außerhalb der EU und haben den Druck erhöht.

    > Das wäre vergleichbar mit einem Motor bei Verbrennern aus
    > anderem Hause. Dann kann man den Laden auch direkt zu machen.
    Selbst im letzten Abschnitt redest du Quark. Es gibt doch eine Reihe von Herstellern, die Motoren zukaufen und trotzdem am Markt bestehen.

  16. Re: Es wird schwierig

    Autor: bofhl 10.07.20 - 11:01

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein. Man kann sowas auch anbieten wenn man sich an Gesetze hält. Aber wenn
    > das Auto einen Fehler macht, dann muss man eben zahlen. Ich bin mir
    > eigentlich recht sicher dass Tesla das Risiko eingehen wird. Was soll im

    Tesla wird es versuchen - mal wieder - und sie werden nie zahlen! Warum auch - es ist für diese Firma letztlich egal, wie man was nennt! Denn immer wieder ist nur der Fahrer schuld und es ist nahezu unmöglich die alleinige Schuld bei autonomen Systemen den Hersteller zu zuschieben (da versucht man zwar derzeit bei dem Gesetzen), real wird es da aber einfach sein, da Schlupflöcher zu finden, vor allem da Tesla ja der "Gute" ist! Und da ja derzeit dt. Hersteller von allen als das "Böse" an sich angesehen werden, verstehe ich gut deren Unwillen, sich den garantierten Forderungen der ganzen "Klage-Firmen" im Umfeld des "Konsumentschutzes" in Deutschland aus zu setzen!

    > Stau bei niedriger Geschwindigkeit schon groß passieren?
    Vieles!

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